| Geburtsdatum | 29.01.1986 |
|---|---|
| Alter | 40 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | FC Hansa Rostock |
Daniel Brinkmann [Trainer]
02.11.2024 - 18:50 Uhr
16.08.2026 - 20:05 Uhr
Mir gefiel das Pressing im Mittelfeld und generell das Zweikampfverhalten, die rechte Seite sieht viel besser aus und spielerisch sah das auch gut aus, wenn man bedenkt, dass Holten noch dazu kommt, wird das ganz schwer gegen uns zu spielen.
16.08.2026 - 20:22 Uhr
Zitat von SlawoChala
Habe gerade auch im "Schwesternforum" quer gelesen. Ich falle ja fast vom Glauben ab. Was denken eigentlich Leute, wie diese Spielzeit läuft? 112 Punkte, Saison mit 1 unglücklichen Unentschieden in dem Brinkmann falsch gewechselt hat (quasi heute) 😅🤷🤦
Wo ist die mecklenburgische Gelassenheit und Demut?
Können wir nicht froh sein, dass es offensiv Spaß macht? Dass wir junge Spieler haben, Zocker, Dribbler. Es braucht eben auch ein wenig defensive Konstanz zu entwickeln. Manchmal braucht es auch einfach ein zu Null Spiel.
Und daran muss/kann man arbeiten, schlimmer würde ich es finden, wenn wir vorne nix hinbekommen und uns von 0:0 zu 0:0 hangeln.
Habe gerade auch im "Schwesternforum" quer gelesen. Ich falle ja fast vom Glauben ab. Was denken eigentlich Leute, wie diese Spielzeit läuft? 112 Punkte, Saison mit 1 unglücklichen Unentschieden in dem Brinkmann falsch gewechselt hat (quasi heute) 😅🤷🤦
Wo ist die mecklenburgische Gelassenheit und Demut?
Können wir nicht froh sein, dass es offensiv Spaß macht? Dass wir junge Spieler haben, Zocker, Dribbler. Es braucht eben auch ein wenig defensive Konstanz zu entwickeln. Manchmal braucht es auch einfach ein zu Null Spiel.
Und daran muss/kann man arbeiten, schlimmer würde ich es finden, wenn wir vorne nix hinbekommen und uns von 0:0 zu 0:0 hangeln.
Was ein Blödsinn. Sind unsere sechs Tore in den ersten beiden Spielen denn alle durch diese tollen „Zocker und Dribbler“ entstanden? Vier der sechs Tore sind durch Standards gefallen. Das hat doch mit offensivem Spektakel oder irgendwelchen „Zockern“ überhaupt nichts zu tun.
Gerade die erste Halbzeit heute hat doch wieder gezeigt, wo unser Problem liegt: Wenn der Gegner tief steht und wir selbst das Spiel machen müssen, fehlen uns Ideen, Tiefgang und Lösungen im Ballbesitz. Viel hintenrum, kaum Tempo und kaum Gefahr aus dem Spiel heraus. Das darf man doch ansprechen, ohne gleich 112 Punkte und eine perfekte Saison zu erwarten.
Auf der anderen Seite haben wir in zwei Spielen fünf Gegentore bekommen. Auch das sollte man nicht einfach mit „defensive Konstanz entwickeln“ abtun.
Was ich heute ausdrücklich positiv fand, war die Moral. Nach dem 1:3 ist die Mannschaft nicht auseinandergefallen, sondern hat weitergemacht, sich zurückgekämpft und am Ende sogar noch die Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen. Das war stark.
Aber deswegen muss man doch nicht so tun, als wäre offensiv plötzlich alles super und jede Kritik völlig überzogen. Zwischen Weltuntergangsstimmung und berechtigter Kritik gibt es immer noch einen ziemlich großen Unterschied.
17.08.2026 - 09:17 Uhr
Schon irgendwie lustig, dass einer Mannschaft die Qualität bei offensiven Standards nicht angerechnet wird, um eine offensive Schwäche zu attestieren. Man könnte ja schon die These haben, dass gerade das ein Punkt ist, der in der Sommerpause angegangen wurde. Eben die Qualitäten in der gegnerischen Box zu erhöhen, wenn der spielerische Plan A in der Offensive nicht aufgeht. So wie z.B. in der letzten Saison im einen oder anderen Spiel gegen tiefstehende Gegner. Und das Plan A nicht aufgeht, wenn mit Dajaku und Holten die "erfahrenen" Unterschiedsspieler noch nicht wirklich fit sind und mit z.B. Brzozowski bzw. Lennemann dann ersatzweise eben sehr unerfahrene 3.Liga-Spieler zum Einsatz kommen, kann ich umso mehr verschmerzen, wenn eben Plan B so gut funktioniert. Wir haben mit Lennemann, Michaelis, Brzozowski, Karada oder Kiedl sehr viele junge Spieler dazubekommen, die sich erstmal an die Liga und die Abläufe gewöhnen müssen. Hier jetzt schon wieder Urteile zu fällen, dass wir spielerisch nicht in der Lage sind offensive Lösungen zu finden, finde ich vor dem Hintergrund etwas albern. Vor allem, da wir auch gestern gesehen haben, dass wir eben mit fortlaufender Spielzeit auch offensiv immer besser in Schwung gekommen sind. Lennemann hatte z.B. auch irgendwann geschnallt, dass es gegen den Keumo offensiv nicht so einfach geht mit seinen Dribblings wie noch in der Woche davor gegen Hoffenheim. Das er sein Spiel im Spielverlauf so anpassen konnte, dass Keumo dann eben hintenraus nicht mehr ständig als Sieger aus den direkten Duelle gegen ihn in den Zweikämpfen heraus ging, würde ich eher als gutes Zeichen werten.
Über die defensive Anfälligkeit müssen wir nicht reden, dass war augenscheinlich (sehr) verbesserungswürdig. Aber das hat Brinkmann für mich in den Postgame-Interviews auch entsprechend kritisch eingeordnet. Weshalb ich nicht glaube, dass hier im Trainerteam in der Nachbereitung irgendetwas übertüncht, unter den Teppich gekehrt oder als Buisness as usual abgetan (im Sinne von wir müssen uns einfach entwickeln) wird.
Über die defensive Anfälligkeit müssen wir nicht reden, dass war augenscheinlich (sehr) verbesserungswürdig. Aber das hat Brinkmann für mich in den Postgame-Interviews auch entsprechend kritisch eingeordnet. Weshalb ich nicht glaube, dass hier im Trainerteam in der Nachbereitung irgendetwas übertüncht, unter den Teppich gekehrt oder als Buisness as usual abgetan (im Sinne von wir müssen uns einfach entwickeln) wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von satosFCH am 17.08.2026 um 09:19 Uhr bearbeitet
17.08.2026 - 10:24 Uhr
Zitat von satosFCH
Schon irgendwie lustig, dass einer Mannschaft die Qualität bei offensiven Standards nicht angerechnet wird, um eine offensive Schwäche zu attestieren. Man könnte ja schon die These haben, dass gerade das ein Punkt ist, der in der Sommerpause angegangen wurde. Eben die Qualitäten in der gegnerischen Box zu erhöhen, wenn der spielerische Plan A in der Offensive nicht aufgeht. So wie z.B. in der letzten Saison im einen oder anderen Spiel gegen tiefstehende Gegner. Und das Plan A nicht aufgeht, wenn mit Dajaku und Holten die "erfahrenen" Unterschiedsspieler noch nicht wirklich fit sind und mit z.B. Brzozowski bzw. Lennemann dann ersatzweise eben sehr unerfahrene 3.Liga-Spieler zum Einsatz kommen, kann ich umso mehr verschmerzen, wenn eben Plan B so gut funktioniert. Wir haben mit Lennemann, Michaelis, Brzozowski, Karada oder Kiedl sehr viele junge Spieler dazubekommen, die sich erstmal an die Liga und die Abläufe gewöhnen müssen. Hier jetzt schon wieder Urteile zu fällen, dass wir spielerisch nicht in der Lage sind offensive Lösungen zu finden, finde ich vor dem Hintergrund etwas albern. Vor allem, da wir auch gestern gesehen haben, dass wir eben mit fortlaufender Spielzeit auch offensiv immer besser in Schwung gekommen sind. Lennemann hatte z.B. auch irgendwann geschnallt, dass es gegen den Keumo offensiv nicht so einfach geht mit seinen Dribblings wie noch in der Woche davor gegen Hoffenheim. Das er sein Spiel im Spielverlauf so anpassen konnte, dass Keumo dann eben hintenraus nicht mehr ständig als Sieger aus den direkten Duelle gegen ihn in den Zweikämpfen heraus ging, würde ich eher als gutes Zeichen werten.
Schon irgendwie lustig, dass einer Mannschaft die Qualität bei offensiven Standards nicht angerechnet wird, um eine offensive Schwäche zu attestieren. Man könnte ja schon die These haben, dass gerade das ein Punkt ist, der in der Sommerpause angegangen wurde. Eben die Qualitäten in der gegnerischen Box zu erhöhen, wenn der spielerische Plan A in der Offensive nicht aufgeht. So wie z.B. in der letzten Saison im einen oder anderen Spiel gegen tiefstehende Gegner. Und das Plan A nicht aufgeht, wenn mit Dajaku und Holten die "erfahrenen" Unterschiedsspieler noch nicht wirklich fit sind und mit z.B. Brzozowski bzw. Lennemann dann ersatzweise eben sehr unerfahrene 3.Liga-Spieler zum Einsatz kommen, kann ich umso mehr verschmerzen, wenn eben Plan B so gut funktioniert. Wir haben mit Lennemann, Michaelis, Brzozowski, Karada oder Kiedl sehr viele junge Spieler dazubekommen, die sich erstmal an die Liga und die Abläufe gewöhnen müssen. Hier jetzt schon wieder Urteile zu fällen, dass wir spielerisch nicht in der Lage sind offensive Lösungen zu finden, finde ich vor dem Hintergrund etwas albern. Vor allem, da wir auch gestern gesehen haben, dass wir eben mit fortlaufender Spielzeit auch offensiv immer besser in Schwung gekommen sind. Lennemann hatte z.B. auch irgendwann geschnallt, dass es gegen den Keumo offensiv nicht so einfach geht mit seinen Dribblings wie noch in der Woche davor gegen Hoffenheim. Das er sein Spiel im Spielverlauf so anpassen konnte, dass Keumo dann eben hintenraus nicht mehr ständig als Sieger aus den direkten Duelle gegen ihn in den Zweikämpfen heraus ging, würde ich eher als gutes Zeichen werten.
Grundsätzlich bin ich bei dir. Aber wir sollten nicht vergessen das wir diese Zeit die du ansprichst einfach nicht haben. Das können wir aber nicht dem Trainer ankreiden. Der holt doch das Beste aus dem aktuellen Kader raus.
Aus Lennemann werde ich noch nicht schlau. Fand ihn gestern recht schwach, wurde von einem 18-jährigen dermaßen abgekocht das es wehtat zuzuschauen. Einfachste Pässe gingen ins Aus und im 1gg1 nahm er ständig Tempo raus weil der Übersteiger zu lange dauert. Dann macht er aber plötzlich einen weg und feiert als wäre es der Ausgleich. Der Übersteiger aber jedenfalls schon ikonisch.
17.08.2026 - 12:52 Uhr
Zitat von HR0yal
Grundsätzlich bin ich bei dir. Aber wir sollten nicht vergessen das wir diese Zeit die du ansprichst einfach nicht haben. Das können wir aber nicht dem Trainer ankreiden. Der holt doch das Beste aus dem aktuellen Kader raus.
Grundsätzlich bin ich bei dir. Aber wir sollten nicht vergessen das wir diese Zeit die du ansprichst einfach nicht haben. Das können wir aber nicht dem Trainer ankreiden. Der holt doch das Beste aus dem aktuellen Kader raus.
Naja, genau das ist ja mein Take. Das wir es uns in gewisser Form eben schon erlauben können, wenn Plan B so vorzüglich funktioniert. In der Regel hast du gute Chancen auf drei Punkte, wenn dir offensiv drei Tore gelingen. Und das die Jungen sonderlich lange zum Einspielen brauchen, deutet sich bisher auch nicht wirklich an. Gibt auf jeden Fall schon eine ganze Reihe anderer 3. Liga Debütanten, die länger für 2 Tore gebraucht haben als Lennemann. Und die danach trotzdem eine ganz achtbare Karriere hingelegt haben. Zumal die Spielentwicklung von gestern oder die Rückkehr von Dajaku auch kurzfristig schon Indizien geliefert haben, dass wir tiefstehende Gegner eben doch auch spielerisch etwas entgegen zu setzen haben. Weshalb ich zum jetzigen Zeitpunkt einer Diagnose, dass wir wieder größere Probleme gegen tiefstehende Gegner haben, noch nicht wirklich viel abgewinnen kann.
Zitat von HR0yal
Aus Lennemann werde ich noch nicht schlau. Fand ihn gestern recht schwach, wurde von einem 18-jährigen dermaßen abgekocht das es wehtat zuzuschauen. Einfachste Pässe gingen ins Aus und im 1gg1 nahm er ständig Tempo raus weil der Übersteiger zu lange dauert. Dann macht er aber plötzlich einen weg und feiert als wäre es der Ausgleich. Der Übersteiger aber jedenfalls schon ikonisch.
Aus Lennemann werde ich noch nicht schlau. Fand ihn gestern recht schwach, wurde von einem 18-jährigen dermaßen abgekocht das es wehtat zuzuschauen. Einfachste Pässe gingen ins Aus und im 1gg1 nahm er ständig Tempo raus weil der Übersteiger zu lange dauert. Dann macht er aber plötzlich einen weg und feiert als wäre es der Ausgleich. Der Übersteiger aber jedenfalls schon ikonisch.
Lennemann hat in keinem NLZ gespielt. D.h. er konnte bis vor 1-2 Jahren nur kühn davon träumen, mal in so einem Stadion wie dem OS ein Tor zu erzielen. Da würde ich ihm seinen etwas exaltierten Torjubel auch trotz des Rückstandes bei seinem ersten Heimtor jetzt nicht direkt krumm nehmen. Weil es vermutlich auch diese Momente sind, weshalb er hierher gewechselt ist. Und es ja auch zeigt, dass er Bock hat, da vor der Süd zu feiern. Zumal in Minute 55 auch noch kein ganz so arges Zeitproblem vorlag.
Und spielerisch würde ich ihm auf jeden Fall zu Gute halten, dass er mit fortlaufender Spielzeit eben dann doch immer besser auch Bälle gegen Keumo festmachen konnte und die eine oder andere Flanke auch auf von ihm festgemachte Bälle zurückging. Wenn Spieler in der Lage sind, solche Anpassungen schon während eines Spiels selbst hinzubekommen, ist das meistens glaube ich kein so schlechtes Zeichen. Gegen Hoffenheim ging das halt alles vergleichsweise einfach, weil seine Gegenspieler da auch einfach maßlos überfordert waren mit ihm. Keumo als U-Nationalspieler ist da anscheinend schon ein etwas anderes Kaliber gewesen. Der wird von Bochum, von wo er an Mannheim ausgeliehen ist, glaube ich auch als ein eher hoffnungsvolles Talent begriffen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von satosFCH am 17.08.2026 um 12:59 Uhr bearbeitet
18.08.2026 - 05:32 Uhr
Für mich ein gutes Interview, zeigt auch eine gesunde Selbstreflexion und kritische Einordnung.
Daher sollten wir vorerst beruhigt sein, es wird daran gearbeitet werden.
Die nötige Geduld müssen wir natürlich aufbringen, es geht nicht mit einem click.
https://www.reviersport.de/fussball/3liga/a629519---3-liga-rostock-trainer-wird-bei-einer-frage-deutlich-damit-bin-zufrieden.html
Daher sollten wir vorerst beruhigt sein, es wird daran gearbeitet werden.
Die nötige Geduld müssen wir natürlich aufbringen, es geht nicht mit einem click.
https://www.reviersport.de/fussball/3liga/a629519---3-liga-rostock-trainer-wird-bei-einer-frage-deutlich-damit-bin-zufrieden.html
18.08.2026 - 13:06 Uhr
@spence
Tja, Spence, ich würde dir wirklich gerne widersprechen, kann ich aber leider nicht.
Schon gegen die Hoffenheim-Bubis hat man gesehen, dass es nicht viele Chancen braucht, um gegen uns Tore zu schießen. Andere Mannschaften werden mit einer Führung im Rücken irgendwann stabiler. Wir schaffen es dagegen zweimal, eine Führung wieder herzugeben.Mir wurde das danach ein bisschen zu schnell mit „junge, talentierte Truppe“ und „Hauptsache Auswärtssieg“ abgetan.
Und dann kommt das erste Heimspiel. Die erste Halbzeit fand ich schon mehr als ernüchternd. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause kam eigentlich aus dem Nichts. Da dachte ich noch, okay, besser kann der Zeitpunkt kaum sein. Jetzt kommst du aus der Kabine, machst Feuer und gehst auf den Ausgleich.
Aber was passiert? Wieder ein riesiges Loch im Mittelfeld, überhaupt kein Zugriff und zack steht es 1:3. Da habe ich mich wirklich kurz wie beim Regensburg-Spiel gefühlt. Nach dem 1:3 dachte ich ehrlich gesagt, jetzt gehen wir komplett unter. Zum Glück haben wir uns dann nochmal gefangen und machen tatsächlich noch das 3:3.
Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch.
Und genau das macht mich skeptisch. Was passiert denn, wenn wir auf eine Mannschaft treffen, die 90 Minuten griffig ist, Vollgas gibt und sich dazu noch deutlich mehr Chancen erspielt? Hoffenheim II und Mannheim haben jetzt nicht gerade Chancen ohne Ende gegen uns gebraucht, um insgesamt fünf Tore zu machen. Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Deshalb habe ich im Moment auch meine Zweifel, ob es dieses Jahr wirklich besser wird. Für mich sieht es bisher eher nach neuen Spielern und alten Problemen aus. Klar, wir haben gerade mal zwei Spieltage hinter uns und da kann sich noch einiges entwickeln. Aber gerade diese fehlende Stabilität und teilweise der fehlende Zugriff kommen mir leider verdammt bekannt vor.
Auch die Diskussion zwischen Brinkmann und Dajaku nach dem Spiel kam mir irgendwie bekannt vor. Solche Situationen hatten wir mit anderen Spielern ja auch schon. Ich will da gar nicht zu viel reininterpretieren, aber aufgefallen ist es mir trotzdem.
Es gab bei uns Trainer, da bin ich selbst gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal ins Stadion gegangen und hatte irgendwie das Gefühl, heute könnte was gehen. Jetzt freue ich mich natürlich trotzdem auf Stuttgart und auf die Party im Stadion. Aber wenn ich ehrlich bin, fehlt mir momentan der Glaube daran, dass wir die wirklich ärgern können.
Ich hoffe wirklich, dass mein Gefühl mich täuscht. Aber nach den ersten beiden Spielen ist es für mich bisher einfach: veränderte Mannschaft, gleiche Probleme.
Tja, Spence, ich würde dir wirklich gerne widersprechen, kann ich aber leider nicht.
Schon gegen die Hoffenheim-Bubis hat man gesehen, dass es nicht viele Chancen braucht, um gegen uns Tore zu schießen. Andere Mannschaften werden mit einer Führung im Rücken irgendwann stabiler. Wir schaffen es dagegen zweimal, eine Führung wieder herzugeben.Mir wurde das danach ein bisschen zu schnell mit „junge, talentierte Truppe“ und „Hauptsache Auswärtssieg“ abgetan.
Und dann kommt das erste Heimspiel. Die erste Halbzeit fand ich schon mehr als ernüchternd. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause kam eigentlich aus dem Nichts. Da dachte ich noch, okay, besser kann der Zeitpunkt kaum sein. Jetzt kommst du aus der Kabine, machst Feuer und gehst auf den Ausgleich.
Aber was passiert? Wieder ein riesiges Loch im Mittelfeld, überhaupt kein Zugriff und zack steht es 1:3. Da habe ich mich wirklich kurz wie beim Regensburg-Spiel gefühlt. Nach dem 1:3 dachte ich ehrlich gesagt, jetzt gehen wir komplett unter. Zum Glück haben wir uns dann nochmal gefangen und machen tatsächlich noch das 3:3.
Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch.
Und genau das macht mich skeptisch. Was passiert denn, wenn wir auf eine Mannschaft treffen, die 90 Minuten griffig ist, Vollgas gibt und sich dazu noch deutlich mehr Chancen erspielt? Hoffenheim II und Mannheim haben jetzt nicht gerade Chancen ohne Ende gegen uns gebraucht, um insgesamt fünf Tore zu machen. Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Deshalb habe ich im Moment auch meine Zweifel, ob es dieses Jahr wirklich besser wird. Für mich sieht es bisher eher nach neuen Spielern und alten Problemen aus. Klar, wir haben gerade mal zwei Spieltage hinter uns und da kann sich noch einiges entwickeln. Aber gerade diese fehlende Stabilität und teilweise der fehlende Zugriff kommen mir leider verdammt bekannt vor.
Auch die Diskussion zwischen Brinkmann und Dajaku nach dem Spiel kam mir irgendwie bekannt vor. Solche Situationen hatten wir mit anderen Spielern ja auch schon. Ich will da gar nicht zu viel reininterpretieren, aber aufgefallen ist es mir trotzdem.
Es gab bei uns Trainer, da bin ich selbst gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal ins Stadion gegangen und hatte irgendwie das Gefühl, heute könnte was gehen. Jetzt freue ich mich natürlich trotzdem auf Stuttgart und auf die Party im Stadion. Aber wenn ich ehrlich bin, fehlt mir momentan der Glaube daran, dass wir die wirklich ärgern können.
Ich hoffe wirklich, dass mein Gefühl mich täuscht. Aber nach den ersten beiden Spielen ist es für mich bisher einfach: veränderte Mannschaft, gleiche Probleme.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JokerHRO1965 am 18.08.2026 um 13:24 Uhr bearbeitet
18.08.2026 - 16:16 Uhr
Zitat von JokerHRO1965
@spence
Tja, Spence, ich würde dir wirklich gerne widersprechen, kann ich aber leider nicht.
Schon gegen die Hoffenheim-Bubis hat man gesehen, dass es nicht viele Chancen braucht, um gegen uns Tore zu schießen. Andere Mannschaften werden mit einer Führung im Rücken irgendwann stabiler. Wir schaffen es dagegen zweimal, eine Führung wieder herzugeben.Mir wurde das danach ein bisschen zu schnell mit „junge, talentierte Truppe“ und „Hauptsache Auswärtssieg“ abgetan.
Und dann kommt das erste Heimspiel. Die erste Halbzeit fand ich schon mehr als ernüchternd. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause kam eigentlich aus dem Nichts. Da dachte ich noch, okay, besser kann der Zeitpunkt kaum sein. Jetzt kommst du aus der Kabine, machst Feuer und gehst auf den Ausgleich.
Aber was passiert? Wieder ein riesiges Loch im Mittelfeld, überhaupt kein Zugriff und zack steht es 1:3. Da habe ich mich wirklich kurz wie beim Regensburg-Spiel gefühlt. Nach dem 1:3 dachte ich ehrlich gesagt, jetzt gehen wir komplett unter. Zum Glück haben wir uns dann nochmal gefangen und machen tatsächlich noch das 3:3.
Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch.
Und genau das macht mich skeptisch. Was passiert denn, wenn wir auf eine Mannschaft treffen, die 90 Minuten griffig ist, Vollgas gibt und sich dazu noch deutlich mehr Chancen erspielt? Hoffenheim II und Mannheim haben jetzt nicht gerade Chancen ohne Ende gegen uns gebraucht, um insgesamt fünf Tore zu machen. Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Deshalb habe ich im Moment auch meine Zweifel, ob es dieses Jahr wirklich besser wird. Für mich sieht es bisher eher nach neuen Spielern und alten Problemen aus. Klar, wir haben gerade mal zwei Spieltage hinter uns und da kann sich noch einiges entwickeln. Aber gerade diese fehlende Stabilität und teilweise der fehlende Zugriff kommen mir leider verdammt bekannt vor.
Auch die Diskussion zwischen Brinkmann und Dajaku nach dem Spiel kam mir irgendwie bekannt vor. Solche Situationen hatten wir mit anderen Spielern ja auch schon. Ich will da gar nicht zu viel reininterpretieren, aber aufgefallen ist es mir trotzdem.
Es gab bei uns Trainer, da bin ich selbst gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal ins Stadion gegangen und hatte irgendwie das Gefühl, heute könnte was gehen. Jetzt freue ich mich natürlich trotzdem auf Stuttgart und auf die Party im Stadion. Aber wenn ich ehrlich bin, fehlt mir momentan der Glaube daran, dass wir die wirklich ärgern können.
Ich hoffe wirklich, dass mein Gefühl mich täuscht. Aber nach den ersten beiden Spielen ist es für mich bisher einfach: veränderte Mannschaft, gleiche Probleme.
@spence
Tja, Spence, ich würde dir wirklich gerne widersprechen, kann ich aber leider nicht.
Schon gegen die Hoffenheim-Bubis hat man gesehen, dass es nicht viele Chancen braucht, um gegen uns Tore zu schießen. Andere Mannschaften werden mit einer Führung im Rücken irgendwann stabiler. Wir schaffen es dagegen zweimal, eine Führung wieder herzugeben.Mir wurde das danach ein bisschen zu schnell mit „junge, talentierte Truppe“ und „Hauptsache Auswärtssieg“ abgetan.
Und dann kommt das erste Heimspiel. Die erste Halbzeit fand ich schon mehr als ernüchternd. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause kam eigentlich aus dem Nichts. Da dachte ich noch, okay, besser kann der Zeitpunkt kaum sein. Jetzt kommst du aus der Kabine, machst Feuer und gehst auf den Ausgleich.
Aber was passiert? Wieder ein riesiges Loch im Mittelfeld, überhaupt kein Zugriff und zack steht es 1:3. Da habe ich mich wirklich kurz wie beim Regensburg-Spiel gefühlt. Nach dem 1:3 dachte ich ehrlich gesagt, jetzt gehen wir komplett unter. Zum Glück haben wir uns dann nochmal gefangen und machen tatsächlich noch das 3:3.
Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch.
Und genau das macht mich skeptisch. Was passiert denn, wenn wir auf eine Mannschaft treffen, die 90 Minuten griffig ist, Vollgas gibt und sich dazu noch deutlich mehr Chancen erspielt? Hoffenheim II und Mannheim haben jetzt nicht gerade Chancen ohne Ende gegen uns gebraucht, um insgesamt fünf Tore zu machen. Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Deshalb habe ich im Moment auch meine Zweifel, ob es dieses Jahr wirklich besser wird. Für mich sieht es bisher eher nach neuen Spielern und alten Problemen aus. Klar, wir haben gerade mal zwei Spieltage hinter uns und da kann sich noch einiges entwickeln. Aber gerade diese fehlende Stabilität und teilweise der fehlende Zugriff kommen mir leider verdammt bekannt vor.
Auch die Diskussion zwischen Brinkmann und Dajaku nach dem Spiel kam mir irgendwie bekannt vor. Solche Situationen hatten wir mit anderen Spielern ja auch schon. Ich will da gar nicht zu viel reininterpretieren, aber aufgefallen ist es mir trotzdem.
Es gab bei uns Trainer, da bin ich selbst gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal ins Stadion gegangen und hatte irgendwie das Gefühl, heute könnte was gehen. Jetzt freue ich mich natürlich trotzdem auf Stuttgart und auf die Party im Stadion. Aber wenn ich ehrlich bin, fehlt mir momentan der Glaube daran, dass wir die wirklich ärgern können.
Ich hoffe wirklich, dass mein Gefühl mich täuscht. Aber nach den ersten beiden Spielen ist es für mich bisher einfach: veränderte Mannschaft, gleiche Probleme.
All deine Argumente kann man sich natürlich so zurechtlegen, dass sie in dein Narrativ passen. Umgekehrt könnte man dieselben Fakten aber auch anders interpretieren: Dass Waldhof Mannheim keine weiteren Chancen bekam, weil unsere Defensive bzw. unsere Spielart es schlicht nicht zuließ, dass sie sich weitere Möglichkeiten erspielen konnten.
Bei dir und anderen Usern habe ich den Eindruck, man versucht jedes Argument so auszulegen, um uns schlecht dastehen zu lassen. Nimm dein Beispiel, dass Waldhof nach 70 Minuten schon „ko" war. Unsere Mannschaft war es hingegen augenscheinlich nicht. Man könnte genausogut argumentieren, dass das Trainerteam die Mannschaft auf einem sehr guten Fitnesslevel gebracht hat , schließlich waren sie über 90 Minuten lang giftig. Aber stattdessen stellt man es so dar, als hätte der Gegner einfach zu schlechte Fitness.
Außerdem wird so getan, als wären Hoffenheim II und Waldhof Mannheim Mannschaften, die man einfach so wegfrühstücken kann. Beide Teams haben jedoch ohne große Mühe gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen, die aktuell massiv hinter ihren Erwartungen zurückbleiben. Das zeigt doch gerade, wie schwer die Dritte Liga ist – dort kann jeder jeden schlagen. Siehe Essen am ersten Spieltag.
Klar sollte unsere Erwartungshaltung sein, dass wir möglichst jeden Gegner schlagen. Aber es wird so getan, als hätten wir aus zwei Spieltagen nur einen Punkt geholt. Tatsächlich haben wir vier Punkte aus den ersten beiden Spielen geholt. Gerade am zweiten Spieltag hat die Mannschaft gezeigt, dass man aus einem 1:3-Rückstand noch ein Unentschieden herausholen kann. Das wäre in der letzten Saison nicht möglich gewesen.
Man darf nicht vergessen: Unsere Stürmer plus Dajaku waren nicht voll einsatzfähig. Mit einer geschwächten Offensive sechs Tore zu schießen, ist bereits beachtlich. Und ich finde, dieser Aspekt kommt in eurer Argumentation zu kurz.
Daniel Brinkmann hat nach dem Mannheim-Spiel selbst gesagt, dass man an der Defensive arbeiten muss. Ich bin guter Dinge, dass das passieren wird.
18.08.2026 - 18:08 Uhr
Zitat von Quantenkogge
All deine Argumente kann man sich natürlich so zurechtlegen, dass sie in dein Narrativ passen. Umgekehrt könnte man dieselben Fakten aber auch anders interpretieren: Dass Waldhof Mannheim keine weiteren Chancen bekam, weil unsere Defensive bzw. unsere Spielart es schlicht nicht zuließ, dass sie sich weitere Möglichkeiten erspielen konnten.
Bei dir und anderen Usern habe ich den Eindruck, man versucht jedes Argument so auszulegen, um uns schlecht dastehen zu lassen. Nimm dein Beispiel, dass Waldhof nach 70 Minuten schon „ko" war. Unsere Mannschaft war es hingegen augenscheinlich nicht. Man könnte genausogut argumentieren, dass das Trainerteam die Mannschaft auf einem sehr guten Fitnesslevel gebracht hat , schließlich waren sie über 90 Minuten lang giftig. Aber stattdessen stellt man es so dar, als hätte der Gegner einfach zu schlechte Fitness.
Außerdem wird so getan, als wären Hoffenheim II und Waldhof Mannheim Mannschaften, die man einfach so wegfrühstücken kann. Beide Teams haben jedoch ohne große Mühe gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen, die aktuell massiv hinter ihren Erwartungen zurückbleiben. Das zeigt doch gerade, wie schwer die Dritte Liga ist – dort kann jeder jeden schlagen. Siehe Essen am ersten Spieltag.
Klar sollte unsere Erwartungshaltung sein, dass wir möglichst jeden Gegner schlagen. Aber es wird so getan, als hätten wir aus zwei Spieltagen nur einen Punkt geholt. Tatsächlich haben wir vier Punkte aus den ersten beiden Spielen geholt. Gerade am zweiten Spieltag hat die Mannschaft gezeigt, dass man aus einem 1:3-Rückstand noch ein Unentschieden herausholen kann. Das wäre in der letzten Saison nicht möglich gewesen.
Man darf nicht vergessen: Unsere Stürmer plus Dajaku waren nicht voll einsatzfähig. Mit einer geschwächten Offensive sechs Tore zu schießen, ist bereits beachtlich. Und ich finde, dieser Aspekt kommt in eurer Argumentation zu kurz.
Daniel Brinkmann hat nach dem Mannheim-Spiel selbst gesagt, dass man an der Defensive arbeiten muss. Ich bin guter Dinge, dass das passieren wird.
Zitat von JokerHRO1965
@spence
Tja, Spence, ich würde dir wirklich gerne widersprechen, kann ich aber leider nicht.
Schon gegen die Hoffenheim-Bubis hat man gesehen, dass es nicht viele Chancen braucht, um gegen uns Tore zu schießen. Andere Mannschaften werden mit einer Führung im Rücken irgendwann stabiler. Wir schaffen es dagegen zweimal, eine Führung wieder herzugeben.Mir wurde das danach ein bisschen zu schnell mit „junge, talentierte Truppe“ und „Hauptsache Auswärtssieg“ abgetan.
Und dann kommt das erste Heimspiel. Die erste Halbzeit fand ich schon mehr als ernüchternd. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause kam eigentlich aus dem Nichts. Da dachte ich noch, okay, besser kann der Zeitpunkt kaum sein. Jetzt kommst du aus der Kabine, machst Feuer und gehst auf den Ausgleich.
Aber was passiert? Wieder ein riesiges Loch im Mittelfeld, überhaupt kein Zugriff und zack steht es 1:3. Da habe ich mich wirklich kurz wie beim Regensburg-Spiel gefühlt. Nach dem 1:3 dachte ich ehrlich gesagt, jetzt gehen wir komplett unter. Zum Glück haben wir uns dann nochmal gefangen und machen tatsächlich noch das 3:3.
Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch.
Und genau das macht mich skeptisch. Was passiert denn, wenn wir auf eine Mannschaft treffen, die 90 Minuten griffig ist, Vollgas gibt und sich dazu noch deutlich mehr Chancen erspielt? Hoffenheim II und Mannheim haben jetzt nicht gerade Chancen ohne Ende gegen uns gebraucht, um insgesamt fünf Tore zu machen. Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Deshalb habe ich im Moment auch meine Zweifel, ob es dieses Jahr wirklich besser wird. Für mich sieht es bisher eher nach neuen Spielern und alten Problemen aus. Klar, wir haben gerade mal zwei Spieltage hinter uns und da kann sich noch einiges entwickeln. Aber gerade diese fehlende Stabilität und teilweise der fehlende Zugriff kommen mir leider verdammt bekannt vor.
Auch die Diskussion zwischen Brinkmann und Dajaku nach dem Spiel kam mir irgendwie bekannt vor. Solche Situationen hatten wir mit anderen Spielern ja auch schon. Ich will da gar nicht zu viel reininterpretieren, aber aufgefallen ist es mir trotzdem.
Es gab bei uns Trainer, da bin ich selbst gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal ins Stadion gegangen und hatte irgendwie das Gefühl, heute könnte was gehen. Jetzt freue ich mich natürlich trotzdem auf Stuttgart und auf die Party im Stadion. Aber wenn ich ehrlich bin, fehlt mir momentan der Glaube daran, dass wir die wirklich ärgern können.
Ich hoffe wirklich, dass mein Gefühl mich täuscht. Aber nach den ersten beiden Spielen ist es für mich bisher einfach: veränderte Mannschaft, gleiche Probleme.
@spence
Tja, Spence, ich würde dir wirklich gerne widersprechen, kann ich aber leider nicht.
Schon gegen die Hoffenheim-Bubis hat man gesehen, dass es nicht viele Chancen braucht, um gegen uns Tore zu schießen. Andere Mannschaften werden mit einer Führung im Rücken irgendwann stabiler. Wir schaffen es dagegen zweimal, eine Führung wieder herzugeben.Mir wurde das danach ein bisschen zu schnell mit „junge, talentierte Truppe“ und „Hauptsache Auswärtssieg“ abgetan.
Und dann kommt das erste Heimspiel. Die erste Halbzeit fand ich schon mehr als ernüchternd. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause kam eigentlich aus dem Nichts. Da dachte ich noch, okay, besser kann der Zeitpunkt kaum sein. Jetzt kommst du aus der Kabine, machst Feuer und gehst auf den Ausgleich.
Aber was passiert? Wieder ein riesiges Loch im Mittelfeld, überhaupt kein Zugriff und zack steht es 1:3. Da habe ich mich wirklich kurz wie beim Regensburg-Spiel gefühlt. Nach dem 1:3 dachte ich ehrlich gesagt, jetzt gehen wir komplett unter. Zum Glück haben wir uns dann nochmal gefangen und machen tatsächlich noch das 3:3.
Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch.
Und genau das macht mich skeptisch. Was passiert denn, wenn wir auf eine Mannschaft treffen, die 90 Minuten griffig ist, Vollgas gibt und sich dazu noch deutlich mehr Chancen erspielt? Hoffenheim II und Mannheim haben jetzt nicht gerade Chancen ohne Ende gegen uns gebraucht, um insgesamt fünf Tore zu machen. Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Deshalb habe ich im Moment auch meine Zweifel, ob es dieses Jahr wirklich besser wird. Für mich sieht es bisher eher nach neuen Spielern und alten Problemen aus. Klar, wir haben gerade mal zwei Spieltage hinter uns und da kann sich noch einiges entwickeln. Aber gerade diese fehlende Stabilität und teilweise der fehlende Zugriff kommen mir leider verdammt bekannt vor.
Auch die Diskussion zwischen Brinkmann und Dajaku nach dem Spiel kam mir irgendwie bekannt vor. Solche Situationen hatten wir mit anderen Spielern ja auch schon. Ich will da gar nicht zu viel reininterpretieren, aber aufgefallen ist es mir trotzdem.
Es gab bei uns Trainer, da bin ich selbst gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal ins Stadion gegangen und hatte irgendwie das Gefühl, heute könnte was gehen. Jetzt freue ich mich natürlich trotzdem auf Stuttgart und auf die Party im Stadion. Aber wenn ich ehrlich bin, fehlt mir momentan der Glaube daran, dass wir die wirklich ärgern können.
Ich hoffe wirklich, dass mein Gefühl mich täuscht. Aber nach den ersten beiden Spielen ist es für mich bisher einfach: veränderte Mannschaft, gleiche Probleme.
All deine Argumente kann man sich natürlich so zurechtlegen, dass sie in dein Narrativ passen. Umgekehrt könnte man dieselben Fakten aber auch anders interpretieren: Dass Waldhof Mannheim keine weiteren Chancen bekam, weil unsere Defensive bzw. unsere Spielart es schlicht nicht zuließ, dass sie sich weitere Möglichkeiten erspielen konnten.
Bei dir und anderen Usern habe ich den Eindruck, man versucht jedes Argument so auszulegen, um uns schlecht dastehen zu lassen. Nimm dein Beispiel, dass Waldhof nach 70 Minuten schon „ko" war. Unsere Mannschaft war es hingegen augenscheinlich nicht. Man könnte genausogut argumentieren, dass das Trainerteam die Mannschaft auf einem sehr guten Fitnesslevel gebracht hat , schließlich waren sie über 90 Minuten lang giftig. Aber stattdessen stellt man es so dar, als hätte der Gegner einfach zu schlechte Fitness.
Außerdem wird so getan, als wären Hoffenheim II und Waldhof Mannheim Mannschaften, die man einfach so wegfrühstücken kann. Beide Teams haben jedoch ohne große Mühe gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen, die aktuell massiv hinter ihren Erwartungen zurückbleiben. Das zeigt doch gerade, wie schwer die Dritte Liga ist – dort kann jeder jeden schlagen. Siehe Essen am ersten Spieltag.
Klar sollte unsere Erwartungshaltung sein, dass wir möglichst jeden Gegner schlagen. Aber es wird so getan, als hätten wir aus zwei Spieltagen nur einen Punkt geholt. Tatsächlich haben wir vier Punkte aus den ersten beiden Spielen geholt. Gerade am zweiten Spieltag hat die Mannschaft gezeigt, dass man aus einem 1:3-Rückstand noch ein Unentschieden herausholen kann. Das wäre in der letzten Saison nicht möglich gewesen.
Man darf nicht vergessen: Unsere Stürmer plus Dajaku waren nicht voll einsatzfähig. Mit einer geschwächten Offensive sechs Tore zu schießen, ist bereits beachtlich. Und ich finde, dieser Aspekt kommt in eurer Argumentation zu kurz.
Daniel Brinkmann hat nach dem Mannheim-Spiel selbst gesagt, dass man an der Defensive arbeiten muss. Ich bin guter Dinge, dass das passieren wird.
Das ist doch Quatsch. Ich suche doch nicht krampfhaft nach irgendwelchen Argumenten, um uns schlecht dastehen zu lassen. Ich bewerte einfach das, was ich in den beiden Spielen gesehen habe.
Die erste Halbzeit in Hoffenheim war für mich einfach nicht gut. Wir gehen in Führung und stellen danach gefühlt das Spielen ein. Das passiert zweimal und zweimal fangen wir uns direkt wieder den Ausgleich. Genau das wurde anschließend auch von Shapourzadeh deutlich angesprochen: dass man sich in solchen Situationen wehren muss und nach einer Führung nicht einfach das Spiel einstellen darf. Das kam also nicht von irgendwelchen Miesepetern, sondern vom eigenen Sportdirektor.
Das Gleiche gilt für die viel zu einfachen Gegentore. Auch Brinkmann hat das deutlich kritisiert. Und Schuster hat ebenfalls Dinge angesprochen, die so nicht gut laufen. Wenn Shapourzadeh, Brinkmann und Schuster genau diese Kritik äußern und man die gleichen Punkte hier im Forum aufgreift, dann aber plötzlich als Miesepeter dargestellt wird, passt für mich irgendwas nicht zusammen. Nichts anderes habe ich in meinen beiden Texten gemacht. Ich habe weder alles schlechtgeredet noch irgendwelche Probleme erfunden.
Und vier Punkte aus den ersten beiden Spielen sind für mich allein noch kein Argument dafür, dass deshalb alles passt. Dafür kommt es schon ein bisschen mehr darauf an, wie diese Spiele zustande gekommen sind. Genau diese Diskussion hatten wir nämlich letzte Saison auch. Nach dem Aue-Spiel hieß es, dort würden nicht viele gewinnen, Aue sei richtig stark und werde in der Saison eine gute Rolle spielen. Am Ende wissen wir alle, wie es gelaufen ist.
Deshalb freue ich mich über die vier Punkte trotzdem. Aber ich sehe eben auch Dinge, die mir nicht gefallen und die mich stark an die letzte Saison erinnern. Und ich finde, das darf man nach zwei Spielen genauso ansprechen, wie andere sagen dürfen, dass für sie alles in Ordnung ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JokerHRO1965 am 18.08.2026 um 18:21 Uhr bearbeitet
18.08.2026 - 23:20 Uhr
Zitat von JokerHRO1965
Das ist doch Quatsch. Ich suche doch nicht krampfhaft nach irgendwelchen Argumenten, um uns schlecht dastehen zu lassen. Ich bewerte einfach das, was ich in den beiden Spielen gesehen habe.
Die erste Halbzeit in Hoffenheim war für mich einfach nicht gut. Wir gehen in Führung und stellen danach gefühlt das Spielen ein. Das passiert zweimal und zweimal fangen wir uns direkt wieder den Ausgleich. Genau das wurde anschließend auch von Shapourzadeh deutlich angesprochen: dass man sich in solchen Situationen wehren muss und nach einer Führung nicht einfach das Spiel einstellen darf. Das kam also nicht von irgendwelchen Miesepetern, sondern vom eigenen Sportdirektor.
Das Gleiche gilt für die viel zu einfachen Gegentore. Auch Brinkmann hat das deutlich kritisiert. Und Schuster hat ebenfalls Dinge angesprochen, die so nicht gut laufen. Wenn Shapourzadeh, Brinkmann und Schuster genau diese Kritik äußern und man die gleichen Punkte hier im Forum aufgreift, dann aber plötzlich als Miesepeter dargestellt wird, passt für mich irgendwas nicht zusammen. Nichts anderes habe ich in meinen beiden Texten gemacht. Ich habe weder alles schlechtgeredet noch irgendwelche Probleme erfunden.
Und vier Punkte aus den ersten beiden Spielen sind für mich allein noch kein Argument dafür, dass deshalb alles passt. Dafür kommt es schon ein bisschen mehr darauf an, wie diese Spiele zustande gekommen sind. Genau diese Diskussion hatten wir nämlich letzte Saison auch. Nach dem Aue-Spiel hieß es, dort würden nicht viele gewinnen, Aue sei richtig stark und werde in der Saison eine gute Rolle spielen. Am Ende wissen wir alle, wie es gelaufen ist.
Deshalb freue ich mich über die vier Punkte trotzdem. Aber ich sehe eben auch Dinge, die mir nicht gefallen und die mich stark an die letzte Saison erinnern. Und ich finde, das darf man nach zwei Spielen genauso ansprechen, wie andere sagen dürfen, dass für sie alles in Ordnung ist.
Zitat von Quantenkogge
All deine Argumente kann man sich natürlich so zurechtlegen, dass sie in dein Narrativ passen. Umgekehrt könnte man dieselben Fakten aber auch anders interpretieren: Dass Waldhof Mannheim keine weiteren Chancen bekam, weil unsere Defensive bzw. unsere Spielart es schlicht nicht zuließ, dass sie sich weitere Möglichkeiten erspielen konnten.
Bei dir und anderen Usern habe ich den Eindruck, man versucht jedes Argument so auszulegen, um uns schlecht dastehen zu lassen. Nimm dein Beispiel, dass Waldhof nach 70 Minuten schon „ko" war. Unsere Mannschaft war es hingegen augenscheinlich nicht. Man könnte genausogut argumentieren, dass das Trainerteam die Mannschaft auf einem sehr guten Fitnesslevel gebracht hat , schließlich waren sie über 90 Minuten lang giftig. Aber stattdessen stellt man es so dar, als hätte der Gegner einfach zu schlechte Fitness.
Außerdem wird so getan, als wären Hoffenheim II und Waldhof Mannheim Mannschaften, die man einfach so wegfrühstücken kann. Beide Teams haben jedoch ohne große Mühe gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen, die aktuell massiv hinter ihren Erwartungen zurückbleiben. Das zeigt doch gerade, wie schwer die Dritte Liga ist – dort kann jeder jeden schlagen. Siehe Essen am ersten Spieltag.
Klar sollte unsere Erwartungshaltung sein, dass wir möglichst jeden Gegner schlagen. Aber es wird so getan, als hätten wir aus zwei Spieltagen nur einen Punkt geholt. Tatsächlich haben wir vier Punkte aus den ersten beiden Spielen geholt. Gerade am zweiten Spieltag hat die Mannschaft gezeigt, dass man aus einem 1:3-Rückstand noch ein Unentschieden herausholen kann. Das wäre in der letzten Saison nicht möglich gewesen.
Man darf nicht vergessen: Unsere Stürmer plus Dajaku waren nicht voll einsatzfähig. Mit einer geschwächten Offensive sechs Tore zu schießen, ist bereits beachtlich. Und ich finde, dieser Aspekt kommt in eurer Argumentation zu kurz.
Daniel Brinkmann hat nach dem Mannheim-Spiel selbst gesagt, dass man an der Defensive arbeiten muss. Ich bin guter Dinge, dass das passieren wird.
Zitat von JokerHRO1965
@spence
Tja, Spence, ich würde dir wirklich gerne widersprechen, kann ich aber leider nicht.
Schon gegen die Hoffenheim-Bubis hat man gesehen, dass es nicht viele Chancen braucht, um gegen uns Tore zu schießen. Andere Mannschaften werden mit einer Führung im Rücken irgendwann stabiler. Wir schaffen es dagegen zweimal, eine Führung wieder herzugeben.Mir wurde das danach ein bisschen zu schnell mit „junge, talentierte Truppe“ und „Hauptsache Auswärtssieg“ abgetan.
Und dann kommt das erste Heimspiel. Die erste Halbzeit fand ich schon mehr als ernüchternd. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause kam eigentlich aus dem Nichts. Da dachte ich noch, okay, besser kann der Zeitpunkt kaum sein. Jetzt kommst du aus der Kabine, machst Feuer und gehst auf den Ausgleich.
Aber was passiert? Wieder ein riesiges Loch im Mittelfeld, überhaupt kein Zugriff und zack steht es 1:3. Da habe ich mich wirklich kurz wie beim Regensburg-Spiel gefühlt. Nach dem 1:3 dachte ich ehrlich gesagt, jetzt gehen wir komplett unter. Zum Glück haben wir uns dann nochmal gefangen und machen tatsächlich noch das 3:3.
Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch.
Und genau das macht mich skeptisch. Was passiert denn, wenn wir auf eine Mannschaft treffen, die 90 Minuten griffig ist, Vollgas gibt und sich dazu noch deutlich mehr Chancen erspielt? Hoffenheim II und Mannheim haben jetzt nicht gerade Chancen ohne Ende gegen uns gebraucht, um insgesamt fünf Tore zu machen. Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Deshalb habe ich im Moment auch meine Zweifel, ob es dieses Jahr wirklich besser wird. Für mich sieht es bisher eher nach neuen Spielern und alten Problemen aus. Klar, wir haben gerade mal zwei Spieltage hinter uns und da kann sich noch einiges entwickeln. Aber gerade diese fehlende Stabilität und teilweise der fehlende Zugriff kommen mir leider verdammt bekannt vor.
Auch die Diskussion zwischen Brinkmann und Dajaku nach dem Spiel kam mir irgendwie bekannt vor. Solche Situationen hatten wir mit anderen Spielern ja auch schon. Ich will da gar nicht zu viel reininterpretieren, aber aufgefallen ist es mir trotzdem.
Es gab bei uns Trainer, da bin ich selbst gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal ins Stadion gegangen und hatte irgendwie das Gefühl, heute könnte was gehen. Jetzt freue ich mich natürlich trotzdem auf Stuttgart und auf die Party im Stadion. Aber wenn ich ehrlich bin, fehlt mir momentan der Glaube daran, dass wir die wirklich ärgern können.
Ich hoffe wirklich, dass mein Gefühl mich täuscht. Aber nach den ersten beiden Spielen ist es für mich bisher einfach: veränderte Mannschaft, gleiche Probleme.
@spence
Tja, Spence, ich würde dir wirklich gerne widersprechen, kann ich aber leider nicht.
Schon gegen die Hoffenheim-Bubis hat man gesehen, dass es nicht viele Chancen braucht, um gegen uns Tore zu schießen. Andere Mannschaften werden mit einer Führung im Rücken irgendwann stabiler. Wir schaffen es dagegen zweimal, eine Führung wieder herzugeben.Mir wurde das danach ein bisschen zu schnell mit „junge, talentierte Truppe“ und „Hauptsache Auswärtssieg“ abgetan.
Und dann kommt das erste Heimspiel. Die erste Halbzeit fand ich schon mehr als ernüchternd. Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause kam eigentlich aus dem Nichts. Da dachte ich noch, okay, besser kann der Zeitpunkt kaum sein. Jetzt kommst du aus der Kabine, machst Feuer und gehst auf den Ausgleich.
Aber was passiert? Wieder ein riesiges Loch im Mittelfeld, überhaupt kein Zugriff und zack steht es 1:3. Da habe ich mich wirklich kurz wie beim Regensburg-Spiel gefühlt. Nach dem 1:3 dachte ich ehrlich gesagt, jetzt gehen wir komplett unter. Zum Glück haben wir uns dann nochmal gefangen und machen tatsächlich noch das 3:3.
Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch.
Und genau das macht mich skeptisch. Was passiert denn, wenn wir auf eine Mannschaft treffen, die 90 Minuten griffig ist, Vollgas gibt und sich dazu noch deutlich mehr Chancen erspielt? Hoffenheim II und Mannheim haben jetzt nicht gerade Chancen ohne Ende gegen uns gebraucht, um insgesamt fünf Tore zu machen. Das macht mir schon ein bisschen Sorgen.
Deshalb habe ich im Moment auch meine Zweifel, ob es dieses Jahr wirklich besser wird. Für mich sieht es bisher eher nach neuen Spielern und alten Problemen aus. Klar, wir haben gerade mal zwei Spieltage hinter uns und da kann sich noch einiges entwickeln. Aber gerade diese fehlende Stabilität und teilweise der fehlende Zugriff kommen mir leider verdammt bekannt vor.
Auch die Diskussion zwischen Brinkmann und Dajaku nach dem Spiel kam mir irgendwie bekannt vor. Solche Situationen hatten wir mit anderen Spielern ja auch schon. Ich will da gar nicht zu viel reininterpretieren, aber aufgefallen ist es mir trotzdem.
Es gab bei uns Trainer, da bin ich selbst gegen einen höherklassigen Gegner im Pokal ins Stadion gegangen und hatte irgendwie das Gefühl, heute könnte was gehen. Jetzt freue ich mich natürlich trotzdem auf Stuttgart und auf die Party im Stadion. Aber wenn ich ehrlich bin, fehlt mir momentan der Glaube daran, dass wir die wirklich ärgern können.
Ich hoffe wirklich, dass mein Gefühl mich täuscht. Aber nach den ersten beiden Spielen ist es für mich bisher einfach: veränderte Mannschaft, gleiche Probleme.
All deine Argumente kann man sich natürlich so zurechtlegen, dass sie in dein Narrativ passen. Umgekehrt könnte man dieselben Fakten aber auch anders interpretieren: Dass Waldhof Mannheim keine weiteren Chancen bekam, weil unsere Defensive bzw. unsere Spielart es schlicht nicht zuließ, dass sie sich weitere Möglichkeiten erspielen konnten.
Bei dir und anderen Usern habe ich den Eindruck, man versucht jedes Argument so auszulegen, um uns schlecht dastehen zu lassen. Nimm dein Beispiel, dass Waldhof nach 70 Minuten schon „ko" war. Unsere Mannschaft war es hingegen augenscheinlich nicht. Man könnte genausogut argumentieren, dass das Trainerteam die Mannschaft auf einem sehr guten Fitnesslevel gebracht hat , schließlich waren sie über 90 Minuten lang giftig. Aber stattdessen stellt man es so dar, als hätte der Gegner einfach zu schlechte Fitness.
Außerdem wird so getan, als wären Hoffenheim II und Waldhof Mannheim Mannschaften, die man einfach so wegfrühstücken kann. Beide Teams haben jedoch ohne große Mühe gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen, die aktuell massiv hinter ihren Erwartungen zurückbleiben. Das zeigt doch gerade, wie schwer die Dritte Liga ist – dort kann jeder jeden schlagen. Siehe Essen am ersten Spieltag.
Klar sollte unsere Erwartungshaltung sein, dass wir möglichst jeden Gegner schlagen. Aber es wird so getan, als hätten wir aus zwei Spieltagen nur einen Punkt geholt. Tatsächlich haben wir vier Punkte aus den ersten beiden Spielen geholt. Gerade am zweiten Spieltag hat die Mannschaft gezeigt, dass man aus einem 1:3-Rückstand noch ein Unentschieden herausholen kann. Das wäre in der letzten Saison nicht möglich gewesen.
Man darf nicht vergessen: Unsere Stürmer plus Dajaku waren nicht voll einsatzfähig. Mit einer geschwächten Offensive sechs Tore zu schießen, ist bereits beachtlich. Und ich finde, dieser Aspekt kommt in eurer Argumentation zu kurz.
Daniel Brinkmann hat nach dem Mannheim-Spiel selbst gesagt, dass man an der Defensive arbeiten muss. Ich bin guter Dinge, dass das passieren wird.
Das ist doch Quatsch. Ich suche doch nicht krampfhaft nach irgendwelchen Argumenten, um uns schlecht dastehen zu lassen. Ich bewerte einfach das, was ich in den beiden Spielen gesehen habe.
Die erste Halbzeit in Hoffenheim war für mich einfach nicht gut. Wir gehen in Führung und stellen danach gefühlt das Spielen ein. Das passiert zweimal und zweimal fangen wir uns direkt wieder den Ausgleich. Genau das wurde anschließend auch von Shapourzadeh deutlich angesprochen: dass man sich in solchen Situationen wehren muss und nach einer Führung nicht einfach das Spiel einstellen darf. Das kam also nicht von irgendwelchen Miesepetern, sondern vom eigenen Sportdirektor.
Das Gleiche gilt für die viel zu einfachen Gegentore. Auch Brinkmann hat das deutlich kritisiert. Und Schuster hat ebenfalls Dinge angesprochen, die so nicht gut laufen. Wenn Shapourzadeh, Brinkmann und Schuster genau diese Kritik äußern und man die gleichen Punkte hier im Forum aufgreift, dann aber plötzlich als Miesepeter dargestellt wird, passt für mich irgendwas nicht zusammen. Nichts anderes habe ich in meinen beiden Texten gemacht. Ich habe weder alles schlechtgeredet noch irgendwelche Probleme erfunden.
Und vier Punkte aus den ersten beiden Spielen sind für mich allein noch kein Argument dafür, dass deshalb alles passt. Dafür kommt es schon ein bisschen mehr darauf an, wie diese Spiele zustande gekommen sind. Genau diese Diskussion hatten wir nämlich letzte Saison auch. Nach dem Aue-Spiel hieß es, dort würden nicht viele gewinnen, Aue sei richtig stark und werde in der Saison eine gute Rolle spielen. Am Ende wissen wir alle, wie es gelaufen ist.
Deshalb freue ich mich über die vier Punkte trotzdem. Aber ich sehe eben auch Dinge, die mir nicht gefallen und die mich stark an die letzte Saison erinnern. Und ich finde, das darf man nach zwei Spielen genauso ansprechen, wie andere sagen dürfen, dass für sie alles in Ordnung ist.
Du hast es mir aber recht einfach gemacht, dass ich so empfunden habe.
Beispiel:
"Aber auch da frage ich mich, wie viel davon lag wirklich an uns und wie viel daran, dass Mannheim irgendwann einfach komplett K. o. war? Das gleiche Problem hatten die gegen Düsseldorf ja auch schon. Da waren sie 20 Minuten vor Schluss auch ziemlich durch."
Ich finde, damit macht man es sich ein bisschen zu einfach. Klar war Mannheim irgendwann platt aber warum waren sie denn platt? Wir lagen in der 50.Minute 1:3 hinten und haben uns anschließend mit eigener Leistung zurück ins Spiel gekämpft: 56. Minute 2:3, 76. Minute 3:3. Das passiert ja nicht von allein, nur weil der Gegner irgendwann müde wird. Unser Druck, unsere Intensität und vor allem die Moral nach dem 1:3 haben dazu beigetragen, dass Mannheim irgendwann nicht mehr dagegenhalten konnte. Beides kann doch gleichzeitig stimmen: Mannheim war am Ende K. o. UND wir haben eine starke Aufholjagd hingelegt. Nur das Comeback komplett mit der Erschöpfung des Gegners zu erklären, wird unserer Leistung meiner Meinung nach nicht gerecht.
Und die Frage „Was passiert gegen eine Mannschaft, die 90 Minuten griffig ist?“ kann man zum jetzigen Zeitpunkt doch gar nicht beantworten. Vielleicht verlieren wir so ein Spiel, vielleicht zeigen wir aber auch genau dann, warum die Mannschaft nach Rückständen immer wieder zurückkommt. Dafür muss man nicht vorsorglich die guten Leistungen gegen Mannheim und Hoffenheim II kleinreden.
Ich glaube, genau da wird mir aus zwei Spieltagen schon ein bisschen zu viel abgeleitet. Natürlich kann man nach den ersten beiden Spielen sagen, dass die Defensive noch nicht stabil genug wirkt und dass es Phasen mit zu wenig Zugriff gibt. Das sehe ich ja auch.
Aber „neue Spieler, alte Probleme“ nach 180 Minuten als Fazit zu ziehen, finde ich dann doch etwas arg voreilig. Wir haben 4 von 6 möglichen Punkten geholt, haben gegen Mannheim nach einem 1:3 noch den Ausgleich erkämpft und damit gerade auch eine Qualität gezeigt, die man der Mannschaft vorher vielleicht nicht unbedingt zugeschrieben hätte (gerade mit dem Verletzungspech in der Offensive).
Und genau deshalb würde ich die ersten beiden Spiele eher als Zwischenstand sehen: Es gibt Dinge, die besser werden müssen !!!insbesondere die defensive Stabilität!!!. Aber es gibt eben auch Dinge, die funktionieren und auf denen man aufbauen kann.
Wenn wir nach 10 oder 15 Spieltagen immer noch dieselben Probleme haben, dann bin ich sofort dabei, die Entwicklung kritisch zu hinterfragen. Aber nach zwei Spieltagen schon zu sagen „neue Spieler, alte Probleme“ ist für mich weniger Analyse als eine vorgezogene Bestätigung der eigenen Skepsis.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Deutschland 

