Umbruch in Lissabon schreitet voran
WM-Fahrer Trincão wechselt zu Al-Ahli – Sporting knackt Einnahmenrekord
©IMAGO
Sporting Lissabon treibt nach einer Saison ohne Titel den Kaderumbruch voran und verzeichnet dabei einen Einnahmenrekord. Mit Francisco Trincãos Wechsel zu Al-Ahli in die Saudi Pro League ist die 150-Millionen-Euro-Marke geknackt worden – so viel haben die Leões in einer Saison noch nie eingenommen. Ligaübergreifend wurde der Wert nur dreimal von Stadtrivale Benfica und einmal vom FC Porto übertroffen.
Für Trincão fließt nach offiziellen Angaben zunächst eine Basisablöse von umgerechnet rund 39,3 Mio. Euro, die durch Boni auf bis zu 43,7 Mio. Euro anwachsen kann. Diese hängen vom Erreichen bestimmter sportlicher Ziele durch den Klub oder Spieler ab. Mit 151,3 Mio. Euro hat Sporting nun 12 Mio. mehr eingenommen als in der bisherigen Rekordsaison 2022/23. Weltweit hat in diesem Sommer nur Newcastle United (188 Mio. Euro) noch mehr Geld durch Spielerverkäufe erwirtschaftet. 80 Mio. Euro wurden von Sporting bereits in sechs Neuzugänge reinvestiert.
Trincão war im Sommer 2023 nach vorangegangener Leihe fest vom FC Barcelona zu Sporting gewechselt. Im Gesamtpaket investierten die Lissabonner dafür 21 Mio. Euro. Der portugiesische WM-Fahrer zahlte es mit 47 Treffern und 51 Vorlagen in 208 Einsätzen zurück. 2024 gewann er mit Sporting die Meisterschaft, ein Jahr später folgte das Double. Bei den Leões konnte er sich auch wieder für Portugals Nationalteam empfehlen, bei der WM kam er nur im Vorrundenspiel gegen Usbekistan (5:0) zu einem Kurzeinsatz.
„Ich bin sehr stolz darauf, nun bei Al Ahli zu spielen. Ich weiß um den Wert, die Geschichte und die Fangemeinde dieses großartigen Vereins. Die Leidenschaft der Al-Ahli-Fans war einer der Hauptgründe, die mich dazu bewogen haben, diesen Schritt zu wagen. Ich verspreche, gemeinsam mit meinen Teamkollegen um den Erfolg zu kämpfen und die Fans glücklich zu machen“, sagte Trincão, der einen Vertrag bis 2030 unterschrieb und beim AFC-Champions-League-Sieger, der seinen Titel in diesem Jahr verteidigen konnte, fortan vom Deutschen Matthias Jaissle trainiert wird.
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