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Daniel Brinkmann
Geburtsdatum 29.01.1986
Alter 40
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein FC Hansa Rostock

Daniel Brinkmann [Trainer]

02.11.2024 - 18:50 Uhr
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2431
26.06.2026 - 09:54 Uhr
Zitat von Majak

Zitat von JokerHRO1965

Moin, danke Schlumpi fürs Teilen.

Ich finde auch immer vieles selbst im Netz, wenn es um Hansa geht, aber das hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Die Einschätzung dort deckt sich ziemlich mit meiner eigenen Meinung.

Ich sehe unseren Kader der vergangenen Saison ebenfalls nicht als Topkader der 3. Liga. Für mich war das eher ein solider Mittelfeldkader, vielleicht leicht darüber, aber eben kein Kader, mit dem man zwangsläufig aufsteigen muss. Genau das wird meiner Meinung nach oft falsch dargestellt. Viele tun so, als wäre der Aufstieg mit diesem Kader Pflicht gewesen. Das sehe ich nicht so.

Wenn man sich die Mannschaften anschaut, die am Ende vor uns gelandet sind oder mit uns auf Augenhöhe waren, dann hatten einige davon aus meiner Sicht mehr Unterschiedsspieler im Kader als wir. Deshalb kann ich der Aussage, dass Daniel Brinkmann aus diesem Kader nahezu das Maximum herausgeholt hat, durchaus etwas abgewinnen.

Gleichzeitig hat er aber auch recht, wenn er sagt, dass Hansa Rostock aufgrund seiner Möglichkeiten in der Lage sein muss, einen Kader zusammenzustellen, der sich qualitativ von vielen anderen Drittligisten abhebt. Genau das sollte die Aufgabe von Amir sein. Und auch interessant: Er beschreibt Daniel Brinkmann als einen sehr guten Trainer. Das passt für mich ebenfalls zu dem Bild, das ich von ihm habe.


Wenn das nur ein solider Mittelfeldskader war, dann hätte man AS direkt vor die Straße setzen müssen (alleine schon wegen Verschwendung der Mittel aus dem Etat) und gleichzeitig hätte DB mehr aus dem Material gemacht als vorhanden war. Das halte ich doch für eine sehr gewagte These.

Der Einsatz von KI Im Fußball wird immer mehr zur Normalität - genauso wie in anderen Jobs. Neben Osnabrück hat Schalke letzte Saison ebenfalls den Kader mit KI geplant. Wie so häufig kennt man nur die positiven Beispiele währen die negativen meist verschwiegen werden. Selbst wenn alle 20 Vereine KI benutzen würden (wovon ich spätestens in der nächsten Saison ausgehe), steigen am Ende 2/3 Mannschaften auf und 4 steigen ab. Der vermeintliche Wettbewerbsvorteil wird so mit zum Standard übergehen.


Dann nenne mir bitte einen offensiven Spieler aus unserem Kader, der bereits vor seinem Wechsel zu uns in der 3. Liga konstant Tore geschossen oder viele Scorer gesammelt hat. Den gab es schlichtweg nicht.

Wenn ich mir die Kader der Konkurrenz anschaue, sehe ich dort häufig gleich zwei oder drei Offensivspieler, die ihre Torgefahr und Scorerqualitäten in der 3. Liga bereits nachgewiesen haben. Genau solche Spieler hatten wir nicht im Aufgebot.

Das war für mich einer der größten Unterschiede zu den Teams, die am Ende vor uns gelandet sind. Uns haben im Offensivbereich einfach die nachweislichen Leistungsträger gefehlt, die regelmäßig Tore vorbereiten oder selbst erzielen.

Wenn ich sehe, welche Offensivspieler uns bis zum elften Spieltag alles gefehlt haben und wie wir danach Fußball gespielt haben, kann ich Daniel Brinkmann nur schwer große Vorwürfe machen. Ab dem elften Spieltag war der Kader deutlich besser besetzt, und über diesen Zeitraum hätten wir sogar Aufstiegskurs gehabt.

Dazu waren wir in vielen wichtigen Statistiken vorne mit dabei. Es hat am Ende nicht viel gefehlt. Deshalb halte ich die Aussage, wir hätten mit diesem Kader zwingend aufsteigen müssen, für falsch. Wir hatten einen guten Drittligakader, aber keinen, der der Liga so überlegen war, wie manche es heute darstellen.

Und da braucht mir auch keiner zu erzählen, dass es allein die Aufgabe des Trainers gewesen wäre, diese Spieler deutlich besser zu machen. Viele dieser Spieler hatten bereits mehrere Trainer vor Brinkmann und haben den großen Durchbruch trotzdem nicht geschafft.

Gleichzeitig hat Brinkmann durchaus bewiesen, dass er Spieler weiterentwickeln kann. Naderi hat unter ihm den nächsten Schritt gemacht, Emil Holten ebenfalls, und auch andere Spieler konnten ihr Leistungsniveau steigern. Daran hat es für mich jedenfalls nicht gelegen. Am Ende haben uns eher die nachgewiesenen Unterschiedsspieler gefehlt, die enge Spiele mit einer Einzelaktion entscheiden können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JokerHRO1965 am 26.06.2026 um 10:08 Uhr bearbeitet
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2432
26.06.2026 - 10:37 Uhr
Zitat von JokerHRO1965
Zitat von Majak

Zitat von JokerHRO1965

Moin, danke Schlumpi fürs Teilen.

Ich finde auch immer vieles selbst im Netz, wenn es um Hansa geht, aber das hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Die Einschätzung dort deckt sich ziemlich mit meiner eigenen Meinung.

Ich sehe unseren Kader der vergangenen Saison ebenfalls nicht als Topkader der 3. Liga. Für mich war das eher ein solider Mittelfeldkader, vielleicht leicht darüber, aber eben kein Kader, mit dem man zwangsläufig aufsteigen muss. Genau das wird meiner Meinung nach oft falsch dargestellt. Viele tun so, als wäre der Aufstieg mit diesem Kader Pflicht gewesen. Das sehe ich nicht so.

Wenn man sich die Mannschaften anschaut, die am Ende vor uns gelandet sind oder mit uns auf Augenhöhe waren, dann hatten einige davon aus meiner Sicht mehr Unterschiedsspieler im Kader als wir. Deshalb kann ich der Aussage, dass Daniel Brinkmann aus diesem Kader nahezu das Maximum herausgeholt hat, durchaus etwas abgewinnen.

Gleichzeitig hat er aber auch recht, wenn er sagt, dass Hansa Rostock aufgrund seiner Möglichkeiten in der Lage sein muss, einen Kader zusammenzustellen, der sich qualitativ von vielen anderen Drittligisten abhebt. Genau das sollte die Aufgabe von Amir sein. Und auch interessant: Er beschreibt Daniel Brinkmann als einen sehr guten Trainer. Das passt für mich ebenfalls zu dem Bild, das ich von ihm habe.


Wenn das nur ein solider Mittelfeldskader war, dann hätte man AS direkt vor die Straße setzen müssen (alleine schon wegen Verschwendung der Mittel aus dem Etat) und gleichzeitig hätte DB mehr aus dem Material gemacht als vorhanden war. Das halte ich doch für eine sehr gewagte These.

Der Einsatz von KI Im Fußball wird immer mehr zur Normalität - genauso wie in anderen Jobs. Neben Osnabrück hat Schalke letzte Saison ebenfalls den Kader mit KI geplant. Wie so häufig kennt man nur die positiven Beispiele währen die negativen meist verschwiegen werden. Selbst wenn alle 20 Vereine KI benutzen würden (wovon ich spätestens in der nächsten Saison ausgehe), steigen am Ende 2/3 Mannschaften auf und 4 steigen ab. Der vermeintliche Wettbewerbsvorteil wird so mit zum Standard übergehen.


Dann nenne mir bitte einen offensiven Spieler aus unserem Kader, der bereits vor seinem Wechsel zu uns in der 3. Liga konstant Tore geschossen oder viele Scorer gesammelt hat. Den gab es schlichtweg nicht.

Wenn ich mir die Kader der Konkurrenz anschaue, sehe ich dort häufig gleich zwei oder drei Offensivspieler, die ihre Torgefahr und Scorerqualitäten in der 3. Liga bereits nachgewiesen haben. Genau solche Spieler hatten wir nicht im Aufgebot.

Das war für mich einer der größten Unterschiede zu den Teams, die am Ende vor uns gelandet sind. Uns haben im Offensivbereich einfach die nachweislichen Leistungsträger gefehlt, die regelmäßig Tore vorbereiten oder selbst erzielen.

Wenn ich sehe, welche Offensivspieler uns bis zum elften Spieltag alles gefehlt haben und wie wir danach Fußball gespielt haben, kann ich Daniel Brinkmann nur schwer große Vorwürfe machen. Ab dem elften Spieltag war der Kader deutlich besser besetzt, und über diesen Zeitraum hätten wir sogar Aufstiegskurs gehabt.

Dazu waren wir in vielen wichtigen Statistiken vorne mit dabei. Es hat am Ende nicht viel gefehlt. Deshalb halte ich die Aussage, wir hätten mit diesem Kader zwingend aufsteigen müssen, für falsch. Wir hatten einen guten Drittligakader, aber keinen, der der Liga so überlegen war, wie manche es heute darstellen.

Und da braucht mir auch keiner zu erzählen, dass es allein die Aufgabe des Trainers gewesen wäre, diese Spieler deutlich besser zu machen. Viele dieser Spieler hatten bereits mehrere Trainer vor Brinkmann und haben den großen Durchbruch trotzdem nicht geschafft.

Gleichzeitig hat Brinkmann durchaus bewiesen, dass er Spieler weiterentwickeln kann. Naderi hat unter ihm den nächsten Schritt gemacht, Emil Holten ebenfalls, und auch andere Spieler konnten ihr Leistungsniveau steigern. Daran hat es für mich jedenfalls nicht gelegen. Am Ende haben uns eher die nachgewiesenen Unterschiedsspieler gefehlt, die enge Spiele mit einer Einzelaktion entscheiden können.


bitte nicht falsch verstehen, aber ich wollte mal fragen, woher bei dir der sinneswandel kommt?
ich hoffe, ich verwechsel dich jetzt nicht, aber ich hab von dir noch ende april/ anfang mai ganz andere töne im ohr.
deshalb würde mich tatsächlich mal interessieren, wie es dazu kommt?
aktuell stimme ich mit dir in fast allem überein, weshalb ich mir so ein bisschen die augen gerieben habe. meinungen ändern sich. das ist total okay. nur würde mich dein weg dahin interessieren. ich finde, außer einem vernünftigen saisonausklang, hat sich doch nicht so viel verändert?!

oder verwechsel ich dich jetzt? soll ja auch user geben, die bewusst ähnliche user-namen nehmen.

•     •     •

#gemeinsamnachoben

---------------------kolke---------------------
---------------riedel---hüsing-----------
---mendy--------------------------pelzer---
------------------- leemans---------------
----------wannenwetsch----------------------
--------------------------- ----------------
---jänicke-------------------lartey -------
-------------breier----ziemer------------------
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2433
26.06.2026 - 10:46 Uhr
Zitat von basti1965
Zitat von JokerHRO1965

Zitat von Majak

Zitat von JokerHRO1965

Moin, danke Schlumpi fürs Teilen.

Ich finde auch immer vieles selbst im Netz, wenn es um Hansa geht, aber das hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Die Einschätzung dort deckt sich ziemlich mit meiner eigenen Meinung.

Ich sehe unseren Kader der vergangenen Saison ebenfalls nicht als Topkader der 3. Liga. Für mich war das eher ein solider Mittelfeldkader, vielleicht leicht darüber, aber eben kein Kader, mit dem man zwangsläufig aufsteigen muss. Genau das wird meiner Meinung nach oft falsch dargestellt. Viele tun so, als wäre der Aufstieg mit diesem Kader Pflicht gewesen. Das sehe ich nicht so.

Wenn man sich die Mannschaften anschaut, die am Ende vor uns gelandet sind oder mit uns auf Augenhöhe waren, dann hatten einige davon aus meiner Sicht mehr Unterschiedsspieler im Kader als wir. Deshalb kann ich der Aussage, dass Daniel Brinkmann aus diesem Kader nahezu das Maximum herausgeholt hat, durchaus etwas abgewinnen.

Gleichzeitig hat er aber auch recht, wenn er sagt, dass Hansa Rostock aufgrund seiner Möglichkeiten in der Lage sein muss, einen Kader zusammenzustellen, der sich qualitativ von vielen anderen Drittligisten abhebt. Genau das sollte die Aufgabe von Amir sein. Und auch interessant: Er beschreibt Daniel Brinkmann als einen sehr guten Trainer. Das passt für mich ebenfalls zu dem Bild, das ich von ihm habe.


Wenn das nur ein solider Mittelfeldskader war, dann hätte man AS direkt vor die Straße setzen müssen (alleine schon wegen Verschwendung der Mittel aus dem Etat) und gleichzeitig hätte DB mehr aus dem Material gemacht als vorhanden war. Das halte ich doch für eine sehr gewagte These.

Der Einsatz von KI Im Fußball wird immer mehr zur Normalität - genauso wie in anderen Jobs. Neben Osnabrück hat Schalke letzte Saison ebenfalls den Kader mit KI geplant. Wie so häufig kennt man nur die positiven Beispiele währen die negativen meist verschwiegen werden. Selbst wenn alle 20 Vereine KI benutzen würden (wovon ich spätestens in der nächsten Saison ausgehe), steigen am Ende 2/3 Mannschaften auf und 4 steigen ab. Der vermeintliche Wettbewerbsvorteil wird so mit zum Standard übergehen.


Dann nenne mir bitte einen offensiven Spieler aus unserem Kader, der bereits vor seinem Wechsel zu uns in der 3. Liga konstant Tore geschossen oder viele Scorer gesammelt hat. Den gab es schlichtweg nicht.

Wenn ich mir die Kader der Konkurrenz anschaue, sehe ich dort häufig gleich zwei oder drei Offensivspieler, die ihre Torgefahr und Scorerqualitäten in der 3. Liga bereits nachgewiesen haben. Genau solche Spieler hatten wir nicht im Aufgebot.

Das war für mich einer der größten Unterschiede zu den Teams, die am Ende vor uns gelandet sind. Uns haben im Offensivbereich einfach die nachweislichen Leistungsträger gefehlt, die regelmäßig Tore vorbereiten oder selbst erzielen.

Wenn ich sehe, welche Offensivspieler uns bis zum elften Spieltag alles gefehlt haben und wie wir danach Fußball gespielt haben, kann ich Daniel Brinkmann nur schwer große Vorwürfe machen. Ab dem elften Spieltag war der Kader deutlich besser besetzt, und über diesen Zeitraum hätten wir sogar Aufstiegskurs gehabt.

Dazu waren wir in vielen wichtigen Statistiken vorne mit dabei. Es hat am Ende nicht viel gefehlt. Deshalb halte ich die Aussage, wir hätten mit diesem Kader zwingend aufsteigen müssen, für falsch. Wir hatten einen guten Drittligakader, aber keinen, der der Liga so überlegen war, wie manche es heute darstellen.

Und da braucht mir auch keiner zu erzählen, dass es allein die Aufgabe des Trainers gewesen wäre, diese Spieler deutlich besser zu machen. Viele dieser Spieler hatten bereits mehrere Trainer vor Brinkmann und haben den großen Durchbruch trotzdem nicht geschafft.

Gleichzeitig hat Brinkmann durchaus bewiesen, dass er Spieler weiterentwickeln kann. Naderi hat unter ihm den nächsten Schritt gemacht, Emil Holten ebenfalls, und auch andere Spieler konnten ihr Leistungsniveau steigern. Daran hat es für mich jedenfalls nicht gelegen. Am Ende haben uns eher die nachgewiesenen Unterschiedsspieler gefehlt, die enge Spiele mit einer Einzelaktion entscheiden können.


bitte nicht falsch verstehen, aber ich wollte mal fragen, woher bei dir der sinneswandel kommt?
ich hoffe, ich verwechsel dich jetzt nicht, aber ich hab von dir noch ende april/ anfang mai ganz andere töne im ohr.
deshalb würde mich tatsächlich mal interessieren, wie es dazu kommt?
aktuell stimme ich mit dir in fast allem überein, weshalb ich mir so ein bisschen die augen gerieben habe. meinungen ändern sich. das ist total okay. nur würde mich dein weg dahin interessieren. ich finde, außer einem vernünftigen saisonausklang, hat sich doch nicht so viel verändert?!

oder verwechsel ich dich jetzt? soll ja auch user geben, die bewusst ähnliche user-namen nehmen.


Klar, dazu kann ich etwas sagen. Es gab in der Saison natürlich auch Phasen, mit denen ich überhaupt nicht zufrieden war. Der Saisonstart war schwach, das habe ich auch klar kritisiert. Für mich gab es dafür aber nachvollziehbare Gründe, die ich bereits mehrfach angesprochen habe.

Auch in der Rückrunde gab es eine Phase mit vier Spielen ohne Sieg, die mir überhaupt nicht gefallen hat. Da habe ich ebenfalls deutlich meinen Unmut geäußert. Und nach dem 2:5 gegen Regensburg war ich natürlich wieder richtig enttäuscht.

Trotzdem bin ich niemand, der sich dauerhaft am Negativen festklammert. Ich versuche immer, die gesamte Saison zu betrachten und dabei sowohl die schlechten als auch die guten Phasen einzubeziehen. Genau das habe ich in meiner Analyse gemacht. Eine Saison hat nun einmal Höhen und Tiefen.

Deshalb hat sich meine Meinung in einigen Punkten auch verändert. Ich sehe keinen Sinn darin, die ganze Sommerpause nur negativ durch die Gegend zu laufen. Ich schaue lieber auf die positiven Entwicklungen und darauf, was Hoffnung für die Zukunft macht.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2434
26.06.2026 - 13:14 Uhr
Ich finde es richtig und wichtig, den kompletten Saisonverlauf zu betrachten.

Allerdings sind Ergebnis-Statistiken für mich nur ein bedingt geeigneter Gradmesser für die Qualität des Kaders, ebenso das frühere Scoring, denn dazu zählen halt auch immer die dortigen Rahmenbedingungen. Der reine Abgleich von Werten sagt nicht aus, was ein Spieler zu leisten imstande ist. Um die Leistung eines Spielers fair und sachlich zu bewerten, muss ich doch bspw. mit berücksichtigen, ob der Spieler gemäß seiner Stärken eingesetzt wurde. Hier schließt sich dann in meinen Augen auch der Kreis zu Brinkmann.

In der Nachbetrachtung der Saison muss man aus meiner Sicht schon diverse personelle Experimente, oder das teilweise sehr späte oder gar nicht stattfindende Coaching/Reagieren auf Spieldynamiken kritisch benennen. Unabhängig von normalen Formschwankungen eines Teams während des Saisonverlaufes, gab es hier erkennbar Fehlentscheidungen, welche auch negative Konsequenzen hatten. Wir erinnern uns, dass auch DB selbst kurz vor dem Aus stand.

Ich persönlich gehe daher auch mit der These, es sei mit einem Durschnittsteam das Bestmögliche herausgeholt worden, so nicht mit. Für mich wäre die Quintessenz eher: Ein junger, noch relativ unerfahrener Trainer hatte ein Lernkurve mit erwartbar Licht und Schatten. Zugute halten muss man DB, dass er Selbstkritik betrieben und Anpassungen vorgenommen hat, wenn auch manchmal erst unter erheblichem Druck.

Wenn man der hier seit Jahren von einigen Usern geforderten Kontinuitäts-Logik folgt, war das wohl so ein Stück weit erwartbar und richtig. Hiernach muss dem Wunsch nach möglichst kurzfristigem Erfolg einer angeblich notwendigen Geduld unterordnen, wobei ich das in diesem Business auch immer für Selbstbetrug halte. Bleiben die Ergebnisse aus, muss die Geduld schon allein aus wirtschaftl. Zwängen ein absehbares Ende haben.

Da man nun weiter auf DB setzt, ist doch das Vorbauen einer neuene Achterbahn-Lernkurve entscheidend.
Die Fehler müssen auf den Tisch und es gilt Antworten für die Zukunft entwickeln, die sportlich zielführender und bestenfalls erfolgreicher sind.

Eines ist klar. Mit der ausgerufenen Zielstellung Aufstieg, gibt es für DB in der kommenden Saison deutlich mehr Erfolgsdruck und deutlich weniger bis keine Geduld. Eine neue Durststrecke vergleichbar der Anfangsphase der letzten Saison dürfte ihm hier schon das Genick brechen. Siegen, oder fliegen
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Blaues-Wunder am 26.06.2026 um 13:36 Uhr bearbeitet
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2435
26.06.2026 - 16:14 Uhr
Zitat von Blaues-Wunder


Allerdings sind Ergebnis-Statistiken für mich nur ein bedingt geeigneter Gradmesser für die Qualität des Kaders, ebenso das frühere Scoring, denn dazu zählen halt auch immer die dortigen Rahmenbedingungen. Der reine Abgleich von Werten sagt nicht aus, was ein Spieler zu leisten imstande ist. Um die Leistung eines Spielers fair und sachlich zu bewerten, muss ich doch bspw. mit berücksichtigen, ob der Spieler gemäß seiner Stärken eingesetzt wurde. Hier schließt sich dann in meinen Augen auch der Kreis zu Brinkmann.


Hey lieber @Blaues-Wunder, nimm mir es bitte nicht übel, dass ich deinen Beitrag der übersichtshalber gekürzt habe in der Zitation (ich hoffe, dass es technisch geklappt hat). Allerdings bezieht sich die Berechnung dieser KI nicht nur auf die von dir angesprochenen "Abgleich von Werten, was ein Spieler zu leisten imstande ist". Da spielen viele Faktoren rein, unter anderem auch genau das, was du forderst, also ob die Spieler dort eingesetzt wurde, wo sie ihre Stärken am besten ausspielen können. Die Zusammensetzung dieser zugegebenen komplexen Berechnung wird im ersten Teil des Podcasts erklärt. Ein Wert davon schneidet auch das Ingame Coaching an, welches von dir kritisiert wurde. Nur eine kleine Klarstellung meinerseits, da es mir wichtig war zu beleuchten, dass in solchen Berechnungen viele weitere Variablen verwendet werden.

Dennoch kann ich jeden hier verstehen, der mit KI nicht so viel anfangen kann bzw. die Berechnungen dieser sehr kritisch hinterfragt. Ich finde es nur wichtig im Bezug zum Thema KI zu differenzieren, dass diese Modelle, die dort unteranderem von PLAIER ausgeführt und entwickelt werden, schon etwas anderes sind, als wenn einer von uns einen Satz in ChatGPT eingibt.
Dass Fußball immer mehr berechenbarer wird, immer mehr Vereine exklusive Kooperationen mit solchen Unternehmen eingehen und in der Regel auch damit schnellen Erfolg haben (s. Schalke und Osnabrück), finde ich spricht für ein immer besser funktionierendes Business dahinter.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2436
26.06.2026 - 17:32 Uhr
Zitat von Murle

Zitat von Blaues-Wunder

Allerdings sind Ergebnis-Statistiken für mich nur ein bedingt geeigneter Gradmesser für die Qualität des Kaders, ebenso das frühere Scoring, denn dazu zählen halt auch immer die dortigen Rahmenbedingungen. Der reine Abgleich von Werten sagt nicht aus, was ein Spieler zu leisten imstande ist. Um die Leistung eines Spielers fair und sachlich zu bewerten, muss ich doch bspw. mit berücksichtigen, ob der Spieler gemäß seiner Stärken eingesetzt wurde. Hier schließt sich dann in meinen Augen auch der Kreis zu Brinkmann.


Hey lieber @Blaues-Wunder, nimm mir es bitte nicht übel, dass ich deinen Beitrag der übersichtshalber gekürzt habe in der Zitation (ich hoffe, dass es technisch geklappt hat). Allerdings bezieht sich die Berechnung dieser KI nicht nur auf die von dir angesprochenen "Abgleich von Werten, was ein Spieler zu leisten imstande ist". Da spielen viele Faktoren rein, unter anderem auch genau das, was du forderst, also ob die Spieler dort eingesetzt wurde, wo sie ihre Stärken am besten ausspielen können. Die Zusammensetzung dieser zugegebenen komplexen Berechnung wird im ersten Teil des Podcasts erklärt. Ein Wert davon schneidet auch das Ingame Coaching an, welches von dir kritisiert wurde. Nur eine kleine Klarstellung meinerseits, da es mir wichtig war zu beleuchten, dass in solchen Berechnungen viele weitere Variablen verwendet werden.

Dennoch kann ich jeden hier verstehen, der mit KI nicht so viel anfangen kann bzw. die Berechnungen dieser sehr kritisch hinterfragt. Ich finde es nur wichtig im Bezug zum Thema KI zu differenzieren, dass diese Modelle, die dort unteranderem von PLAIER ausgeführt und entwickelt werden, schon etwas anderes sind, als wenn einer von uns einen Satz in ChatGPT eingibt.
Dass Fußball immer mehr berechenbarer wird, immer mehr Vereine exklusive Kooperationen mit solchen Unternehmen eingehen und in der Regel auch damit schnellen Erfolg haben (s. Schalke und Osnabrück), finde ich spricht für ein immer besser funktionierendes Business dahinter.



Zunächst, alles fein in pucto Verkürzung. 👍️

Gerade weil ich beruflich seit einiger Zeit und stetig mehr mit KI zu tun habe, sehe ich derlei Auswertungen zu Personen eher noch kritischer, als vorher schon. Wenn man vor Augen geführt bekommt, aus welch dünnen oder subjektiv beeinflussten Daten da in Teilen Ergebnisse hergeleitet, welche den Eindruck erwecken, sie seien auf empirischer Datengrundlage oder nach durchweg fachlicher Logik erhoben worden, wird einem da hin und wieder eher übel. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt finde ich KI mega spannend, um Datenfilterung und Aufbereitung vorzunehmen. Hier besteht ein riesiges Potential, auch für Dienstleister.

Bei der Einschätzung von Personen finde ich das teils bedenklich, auch wenn der Trend allein schon aufgrund des allgemein immer gläsernen Marktes und der umtrieben Konkurrenz dorthin geht. Neben der zumeist unklaren Datengrundlage mancher Dienstleister (Geschäftsgeheimnis), finde ich auch die Hinterlegung von Parametern und Berechnung, welche sich auf allgemeingültige/durchschnittliche Annahmen stützen, kann ein Individuum und verschiedene, für die Entwicklung bedeutsame Faktoren nur sehr rudimentär greifen. Angefangen bei der Persönlichkeit, sozialen Rahmenbedingungen, über das die individuelle Teamgefüge bis hin zur persönlichen Beziehung zum Staff.

Spieler wie Saïd El Mala oder Nathaniel Brown zeigen so erfrischend, dass glücklicherweise doch nicht alles berechen- und planbar ist. Wie gesagt, ich schätze diverse KI-Tools im Alltag als grandiose Unterstützung. Für das persönliche Urteilsvermögen sind sie aber regelmäßig bestenfalls nur optionale Ratgeber und Ki generierte Stats auch gern mal irreführend, oder auf Abwegen in der Zusammenfassung.

Beim Thema Brinkmann trenne ich zudem wie beschrieben zwischen üblichen Höhen und Tiefeninnerhalb einer langen Saison (u.a. auch durch Formschwankungen, Verletzungen etc. ) und aktivem Anteil eines Trainers durch dessen Entscheidungen und Vorgaben. Wenn ich mit 8 defensiven Leuten in der Startelf antreten lasse, ist die Auswertung einer Offensivschwäche wenig aussagekräftig bzw. die logische Konsequenz.

Hier müssen die Dellen und Ergebniskrisen daher mMn offen und klar analysiert und daran geschraubt werden. Dahingehend ist auch der Chefcoach bestenfalls nur ein guter Lehrling im Dienst der Sache. Schwierig wirds, wenn er (wie im Saisonverlauf geschehen) zunächst mal auf stur schaltet und gegen guten Rat sein Ding durchdrücken will. Hier liegt für mich einer der Schlüssel für eine erfolgreiche neue Saison.

So, ich muss jetzt erst mal ans/ins Wasser. Schönen Start ins WE@all
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Blaues-Wunder am 26.06.2026 um 17:43 Uhr bearbeitet
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2437
26.06.2026 - 18:08 Uhr
Zitat von Blaues-Wunder
Zitat von Murle

Zitat von Blaues-Wunder


Hier müssen die Dellen und Ergebniskrisen daher mMn offen und klar analysiert und daran geschraubt werden. Dahingehend ist auch der Chefcoach bestenfalls nur ein guter Lehrling im Dienst der Sache. Schwierig wirds, wenn er (wie im Saisonverlauf geschehen) zunächst mal auf stur schaltet und gegen guten Rat sein Ding durchdrücken will. Hier liegt für mich einer der Schlüssel für eine erfolgreiche neue Saison.

So, ich muss jetzt erst mal ans/ins Wasser. Schönen Start ins WE@all


Danke für deine ausführlichen und informativen Beiträge. Auch ich greife mir einen kleinen Aspekt raus, weil ich den restlichen Beitrag teile. Möglicherweise sogar diesen Abschnitt, aber da bin ich mich nicht sicher. Da bestimmte Parameter ja auch irgendwie ein Abwegung verschiedener Faktoren darstellen. Beispiel: Stur = "ich will mein Stil durchziehen und sie werden es schon noch lernen" oder "die Spieler die derzeit bei 100% sind, haben so einen impact, dass ich nicht auf sie verzichten will im vergleich zu..." Ich würde vermuten, dass in meinem fiktiven Beispiel bei Spieltag 3 bis x die Form der wesentliche Faktor ist. Bei Spieltag 10 gibt es die taktisch erhebliche Umstellung und nun gilt es rauszufiltern, wann sich die Form von Alternativen verbessert hat und man vielleicht schon bei Spietlag 8 hätte umstellen können. 5 oder 6 aber vielleicht noch nicht gepasst hätten.

Oo gott. Es ist so heiß. Is dat noch halbwegs verständlich?

Ich kühle mich auch mal ab.
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2438
26.06.2026 - 18:33 Uhr
Zitat von Schlumpi

Vielleicht hilft es ja die stark gespaltene Meinung zu unserem Trainer aus rein fachlicher/sportlicher Sicht wieder etwas mehr zu vereinen und den Fokus eher auf unseren Sportchef Amir Shapourzadeh zu lenken.

Ich bitte nur eine Sache zu berücksichtigen. Shapourzadeh ist nicht der Diktator, der alles alleine entscheidet. Bestes Beispiel ist der Naderi Transfer, wofür er von Einigen heute noch gefeiert und von Anderen kritisiert wird. Es wurde ganz klar deutlich gemacht dass diesbezüglich gemeinsam und nicht von Amir alleine entschieden worden ist. Er steht halt im Mittelpunkt, aber er muss nicht weniger verantwortlich für etwas sein als andere Leute im Hintergrund.

Voglsammer und Stock wird er Brinkmann auch nicht vor die Nase gesetzt haben.

•     •     •

Pageln? Schlünzen? Lienen? Härteln oder Glöcknern?

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mattes_FCH am 26.06.2026 um 18:54 Uhr bearbeitet
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2439
05.07.2026 - 14:46 Uhr
Brinkmann heute ganz entspannt mit Familie auf der Warnemünder Woche. War wohl trainingsfrei am Nachmittag.

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Sonntag, 2. Juni 1991, Pokalfinale des NOFV, FC Hansa Rostock - Eisenhüttenstädter FC Stahl 1:0, Tor: Jens Wahl (43.) - Mein erstes Auswärtsspiel
"Fußball ist fast durchgängig emotionalisierter Horror." (Ror Wolf)
Daniel Brinkmann [Trainer] |#2440
16.08.2026 - 14:04 Uhr
So schnell ist die Trainerlehrling-Diskussion wieder da. Was ist das, was zu Hause läuft? Gegentore über Gegentore und kein Ende in Sicht?
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