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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#26181
05.08.2026 - 08:34 Uhr
Zitat von DasBo
Viele wünschen sich wieder „junge, hungrige Spieler“, weil damit sofort die Klopp-Jahre und die Meistermannschaften von 2011 und 2012 verbunden werden. Damals hatten wir außergewöhnlich viele junge Spieler wie Hummels, Subotić, Sahin, Götze, Kagawa oder Lewandowski, die aber vor allem eines hatten: enorme Qualität.
Deshalb gehe ich auch mit, wenn der Verein wieder stärker eine eigene Transferstrategie vorgibt, statt hauptsächlich die Wunschliste des jeweiligen Trainers abzuarbeiten.
Aber: Nahezu jedem Trainer im Profifußball ist es völlig egal, ob ein Spieler 18 oder 30 Jahre alt ist. Entscheidend ist, ob er die Mannschaft besser macht. Wenn Kovac angeblich noch zwei erfahrene Spieler fordert, bedeutet das nicht, dass er keine Lust auf junge Spieler hat. Er sucht Spieler, die über längere Zeit Konstanz bewiesen haben und möglichst sofort liefern können. Und Konstanz ist letztlich ein Qualitätsmerkmal.
Talente wie Gadou, Mané, Reggiani, Kabar, Lerma, Albert oder Ignacio mögen eine große Zukunft haben. Bisher hat aber keiner von ihnen nachgewiesen, dass er bereits auf Dortmunder Champions-League-Niveau spielen kann. Genau dieses Risiko sieht ein Trainer.
Ist ein junger Spieler gut genug und besser als seine Konkurrenz, wird ihn auch Kovac einsetzen. Kein Trainer verzichtet freiwillig auf Qualität, nur weil sie jung ist.


Nur zum Thema „Erfahrung“.
Das ist ein wichtiger Punkt, gerade in engen oder hektischen Spielen. Nur mit jungen wilden ist das schwer zu schaffen. Daher finde ich die Forderung sehr seriös.

•     •     •

Es macht Spaß, aber es gibt wichtigeres.


10.11.2009 wir verlieren Robert Enke!

Mitglied seit: 07.06.2006
BVB - Transferpolitik |#26182
05.08.2026 - 08:44 Uhr
Zitat von DasBo
Viele wünschen sich wieder „junge, hungrige Spieler“, weil damit sofort die Klopp-Jahre und die Meistermannschaften von 2011 und 2012 verbunden werden. Damals hatten wir außergewöhnlich viele junge Spieler wie Hummels, Subotić, Sahin, Götze, Kagawa oder Lewandowski, die aber vor allem eines hatten: enorme Qualität.
Deshalb gehe ich auch mit, wenn der Verein wieder stärker eine eigene Transferstrategie vorgibt, statt hauptsächlich die Wunschliste des jeweiligen Trainers abzuarbeiten.
Aber: Nahezu jedem Trainer im Profifußball ist es völlig egal, ob ein Spieler 18 oder 30 Jahre alt ist. Entscheidend ist, ob er die Mannschaft besser macht. Wenn Kovac angeblich noch zwei erfahrene Spieler fordert, bedeutet das nicht, dass er keine Lust auf junge Spieler hat. Er sucht Spieler, die über längere Zeit Konstanz bewiesen haben und möglichst sofort liefern können. Und Konstanz ist letztlich ein Qualitätsmerkmal.
Talente wie Gadou, Mané, Reggiani, Kabar, Lerma, Albert oder Ignacio mögen eine große Zukunft haben. Bisher hat aber keiner von ihnen nachgewiesen, dass er bereits auf Dortmunder Champions-League-Niveau spielen kann. Genau dieses Risiko sieht ein Trainer.
Ist ein junger Spieler gut genug und besser als seine Konkurrenz, wird ihn auch Kovac einsetzen. Kein Trainer verzichtet freiwillig auf Qualität, nur weil sie jung ist.


Aber auch erfahrene Spieler liefern die nicht immer konstante Leistungen auf hohen Niveau. Die Spieler, die das wirklich tun, gehören zur absoluten Weltklasse und sind für den BVB finanziell nicht erreichbar.
Alle anderen gestandenen Spieler, die man die letzten Jahre verpflichtet hat, egal ob Groß, Bensebaini, Sabitzer, Süle und auch ein Guirassy, liefern bzw. haben nie konstant abgeliefert. Da waren bei allen Spielern sowohl Ausreißer nach oben, aber genauso viele Ausreißer nach unten in den Leistungen drin, sodass es für mich ein Trugschluss ist zu glauben, dass ausschließlich gestandene Spieler das Qualitätsmerkmal "Konstanz" mitbringen, denn wenn ich da an Spieler wie Haaland, Sancho und Bellingham denke, dann haben die damals bei uns selbst in jungen Jahren konstant gute Leistungen gezeigt.
Von daher geht es da m.M.n. wenig um das Alter des Spielers, sondern allgemein um dessen fußballerischen Qualitäten und je höher diese Qualitäten sind, umso konstanter kann er diese auch abrufen und ich denke, da haben wir vor allem mir Karetsas und Gadou zwei junge Spieler verpflichtet, die über diese Qualität verfügen um auch ihre Leistungen bereits jetzt schon konstant abzurufen.
BVB - Transferpolitik |#26183
05.08.2026 - 08:54 Uhr
Dem stimme ich zu und ich gestehe eher einem Inacio einen Fehler ein als einem Sabitzer...

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2017/2018

Meine Erste 11:
-------------------------------Bürki---------------------------------
Pisczczek---------Sokratis---------Bartra-------Guerreiro
-------------------------------Weigl--------------------------------
Dembélé-------Götze---------Dahoud----------------Reus
---------------------------Aubameyang--------------------------
Trainer: Favre
BVB - Transferpolitik |#26184
05.08.2026 - 09:09 Uhr
Zitat von Danjo88

Von daher geht es da m.M.n. wenig um das Alter des Spielers, sondern allgemein um dessen fußballerischen Qualitäten und je höher diese Qualitäten sind, umso konstanter kann er diese auch abrufen und ich denke, da haben wir vor allem mir Karetsas und Gadou zwei junge Spieler verpflichtet, die über diese Qualität verfügen um auch ihre Leistungen bereits jetzt schon konstant abzurufen.


Dass es nicht um das Alter geht, ist exakt was ich geschrieben habe. Das Potential uns irgendwann weiterzuhelfen haben sicherlich beide. Aber können sie uns von Beginn an weiterhelfen?

Natürlich ist das Risiko geringer, dass sich ein erfahrender Spieler als Vollflop herausstellt. Das mag zwar manchen nicht schmecken, was ein Sabitzer (Groß, Bensebaini, Süle, Guirassy..) hier verdienen und dementsprechend ist die Erwartungshaltung um mehrere Faktor höher, aber sie liefern dir immer ein Mindestlevel an Qualität. Was dabei raus kommt, wenn ein junger Spieler überfordert ist, hat Mane letztes Jahr gut demonstriert. Wobei die IV Position natürlich auch besonders undankbar ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DasBo am 05.08.2026 um 09:10 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#26185
05.08.2026 - 09:17 Uhr
Zitat von Danjo88

Zitat von Utzel

Zitat von TheKillingJoke

Zitat von Zeh-Lizenz

Zur Trainer-Situation & Kaderplanung bei uns:
Ich bin wahrlich kein Fan von Niko Kovac. Aber ganz ehrlich: Er tut mir bei uns aktuell fast ein bisschen leid. Wie er als Trainer „von oben“ mit den ganzen Youngsters getrietzt wird, ist personell schon harte Kost. Bei Konstantinos Karetsas soll Kovac zwar beim Einfädeln geholfen haben, aber das Gesamtkonzept wird ihm hier förmlich aufoktroyiert. Das Motto lautet: Entweder du kannst mit den Talenten… oder eben nicht. Zu allem Überfluss wird auf unserer RN-Hausseite bereits das nächste Gerücht heißgekocht: Wir sollen an einem 18-jährigen Polen dran sein.


Wir haben uns die letzten Jahre, eigentlich sogar das letzte Jahrzehnt komplett auf die Trainer verlassen und es hat uns nicht nach vorne gebracht. Manche würden sogar sagen, es hat uns zurückgeworfen. Deswegen gab es einige Befürworter, die genau das gefordert haben.... die BVB-DNA oder Philosophie muss vom Verein vorgegeben werden und in den Kader und in die Strukturen (zB NLZ) implementiert werden. Der nächste Schritt wäre, einen Trainer zu finden (so fern Kovac hier nicht adaptieren kann) der genau in diese Transfer- und Kaderpolitik passt.


Stimme ich dir auch zu bzw. stimme ich auch diesem Weg des BVB zu. Ergänzen würde ich aber gerne, dass doch auch von Absprachen mit Kovac berichtet wurde, in denen auch er diesem Weg und der stärkeren Gewichtung/Förderung von Talenten zugestimmt hat. Also ich sehe da weniger das Risiko, dass Kovac sich nicht adaptieren wollen würde täte. Wir sollten mal abwarten, wie sich das in den nächsten Monaten entwickelt und dabei nicht vergessen, dass dabei die sportlichen Ziele trotzdem über allem stehen müssen.


Das wird man abwarten müssen.
Ist doch logisch, dass Kovac bei den Absprachen mit Ricken, Book und Co. erst einmal mitgeht bzw. zustimmt.
Er würde sich ja selbst in eine sehr schlechte Position bringen, wenn er gegen deren Philosophie sprechen würde, weil auch bei ihm eine VVL ansteht und er sicherlich gerne weiterhin Trainer beim BVB bleiben möchte.
Wichtiger ist es doch, wie es am Ende in der Praxis wirklich aussieht. Ich kann mir schon vorstellen, dass Kovac es mit einem anderen Ansatz versuchen möchte. Er ist ja schließlich nicht dumm und weiß auch, was für eine Erwartungshaltung beim BVB herrscht.
Diesen pragmatischen Ansatz der letzten gut 1,5 Jahre wird er daher erst einmal nicht mehr ansetzen können, sondern versuchen müssen, es offensiver bzw. attraktiver zu gestalten.
Das große Problem bleibt für mich aber immer noch, dass Kovac zu sehr das Risiko vermeiden möchte und das sieht man halt sehr stark am System, an dem er anscheinend immer noch festhalten möchte.
Die 5er-Kette ist da einfach nicht mehr zeitgemäß, wenn man nachhaltig attraktiveren, offensiveren und auch erfolgreicheren Fußball spielen möchte. Hier muss von Kovac auch einfach mal ein Umdenken, was das System betrifft, stattfinden um auch die Möglichkeiten die er im Kader hat vollständig ausschöpfen zu können.


Nein, das ist nicht logisch, außer man unterstellt seinem Trainer unanständiges Verhalten. Ich sehe keinen Grund, warum man das Kovac unterstellen sollte. Wir haben auch bei früheren Trainern oft genug erlebt, dass die Zusammenarbeit endete, wenn beide Seiten eben nicht mehr den gleichen Plan mitgehen wollten. Zuletzt gesichert durch öffentliche Aussagen bei Marco Rose. Unter anständigen Führungskräften trennt man sich dann ohne böses Blut und ohne Nachtreten. Wenn also Kovac tatsächlich ausschließlich mit älteren Spielern und mit defensiver Spielweise arbeiten wollen würde, hätte er bei den Vorbereitungsgesprächen und Absprachen zur Transferpolitik des Vereins nicht zugestimmt und man hätte sich friedlich getrennt. Es wurde aber ausdrücklich veröffentlicht, dass man sich einig sei. Und das, da waren wir uns ja einig, muss man nun abwarten, ob und wie er das umsetzt.

Dieses Narrativ mit der 5er-Kette wird hier so oft missbraucht, dass wir darüber nicht schon wieder diskutieren müssen. Ich halte nichts von Forenusern, die alles besser wissen, als ein Profi-Trainer. Kovac steht nicht umsonst da wo er steht und er hat uns erst einmal wieder stabilisiert und zurück auf den 2. Platz geführt und das erkenne ich zunächst mal an. Wie ich schon einmal schrieb, die derzeitige 5er-Kette war ein Wunsch bzw. eine Forderung der Mannschaft, Kovac hatte hier beim BVB zu Beginn mit 4er-Kette begonnen. Es ist also völlig unsinnig, ständig die Behauptung zu diskutieren, er wolle oder könne nur die 5er-Kette. Ich gehe davon aus, dass Kovac umstellen wird, wenn er es für angebracht und erfolgversprechend hält und wenn vor allem auch die Mannschaft mitzieht. Ich finde es sogar sehr stark von ihm, dass er die Mannschaft in solche Überlegungen mit einbezieht und nicht einfach stumpf sein System erzwingen will, wie das manche andere Trainer machen.

Also einfach mal locker bleiben und Book und Kovac "kochen" lassen, finde ich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Utzel am 05.08.2026 um 09:21 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#26186
05.08.2026 - 09:23 Uhr
Zitat von DasBo
Zitat von Danjo88

Von daher geht es da m.M.n. wenig um das Alter des Spielers, sondern allgemein um dessen fußballerischen Qualitäten und je höher diese Qualitäten sind, umso konstanter kann er diese auch abrufen und ich denke, da haben wir vor allem mir Karetsas und Gadou zwei junge Spieler verpflichtet, die über diese Qualität verfügen um auch ihre Leistungen bereits jetzt schon konstant abzurufen.


Dass es nicht um das Alter geht, ist exakt was ich geschrieben habe. Das Potential uns irgendwann weiterzuhelfen haben sicherlich beide. Aber können sie uns von Beginn an weiterhelfen?

Natürlich ist das Risiko geringer, dass sich ein erfahrender Spieler als Vollflop herausstellt. Das mag zwar manchen nicht schmecken, was ein Sabitzer (Groß, Bensebaini, Süle, Guirassy..) hier verdienen und dementsprechend ist die Erwartungshaltung um mehrere Faktor höher, aber sie liefern dir immer ein Mindestlevel an Qualität. Was dabei raus kommt, wenn ein junger Spieler überfordert ist, hat Mane letztes Jahr gut demonstriert. Wobei die IV Position natürlich auch besonders undankbar ist.


Das ist aber das Risiko, welches man eingeht und wenn man sich an das wilde Spiel gegen Juve letzte Saison erinnert, war es eben jener Bensebaini, der in der Nachspielzeit einen totalen Blackout hatte, weshalb man am Ende den sicher geglaubten Sieg doch noch hergeschenkt hatte.
Es passiert halt nicht nur den jungen Spielern wie Mane, sondern auch den gestandenen Spielern.
Wichtig hierbei ist halt, wie man dann mit den Spielern umgeht.
Ein Bensebaini bekommt dann sofort halt wieder das Vertrauen des Trainers, weil er als gestandener Spieler gilt. Eine Mane war nach diesem Spiel einfach mal komplett außen vor und durfte erst in der Rückrunde wie ein paar Minuten Spielzeit bekommen.
Das ist für die Entwicklung eines solch jungen Spielers nicht hilfreich, weil die Konsequenz, die er daraus zieht dann ist, dass er selbst als junger Spieler sich keine Fehler erlauben darf, weil er dann keine Chance erhält es beim nächsten Mal besser zu machen, während halt der gestandene Spieler anscheinend Fehler machen darf.
Man muss halt ein Stück weit abwägen, welchen Weg man gehen möchte. Aktuell sieht es stark danach aus, als möchte man wieder vermehrt den Weg der jungen Talente gehen und weniger den der überbezahlten gestandenen Spieler.
Ich finde den Weg richtig so, aber dann muss man auch bereit sein, den jungen Spielern Fehler oder schwache Leistungen einzugestehen und ihnen trotzdem den Rücken stärken und weiter auf sie setzen.
Denn auch, wie bereits erwähnt, die gestandenen Spieler haben sehr häufig mit Fehlern und schlechten Leistungen geglänzt und es war dann halt alternativlos weiterhin auf diese Spieler zu setzen, da man zum einen nicht die Möglichkeiten, die man aktuell hat, dafür einen jungen Spieler zu bringen und wenn man die Möglichkeit hatte, diesen dann dennoch nicht gebracht hat, weil man der Meinung war, dass wenn ein gestandener Spieler solche Fehler macht, ein junges Talent es wohl kaum besser machen würde.

Man muss sich daher ein Stück weit von dem Gedanken lösen, dass man unbedingt gestandene Spieler verpflichten müsse, weil diese ja konstant gute Leistungen und Erfahrung mitbringen. Wenn diese Spieler aber einfach nicht die Qualität haben, dann bringt deren Erfahrung leider sehr wenig und die Leistungen sind eben so inkonstant, wie sie nun mal von den Sabitzer's, Bensebaini's und Co. zuletzt waren.
BVB - Transferpolitik |#26187
05.08.2026 - 09:28 Uhr
Habe ich hier glaube ich auch mal geschrieben, nur hole ich es nochmal hervor.

Ich gehe davon aus, das man recht schnell bei Erfahren an Ende 20 oder Anfang 30 denkt. Nur hat sich das inzwischen geändert.
Ein Maxi Beier ist 23 und hat schon über 200 Profispiele.

Vom Bauchgefühl reden wir hier also eher von Mitte 20.

Ich würde bei den Erfahrenen aktuell von einem Offensivspieler ausgehen. Sancho wird da ja 24/7 genannt.
Von den Gerüchten ist es da eher etwas dünn. Yeremay Hernández hat zwar ca. 80 Spiele zweitklassig Spanien + darunter anzubieten. Nur ob das schon reicht. Viel gesehen ja, aber nicht auf dem geforderten Niveau.

Giannis Konstantelias recht ähnlich. Nur mit der Griechischen Liga und ein wenig EL.

Aslani ist jetzt auch erst hinter dem zweiten Jahr. Einmal zweite Liga und dann Bundesliga. Hat seine Zahlen fast halten können mit weniger Minuten.
Aber echte "Erfahrung" weiß ich nicht.

Es ist eigentlich nur Sancho der im Raum steht.

Auch finde ich das Grundlegend in Ordnung, weil man eben auch nicht nur mit jungen Spielern arbeiten kann.

Den zweiten sehe ich als Couto Ersatz und Back Up zu Reyerson. Irgendwer im Bereich 25 oder so. Am Besten für beide Schienen Einsetzbar.

•     •     •

"Der Weg zum Erfolg, ist eine klare Linie." Christoph Daum
BVB - Transferpolitik |#26188
05.08.2026 - 09:33 Uhr
Zitat von Danjo88
Zitat von DasBo

Viele wünschen sich wieder „junge, hungrige Spieler“, weil damit sofort die Klopp-Jahre und die Meistermannschaften von 2011 und 2012 verbunden werden. Damals hatten wir außergewöhnlich viele junge Spieler wie Hummels, Subotić, Sahin, Götze, Kagawa oder Lewandowski, die aber vor allem eines hatten: enorme Qualität.
Deshalb gehe ich auch mit, wenn der Verein wieder stärker eine eigene Transferstrategie vorgibt, statt hauptsächlich die Wunschliste des jeweiligen Trainers abzuarbeiten.
Aber: Nahezu jedem Trainer im Profifußball ist es völlig egal, ob ein Spieler 18 oder 30 Jahre alt ist. Entscheidend ist, ob er die Mannschaft besser macht. Wenn Kovac angeblich noch zwei erfahrene Spieler fordert, bedeutet das nicht, dass er keine Lust auf junge Spieler hat. Er sucht Spieler, die über längere Zeit Konstanz bewiesen haben und möglichst sofort liefern können. Und Konstanz ist letztlich ein Qualitätsmerkmal.
Talente wie Gadou, Mané, Reggiani, Kabar, Lerma, Albert oder Ignacio mögen eine große Zukunft haben. Bisher hat aber keiner von ihnen nachgewiesen, dass er bereits auf Dortmunder Champions-League-Niveau spielen kann. Genau dieses Risiko sieht ein Trainer.
Ist ein junger Spieler gut genug und besser als seine Konkurrenz, wird ihn auch Kovac einsetzen. Kein Trainer verzichtet freiwillig auf Qualität, nur weil sie jung ist.


Aber auch erfahrene Spieler liefern die nicht immer konstante Leistungen auf hohen Niveau. Die Spieler, die das wirklich tun, gehören zur absoluten Weltklasse und sind für den BVB finanziell nicht erreichbar.
Alle anderen gestandenen Spieler, die man die letzten Jahre verpflichtet hat, egal ob Groß, Bensebaini, Sabitzer, Süle und auch ein Guirassy, liefern bzw. haben nie konstant abgeliefert. Da waren bei allen Spielern sowohl Ausreißer nach oben, aber genauso viele Ausreißer nach unten in den Leistungen drin, sodass es für mich ein Trugschluss ist zu glauben, dass ausschließlich gestandene Spieler das Qualitätsmerkmal "Konstanz" mitbringen, denn wenn ich da an Spieler wie Haaland, Sancho und Bellingham denke, dann haben die damals bei uns selbst in jungen Jahren konstant gute Leistungen gezeigt.
Von daher geht es da m.M.n. wenig um das Alter des Spielers, sondern allgemein um dessen fußballerischen Qualitäten und je höher diese Qualitäten sind, umso konstanter kann er diese auch abrufen und ich denke, da haben wir vor allem mir Karetsas und Gadou zwei junge Spieler verpflichtet, die über diese Qualität verfügen um auch ihre Leistungen bereits jetzt schon konstant abzurufen.

Ein wichtiger Punkt ist für mich auch, dass junge Talente zu holen nicht gleichbedeutend damit ist, eine Mannschaft komplett aus Talenten zu haben.
Im Idealfall macht ein Talent den Reus und ist über mehr als zehn Jahre Leistungsträger bei uns. Jedenfalls gibt's immer wieder Talente, die nicht gleich zum nächsten Topclub weiterziehen. Von daher wird sich in der Mannschaft auch Erfahrung bilden, wenn die Transferpolitik nur auf Talente ausgerichtet ist.

Und wie du schreibst, bekommen wir keine erfahrenen Weltklasse-Leute. Unsere Entscheidung lautet nicht, ob wir einen Harry Kane holen oder ein Talent, dass noch nicht so weit ist, aber vielleicht der nächste Haaland oder Mbappe wird. Damit meine ich, dass wir fast nie um erfahrene Spieler werben, zu denen es keine gleichguten, jüngeren Alternativen gäbe. Zu den Antons, Sabitzes oder Bensebainis findet man natürlich jüngere Alternativen, die vergleichbares leisten. Nur scheinen diese Alternativen zunächst teurer. Das ist aber, meiner Meinung nach, ein Trugschluss. Talente kosten zwar mehr Ablöse, aber dafür haben sie einen Wiederverkaufswert, beziehen meistens weniger Gehalt und haben vor allem Potenzial. Letzteres sorgt dann dafür, dass man sportlich deutlich mehr bekommen kann, wenn es gut läuft, oder der Marktwert geht durch die Decke und man profitiert finanziell bei einem Abgang.

Von daher sollten wir eine Trainer-Forderung nach mehr Erfahrung fast nie nachgeben, denke ich. Vor allem jetzt nicht, da wir keine Leistungsträger verloren haben und der Verlust an Erfahrung keine größere Bedeutung haben dürfte.
Ich verstehe zwar, dass es Trainern nur nach Leistung geht und diese gerne noch die ein oder andere erfahrene Ergänzung hätten, ohne dass viel Ablöse gezahlt werden muss. Aber für die Vereine macht das nur selten Sinn, denke ich. Perspektivisch bringt das meistens Nachteile mit sich. Ausnahmen sind nur Spieler, die besser sind als jedes Talent, das man bekommen kann. Oder der Verein hat schlecht gewirtschaftet, kein Geld für Ablösesummen und muss deswegen auf einen erfahrenen Spieler setzen, um eine Baustelle zu schließen. Letzteres kommt öfters vor. Ist aus meiner Sicht aber schlechte Planung und kostet mittelfristig eben auch sportlich und finanziell, obwohl der erfahren Spieler wenig Ablöse kostet.
BVB - Transferpolitik |#26189
05.08.2026 - 10:05 Uhr
Zitat von Danjo88


Das ist aber das Risiko, welches man eingeht und wenn man sich an das wilde Spiel gegen Juve letzte Saison erinnert, war es eben jener Bensebaini, der in der Nachspielzeit einen totalen Blackout hatte, weshalb man am Ende den sicher geglaubten Sieg doch noch hergeschenkt hatte.
Es passiert halt nicht nur den jungen Spielern wie Mane, sondern auch den gestandenen Spielern.
Wichtig hierbei ist halt, wie man dann mit den Spielern umgeht.
Ein Bensebaini bekommt dann sofort halt wieder das Vertrauen des Trainers, weil er als gestandener Spieler gilt. Eine Mane war nach diesem Spiel einfach mal komplett außen vor und durfte erst in der Rückrunde wie ein paar Minuten Spielzeit bekommen.
Das ist für die Entwicklung eines solch jungen Spielers nicht hilfreich, weil die Konsequenz, die er daraus zieht dann ist, dass er selbst als junger Spieler sich keine Fehler erlauben darf, weil er dann keine Chance erhält es beim nächsten Mal besser zu machen, während halt der gestandene Spieler anscheinend Fehler machen darf.


Klar, muss man jungen Talenten Fehler zugestehen.

Aber dieser Bensebaini/Mane Vergleich ist einfach völliger Quatsch. Sorry, muss ich genau so formulieren. Bensebaini ist ein erfahrener Bundesligaspieler, der seine Qualität nachgewiesen hat und wie jeder andere Fehler macht.
Mane war damals ein Jugendspieler der vielleicht 100 Bundesligaminuten auf dem Buckel hatte, seine Bundesligatauglichkeit (eigentlich bis heute) noch nicht nachgewiesen hat und direkt mal ein Spiel durch den unnötigsten Platzverweis (inkl Elfer) entschieden hat. Weißt du was er damit bewiesen hat? Dass er noch nicht reif für die Bundesliga war. Der wäre bei jedem CL Club erstmal außen vor gewesen. Es gibt hunderte junge Spieler Inder Liga, die auf ihre Chance warten und diese nutzen müssen! Und für so eine junge Karriere sind spielentscheidende Fehler, wenn man einmal die Chance bekommt, nunmal tödlich.
Das ist nicht der unfaire Kovac, der dem armen Mane keine Chance gibt - Mane hat die Chance damals einfach nicht genutzt. Punkt.
Jetzt ist er wieder dran und bekommt eine neue Chance. Leistungssport halt.
BVB - Transferpolitik |#26190
05.08.2026 - 10:08 Uhr
Zitat von DasBo

Viele wünschen sich wieder „junge, hungrige Spieler“, weil damit sofort die Klopp-Jahre und die Meistermannschaften von 2011 und 2012 verbunden werden. Damals hatten wir außergewöhnlich viele junge Spieler wie Hummels, Subotić, Sahin, Götze, Kagawa oder Lewandowski, die aber vor allem eines hatten: enorme Qualität.
Deshalb gehe ich auch mit, wenn der Verein wieder stärker eine eigene Transferstrategie vorgibt, statt hauptsächlich die Wunschliste des jeweiligen Trainers abzuarbeiten.
Aber: Nahezu jedem Trainer im Profifußball ist es völlig egal, ob ein Spieler 18 oder 30 Jahre alt ist. Entscheidend ist, ob er die Mannschaft besser macht. Wenn Kovac angeblich noch zwei erfahrene Spieler fordert, bedeutet das nicht, dass er keine Lust auf junge Spieler hat. Er sucht Spieler, die über längere Zeit Konstanz bewiesen haben und möglichst sofort liefern können. Und Konstanz ist letztlich ein Qualitätsmerkmal.
Talente wie Gadou, Mané, Reggiani, Kabar, Lerma, Albert oder Ignacio mögen eine große Zukunft haben. Bisher hat aber keiner von ihnen nachgewiesen, dass er bereits auf Dortmunder Champions-League-Niveau spielen kann. Genau dieses Risiko sieht ein Trainer.
Ist ein junger Spieler gut genug und besser als seine Konkurrenz, wird ihn auch Kovac einsetzen. Kein Trainer verzichtet freiwillig auf Qualität, nur weil sie jung ist.

Durchschnittsalter
10/11: 25,2
11/12: 25,1
25/26: 25,2
Aktueller Kader: 24,8

Klar, kann man jetzt noch auf Stammspieler usw. runter brechen, aber da tut sich im Schnitt nicht viel zu den Erfolgsjahren. Auch unter Klopp gab es Spieler, wie Owomoyela, Kehl, Weidenfeller, die über 30 waren.
Im aktuellen Kader halt Anton, Bensebaini, Sabitzer und Guirassy
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Polylemma am 05.08.2026 um 10:11 Uhr bearbeitet
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