Die Kurve
04.04.2013 - 17:27 Uhr
Zitat von Balticlight65
Zudem entscheidet die Polizei mit welcher Kraft sie auftreten. Hier schreibt die Polizei sich dann selber die Rechnung.
Dieses Urteil ist wirklich wild und die Folgen für Veranstalter jeglicher Art noch nicht absehbar. Es passt aber zu Deutschland das jemand der schon Steuern gezahlt hat jetzt nochmal zur Kasse gebeten wird und das für Vergehen die nicht in seiner Zuständigkeit liegen....
Ich stelle mir das so vor: ich mache eine große hausparty mit vielen Leuten. Auf der Party ist soweit alles ruhig und im Rahmen. Außerhalb meines Grundstücks hat die Polizei (ich habe darum nicht gebeten) entschieden aufgrund der hohen Personenzahl 2 Streifen zu platzieren. Als die Party vorbei ist machen sich alle auf dem Weg nach Hause. Ein paar der Besucher randalieren dann leider außerhalb von meinem Grundstück und die Polizei muss eingreifen. Dies wird mir dann in Rechnung...
Wie verrückt das einfach ist... private Unternehmen sollen jetzt staatliche Institutionen bezahlen. Die exekutive der Bundesrepublik Deutschland.
Erst die Entscheidungen bezüglich des union:Bochum Spiels und jetzt das.
Zitat von OmarHimself
sehe ich leider anders.
Es gibt den Spruch: "Wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, ist die ganze Straße sauber"
heißt auch, als Veranstalter kann man nur Einfluss nehmen auf den eigentlich Veranstaltungsort und dort Recht und Ordnung durchsetzen.
Öffentliche Bereiche gehören immer in öffentliche Hand!
Zitat von Blaues-Wunder
Es fühlte sich aber ebenso falsch und schamlos aus, dass hier über Jahre wachsende Probleme und Kosten plump ausgelagert und auf den Staat/die Steuerzahler abgewälzt werden, während man sich ausruht und Jahr für Jahr Rekordergebnisse einfährt.
Wie bereits vom Bundesverwaltungsgericht in der Urteilsbegründung angeführt, muss die Allgemeinheit nicht machtlos unverhältnissmäßige Wechselwirkungen eines privatwirtschaftl. Geschäftsfeldes hinnehmen = „für den besonderen Polizeiaufwand aus Anlass einer kommerziellen Hochrisikoveranstaltung kann grundsätzlich eine Gebühr erhoben werden“. Kosten dann dort zu veranschlagen, wo Sie angefallen sind und mit der Veranstaltung Geld verdient wird, ist doch nur folgerichtig.
Wenn bei einem Drittligaspiel wie unserer letzten Auswärtsfahrt zur SGD 700 Polizisten im Einsatz sind, besteht hier keinerlei nach außen vertretbare Verhältnismäßigkeit mehr. Bei einer Größenordnung >50 ähnlich gelagerter Spiele in einer Saison, entstehen hier regelmäßig immense Mehrkosten, wohlgemerkt über die ohnehin schon kostenintensive, reguläre Polizeibegleitung hinausgehend ("Bei normalen Bundesligaspielen in Bremen sind 500 bis 600 Ordnungskräfte im Einsatz, bei Hochrisikospielen 800 bis 1.000, wie bei der Verhandlung erklärt wurde.") Hier sind dann auch die Veranstalter und deren Dachorganisation in der Pflicht, nicht die Allgemeinheit.
Allerdings führt bei der DFL regelmäßig nur der Griff ins Portemonnaie zum Agieren. Allein während der Prozessdauer hatte die DFL Ihrereseits seit 2017 Zeit, sich konzeptionell mit der faktischen Entwicklung und Konzeptionen zu beteiligen.
Zitat von OmarHimself
Ich packs mal in diesen Thread weils ja im weitesten Sinne um Fehlverhalten von Fans geht.
Eigentlich ist es ein komplexes Thema was Politik, Sicherheit und vorallem Finanzen inkludiert.
https://www.kicker.de/dfl-scheitert-mit-beschwerde-gegen-polizeigebuehren-1081797/artikel
Irgendwie fühlt es sich falsch an, wenn Veranstalter für das Drum-Herum (nicht nur auf Vereinsgelände) von Großveranstaltungen aller Art zahlen müssen.
Das gehört zur Inneren Sicherheit der Landespolitk und jeder von uns zahlt auch Steuern, damit er sich sicher fühlen kann
Ich packs mal in diesen Thread weils ja im weitesten Sinne um Fehlverhalten von Fans geht.
Eigentlich ist es ein komplexes Thema was Politik, Sicherheit und vorallem Finanzen inkludiert.
https://www.kicker.de/dfl-scheitert-mit-beschwerde-gegen-polizeigebuehren-1081797/artikel
Irgendwie fühlt es sich falsch an, wenn Veranstalter für das Drum-Herum (nicht nur auf Vereinsgelände) von Großveranstaltungen aller Art zahlen müssen.
Das gehört zur Inneren Sicherheit der Landespolitk und jeder von uns zahlt auch Steuern, damit er sich sicher fühlen kann
Es fühlte sich aber ebenso falsch und schamlos aus, dass hier über Jahre wachsende Probleme und Kosten plump ausgelagert und auf den Staat/die Steuerzahler abgewälzt werden, während man sich ausruht und Jahr für Jahr Rekordergebnisse einfährt.
Wie bereits vom Bundesverwaltungsgericht in der Urteilsbegründung angeführt, muss die Allgemeinheit nicht machtlos unverhältnissmäßige Wechselwirkungen eines privatwirtschaftl. Geschäftsfeldes hinnehmen = „für den besonderen Polizeiaufwand aus Anlass einer kommerziellen Hochrisikoveranstaltung kann grundsätzlich eine Gebühr erhoben werden“. Kosten dann dort zu veranschlagen, wo Sie angefallen sind und mit der Veranstaltung Geld verdient wird, ist doch nur folgerichtig.
Wenn bei einem Drittligaspiel wie unserer letzten Auswärtsfahrt zur SGD 700 Polizisten im Einsatz sind, besteht hier keinerlei nach außen vertretbare Verhältnismäßigkeit mehr. Bei einer Größenordnung >50 ähnlich gelagerter Spiele in einer Saison, entstehen hier regelmäßig immense Mehrkosten, wohlgemerkt über die ohnehin schon kostenintensive, reguläre Polizeibegleitung hinausgehend ("Bei normalen Bundesligaspielen in Bremen sind 500 bis 600 Ordnungskräfte im Einsatz, bei Hochrisikospielen 800 bis 1.000, wie bei der Verhandlung erklärt wurde.") Hier sind dann auch die Veranstalter und deren Dachorganisation in der Pflicht, nicht die Allgemeinheit.
Allerdings führt bei der DFL regelmäßig nur der Griff ins Portemonnaie zum Agieren. Allein während der Prozessdauer hatte die DFL Ihrereseits seit 2017 Zeit, sich konzeptionell mit der faktischen Entwicklung und Konzeptionen zu beteiligen.
sehe ich leider anders.
Es gibt den Spruch: "Wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt, ist die ganze Straße sauber"
heißt auch, als Veranstalter kann man nur Einfluss nehmen auf den eigentlich Veranstaltungsort und dort Recht und Ordnung durchsetzen.
Öffentliche Bereiche gehören immer in öffentliche Hand!
Zudem entscheidet die Polizei mit welcher Kraft sie auftreten. Hier schreibt die Polizei sich dann selber die Rechnung.
Dieses Urteil ist wirklich wild und die Folgen für Veranstalter jeglicher Art noch nicht absehbar. Es passt aber zu Deutschland das jemand der schon Steuern gezahlt hat jetzt nochmal zur Kasse gebeten wird und das für Vergehen die nicht in seiner Zuständigkeit liegen....
Ich stelle mir das so vor: ich mache eine große hausparty mit vielen Leuten. Auf der Party ist soweit alles ruhig und im Rahmen. Außerhalb meines Grundstücks hat die Polizei (ich habe darum nicht gebeten) entschieden aufgrund der hohen Personenzahl 2 Streifen zu platzieren. Als die Party vorbei ist machen sich alle auf dem Weg nach Hause. Ein paar der Besucher randalieren dann leider außerhalb von meinem Grundstück und die Polizei muss eingreifen. Dies wird mir dann in Rechnung...
Wie verrückt das einfach ist... private Unternehmen sollen jetzt staatliche Institutionen bezahlen. Die exekutive der Bundesrepublik Deutschland.
Erst die Entscheidungen bezüglich des union:Bochum Spiels und jetzt das.
Ich sehe das Urteil ebenso sehr kritisch. Die Vereine haben quasi gar keine Möglichkeit, sich auch nur ansatzweise zu wehren. Weder gegen die Selbstdarsteller noch gegen unverhältnismäßige Polizeieinsätze.
Da wird oft so viel Polizei aufgefahren, nur weil da bestimmte Namen aufeinander treffen. So viele Zuschauer kommen mitunter gar nicht ins Stadion.
Wenn das nun bezahlt werden muss, ist das schon sehr dreist. Die Vereine haben doch gar keine Handhabe oder Hoheit über die Vorkommnisse. Aber latzen sollen sie? Ich bezahle doch auch nicht die Zeche, wenn Gäste meiner Poolparty in der Innenstadt mit Gästen einer anderen Party aneinander geraten. Und was soll ich gegen solche Gäste tun? Keine Party mehr schmeißen geht ja nicht. Zaubern auch nicht. Die Hools haben ja oft nicht mal Tickets für die Party.
Ich bringe es mal kurz und schmerzlos auf den Punkt, auch wenn das Thema sicherlich schon öfter diskutiert wurde:
Keine Auswärtsblöcke mit Gästefans mehr in den Stadien.
Sorry, aber in dem Moment ist mir auch die Fankultur egal.
Pro:
• Kein enormer Polizeipräsenz mehr bei der Anreise, während des Spiels und nach dem Spiel.
• Wenn dadurch weniger Menschen im Krankenhaus landen und die Kosten für Sicherheit, Gesundheit und Ordnung deutlich gesenkt werden, dann ist mir die Gegenüberstellung egal.
Ich finde, bei diesem Thema darf es keine Grauzonen mehr geben. Die Stimmung im Stadion bleibt trotzdem gut – auch ohne Gästefans.
Keine Auswärtsblöcke mit Gästefans mehr in den Stadien.
Sorry, aber in dem Moment ist mir auch die Fankultur egal.
Pro:
• Kein enormer Polizeipräsenz mehr bei der Anreise, während des Spiels und nach dem Spiel.
• Wenn dadurch weniger Menschen im Krankenhaus landen und die Kosten für Sicherheit, Gesundheit und Ordnung deutlich gesenkt werden, dann ist mir die Gegenüberstellung egal.
Ich finde, bei diesem Thema darf es keine Grauzonen mehr geben. Die Stimmung im Stadion bleibt trotzdem gut – auch ohne Gästefans.
Zitat von Eggstein
Ich bringe es mal kurz und schmerzlos auf den Punkt, auch wenn das Thema sicherlich schon öfter diskutiert wurde:
Keine Auswärtsblöcke mit Gästefans mehr in den Stadien.
Sorry, aber in dem Moment ist mir auch die Fankultur egal.
Pro:
• Kein enormer Polizeipräsenz mehr bei der Anreise, während des Spiels und nach dem Spiel.
• Wenn dadurch weniger Menschen im Krankenhaus landen und die Kosten für Sicherheit, Gesundheit und Ordnung deutlich gesenkt werden, dann ist mir die Gegenüberstellung egal.
Ich finde, bei diesem Thema darf es keine Grauzonen mehr geben. Die Stimmung im Stadion bleibt trotzdem gut – auch ohne Gästefans.
Ich bringe es mal kurz und schmerzlos auf den Punkt, auch wenn das Thema sicherlich schon öfter diskutiert wurde:
Keine Auswärtsblöcke mit Gästefans mehr in den Stadien.
Sorry, aber in dem Moment ist mir auch die Fankultur egal.
Pro:
• Kein enormer Polizeipräsenz mehr bei der Anreise, während des Spiels und nach dem Spiel.
• Wenn dadurch weniger Menschen im Krankenhaus landen und die Kosten für Sicherheit, Gesundheit und Ordnung deutlich gesenkt werden, dann ist mir die Gegenüberstellung egal.
Ich finde, bei diesem Thema darf es keine Grauzonen mehr geben. Die Stimmung im Stadion bleibt trotzdem gut – auch ohne Gästefans.
Finde ich gemessen an der Gefährdungslage durch Fußball sowas von unverhältnismäßig überzogen. Aber könnte mittelfristig die Folge dieses Urteils sein.
Zitat von Eggstein
Ich bringe es mal kurz und schmerzlos auf den Punkt, auch wenn das Thema sicherlich schon öfter diskutiert wurde:
Keine Auswärtsblöcke mit Gästefans mehr in den Stadien.
Sorry, aber in dem Moment ist mir auch die Fankultur egal.
Pro:
• Kein enormer Polizeipräsenz mehr bei der Anreise, während des Spiels und nach dem Spiel.
• Wenn dadurch weniger Menschen im Krankenhaus landen und die Kosten für Sicherheit, Gesundheit und Ordnung deutlich gesenkt werden, dann ist mir die Gegenüberstellung egal.
Ich finde, bei diesem Thema darf es keine Grauzonen mehr geben. Die Stimmung im Stadion bleibt trotzdem gut – auch ohne Gästefans.
Ich bringe es mal kurz und schmerzlos auf den Punkt, auch wenn das Thema sicherlich schon öfter diskutiert wurde:
Keine Auswärtsblöcke mit Gästefans mehr in den Stadien.
Sorry, aber in dem Moment ist mir auch die Fankultur egal.
Pro:
• Kein enormer Polizeipräsenz mehr bei der Anreise, während des Spiels und nach dem Spiel.
• Wenn dadurch weniger Menschen im Krankenhaus landen und die Kosten für Sicherheit, Gesundheit und Ordnung deutlich gesenkt werden, dann ist mir die Gegenüberstellung egal.
Ich finde, bei diesem Thema darf es keine Grauzonen mehr geben. Die Stimmung im Stadion bleibt trotzdem gut – auch ohne Gästefans.
Mit Verlaub ich habe selten so ein Schwachsinn in diesem Forum gelesen.
Die gelebte Fankultur in Deutschland ist ein Schatz für den uns fast ganz Europa beneidet. Fahr mal ins europäische Ausland und unterhalte dich dort mit den Leuten.
Bis auf wenige Ausnahmen ist der überwältigende Teil der Spiele in Deutschland absolut friedlich und benötigt auch kein Grossaufgebot der Polizei.
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Zitat von HROyal
Mit Verlaub ich habe selten so ein Schwachsinn in diesem Forum gelesen.
Die gelebte Fankultur in Deutschland ist ein Schatz für den uns fast ganz Europa beneidet. Fahr mal ins europäische Ausland und unterhalte dich dort mit den Leuten.
Bis auf wenige Ausnahmen ist der überwältigende Teil der Spiele in Deutschland absolut friedlich und benötigt auch kein Grossaufgebot der Polizei.
Zitat von Eggstein
Ich bringe es mal kurz und schmerzlos auf den Punkt, auch wenn das Thema sicherlich schon öfter diskutiert wurde:
Keine Auswärtsblöcke mit Gästefans mehr in den Stadien.
Sorry, aber in dem Moment ist mir auch die Fankultur egal.
Pro:
• Kein enormer Polizeipräsenz mehr bei der Anreise, während des Spiels und nach dem Spiel.
• Wenn dadurch weniger Menschen im Krankenhaus landen und die Kosten für Sicherheit, Gesundheit und Ordnung deutlich gesenkt werden, dann ist mir die Gegenüberstellung egal.
Ich finde, bei diesem Thema darf es keine Grauzonen mehr geben. Die Stimmung im Stadion bleibt trotzdem gut – auch ohne Gästefans.
Ich bringe es mal kurz und schmerzlos auf den Punkt, auch wenn das Thema sicherlich schon öfter diskutiert wurde:
Keine Auswärtsblöcke mit Gästefans mehr in den Stadien.
Sorry, aber in dem Moment ist mir auch die Fankultur egal.
Pro:
• Kein enormer Polizeipräsenz mehr bei der Anreise, während des Spiels und nach dem Spiel.
• Wenn dadurch weniger Menschen im Krankenhaus landen und die Kosten für Sicherheit, Gesundheit und Ordnung deutlich gesenkt werden, dann ist mir die Gegenüberstellung egal.
Ich finde, bei diesem Thema darf es keine Grauzonen mehr geben. Die Stimmung im Stadion bleibt trotzdem gut – auch ohne Gästefans.
Mit Verlaub ich habe selten so ein Schwachsinn in diesem Forum gelesen.
Die gelebte Fankultur in Deutschland ist ein Schatz für den uns fast ganz Europa beneidet. Fahr mal ins europäische Ausland und unterhalte dich dort mit den Leuten.
Bis auf wenige Ausnahmen ist der überwältigende Teil der Spiele in Deutschland absolut friedlich und benötigt auch kein Grossaufgebot der Polizei.
Dann sprechen wir mal über die Kosten für Sachbeschädigungen am Beispiel von Hansa, wie viel dadurch im Zusammenhang mit Auswärtsfahrten einzig und alleine in den letzten zwei Jahren…
1. Dezember 2023 – SC Paderborn: Zerstörung von Polizeifahrzeugen und Catering-Ständen, Sachschaden ca. 50.000 Euro.
2. März 2023 – SC Paderborn: Hansa-Fans zerstörten Züge mit Feuerwerkskörpern und Steinen.
3. Oktober 2024 – Rot-Weiss Essen: Hansa-Anhänger griffen einen Zug mit Essen-Fans an, verursachten Schäden an Fenstern.
4. Februar 2023 – FC St. Pauli: Zerstörung von Gästetoiletten im Stadion.
5. November 2023 – FC St. Pauli: Ausschreitungen, Einsatz von Pyrotechnik und Sachbeschädigungen.
6. Oktober 2024 – Rot-Weiss Essen: Überfall auf einen Sonderzug mit Sachschäden und Verzögerungen.
7. Dezember 2023 – SC Paderborn: Zerstörung von Einlasskontrollen.
8. März 2023 – SC Paderborn: Beschädigungen in Zügen, Reinigungskosten von 4.000 Euro.
9. Dezember 2023 – SC Paderborn: 24 verletzte Polizisten und 13 Ordnungskräfte.
10. Oktober 2024 – Rot-Weiss Essen: Angriff führte zu einer Spielverzögerung von 30 Minuten.
Ist das deine „Fankultur“, für die uns alle beneiden??
Auf das kann ich gut und gerne verzichten.
Versteh mich nicht falsch, ich finde es auch geil, wenn 10.000 Fans zum HSV fahren, aber die Ressourcen, die Stadt und Land vor allem für Risikospiele bereitstellen, sind enorm.
Alleine das Saarland hat im Jahr 2023 für Polizeieinsatzkräfte 3.000.000 € ausgegeben.
Und einen Polizisten brauchst du erst gar nicht fragen, wie viel Bock er darauf hat, angegangen zu werden.
Zitat von Mel14Siegtorson
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Und noch weiter gesponnen: Was zahlen die Demonstranten, die bei den Parteitagen der AfD regelmäßig mehr Polizei binden als ein Fußballspiel es jemals könnte?
Mit dem Urteil hat sich das Bundesverfassungsgericht mittel- und langfristig vermutlich keinen Gefallen getan. Vereine, die jetzt latzen müssen, werden sicherlich auch links und rechts nun schauen und mit dem Finger auf andere Veranstaltungen zeigen.
Zitat von Mel14Siegtorson
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Bin in vielen Punkten komplett bei Dir. Das Urteil bedeutet, dass die Länder grundsätzlich einen Hebel an die Hand, Kosten per Gebührenbescheid an DFL und Vereine zu adressieren. Letztere können soch ergo nicht mehr ausschließlich hinter blutleeren Worthülsen verstecken.
Beim Begriff "überdimensionierten Polizeieinsätze" bin ich etwas vorsichtig. Die Polizei plant ihr Aufgebot nicht aus Lust und Laune, sondern anhand von Gefahrenpotential durch zurückliegende Ereignisse. Mit Blick auf die angespannten Personaldecke der LaPo und damit verbundenen Wechselwirkungen wie Überstunden, Kosten etc. hätten die Länder sicher als Erste ein Interesse an der Reduzierung ihres Personaleinsatzes. Insofern verfolgen beiden Seiten durch das Urteil am Ende ähnliche Ziele und ziehen bestenfalls an einem Strang.
Was andere Großveranstaltungen angeht, erwarte ich weitgehend nichts dergleichen, da der Aufwand im Verhältnis zur Menge an Zuschauern/Besuchern regelmäßig geringer ausfällt.
Von den Eskapaden SpIelen ganz zu schweigen.
Wenn man sich vor Augen führt, dass gegen Hertha im letzten Jahr insgesamt 883 Polizisten (über 7400 Einsatzstunden) im Einsatz waren, sprengt das einfach jeden Rahmen um ein Mehrfaches.
In den Sinn käme mir aus dem Stand nur das Oktoberfest. Die großen öffentlichen Silvesterfeiern sind ja meist nicht gewinnorientiert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Blaues-Wunder am 14.01.2025 um 22:36 Uhr bearbeitet Zitat von dudley
Und noch weiter gesponnen: Was zahlen die Demonstranten, die bei den Parteitagen der AfD regelmäßig mehr Polizei binden als ein Fußballspiel es jemals könnte?
Mit dem Urteil hat sich das Bundesverfassungsgericht mittel- und langfristig vermutlich keinen Gefallen getan. Vereine, die jetzt latzen müssen, werden sicherlich auch links und rechts nun schauen und mit dem Finger auf andere Veranstaltungen zeigen.
Zitat von Mel14Siegtorson
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Und noch weiter gesponnen: Was zahlen die Demonstranten, die bei den Parteitagen der AfD regelmäßig mehr Polizei binden als ein Fußballspiel es jemals könnte?
Mit dem Urteil hat sich das Bundesverfassungsgericht mittel- und langfristig vermutlich keinen Gefallen getan. Vereine, die jetzt latzen müssen, werden sicherlich auch links und rechts nun schauen und mit dem Finger auf andere Veranstaltungen zeigen.
Demonstrationsrecht mit Gewinnorientierten Veranstaltungen gleichzusetzen ist aber schon ein bisschen sehr weit gesponnen
Zitat von JoRostock
Nicht die Demonstranten müssen zahlen sondern die Veranstalter...ach nee die bekommen ja sogar noch Steuergelder um Faschos zu mimen.
Zitat von dudley
Und noch weiter gesponnen: Was zahlen die Demonstranten, die bei den Parteitagen der AfD regelmäßig mehr Polizei binden als ein Fußballspiel es jemals könnte?
Mit dem Urteil hat sich das Bundesverfassungsgericht mittel- und langfristig vermutlich keinen Gefallen getan. Vereine, die jetzt latzen müssen, werden sicherlich auch links und rechts nun schauen und mit dem Finger auf andere Veranstaltungen zeigen.
Zitat von Mel14Siegtorson
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Hier wird gerne suggeriert, dass diejenigen, die das Urteil kritsch sehen, Fangewalt einfach in Kauf nehmen und ein Weiter so wollen. Das finde ich schon unfair. Denn so einfach ist es in meinen Augen nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat ja om Grunde nicht entschieden, dass die Vereine zahlen müssen. Es hat entschieden, dass die Bremer Praxis der Gebühreneinziehung nicht verfassungswidrig ist.
Ich denke, die Vereine können jetzt schon eine transparente und nachvollziehbare Aufschlüsselung der Innenministerien erwarten, wie Hochrisikospiele zu solchen eingestuft werden, warum welche Polizisten in welcher Stärke aus welchen Bundesländern zu eben jenem Spiel beordert wurden.
Vielleicht ist das ganze ja sogar eine Chance, genauer drauf zu schauen, an welchen Stellen Polizeieinsätze überdimensioniert sind und an welchen Stellen eben objektiv mehr Kräfte eingesetzt werden müssen.
Einige Bundesländer (z.B. NRW) haben angekündigt, die Kosten nicht weiterzugeben. Andere überlegen, nachzuziehen. Finde ich etwas skurril, da es ja um Polizisten geht, die auch bundesweit eingesetzt werden.
Bei gut zwei Millionen Euro, die in den vergangenen zehn Jahren bei Bremen aufgelaufen sind, frage ich mich schon ob ein Drittligist wie Hansa Rostock diese Mehrkosten einfach wegsteckt (ich könnte mir sogar vorstellen, dass in Rostock mehr Spiele als Hochrisikospiele eingestuft werden). Polizisten werden ja ligenunabhängig bundesweit dieselben Kosten verursachen. Aber dazu müssen wir erstmal abwarten ob MV überhaupt mitzieht.
Das Argument, dass die Allgemeinheit nicht mehr für zusätzliche Polizeikosten zahlen sollen, finde ich insofern witzig, dass ein Großteil der Kosten sicher über Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge reingeholt wird, also dann irgendwie schon von Steuerzahlern. Aber gut, dann von denen, die sich den Luxus von Fußballspielen leisten können und wollen.
Aber wenn ich meine Fußballfanperspektive mal verlasse, ist eine gewisse Beteiligung der Veranstalter nachvollziehbar. Der Rahmen sollte angemessen sein.
Was ich leider nicht erwarte, ist ein Rückgang von Fangewalt durch dieses Urteil. Den meisten Hohlbirnen dürfte egal sein ob der eigene Verein mehr zahlen muss.
Ich bin tatsächlich gespannt, ob die Praxis der Zahlung von Mehrkosten durch Veranstalter in den kommenden Jahren auch bei anderen Großevents (Hanse-Sail, Oktoberfest, Silvesterfeier am Brandenburger Tor) zum Einsatz kommt.
Und noch weiter gesponnen: Was zahlen die Demonstranten, die bei den Parteitagen der AfD regelmäßig mehr Polizei binden als ein Fußballspiel es jemals könnte?
Mit dem Urteil hat sich das Bundesverfassungsgericht mittel- und langfristig vermutlich keinen Gefallen getan. Vereine, die jetzt latzen müssen, werden sicherlich auch links und rechts nun schauen und mit dem Finger auf andere Veranstaltungen zeigen.
Nicht die Demonstranten müssen zahlen sondern die Veranstalter...ach nee die bekommen ja sogar noch Steuergelder um Faschos zu mimen.
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