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Ayoub Chaikhoun
Geburtsdatum 22.01.2006
Alter 20
Nat. Marokko  Marokko
Größe 1,83m
Leihende 30.06.2027
Position Offensives Mittelfeld
Fuß rechts
Akt. Verein SV Wehen Wiesbaden

Leistungsdaten: 26/27

Ayoub Chaikhoun [17]

02.07.2025 - 22:31 Uhr
Ayoub Chaikhoun [17] |#11
12.03.2026 - 13:54 Uhr
Zitat von littlegreenman
Chaikhoun ist doch nur ein "Symptom", und ich denke niemand wird ihm, Stand heute, viele Tränen hinterherweinen.
Aber er zeigt doch das große Problem: Wir setzen auf Talente, ja, da haben wir ne Menge im Kader. Aber haben wir (bzw. unser "Talentförderexperte" auf der Trainerbank) es in den letzten Monaten geschafft, ein gutes Talent mit noch mangelhaften Fähigkeiten für den Herrenfußball dahin zu entwickeln, dass er eine wirkliche Verstärkung darstellt?
Jeltsch, Jander, Tzimas, Antiste, Yilmaz, Zoma haben doch allesamt mehr oder weniger sofort bei uns funktioniert.
Wenn das einzige mir einfallende positive Beispiel Reichert eines zeigt, dann, dass man besser wird über Einsatzzeiten.
Und da muss ich unser Trainerteam einfach kritisieren. Manche Spieler können Woche für Woche schwach abliefern, sie sind gesetzt, und die einzige Alternative wird mit der Aussage "Trainingsleistungen" abgestempelt. Da hätte ich als Spieler auch wenig Bock drauf...

Ich würde mir auch wünschen, dass wir Talenten mehr Einsatzzeit geben und wenn es nur die letzten 15 Minuten sind. Man muss bei der Diskussion aber auch gewaltig aufpassen, nicht einfach Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ein Antiste, Zoma oder Jander hatten schon mindestens zwei Jahre Profifußball in den Knochen, bevor sie zu uns gekommen sind. Das sind komplett andere Startbedingungen, als wenn ein Spieler wie Chaikhoun, von der Hitz und Co. direkt aus dem Jugendbereich zu uns wechselt. Ein Vergleich dieser Spieler macht in meinen Augen keinen Sinn.

Die Übergangsphase zu den Profis braucht einfach ihre Zeit. Wenn ein Jander schon 2,5 Jahre dritte Liga gespielt hat, hat er diese Übergangsphase schon hinter sich. Ein Chaikhoun hat vorher U19-Bundesliga gespielt und sonst nix. Der kommt hier in eine ganz neue Welt. Ein Kleinkind, das gerade Schwimmen lernt, schmeiße ich vom Planschbecken auch nicht direkt ins 50-Meter-Becken und erwarte, dass es dort weitgehend problemlos mitschwimmen kann.

Manche schaffen den Übergang schneller, manche brauchen länger. Bis zu zwei Jahre sind aber in meinen Augen völlig normal. Wenn man sich ein bisschen hinsetzt, wird man genug Beispiele von Spielern finden, die im ersten Jahr bei den Profis noch kaum eine Rolle gespielt haben, im zweiten Jahr dann ihre Spielzeit kontinuierlich steigern konnten und sich im dritten Jahr Richtung Leistungsträger entwickelt haben. Ein Jeltsch oder Uzun haben das natürlich innerhalb von Wochen hingekriegt, aber die sind auch qualitativ in ganz anderen Sphären unterwegs als die meisten anderen Talente, die wir in der Regel so haben. Die taugen als Vergleichsmaßstab daher auch nicht wirklich.

Ich finde es schwierig, wenn von verschiedenen Seiten die Erwartungshaltung formuliert wird, dass Talente, die frisch aus der Jugend kommen, innerhalb kürzester Zeit eine klare Rolle in der Profimannschaft spielen müssen. Müssen sie eben nicht und sie selbst sollten das am allerwenigsten erwarten. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war bei Talenten regelmäßig die Sprache davon, dass da jemand langsam an den Profibereich herangeführt werden soll. Irgendwie ist das in den letzten Jahren völlig verschwunden. Ein bisschen mehr Geduld in dieser Frage würde vielen nicht schaden, denke ich.

Und nochmal - ich wäre ein großer Fan davon, wenn wir Talenten mehr Einsatzzeit geben. Ich schaue unheimlich gern zu, wenn junge Spieler ihre ersten Gehversuche im Profibereich machen und phantasiere auch gerne rum, wo es mit einem Spieler noch so hingehen könnte. Aber am Ende des Tages will ich mir nicht anmaßen, einschätzen zu können, wann ein Talent wirklich bereit ist, für mehr Einsatzzeit bei den Profis. Ich sehe die Spieler weder im Training, noch regelmäßig bei den zweiten Mannschaft. Ich weiß weder, wie weit diese in ihrer taktischen Entwicklung sind, noch ob sie körperlich schon robust genug sind. In dieser Hinsicht muss ich einfach auf die Einschätzung unserer Trainer vertrauen. Am Ende ist es ganz sicher auch nicht Klose allein, der das alles bewertet, sondern da reden wahrscheinlich 5-6 Leute mit. Dass die sich alle so stark irren, glaube ich nicht.

Uns sind in den letzten Jahren sehr wenig Talente durch die Lappen gegangen, die dann andernorts sofort im Profibereich überzeugt haben. Ein paar haben es nach langer Anlaufzeit noch zu einer anständigen Karriere gebraucht. Viele, die bei uns noch hochgelobt wurden, sind aber auch nie höherklassig auffällig geworden. Insgesamt dürften wir in den letzten Jahren einen sehr guten Schnitt haben, wenn es darum geht, die Talente rauszufischen und zu fördern, denen wirklich eine Profikarriere zuzutrauen ist. Ich habe Vertrauen in unsere sportlich Verantwortlichen, dass sie nach wie vor ein gutes Auge dafür haben und die Spieler in den meisten Fällen dann ranlassen, wenn diese bereit dazu sind (auch wenn ich manchmal sicher etwas anderes schreibe, bin ja nicht perfekt... oder vielleicht doch? 🤔)
Ayoub Chaikhoun [17] |#12
12.03.2026 - 13:57 Uhr
Zitat von littlegreenman
Chaikhoun ist doch nur ein "Symptom", und ich denke niemand wird ihm, Stand heute, viele Tränen hinterherweinen.
Aber er zeigt doch das große Problem: Wir setzen auf Talente, ja, da haben wir ne Menge im Kader. Aber haben wir (bzw. unser "Talentförderexperte" auf der Trainerbank) es in den letzten Monaten geschafft, ein gutes Talent mit noch mangelhaften Fähigkeiten für den Herrenfußball dahin zu entwickeln, dass er eine wirkliche Verstärkung darstellt?
Jeltsch, Jander, Tzimas, Antiste, Yilmaz, Zoma haben doch allesamt mehr oder weniger sofort bei uns funktioniert.
Wenn das einzige mir einfallende positive Beispiel Reichert eines zeigt, dann, dass man besser wird über Einsatzzeiten.
Und da muss ich unser Trainerteam einfach kritisieren. Manche Spieler können Woche für Woche schwach abliefern, sie sind gesetzt, und die einzige Alternative wird mit der Aussage "Trainingsleistungen" abgestempelt. Da hätte ich als Spieler auch wenig Bock drauf...


Da muss ich widersprechen.

Heute wird erwartet, dass man mit 20 leistungstechnisch im Profifußball angekommen sein muss. Wer immer noch Fehler macht, wird schon als gescheitert bezeichnet, siehe Janisch.

Man erwartet, dass Trainer die von sich behaupten, auf die Jugend zu setzen, Spieler wie Chaikhoun innerhalb kürzester Zeit zum Kaderspieler auszubilden oder sogar zum Stammspieler.

Das ist m. M. nach eine Erwartungshaltung die in die völlig falsche Richtung geht. Leider gehen die verantwortlichen in den Vereinen den selben Weg, in dem sie immer jüngere Spieler verpflichten und in dem sie viel zu früh, viel zu viel von ihnen erwarten.

Schaffen sie es nicht, werden sie fallen gelassen und ihre Karriere gilt als gescheitert. Bei Spielern wie Becker oder Justvan hat man als Trainer zumindest die Hoffnung, dass sie das Spiel erwischen, in dem sie normale oder sehr gute Leistungen zeigen können.
Bei Spielern wie Chaikhoun oder auch Scobel oder von der Hitz, kann mal ein gutes bis sehr gutes Spiel dabei sein, aber die schlechten werden vermutlich noch in der Überzahl sein.

Und in der jetzigen Situation können wir uns mehrere schlechte Leistungen hintereinander einfach nicht leisten.
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