Boldt kontert Titz’ Transfer-Forderung: „Kein Playstation-Spiel, wo man unendlich Geld hat“
Hannover-Trainer Christian Titz wünscht sich Verstärkungen bis zum Zweitliga-Auftakt am 9. August gegen Aufsteiger Energie Cottbus. Der 55-Jährige formulierte seine Vorstellungen vom künftigen Kader, die nicht deckungsgleich zu sein scheinen mit der Idee von Jonas Boldt, der zum 1. Juni als neuer Sport-Geschäftsführer bei den Roten übernahm. Von einem „Transfer-Knistern bei Hannover 96“ berichtete die „Bild“ und bezog sich damit auf Aussagen beider Protagonisten.
„Da würde ich kein Geheimnis draus machen. Wir wissen alle, dass wir noch vier, fünf, sechs Spieler benötigen“, erklärte Titz nach einem 2:1-Testspielsieg gegen den VfL Osnabrück. Schon nach dem ersten Trainingstag war der Coach in die Offensive gegangen, indem er sagte: „Natürlich ist es so, dass noch einige Spieler fehlen. Jeder Trainer will immer so früh wie möglich seinen Kader zusammenhaben, um mit den Spielern zu arbeiten und Dinge einzustudieren.“ Man habe einige Abgänge, „und die möchten wir auf den Positionen ersetzen. Da heißt es jetzt, dass wir natürlich versuchen, die Lücken zu schließen.“
Die Stammspieler Noel Aseko (nach Leihe zu Eintracht Frankfurt), Enzo Leopold (Gladbach), Maik Nawrocki (nach Leihe zu Lens) und Nahuel Noll (nach Leihe zum SC Paderborn) haben sich verabschiedet – auch Daisuke Yokota will Hannover trotz kürzlich gezogener Kaufoption in Höhe von 2 Millionen Euro verlassen. Demgegenüber stehen die Neuverpflichtungen Pascal Loretz (FC Luzern), Taycan Etcibasi (Borussia Dortmund U19), Yunus Ünal (Hertha BSC U19) und Jean Hugonet (1. FC Magdeburg). Bislang wurden 4,6 Mio. Euro auf dem Transfermarkt investiert, diesen stehen Einnahmen von 4,25 Mio. Euro gegenüber.
Boss Boldt will den Kader verschlanken: „Das hat auch mit wirtschaftlicher Vernunft zu tun. Denn ich halte es nicht für sinnvoll, Masse statt Klasse zu haben. Ich will lieber versuchen, in der Spitze noch Qualität zu holen oder Spieler, die hier sind, dahin zu entwickeln.“ Auf Titz‘ Forderung nach weiteren Zugängen reagierte der 44-Jährige: „Nur Spieler zu verpflichten, ist nicht des Rätsels Lösung. Wir wollen es planvoll angehen. Es ist ja kein Playstation-Spiel, wo man unendlich Geld hat oder einen Cheatcode.“
Kader soll kleiner werden: Boldt verweist auf Gesamtverantwortung bei 96
Der ehemalige HSV-Sportchef erklärte: „Ich habe die Gesamtverantwortung und gebe die Strategie vor. Ich habe bewusst gesagt, dass wir den Kader ein bisschen kleiner machen wollen. Es ist nicht so, dass wir nur Spieler abgegeben und nicht geholt haben. Dass man aber sagt, ich möchte besser werden, das unterschreibe ich total.“ Nach derzeitigem Stand beträgt der Kaderwert 29,3 Mio. Euro, das bedeutet im ligainternen Vergleich Rang sieben.
Beim 96-Trainingslager in Iserlohn befinden sich 29 Feldspieler und vier Keeper. Boldt zufolge sollen daraus 20 plus drei sowie Ergänzungen aus der eigenen Akademie werden. Bevor weiter eingekauft wird, müssten die Niedersachsen demnach weitere Profis abgeben. „Es können nur elf plus fünf Spieler spielen. Das darf man nicht vergessen. Um eine Zufriedenheit zu schaffen, muss eine Möglichkeit da sein, zu spielen“, konstatierte Boldt, der einen klaren Appell an Trainer Titz richtete: „Christian ist ein Trainer, der sich auch als Entwickler und Bessermacher sieht. Das gilt es, auch in dieser Saison wieder zu beweisen. Egal, ob das junge Spieler sind, Neue, Rückkehrer oder Spieler, die schon da sind.“ Dennoch gebe es natürlich die Bereitschaft, noch Neuzugänge unter Vertrag zu nehmen. „Aber wir lassen uns nicht treiben.“
Community Alle Themen rund um Hannover 96 Jetzt mitreden! Der Manager bremste: „Ich weiß, Transfers sind mittlerweile ein Event-Thema. Die Menschen sehnen sich danach, es verkaufen sich Schlagzeilen. So funktioniert es am Ende aber nicht – und ich werde nicht müde, darauf hinzuweisen. Die Gedanken tun gut, uns auf manchen Positionen zu verstärken. Aber Transfers werden auch immer nur dann erfolgreich sein, wenn wir ein Konstrukt haben, das funktioniert.“ Titz, seit einem Jahr im Amt, hatte Hannover 96 2025/26 auf Rang vier geführt und den Aufstiegs-Relegationsplatz mit seiner Mannschaft erst am letzten Spieltag durch ein 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg verspielt. Zuletzt war der Klub 2017/18 erstklassig. An der Seite von Boldt ist Sportdirektor Ralf Becker für die Kaderplanung zuständig.
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Letzte Beiträge Newsforum
Jonas Boldt, der Markus Söder des Fußballmanagements. Könnte nebenbei auch optisch ein Sohn von ihm sein.
Solch menschenverachtende Vergleiche gehören auf den Index. Da solltest du dich, gerade im Hinblick auf viele jüngere TM-Nutzer während des Sommmers, wirklich zurückhalten...
Solche Bilder setzen sich doch fest und viele User bekommen jetzt bestimmt kein Auge zu. Auch die Flashbacks beim Anblick eines Döner oder Hannovers sind absolut niederschmetternd.
😱
Tietz arbeitet eher gerne mit einem größere Kader wo er viel variabel ausprobieren und jederzeit etwas unerwartetes kurzfristig umändern kann
Da birgt Zündstoff gerade wenn es nicht läuft zwischen den beiden
Da Tietz nicht von Bildt ausgesucht ist und nicht sein Trainer ist , hat Tietz wohl eher ein echtes Problem , vor allem bei Misserfolg und schwierigen Situationen ei eigner grosser Unzufriedenheit über die Kaderstrategie von Boldt
- Geb./Alter:
- 19.01.1982 (44)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- Hannover 96
- Aktuelle Funktion:
- Geschäftsführer Sport
- Vertrag bis:
- 31.05.2029
- Im Amt seit:
- 01.06.2026
- Geb./Alter:
- 01.04.1971 (55)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- Hannover 96
- Aktuelle Funktion:
- Trainer
- Vertrag bis:
- 30.06.2027
- Im Amt seit:
- 01.07.2025
- Gesamtmarktwert:
- 33,05 Mio. €
- Wettbewerb:
- 2. Bundesliga
- Tabellenstand:
- 17.
- Trainer:
- Christian Titz
- Kadergröße:
- 29
- Letzter Transfer:
- Marcel Hartel











