| Geburtsdatum | 11.11.2005 |
|---|---|
| Alter | 20 |
| Nat. |
Türkei |
| Größe | 1,86m |
| Vertrag bis | 30.06.2029 |
| Position | Offensives Mittelfeld |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Eintracht Frankfurt |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 28 | 10 | 6 | ||
![]() | Bundesliga | 21 | 8 | 5 | |
![]() | UEFA Champions League | 5 | 2 | - | |
![]() | DFB-Pokal | 2 | - | 1 | |
Can Uzun [20]
02.07.2024 - 08:59 Uhr
05.08.2026 - 12:14 Uhr
Zitat von thwasu
Bei allem spielerischen Potential hatte ich bisher noch nie den Eindruck, dass Uzun jemand ist, der bis zum Umfallen kämpft.
Und nein, auch ohne Verletzung wäre er noch keine Identitätsfigur.
Fast vom ersten Tag an als er da war, kam immer wieder die Frage, wann er wieder weg sein würde, mehrfach aus seinem Umfeld. So jemand wird nur sehr schwer eine Identitätsfigur.
Zitat von spegel
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Zitat von Fahrstuhl_Team
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
@Melech
Guten Morgen,
ein sehr mühevoller und detaillierter Beitrag, den ich in vielen Punkten verstehen kann, wenn ich auch einiges anders sehe.
Zum Punkt der Identifikation. Auch ich hätte gerne Spieler, die über Jahre zusammenwachsen und mittelfristig eine Mannschaft bilden mit der man Erfolg haben kann.
Aber hier kommen mehrere Punkte zusammen.
Zum einen funktioniert so (leider) der moderne Fußball nicht mehr. Es trifft nahezu alle Vereine ihre Topspieler verkaufen zu müssen, wenn die Größeren anklopfen.
Aus der Meistermannschaft von Leverkusen vor 2 Jahren sind die meisten Spieler bereits weg.
Paderborn steigt auf und neben den Leistungsträgern Seimen, Brackelmann und Bilbija gehen womöglich noch Curda und Baur nach ihren Durchbruchsaisons.
Das heißt selbst ein Topteam wie Leverkusen mit einem Wirtschaftsgiganten dahinter schafft es nicht so ein Team mittelfristig zusammen zu halten. Über kleine Teams wie Paderborn müssen wir gar nicht erst sprechen.
Köln, familiär bedingt mein zweiter Club, erreichte vor ein par Jahren mit einer Mannschaft die von ihrem Identitätspotenzial Legendenstatus hätte erreichen können (Ich glaube 8 Spieler die im Nachwuchs ausgebildet wurden und eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben) den Europacup nur um dann in den folgenden Jahren komplett abzustürzen.
Ich bin absolut dabei, dass es nicht schön ist, dass Fußballteams zum Durchlauferhitzer geworden sind.
Aber jetzt kommen wir zum großen "Identitätsparadoxon". Wenn man mit vielen Frankfurtfans spricht, dann sagen die Meisten "uns fehlen Identifikationsfiguren wie Rode, Trapp und Hasebe".
Da bin ich absolut dabei. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man Rode und Trapp nur bekommen hat, sowohl aus finanzieller- als auch Ansehenssicht, weil man eben dieses Wachstum generieren konnte. Und dafür braucht es das Geld aus den Transfers.
Hasebe ist für mich eine absolute Ausnahmeerscheinung, die es ganz selten gibt.
Jetzt zur Verkaufsseite. Das ein Verein zwei der besten Stürmer der Welt zum jeweiligen Verkaufszeitpunkt nicht halten konnte ist für mich eher kein Phänomen der moderne, sondern war schon immer so, wenn ein Topstar seinem Club entwachsen ist. Im Fall Marmoush, so ätzend ich den Abgang im Winter auch fand, steckt mehr "altbackene Tradition" drinne als in vielen anderen Transfers. Den Nottinghamtransfer konnte man abwenden und es kursierte direkt im Anschluss das Gerücht, dass man ihm zugesagt hätte bei einem Topangebot keine Steine in den Weg zu legen. Man hielt diese Absprache. Für micht hat 'ein Mann ein Wort' ebenfalls einen hohen Stellenwert und ist etwas womit ich mich identifizieren kann.
Kommen wir jetzt zum Teil der eigenen Identifikation. So etwas entsteht nicht von heute auf morgen. Aber mit Chandler, Baum, Ebnoutalib (Alles frankfurter Jungs) und Burkardt (Glühender Eintrachtfan seit Kindesbeinen an + im Dunstkreis der Nationalmannschaft) hat man doch einen gigantischen Nährboden um neue Identifikationsfiguren aufzubauen. Knauff und Götze sind inzwischen lange da und sind aufgrund ihres Auftretens sehr beliebt. Es gibt mehr und mehr Stimmen, die diese beiden Spieler im selben Atemzug benennen wie das Wort Identifikation.
Was man auch gerne vergisst ist, dass Larsson in seine vierte- und Koch in seine dritte Saison bei der Eintracht gehen. Auch Spieler mit Leistungsträgerpotenzial, die nicht beim ersten Gerücht weg waren.
So schwarz wie viele das sehen sehe ich das gar nicht. Man sieht halt immer zuerst die großen Abgänge um Marmoush, Ekitike, Kolo Muani, Pacho und wie sie alle heißen.
Das man aber Spieler im Kader hat, die seit Jahren zum (erweiterten) Stamm gehören, das wird oft übersehen.
Ein Uzun wird nie eine Identifikationsfigur. Das versucht er nicht mal zu leben. Ein Theate genau so wenig. Aber diese Spieler gab es auch schon immer. Man kann sich nicht mit jedem Identifizieren.
Marmoush's Tränen und der Abschiedspost von Ekitike zeigen mir eher, wie sich sich mit unserem Club identifiziert haben und das finde ich, trotz schneller Abgänge, in der heutigen Zeit von solchen Superstars auch sehr schön.
Es ist mMn. eine Frage der Betrachtungsweise wie man Identität definiert.
Ein Identitätsfigur wird man wenn man Leistung bringt und bis zum Umfallen für den Verein kämpft.
Deswegen verstehe ich nicht wieso du schreibst dass Uzun nicht das Zeug zum Identifikationsfigur hat.
Ohne seine Verletzung in der letzten Saison wäre er vielleicht jetzt schon die größte Identitätsfigur im Verein, weil das war ein starker Anfang letzte Saison in der Bundesliga und in der CL bis er sich verletzte. Er war der auffälligste und beste Spieler der Frankfurter bis er sich verletzte. Die Frankfurter Fans waren begeistert von seiner Leistung.
Bei allem spielerischen Potential hatte ich bisher noch nie den Eindruck, dass Uzun jemand ist, der bis zum Umfallen kämpft.
Und nein, auch ohne Verletzung wäre er noch keine Identitätsfigur.
Fast vom ersten Tag an als er da war, kam immer wieder die Frage, wann er wieder weg sein würde, mehrfach aus seinem Umfeld. So jemand wird nur sehr schwer eine Identitätsfigur.
Es kamen aber gar keine Fragen aus seinem Umfeld. Also wirklich faktisch gar keine. Kein Interview von irgendwem. Nichtmal sein Berater hat sich dazu geäußert. Uzun selbst hat sich "zweimal" dazu geäußert. Einmal das er von sich selbst erwartet mehr zu spielen und dann später das er es in Frankfurt zu einem Topspieler schaffen will bevor er sich mit einem Wechsel auseinandersetzt.
Habe ich auch schon in meinem Umfeld so gehört das Uzun ja eigentlich schon weg ist, aber noch keiner hat das irgendwie belegen können.
Bei Uzun sind viele negative Vorurteile im Spiel dagegen ist er ein vorbildlicher Charakter der weder selbst noch über Berater sonderlich viel öffentlich kommuniziert.
Daher kann ich auch nur darüber lachen wenn hier Gala-Fans was davon erzählen das er ja schon lange mit Gala verhandelt, obwohl da gar nichts dran ist.
05.08.2026 - 15:35 Uhr
Zitat von beatstreet
Du musst dann aber 3 Spieler entlohnen und nicht mehr einen allein.
Zitat von AnteBoateng
Persönlich würde ich Uzun für 50M verkaufen. Möglich das er nächste Saison 70-80M Wert ist, aber auch möglich das er stagniert und am Ende um einiges weniger bringt (30-35M).
Wenn wir Uzun jetzt für 50M verkaufen und dafür Kalimuendo, Ben Farhat und noch einen IV von Format bekommen, dann würde ich das definitiv machen.
Persönlich würde ich Uzun für 50M verkaufen. Möglich das er nächste Saison 70-80M Wert ist, aber auch möglich das er stagniert und am Ende um einiges weniger bringt (30-35M).
Wenn wir Uzun jetzt für 50M verkaufen und dafür Kalimuendo, Ben Farhat und noch einen IV von Format bekommen, dann würde ich das definitiv machen.
Du musst dann aber 3 Spieler entlohnen und nicht mehr einen allein.
Das stimmt, ich gehe aber auch davon aus das nur noch ein IV von Format kommt, falls Theate (davon gehe ich aus) gehen wird. Ben Farhat wird günstig vom Gehalt zu stemmen sein und vielleicht wird Gehalt auch frei durch VK von Wahi und Batshuayi.
05.08.2026 - 16:07 Uhr
Zitat von Melech
@Siakari Ich verzichte mal drauf zu zitieren, da unsere Posts sonst endlos lang werden.
Ich kann Deinen Punkt schon verstehen, dass Du diese Entwicklung so weiterhin sehen möchtest und es steht völlig außer Frage, dass diese Art zu wirtschaften die Grundlage dafür ist, dass wir seit 2016 diesen Weg beschreiten konnten und die Erfolge der letzten Jahre feiern durften.
Meine Gewichtung bzw. Prioritätensetzung ist nur eine andere. Ich möchte nicht um jeden Preis weiter wachsen. Mein alleiniger Gradmesser ist auch nicht wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg. Du fragst die aus Deiner Sicht rhetorische Frage: "Möchte man das etwa nicht mehr?" Ich würde sagen, dass es immer ein Kompromiss sein muss. Natürlich möchte ich die Chance haben um Europa mitzuspielen und ggf. auch einigermaßen regelmäßig in Europa dabei sein. Für mich muss es aber nicht der nächste Schritt sein eine Top-3 Mannschaft zu werden bzw. regelmäßig Champions-League zu spielen. Für mich ist eine Champions-League Saison kein Selbstzweck, weil sie per se bedeutet, dass man es weiter gebracht hat. Ich will etwas spüren, wenn ich die Mannschaft spielen sehe und das ist für mich nicht zwangsweise Erfolg im Sinne bestmöglicher Platzierung, höchster Wettbewerb etc. sondern in erster Linie Unterhaltung, Emotion. Aber das ist mein subjektives Empfinden.
Nur an einem Punkt würde ich Dir wirklich widersprechen. Identifikationsfiguren sind nicht immer die Superstars. Ich bin keine 14 mehr, wo es unter Messi mit Identifikation nix mehr wird
. Und Du sagst doch selbst, dass es bei Dir Spieler wie Rode waren. Große Leistungen helfen bestimmt, aber es ist kein Muss. Götze ist für mich absolut eine Identifikationsfigur im Verein, Knauff auch. Insofern teile ich das nicht, dass diese uns nicht reichen würden.
Mir geht es im Endeffekt auch gar nicht darum, dass Uzun der nächste Rode sein muss. Ich hatte ja auch nicht nur das Thema Identifikation angesprochen, sondern eine Fantasie beschrieben, die eine Mannschaft in einem entfachen sollte. Man weiß ja schon, dass Spieler irgendwann nicht mehr zu halten sind. Aber man möchte zumindest eine Saison noch ein realisiertes Potenzial sehen.
Mir geht es also eher darum, dass die Durchlaufzeiten immer noch kürzer werden. Marmoush ging durch die Decke und ging dann schon im Winter. Bei Can Uzun sprechen wir von unbestrittenem Potenzial, dass er auf jeden Fall angedeutet hat, aber der Junge ist 20 und man kann nicht davon sprechen, dass er den Durchbruch in der Bundesliga zweifelsfrei geschafft hat. Ich habe aber die Fantasie, dass er das schaffen kann, weil er etwas ganz besonderes hat. Sind wir jetzt an dem Punkt angelangt, wo wir Spieler nicht erst dann abgeben, wenn sie gezeigt haben was sie wirklich leisten können, sondern wenn das Verhältnis aus Marktwert und Risiko optimal ist?
Nimmt man mir blöd gesagt jetzt nicht mehr den besten Torjäger mitten in der Saison, sondern schon vor der Saison den Spieler bei dem ich darauf hoffe, dass er mal der beste Torjäger wird?
Für mich würde der oben genannte Kompromiss damit auf jeden Fall eklatant verletzt. Du fragtest, was ich mit dem Vergleich mit einer Bank genau meine. Exakt das! Es steht nicht mehr die Unterhaltung des Zuschauers im Vordergrund, weil es nicht mehr um das beste Produkt geht, sondern primär um die Entwicklung, das Wachstum und maximale Rendite. Denk das mal konsequent zu Ende. Man ist eigentlich konstant im Umbruch, weil der stetige Umbruch die Chancen steigert zu wachsen und noch erfolgreicher zu werden. Maximaler Erfolg ist, Spieler schon auf Basis Ihres hoch bewerteten Potenzials zu verkaufen.
Schau Dir alleine mal an wie technisch die Diskussionen hier geworden sind. Wenn man jetzt 50 Millionen bekommen kann, sollte man das machen. Zwar kann Uzun nächstes Jahr 70 wert sein, aber man weiß es ja nicht sicher. Was ist marktwertgerecht? Mit wem kann man einen Wechsel zu diesem Zeitpunkt vergleichen. Welches Potenzial muss man angedeutet haben, um eher bei 30 Millionen oder doch eher 45 zu sein. Ich komme beruflich aus dem Bereich Energie. Das ist hier reinstes Commodity Trading geworden
Ich behaupte übrigens überhaupt nicht, dass die SGE einzig und allein so agiert. Mir geht es nur darum aufzuzeigen wohin das Pendel nicht ausschlagen darf. Deshalb habe ich im Fall Uzun dafür plädiert die Bank-Seite mal hinten anzustellen und auch auf andere Faktoren nicht zu vernachlässigen.
Klar ist der Verein immer wichtiger als ein einzelner Spieler. Aber am Ende geht es im Leben um Menschen und nicht um ein Wappen. Deswegen ist es mir persönlich nicht egal, ob mittlerweile in jeder Transferphase eben statt 3 Transfers über 10 Transfers passieren und eine halbe Mannschaft ausgetauscht wird. Ich merke einfach seit mehreren Jahren, dass der Fußball überzieht und viele Menschen sich entfremden. Wenn es allen nur noch darum geht schneller zu wachsen als alle anderen, dann wird der Sport am Ende verlieren, denn irgendwann is Schluss. Es kann nur einen Meister geben und es kann auch nur ein Verein die Champions League gewinnen. Wenn nur Leistung im Sinne von Erfolg zählt, müssen 99 % aller Mannschaften immer enttäuscht sein.
Sind sie aber zum Glück nicht, da mehr zählt als nur der Titel und maximaler wirtschaftlicher Erfolg. Trotzdem strebt das ganze System nur noch danach. Ich finde aber nicht, dass der Fußball in den letzten 10 Jahren deswegen ein insgesamt besseres Produkt geworden ist. Eher im Gegenteil.
@Siakari Ich verzichte mal drauf zu zitieren, da unsere Posts sonst endlos lang werden.
Ich kann Deinen Punkt schon verstehen, dass Du diese Entwicklung so weiterhin sehen möchtest und es steht völlig außer Frage, dass diese Art zu wirtschaften die Grundlage dafür ist, dass wir seit 2016 diesen Weg beschreiten konnten und die Erfolge der letzten Jahre feiern durften.
Meine Gewichtung bzw. Prioritätensetzung ist nur eine andere. Ich möchte nicht um jeden Preis weiter wachsen. Mein alleiniger Gradmesser ist auch nicht wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg. Du fragst die aus Deiner Sicht rhetorische Frage: "Möchte man das etwa nicht mehr?" Ich würde sagen, dass es immer ein Kompromiss sein muss. Natürlich möchte ich die Chance haben um Europa mitzuspielen und ggf. auch einigermaßen regelmäßig in Europa dabei sein. Für mich muss es aber nicht der nächste Schritt sein eine Top-3 Mannschaft zu werden bzw. regelmäßig Champions-League zu spielen. Für mich ist eine Champions-League Saison kein Selbstzweck, weil sie per se bedeutet, dass man es weiter gebracht hat. Ich will etwas spüren, wenn ich die Mannschaft spielen sehe und das ist für mich nicht zwangsweise Erfolg im Sinne bestmöglicher Platzierung, höchster Wettbewerb etc. sondern in erster Linie Unterhaltung, Emotion. Aber das ist mein subjektives Empfinden.
Nur an einem Punkt würde ich Dir wirklich widersprechen. Identifikationsfiguren sind nicht immer die Superstars. Ich bin keine 14 mehr, wo es unter Messi mit Identifikation nix mehr wird
. Und Du sagst doch selbst, dass es bei Dir Spieler wie Rode waren. Große Leistungen helfen bestimmt, aber es ist kein Muss. Götze ist für mich absolut eine Identifikationsfigur im Verein, Knauff auch. Insofern teile ich das nicht, dass diese uns nicht reichen würden. Mir geht es im Endeffekt auch gar nicht darum, dass Uzun der nächste Rode sein muss. Ich hatte ja auch nicht nur das Thema Identifikation angesprochen, sondern eine Fantasie beschrieben, die eine Mannschaft in einem entfachen sollte. Man weiß ja schon, dass Spieler irgendwann nicht mehr zu halten sind. Aber man möchte zumindest eine Saison noch ein realisiertes Potenzial sehen.
Mir geht es also eher darum, dass die Durchlaufzeiten immer noch kürzer werden. Marmoush ging durch die Decke und ging dann schon im Winter. Bei Can Uzun sprechen wir von unbestrittenem Potenzial, dass er auf jeden Fall angedeutet hat, aber der Junge ist 20 und man kann nicht davon sprechen, dass er den Durchbruch in der Bundesliga zweifelsfrei geschafft hat. Ich habe aber die Fantasie, dass er das schaffen kann, weil er etwas ganz besonderes hat. Sind wir jetzt an dem Punkt angelangt, wo wir Spieler nicht erst dann abgeben, wenn sie gezeigt haben was sie wirklich leisten können, sondern wenn das Verhältnis aus Marktwert und Risiko optimal ist?
Nimmt man mir blöd gesagt jetzt nicht mehr den besten Torjäger mitten in der Saison, sondern schon vor der Saison den Spieler bei dem ich darauf hoffe, dass er mal der beste Torjäger wird?
Für mich würde der oben genannte Kompromiss damit auf jeden Fall eklatant verletzt. Du fragtest, was ich mit dem Vergleich mit einer Bank genau meine. Exakt das! Es steht nicht mehr die Unterhaltung des Zuschauers im Vordergrund, weil es nicht mehr um das beste Produkt geht, sondern primär um die Entwicklung, das Wachstum und maximale Rendite. Denk das mal konsequent zu Ende. Man ist eigentlich konstant im Umbruch, weil der stetige Umbruch die Chancen steigert zu wachsen und noch erfolgreicher zu werden. Maximaler Erfolg ist, Spieler schon auf Basis Ihres hoch bewerteten Potenzials zu verkaufen.
Schau Dir alleine mal an wie technisch die Diskussionen hier geworden sind. Wenn man jetzt 50 Millionen bekommen kann, sollte man das machen. Zwar kann Uzun nächstes Jahr 70 wert sein, aber man weiß es ja nicht sicher. Was ist marktwertgerecht? Mit wem kann man einen Wechsel zu diesem Zeitpunkt vergleichen. Welches Potenzial muss man angedeutet haben, um eher bei 30 Millionen oder doch eher 45 zu sein. Ich komme beruflich aus dem Bereich Energie. Das ist hier reinstes Commodity Trading geworden
Ich behaupte übrigens überhaupt nicht, dass die SGE einzig und allein so agiert. Mir geht es nur darum aufzuzeigen wohin das Pendel nicht ausschlagen darf. Deshalb habe ich im Fall Uzun dafür plädiert die Bank-Seite mal hinten anzustellen und auch auf andere Faktoren nicht zu vernachlässigen.
Klar ist der Verein immer wichtiger als ein einzelner Spieler. Aber am Ende geht es im Leben um Menschen und nicht um ein Wappen. Deswegen ist es mir persönlich nicht egal, ob mittlerweile in jeder Transferphase eben statt 3 Transfers über 10 Transfers passieren und eine halbe Mannschaft ausgetauscht wird. Ich merke einfach seit mehreren Jahren, dass der Fußball überzieht und viele Menschen sich entfremden. Wenn es allen nur noch darum geht schneller zu wachsen als alle anderen, dann wird der Sport am Ende verlieren, denn irgendwann is Schluss. Es kann nur einen Meister geben und es kann auch nur ein Verein die Champions League gewinnen. Wenn nur Leistung im Sinne von Erfolg zählt, müssen 99 % aller Mannschaften immer enttäuscht sein.
Sind sie aber zum Glück nicht, da mehr zählt als nur der Titel und maximaler wirtschaftlicher Erfolg. Trotzdem strebt das ganze System nur noch danach. Ich finde aber nicht, dass der Fußball in den letzten 10 Jahren deswegen ein insgesamt besseres Produkt geworden ist. Eher im Gegenteil.
Ich bin insofern bei Dir, dass ein Verein wie Eintracht Frankfurt Emotionen bedienen muss und daher auch auf Spieler angewiesen ist, die diese Emotionen auslösen. Das kann man gerne Identifikationsfiguren nennen.
Solche Gesichtspunkte sind im Rahmen der Kaderplanung zu berücksichtigen. Wir haben dafür auch mehrere Beispiele aus der Vergangenheit, vor allem die Büffelherde um Rebic, Jovic, Haller und Kostic, dann die Achse um Trapp, Abraham, Hinteregger, Hasebe, Rode, Ndicka, Sow und Kostic.
Um Transfererlöse zu generieren, brauchen wir aber auch Spieler, die schnell den Durchbruch schaffen und nur eine kurze Verweildauer haben. Das waren Kolo Muani, Ekitike, Marmoush, Pacho, Lindström und jetzt Brown, mit deren Transfererlösen wir eine komplett neue Infrastruktur aufbauen konnten.
Da wir auch weiterhin auf Transfererlöse angewiesen sind, können wir auf diese Komponente nicht verzichten. Spieler wie Uzun, Bahoya, Larsson, Aseko, Arrhov oder auch Collins fallen ganz klar in diese Kategorie. Sie sind also weniger als Identifikationsfiguren vorgesehen, sondern eher als potenzielle Verkaufskandidaten anzusehen.
Da wir aber kein reiner Ausbildungsverein sind, brauchen wir auch diese zweite Kategorie an Spielern, sprich Identitifikationsfiguren. Da hat man auf Koch, Burkardt, Doan, Knauff und Theate gesetzt. Jetzt hat man mit Onyedika einen weiteren Spieler der Kategorie „Identifikationsfigur“ verpflichtet. Kalimuendo wäre ein weiterer Spieler, den ich ebenso einordnen würde. Ebnoutalib hat das Zeug dazu, in diese Rolle hineinzuwachsen.
Letzte Saison war unser Hauptproblem, dass diese vermeintlichen Identifikationsfiguren, die natürlich auch im Wesentlichen die Leistungsträger sind, nicht gut funktioniert haben. Koch und Theate haben die Abwehr nicht stabilisiert, Burkardt und Doan waren auch zu sehr mit sich beschäftigt.
Ich meine, dass Krösche das alles in der Kaderplanung gut abgebildet hat. Es liegt jetzt an den Spielern, ihrer Rolle gerecht zu werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Satorius am 05.08.2026 um 16:09 Uhr bearbeitet
05.08.2026 - 16:38 Uhr
Zitat von Satorius
Der Vergleich mit Wirtz ist ganz interessant.
Richtig ist, dass beide eher im Zentrum zu Hause sind.
Wirtz ist aber um einiges schneller und sein Spiel deutlich intensiver als das von Uzun.
Zum Vergleich: Wirtz kam in der Premier League auf durchschnittlich 26,5 Sprints pro 90 Minuten, erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 35,8 km/h und rannte 11,3 Kilometer. Davon ist Uzun sehr weit entfernt. Er kam in der Bundesliga auf auf 10,1 Sprints pro 90 Minuten (weniger als die Hälfte!), sein Top-Speed lag bei 32,9 (also fast 3 km/h Unterschied!) und er legte 11,1 Kilometer zurück.
Uzuns Passgenauigkeit in der gegnerischen Hälfte liegt bei 78 %. Er kommt auf 41 Ballkontakte pro Spiel. Wirtz hat 56 Ballkontakte und in der gegnerischen Hälfte eine Passquote von 84 %.
Es gibt meiner Meinung nach nur eine Kategorie, in der Uzun stärker ist als Wirtz und das ist der Abschluss aus der Distanz.
Wirtz ist zumindest statistisch betrachtet schon nochmal eine andere Kategorie Offensivspieler als Uzun.
Zitat von SebkommHeim
… Die Eigenschaften die du als Begründung anführst warum 60mio das Limit sein soll treffen übrigens exakt 1zu1 auch auf Florian Wirtz zu. Bei dem hats ja dann doch auch noch für ein paar Euro mehr gereicht.^^
… Die Eigenschaften die du als Begründung anführst warum 60mio das Limit sein soll treffen übrigens exakt 1zu1 auch auf Florian Wirtz zu. Bei dem hats ja dann doch auch noch für ein paar Euro mehr gereicht.^^
Der Vergleich mit Wirtz ist ganz interessant.
Richtig ist, dass beide eher im Zentrum zu Hause sind.
Wirtz ist aber um einiges schneller und sein Spiel deutlich intensiver als das von Uzun.
Zum Vergleich: Wirtz kam in der Premier League auf durchschnittlich 26,5 Sprints pro 90 Minuten, erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 35,8 km/h und rannte 11,3 Kilometer. Davon ist Uzun sehr weit entfernt. Er kam in der Bundesliga auf auf 10,1 Sprints pro 90 Minuten (weniger als die Hälfte!), sein Top-Speed lag bei 32,9 (also fast 3 km/h Unterschied!) und er legte 11,1 Kilometer zurück.
Uzuns Passgenauigkeit in der gegnerischen Hälfte liegt bei 78 %. Er kommt auf 41 Ballkontakte pro Spiel. Wirtz hat 56 Ballkontakte und in der gegnerischen Hälfte eine Passquote von 84 %.
Es gibt meiner Meinung nach nur eine Kategorie, in der Uzun stärker ist als Wirtz und das ist der Abschluss aus der Distanz.
Wirtz ist zumindest statistisch betrachtet schon nochmal eine andere Kategorie Offensivspieler als Uzun.
Ok, das Wirtz 3kmh schneller läuft wusste ich tatsächlich nicht, hatte ihn persönlich auch eher langsamer abgespeichert, aber das trifft dann wohl nicht ganz zu, wobei die Prem teilweise dazu neigt etwas höhere Geschwindigkeiten anzugeben als dis Bundesliga.
Die anderen Statistiken zeigen ja vor allem warum Wirtz gerade JETZT ein besserer/teurer Spieler ist als Uzun, was ich auch nicht bestreiten wollte. Aber in all diesen Gebieten traue ich Uzun zu nochmal einen Schritt zu machen und auf ein ähnliches Level zu kommen. Was natürlich nicht heißen soll dass das auf jeden Fall passieren wird oder so.
Nur Speed wird natürlich immer ein kleines Manko bleiben, das stimmt schon.
05.08.2026 - 17:19 Uhr
Zitat von Satorius
Ich bin insofern bei Dir, dass ein Verein wie Eintracht Frankfurt Emotionen bedienen muss und daher auch auf Spieler angewiesen ist, die diese Emotionen auslösen. Das kann man gerne Identifikationsfiguren nennen.
Solche Gesichtspunkte sind im Rahmen der Kaderplanung zu berücksichtigen. Wir haben dafür auch mehrere Beispiele aus der Vergangenheit, vor allem die Büffelherde um Rebic, Jovic, Haller und Kostic, dann die Achse um Trapp, Abraham, Hinteregger, Hasebe, Rode, Ndicka, Sow und Kostic.
Um Transfererlöse zu generieren, brauchen wir aber auch Spieler, die schnell den Durchbruch schaffen und nur eine kurze Verweildauer haben. Das waren Kolo Muani, Ekitike, Marmoush, Pacho, Lindström und jetzt Brown, mit deren Transfererlösen wir eine komplett neue Infrastruktur aufbauen konnten.
Da wir auch weiterhin auf Transfererlöse angewiesen sind, können wir auf diese Komponente nicht verzichten. Spieler wie Uzun, Bahoya, Larsson, Aseko, Arrhov oder auch Collins fallen ganz klar in diese Kategorie. Sie sind also weniger als Identifikationsfiguren vorgesehen, sondern eher als potenzielle Verkaufskandidaten anzusehen.
Da wir aber kein reiner Ausbildungsverein sind, brauchen wir auch diese zweite Kategorie an Spielern, sprich Identitifikationsfiguren. Da hat man auf Koch, Burkardt, Doan, Knauff und Theate gesetzt. Jetzt hat man mit Onyedika einen weiteren Spieler der Kategorie „Identifikationsfigur“ verpflichtet. Kalimuendo wäre ein weiterer Spieler, den ich ebenso einordnen würde. Ebnoutalib hat das Zeug dazu, in diese Rolle hineinzuwachsen.
Letzte Saison war unser Hauptproblem, dass diese vermeintlichen Identifikationsfiguren, die natürlich auch im Wesentlichen die Leistungsträger sind, nicht gut funktioniert haben. Koch und Theate haben die Abwehr nicht stabilisiert, Burkardt und Doan waren auch zu sehr mit sich beschäftigt.
Ich meine, dass Krösche das alles in der Kaderplanung gut abgebildet hat. Es liegt jetzt an den Spielern, ihrer Rolle gerecht zu werden.
Zitat von Melech
@Siakari Ich verzichte mal drauf zu zitieren, da unsere Posts sonst endlos lang werden.
Ich kann Deinen Punkt schon verstehen, dass Du diese Entwicklung so weiterhin sehen möchtest und es steht völlig außer Frage, dass diese Art zu wirtschaften die Grundlage dafür ist, dass wir seit 2016 diesen Weg beschreiten konnten und die Erfolge der letzten Jahre feiern durften.
Meine Gewichtung bzw. Prioritätensetzung ist nur eine andere. Ich möchte nicht um jeden Preis weiter wachsen. Mein alleiniger Gradmesser ist auch nicht wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg. Du fragst die aus Deiner Sicht rhetorische Frage: "Möchte man das etwa nicht mehr?" Ich würde sagen, dass es immer ein Kompromiss sein muss. Natürlich möchte ich die Chance haben um Europa mitzuspielen und ggf. auch einigermaßen regelmäßig in Europa dabei sein. Für mich muss es aber nicht der nächste Schritt sein eine Top-3 Mannschaft zu werden bzw. regelmäßig Champions-League zu spielen. Für mich ist eine Champions-League Saison kein Selbstzweck, weil sie per se bedeutet, dass man es weiter gebracht hat. Ich will etwas spüren, wenn ich die Mannschaft spielen sehe und das ist für mich nicht zwangsweise Erfolg im Sinne bestmöglicher Platzierung, höchster Wettbewerb etc. sondern in erster Linie Unterhaltung, Emotion. Aber das ist mein subjektives Empfinden.
Nur an einem Punkt würde ich Dir wirklich widersprechen. Identifikationsfiguren sind nicht immer die Superstars. Ich bin keine 14 mehr, wo es unter Messi mit Identifikation nix mehr wird
. Und Du sagst doch selbst, dass es bei Dir Spieler wie Rode waren. Große Leistungen helfen bestimmt, aber es ist kein Muss. Götze ist für mich absolut eine Identifikationsfigur im Verein, Knauff auch. Insofern teile ich das nicht, dass diese uns nicht reichen würden.
Mir geht es im Endeffekt auch gar nicht darum, dass Uzun der nächste Rode sein muss. Ich hatte ja auch nicht nur das Thema Identifikation angesprochen, sondern eine Fantasie beschrieben, die eine Mannschaft in einem entfachen sollte. Man weiß ja schon, dass Spieler irgendwann nicht mehr zu halten sind. Aber man möchte zumindest eine Saison noch ein realisiertes Potenzial sehen.
Mir geht es also eher darum, dass die Durchlaufzeiten immer noch kürzer werden. Marmoush ging durch die Decke und ging dann schon im Winter. Bei Can Uzun sprechen wir von unbestrittenem Potenzial, dass er auf jeden Fall angedeutet hat, aber der Junge ist 20 und man kann nicht davon sprechen, dass er den Durchbruch in der Bundesliga zweifelsfrei geschafft hat. Ich habe aber die Fantasie, dass er das schaffen kann, weil er etwas ganz besonderes hat. Sind wir jetzt an dem Punkt angelangt, wo wir Spieler nicht erst dann abgeben, wenn sie gezeigt haben was sie wirklich leisten können, sondern wenn das Verhältnis aus Marktwert und Risiko optimal ist?
Nimmt man mir blöd gesagt jetzt nicht mehr den besten Torjäger mitten in der Saison, sondern schon vor der Saison den Spieler bei dem ich darauf hoffe, dass er mal der beste Torjäger wird?
Für mich würde der oben genannte Kompromiss damit auf jeden Fall eklatant verletzt. Du fragtest, was ich mit dem Vergleich mit einer Bank genau meine. Exakt das! Es steht nicht mehr die Unterhaltung des Zuschauers im Vordergrund, weil es nicht mehr um das beste Produkt geht, sondern primär um die Entwicklung, das Wachstum und maximale Rendite. Denk das mal konsequent zu Ende. Man ist eigentlich konstant im Umbruch, weil der stetige Umbruch die Chancen steigert zu wachsen und noch erfolgreicher zu werden. Maximaler Erfolg ist, Spieler schon auf Basis Ihres hoch bewerteten Potenzials zu verkaufen.
Schau Dir alleine mal an wie technisch die Diskussionen hier geworden sind. Wenn man jetzt 50 Millionen bekommen kann, sollte man das machen. Zwar kann Uzun nächstes Jahr 70 wert sein, aber man weiß es ja nicht sicher. Was ist marktwertgerecht? Mit wem kann man einen Wechsel zu diesem Zeitpunkt vergleichen. Welches Potenzial muss man angedeutet haben, um eher bei 30 Millionen oder doch eher 45 zu sein. Ich komme beruflich aus dem Bereich Energie. Das ist hier reinstes Commodity Trading geworden
Ich behaupte übrigens überhaupt nicht, dass die SGE einzig und allein so agiert. Mir geht es nur darum aufzuzeigen wohin das Pendel nicht ausschlagen darf. Deshalb habe ich im Fall Uzun dafür plädiert die Bank-Seite mal hinten anzustellen und auch auf andere Faktoren nicht zu vernachlässigen.
Klar ist der Verein immer wichtiger als ein einzelner Spieler. Aber am Ende geht es im Leben um Menschen und nicht um ein Wappen. Deswegen ist es mir persönlich nicht egal, ob mittlerweile in jeder Transferphase eben statt 3 Transfers über 10 Transfers passieren und eine halbe Mannschaft ausgetauscht wird. Ich merke einfach seit mehreren Jahren, dass der Fußball überzieht und viele Menschen sich entfremden. Wenn es allen nur noch darum geht schneller zu wachsen als alle anderen, dann wird der Sport am Ende verlieren, denn irgendwann is Schluss. Es kann nur einen Meister geben und es kann auch nur ein Verein die Champions League gewinnen. Wenn nur Leistung im Sinne von Erfolg zählt, müssen 99 % aller Mannschaften immer enttäuscht sein.
Sind sie aber zum Glück nicht, da mehr zählt als nur der Titel und maximaler wirtschaftlicher Erfolg. Trotzdem strebt das ganze System nur noch danach. Ich finde aber nicht, dass der Fußball in den letzten 10 Jahren deswegen ein insgesamt besseres Produkt geworden ist. Eher im Gegenteil.
@Siakari Ich verzichte mal drauf zu zitieren, da unsere Posts sonst endlos lang werden.
Ich kann Deinen Punkt schon verstehen, dass Du diese Entwicklung so weiterhin sehen möchtest und es steht völlig außer Frage, dass diese Art zu wirtschaften die Grundlage dafür ist, dass wir seit 2016 diesen Weg beschreiten konnten und die Erfolge der letzten Jahre feiern durften.
Meine Gewichtung bzw. Prioritätensetzung ist nur eine andere. Ich möchte nicht um jeden Preis weiter wachsen. Mein alleiniger Gradmesser ist auch nicht wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg. Du fragst die aus Deiner Sicht rhetorische Frage: "Möchte man das etwa nicht mehr?" Ich würde sagen, dass es immer ein Kompromiss sein muss. Natürlich möchte ich die Chance haben um Europa mitzuspielen und ggf. auch einigermaßen regelmäßig in Europa dabei sein. Für mich muss es aber nicht der nächste Schritt sein eine Top-3 Mannschaft zu werden bzw. regelmäßig Champions-League zu spielen. Für mich ist eine Champions-League Saison kein Selbstzweck, weil sie per se bedeutet, dass man es weiter gebracht hat. Ich will etwas spüren, wenn ich die Mannschaft spielen sehe und das ist für mich nicht zwangsweise Erfolg im Sinne bestmöglicher Platzierung, höchster Wettbewerb etc. sondern in erster Linie Unterhaltung, Emotion. Aber das ist mein subjektives Empfinden.
Nur an einem Punkt würde ich Dir wirklich widersprechen. Identifikationsfiguren sind nicht immer die Superstars. Ich bin keine 14 mehr, wo es unter Messi mit Identifikation nix mehr wird
. Und Du sagst doch selbst, dass es bei Dir Spieler wie Rode waren. Große Leistungen helfen bestimmt, aber es ist kein Muss. Götze ist für mich absolut eine Identifikationsfigur im Verein, Knauff auch. Insofern teile ich das nicht, dass diese uns nicht reichen würden. Mir geht es im Endeffekt auch gar nicht darum, dass Uzun der nächste Rode sein muss. Ich hatte ja auch nicht nur das Thema Identifikation angesprochen, sondern eine Fantasie beschrieben, die eine Mannschaft in einem entfachen sollte. Man weiß ja schon, dass Spieler irgendwann nicht mehr zu halten sind. Aber man möchte zumindest eine Saison noch ein realisiertes Potenzial sehen.
Mir geht es also eher darum, dass die Durchlaufzeiten immer noch kürzer werden. Marmoush ging durch die Decke und ging dann schon im Winter. Bei Can Uzun sprechen wir von unbestrittenem Potenzial, dass er auf jeden Fall angedeutet hat, aber der Junge ist 20 und man kann nicht davon sprechen, dass er den Durchbruch in der Bundesliga zweifelsfrei geschafft hat. Ich habe aber die Fantasie, dass er das schaffen kann, weil er etwas ganz besonderes hat. Sind wir jetzt an dem Punkt angelangt, wo wir Spieler nicht erst dann abgeben, wenn sie gezeigt haben was sie wirklich leisten können, sondern wenn das Verhältnis aus Marktwert und Risiko optimal ist?
Nimmt man mir blöd gesagt jetzt nicht mehr den besten Torjäger mitten in der Saison, sondern schon vor der Saison den Spieler bei dem ich darauf hoffe, dass er mal der beste Torjäger wird?
Für mich würde der oben genannte Kompromiss damit auf jeden Fall eklatant verletzt. Du fragtest, was ich mit dem Vergleich mit einer Bank genau meine. Exakt das! Es steht nicht mehr die Unterhaltung des Zuschauers im Vordergrund, weil es nicht mehr um das beste Produkt geht, sondern primär um die Entwicklung, das Wachstum und maximale Rendite. Denk das mal konsequent zu Ende. Man ist eigentlich konstant im Umbruch, weil der stetige Umbruch die Chancen steigert zu wachsen und noch erfolgreicher zu werden. Maximaler Erfolg ist, Spieler schon auf Basis Ihres hoch bewerteten Potenzials zu verkaufen.
Schau Dir alleine mal an wie technisch die Diskussionen hier geworden sind. Wenn man jetzt 50 Millionen bekommen kann, sollte man das machen. Zwar kann Uzun nächstes Jahr 70 wert sein, aber man weiß es ja nicht sicher. Was ist marktwertgerecht? Mit wem kann man einen Wechsel zu diesem Zeitpunkt vergleichen. Welches Potenzial muss man angedeutet haben, um eher bei 30 Millionen oder doch eher 45 zu sein. Ich komme beruflich aus dem Bereich Energie. Das ist hier reinstes Commodity Trading geworden
Ich behaupte übrigens überhaupt nicht, dass die SGE einzig und allein so agiert. Mir geht es nur darum aufzuzeigen wohin das Pendel nicht ausschlagen darf. Deshalb habe ich im Fall Uzun dafür plädiert die Bank-Seite mal hinten anzustellen und auch auf andere Faktoren nicht zu vernachlässigen.
Klar ist der Verein immer wichtiger als ein einzelner Spieler. Aber am Ende geht es im Leben um Menschen und nicht um ein Wappen. Deswegen ist es mir persönlich nicht egal, ob mittlerweile in jeder Transferphase eben statt 3 Transfers über 10 Transfers passieren und eine halbe Mannschaft ausgetauscht wird. Ich merke einfach seit mehreren Jahren, dass der Fußball überzieht und viele Menschen sich entfremden. Wenn es allen nur noch darum geht schneller zu wachsen als alle anderen, dann wird der Sport am Ende verlieren, denn irgendwann is Schluss. Es kann nur einen Meister geben und es kann auch nur ein Verein die Champions League gewinnen. Wenn nur Leistung im Sinne von Erfolg zählt, müssen 99 % aller Mannschaften immer enttäuscht sein.
Sind sie aber zum Glück nicht, da mehr zählt als nur der Titel und maximaler wirtschaftlicher Erfolg. Trotzdem strebt das ganze System nur noch danach. Ich finde aber nicht, dass der Fußball in den letzten 10 Jahren deswegen ein insgesamt besseres Produkt geworden ist. Eher im Gegenteil.
Ich bin insofern bei Dir, dass ein Verein wie Eintracht Frankfurt Emotionen bedienen muss und daher auch auf Spieler angewiesen ist, die diese Emotionen auslösen. Das kann man gerne Identifikationsfiguren nennen.
Solche Gesichtspunkte sind im Rahmen der Kaderplanung zu berücksichtigen. Wir haben dafür auch mehrere Beispiele aus der Vergangenheit, vor allem die Büffelherde um Rebic, Jovic, Haller und Kostic, dann die Achse um Trapp, Abraham, Hinteregger, Hasebe, Rode, Ndicka, Sow und Kostic.
Um Transfererlöse zu generieren, brauchen wir aber auch Spieler, die schnell den Durchbruch schaffen und nur eine kurze Verweildauer haben. Das waren Kolo Muani, Ekitike, Marmoush, Pacho, Lindström und jetzt Brown, mit deren Transfererlösen wir eine komplett neue Infrastruktur aufbauen konnten.
Da wir auch weiterhin auf Transfererlöse angewiesen sind, können wir auf diese Komponente nicht verzichten. Spieler wie Uzun, Bahoya, Larsson, Aseko, Arrhov oder auch Collins fallen ganz klar in diese Kategorie. Sie sind also weniger als Identifikationsfiguren vorgesehen, sondern eher als potenzielle Verkaufskandidaten anzusehen.
Da wir aber kein reiner Ausbildungsverein sind, brauchen wir auch diese zweite Kategorie an Spielern, sprich Identitifikationsfiguren. Da hat man auf Koch, Burkardt, Doan, Knauff und Theate gesetzt. Jetzt hat man mit Onyedika einen weiteren Spieler der Kategorie „Identifikationsfigur“ verpflichtet. Kalimuendo wäre ein weiterer Spieler, den ich ebenso einordnen würde. Ebnoutalib hat das Zeug dazu, in diese Rolle hineinzuwachsen.
Letzte Saison war unser Hauptproblem, dass diese vermeintlichen Identifikationsfiguren, die natürlich auch im Wesentlichen die Leistungsträger sind, nicht gut funktioniert haben. Koch und Theate haben die Abwehr nicht stabilisiert, Burkardt und Doan waren auch zu sehr mit sich beschäftigt.
Ich meine, dass Krösche das alles in der Kaderplanung gut abgebildet hat. Es liegt jetzt an den Spielern, ihrer Rolle gerecht zu werden.
Ich verfolge die Diskussion vor allem von euch beiden mit großem Interesse und finde auch "den Ton" genau so wie er in so einer Diskussion sein sollte, großes Kompliment an euch beide.👍️
Jetzt hab ich dann aber doch mal eine Nachfrage 😉
Was ist bei Larsson und Collins anders als bei Onyedika und Kalimuendo, dass du erstere in die Kategorie "potentielle Verkaufskandidaten" steckst und letztere in die Kategorie "Identitifikationsfiguren".
Bei ersteren kann ich es mir noch einigermaßen vorstellen, wobei beide deutlich länger bei uns sind, als die sonst von dir genannten dieser Kategorie, aber Onyedika und Kalimuendo "Identitifikationsfiguren"?
Da muss glaube ich noch viel passieren, auch wenn deren Spielstil möglicherweise dafür prädestinierter ist.
Aber vielleicht ist dieser Teil deiner Anmerkung einfach nur subjektiver, als die sonstige Diskussion?
10.08.2026 - 11:10 Uhr
Ich finde die Diskussion rund um das Thema Wachstum und Identifikation auch sehr spannend und angenehm, großes Kompliment an alle Beteiligten. Macht Spaß das zu verfolgen ❤️
Noch mein Senf dazu. Ich finde es einfach wichtig, dass die Mischung passt. So wie ich das sehe braucht eine Mannschaft beides: Leistungsträger, die den sportlichen Erfolg garantieren. Stichwort Wachstum. Dabei ist erstmal "egal", wie lang sie schon da sind, wie lang sie bleiben, ob sie Äppler, Handkäs und grie Soß mögen oder whatever (alles etwas überspitzt formuliert, aber ich denke man versteht was ich meine). Genauso sehr braucht es aber Spieler, die den Verein aktiv "leben" und nach außen Loyalität und eben die angesprochene Identifikation verkörpern. Ich würde mich dem allgemeinen Tenor anschließen und hier als erstes die Namen Götze, Knauff und Chandler nennen. Was da für mich wichtig ist sind auch gewisse Softskills bei diesen Spielern. Beispielsweise, dass sie nicht anfangen zu stänkern, wenn sie mal drei oder vier Spiele am Stück kaum spielen. Dass sie aktiv dazu beitragen, die neuen Spieler gut zu integrieren. Dass sie nach außen hin eine gewisse Präsenz zeigen und dadurch das Team nahbar und sympathisch machen. Dass sie auch in schwierigen Situationen Rede und Antwort stehen, egal ob nach Abpfiff mal vor der Kurve oder halt am Mikro.
Und genau diese Mischung ist es, die unsere Eintracht seit Jahren doch hervorragend hinbekommt. Ja, natürlich ist insgesamt viel Fluktuation dabei. Natürlich ist die letzte Saison eine Delle gewesen, vor allem was die Stimmung im Umfeld anging. Aber die Eintracht gibt nach außen insgesamt ein hervorragendes Bild ab. Spieler, die Interesse auf sich ziehen, werden nicht auf Teufel komm raus gehalten, sondern man ist immer bereit bei guten Angeboten sich nach dem Spielerwunsch zu richten. Das macht uns einfach auch attraktiv für Neuzugänge. Jeder weiß: wenn ich da hingehe und persönlich eine tolle Entwicklung nehme, wird der Verein mich fair behandeln. Ich empfinde das als positiv.
Um nochmal den konkreten Bezug zu Uzun zu finden: Ich finde, bei einem 20-Jährigen mit seinen Anlagen ist es sowieso schwierig, ihn als kommende Identifikationsfigur aufbauen zu wollen. Dafür ist für mich persönlich einfach zu sehr absehbar, genau der Mechanismus greift wie eben beschrieben. Es werden gute Angebote eintrudeln, der Spieler wird höchstwahrscheinlich für eines dieser Angebote entscheiden und seinen Wechselwunsch mitteilen, und wenn dann die gebotene Ablöse passt wird die Eintracht ihn gehen lassen. Ich persönlich denke, dass das nächsten Sommer passieren wird.
Ergo: Ich denke, Wachstum und Identifikation müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Im Gegenteil, ich würde sagen beides ist im Prinzip gleichermaßen wichtig für einen Verein wie Eintracht Frankfurt. Die Krux dabei ist aber, dass nicht alle Spieler im Kader beides verkörpern können. Daher kommt es darauf an, die richtige Balance zu finden und ich denke, dass wir diesbezüglich hier seit Jahren auf einem wirklich guten Weg sind den es lohnt, weiterzugehen.
Noch mein Senf dazu. Ich finde es einfach wichtig, dass die Mischung passt. So wie ich das sehe braucht eine Mannschaft beides: Leistungsträger, die den sportlichen Erfolg garantieren. Stichwort Wachstum. Dabei ist erstmal "egal", wie lang sie schon da sind, wie lang sie bleiben, ob sie Äppler, Handkäs und grie Soß mögen oder whatever (alles etwas überspitzt formuliert, aber ich denke man versteht was ich meine). Genauso sehr braucht es aber Spieler, die den Verein aktiv "leben" und nach außen Loyalität und eben die angesprochene Identifikation verkörpern. Ich würde mich dem allgemeinen Tenor anschließen und hier als erstes die Namen Götze, Knauff und Chandler nennen. Was da für mich wichtig ist sind auch gewisse Softskills bei diesen Spielern. Beispielsweise, dass sie nicht anfangen zu stänkern, wenn sie mal drei oder vier Spiele am Stück kaum spielen. Dass sie aktiv dazu beitragen, die neuen Spieler gut zu integrieren. Dass sie nach außen hin eine gewisse Präsenz zeigen und dadurch das Team nahbar und sympathisch machen. Dass sie auch in schwierigen Situationen Rede und Antwort stehen, egal ob nach Abpfiff mal vor der Kurve oder halt am Mikro.
Und genau diese Mischung ist es, die unsere Eintracht seit Jahren doch hervorragend hinbekommt. Ja, natürlich ist insgesamt viel Fluktuation dabei. Natürlich ist die letzte Saison eine Delle gewesen, vor allem was die Stimmung im Umfeld anging. Aber die Eintracht gibt nach außen insgesamt ein hervorragendes Bild ab. Spieler, die Interesse auf sich ziehen, werden nicht auf Teufel komm raus gehalten, sondern man ist immer bereit bei guten Angeboten sich nach dem Spielerwunsch zu richten. Das macht uns einfach auch attraktiv für Neuzugänge. Jeder weiß: wenn ich da hingehe und persönlich eine tolle Entwicklung nehme, wird der Verein mich fair behandeln. Ich empfinde das als positiv.
Um nochmal den konkreten Bezug zu Uzun zu finden: Ich finde, bei einem 20-Jährigen mit seinen Anlagen ist es sowieso schwierig, ihn als kommende Identifikationsfigur aufbauen zu wollen. Dafür ist für mich persönlich einfach zu sehr absehbar, genau der Mechanismus greift wie eben beschrieben. Es werden gute Angebote eintrudeln, der Spieler wird höchstwahrscheinlich für eines dieser Angebote entscheiden und seinen Wechselwunsch mitteilen, und wenn dann die gebotene Ablöse passt wird die Eintracht ihn gehen lassen. Ich persönlich denke, dass das nächsten Sommer passieren wird.
Ergo: Ich denke, Wachstum und Identifikation müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Im Gegenteil, ich würde sagen beides ist im Prinzip gleichermaßen wichtig für einen Verein wie Eintracht Frankfurt. Die Krux dabei ist aber, dass nicht alle Spieler im Kader beides verkörpern können. Daher kommt es darauf an, die richtige Balance zu finden und ich denke, dass wir diesbezüglich hier seit Jahren auf einem wirklich guten Weg sind den es lohnt, weiterzugehen.
10.08.2026 - 12:32 Uhr
Auch wenn die Diskussion an Uzun etwas vorbeigeht, sind gewisse Dinge kein Widerspruch. Wir müssen dahin kommen Spieler zu entwickeln, um sie dann auch behalten zu können. Die Frage wird am Ende immer sein, um wieviel ein Spieler weiter ist als die Eintracht. Uzun hat das Potential für ganz oben und soweit sind wir einfach nicht und werden es imho auch nie sein. Selbst die Bayern können nicht jeden Spieler halten, auch wenn Olise es gerade weismachen soll. Diomande ein anderes Beispiel.
Wich sehe aber Spieler wie Burkardt oder auch Onyedika mit einem großen Potential, was bei uns am Ende aber länger genutzt werden könnte. Um solche Spieler herum wird es immer wieder herausragende Entwicklungen geben, die man nicht halten kann. Soll man jetzt auf Toptalente verzichten, weil diese weggehen könnte? Ich genieße lieber die Zeit mit Ihnen und freue mich, wenn der Verein weiterhin seine Basis ausbauen kann.
Uzun ist ein 20 Jähriger, der entgegen dem Transfergeschreibsel bodenständig an sich arbeitet. Er war letzten Sommer schon weg und hat das ganze mit individuellem Training beantwortet und er wird den nächsten Schritt machen. Ich bin mir sicher bei uns und das Ziel wird nicht Gala oder Verbleib bei uns sein, sondern eine europäische Topmannschaft, mein Gefühl sagt mir, dass Spanien super passen könnte. Und ich kann jedem nur empfehlen die Spiele mit Uzun zu genießen.
Wich sehe aber Spieler wie Burkardt oder auch Onyedika mit einem großen Potential, was bei uns am Ende aber länger genutzt werden könnte. Um solche Spieler herum wird es immer wieder herausragende Entwicklungen geben, die man nicht halten kann. Soll man jetzt auf Toptalente verzichten, weil diese weggehen könnte? Ich genieße lieber die Zeit mit Ihnen und freue mich, wenn der Verein weiterhin seine Basis ausbauen kann.
Uzun ist ein 20 Jähriger, der entgegen dem Transfergeschreibsel bodenständig an sich arbeitet. Er war letzten Sommer schon weg und hat das ganze mit individuellem Training beantwortet und er wird den nächsten Schritt machen. Ich bin mir sicher bei uns und das Ziel wird nicht Gala oder Verbleib bei uns sein, sondern eine europäische Topmannschaft, mein Gefühl sagt mir, dass Spanien super passen könnte. Und ich kann jedem nur empfehlen die Spiele mit Uzun zu genießen.
13.08.2026 - 13:09 Uhr
Ich war ein paar Tage raus uns habe mir die letzten Seiten jetzt nochmal durchgelesen. Es ist schon richtig, dass es einige Spieler gibt, die schon ein paar Jahre da sind und daher sowas wie Identifikationsfiguren sind. Andere dagegen sind eher Entwicklungsspieler, bei denen klar ist, dass sie irgendwann Transfererlöse erzielen sollen. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich aber zu dem Schluss, dass es nicht das was ich brauche oder meine. Ich halte mich nicht daran fest, dass ich ja Götze, Burkhart und Chandler habe, die mir bleiben und damit steht meine Identifikation mit der Mannschaft, egal was drumherum passiert. Ich glaube ich bin da weniger auf einzelne Personen fixiert.
Für mich geht es um das Gesamtgebilde einer Mannschaft. In den letzten Jahren haben unsere Mannschaften immer etwas verkörpert. Das hatte verschiedene Facetten. Hohe individuelle Qualität einzelner Stürmer, stürmische ungezügelte Systeme, Charakterköpfe wie Boateng oder Hinteregger, vielversprechende Talente, Spieler mit hoher Eintracht-Identifikation wie Chandler, Rode oder Trapp. In diesem Mannschaftsverbund hatte man oft den Eindruck, dass es von der Mischung her gut passt.
Nach einer Saison, oder jüngst teilweise schon im Winter geht es dann los mit Gerüchten und schlußendlich Abgängen. Ich glaube für mich ist es dann gar nicht so wichtig, ob es "echte Identifikationsfiguren" sind - wie auch immer man das definiert - sondern eher, dass Dir ein Team, dass aus vielfachen Gründen Spaß macht, zerpflückt wird.
Dann bleibt Dir Dein Korsett aus Spielern, die langjährig dabei sind, aber ob in der nächsten Halbserie oder Saison eine Mannschaft herauskommt, die Du gerne ansiehst, steht jedes Mal in den Sternen. Dann gibt es Dellen wie letzte Saison, die den Trainer den Posten kosten, oder auf der Trainerposition wachsen auch die Ansprüche und es passt dann nicht mehr.
Summa summarum - es gibt nur noch wenig Konstanten und Zeit etwas zu entwickeln. Insgesamt entwickelt sich zwar der Verein wie eine erfolgreiche Firma, aber als Fan schaust Du halt dem Projekt 2024 zu und dann dem Projekt 2025 und jetzt dem Projekt 2026/2027 und die haben für sich genommen nur noch teilweise etwas miteinander zu tun.
Und um jetzt endlich mal wieder auf Uzun zurückzukommen: Wenn man den jetzt verkloppt für 50 Millionen, dann mag das aus der Perspektive Erfolgschancen für das Projekt 2027/2028 sehr rational sein. Gleichzeitig sinkt meine Vorfreude auf das Projekt 2026/2027 aber sehr stark.
Ich hoffe das war nicht zu wirr und ich konnte rüberbringen was ich meine.
Für mich geht es um das Gesamtgebilde einer Mannschaft. In den letzten Jahren haben unsere Mannschaften immer etwas verkörpert. Das hatte verschiedene Facetten. Hohe individuelle Qualität einzelner Stürmer, stürmische ungezügelte Systeme, Charakterköpfe wie Boateng oder Hinteregger, vielversprechende Talente, Spieler mit hoher Eintracht-Identifikation wie Chandler, Rode oder Trapp. In diesem Mannschaftsverbund hatte man oft den Eindruck, dass es von der Mischung her gut passt.
Nach einer Saison, oder jüngst teilweise schon im Winter geht es dann los mit Gerüchten und schlußendlich Abgängen. Ich glaube für mich ist es dann gar nicht so wichtig, ob es "echte Identifikationsfiguren" sind - wie auch immer man das definiert - sondern eher, dass Dir ein Team, dass aus vielfachen Gründen Spaß macht, zerpflückt wird.
Dann bleibt Dir Dein Korsett aus Spielern, die langjährig dabei sind, aber ob in der nächsten Halbserie oder Saison eine Mannschaft herauskommt, die Du gerne ansiehst, steht jedes Mal in den Sternen. Dann gibt es Dellen wie letzte Saison, die den Trainer den Posten kosten, oder auf der Trainerposition wachsen auch die Ansprüche und es passt dann nicht mehr.
Summa summarum - es gibt nur noch wenig Konstanten und Zeit etwas zu entwickeln. Insgesamt entwickelt sich zwar der Verein wie eine erfolgreiche Firma, aber als Fan schaust Du halt dem Projekt 2024 zu und dann dem Projekt 2025 und jetzt dem Projekt 2026/2027 und die haben für sich genommen nur noch teilweise etwas miteinander zu tun.
Und um jetzt endlich mal wieder auf Uzun zurückzukommen: Wenn man den jetzt verkloppt für 50 Millionen, dann mag das aus der Perspektive Erfolgschancen für das Projekt 2027/2028 sehr rational sein. Gleichzeitig sinkt meine Vorfreude auf das Projekt 2026/2027 aber sehr stark.
Ich hoffe das war nicht zu wirr und ich konnte rüberbringen was ich meine.
15.08.2026 - 21:41 Uhr
Gibt es von Vereinsseite überhaupt ein Interesse Uzun zu verkaufen? Ich bin bei den Gerüchten um Frankfurter Spielern ja nicht so drin, aber ausser dem Neapel Gerücht finde ich derzeit nichts. Uzun könnte unter einem neuen Trainer richtig aufblühen. Wäre schade für Frankfurt wenn er ginge.
15.08.2026 - 23:56 Uhr
Zitat von Moechtegernmanager
Gibt es von Vereinsseite überhaupt ein Interesse Uzun zu verkaufen? Ich bin bei den Gerüchten um Frankfurter Spielern ja nicht so drin, aber ausser dem Neapel Gerücht finde ich derzeit nichts. Uzun könnte unter einem neuen Trainer richtig aufblühen. Wäre schade für Frankfurt wenn er ginge.
Gibt es von Vereinsseite überhaupt ein Interesse Uzun zu verkaufen? Ich bin bei den Gerüchten um Frankfurter Spielern ja nicht so drin, aber ausser dem Neapel Gerücht finde ich derzeit nichts. Uzun könnte unter einem neuen Trainer richtig aufblühen. Wäre schade für Frankfurt wenn er ginge.
Uzun wird zu 99% kommende Saison in Gfm spielen.
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