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BVB - Aktie

07.04.2016 - 09:41 Uhr
BVB - Aktie |#1531
31.03.2026 - 15:59 Uhr
Zitat von Mairon


Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.
BVB - Aktie |#1532
31.03.2026 - 19:05 Uhr
Zitat von halbgott
Zitat von Mairon

Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.


Ohne mich jetzt für oder gegen den Kauf bei aktuellen Kursen auszusprechen: Ich verstehe nicht wieso man so grundsätzlich gegen die BVB-Aktie wettert.

Ich finde die Aktie grundsätzlich sehr spannend. Ja, es ist eine Fussballaktie und hat intrinsische Risiken. Ja, es ist ein small cap. Ja, sie ist in € notiert. Macht es sie deswegen schlecht? Nein, sie stellt ein bestimmtes Chance/Risiko-Verhältnis dar. Pflichtkauf? nein. Kann es sinnvoll sein diese dem Portfolio beizumischen? Natürlich kann es das.

Ich würde bestimmt nicht 80% meines Kapitals in die BVB-Aktie stecken. Wenn ich aber ein portfolio aus 40% Eigenheim (auch ne Wertanlage), 10% cash und 50% ETF habe ist es vollkommen in Ordnung eine riskante Wette zu kaufen und auf diese 5% des Portfolios zu verwenden. Ob diese dann Nvidia, Rheinmetall oder BVB heißt muss und darf jeder für sich einschätzen.

Der Punkt ist am Ende das Chance/Risiko-Verhältnis und nicht die historische performance. Das macht bei ETF oder konservativen Wertanlagen (Immobilien, Gold, Anleihen) Sinn aber wenig bis gar nicht bei small caps.

Bei einem AW ETF habe ich aufs Jahr gesehen eine range von -10% bis +10%. Bei crashs weniger, bei Boomjahren mehr. Aber das kann ich in der Regel erwarten. Beim BVB (oder anderen small caps) sinds dann ganz stark vereinfacht eher -30-70% bis +30-70%.

Ein Punkt den ich mehrmals aufgebracht habe und der bisher komplett ignoriert wurde: Die correlation zum rest des Marktes. Die Aktie ist zwar abhängig von der Wirtschaft und wird entsprechend mit hoch- bzw. runtergerissen. Deutlich weniger allerdings als andere Assetklassen und Aktien. Corona hat das „Hauptgeschäft“ massiv gestört aber die aktuelle Krise oder der Liberation day im April 2025 haben deutlich weniger den Kurs belastet als dies z.b. bei dem weitaus konservativen Titel BASF der Fall war.

Ich find den grundsätzlichen Tenor hier tatsächlich etwas naiv. Klar, wer keine Ahnung von Aktien hat sollte keine kaufen. Aber wenns hier grundsätzlich um chancen und risiken von einem small cap geht finde ich es schwierig nur auf die historische performance zu verweisen. Auch sonst wird mir hier viel zu häufig kategorisch von der Aktie abgeraten. Solange die Risiken bewusst in Kauf genommen werden sollte das doch alles in Ordung sein nicht?

Wer möchte findet von mir alte Post in denen ich aufschlüssel welche wesentlichen wirtschaftlichen (nicht sportlichen!) Erfolgsfaktoren wie lange gültig sind. Hauptsponsor, TV-Vermarktung, etc. Mathematisch ausgedrückt ist sportlicher Erfolg eine Funktion der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB performed hier seit Jahren unter. Entsprechend kann darauf setzen, dass der sportliche Erfolg demnächst wieder eintritt, dadurch Sondereffekte ausgelöst werden und der Aktienkurs steigt. Wird es so sein? Keine Ahnung. Magst du Sportwetten? Falls ja, kann die Aktie was für dich sein.
BVB - Aktie |#1533
02.04.2026 - 12:48 Uhr
@Mulli nanu, wo ist deine Antwort hin? Ich hätte gerne noch reagiert smile
BVB - Aktie |#1534
02.04.2026 - 13:55 Uhr
Zitat von Econball
Zitat von halbgott

Zitat von Mairon

Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.


Ohne mich jetzt für oder gegen den Kauf bei aktuellen Kursen auszusprechen: Ich verstehe nicht wieso man so grundsätzlich gegen die BVB-Aktie wettert.

Ich finde die Aktie grundsätzlich sehr spannend. Ja, es ist eine Fussballaktie und hat intrinsische Risiken. Ja, es ist ein small cap. Ja, sie ist in € notiert. Macht es sie deswegen schlecht? Nein, sie stellt ein bestimmtes Chance/Risiko-Verhältnis dar. Pflichtkauf? nein. Kann es sinnvoll sein diese dem Portfolio beizumischen? Natürlich kann es das.

Ich würde bestimmt nicht 80% meines Kapitals in die BVB-Aktie stecken. Wenn ich aber ein portfolio aus 40% Eigenheim (auch ne Wertanlage), 10% cash und 50% ETF habe ist es vollkommen in Ordnung eine riskante Wette zu kaufen und auf diese 5% des Portfolios zu verwenden. Ob diese dann Nvidia, Rheinmetall oder BVB heißt muss und darf jeder für sich einschätzen.

Der Punkt ist am Ende das Chance/Risiko-Verhältnis und nicht die historische performance. Das macht bei ETF oder konservativen Wertanlagen (Immobilien, Gold, Anleihen) Sinn aber wenig bis gar nicht bei small caps.

Bei einem AW ETF habe ich aufs Jahr gesehen eine range von -10% bis +10%. Bei crashs weniger, bei Boomjahren mehr. Aber das kann ich in der Regel erwarten. Beim BVB (oder anderen small caps) sinds dann ganz stark vereinfacht eher -30-70% bis +30-70%.

Ein Punkt den ich mehrmals aufgebracht habe und der bisher komplett ignoriert wurde: Die correlation zum rest des Marktes. Die Aktie ist zwar abhängig von der Wirtschaft und wird entsprechend mit hoch- bzw. runtergerissen. Deutlich weniger allerdings als andere Assetklassen und Aktien. Corona hat das „Hauptgeschäft“ massiv gestört aber die aktuelle Krise oder der Liberation day im April 2025 haben deutlich weniger den Kurs belastet als dies z.b. bei dem weitaus konservativen Titel BASF der Fall war.

Ich find den grundsätzlichen Tenor hier tatsächlich etwas naiv. Klar, wer keine Ahnung von Aktien hat sollte keine kaufen. Aber wenns hier grundsätzlich um chancen und risiken von einem small cap geht finde ich es schwierig nur auf die historische performance zu verweisen. Auch sonst wird mir hier viel zu häufig kategorisch von der Aktie abgeraten. Solange die Risiken bewusst in Kauf genommen werden sollte das doch alles in Ordung sein nicht?

Wer möchte findet von mir alte Post in denen ich aufschlüssel welche wesentlichen wirtschaftlichen (nicht sportlichen!) Erfolgsfaktoren wie lange gültig sind. Hauptsponsor, TV-Vermarktung, etc. Mathematisch ausgedrückt ist sportlicher Erfolg eine Funktion der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB performed hier seit Jahren unter. Entsprechend kann darauf setzen, dass der sportliche Erfolg demnächst wieder eintritt, dadurch Sondereffekte ausgelöst werden und der Aktienkurs steigt. Wird es so sein? Keine Ahnung. Magst du Sportwetten? Falls ja, kann die Aktie was für dich sein.


Das Potenzial der Aktie liegt in einer ganz krassen Randverteilung. Du hast recht, dass historische Performance hier nicht spannend ist. Die Frage ist aber, was den Wert der Aktie bestimmt? Was liefert Upside? Sondereffekte sind es nicht. Die Dividendenzahlungen sind mau, die Gewinne und Bestände recht konstant. Kontrollrechte liegen nicht bei den Aktionären. Warum sollte jemand bald 9 Euro für eine Aktie bezahlen, wenn man für eine Aktie nichts bekommt, außer eine ähnlich zu erwartende kleine Dividende?

Die Chance liegt in der Änderung des institutionellen Rahmens. Und da liegt sie nicht bei 70% sondern bestimmt bei 700%. Aber das ist ein Randereignis - dass die Eigentümer GmbH Co KGaA über die Mittelverwendung bestimmen können - bspw. den BVB zu einer Gelddruckmaschine machen, wie es die US Mannschaften sein können.

Von der Aktie kann man definitiv abraten, weil sie auf so unsinnige Dinge wie die Fastmeisterschaft 2023 enorm reagiert - als wäre der BVB dadurch 25% profitabler geworden, oder ist es jetzt entsprechend nicht. Aber Entscheidungen zur Super League, rauschen ungesehen durch - obwohl da die große Kohle warten würde.
BVB - Aktie |#1535
02.04.2026 - 15:31 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von Econball

Zitat von halbgott

Zitat von Mairon

Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.


Ohne mich jetzt für oder gegen den Kauf bei aktuellen Kursen auszusprechen: Ich verstehe nicht wieso man so grundsätzlich gegen die BVB-Aktie wettert.

Ich finde die Aktie grundsätzlich sehr spannend. Ja, es ist eine Fussballaktie und hat intrinsische Risiken. Ja, es ist ein small cap. Ja, sie ist in € notiert. Macht es sie deswegen schlecht? Nein, sie stellt ein bestimmtes Chance/Risiko-Verhältnis dar. Pflichtkauf? nein. Kann es sinnvoll sein diese dem Portfolio beizumischen? Natürlich kann es das.

Ich würde bestimmt nicht 80% meines Kapitals in die BVB-Aktie stecken. Wenn ich aber ein portfolio aus 40% Eigenheim (auch ne Wertanlage), 10% cash und 50% ETF habe ist es vollkommen in Ordnung eine riskante Wette zu kaufen und auf diese 5% des Portfolios zu verwenden. Ob diese dann Nvidia, Rheinmetall oder BVB heißt muss und darf jeder für sich einschätzen.

Der Punkt ist am Ende das Chance/Risiko-Verhältnis und nicht die historische performance. Das macht bei ETF oder konservativen Wertanlagen (Immobilien, Gold, Anleihen) Sinn aber wenig bis gar nicht bei small caps.

Bei einem AW ETF habe ich aufs Jahr gesehen eine range von -10% bis +10%. Bei crashs weniger, bei Boomjahren mehr. Aber das kann ich in der Regel erwarten. Beim BVB (oder anderen small caps) sinds dann ganz stark vereinfacht eher -30-70% bis +30-70%.

Ein Punkt den ich mehrmals aufgebracht habe und der bisher komplett ignoriert wurde: Die correlation zum rest des Marktes. Die Aktie ist zwar abhängig von der Wirtschaft und wird entsprechend mit hoch- bzw. runtergerissen. Deutlich weniger allerdings als andere Assetklassen und Aktien. Corona hat das „Hauptgeschäft“ massiv gestört aber die aktuelle Krise oder der Liberation day im April 2025 haben deutlich weniger den Kurs belastet als dies z.b. bei dem weitaus konservativen Titel BASF der Fall war.

Ich find den grundsätzlichen Tenor hier tatsächlich etwas naiv. Klar, wer keine Ahnung von Aktien hat sollte keine kaufen. Aber wenns hier grundsätzlich um chancen und risiken von einem small cap geht finde ich es schwierig nur auf die historische performance zu verweisen. Auch sonst wird mir hier viel zu häufig kategorisch von der Aktie abgeraten. Solange die Risiken bewusst in Kauf genommen werden sollte das doch alles in Ordung sein nicht?

Wer möchte findet von mir alte Post in denen ich aufschlüssel welche wesentlichen wirtschaftlichen (nicht sportlichen!) Erfolgsfaktoren wie lange gültig sind. Hauptsponsor, TV-Vermarktung, etc. Mathematisch ausgedrückt ist sportlicher Erfolg eine Funktion der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB performed hier seit Jahren unter. Entsprechend kann darauf setzen, dass der sportliche Erfolg demnächst wieder eintritt, dadurch Sondereffekte ausgelöst werden und der Aktienkurs steigt. Wird es so sein? Keine Ahnung. Magst du Sportwetten? Falls ja, kann die Aktie was für dich sein.


Das Potenzial der Aktie liegt in einer ganz krassen Randverteilung. Du hast recht, dass historische Performance hier nicht spannend ist. Die Frage ist aber, was den Wert der Aktie bestimmt? Was liefert Upside? Sondereffekte sind es nicht. Die Dividendenzahlungen sind mau, die Gewinne und Bestände recht konstant. Kontrollrechte liegen nicht bei den Aktionären. Warum sollte jemand bald 9 Euro für eine Aktie bezahlen, wenn man für eine Aktie nichts bekommt, außer eine ähnlich zu erwartende kleine Dividende?

Die Chance liegt in der Änderung des institutionellen Rahmens. Und da liegt sie nicht bei 70% sondern bestimmt bei 700%. Aber das ist ein Randereignis - dass die Eigentümer GmbH Co KGaA über die Mittelverwendung bestimmen können - bspw. den BVB zu einer Gelddruckmaschine machen, wie es die US Mannschaften sein können.

Von der Aktie kann man definitiv abraten, weil sie auf so unsinnige Dinge wie die Fastmeisterschaft 2023 enorm reagiert - als wäre der BVB dadurch 25% profitabler geworden, oder ist es jetzt entsprechend nicht. Aber Entscheidungen zur Super League, rauschen ungesehen durch - obwohl da die große Kohle warten würde.


Dank dir für die Antwort. Die Dividende liegt bei etwa 2%. Ist also in etwa das, was man auf dem Sparbuch auch bekommt bzw. nicht mehr als Inflationsausgleich. Das ist erstmal ok so aus meiner Sicht.

Deine Frage nach der Upside trifft es sehr gut. Bei welchem Ereignis könnte der Kurs entsprechend steigen? Du hast die Fastmeisterschaft bereits genannt, auch das UCL-Finale hat einen ähnliche Ausschlag bewirkt.

Wenn man glaubt, dass der aktuelle Kurs die wirtschaftlichen Möglichkeiten abbildet und deshalb eine gewisse Sicherheit nach unten bildet finde ich nicht das man deshalb abraten sollte. Eine Formkrise bei Bayern oder ein glücklicher CL-Baum für uns und man kann 30-50% in einem Jahr machen wenn man jetzt investiert.

Nochmal, danke für die Diskussion aber der absolutismus „von der Aktie kann man definitiv abraten“ ist für mich leider zu stark. Auch das Argument, dass die Aktie konträr zum Markt laufen kann (z.B. heute) besteht. Ich sehe schon eindeutige chancen und falls gewollt eine interessante Portfolioergänzung.
BVB - Aktie |#1536
02.04.2026 - 16:54 Uhr
Zitat von Econball
Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von Econball

Zitat von halbgott

Zitat von Mairon

Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.


Ohne mich jetzt für oder gegen den Kauf bei aktuellen Kursen auszusprechen: Ich verstehe nicht wieso man so grundsätzlich gegen die BVB-Aktie wettert.

Ich finde die Aktie grundsätzlich sehr spannend. Ja, es ist eine Fussballaktie und hat intrinsische Risiken. Ja, es ist ein small cap. Ja, sie ist in € notiert. Macht es sie deswegen schlecht? Nein, sie stellt ein bestimmtes Chance/Risiko-Verhältnis dar. Pflichtkauf? nein. Kann es sinnvoll sein diese dem Portfolio beizumischen? Natürlich kann es das.

Ich würde bestimmt nicht 80% meines Kapitals in die BVB-Aktie stecken. Wenn ich aber ein portfolio aus 40% Eigenheim (auch ne Wertanlage), 10% cash und 50% ETF habe ist es vollkommen in Ordnung eine riskante Wette zu kaufen und auf diese 5% des Portfolios zu verwenden. Ob diese dann Nvidia, Rheinmetall oder BVB heißt muss und darf jeder für sich einschätzen.

Der Punkt ist am Ende das Chance/Risiko-Verhältnis und nicht die historische performance. Das macht bei ETF oder konservativen Wertanlagen (Immobilien, Gold, Anleihen) Sinn aber wenig bis gar nicht bei small caps.

Bei einem AW ETF habe ich aufs Jahr gesehen eine range von -10% bis +10%. Bei crashs weniger, bei Boomjahren mehr. Aber das kann ich in der Regel erwarten. Beim BVB (oder anderen small caps) sinds dann ganz stark vereinfacht eher -30-70% bis +30-70%.

Ein Punkt den ich mehrmals aufgebracht habe und der bisher komplett ignoriert wurde: Die correlation zum rest des Marktes. Die Aktie ist zwar abhängig von der Wirtschaft und wird entsprechend mit hoch- bzw. runtergerissen. Deutlich weniger allerdings als andere Assetklassen und Aktien. Corona hat das „Hauptgeschäft“ massiv gestört aber die aktuelle Krise oder der Liberation day im April 2025 haben deutlich weniger den Kurs belastet als dies z.b. bei dem weitaus konservativen Titel BASF der Fall war.

Ich find den grundsätzlichen Tenor hier tatsächlich etwas naiv. Klar, wer keine Ahnung von Aktien hat sollte keine kaufen. Aber wenns hier grundsätzlich um chancen und risiken von einem small cap geht finde ich es schwierig nur auf die historische performance zu verweisen. Auch sonst wird mir hier viel zu häufig kategorisch von der Aktie abgeraten. Solange die Risiken bewusst in Kauf genommen werden sollte das doch alles in Ordung sein nicht?

Wer möchte findet von mir alte Post in denen ich aufschlüssel welche wesentlichen wirtschaftlichen (nicht sportlichen!) Erfolgsfaktoren wie lange gültig sind. Hauptsponsor, TV-Vermarktung, etc. Mathematisch ausgedrückt ist sportlicher Erfolg eine Funktion der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB performed hier seit Jahren unter. Entsprechend kann darauf setzen, dass der sportliche Erfolg demnächst wieder eintritt, dadurch Sondereffekte ausgelöst werden und der Aktienkurs steigt. Wird es so sein? Keine Ahnung. Magst du Sportwetten? Falls ja, kann die Aktie was für dich sein.


Das Potenzial der Aktie liegt in einer ganz krassen Randverteilung. Du hast recht, dass historische Performance hier nicht spannend ist. Die Frage ist aber, was den Wert der Aktie bestimmt? Was liefert Upside? Sondereffekte sind es nicht. Die Dividendenzahlungen sind mau, die Gewinne und Bestände recht konstant. Kontrollrechte liegen nicht bei den Aktionären. Warum sollte jemand bald 9 Euro für eine Aktie bezahlen, wenn man für eine Aktie nichts bekommt, außer eine ähnlich zu erwartende kleine Dividende?

Die Chance liegt in der Änderung des institutionellen Rahmens. Und da liegt sie nicht bei 70% sondern bestimmt bei 700%. Aber das ist ein Randereignis - dass die Eigentümer GmbH Co KGaA über die Mittelverwendung bestimmen können - bspw. den BVB zu einer Gelddruckmaschine machen, wie es die US Mannschaften sein können.

Von der Aktie kann man definitiv abraten, weil sie auf so unsinnige Dinge wie die Fastmeisterschaft 2023 enorm reagiert - als wäre der BVB dadurch 25% profitabler geworden, oder ist es jetzt entsprechend nicht. Aber Entscheidungen zur Super League, rauschen ungesehen durch - obwohl da die große Kohle warten würde.


Dank dir für die Antwort. Die Dividende liegt bei etwa 2%. Ist also in etwa das, was man auf dem Sparbuch auch bekommt bzw. nicht mehr als Inflationsausgleich. Das ist erstmal ok so aus meiner Sicht.

Deine Frage nach der Upside trifft es sehr gut. Bei welchem Ereignis könnte der Kurs entsprechend steigen? Du hast die Fastmeisterschaft bereits genannt, auch das UCL-Finale hat einen ähnliche Ausschlag bewirkt.

Wenn man glaubt, dass der aktuelle Kurs die wirtschaftlichen Möglichkeiten abbildet und deshalb eine gewisse Sicherheit nach unten bildet finde ich nicht das man deshalb abraten sollte. Eine Formkrise bei Bayern oder ein glücklicher CL-Baum für uns und man kann 30-50% in einem Jahr machen wenn man jetzt investiert.

Nochmal, danke für die Diskussion aber der absolutismus „von der Aktie kann man definitiv abraten“ ist für mich leider zu stark. Auch das Argument, dass die Aktie konträr zum Markt laufen kann (z.B. heute) besteht. Ich sehe schon eindeutige chancen und falls gewollt eine interessante Portfolioergänzung.


Entschuldigung, da fehlt die Ergänzung: man kann von ihr abraten, es sei, denn man hat einen ganz bestimmtes Szenario im Kopf. Sie funktioniert nicht, wenn man erwartet, dass größerer sportlicher Erfolg im aktuellen Rahmen zu Kursgewinnen führt. Die BVB Aktie ist, wenn man so möchte, nicht selbstwirksam sondern komplett abhängig von der fußballindustrie: der BVB wird jeden freien Euro ausgeben müssen, um sportlich möglichst interessant zu sein, was die Grundlage dafür ist, überhaupt das aktuelle wirtschaftliche Niveau zu erhalten., das große überschüsse strukturell erzielt werden, aus den Profit für Aktionäre finanziert werden könnten.

Daher kann ich zwar nicht widersprechen, dass man in einem Jahr bei einem sportlichen Ausreise viel Gewinn machen könnte, das würde aber auch auf einem bestimmten Szenario beruhen, nämlich, dass es Anleger gibt, die losgelöst von wirtschaftlichen Kennzahlen drauflos kaufen, weil ein Titel naht. Und diese müsste man in dem Szenario eben ausnehmen. Der Gegenwartswert der Gewinne und Dividenden würden aus Meisterschaft und Champions League kaum nennenswert steigen in dem einem Jahr.

So würde ich sagen, so wie man nicht pauschal davon abraten kann, was richtig ist, kann man auch nicht sagen, dass es fürs Depot interessant sein kann: denn hier geht es um wirkliche Spezialfälle. Wir sehen beim Aktienkurs einfach 0 Korrelation mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des BVB. Wofür noch eine andere plausible Erklärung fehlt, außer das eben der ganze Wert in einer Änderung der Rahmenbedingungen liegt
BVB - Aktie |#1537
02.04.2026 - 16:56 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe
Zitat von Econball

Zitat von halbgott

Zitat von Mairon

Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.


Ohne mich jetzt für oder gegen den Kauf bei aktuellen Kursen auszusprechen: Ich verstehe nicht wieso man so grundsätzlich gegen die BVB-Aktie wettert.

Ich finde die Aktie grundsätzlich sehr spannend. Ja, es ist eine Fussballaktie und hat intrinsische Risiken. Ja, es ist ein small cap. Ja, sie ist in € notiert. Macht es sie deswegen schlecht? Nein, sie stellt ein bestimmtes Chance/Risiko-Verhältnis dar. Pflichtkauf? nein. Kann es sinnvoll sein diese dem Portfolio beizumischen? Natürlich kann es das.

Ich würde bestimmt nicht 80% meines Kapitals in die BVB-Aktie stecken. Wenn ich aber ein portfolio aus 40% Eigenheim (auch ne Wertanlage), 10% cash und 50% ETF habe ist es vollkommen in Ordnung eine riskante Wette zu kaufen und auf diese 5% des Portfolios zu verwenden. Ob diese dann Nvidia, Rheinmetall oder BVB heißt muss und darf jeder für sich einschätzen.

Der Punkt ist am Ende das Chance/Risiko-Verhältnis und nicht die historische performance. Das macht bei ETF oder konservativen Wertanlagen (Immobilien, Gold, Anleihen) Sinn aber wenig bis gar nicht bei small caps.

Bei einem AW ETF habe ich aufs Jahr gesehen eine range von -10% bis +10%. Bei crashs weniger, bei Boomjahren mehr. Aber das kann ich in der Regel erwarten. Beim BVB (oder anderen small caps) sinds dann ganz stark vereinfacht eher -30-70% bis +30-70%.

Ein Punkt den ich mehrmals aufgebracht habe und der bisher komplett ignoriert wurde: Die correlation zum rest des Marktes. Die Aktie ist zwar abhängig von der Wirtschaft und wird entsprechend mit hoch- bzw. runtergerissen. Deutlich weniger allerdings als andere Assetklassen und Aktien. Corona hat das „Hauptgeschäft“ massiv gestört aber die aktuelle Krise oder der Liberation day im April 2025 haben deutlich weniger den Kurs belastet als dies z.b. bei dem weitaus konservativen Titel BASF der Fall war.

Ich find den grundsätzlichen Tenor hier tatsächlich etwas naiv. Klar, wer keine Ahnung von Aktien hat sollte keine kaufen. Aber wenns hier grundsätzlich um chancen und risiken von einem small cap geht finde ich es schwierig nur auf die historische performance zu verweisen. Auch sonst wird mir hier viel zu häufig kategorisch von der Aktie abgeraten. Solange die Risiken bewusst in Kauf genommen werden sollte das doch alles in Ordung sein nicht?

Wer möchte findet von mir alte Post in denen ich aufschlüssel welche wesentlichen wirtschaftlichen (nicht sportlichen!) Erfolgsfaktoren wie lange gültig sind. Hauptsponsor, TV-Vermarktung, etc. Mathematisch ausgedrückt ist sportlicher Erfolg eine Funktion der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB performed hier seit Jahren unter. Entsprechend kann darauf setzen, dass der sportliche Erfolg demnächst wieder eintritt, dadurch Sondereffekte ausgelöst werden und der Aktienkurs steigt. Wird es so sein? Keine Ahnung. Magst du Sportwetten? Falls ja, kann die Aktie was für dich sein.


Das Potenzial der Aktie liegt in einer ganz krassen Randverteilung. Du hast recht, dass historische Performance hier nicht spannend ist. Die Frage ist aber, was den Wert der Aktie bestimmt? Was liefert Upside? Sondereffekte sind es nicht. Die Dividendenzahlungen sind mau, die Gewinne und Bestände recht konstant. Kontrollrechte liegen nicht bei den Aktionären. Warum sollte jemand bald 9 Euro für eine Aktie bezahlen, wenn man für eine Aktie nichts bekommt, außer eine ähnlich zu erwartende kleine Dividende?

Die Chance liegt in der Änderung des institutionellen Rahmens. Und da liegt sie nicht bei 70% sondern bestimmt bei 700%. Aber das ist ein Randereignis - dass die Eigentümer GmbH Co KGaA über die Mittelverwendung bestimmen können - bspw. den BVB zu einer Gelddruckmaschine machen, wie es die US Mannschaften sein können.

Von der Aktie kann man definitiv abraten, weil sie auf so unsinnige Dinge wie die Fastmeisterschaft 2023 enorm reagiert - als wäre der BVB dadurch 25% profitabler geworden, oder ist es jetzt entsprechend nicht. Aber Entscheidungen zur Super League, rauschen ungesehen durch - obwohl da die große Kohle warten würde.


Jede Aktie hat ihre Anleger. Auch das macht diese Aktie so volatil. Es werden vermehrt emotionale Entscheidungen getroffen. Steigt das Risiko springen Anleger sofort ab, steigen die Chancen wird wild gekauft. Das macht die Aktie so unattraktiv für Strategien und als Portfolio Ergänzung. Einfach unberechenbar und damit unattraktiv. Selbst bei einem 50+1 Wegfall und enormen Renditechancen würde die Aktie wie im wilden Westen in alle Richtungen rotieren . Haie hätten Appetit und würden das Papier hoch treiben, Hobby Anleger schweißgebadet in Panik verfallen und Daytrader sich die Taschen mit dem Geld der Fans voll machen. Dann doch lieber Rheinmetall und man weiß was man hat.
BVB - Aktie |#1538
02.04.2026 - 17:41 Uhr
Zitat von TheInternational
Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von Econball

Zitat von halbgott

Zitat von Mairon

Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.


Ohne mich jetzt für oder gegen den Kauf bei aktuellen Kursen auszusprechen: Ich verstehe nicht wieso man so grundsätzlich gegen die BVB-Aktie wettert.

Ich finde die Aktie grundsätzlich sehr spannend. Ja, es ist eine Fussballaktie und hat intrinsische Risiken. Ja, es ist ein small cap. Ja, sie ist in € notiert. Macht es sie deswegen schlecht? Nein, sie stellt ein bestimmtes Chance/Risiko-Verhältnis dar. Pflichtkauf? nein. Kann es sinnvoll sein diese dem Portfolio beizumischen? Natürlich kann es das.

Ich würde bestimmt nicht 80% meines Kapitals in die BVB-Aktie stecken. Wenn ich aber ein portfolio aus 40% Eigenheim (auch ne Wertanlage), 10% cash und 50% ETF habe ist es vollkommen in Ordnung eine riskante Wette zu kaufen und auf diese 5% des Portfolios zu verwenden. Ob diese dann Nvidia, Rheinmetall oder BVB heißt muss und darf jeder für sich einschätzen.

Der Punkt ist am Ende das Chance/Risiko-Verhältnis und nicht die historische performance. Das macht bei ETF oder konservativen Wertanlagen (Immobilien, Gold, Anleihen) Sinn aber wenig bis gar nicht bei small caps.

Bei einem AW ETF habe ich aufs Jahr gesehen eine range von -10% bis +10%. Bei crashs weniger, bei Boomjahren mehr. Aber das kann ich in der Regel erwarten. Beim BVB (oder anderen small caps) sinds dann ganz stark vereinfacht eher -30-70% bis +30-70%.

Ein Punkt den ich mehrmals aufgebracht habe und der bisher komplett ignoriert wurde: Die correlation zum rest des Marktes. Die Aktie ist zwar abhängig von der Wirtschaft und wird entsprechend mit hoch- bzw. runtergerissen. Deutlich weniger allerdings als andere Assetklassen und Aktien. Corona hat das „Hauptgeschäft“ massiv gestört aber die aktuelle Krise oder der Liberation day im April 2025 haben deutlich weniger den Kurs belastet als dies z.b. bei dem weitaus konservativen Titel BASF der Fall war.

Ich find den grundsätzlichen Tenor hier tatsächlich etwas naiv. Klar, wer keine Ahnung von Aktien hat sollte keine kaufen. Aber wenns hier grundsätzlich um chancen und risiken von einem small cap geht finde ich es schwierig nur auf die historische performance zu verweisen. Auch sonst wird mir hier viel zu häufig kategorisch von der Aktie abgeraten. Solange die Risiken bewusst in Kauf genommen werden sollte das doch alles in Ordung sein nicht?

Wer möchte findet von mir alte Post in denen ich aufschlüssel welche wesentlichen wirtschaftlichen (nicht sportlichen!) Erfolgsfaktoren wie lange gültig sind. Hauptsponsor, TV-Vermarktung, etc. Mathematisch ausgedrückt ist sportlicher Erfolg eine Funktion der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB performed hier seit Jahren unter. Entsprechend kann darauf setzen, dass der sportliche Erfolg demnächst wieder eintritt, dadurch Sondereffekte ausgelöst werden und der Aktienkurs steigt. Wird es so sein? Keine Ahnung. Magst du Sportwetten? Falls ja, kann die Aktie was für dich sein.


Das Potenzial der Aktie liegt in einer ganz krassen Randverteilung. Du hast recht, dass historische Performance hier nicht spannend ist. Die Frage ist aber, was den Wert der Aktie bestimmt? Was liefert Upside? Sondereffekte sind es nicht. Die Dividendenzahlungen sind mau, die Gewinne und Bestände recht konstant. Kontrollrechte liegen nicht bei den Aktionären. Warum sollte jemand bald 9 Euro für eine Aktie bezahlen, wenn man für eine Aktie nichts bekommt, außer eine ähnlich zu erwartende kleine Dividende?

Die Chance liegt in der Änderung des institutionellen Rahmens. Und da liegt sie nicht bei 70% sondern bestimmt bei 700%. Aber das ist ein Randereignis - dass die Eigentümer GmbH Co KGaA über die Mittelverwendung bestimmen können - bspw. den BVB zu einer Gelddruckmaschine machen, wie es die US Mannschaften sein können.

Von der Aktie kann man definitiv abraten, weil sie auf so unsinnige Dinge wie die Fastmeisterschaft 2023 enorm reagiert - als wäre der BVB dadurch 25% profitabler geworden, oder ist es jetzt entsprechend nicht. Aber Entscheidungen zur Super League, rauschen ungesehen durch - obwohl da die große Kohle warten würde.


Jede Aktie hat ihre Anleger. Auch das macht diese Aktie so volatil. Es werden vermehrt emotionale Entscheidungen getroffen. Steigt das Risiko springen Anleger sofort ab, steigen die Chancen wird wild gekauft. Das macht die Aktie so unattraktiv für Strategien und als Portfolio Ergänzung. Einfach unberechenbar und damit unattraktiv. Selbst bei einem 50+1 Wegfall und enormen Renditechancen würde die Aktie wie im wilden Westen in alle Richtungen rotieren . Haie hätten Appetit und würden das Papier hoch treiben, Hobby Anleger schweißgebadet in Panik verfallen und Daytrader sich die Taschen mit dem Geld der Fans voll machen. Dann doch lieber Rheinmetall und man weiß was man hat.


Bei Wegfall von 50+1 könnte man aber zunächst mal über die Marktkapitalisierung sprechen. Die wäre in dem Fall arg niedrig. 305 Mio. für ein Unternehmen mit dem Umsatz, den Transferwerten.
BVB - Aktie |#1539
02.04.2026 - 18:51 Uhr
Zitat von WalterFroschsErbe

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Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.


Ohne mich jetzt für oder gegen den Kauf bei aktuellen Kursen auszusprechen: Ich verstehe nicht wieso man so grundsätzlich gegen die BVB-Aktie wettert.

Ich finde die Aktie grundsätzlich sehr spannend. Ja, es ist eine Fussballaktie und hat intrinsische Risiken. Ja, es ist ein small cap. Ja, sie ist in € notiert. Macht es sie deswegen schlecht? Nein, sie stellt ein bestimmtes Chance/Risiko-Verhältnis dar. Pflichtkauf? nein. Kann es sinnvoll sein diese dem Portfolio beizumischen? Natürlich kann es das.

Ich würde bestimmt nicht 80% meines Kapitals in die BVB-Aktie stecken. Wenn ich aber ein portfolio aus 40% Eigenheim (auch ne Wertanlage), 10% cash und 50% ETF habe ist es vollkommen in Ordnung eine riskante Wette zu kaufen und auf diese 5% des Portfolios zu verwenden. Ob diese dann Nvidia, Rheinmetall oder BVB heißt muss und darf jeder für sich einschätzen.

Der Punkt ist am Ende das Chance/Risiko-Verhältnis und nicht die historische performance. Das macht bei ETF oder konservativen Wertanlagen (Immobilien, Gold, Anleihen) Sinn aber wenig bis gar nicht bei small caps.

Bei einem AW ETF habe ich aufs Jahr gesehen eine range von -10% bis +10%. Bei crashs weniger, bei Boomjahren mehr. Aber das kann ich in der Regel erwarten. Beim BVB (oder anderen small caps) sinds dann ganz stark vereinfacht eher -30-70% bis +30-70%.

Ein Punkt den ich mehrmals aufgebracht habe und der bisher komplett ignoriert wurde: Die correlation zum rest des Marktes. Die Aktie ist zwar abhängig von der Wirtschaft und wird entsprechend mit hoch- bzw. runtergerissen. Deutlich weniger allerdings als andere Assetklassen und Aktien. Corona hat das „Hauptgeschäft“ massiv gestört aber die aktuelle Krise oder der Liberation day im April 2025 haben deutlich weniger den Kurs belastet als dies z.b. bei dem weitaus konservativen Titel BASF der Fall war.

Ich find den grundsätzlichen Tenor hier tatsächlich etwas naiv. Klar, wer keine Ahnung von Aktien hat sollte keine kaufen. Aber wenns hier grundsätzlich um chancen und risiken von einem small cap geht finde ich es schwierig nur auf die historische performance zu verweisen. Auch sonst wird mir hier viel zu häufig kategorisch von der Aktie abgeraten. Solange die Risiken bewusst in Kauf genommen werden sollte das doch alles in Ordung sein nicht?

Wer möchte findet von mir alte Post in denen ich aufschlüssel welche wesentlichen wirtschaftlichen (nicht sportlichen!) Erfolgsfaktoren wie lange gültig sind. Hauptsponsor, TV-Vermarktung, etc. Mathematisch ausgedrückt ist sportlicher Erfolg eine Funktion der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB performed hier seit Jahren unter. Entsprechend kann darauf setzen, dass der sportliche Erfolg demnächst wieder eintritt, dadurch Sondereffekte ausgelöst werden und der Aktienkurs steigt. Wird es so sein? Keine Ahnung. Magst du Sportwetten? Falls ja, kann die Aktie was für dich sein.


Das Potenzial der Aktie liegt in einer ganz krassen Randverteilung. Du hast recht, dass historische Performance hier nicht spannend ist. Die Frage ist aber, was den Wert der Aktie bestimmt? Was liefert Upside? Sondereffekte sind es nicht. Die Dividendenzahlungen sind mau, die Gewinne und Bestände recht konstant. Kontrollrechte liegen nicht bei den Aktionären. Warum sollte jemand bald 9 Euro für eine Aktie bezahlen, wenn man für eine Aktie nichts bekommt, außer eine ähnlich zu erwartende kleine Dividende?

Die Chance liegt in der Änderung des institutionellen Rahmens. Und da liegt sie nicht bei 70% sondern bestimmt bei 700%. Aber das ist ein Randereignis - dass die Eigentümer GmbH Co KGaA über die Mittelverwendung bestimmen können - bspw. den BVB zu einer Gelddruckmaschine machen, wie es die US Mannschaften sein können.

Von der Aktie kann man definitiv abraten, weil sie auf so unsinnige Dinge wie die Fastmeisterschaft 2023 enorm reagiert - als wäre der BVB dadurch 25% profitabler geworden, oder ist es jetzt entsprechend nicht. Aber Entscheidungen zur Super League, rauschen ungesehen durch - obwohl da die große Kohle warten würde.


Dank dir für die Antwort. Die Dividende liegt bei etwa 2%. Ist also in etwa das, was man auf dem Sparbuch auch bekommt bzw. nicht mehr als Inflationsausgleich. Das ist erstmal ok so aus meiner Sicht.

Deine Frage nach der Upside trifft es sehr gut. Bei welchem Ereignis könnte der Kurs entsprechend steigen? Du hast die Fastmeisterschaft bereits genannt, auch das UCL-Finale hat einen ähnliche Ausschlag bewirkt.

Wenn man glaubt, dass der aktuelle Kurs die wirtschaftlichen Möglichkeiten abbildet und deshalb eine gewisse Sicherheit nach unten bildet finde ich nicht das man deshalb abraten sollte. Eine Formkrise bei Bayern oder ein glücklicher CL-Baum für uns und man kann 30-50% in einem Jahr machen wenn man jetzt investiert.

Nochmal, danke für die Diskussion aber der absolutismus „von der Aktie kann man definitiv abraten“ ist für mich leider zu stark. Auch das Argument, dass die Aktie konträr zum Markt laufen kann (z.B. heute) besteht. Ich sehe schon eindeutige chancen und falls gewollt eine interessante Portfolioergänzung.


Entschuldigung, da fehlt die Ergänzung: man kann von ihr abraten, es sei, denn man hat einen ganz bestimmtes Szenario im Kopf. Sie funktioniert nicht, wenn man erwartet, dass größerer sportlicher Erfolg im aktuellen Rahmen zu Kursgewinnen führt. Die BVB Aktie ist, wenn man so möchte, nicht selbstwirksam sondern komplett abhängig von der fußballindustrie: der BVB wird jeden freien Euro ausgeben müssen, um sportlich möglichst interessant zu sein, was die Grundlage dafür ist, überhaupt das aktuelle wirtschaftliche Niveau zu erhalten., das große überschüsse strukturell erzielt werden, aus den Profit für Aktionäre finanziert werden könnten.

Daher kann ich zwar nicht widersprechen, dass man in einem Jahr bei einem sportlichen Ausreise viel Gewinn machen könnte, das würde aber auch auf einem bestimmten Szenario beruhen, nämlich, dass es Anleger gibt, die losgelöst von wirtschaftlichen Kennzahlen drauflos kaufen, weil ein Titel naht. Und diese müsste man in dem Szenario eben ausnehmen. Der Gegenwartswert der Gewinne und Dividenden würden aus Meisterschaft und Champions League kaum nennenswert steigen in dem einem Jahr.

So würde ich sagen, so wie man nicht pauschal davon abraten kann, was richtig ist, kann man auch nicht sagen, dass es fürs Depot interessant sein kann: denn hier geht es um wirkliche Spezialfälle. Wir sehen beim Aktienkurs einfach 0 Korrelation mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des BVB. Wofür noch eine andere plausible Erklärung fehlt, außer das eben der ganze Wert in einer Änderung der Rahmenbedingungen liegt


Aber genau diese Speizialfälle sind doch passiert? Und das zwei mal in wenigen Jahren … Du beschreibst doch genau was ich schreibe, nur kommst du zu einem komplett anderen schluss.

Wenn der BVB sportlich glänzt wird die Aktie getrieben - und das überproportional zu dem eigentlichen wirtschaftlichen Effekt. Wenn man daran glaubt, dass der BVB glänzen kann ist das doch gar kein schlechtes invest oder?

Übrigens so klein ist der wirtschaftliche Effekt gar nicht. Ein CL-Viertelfinale hub das Gewinn/Umsatz-Verhältnis von ca 1% (5 Mio geplanter Gewinn laut geschäftsbericht) auf 11% (43 Mio) an. Das macht es im Kombination mit der Marktkapitalisierung dann schon wieder sehr interessant. Ob es am Ende Dividende ist oder reinvestiert wird ist erstmal egal. Für den Verein wurden Werte geschaffen.

An der Stelle nochmals vielen Dank für die Antworten und Diskussion. Wir reden hier über ein absoluten Nischenthema das ich sehr interessant finde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Econball am 02.04.2026 um 18:52 Uhr bearbeitet
BVB - Aktie |#1540
03.04.2026 - 13:57 Uhr
Zitat von St0ckf15h
Zitat von Econball

Zitat von WalterFroschsErbe

Zitat von Econball

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Zitat von Mairon

Und dennoch gibt es einen recht langen Zeitraum ZWISCHEN Ukraine-Kriegsbeginn und Beginn Iran-Konflikt. In diesem Zeitraum performten extrem viele Aktien historisch gut - BVB-Aktie jedoch miserabel. Das hat Gründe und diese würden mich vorsichtig stimmen - zumal BVB in dieser Phase durchaus wirtschaftlich und sportlich erfolgreich war.


zwischen Fast Insolvenz 2005 und 2010 war ebenso ein sehr langer Zeitraum, nämlich 5 Jahre, wo etliche Aktie zeitgleich extrem besser performten. Das hatte damals ähnliche Gründe wie heute, bei einer Fussballaktie wurden und werden Risiken anders bewertet, ehe der Kurs durch Einstieg von inst Anlegern stieg.

Daß eine Fussballaktie sehr lange Zeiträume von Underperformance aufweisen kann, die sich dann aber schubweise doch auflösen konnten, ist nicht ungewöhnlich:

BVB hatte danach eine 5-jährige Periode von 2010 bis 2015 Im Nov 2010 3,60 im Sommer 2015 immer noch 3,60. Also fünf Jahre Tristesse. Drei Jahre später stand der Kurs dreimal höher.

Juventus 5 Jahre lang 0,20 dann Verneunfachung bis 1,80 dann Konsolidierung

Lazio jahrelang extrem niedrig bei 0,40 dann CL Phantasie, Kurs 2,00 Konsolidierung führte nie wieder zu 0,40 obwohl damals CL verpasst wurde und trotz Corona Jahre danach

Das heisst natürlich nicht, daß es diesmal ähnlich laufen müsste!! Ich sehe aber nach dieser wiederum sehr langen Tristesse beim Aktienkurs deutlich weniger Risiken daß der Kurs runter gehen könnte, die Chance sehe ich dafür aber umso höher.


Ohne mich jetzt für oder gegen den Kauf bei aktuellen Kursen auszusprechen: Ich verstehe nicht wieso man so grundsätzlich gegen die BVB-Aktie wettert.

Ich finde die Aktie grundsätzlich sehr spannend. Ja, es ist eine Fussballaktie und hat intrinsische Risiken. Ja, es ist ein small cap. Ja, sie ist in € notiert. Macht es sie deswegen schlecht? Nein, sie stellt ein bestimmtes Chance/Risiko-Verhältnis dar. Pflichtkauf? nein. Kann es sinnvoll sein diese dem Portfolio beizumischen? Natürlich kann es das.

Ich würde bestimmt nicht 80% meines Kapitals in die BVB-Aktie stecken. Wenn ich aber ein portfolio aus 40% Eigenheim (auch ne Wertanlage), 10% cash und 50% ETF habe ist es vollkommen in Ordnung eine riskante Wette zu kaufen und auf diese 5% des Portfolios zu verwenden. Ob diese dann Nvidia, Rheinmetall oder BVB heißt muss und darf jeder für sich einschätzen.

Der Punkt ist am Ende das Chance/Risiko-Verhältnis und nicht die historische performance. Das macht bei ETF oder konservativen Wertanlagen (Immobilien, Gold, Anleihen) Sinn aber wenig bis gar nicht bei small caps.

Bei einem AW ETF habe ich aufs Jahr gesehen eine range von -10% bis +10%. Bei crashs weniger, bei Boomjahren mehr. Aber das kann ich in der Regel erwarten. Beim BVB (oder anderen small caps) sinds dann ganz stark vereinfacht eher -30-70% bis +30-70%.

Ein Punkt den ich mehrmals aufgebracht habe und der bisher komplett ignoriert wurde: Die correlation zum rest des Marktes. Die Aktie ist zwar abhängig von der Wirtschaft und wird entsprechend mit hoch- bzw. runtergerissen. Deutlich weniger allerdings als andere Assetklassen und Aktien. Corona hat das „Hauptgeschäft“ massiv gestört aber die aktuelle Krise oder der Liberation day im April 2025 haben deutlich weniger den Kurs belastet als dies z.b. bei dem weitaus konservativen Titel BASF der Fall war.

Ich find den grundsätzlichen Tenor hier tatsächlich etwas naiv. Klar, wer keine Ahnung von Aktien hat sollte keine kaufen. Aber wenns hier grundsätzlich um chancen und risiken von einem small cap geht finde ich es schwierig nur auf die historische performance zu verweisen. Auch sonst wird mir hier viel zu häufig kategorisch von der Aktie abgeraten. Solange die Risiken bewusst in Kauf genommen werden sollte das doch alles in Ordung sein nicht?

Wer möchte findet von mir alte Post in denen ich aufschlüssel welche wesentlichen wirtschaftlichen (nicht sportlichen!) Erfolgsfaktoren wie lange gültig sind. Hauptsponsor, TV-Vermarktung, etc. Mathematisch ausgedrückt ist sportlicher Erfolg eine Funktion der wirtschaftlichen Möglichkeiten. Der BVB performed hier seit Jahren unter. Entsprechend kann darauf setzen, dass der sportliche Erfolg demnächst wieder eintritt, dadurch Sondereffekte ausgelöst werden und der Aktienkurs steigt. Wird es so sein? Keine Ahnung. Magst du Sportwetten? Falls ja, kann die Aktie was für dich sein.


Das Potenzial der Aktie liegt in einer ganz krassen Randverteilung. Du hast recht, dass historische Performance hier nicht spannend ist. Die Frage ist aber, was den Wert der Aktie bestimmt? Was liefert Upside? Sondereffekte sind es nicht. Die Dividendenzahlungen sind mau, die Gewinne und Bestände recht konstant. Kontrollrechte liegen nicht bei den Aktionären. Warum sollte jemand bald 9 Euro für eine Aktie bezahlen, wenn man für eine Aktie nichts bekommt, außer eine ähnlich zu erwartende kleine Dividende?

Die Chance liegt in der Änderung des institutionellen Rahmens. Und da liegt sie nicht bei 70% sondern bestimmt bei 700%. Aber das ist ein Randereignis - dass die Eigentümer GmbH Co KGaA über die Mittelverwendung bestimmen können - bspw. den BVB zu einer Gelddruckmaschine machen, wie es die US Mannschaften sein können.

Von der Aktie kann man definitiv abraten, weil sie auf so unsinnige Dinge wie die Fastmeisterschaft 2023 enorm reagiert - als wäre der BVB dadurch 25% profitabler geworden, oder ist es jetzt entsprechend nicht. Aber Entscheidungen zur Super League, rauschen ungesehen durch - obwohl da die große Kohle warten würde.


Dank dir für die Antwort. Die Dividende liegt bei etwa 2%. Ist also in etwa das, was man auf dem Sparbuch auch bekommt bzw. nicht mehr als Inflationsausgleich. Das ist erstmal ok so aus meiner Sicht.

Deine Frage nach der Upside trifft es sehr gut. Bei welchem Ereignis könnte der Kurs entsprechend steigen? Du hast die Fastmeisterschaft bereits genannt, auch das UCL-Finale hat einen ähnliche Ausschlag bewirkt.

Wenn man glaubt, dass der aktuelle Kurs die wirtschaftlichen Möglichkeiten abbildet und deshalb eine gewisse Sicherheit nach unten bildet finde ich nicht das man deshalb abraten sollte. Eine Formkrise bei Bayern oder ein glücklicher CL-Baum für uns und man kann 30-50% in einem Jahr machen wenn man jetzt investiert.

Nochmal, danke für die Diskussion aber der absolutismus „von der Aktie kann man definitiv abraten“ ist für mich leider zu stark. Auch das Argument, dass die Aktie konträr zum Markt laufen kann (z.B. heute) besteht. Ich sehe schon eindeutige chancen und falls gewollt eine interessante Portfolioergänzung.


Entschuldigung, da fehlt die Ergänzung: man kann von ihr abraten, es sei, denn man hat einen ganz bestimmtes Szenario im Kopf. Sie funktioniert nicht, wenn man erwartet, dass größerer sportlicher Erfolg im aktuellen Rahmen zu Kursgewinnen führt. Die BVB Aktie ist, wenn man so möchte, nicht selbstwirksam sondern komplett abhängig von der fußballindustrie: der BVB wird jeden freien Euro ausgeben müssen, um sportlich möglichst interessant zu sein, was die Grundlage dafür ist, überhaupt das aktuelle wirtschaftliche Niveau zu erhalten., das große überschüsse strukturell erzielt werden, aus den Profit für Aktionäre finanziert werden könnten.

Daher kann ich zwar nicht widersprechen, dass man in einem Jahr bei einem sportlichen Ausreise viel Gewinn machen könnte, das würde aber auch auf einem bestimmten Szenario beruhen, nämlich, dass es Anleger gibt, die losgelöst von wirtschaftlichen Kennzahlen drauflos kaufen, weil ein Titel naht. Und diese müsste man in dem Szenario eben ausnehmen. Der Gegenwartswert der Gewinne und Dividenden würden aus Meisterschaft und Champions League kaum nennenswert steigen in dem einem Jahr.

So würde ich sagen, so wie man nicht pauschal davon abraten kann, was richtig ist, kann man auch nicht sagen, dass es fürs Depot interessant sein kann: denn hier geht es um wirkliche Spezialfälle. Wir sehen beim Aktienkurs einfach 0 Korrelation mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des BVB. Wofür noch eine andere plausible Erklärung fehlt, außer das eben der ganze Wert in einer Änderung der Rahmenbedingungen liegt


Aber genau diese Speizialfälle sind doch passiert? Und das zwei mal in wenigen Jahren … Du beschreibst doch genau was ich schreibe, nur kommst du zu einem komplett anderen schluss.

Wenn der BVB sportlich glänzt wird die Aktie getrieben - und das überproportional zu dem eigentlichen wirtschaftlichen Effekt. Wenn man daran glaubt, dass der BVB glänzen kann ist das doch gar kein schlechtes invest oder?

Übrigens so klein ist der wirtschaftliche Effekt gar nicht. Ein CL-Viertelfinale hub das Gewinn/Umsatz-Verhältnis von ca 1% (5 Mio geplanter Gewinn laut geschäftsbericht) auf 11% (43 Mio) an. Das macht es im Kombination mit der Marktkapitalisierung dann schon wieder sehr interessant. Ob es am Ende Dividende ist oder reinvestiert wird ist erstmal egal. Für den Verein wurden Werte geschaffen.

An der Stelle nochmals vielen Dank für die Antworten und Diskussion. Wir reden hier über ein absoluten Nischenthema das ich sehr interessant finde.


Ne Frage - da du ja immer wieder die Marktwert-Rankings der Clubs ins Spiel bringst, hast du dich mal damit befasst, wie die Situation beim BVB da konkret ausschaut?

Ich bezweifle da gar nicht mal so sehr, dass "die Marke BVB" den Wert hat wie von Forbes veranschlagt, aber wo liegen die Werte denn dann konkret, auf Ebene der KgaA oder beim e.V.?
Wenn du beispielsweise bei der Liste auf Juve klickst, dann öffnet sich die Wiki-Seite von Juventus, welches ganzheitlich als Juventus FC S.p.A. firmiert, also einer AG nach italienischem Recht.
Beim BVB hingegen ist der Clubauftritt der e.V., und die KgaA ist nur ein ausgegliedertes Tochterunternehmen wenn man so will, wo dann aber Sachen wie die Markenrechte usw. nicht zwingend enthalten sein müssen.

Ich finde die Situation damit auch zwischen dem BVB und Juve eben nicht 100%ig vergleichbar, obwohl es beides Fußballclubs sind; wenn du da mehr Einblick hast, wäre ich um eine Einschätzung deinerseits dankbar.

Einen solchen "Trick" nutzen übrigens auch Techkonzerne sehr gerne, Marken- und Designrechte von Apple beispielsweise liegen alle bei irgendeiner Tochter in nem Steuerparadies, und dann werden mit flexiblen Verträgen Einnahmen der Apple Inc. auf die Tochter übertragen, um den Gewinn des Mutterkonzerns vor der Steuer zu schmälern.


Puh … gute Frage! Ich muss mir da erstmal gründlich Gedanken machen bevor ich da eine gute Antwort geben kann. Ich versuche mal meine ersten Gedanken zu fassen. Grundsätzlich erstmal etwas Trennschärfe:

- Die Marke BVB (und die Markenrechte) sind für die Aktie deswegen interessant weil sie Teil des Immateriellen Anlagevermögens* sind. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo diese liegen, würde aber behaupten, dass diese bei der KgaA liegen. Dort werdet ja die Merch-Umsätze gemacht und bilanziert und wenn man (Fremde) Markenrechte beansprucht müssten diesen ja ein Kapitalfluss gegenüber stehen. Das ist mir zumindest nicht bewusst oder aufgefallen bisher.
Weil passend: St. Pauli hat zum Beispiel mal (Teile?) seiner Markenrechte verkauft und diese erst vor ein paar Jahren zurückerlangt. Diese Trennung ist also in jedem Fall möglich. Barcelona& Spotify(?) fallen mir da auch noch ein.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ist mir nicht bekannt und sollte die Bewertung der Aktie auch nicht zu stark beeinflussen wenn meine Vermutung so richtig ist.

* Bilanziell bin ich ein Amateur, ich bitte hier gerne um Korrektur.

- Was bleibt ist das Thema Stimmrechte. Das beeinflusst aus meiner Sicht aber eher die Diskussion bezüglich 50+1 und die Öffnung ggü. Investoren und nicht so sehr den Aktienkurs und die Beeinflussung durch das sportliche Abschneiden. Es gibt genügend Beispiele für Aktien ohne Stimmrechte (Alphabet class C, Meta oder sogar Snap). Auch hier lasse ich mich gerne von jemanden erhellen der mehr Erfahrung aus Analystenhäusern hat und ggf. best practices für Bewertungen im Repertoire hat.

- Der Vergleich mit Juve ist eine Milchmädchenrechnung. Für ein bisschen mehr Einsicht: https://youtu.be/EpyNrWL34ZU?si=d45zfcOVgyDvCnJf.

Kurz zusammengefasst: Der Konzernumsatz ist ungefähr auf gleicher höhe aber zumindest vergleichbar. Das EK/FK-Verhältnis, die Personalkostenquote und Marktkapitalisierung vs. Umsatz ist aber deutlich schwächer. Eine Bilanz ist komplex und man müsste ganz genau hinschauen aber anhand dieser Werte kann man schon annehmen, dass der BVB zumindest solide aufgestellt ist ggf. aber man mehr für das gleiche Invest bekommt. Kurzer Exkurs warum Juve trotzdem funktioniert: Externe Geldgeber, der BVB hat das nicht.

Ich gebe dir also recht, es ist nicht 1:1 vergleichbar. Auch hier kann jeder für sich entscheiden ob die Gesamtlage für oder gegen den BVB spricht. Ein Abspringen des bisherigen Geldgebers oder das mögliche einsteigen eines neuen Investors, die recht übersichtliche Konzernstruktur und Stimmechtsverteilung oder die Abwägung von Risikoeinsatz vs. sportlichen Abschneiden.

So viel erstmal von meiner Seite, ggf. mag ja noch jemand anderes das lange Wochenende nutzen und etwas reinschmeissen. Am Ende mag ich keine abschließende Bewertung (erneut) abgeben, aber nach meiner gefühlten Wahrheit kommt die Aktie hier noch immer zu schlecht weg. Wenn ich aber mit allem recht hätte würde ich mein Geld an der Börse verdienen und nicht hier im Forum posten.

Frohe Ostern!
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