Für Balitsch nicht zu erklären
5:1 in 11 Minuten verspielt: Deutschlands U19 droht Aus nach Torfestival gegen England
©IMAGO
Der Artikel erschien in erster Fassung am Dienstagabend und wurde am Mittwoch mit einer Reaktion von Trainer Balitsch ergänzt (4. Absatz)
Die deutsche U19-Nationalmannschaft steht bei der Europameisterschaft in Rumänien nach einem Schützenfest gegen England vor dem Aus. Nach dem 0:3 gegen die Niederlande am Samstag verspielte das Team von Trainer Hanno Balitsch gegen die Three Lions eine Vier-Tore-Führung innerhalb von elf Minuten. Nach dem 5:5 (4:1) ist man am letzten Spieltag auf Schützenhilfe von der Elftal angewiesen.
Noah Darvich (7. Minute), Max Moerstedt (41.), Leopold Wurm (44.) und Said El Mala (31. und 48.) hatten bis kurz nach dem Pausentee für eine eigentlich beruhigende 5:1-Führung gesorgt, Josh King (35.) den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer markiert. Statt Euphorie kam dann allerdings ein Bruch ins Spiel. Ethan Wheatley (52.), Reiss-Alexander Russell-Denny (55.), Zach Abbott (60.) und Jesse Derry (63.) sorgten in kurzer Zeit für den spektakulären Endstand.
In der Gruppe C liegt Deutschland nun mit einem Punkt auf Rang vier. Im letzten Spiel gegen Norwegen, das ebenfalls einen Zähler auf dem Konto hat, muss zwingend ein Sieg her, um noch Chancen auf das Weiterkommen zu haben. Darüber hinaus darf England (2 Punkte) nicht gegen die bereits qualifizierten Niederländer (6 Punkte) gewinnen.
Update 18. Juni: Für Trainer Balitsch war „es nicht zu erklären, dass man innerhalb von 15 Minuten vier Gegentore kriegt, mehr oder weniger aus dem Nichts“. Der Ex-Profi stellte DFB-Angaben zufolge nach der Partie fest: „Wir haben es nicht geschafft, nach einem Gegentor mal die Bremse reinzupacken, tiefer zu stehen, die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen und Standards zu vermeiden – dann kippt so ein Momentum. So ist es schwer, einen Gegner mit Oberwasser aufzuhalten.“ Er will mit seinem Team nun schnell auf das entscheidende Spiel am Freitag gegen Norwegen schauen.
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