Die Kurve
04.04.2013 - 17:27 Uhr
Zitat von Forever_Hansa
Kann mir jemand sagen, wer mit ALLE gemeint ist? Wieso suggeriert man, dass ALLE etwas tun müssten, dass ALLE wenn nicht schuldig dann doch zumindest beteiligt wären? Wieso erklärt der FC Hansa nun seine "Dialogbereitschaft" mit dem DFB.
Zitat von FCHANSA.de
Damit liegt der Ball nun ganz klar bei uns ALLEN! Wir alle haben immer den Dialog gefordert, haben immer davon gesprochen, dass es einen runden Tisch geben muss und dass wir ein Ende der Sanktions- und Gewaltspirale wollen!
Damit liegt der Ball nun ganz klar bei uns ALLEN! Wir alle haben immer den Dialog gefordert, haben immer davon gesprochen, dass es einen runden Tisch geben muss und dass wir ein Ende der Sanktions- und Gewaltspirale wollen!
Kann mir jemand sagen, wer mit ALLE gemeint ist? Wieso suggeriert man, dass ALLE etwas tun müssten, dass ALLE wenn nicht schuldig dann doch zumindest beteiligt wären? Wieso erklärt der FC Hansa nun seine "Dialogbereitschaft" mit dem DFB.
Das ist doch mal eine gute Frage. Bisher war es hier ja meist Konsens, dass die ca. 1.800 Supportwilligen auf der Süd, die an strafenfördernden Aktionen nicht beteiligt und nicht von der Ultrakultur infiziert waren, meist als »Mittäter« und »Unterstützer« galten. Selbstjustiz mit verletzungsanfälligem Heldentum wurden zwar nicht verlangt. Aber sie müssten doch einfach nur aus dem Block gehen. EinZeichen setzen. Old-Scool-Hymnen entgegnen. Sich ganz einfach zusammenschließen (@Forever_Hansa: das ist nicht auf Dich bezogen, sondern auf eine oft vertretene Meinung hier. Ich bin nur auf Deine Frage aufgesprungen).
Selten war die Rede davon, dass jede/r Stadiongänger/in auf der Ost, Nord, West dasselbe hätte tun können. Müssen? Um sich zu distanzieren. Das ganze martialische Spiel nicht mehr mitzumachen. Da gab es ja die Verbrecher im Käfig, die das alles duldeten, billigten.
Es war ziemlich leicht, mit den Fingern auf die zu zeigen, von deren tollem Support man im Stadion, am TV, in den Bewunderungen anderer Vereine und der Medien profitiert, aber weit genug weg,um nicht beteiligt zu sein.
Auf die Süd zu gehen war und ist immer ein Spagat, ein Kompromiss. Auswärts auch.
Nie (sic!) hatte ich um meine Kinder Angst, die jeweils seit ihrem vierten Lebensjahr diese Stimmung im Stadion aufsaugen. Hansainifiziert sind, obwohl sie in Halle geboren wurden. Inzwischen längst selber zu den Spielen fahren und wie ich nie eine Fackel oder Bengalos in der Hand (nicht mal Silvester: Brot statt Böller!) , die Faust gegen andere erhoben oder homophobe Sprüche geklopft haben. Im Familienblock sitzen? Dann gingen wir zum HFC. Neutral groundhoppen wir dort bisweilen auch. Nur bei einem einzigen Spiel sind wir nicht neutral.
Sie mögen es laut und leidenschaftlich, so wie ich. Wir verabscheuen Gewalt.
Vielleicht setzt dieses »ALLE« von Marien mal ein Denken in Gang, mit den Pauschalisierungen aufzuhören?
Warum gehen so viele »Gemäßigte« immer wieder auf die Süd. Fahren auswärts (oder nutzen genau wie ich und meine Söhne die kürzere Anfahrt, müssen uns mit HAL-Kennzeichen Sprüche gefallen lassen und lernen trotzdem tolle Leute kennen)? Und treffen Bekannte, Nachbarn, die wir nie im Hansa-Umfeld vermutet hätten...
Weil wir supporten wollen. Laut. LAUT. Heiser sein. Einige hier haben das kürzliche schon sehr emotional geschildert.
Was haben wir alles versucht (oder versuchen müssen bei Sperren, kleinem Auswärtskartenkontingent) in verschiedensten Blöcken des Ostseestadions. Nord. Ost. Schlimme Saufeskapaden in Stehblöcken. Widerliche rassistische Beleidigungen auch. Und »setzt Euch endlich hin«. Das ganze Programm. Was tut man bei diesem Spagat, wenn man keine Lust hat, nur zu klatschen und sonst zu sitzen? Ich habe keinen Bock auf RB- oder Sandhausen-Atmosphäre.
Und ich gehöre auch nicht zu denen, die in Seenotrettungsfackeln oder Bengalos Verbrechen sehen. Sebst im Stadion müsste der Einsatz für jeden Einzelfall erstmal durch die gerichtlichen Instanzen gehen, um festzustellen, ob es sich überhaupt um mehr als eine Ordnungswidrigkeit handelte. »Randale« würde für mich frühestens bei diesen bekloppten Böllern und Leuchtspur beginnen.
Natürlich haben die jenigen Recht, die finden, dass man sich von martialischem Gehabe distanzieren und andere Ecken im OS finden könnte. So wirklich brechend voll ist es ja meistens nicht. Aber Fans wie ich sind nicht organisiert. Es kommt nicht wirklich zum Support, wenn die Leute alle 20m voneinander entfernt in Kleinstgrüppchen beieinander stehen. Und die Karteninhaber dann noch (zu Recht) auf ihre Plätze bestehen. Das ist auf der Süd anders. Da kann man sich IMMER von pubertierenden Amöben sehr gut und ohne Aufsehen wegbewegen ud hat dennoch supportwillige Leute um sich. Von »Blockaufsehern« mit grimmigem Blick auch.
Ich landete - oh Kompromiss - in den letzten Jahren immer wieder dort.
Ob es gelänge, dass sich »ALLE« (z.B. auch nicht organisierten Supportwillige) zumindest informell auf bestimmte Blöcke verabreden? Ich habe da keine Antwort und keinen neue Idee, denn der Gedanke ist ja auch nicht besonders originell. Etwas (lauten) Old-Scool-Support würden 1.000 Leute sicher auch gut ohne Capo hinkriegen? Und wir Südgänger sind wirklich text- und gesangessicher... Vielleicht hat der Verein sowas gemeint?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von tomatenfisch am 18.08.2017 um 01:21 Uhr bearbeitet Zitat von tomatenfisch
Ob es gelänge, dass sich »ALLE« (z.B. auch nicht organisierten Supportwillige) zumindest informell auf bestimmte Blöcke verabreden? Ich habe da keine Antwort und keinen neue Idee, denn der Gedanke ist ja auch nicht besonders originell. Etwas (lauten) Old-Scool-Support würden 1.000 Leute sicher auch gut ohne Capo hinkriegen? Und wir Südgänger sind wirklich text- und gesangessicher... Vielleicht hat der Verein sowas gemeint?
Zitat von Forever_Hansa
Kann mir jemand sagen, wer mit ALLE gemeint ist? Wieso suggeriert man, dass ALLE etwas tun müssten, dass ALLE wenn nicht schuldig dann doch zumindest beteiligt wären? Wieso erklärt der FC Hansa nun seine "Dialogbereitschaft" mit dem DFB.
Zitat von FCHANSA.de
Damit liegt der Ball nun ganz klar bei uns ALLEN! Wir alle haben immer den Dialog gefordert, haben immer davon gesprochen, dass es einen runden Tisch geben muss und dass wir ein Ende der Sanktions- und Gewaltspirale wollen!
Damit liegt der Ball nun ganz klar bei uns ALLEN! Wir alle haben immer den Dialog gefordert, haben immer davon gesprochen, dass es einen runden Tisch geben muss und dass wir ein Ende der Sanktions- und Gewaltspirale wollen!
Kann mir jemand sagen, wer mit ALLE gemeint ist? Wieso suggeriert man, dass ALLE etwas tun müssten, dass ALLE wenn nicht schuldig dann doch zumindest beteiligt wären? Wieso erklärt der FC Hansa nun seine "Dialogbereitschaft" mit dem DFB.
Ob es gelänge, dass sich »ALLE« (z.B. auch nicht organisierten Supportwillige) zumindest informell auf bestimmte Blöcke verabreden? Ich habe da keine Antwort und keinen neue Idee, denn der Gedanke ist ja auch nicht besonders originell. Etwas (lauten) Old-Scool-Support würden 1.000 Leute sicher auch gut ohne Capo hinkriegen? Und wir Südgänger sind wirklich text- und gesangessicher... Vielleicht hat der Verein sowas gemeint?
Zunächst einmal: Sehr lesenswerter Beitrag
Zu deinem letzten Absatz:
Ich habe es ja auch schon vor ein paar Tagen mal geschrieben... das Problem besteht ja nicht in der Nachvollziehbarkeit der Notwendigkeit durch die "gemäßigten Fans".
Sie sind schlicht nicht in der Lage so einen Umzug selbst zu organisieren (keine Reichweite, zu viele einzelne Supporter, wie von dir ja trefflich beschrieben).
Von daher meine ich, dass hier auch der Verein mitbestimmen und mitgestalten sollte!
Gründe hierfür hat der Verein genug.
Es funktioniert, so wie es jetzt ist, ganz einfach nicht. Und was eine Schließung der Tribüne bringen würde, haben wir ja nun auch schon alles erlebt.
Von daher müssen sowohl Verein als auch Fans jetzt eng zusammenrücken und gemeinsam(!) zeigen, dass wir das nicht länger mit uns machen lassen.
Angenommen der Verein bittet alle Supporter zukünftig (eventuell übergangsweise) in die Blöcke 8/9 auszuweichen, um von dort zu supporten. Ich würde diesen Kompromiss eingehen, da mir der Verein mega wichtig ist. Dann wird eben von dort Stimmung gemacht. Rein traditionell betrachtet sowieso viel cooler (Stichwort: Block E)... und auch vom regionalen Bezug her würde ich eine Nordtribüne als Fanblock irgendwie passender finden.
Aber wie gesagt, es geht nur zusammen! Da wünsche ich mir vom Verein einfach auch mal eine engere Zusammenarbeit mit seinen Fans (und mit Fans meine ich zumindest mal alle die, die Hansa keinen Schaden zufügen).
Vielleicht ist es nicht in ausreichendem Maße bekannt, aber diese vermeintlichen einfachen Lösungen sind eben in der Realität nicht so einfach, wie sie scheinen.
Polizei und Ordnungsamt wünschen weder eine HTT noch einen Gästeblock auf Nord bzw. Nordost, weil der "Pöbel" für sie dort unkontrollierbar wäre. Zusätzlich benötigen die Gäste ihren (sicheren) Bereich für Busse und Aufenthalt vor dem Block. Den gibt es nur am jetzigen Standort.
Selbst eine Unterführung von dort unter der Ost entlang zu einem möglichen Gästeblock 8/9 ist nicht zu verantworten.
Unabhängig davon ist ein Wechsel weder von den angestammten Besuchern auf Nord und Süd gewollt.
Polizei und Ordnungsamt wünschen weder eine HTT noch einen Gästeblock auf Nord bzw. Nordost, weil der "Pöbel" für sie dort unkontrollierbar wäre. Zusätzlich benötigen die Gäste ihren (sicheren) Bereich für Busse und Aufenthalt vor dem Block. Den gibt es nur am jetzigen Standort.
Selbst eine Unterführung von dort unter der Ost entlang zu einem möglichen Gästeblock 8/9 ist nicht zu verantworten.
Unabhängig davon ist ein Wechsel weder von den angestammten Besuchern auf Nord und Süd gewollt.
Zitat von hollermann
Vielleicht ist es nicht in ausreichendem Maße bekannt, aber diese vermeintlichen einfachen Lösungen sind eben in der Realität nicht so einfach, wie sie scheinen.
Polizei und Ordnungsamt wünschen weder eine HTT noch einen Gästeblock auf Nord bzw. Nordost, weil der "Pöbel" für sie dort unkontrollierbar wäre. Zusätzlich benötigen die Gäste ihren (sicheren) Bereich für Busse und Aufenthalt vor dem Block. Den gibt es nur am jetzigen Standort.
Selbst eine Unterführung von dort unter der Ost entlang zu einem möglichen Gästeblock 8/9 ist nicht zu verantworten.
Unabhängig davon ist ein Wechsel weder von den angestammten Besuchern auf Nord und Süd gewollt.
Vielleicht ist es nicht in ausreichendem Maße bekannt, aber diese vermeintlichen einfachen Lösungen sind eben in der Realität nicht so einfach, wie sie scheinen.
Polizei und Ordnungsamt wünschen weder eine HTT noch einen Gästeblock auf Nord bzw. Nordost, weil der "Pöbel" für sie dort unkontrollierbar wäre. Zusätzlich benötigen die Gäste ihren (sicheren) Bereich für Busse und Aufenthalt vor dem Block. Den gibt es nur am jetzigen Standort.
Selbst eine Unterführung von dort unter der Ost entlang zu einem möglichen Gästeblock 8/9 ist nicht zu verantworten.
Unabhängig davon ist ein Wechsel weder von den angestammten Besuchern auf Nord und Süd gewollt.
Es kann doch aber auch nicht im Interesse der Ordnungshüter sein, die Gäste- und "Pöbel"blöcke so zu lassen.
Ich bin der Meinung dass ein Umdenken der Strafverfolgungsbehörden, im Speziellen der Staatsanwaltschaften und auch der Gerichte erfolgen müsste. Straftaten kann man weder im Stadion noch außerhalb des Stadions komplett verhindern. Egal welche Maßnahmen man ergreift. Was man aber machen kann, ist, die Strafen komplett auszureizen. Meiner Meinung nach bestrafen die meisten unserer Gerichte in Deutschland viel zu lasch. Es werden immer wieder Straftäter ermittelt. Und was passiert? Fast nichts. Geldstrafen oder Sozialstunden werden verhängt. Es muss meiner Meinung nach in Deutschland dazu kommen, dass sich jeder dreimal überlegt ob er es für ein paar Minuten Vermummung, Zündelei o.ä. darauf ankommen lässt für ein paar Monate in den Bau zu gehen. Ich weiß dass das bei unserem Rechtssystem aktuell so einfach gar nicht möglich ist. Aber man könnte über einen gewissen Zeitraum darauf hin arbeiten. So kann es zumindest nicht weitergehen. Die Vereine sind weistestgehend mit ihrem Latein am Ende.
Zitat von tomatenfisch
Das ist doch mal eine gute Frage. Bisher war es hier ja meist Konsens, dass die ca. 1.800 Supportwilligen auf der Süd, die an strafenfördernden Aktionen nicht beteiligt und nicht von der Ultrakultur infiziert waren, meist als »Mittäter« und »Unterstützer« galten. Selbstjustiz mit verletzungsanfälligem Heldentum wurden zwar nicht verlangt. Aber sie müssten doch einfach nur aus dem Block gehen. EinZeichen setzen. Old-Scool-Hymnen entgegnen. Sich ganz einfach zusammenschließen (@Forever_Hansa: das ist nicht auf Dich bezogen, sondern auf eine oft vertretene Meinung hier. Ich bin nur auf Deine Frage aufgesprungen).
Selten war die Rede davon, dass jede/r Stadiongänger/in auf der Ost, Nord, West dasselbe hätte tun können. Müssen? Um sich zu distanzieren. Das ganze martialische Spiel nicht mehr mitzumachen. Da gab es ja die Verbrecher im Käfig, die das alles duldeten, billigten.
Es war ziemlich leicht, mit den Fingern auf die zu zeigen, von deren tollem Support man im Stadion, am TV, in den Bewunderungen anderer Vereine und der Medien profitiert, aber weit genug weg,um nicht beteiligt zu sein.
Auf die Süd zu gehen war und ist immer ein Spagat, ein Kompromiss. Auswärts auch.
Nie (sic!) hatte ich um meine Kinder Angst, die jeweils seit ihrem vierten Lebensjahr diese Stimmung im Stadion aufsaugen. Hansainifiziert sind, obwohl sie in Halle geboren wurden. Inzwischen längst selber zu den Spielen fahren und wie ich nie eine Fackel oder Bengalos in der Hand (nicht mal Silvester: Brot statt Böller!) , die Faust gegen andere erhoben oder homophobe Sprüche geklopft haben. Im Familienblock sitzen? Dann gingen wir zum HFC. Neutral groundhoppen wir dort bisweilen auch. Nur bei einem einzigen Spiel sind wir nicht neutral.
Sie mögen es laut und leidenschaftlich, so wie ich. Wir verabscheuen Gewalt.
Vielleicht setzt dieses »ALLE« von Marien mal ein Denken in Gang, mit den Pauschalisierungen aufzuhören?
Warum gehen so viele »Gemäßigte« immer wieder auf die Süd. Fahren auswärts (oder nutzen genau wie ich und meine Söhne die kürzere Anfahrt, müssen uns mit HAL-Kennzeichen Sprüche gefallen lassen und lernen trotzdem tolle Leute kennen)? Und treffen Bekannte, Nachbarn, die wir nie im Hansa-Umfeld vermutet hätten...
Weil wir supporten wollen. Laut. LAUT. Heiser sein. Einige hier haben das kürzliche schon sehr emotional geschildert.
Was haben wir alles versucht (oder versuchen müssen bei Sperren, kleinem Auswärtskartenkontingent) in verschiedensten Blöcken des Ostseestadions. Nord. Ost. Schlimme Saufeskapaden in Stehblöcken. Widerliche rassistische Beleidigungen auch. Und »setzt Euch endlich hin«. Das ganze Programm. Was tut man bei diesem Spagat, wenn man keine Lust hat, nur zu klatschen und sonst zu sitzen? Ich habe keinen Bock auf RB- oder Sandhausen-Atmosphäre.
Und ich gehöre auch nicht zu denen, die in Seenotrettungsfackeln oder Bengalos Verbrechen sehen. Sebst im Stadion müsste der Einsatz für jeden Einzelfall erstmal durch die gerichtlichen Instanzen gehen, um festzustellen, ob es sich überhaupt um mehr als eine Ordnungswidrigkeit handelte. »Randale« würde für mich frühestens bei diesen bekloppten Böllern und Leuchtspur beginnen.
Natürlich haben die jenigen Recht, die finden, dass man sich von martialischem Gehabe distanzieren und andere Ecken im OS finden könnte. So wirklich brechend voll ist es ja meistens nicht. Aber Fans wie ich sind nicht organisiert. Es kommt nicht wirklich zum Support, wenn die Leute alle 20m voneinander entfernt in Kleinstgrüppchen beieinander stehen. Und die Karteninhaber dann noch (zu Recht) auf ihre Plätze bestehen. Das ist auf der Süd anders. Da kann man sich IMMER von pubertierenden Amöben sehr gut und ohne Aufsehen wegbewegen ud hat dennoch supportwillige Leute um sich. Von »Blockaufsehern« mit grimmigem Blick auch.
Ich landete - oh Kompromiss - in den letzten Jahren immer wieder dort.
Ob es gelänge, dass sich »ALLE« (z.B. auch nicht organisierten Supportwillige) zumindest informell auf bestimmte Blöcke verabreden? Ich habe da keine Antwort und keinen neue Idee, denn der Gedanke ist ja auch nicht besonders originell. Etwas (lauten) Old-Scool-Support würden 1.000 Leute sicher auch gut ohne Capo hinkriegen? Und wir Südgänger sind wirklich text- und gesangessicher... Vielleicht hat der Verein sowas gemeint?
Zitat von Forever_Hansa
Kann mir jemand sagen, wer mit ALLE gemeint ist? Wieso suggeriert man, dass ALLE etwas tun müssten, dass ALLE wenn nicht schuldig dann doch zumindest beteiligt wären? Wieso erklärt der FC Hansa nun seine "Dialogbereitschaft" mit dem DFB.
Zitat von FCHANSA.de
Damit liegt der Ball nun ganz klar bei uns ALLEN! Wir alle haben immer den Dialog gefordert, haben immer davon gesprochen, dass es einen runden Tisch geben muss und dass wir ein Ende der Sanktions- und Gewaltspirale wollen!
Damit liegt der Ball nun ganz klar bei uns ALLEN! Wir alle haben immer den Dialog gefordert, haben immer davon gesprochen, dass es einen runden Tisch geben muss und dass wir ein Ende der Sanktions- und Gewaltspirale wollen!
Kann mir jemand sagen, wer mit ALLE gemeint ist? Wieso suggeriert man, dass ALLE etwas tun müssten, dass ALLE wenn nicht schuldig dann doch zumindest beteiligt wären? Wieso erklärt der FC Hansa nun seine "Dialogbereitschaft" mit dem DFB.
Das ist doch mal eine gute Frage. Bisher war es hier ja meist Konsens, dass die ca. 1.800 Supportwilligen auf der Süd, die an strafenfördernden Aktionen nicht beteiligt und nicht von der Ultrakultur infiziert waren, meist als »Mittäter« und »Unterstützer« galten. Selbstjustiz mit verletzungsanfälligem Heldentum wurden zwar nicht verlangt. Aber sie müssten doch einfach nur aus dem Block gehen. EinZeichen setzen. Old-Scool-Hymnen entgegnen. Sich ganz einfach zusammenschließen (@Forever_Hansa: das ist nicht auf Dich bezogen, sondern auf eine oft vertretene Meinung hier. Ich bin nur auf Deine Frage aufgesprungen).
Selten war die Rede davon, dass jede/r Stadiongänger/in auf der Ost, Nord, West dasselbe hätte tun können. Müssen? Um sich zu distanzieren. Das ganze martialische Spiel nicht mehr mitzumachen. Da gab es ja die Verbrecher im Käfig, die das alles duldeten, billigten.
Es war ziemlich leicht, mit den Fingern auf die zu zeigen, von deren tollem Support man im Stadion, am TV, in den Bewunderungen anderer Vereine und der Medien profitiert, aber weit genug weg,um nicht beteiligt zu sein.
Auf die Süd zu gehen war und ist immer ein Spagat, ein Kompromiss. Auswärts auch.
Nie (sic!) hatte ich um meine Kinder Angst, die jeweils seit ihrem vierten Lebensjahr diese Stimmung im Stadion aufsaugen. Hansainifiziert sind, obwohl sie in Halle geboren wurden. Inzwischen längst selber zu den Spielen fahren und wie ich nie eine Fackel oder Bengalos in der Hand (nicht mal Silvester: Brot statt Böller!) , die Faust gegen andere erhoben oder homophobe Sprüche geklopft haben. Im Familienblock sitzen? Dann gingen wir zum HFC. Neutral groundhoppen wir dort bisweilen auch. Nur bei einem einzigen Spiel sind wir nicht neutral.
Sie mögen es laut und leidenschaftlich, so wie ich. Wir verabscheuen Gewalt.
Vielleicht setzt dieses »ALLE« von Marien mal ein Denken in Gang, mit den Pauschalisierungen aufzuhören?
Warum gehen so viele »Gemäßigte« immer wieder auf die Süd. Fahren auswärts (oder nutzen genau wie ich und meine Söhne die kürzere Anfahrt, müssen uns mit HAL-Kennzeichen Sprüche gefallen lassen und lernen trotzdem tolle Leute kennen)? Und treffen Bekannte, Nachbarn, die wir nie im Hansa-Umfeld vermutet hätten...
Weil wir supporten wollen. Laut. LAUT. Heiser sein. Einige hier haben das kürzliche schon sehr emotional geschildert.
Was haben wir alles versucht (oder versuchen müssen bei Sperren, kleinem Auswärtskartenkontingent) in verschiedensten Blöcken des Ostseestadions. Nord. Ost. Schlimme Saufeskapaden in Stehblöcken. Widerliche rassistische Beleidigungen auch. Und »setzt Euch endlich hin«. Das ganze Programm. Was tut man bei diesem Spagat, wenn man keine Lust hat, nur zu klatschen und sonst zu sitzen? Ich habe keinen Bock auf RB- oder Sandhausen-Atmosphäre.
Und ich gehöre auch nicht zu denen, die in Seenotrettungsfackeln oder Bengalos Verbrechen sehen. Sebst im Stadion müsste der Einsatz für jeden Einzelfall erstmal durch die gerichtlichen Instanzen gehen, um festzustellen, ob es sich überhaupt um mehr als eine Ordnungswidrigkeit handelte. »Randale« würde für mich frühestens bei diesen bekloppten Böllern und Leuchtspur beginnen.
Natürlich haben die jenigen Recht, die finden, dass man sich von martialischem Gehabe distanzieren und andere Ecken im OS finden könnte. So wirklich brechend voll ist es ja meistens nicht. Aber Fans wie ich sind nicht organisiert. Es kommt nicht wirklich zum Support, wenn die Leute alle 20m voneinander entfernt in Kleinstgrüppchen beieinander stehen. Und die Karteninhaber dann noch (zu Recht) auf ihre Plätze bestehen. Das ist auf der Süd anders. Da kann man sich IMMER von pubertierenden Amöben sehr gut und ohne Aufsehen wegbewegen ud hat dennoch supportwillige Leute um sich. Von »Blockaufsehern« mit grimmigem Blick auch.
Ich landete - oh Kompromiss - in den letzten Jahren immer wieder dort.
Ob es gelänge, dass sich »ALLE« (z.B. auch nicht organisierten Supportwillige) zumindest informell auf bestimmte Blöcke verabreden? Ich habe da keine Antwort und keinen neue Idee, denn der Gedanke ist ja auch nicht besonders originell. Etwas (lauten) Old-Scool-Support würden 1.000 Leute sicher auch gut ohne Capo hinkriegen? Und wir Südgänger sind wirklich text- und gesangessicher... Vielleicht hat der Verein sowas gemeint?
Erstmal danke für die ausführliche und anschauliche Antwort. Ich kann durchaus verstehen, dass es Mitläufer wie Euch gibt (das Mitläufer ist hier überhaupt nicht negativ gemeint), da der Support sowohl Auswärts als auch auf der Süd schon gut ist. Ich weiß wie es ist mit 7 Hanseln im 1A zu singen und doch nicht gehört zu werden
Ich für mich habe irgendwann einen Strich gezogen - das war aber ein persönlicher, weil ich mit den Menschen die zum Teil bei Auswärtsspielen in den Zügen sitzen und auf den Rängen stehen schlicht weder zu tun haben will noch mit ihnen in Verbindung gebracht werden will. Aber dieser Strich ist persönlicher Natur. Trotzdem habe ich in deiner Antwort keine Befriedigende Antwort darauf gefunden, wieso jetzt wir ALLE gefordert werden. Wieso?
Zitat von dudley
Es kann doch aber auch nicht im Interesse der Ordnungshüter sein, die Gäste- und "Pöbel"blöcke so zu lassen.
Zitat von hollermann
Vielleicht ist es nicht in ausreichendem Maße bekannt, aber diese vermeintlichen einfachen Lösungen sind eben in der Realität nicht so einfach, wie sie scheinen.
Polizei und Ordnungsamt wünschen weder eine HTT noch einen Gästeblock auf Nord bzw. Nordost, weil der "Pöbel" für sie dort unkontrollierbar wäre. Zusätzlich benötigen die Gäste ihren (sicheren) Bereich für Busse und Aufenthalt vor dem Block. Den gibt es nur am jetzigen Standort.
Selbst eine Unterführung von dort unter der Ost entlang zu einem möglichen Gästeblock 8/9 ist nicht zu verantworten.
Unabhängig davon ist ein Wechsel weder von den angestammten Besuchern auf Nord und Süd gewollt.
Vielleicht ist es nicht in ausreichendem Maße bekannt, aber diese vermeintlichen einfachen Lösungen sind eben in der Realität nicht so einfach, wie sie scheinen.
Polizei und Ordnungsamt wünschen weder eine HTT noch einen Gästeblock auf Nord bzw. Nordost, weil der "Pöbel" für sie dort unkontrollierbar wäre. Zusätzlich benötigen die Gäste ihren (sicheren) Bereich für Busse und Aufenthalt vor dem Block. Den gibt es nur am jetzigen Standort.
Selbst eine Unterführung von dort unter der Ost entlang zu einem möglichen Gästeblock 8/9 ist nicht zu verantworten.
Unabhängig davon ist ein Wechsel weder von den angestammten Besuchern auf Nord und Süd gewollt.
Es kann doch aber auch nicht im Interesse der Ordnungshüter sein, die Gäste- und "Pöbel"blöcke so zu lassen.
Ist auch nicht. Die Auflagen und Anforderungen sind für diese aber ebenso bindend. Wichtig ist doch, dass man hier nicht in Stellungskrieg verfällt. Wie gegen Hertha schon im Ansatz gesehen, besteht im Verschieben der Lager doch ein erster Ansatz. Die Blöcke 21 und 22 können hier als dauerhafte Puffer dienen, ergänzt um zusätzliche bauliche Sicherungsmaßnamen gegen das Beschießen mit Leuchtspur etc. Aus der Süd würde eine Südwest, wobei hier seitens Hansa das Kontingent nach oben begrenzt werden kann. Das ist nur einer von verschiedenen Ansätzen. Wesentlich ist, dass bei Hansa die Einsicht auf die Erforderlichkeit von umfangreichen Veränderungen entsteht. Dies erfordert Zeit, solide Planung und auch Geld. Das Beharren auf Besitzstand und Dialog, so notwendig letzterer gegenüber echten Partnern in der Fanszene ist, sehe ich hier zwingend geboten.
sehr guter Post vom Tomatenfisch.
ich stand auch ab und an auf der Süd und kann es nachvollziehen.
Ich denke ein großteil derer die 25,26 gestanden haben sind nicht alle eingeweiht gewesen.
selbst wenn durch Buschfunk sich rumgesprochen hat, das der geklaute banner präsentiert werden könnte..
das dieser bei veriegelten Türen abgefackelt wird, wird garantiert nicht die Masse für gut befunden haben.
Voller naiver Euphorie hilft man bei der Choreo mit das große hansa banner über ein zu ziehen und und steht man plötzlich unter feuer beschuss seitens der Gästefans, da wird selbst der gemäßigste fan wütend
ich selbst hab schon spruchbänder hoch gehalten, wo man meist erst nach dem Spiel rausfand, was drauf stand...
das passiert mir nicht mehr, ich geh nicht mehr auf die süd
ich stand auch ab und an auf der Süd und kann es nachvollziehen.
Ich denke ein großteil derer die 25,26 gestanden haben sind nicht alle eingeweiht gewesen.
selbst wenn durch Buschfunk sich rumgesprochen hat, das der geklaute banner präsentiert werden könnte..
das dieser bei veriegelten Türen abgefackelt wird, wird garantiert nicht die Masse für gut befunden haben.
Voller naiver Euphorie hilft man bei der Choreo mit das große hansa banner über ein zu ziehen und und steht man plötzlich unter feuer beschuss seitens der Gästefans, da wird selbst der gemäßigste fan wütend
ich selbst hab schon spruchbänder hoch gehalten, wo man meist erst nach dem Spiel rausfand, was drauf stand...
das passiert mir nicht mehr, ich geh nicht mehr auf die süd
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OmarHimself am 18.08.2017 um 10:44 Uhr bearbeitet Zitat von OmarHimself
sehr guter Post vom Tomatenfisch.
ich stand auch ab und an auf der Süd und kann es nachvollziehen.
Ich denke ein großteil derer die 25,26 gestanden haben sind nicht alle eingeweiht gewesen.
selbst wenn durch Buschfunk sich rumgesprochen hat, das der geklaute banner präsentiert werden könnte..
das dieser bei veriegelten Türen abgefackelt wird, wird garantiert nicht die Masse für gut befunden haben.
Voller naiver Euphorie hilft man mit das großer hansa banner über ein zu ziehen und und steht man plötzlich unter feuer beschuss seitens der Gästefans, da wird selbst der gemäßigste fan wütend
ich selbst hab schon spruchbänder hoch gehalten, wo man meist erst nach dem Spiel rausfand, was drauf stand...
das passiert mir nicht mehr, ich geh nicht mehr auf die süd
sehr guter Post vom Tomatenfisch.
ich stand auch ab und an auf der Süd und kann es nachvollziehen.
Ich denke ein großteil derer die 25,26 gestanden haben sind nicht alle eingeweiht gewesen.
selbst wenn durch Buschfunk sich rumgesprochen hat, das der geklaute banner präsentiert werden könnte..
das dieser bei veriegelten Türen abgefackelt wird, wird garantiert nicht die Masse für gut befunden haben.
Voller naiver Euphorie hilft man mit das großer hansa banner über ein zu ziehen und und steht man plötzlich unter feuer beschuss seitens der Gästefans, da wird selbst der gemäßigste fan wütend
ich selbst hab schon spruchbänder hoch gehalten, wo man meist erst nach dem Spiel rausfand, was drauf stand...
das passiert mir nicht mehr, ich geh nicht mehr auf die süd
@OmarHimself und @tomatenfisch
Ihr beschreibt sehr anschaulich, wie der sportliche Enthusiasmus vieler Süd Gänger dreist instrumentalisiert und unterwandert wird. Die Gefahr besteht darin, dass inzwischen auch die körperliche Gefährdung in Kauf genommen wird.
Montag wurde das deutlich und drastisch vor Augen geführt. Da wird ein Ein-Ausgang verriegelt, gleichzeitig gezündelt und aufs Äußerste Gewalt provoziert.
Gleichzeitig entsteht dem Hausherrn Hansa Rostock ein riesiges Problem, da er streckenweise die Sicherheit nicht gewährleisten kann und öffentlich äußert, mit seinem Latein am Ende zu sein. Wenn hierbei Personen ernsthafter zu Schaden kommen und den Verein als Hausherrn zur Rechenschaft ziehen, ist die teilweise Sperrung von Stadienbereichen zwangsläufig, da niemand weitergehend die Verantwortung übernehmen kann. Diese Spirale aus Automatismen darf man hier nicht unterschätzen.
Gleiches gilt für Pyrotechnik. Die persönliche Einstellung zur Thematik oder subjektive Klassifizierung ist vollkommen nebensächlich. Juristisch stellt das davon ausgehende Gefahrenpotential ein für die Vereine nicht verantwortbares und ausreichend zu besicherndes Risiko dar.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Blaues-Wunder am 18.08.2017 um 10:55 Uhr bearbeitet
Viele Eindrücke, massig verschiedene Meinungen, Ansichten und Erfahrung, die hier jetzt auf den letzten Seiten niedergeschreiben wurden...
Aber nochmal, trotz der vorhanden Pro's & Con's:
Das unser Fanblock räumlich vom Gästeblock getrennt werden MUSS, da sind sich doch jetzt alle einig, oder?!?
Und ich meine: Wo ein Wille, da ist auch ein Weg!
Aber genau da sehe ich leider immer noch den Haken
So richtig kann ich immer noch nicht erkennen, dass dieser Wille groß genug ist, um den Weg endlich zu gehen.
Zusammen, also Verein und Fans, können wir doch aber willenstärker sein als diese "paar" Kleingeister, oder etwa nicht?
Aber nochmal, trotz der vorhanden Pro's & Con's:
Das unser Fanblock räumlich vom Gästeblock getrennt werden MUSS, da sind sich doch jetzt alle einig, oder?!?
Und ich meine: Wo ein Wille, da ist auch ein Weg!
Aber genau da sehe ich leider immer noch den Haken
So richtig kann ich immer noch nicht erkennen, dass dieser Wille groß genug ist, um den Weg endlich zu gehen.
Zusammen, also Verein und Fans, können wir doch aber willenstärker sein als diese "paar" Kleingeister, oder etwa nicht?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mistertobihro am 18.08.2017 um 11:04 Uhr bearbeitet
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