| Geburtsdatum | 11.11.2005 |
|---|---|
| Alter | 20 |
| Nat. |
Türkei |
| Größe | 1,86m |
| Vertrag bis | 30.06.2029 |
| Position | Offensives Mittelfeld |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Eintracht Frankfurt |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 28 | 10 | 6 | ||
![]() | Bundesliga | 21 | 8 | 5 | |
![]() | UEFA Champions League | 5 | 2 | - | |
![]() | DFB-Pokal | 2 | - | 1 | |
Can Uzun [20]
02.07.2024 - 08:59 Uhr
04.08.2026 - 19:49 Uhr
Zitat von Melech
Ich fände es vor allem schön, wenn wir uns bei allen Notwendigkeiten und Zwängen, die unsere Transfer- und Entwicklungsstrategie mitbringt, ab und zu auch mal wieder bewusst machen, dass wir keine Bank sind und auch kein Verein in einer Manager Simulation.
Der Verein braucht neben Transfererlösen auch eine DNA und die Power die der Standort Frankfurt entfachen kann. Wir haben eine stimmungsmäßig sehr laue Saison hinter uns. Das Umfeld und die Fans brauchen jetzt wieder eine Aufbruchstimmung und Identifikationsfiguren. Wenn das Stadion sich nicht abgeholt fühlt, dann können wir halt auch mal nur ein durchschnittlicher Bundesligist sein und dann ist schlussendlich jeder Transfererlös auch nur noch ne Zahl und jeder Spieler eine Nummer.
Der Einfluss wird mir manchmal auch etwas zu gering geschätzt. Uzun gehört zu den Spielern, die etwas potenziell besonderes verkörpern, in die ich Hoffnung setze und die in mir eine Fantasie entfachen, was da für eine neue Mannschaft entstehen kann, wenn der mal durch die Decke geht.
Genau das macht doch Vorfreude aus. Ich sehe beim Gedanken an die nächste Saison Uzun gegen Bremen einen Strahl aus 28 Metern unter die Latte zimmern. Ich sehe einen Hütter der Bock hat mit ihm zu arbeiten. Der Kader nimmt langsam Form an. Uzun jetzt an Galatasaray abgeben, weil man das für das Geld ja unbedingt machen muss würde mir in der Phase komplett den Stecker ziehen.
Daher bitte liebe Eintracht, mach es einfach nicht.
Ich fände es vor allem schön, wenn wir uns bei allen Notwendigkeiten und Zwängen, die unsere Transfer- und Entwicklungsstrategie mitbringt, ab und zu auch mal wieder bewusst machen, dass wir keine Bank sind und auch kein Verein in einer Manager Simulation.
Der Verein braucht neben Transfererlösen auch eine DNA und die Power die der Standort Frankfurt entfachen kann. Wir haben eine stimmungsmäßig sehr laue Saison hinter uns. Das Umfeld und die Fans brauchen jetzt wieder eine Aufbruchstimmung und Identifikationsfiguren. Wenn das Stadion sich nicht abgeholt fühlt, dann können wir halt auch mal nur ein durchschnittlicher Bundesligist sein und dann ist schlussendlich jeder Transfererlös auch nur noch ne Zahl und jeder Spieler eine Nummer.
Der Einfluss wird mir manchmal auch etwas zu gering geschätzt. Uzun gehört zu den Spielern, die etwas potenziell besonderes verkörpern, in die ich Hoffnung setze und die in mir eine Fantasie entfachen, was da für eine neue Mannschaft entstehen kann, wenn der mal durch die Decke geht.
Genau das macht doch Vorfreude aus. Ich sehe beim Gedanken an die nächste Saison Uzun gegen Bremen einen Strahl aus 28 Metern unter die Latte zimmern. Ich sehe einen Hütter der Bock hat mit ihm zu arbeiten. Der Kader nimmt langsam Form an. Uzun jetzt an Galatasaray abgeben, weil man das für das Geld ja unbedingt machen muss würde mir in der Phase komplett den Stecker ziehen.
Daher bitte liebe Eintracht, mach es einfach nicht.
Wenn du einen Schritt zurück trittst und dir die letzten Jahre nochmal vor Augen führst, dann sollte klar werden das Uzun nicht der erste auch nicht der letzte Spieler sein wird, bei dem wir in der Gegenwart von einer Identifikationsfigur sprechen. Wenn Uzun irgendwann nicht mehr hier sein sollte, dann sprechen wir nach einem weiteren Jahr nicht mehr von Uzun, sondern dann halt von Spieler X und Y in unserem aktuellen Kader von potentiellen Identifikationsspielern. So ist es seit Jahren.
Und was haben diese Spieler allesamt gemeinsam? Sie sind Leistungsträger bzw. große Hoffnungstgräger. Am Ende ist es das worauf es uns ankommt: Leistung. Das sagst du ja im Grunde sogar selbst.
Und für diese "Leistung" muss man nicht jahrelang im Verein sein. Hauptsache es bringt sie jemand.
Oder anders herum betrachtet, warum sonst reichen uns ein Knauff oder Götze oder Koch nicht als Identifikationsfiguren, bzw. werden erst in zweiter Reihe als solche genannt?
Nein, unsere Identifikationsfiguren sind zufällig immer die Spieler von denen wir uns sportlich am meisten erhoffen. Das was wir meinen wenn wir von DNA sprechen ist in Wahrheit Leistungsfähigkeit, die uns sportlichen Erfolg bringt.
Was den Vergleich der Eintacht mit einer Bank oder einem Managerspiel angeht. Was bedeutet das denn? Und was genau macht die Eintracht das man es ihr vorwirft?
Die Eintracht möchte wachsen. Und sie wächst seit Jahren kontinuierlich. Möchte man das nicht mehr? Ok, dann kann man aufhören in Entwicklung zu investieren.
Ich möchte das nicht. Ich möchte das die Eintracht genau den Weg weiter geht auf dem sie sich seit ein paar Jahren bewegt: Spieler entwickeln, diese Spieler mit Gewinn abgeben und mit Teilen des eingenommenen Geldes weiter wachsen. Dies ist der nachhaltigste Weg um langfristig erfolgreich zu sein.
Gibt es überhaupt einen anderen der es anders macht, wenn man von Investoren absieht? Welcher Verein der Bundesliga macht es grundsätzlich anders und wächst trotzdem über mehrere Jahre kontinuierlich?
Wenn wir damals den Verein mit der Büffelherde quasi eingefroren und sie bis heute behalten hätten. Würden wir dann heute besser dastehen? Sportlich? Wirtschaftlich?
Ich habe da meine Zweifel.
Nein, auch Uzun darf gerne abgegeben werden die Zeit dafür gekommen ist. Nach meiner Sichtweise ist dies das Beste für die Eintracht.
Ich erfreue mich an ihm so lange er für uns auf dem Feld steht und wenn er geht, wird ein anderer Spieler an seine Stelle treten über dessen Leistung ich mich genauso freuen kann.
Zum Abschluss möchte ich eine letzte Frage in den Raum stellen:
Kann ein Spieler überhaupt eine "echte" Identifikationsfigur sein, der sich selbst nicht vollständig mit der Eintracht identifiziert? Oder wollen wir das nur so sehen?
In zweitem Fall, ist diese Identifikationsfigur dann nicht ebenso austauschbar, wie auch die Eintracht für diese Spieler austauschbar ist.
Ich meine, weder ein Jovic, noch ein Haller, noch ein Rebic, noch ein Kostic, noch ein Silva, noch ein Muani, noch ein Marmoush, noch ein Ekitike wurden hier meines Wissens nach vom Hof gejagt. Jeder einzelne hätte länger hier spielen können, wenn er denn gewollt hätte.
Persönliches Fazit. Uzun ist ein toller Spieler der mir mit seinem Fußball den Alltag versüßen kann. Ist er deshalb eine Identifikationsfigur für mich. Nein.
Meine letzten Identifikationsfiguren waren Rode und dann schon mit leichten Abstrichen Hasebe und Trapp. Aktuell noch Chandler, wobei er ja auch längst eher geliebstes Inventar als Spieler der Eintracht ist. Die meisten anderen Spieler sind halt nur temporär Teil der Eintrachtfamilie.
Muss mir nicht gefallen, aber ich habe das für mich so akzeptiert.
Wichtig ist der Verein und nicht einzelne Spieler. Nur der Verein bleibt uns dauerhaft, Spieler (ver-)gehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Siakari am 04.08.2026 um 19:59 Uhr bearbeitet
04.08.2026 - 22:55 Uhr
Zitat von SebkommHeim
… Die Eigenschaften die du als Begründung anführst warum 60mio das Limit sein soll treffen übrigens exakt 1zu1 auch auf Florian Wirtz zu. Bei dem hats ja dann doch auch noch für ein paar Euro mehr gereicht.^^
… Die Eigenschaften die du als Begründung anführst warum 60mio das Limit sein soll treffen übrigens exakt 1zu1 auch auf Florian Wirtz zu. Bei dem hats ja dann doch auch noch für ein paar Euro mehr gereicht.^^
Der Vergleich mit Wirtz ist ganz interessant.
Richtig ist, dass beide eher im Zentrum zu Hause sind.
Wirtz ist aber um einiges schneller und sein Spiel deutlich intensiver als das von Uzun.
Zum Vergleich: Wirtz kam in der Premier League auf durchschnittlich 26,5 Sprints pro 90 Minuten, erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 35,8 km/h und rannte 11,3 Kilometer. Davon ist Uzun sehr weit entfernt. Er kam in der Bundesliga auf auf 10,1 Sprints pro 90 Minuten (weniger als die Hälfte!), sein Top-Speed lag bei 32,9 (also fast 3 km/h Unterschied!) und er legte 11,1 Kilometer zurück.
Uzuns Passgenauigkeit in der gegnerischen Hälfte liegt bei 78 %. Er kommt auf 41 Ballkontakte pro Spiel. Wirtz hat 56 Ballkontakte und in der gegnerischen Hälfte eine Passquote von 84 %.
Es gibt meiner Meinung nach nur eine Kategorie, in der Uzun stärker ist als Wirtz und das ist der Abschluss aus der Distanz.
Wirtz ist zumindest statistisch betrachtet schon nochmal eine andere Kategorie Offensivspieler als Uzun.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Satorius am 04.08.2026 um 22:57 Uhr bearbeitet
04.08.2026 - 23:40 Uhr
Man kann das mit der Ablöse bei Uzun sehen wie man will. Die 50 Millionen, die einige hier okay finden, kann es nächste Saison immer noch geben. Sollte er explodieren, kann es auch schnell deutlich teurer werden. Bestes Beispiel ist Marmoush. Wäre am besten, wenn er hier bleibt und eine super Saison spielt.
05.08.2026 - 01:27 Uhr
@Siakari Ich verzichte mal drauf zu zitieren, da unsere Posts sonst endlos lang werden.
Ich kann Deinen Punkt schon verstehen, dass Du diese Entwicklung so weiterhin sehen möchtest und es steht völlig außer Frage, dass diese Art zu wirtschaften die Grundlage dafür ist, dass wir seit 2016 diesen Weg beschreiten konnten und die Erfolge der letzten Jahre feiern durften.
Meine Gewichtung bzw. Prioritätensetzung ist nur eine andere. Ich möchte nicht um jeden Preis weiter wachsen. Mein alleiniger Gradmesser ist auch nicht wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg. Du fragst die aus Deiner Sicht rhetorische Frage: "Möchte man das etwa nicht mehr?" Ich würde sagen, dass es immer ein Kompromiss sein muss. Natürlich möchte ich die Chance haben um Europa mitzuspielen und ggf. auch einigermaßen regelmäßig in Europa dabei sein. Für mich muss es aber nicht der nächste Schritt sein eine Top-3 Mannschaft zu werden bzw. regelmäßig Champions-League zu spielen. Für mich ist eine Champions-League Saison kein Selbstzweck, weil sie per se bedeutet, dass man es weiter gebracht hat. Ich will etwas spüren, wenn ich die Mannschaft spielen sehe und das ist für mich nicht zwangsweise Erfolg im Sinne bestmöglicher Platzierung, höchster Wettbewerb etc. sondern in erster Linie Unterhaltung, Emotion. Aber das ist mein subjektives Empfinden.
Nur an einem Punkt würde ich Dir wirklich widersprechen. Identifikationsfiguren sind nicht immer die Superstars. Ich bin keine 14 mehr, wo es unter Messi mit Identifikation nix mehr wird
. Und Du sagst doch selbst, dass es bei Dir Spieler wie Rode waren. Große Leistungen helfen bestimmt, aber es ist kein Muss. Götze ist für mich absolut eine Identifikationsfigur im Verein, Knauff auch. Insofern teile ich das nicht, dass diese uns nicht reichen würden.
Mir geht es im Endeffekt auch gar nicht darum, dass Uzun der nächste Rode sein muss. Ich hatte ja auch nicht nur das Thema Identifikation angesprochen, sondern eine Fantasie beschrieben, die eine Mannschaft in einem entfachen sollte. Man weiß ja schon, dass Spieler irgendwann nicht mehr zu halten sind. Aber man möchte zumindest eine Saison noch ein realisiertes Potenzial sehen.
Mir geht es also eher darum, dass die Durchlaufzeiten immer noch kürzer werden. Marmoush ging durch die Decke und ging dann schon im Winter. Bei Can Uzun sprechen wir von unbestrittenem Potenzial, dass er auf jeden Fall angedeutet hat, aber der Junge ist 20 und man kann nicht davon sprechen, dass er den Durchbruch in der Bundesliga zweifelsfrei geschafft hat. Ich habe aber die Fantasie, dass er das schaffen kann, weil er etwas ganz besonderes hat. Sind wir jetzt an dem Punkt angelangt, wo wir Spieler nicht erst dann abgeben, wenn sie gezeigt haben was sie wirklich leisten können, sondern wenn das Verhältnis aus Marktwert und Risiko optimal ist?
Nimmt man mir blöd gesagt jetzt nicht mehr den besten Torjäger mitten in der Saison, sondern schon vor der Saison den Spieler bei dem ich darauf hoffe, dass er mal der beste Torjäger wird?
Für mich würde der oben genannte Kompromiss damit auf jeden Fall eklatant verletzt. Du fragtest, was ich mit dem Vergleich mit einer Bank genau meine. Exakt das! Es steht nicht mehr die Unterhaltung des Zuschauers im Vordergrund, weil es nicht mehr um das beste Produkt geht, sondern primär um die Entwicklung, das Wachstum und maximale Rendite. Denk das mal konsequent zu Ende. Man ist eigentlich konstant im Umbruch, weil der stetige Umbruch die Chancen steigert zu wachsen und noch erfolgreicher zu werden. Maximaler Erfolg ist, Spieler schon auf Basis Ihres hoch bewerteten Potenzials zu verkaufen.
Schau Dir alleine mal an wie technisch die Diskussionen hier geworden sind. Wenn man jetzt 50 Millionen bekommen kann, sollte man das machen. Zwar kann Uzun nächstes Jahr 70 wert sein, aber man weiß es ja nicht sicher. Was ist marktwertgerecht? Mit wem kann man einen Wechsel zu diesem Zeitpunkt vergleichen. Welches Potenzial muss man angedeutet haben, um eher bei 30 Millionen oder doch eher 45 zu sein. Ich komme beruflich aus dem Bereich Energie. Das ist hier reinstes Commodity Trading geworden
Ich behaupte übrigens überhaupt nicht, dass die SGE einzig und allein so agiert. Mir geht es nur darum aufzuzeigen wohin das Pendel nicht ausschlagen darf. Deshalb habe ich im Fall Uzun dafür plädiert die Bank-Seite mal hinten anzustellen und auch auf andere Faktoren nicht zu vernachlässigen.
Klar ist der Verein immer wichtiger als ein einzelner Spieler. Aber am Ende geht es im Leben um Menschen und nicht um ein Wappen. Deswegen ist es mir persönlich nicht egal, ob mittlerweile in jeder Transferphase eben statt 3 Transfers über 10 Transfers passieren und eine halbe Mannschaft ausgetauscht wird. Ich merke einfach seit mehreren Jahren, dass der Fußball überzieht und viele Menschen sich entfremden. Wenn es allen nur noch darum geht schneller zu wachsen als alle anderen, dann wird der Sport am Ende verlieren, denn irgendwann is Schluss. Es kann nur einen Meister geben und es kann auch nur ein Verein die Champions League gewinnen. Wenn nur Leistung im Sinne von Erfolg zählt, müssen 99 % aller Mannschaften immer enttäuscht sein.
Sind sie aber zum Glück nicht, da mehr zählt als nur der Titel und maximaler wirtschaftlicher Erfolg. Trotzdem strebt das ganze System nur noch danach. Ich finde aber nicht, dass der Fußball in den letzten 10 Jahren deswegen ein insgesamt besseres Produkt geworden ist. Eher im Gegenteil.
Ich kann Deinen Punkt schon verstehen, dass Du diese Entwicklung so weiterhin sehen möchtest und es steht völlig außer Frage, dass diese Art zu wirtschaften die Grundlage dafür ist, dass wir seit 2016 diesen Weg beschreiten konnten und die Erfolge der letzten Jahre feiern durften.
Meine Gewichtung bzw. Prioritätensetzung ist nur eine andere. Ich möchte nicht um jeden Preis weiter wachsen. Mein alleiniger Gradmesser ist auch nicht wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg. Du fragst die aus Deiner Sicht rhetorische Frage: "Möchte man das etwa nicht mehr?" Ich würde sagen, dass es immer ein Kompromiss sein muss. Natürlich möchte ich die Chance haben um Europa mitzuspielen und ggf. auch einigermaßen regelmäßig in Europa dabei sein. Für mich muss es aber nicht der nächste Schritt sein eine Top-3 Mannschaft zu werden bzw. regelmäßig Champions-League zu spielen. Für mich ist eine Champions-League Saison kein Selbstzweck, weil sie per se bedeutet, dass man es weiter gebracht hat. Ich will etwas spüren, wenn ich die Mannschaft spielen sehe und das ist für mich nicht zwangsweise Erfolg im Sinne bestmöglicher Platzierung, höchster Wettbewerb etc. sondern in erster Linie Unterhaltung, Emotion. Aber das ist mein subjektives Empfinden.
Nur an einem Punkt würde ich Dir wirklich widersprechen. Identifikationsfiguren sind nicht immer die Superstars. Ich bin keine 14 mehr, wo es unter Messi mit Identifikation nix mehr wird
. Und Du sagst doch selbst, dass es bei Dir Spieler wie Rode waren. Große Leistungen helfen bestimmt, aber es ist kein Muss. Götze ist für mich absolut eine Identifikationsfigur im Verein, Knauff auch. Insofern teile ich das nicht, dass diese uns nicht reichen würden. Mir geht es im Endeffekt auch gar nicht darum, dass Uzun der nächste Rode sein muss. Ich hatte ja auch nicht nur das Thema Identifikation angesprochen, sondern eine Fantasie beschrieben, die eine Mannschaft in einem entfachen sollte. Man weiß ja schon, dass Spieler irgendwann nicht mehr zu halten sind. Aber man möchte zumindest eine Saison noch ein realisiertes Potenzial sehen.
Mir geht es also eher darum, dass die Durchlaufzeiten immer noch kürzer werden. Marmoush ging durch die Decke und ging dann schon im Winter. Bei Can Uzun sprechen wir von unbestrittenem Potenzial, dass er auf jeden Fall angedeutet hat, aber der Junge ist 20 und man kann nicht davon sprechen, dass er den Durchbruch in der Bundesliga zweifelsfrei geschafft hat. Ich habe aber die Fantasie, dass er das schaffen kann, weil er etwas ganz besonderes hat. Sind wir jetzt an dem Punkt angelangt, wo wir Spieler nicht erst dann abgeben, wenn sie gezeigt haben was sie wirklich leisten können, sondern wenn das Verhältnis aus Marktwert und Risiko optimal ist?
Nimmt man mir blöd gesagt jetzt nicht mehr den besten Torjäger mitten in der Saison, sondern schon vor der Saison den Spieler bei dem ich darauf hoffe, dass er mal der beste Torjäger wird?
Für mich würde der oben genannte Kompromiss damit auf jeden Fall eklatant verletzt. Du fragtest, was ich mit dem Vergleich mit einer Bank genau meine. Exakt das! Es steht nicht mehr die Unterhaltung des Zuschauers im Vordergrund, weil es nicht mehr um das beste Produkt geht, sondern primär um die Entwicklung, das Wachstum und maximale Rendite. Denk das mal konsequent zu Ende. Man ist eigentlich konstant im Umbruch, weil der stetige Umbruch die Chancen steigert zu wachsen und noch erfolgreicher zu werden. Maximaler Erfolg ist, Spieler schon auf Basis Ihres hoch bewerteten Potenzials zu verkaufen.
Schau Dir alleine mal an wie technisch die Diskussionen hier geworden sind. Wenn man jetzt 50 Millionen bekommen kann, sollte man das machen. Zwar kann Uzun nächstes Jahr 70 wert sein, aber man weiß es ja nicht sicher. Was ist marktwertgerecht? Mit wem kann man einen Wechsel zu diesem Zeitpunkt vergleichen. Welches Potenzial muss man angedeutet haben, um eher bei 30 Millionen oder doch eher 45 zu sein. Ich komme beruflich aus dem Bereich Energie. Das ist hier reinstes Commodity Trading geworden
Ich behaupte übrigens überhaupt nicht, dass die SGE einzig und allein so agiert. Mir geht es nur darum aufzuzeigen wohin das Pendel nicht ausschlagen darf. Deshalb habe ich im Fall Uzun dafür plädiert die Bank-Seite mal hinten anzustellen und auch auf andere Faktoren nicht zu vernachlässigen.
Klar ist der Verein immer wichtiger als ein einzelner Spieler. Aber am Ende geht es im Leben um Menschen und nicht um ein Wappen. Deswegen ist es mir persönlich nicht egal, ob mittlerweile in jeder Transferphase eben statt 3 Transfers über 10 Transfers passieren und eine halbe Mannschaft ausgetauscht wird. Ich merke einfach seit mehreren Jahren, dass der Fußball überzieht und viele Menschen sich entfremden. Wenn es allen nur noch darum geht schneller zu wachsen als alle anderen, dann wird der Sport am Ende verlieren, denn irgendwann is Schluss. Es kann nur einen Meister geben und es kann auch nur ein Verein die Champions League gewinnen. Wenn nur Leistung im Sinne von Erfolg zählt, müssen 99 % aller Mannschaften immer enttäuscht sein.
Sind sie aber zum Glück nicht, da mehr zählt als nur der Titel und maximaler wirtschaftlicher Erfolg. Trotzdem strebt das ganze System nur noch danach. Ich finde aber nicht, dass der Fußball in den letzten 10 Jahren deswegen ein insgesamt besseres Produkt geworden ist. Eher im Gegenteil.
05.08.2026 - 02:37 Uhr
Zitat von Melech
@Siakari Ich verzichte mal drauf zu zitieren, da unsere Posts sonst endlos lang werden.
...
@Siakari Ich verzichte mal drauf zu zitieren, da unsere Posts sonst endlos lang werden.
...
Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort!
Ich verstehe dich nun viel besser und kann deinen ersten Beitrag noch etwas anderes entnehmen als zuvor.
Und ich teile auch viele deiner Gedanken und Gefühle.
Vermutlich nicht wir gar nicht so weit auseinander in unserer Sicht auf den modernen Fußball.
Womöglich unterscheiden wir uns nur etwas in unseren Schlussfolgerungen wie man damit umgehen sollte.
Mir wäre es am liebsten wenn wir die Zeit über 40 Jahre weit zurückdrehen könnten, in eine Zeit als es in der Bundesliga noch einen weitesgehend ehrlichen, offenen Wettbewerb gab. Nur befürchte ich das dieser Zug abgefahren ist. Zu viele Menschen kennen das gar nicht mehr und vermissen es daher vermutlich nicht einmal, wie es war als noch nahezu jeder Verein allein durch gute Arbeit innerhalb weniger Jahre sich komplett an die Spitze spielen konnte. Und umgekehrt ebenso.
Was mir also bleibt, ist, dass wenigstens meine Eintracht irgendwie in diesem unfairen Wettbewerb besteht. Mit ehrlicher, guter Arbeit!
Der Preis den ich dafür zu bezahlen bereit bin - aus meiner Sicht gezwungener Maßen - ist letztlich das höhere Maß an Identifikation aus früheren Zeiten, die ich bereit bin dafür zu opfern.
Für mich bedeutet Wachstum vor allem höhere Sicherheit. Die Sicherheit, auch in sportlich schlechteren Jahren noch in der Liga bestehen zu können. Es geht mir nicht zwingend um maximalen Erfolg in Form von Titeln. Schon gar nicht immerwährend. Denn das würde in gewisser Weise ja bedeuten das auch ich sportlichen Wettkampf mit einem offenem Ausgang nicht akzeptieren würde.
Nur absteigen, dass würde ich gerne nicht mehr erleben müssen. Ja, auch eine gewisse Form der Verweigerung des sportlichen Wettbewerbs in seiner letzten, harten Konsequenz. Aber hey, ich bin auch nur ein Fan und damit gezwungener Maßen nicht gleichermaßen objektiv allen Vereinen gegenüber. Ein Verein ist für einen Fan halt am Ende doch immer noch ein wenig gleicher unter den Gleichen 🫠
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Siakari am 05.08.2026 um 02:41 Uhr bearbeitet
05.08.2026 - 08:11 Uhr
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
05.08.2026 - 08:53 Uhr
Zitat von Fahrstuhl_Team
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von spegel am 05.08.2026 um 08:55 Uhr bearbeitet
05.08.2026 - 09:01 Uhr
Zitat von spegel
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Zitat von Fahrstuhl_Team
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Bei allem spielerischen Potential hatte ich bisher noch nie den Eindruck, dass Uzun jemand ist, der bis zum Umfallen kämpft.
Und nein, auch ohne Verletzung wäre er noch keine Identitätsfigur.
Fast vom ersten Tag an als er da war, kam immer wieder die Frage, wann er wieder weg sein würde, mehrfach aus seinem Umfeld. So jemand wird nur sehr schwer eine Identitätsfigur.
05.08.2026 - 09:50 Uhr
Zitat von thwasu
Bei allem spielerischen Potential hatte ich bisher noch nie den Eindruck, dass Uzun jemand ist, der bis zum Umfallen kämpft.
Und nein, auch ohne Verletzung wäre er noch keine Identitätsfigur.
Fast vom ersten Tag an als er da war, kam immer wieder die Frage, wann er wieder weg sein würde, mehrfach aus seinem Umfeld. So jemand wird nur sehr schwer eine Identitätsfigur.
Zitat von spegel
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Zitat von Fahrstuhl_Team
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Bei allem spielerischen Potential hatte ich bisher noch nie den Eindruck, dass Uzun jemand ist, der bis zum Umfallen kämpft.
Und nein, auch ohne Verletzung wäre er noch keine Identitätsfigur.
Fast vom ersten Tag an als er da war, kam immer wieder die Frage, wann er wieder weg sein würde, mehrfach aus seinem Umfeld. So jemand wird nur sehr schwer eine Identitätsfigur.
Ich denke es gibt unterschiedlich Auffassungen davon, wer eine Identitätsfigur ist, was dazu gehört und wer das Potential dazu hat. Vielleicht wird das auch ein wenig mit Indentifikationsfigur vermischt.
Marmoush und Ekitiké sind hier mit einem sehr großen Standing weggegangen. Trotzdem würde man sie, aufgrund der kurzen Verweildauer, nicht als Identitfikationsfigur bezeichnen. Einfach weil Identifikation schon voraussetzt, dass sich Fans mit und gerade durch sie, dann mit dem Verein identifizieren. Also so zumindest mein Verständnis. Natürlich kann man auch sagen: "Schaut mal Prince Boateng. Der war nur ein Jahr hier, sofort Leader und maßgeblich an einem Titel beteiligt." Identifikationsfigur? NmA nicht. Kann man aber gut anders sehen, wenn man das für sich anders definiert.
Ich kann verstehen wenn man sagt: "da der Karriereplan von Can nicht vorsieht, bei optimaler Entwicklung, länger bei der SGE zu bleiben, hat er nicht das Potential zu einer Identifikationsfigur für die SGE". Ist ein Argument. Kann aber auch anders kommen. oder?
05.08.2026 - 10:44 Uhr
Zitat von Falkenmayer
Ich denke es gibt unterschiedlich Auffassungen davon, wer eine Identitätsfigur ist, was dazu gehört und wer das Potential dazu hat. Vielleicht wird das auch ein wenig mit Indentifikationsfigur vermischt.
Marmoush und Ekitiké sind hier mit einem sehr großen Standing weggegangen. Trotzdem würde man sie, aufgrund der kurzen Verweildauer, nicht als Identitfikationsfigur bezeichnen. Einfach weil Identifikation schon voraussetzt, dass sich Fans mit und gerade durch sie, dann mit dem Verein identifizieren. Also so zumindest mein Verständnis. Natürlich kann man auch sagen: "Schaut mal Prince Boateng. Der war nur ein Jahr hier, sofort Leader und maßgeblich an einem Titel beteiligt." Identifikationsfigur? NmA nicht. Kann man aber gut anders sehen, wenn man das für sich anders definiert.
Ich kann verstehen wenn man sagt: "da der Karriereplan von Can nicht vorsieht, bei optimaler Entwicklung, länger bei der SGE zu bleiben, hat er nicht das Potential zu einer Identifikationsfigur für die SGE". Ist ein Argument. Kann aber auch anders kommen. oder?
Zitat von thwasu
Bei allem spielerischen Potential hatte ich bisher noch nie den Eindruck, dass Uzun jemand ist, der bis zum Umfallen kämpft.
Und nein, auch ohne Verletzung wäre er noch keine Identitätsfigur.
Fast vom ersten Tag an als er da war, kam immer wieder die Frage, wann er wieder weg sein würde, mehrfach aus seinem Umfeld. So jemand wird nur sehr schwer eine Identitätsfigur.
Zitat von spegel
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Zitat von Fahrstuhl_Team
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Bei allem spielerischen Potential hatte ich bisher noch nie den Eindruck, dass Uzun jemand ist, der bis zum Umfallen kämpft.
Und nein, auch ohne Verletzung wäre er noch keine Identitätsfigur.
Fast vom ersten Tag an als er da war, kam immer wieder die Frage, wann er wieder weg sein würde, mehrfach aus seinem Umfeld. So jemand wird nur sehr schwer eine Identitätsfigur.
Ich denke es gibt unterschiedlich Auffassungen davon, wer eine Identitätsfigur ist, was dazu gehört und wer das Potential dazu hat. Vielleicht wird das auch ein wenig mit Indentifikationsfigur vermischt.
Marmoush und Ekitiké sind hier mit einem sehr großen Standing weggegangen. Trotzdem würde man sie, aufgrund der kurzen Verweildauer, nicht als Identitfikationsfigur bezeichnen. Einfach weil Identifikation schon voraussetzt, dass sich Fans mit und gerade durch sie, dann mit dem Verein identifizieren. Also so zumindest mein Verständnis. Natürlich kann man auch sagen: "Schaut mal Prince Boateng. Der war nur ein Jahr hier, sofort Leader und maßgeblich an einem Titel beteiligt." Identifikationsfigur? NmA nicht. Kann man aber gut anders sehen, wenn man das für sich anders definiert.
Ich kann verstehen wenn man sagt: "da der Karriereplan von Can nicht vorsieht, bei optimaler Entwicklung, länger bei der SGE zu bleiben, hat er nicht das Potential zu einer Identifikationsfigur für die SGE". Ist ein Argument. Kann aber auch anders kommen. oder?
Alles ist "Stand jetzt" und kann IMMER anders kommen😉
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