Man kann auch mal locker bleiben und kurz überlegen, was da jetzt passiert ist. Musiala hat offenbar dieses neurologische Problem. Ist Kacke und tut mir leid für ihn. Gleichzeitig ist das wohl gut behandelbar, er befindet sich in bestmöglicher medizinischer Betreuung und wirkt selbst guter Dinge. Verein und Spieler lassen beide keinen Zweifel daran, dass er damit in Zukunft wieder spielen kann.
Dann hat man ein unbedeutendes Testspiel gegen Heidenheim und hier tun Leute so, als würde man ihn nötigen zu spielen, weil, ja warum überhaupt? Um dieses ach so wichtige Testspiel zu gewinnen? Wenn der Junge noch medikamentös eingestellt werden muss und man zusätzlich noch herausfinden muss, wie er mit der Belastung umgeht, ist es doch naheliegend, das auszuprobieren. Wie sollte man auch sonst vorgehen? Eine ernsthafte Gefährdung besteht doch nicht. Jedenfalls nicht auf Basis seriöser Quellen zu der Geschichte.
Also tastet man sich heran, sammelt Erfahrungen und auf Basis dieser Erfahrungen passt man die Behandlung an. Und idealerweise hat man dann irgendwann wieder einen Spieler, der wieder voll mitgehen kann. Was ja auch offensichtlich das Interesse von Musiala ist.
Wie man in der Situation darauf kommen kann, dass der sich in wer weiß was für einer Gefahr befindet und das wer weiß was für ein Druck auf ihn aufgebaut würde, verstehe ich nicht. Das ergibt sich aus den Infos, die uns vorliegen, schlicht nicht.
Dementsprechend braucht man hier doch keine kritischen Reden schwingen. Da ist ein erwachsener Mensch, der seinen Körper gut kennt, jetzt nochmal neu kennenlernen muss und dafür die bestmögliche Unterstützung genießt. Da kann man auch mal abwarten und drauf vertrauen, dass da keine Voll ***** en am Werk sind.
Aber gut, vielleicht unterschätze ich auch die neurologischen Kenntnisse der hiesigen Userschaft. Die scheinen ja, betrachtet man die Vehemenz mancher Kritik, sehr ausgeprägt zu sein.
Unvorstellbar, aber wahr: Man nutzt ein Testspiel, um Dinge zu testen.
So auch Jamal seine Leistungsfähigkeit trotz Krankheit. In Absprache mit den besten medizinischen Abteilungen versteht sich.
Musiala trainiert täglich, falls er da "umfällt" sieht es nicht mal irgendjemand von uns.
Aber was sind schon promovierte Ärzte, wenn Buchhaltungs-Transfermarkt-User XY da eine andere Meinung hat, alles Amateure versteht sich.
Vorweg, ja ich bin kein Arzt, sehe das aber dennoch anders.
Klar muss man sich nach dem ersten Vorfall auch irgendwann ein wenig rantesten.
Aber warum in einem Testspiel gegen eine andere Mannschaft? Warum testet man sich nach dem ersten Anfall nicht intern etwas ran? Und wie viele "Tests" kann es 3 Tage nach dem ersten Vorfall gegeben haben?
Das ist mein Kritikpunkt. Passiert intern nach dem ersten Vorfall meinetwegen 2 Wochen trotz täglichen Trainings nichts, okay, aber wir reden von 3 Tagen.
Und vor allem finde ich die Gefahr schon relativ groß, dass etwas passiert. Wie gesagt, was wenn das in einem Zweikampf passiert?
Und ich persönlich (kann natürlich jeder anders sehen), würde mir als Heidenheimer schon etwas komisch vorkommen. Ich bin dann also Versuchskaninchen für einen Spieler einer anderen Mannschaft?
Ich mein, mich persönlich hätte das schon beschäftigt, wenn ein Gegenspieler bei einem Spiel in dem ich mit dabei bin zusammenbricht.
Da er das schon länger als 3 Tage hat muss man das natürlich herausfinden und da ein Spiel was anderes als Training ist nutzt man natürlich auch jedes davon um zu prüfen worauf der Körper reagiert.
Was das mit Versuchskaninchen zu tun haben soll ist unklar. Reine Polemik deinerseits. Man muss herausfinden wie man damit umgeht und das geht nur indem er unter ärztlicher Beobachtung in seinem Job einfach weitermacht. Im Labor wird keiner auf die Lösung kommen. Das ist nun mal ein neurologisches Problem für das man noch keine Geräte hat die eine fertige Lösung präsentieren.
Versuchskaninchen war vielleicht etwas überspitzt, aber ich finde ein Testspiel mit einer anderen Mannschaft 3 Tage nach einem Vorfall einfach unpassend. Und das ist auch nicht polemisch. Es betrifft halt nicht nur JM sondern auch die andere Mannschaft.
Ich sage doch gar nicht, dass man das dann auch irgendwann testen muss, aber sorry 3 Tage nach einem Vorfall wieder im Wettkampfmodus (ja ein Testspiel, aber wie Du schon sagst kein Training) halte ich für falsch. Wie gesagt, wieviele Tests kann es in diesen 3 Tagen gegeben haben??
Man kann sich ja auch herantasten und nicht gleich wieder "Vollgas" geben.
Einfacher:
Hier sind die wichtigsten medizinischen Hintergründe zu Absencen:
* Symptomatik:
Absencen (früher auch "Petit Mal" genannt) sind kurze, plötzliche Bewusstseinspausen. Sie dauern meist nur wenige Sekunden (ca. 5 bis 20 Sekunden). Betroffene starren oft ins Leere, der Blick wird starr, und sie halten in ihrer aktuellen Handlung inne – etwa mitten in der Bewegung auf dem Spielfeld. Es kommt dabei nicht zu den typischen Krämpfen oder Stürzen, die man oft mit Epilepsie assoziiert.
* Ursache:
Es handelt sich um eine vorübergehende, synchrone elektrische Fehlentladung im Gehirn (die im Text erwähnte "neurologische Dysfunktion").
* Nachwirkung:
Sobald die kurze Entladung vorbei ist, ist die Person sofort wieder voll orientiert und kann nahtlos dort weitermachen, wo sie aufgehört hat. Oft fehlt lediglich die Erinnerung an diese wenigen Sekunden.
* Behandlung:
Die Prognose ist hervorragend. Durch moderne Antiepileptika lassen sich die elektrischen Impulse im Gehirn stabilisieren, wodurch die Absencen in den meisten Fällen vollständig unterdrückt werden können.
* Vereinbarkeit mit Hochleistungssport:
Physische Belastung an sich löst selten Absencen aus. Relevantere Trigger sind oft Schlafmangel oder extremer Stress. Ist der Patient medikamentös gut eingestellt, gibt es aus neurologischer Sicht keinen Grund, auf Leistungssport zu verzichten.
Ich frage mich immernoch mit welchem Hintergrund du denkst mehr Ahnung zu haben, als die behandelnden Ärzte, aber so sei es.
Hauptsache zu allem eine Meinung.
Danke fuer die AI-Textbausteine. Die Infos sind doch schon laengst oeffentlich.
Man muss kein Arzt sein um den zweiten Einsatz innerhalb von 3 Tagen zu kritisieren, wenn ganz offensichtlich alle Bescheid wissen und die Medikamente ganz offensichtlich nicht anschlagen.
Ich weiss nicht, was es da zu diskutieren gibt. Niemand zweifelt an der Kompetenz von den Aerzten, Musiala oder dem Verein aus medizinischer Sicht. Niemand.
Die Kritik zielt allein auf die Entscheidung, Musiala erneut spielen zu lassen, obwohl wissentlich noch keine Bestaetigung der Wirkung der Medikamente vorliegt.
Wie kann man bei der Faktenlage den Einsatz gutheissen?
Ist mir unerklaerlich.
Niemand zweifelt an der Kompetenz... und dann kritisierst du die Entscheidung - und damit auch die Kompetenz der entscheidenden Ärzte - dass Musiala erneut gespielt hat.
Du kritisierst halt doch die Ärzte und meinst es besser zu wissen. Da kannst du noch so oft wiederholen, dass dem nicht so sei.
Mir ist eher unerklärlich, wie User nicht begreifen können, dass speziell die Ärzte ihm grünes Licht gegeben haben, weil es eben ungefährlich ist.
Also ist es fuer dich vollkommen normal, einen Spieler auf den Platz zu schicken, wissentlich, dass er ein paar Aussetzer haben kann?
Sorry, aber dann haben wir grundsaetzlich verschiedene Ansichten zum Thema Gesundheit.
Ich vertraue einfach dem betreuenden Ärzteteam.
Das sind promovierte Fachärtze, oft mit Spezialisation auf exakt solch einem Gebiet.
Was befähigt dich zu einer Analyse Musialas Krankenbild?
Ja sieht so aus. Du scheinst lieber deinem eigenen Geschwurbel oder Hokus-Pokus zu vertrauen, ich ausgebildeten Fachärzten, die täglich mit ihm in Kontakt stehen.
Da bleibe ich lieber bei Wissenschaftlern und Ärzten. Hat sich während Corona bewährt, wird sich auch hier bei 307 dahergelaufenen Medizinexperten bewähren.
Okay, verstehe, du wirst persoenlich und kommst mit Beleidigungen.
Seit wann sind Achtsamkeit und Vorsorge Geschwurbel und Hokus Pokus?
Dass ein Spieler, der einmal eine Absence hat und dann drei Tage spaeter eingesetzt wird, und dann nochmal eine Absence hat ist fuer dich also astreine Arbeit der Medizinexperten?
Das kann doch nicht dein Ernst sein.
Lass dir das doch bitte mal auf der Zunge zergehen.
Man hat ihn spielen lassen, wissentlich, dass er wieder fuer ein paar Sekunden abwesend sein wird.
Ich verliere hier auch kein Wort zu seinem Krankheitsbild (Krankenbild ist kein Wort), sondern einzig und allein zur Entscheidung, ihn ein zweites Mal spielen zu lassen.
Ich zitiere mal aus unserem Forum:
Uli Hoeneß on Jamal Musiala: "The fact it happened again four days later really shocked me. I was speechless, which rarely happens to me. I go to bed thinking of him and wake up in the morning thinking of him. We support Jamal unconditionally"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090022638433284533
Uli Hoeneß on Musiala: "We've already been informed about the problems for quite a long time. But it happened on the pitch for the first time against Leipzig last week.. I thought: well, if it doesn't happen soon again, then the medication will help. But the fact it happened again 4 days later really shocked me. I was sat on the couch speechless"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090024507012424137
Uli Hoeneß: "It's a drama, especially for Jamal. There were some signs of the problems, but it had never happened to him at the club before. But now with the two incidents on Saturday and yesterday, it's a problem first and foremost for the person Jamal, and also for the club in the medium term. We're all speechless, we weren't prepared for this. We'll have to learn how to deal with the situation"
https://x.com/iMiaSanMia/status/2090025699830571135
Das heißt also, dass der Verein das Problem kennt. Schon länger. Musiala entsprechend auch. Offenbar war das bisher nie ein Anlass zur Sorge und ist bei Spielen nie in irgendeiner Weise negativ aufgefallen. Jetzt passierte es erstmals gegen Leipzig. Allen ging es gut. Niemand hat irgendeinen Anlass gesehen, hier ein ernsteres Problem zu vermuten. Also hat er wieder gespielt. Das Problem tauchte aber erneut auf. Also guckt man sich die Sache jetzt genauer an, guckt, ob die Behandlung angepasst werden muss und weiter geht’s. Ich sehe beim besten Willen nicht, wo hier von Verein, Spieler oder Ärzteteam ein Fehler gemacht wurde.
Also vielleicht mal mit dem Fuß vom Gas gehen und nicht irgendwelchen dir wildfremden Menschen, in deren Arbeit du keinerlei Einblick hast, zu einem Fachgebiet von dem du keinerlei Kenntnis hast, vorwerfen, dass sie bewusst die Gesundheit eines anderen Menschen aufs Spiel setzen. Das gibt die Informationslage nämlich nicht her.
Ach, diese Aussage von dir:
„Man hat ihn spielen lassen, wissentlich, dass er wieder fuer ein paar Sekunden abwesend sein wird.“
ist übrigens absurd. Wer hätte da wissen sollen, dass das wieder passieren wird? Auf welcher Basis maßt du dir an, das beurteilen zu können?
Du tust hier so, als würdest du hier nur kritisch denken, haust aber zig unqualifizierte Aussagen und Vorwürfe raus. Das ist kein kritisches Hinterfragen. Du formulierst konkrete Vorwürfe und stellst keine kritischen Fragen. Das ist ein Unterschied.
Ok, ich ersetze das Wort “wird” mit “kann”. Man wusste, dass es wieder passieren kann. Und ihn wissentlich damit erneut spielen zu lassen finde ich extrem fahrlaessig.
Was daran unqualifiziert sein soll, kannst du mir ja gerne mal erklaeren.
Wenn es seit langem bekannt war, es nie zu einem Vorfall in einem Spiel gekommen ist, dann gehen doch Alarmglocken an, sobald es einmal passiert. Und das war der Moment im Leipzig-Spiel. Du sagst, es sei alles in Ordnung gewesen nach dem ersten Vorfall.
Allein der Fakt, dass es ein zweites Mal passiert ist, sagt uns doch, dass eben nicht alles in Ordnung war.
Die Entscheidung ihn erneut spielen zu lassen, war natuerlich ein Fehler. Wie kann das keine Fehleinschaetzung gewesen sein? Wie? Stell dir vor, selbst qualifizierte Aerzte machen mal Fehler.
Und auch bei der Informationslage liegst du daneben. Sie gibt naemlich ziemlich viel her.
Alle Aussagen von Musiala und vom Verein zeigen doch, dass sie wussten was Sache ist. Das ist fuer mich “wissentlich”. Und das ist dann ganz einfach fahrlaessig.
Ist es nicht. Als jemand der selbst eine chronische Krankheit hat, die mich einschränkt kann ich dir sagen, dass auch wenn ich verstehe, was du meinst, hier von dir die Perspektive des Patienten vollkommen ausgelassen wird. Wenn ich alles nicht mehr tun würde, dass die Eventualität beinhaltet, dass es etwas schlechtes passiert, würde ich den Rest meines Lebens in einer Plastikblase in einem Krankenbett liegen. Das tue ich aber nicht. Stattdessen treffe ich Vorkehrungen, nehme Medikamente und spreche mit Ärzten und Menschen mit denen ich zu tun habe, damit wir auf einander Acht geben können.
So wird das auch bei Jamal geschehen sein und auch in Zukunft passieren.
Hat das jetzt zweimal hintereinander nicht gut ausgesehen? Ja
Sollte das so sein? nein, absolut nicht.
Du kannst dir aber sicher sein, dass vor allem Jamal, aber sicher auch seine Ärzte vorher, zwischen den Vorfällen und auch danach alles getan haben, dass es nicht dazu kommt. Denn jeder will ein schönes Leben haben. Keiner will einen Stempel. Keiner will irgendwo abgestellt und von einer Krankheit fremdbestimmt sein.
Was hier passiert ist war also ein Unfall und ein worst case. Mit den Erkenntnissen aus den Vorfällen, wird es noch unwahrscheinlicher, dass es erneut passiert und es war in keiner weise fahrlässig. Es war ein Risiko.
Alles was man da tun kann ist die Wahrscheinlichkeit für diese Unfälle maximal zu reduzieren und ich bin sicher, dass alle Beteiligten genau das tun.
Jede Entscheidung die wir treffen ist mit Risiken verbunden. Wenn man verpflichtet würde alle Risiken zu scheuen, würden wir einfach nicht mehr entscheiden.








