| Geburtsdatum | 20.12.1968 |
|---|---|
| Alter | 57 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Vorstandsvorsitzender |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Tschüss Thomas Wüstefeld!
04.01.2022 - 20:34 Uhr
Linkverzeichnis:
- 04.01.2022 - HSV.de - Bekanntgabe Benennung zum kommissarischen Vorstand
- 28.09.2022 - HSV.de - Bekanntgabe Rücktritt
- 04.01.2022 - HSV.de - Bekanntgabe Benennung zum kommissarischen Vorstand
- 28.09.2022 - HSV.de - Bekanntgabe Rücktritt
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 7zidan7 am 29.09.2022 um 06:56 Uhr bearbeitet
04.01.2022 - 22:54 Uhr
@7zidan7 : Wüstefeld wurde nicht zum kommissarischen FINANZvorstand bestellt, sondern “nur” zum kommissarischen Vorstand.
Dies läßt darauf schließen, dass die Position von Wettstein nicht 1:1 (kurzfristig) ersetzt wird. Dies ist m.E. auch nicht unbedingt notwendig, weil die Arbeiten im operativen Bereich seit Jahren bereits von Dr. Huwer erledigt werden und in den übergeordneten Bereich die Arbeitsergebnisse doch überschaubar erscheinen. Insofern braucht es m.E. auch nicht unbedingt der Besetzung eines CFO, kommt es doch mehr um die operative Weiterentwicklung des HSV und die Erschließung neuer Finanzquellen an. Hierzu kommt es auf Visionen, unternehmerische Erfahrung und ein gutes Netzwerk an. Ob er dieses Anforderungsprofil erfüllt? Keine Ahnung, kenne ihn nicht, aber der Profifußball ist doch eine ganz eigene Welt, so dass eine gewisse Grundskepsis berechtigt erscheint. Wir werden sehen.
Während die Erfüllung der inhaltlichen Anforderungen zunächst unklar erscheint, setzt die Art und Weise der “Karriere” des Dr. Wüstefeld beim HSV und die zeitliche Komponente der Abläufe schon sehr in Erstaunen, um es vorsichtig auszudrücken. Hoffman-reloaded möchte man sagen. Wobei, da ist schon mehr Geschmäckle, wenn man an den Kühne-Deal hinsichtlich erworbenen 5%-Anteile denkt. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Gesamtzusammenhang bestehen könnte (Jansen kennt Kühne, Jansen kennt Wüstefeld, Wüstefeld kauft Kühne-Anteile (“Austausch zwischen Fans”), Wüstefeld wird AR, Vorsitzender, kommissarischer Vorstand). Man kann gespannt sein, was da ggf. noch an Informationen ans Licht kommt.
Aber davon abgesehen: fällt den Herren im Aufsichtsrat tatsächlich nichts anderes ein? Diese ganze Abfolge vermittelt den Eindruck eines Klüngels, nichts aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Nicht einmal eine schlüssige Begründung in der Pressemitteilung fällt denen ein, nicht einmal seine Aufgabengebiete werden beschrieben. Ein Armutszeugnis.
Sicher, ein Verweis auf die angeschlagenen Finanzen wird gegeben. Aber das ist doch nicht wirklich neu…kann man hier im Finanzen-Thread seit Jahren nachlesen
. Den Äußerungen von Wettstein vor einiger Zeit läßt sich entnehmen, dass der Aufsichtsrat schon länger von Wettstein informiert wurde, also überraschend ist die Notwendigkeit einer Neubesetzung und/oder daraus abgeleitet einer Rotation in den Anforderungen nicht, zumal die Arbeit von Wettstein intern wohl kaum als befriedigend eingeschätzt worden sein durfte. Na gut, äußerte sich Wüstefeld kurz vor Weihnachten doch wie folgt:
https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article234150235/thomas-wuestefeld-die-sorgen-sind-gross-hsv-news-corona-hamburg-geisterspiele-impfstoff.html
Aus den oben genannten Gründen finde ich dies grundsätzlich einen richtigen Ansatz, wenn denn die Qualität stimmt. Dass sich Wüstefeld hier u.U. bereits selbst in der Polposition gesehen hatte, schon verwunderlich. zumal er auch sagte:
“Viele” heißt nicht unbedingt den passenden. Aber es scheint wohl bis vor kurzem völlig unklar gewesen zu sein, wie der Aufsichtsrat den Vorstand inhaltlich aufstellen will. Zu vermuten ist, dass Wüstefeld hier entscheidende “Impulse” gesetzt hat.
Mir ist es ein Rätsel, warum es dem HSV nicht gelingt externe Experten und externe qualifizierte Bewerber in die erforderlichen Positionen zu bringen. Weil man es nicht will? Das muss doch irgendwann mal aufhören. Vielleicht läßt dies aber die Struktur beim HSV nicht zu. Etwas ratlos.
Dies läßt darauf schließen, dass die Position von Wettstein nicht 1:1 (kurzfristig) ersetzt wird. Dies ist m.E. auch nicht unbedingt notwendig, weil die Arbeiten im operativen Bereich seit Jahren bereits von Dr. Huwer erledigt werden und in den übergeordneten Bereich die Arbeitsergebnisse doch überschaubar erscheinen. Insofern braucht es m.E. auch nicht unbedingt der Besetzung eines CFO, kommt es doch mehr um die operative Weiterentwicklung des HSV und die Erschließung neuer Finanzquellen an. Hierzu kommt es auf Visionen, unternehmerische Erfahrung und ein gutes Netzwerk an. Ob er dieses Anforderungsprofil erfüllt? Keine Ahnung, kenne ihn nicht, aber der Profifußball ist doch eine ganz eigene Welt, so dass eine gewisse Grundskepsis berechtigt erscheint. Wir werden sehen.
Während die Erfüllung der inhaltlichen Anforderungen zunächst unklar erscheint, setzt die Art und Weise der “Karriere” des Dr. Wüstefeld beim HSV und die zeitliche Komponente der Abläufe schon sehr in Erstaunen, um es vorsichtig auszudrücken. Hoffman-reloaded möchte man sagen. Wobei, da ist schon mehr Geschmäckle, wenn man an den Kühne-Deal hinsichtlich erworbenen 5%-Anteile denkt. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Gesamtzusammenhang bestehen könnte (Jansen kennt Kühne, Jansen kennt Wüstefeld, Wüstefeld kauft Kühne-Anteile (“Austausch zwischen Fans”), Wüstefeld wird AR, Vorsitzender, kommissarischer Vorstand). Man kann gespannt sein, was da ggf. noch an Informationen ans Licht kommt.
Aber davon abgesehen: fällt den Herren im Aufsichtsrat tatsächlich nichts anderes ein? Diese ganze Abfolge vermittelt den Eindruck eines Klüngels, nichts aus der Vergangenheit gelernt zu haben. Nicht einmal eine schlüssige Begründung in der Pressemitteilung fällt denen ein, nicht einmal seine Aufgabengebiete werden beschrieben. Ein Armutszeugnis.
Sicher, ein Verweis auf die angeschlagenen Finanzen wird gegeben. Aber das ist doch nicht wirklich neu…kann man hier im Finanzen-Thread seit Jahren nachlesen
. Den Äußerungen von Wettstein vor einiger Zeit läßt sich entnehmen, dass der Aufsichtsrat schon länger von Wettstein informiert wurde, also überraschend ist die Notwendigkeit einer Neubesetzung und/oder daraus abgeleitet einer Rotation in den Anforderungen nicht, zumal die Arbeit von Wettstein intern wohl kaum als befriedigend eingeschätzt worden sein durfte. Na gut, äußerte sich Wüstefeld kurz vor Weihnachten doch wie folgt: Zitat von Thomas Wüstefeld
Alle Szenarien sind denkbar. Wir reden über Aufgaben und Prozesse. In Phase zwei reden wir dann über Personen. Bei der Suche nach der richtigen Neu-Ordnung des Vorstands könne er sich viele Ansätze vorstellen, zum Beispiel auch die Möglichkeit eines COO, also eines Chief Operating Officer. So wird allgemein ein Manager genannt, der das operative Geschäft leitet beziehungsweise betreut.
Alle Szenarien sind denkbar. Wir reden über Aufgaben und Prozesse. In Phase zwei reden wir dann über Personen. Bei der Suche nach der richtigen Neu-Ordnung des Vorstands könne er sich viele Ansätze vorstellen, zum Beispiel auch die Möglichkeit eines COO, also eines Chief Operating Officer. So wird allgemein ein Manager genannt, der das operative Geschäft leitet beziehungsweise betreut.
https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article234150235/thomas-wuestefeld-die-sorgen-sind-gross-hsv-news-corona-hamburg-geisterspiele-impfstoff.html
Aus den oben genannten Gründen finde ich dies grundsätzlich einen richtigen Ansatz, wenn denn die Qualität stimmt. Dass sich Wüstefeld hier u.U. bereits selbst in der Polposition gesehen hatte, schon verwunderlich. zumal er auch sagte:
“Viele” heißt nicht unbedingt den passenden. Aber es scheint wohl bis vor kurzem völlig unklar gewesen zu sein, wie der Aufsichtsrat den Vorstand inhaltlich aufstellen will. Zu vermuten ist, dass Wüstefeld hier entscheidende “Impulse” gesetzt hat.
Mir ist es ein Rätsel, warum es dem HSV nicht gelingt externe Experten und externe qualifizierte Bewerber in die erforderlichen Positionen zu bringen. Weil man es nicht will? Das muss doch irgendwann mal aufhören. Vielleicht läßt dies aber die Struktur beim HSV nicht zu. Etwas ratlos.
27.01.2022 - 07:26 Uhr
Zitat von BallToGo
Mit dem Artikel haben der HSV und Dr. W. Sie keinen Gefallen getan. Flach, Smalltalk, wenig Inhalt.
Wer ausdrücklich mit dem Ziel antritt "Leitplanken" zu installieren, von dem erwarte ich, dass er diesbezüglich ein Konzept oder zumindest Vorstellungen hat und dass wir darüber etwas hören würden. Nichts davon, er sucht noch danach.
Nun gut, immer noch besser, als wenn so etwas an den Gegebenheiten und Notwendigkeiten vorbei passiert .
Jedenfalls braucht sich Dr. W. nicht in die Schlange einreihen, um das für ihn Allergrößte, die Fußballspiele, erleben zu können.
Mit dem Artikel haben der HSV und Dr. W. Sie keinen Gefallen getan. Flach, Smalltalk, wenig Inhalt.
Wer ausdrücklich mit dem Ziel antritt "Leitplanken" zu installieren, von dem erwarte ich, dass er diesbezüglich ein Konzept oder zumindest Vorstellungen hat und dass wir darüber etwas hören würden. Nichts davon, er sucht noch danach.
Nun gut, immer noch besser, als wenn so etwas an den Gegebenheiten und Notwendigkeiten vorbei passiert .
Jedenfalls braucht sich Dr. W. nicht in die Schlange einreihen, um das für ihn Allergrößte, die Fußballspiele, erleben zu können.
Vor dem Konzept kommt doch sinnigerweise die Ist-Analyse und genau das macht er doch aktuell. Dass dann Leitplanken installiert werden sollen, die losgelöst von Personen sind, die Personen vielmehr nach der strategischen Ausrichtung ausgewählt werden, ist nur folgerichtig.
Methodisch ist der Ansatz für mich komplett nachvollziehbar.
Den größten Impact auf die aktuelle finanzielle Situation hat die aktuell geringe Covid-19 bedingte Stadionauslastung. In dem Thema hat er sich sehr schnell positioniert und zum einen mit einer Obergrenze von ca. 30.000 einen Anker in der Verhandlung gesetzt und gleichzeitig ein Konzept vorgelegt wie das risikolos möglich sein kann.
Aktuell setzt er auf den Dialog mit der Stadt und nicht der juristischen Weg (vorsorglich aber der Hinweis, dass man auf den BVB, RBL, Köln guckt).
Mir gefallen die ersten Schritte, das Interview reiht sich da ein, den methodischen Ansatz halte ich für richtig.
27.01.2022 - 10:19 Uhr
Um nur mal das Gruselkabinet von einigen wesentlichen Geldströmen in den letzten Jahren zusammenzufassen:
Kühne: annähernd neutrales Unternehmen mit inakzeptabler Vergangenheitsaufarbeitung. Das Geld hat durch den alten Kühne allerdings mehr Unruhe als Nutzen in den Verein getragen.
HSH Nordbank: Unser Stadionnamensgeber fest verstrickt in der Finanzkrise. Mittlerweile Konkurs Verkauft Vergessen.
Emirates: Als staatliche Airline der Vereinigten Emirate ist dieses Unternehmen allein schon ein Wunderstück europäischer Fußballgeschichte. Hält von Arbeitnehmerrechten ungefähr so viel wie vom Staate Israel, hat uns im Gegenzug aber wunderbare Testglanzturniere gegen Mannschaften wie Arsenal eingebracht. Und auch wenn man dem Versuch nicht erliegen sollte alles in einen Topf zu schmeißen so finde ich es aus HSVer Sicht zumindest irritierend, wenn man sich im Brustton der Überzeugung über das Gebaren der Bayern und des DFB/FIFA im Zusammenhang mit der WM in Katar ereifert, aber beim eigenen Sponsoring scheinbar keinerlei Konflikthaftes festzustellen vermag.
Orthomol: ist. bereit. fürs. Leben. Also so steht es zumindest auf der Website. Ihr seht hoffentlich den Absatz zu den anderen drei Beispielen, denn dieses Unternehmen stößt mir persönlich nur aufgrund des Nahrungsergänzungshokuspokus auf. Kleine Anekdote: Unser aufrechtester Schwurbler auf der Arbeit hat seine stete Bergabentwicklung in Sachen Verschwörungstheorien genau mit ebensolchen Nahrungsergänzungsschwachsinn gestartet. Ab da gab es dann Begriffe wie Schulmedizin, staatliche Gesundheit, alternative Wissenschaft, alternative Heilmethoden. Vielleicht sollte Orthomol mal ein paar nicht nachweisbare "Mikronährstoff-Kombinationen" in die Trinkflaschen unserer Profis tanzen, das hilft garantiert.
Wüstenfeld: Auch wenn mein Beitrag berechtigterweise selbst die Tendenz hat in verschwörerische Sphären abzugleiten so ist Wohnungsmarkt doch zugegeben eine meiner vielen moralischen Zündschnüre. Wer sich hier versündigt hat auf ewig in der Hölle zu schmoren und nicht sein Geld in den HSV zu stecken, ma ganz im Ernst!
Wenn ich ein paar Vorschläge machen dürfte bezüglich illustrer Sponsoren in dieser Tradition, so kämen mir zunächst Tönnies und Amazon in den Sinn. Da fragen sich, wer da eigentlich die Ärmste Sau im Laden ist. Ah und solange sie noch nicht verstaatlicht sind könnte man sich noch bei Deutsche Wohnen um ein Engagement bemühen.
Fortsetzung folgt garantiert!
Ich hoffe ihr verzeiht mir meinen teilweise mit Augenzwinkern und teilweise mit Augenzucken versehenen Beitrag. Ich finds immer mal wieder wichtig nicht einfach brav alles abzuwinken von den Marketingmachenschaften rund um den Fußball. Zwar überwiegt hier meine opportunistische Seite, die sich damals auch über das Kühne Geld gefreut hat, aber man sollte es eben auch nie ganz aus den Augen verlieren, damit man nicht plötzlich in einem Fußball aufwacht, der zu großteilen von einer krank und arm machenden Glücksspielmafia finanziert wird. Shit, ich mache es schon wieder ...
Kühne: annähernd neutrales Unternehmen mit inakzeptabler Vergangenheitsaufarbeitung. Das Geld hat durch den alten Kühne allerdings mehr Unruhe als Nutzen in den Verein getragen.
HSH Nordbank: Unser Stadionnamensgeber fest verstrickt in der Finanzkrise. Mittlerweile Konkurs Verkauft Vergessen.
Emirates: Als staatliche Airline der Vereinigten Emirate ist dieses Unternehmen allein schon ein Wunderstück europäischer Fußballgeschichte. Hält von Arbeitnehmerrechten ungefähr so viel wie vom Staate Israel, hat uns im Gegenzug aber wunderbare Testglanzturniere gegen Mannschaften wie Arsenal eingebracht. Und auch wenn man dem Versuch nicht erliegen sollte alles in einen Topf zu schmeißen so finde ich es aus HSVer Sicht zumindest irritierend, wenn man sich im Brustton der Überzeugung über das Gebaren der Bayern und des DFB/FIFA im Zusammenhang mit der WM in Katar ereifert, aber beim eigenen Sponsoring scheinbar keinerlei Konflikthaftes festzustellen vermag.
Orthomol: ist. bereit. fürs. Leben. Also so steht es zumindest auf der Website. Ihr seht hoffentlich den Absatz zu den anderen drei Beispielen, denn dieses Unternehmen stößt mir persönlich nur aufgrund des Nahrungsergänzungshokuspokus auf. Kleine Anekdote: Unser aufrechtester Schwurbler auf der Arbeit hat seine stete Bergabentwicklung in Sachen Verschwörungstheorien genau mit ebensolchen Nahrungsergänzungsschwachsinn gestartet. Ab da gab es dann Begriffe wie Schulmedizin, staatliche Gesundheit, alternative Wissenschaft, alternative Heilmethoden. Vielleicht sollte Orthomol mal ein paar nicht nachweisbare "Mikronährstoff-Kombinationen" in die Trinkflaschen unserer Profis tanzen, das hilft garantiert.
Wüstenfeld: Auch wenn mein Beitrag berechtigterweise selbst die Tendenz hat in verschwörerische Sphären abzugleiten so ist Wohnungsmarkt doch zugegeben eine meiner vielen moralischen Zündschnüre. Wer sich hier versündigt hat auf ewig in der Hölle zu schmoren und nicht sein Geld in den HSV zu stecken, ma ganz im Ernst!
Wenn ich ein paar Vorschläge machen dürfte bezüglich illustrer Sponsoren in dieser Tradition, so kämen mir zunächst Tönnies und Amazon in den Sinn. Da fragen sich, wer da eigentlich die Ärmste Sau im Laden ist. Ah und solange sie noch nicht verstaatlicht sind könnte man sich noch bei Deutsche Wohnen um ein Engagement bemühen.
Fortsetzung folgt garantiert!
Ich hoffe ihr verzeiht mir meinen teilweise mit Augenzwinkern und teilweise mit Augenzucken versehenen Beitrag. Ich finds immer mal wieder wichtig nicht einfach brav alles abzuwinken von den Marketingmachenschaften rund um den Fußball. Zwar überwiegt hier meine opportunistische Seite, die sich damals auch über das Kühne Geld gefreut hat, aber man sollte es eben auch nie ganz aus den Augen verlieren, damit man nicht plötzlich in einem Fußball aufwacht, der zu großteilen von einer krank und arm machenden Glücksspielmafia finanziert wird. Shit, ich mache es schon wieder ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Atoubastyle am 27.01.2022 um 10:24 Uhr bearbeitet
27.01.2022 - 11:50 Uhr
Zitat von LaraLou
...
In dem Thema hat er sich sehr schnell positioniert und zum einen mit einer Obergrenze von ca. 30.000 einen Anker in der Verhandlung gesetzt und gleichzeitig ein Konzept vorgelegt wie das risikolos möglich sein kann.
...
Mir gefallen die ersten Schritte, das Interview reiht sich da ein, den methodischen Ansatz halte ich für richtig.
...
In dem Thema hat er sich sehr schnell positioniert und zum einen mit einer Obergrenze von ca. 30.000 einen Anker in der Verhandlung gesetzt und gleichzeitig ein Konzept vorgelegt wie das risikolos möglich sein kann.
...
Mir gefallen die ersten Schritte, das Interview reiht sich da ein, den methodischen Ansatz halte ich für richtig.
In meine Augen eine peinliche Außendarstellung ohne tieferen Inhalt.
Konzept vorgelegt?
Ich würde dieses Konzept gerne nachvollziehen können. Warum wird den Menschen nicht erklärt was damit gemeint ist?
Zitat von Dr. Thomas Wüstefeld
Wir in Hamburg trauen uns unter den Bedingungen, die wir kennen, 25.000 bis 30.000 Zuschauer zu, ohne dass es ein Risiko für die Menschen gibt. Diese Zahl ist nicht gewürfelt, sondern ermittelt und tief evaluiert worden.
Wir in Hamburg trauen uns unter den Bedingungen, die wir kennen, 25.000 bis 30.000 Zuschauer zu, ohne dass es ein Risiko für die Menschen gibt. Diese Zahl ist nicht gewürfelt, sondern ermittelt und tief evaluiert worden.
Es gibt also kein Risiko für die Menschen. Wie kommt Dr. Wüstefeld zu dieser Feststellung?
Die Zahl ist nicht gewürfelt, sondern ermittelt und evaluiert. Na gut, nehmen wir es mal an.
Warum teilt man dann die Erkenntnisse nicht? Solche Ergebnisse dürften doch von nationalem Interesse sein. Aufgrund welcher Datenlage kann man zu dieser Einschätzung kommen? Wer hat die Daten ermittelt? Wann und wo wurden die Daten erhoben? Wer hat sie evaluiert und was ist das Ergebnis? Warum gibt es ein Risiko bei über 30.000 Zuschauern und bei unter 30.000 nicht? Warum zwängt man Zuschauer in wenige Blöcke während weite Teile des Stadions leer stehen?
Transparenz und Erklärungen wären sicher ein Schlüssel.
Für sich allein stehend bleiben diese Aussagen leer und werden von mir als dummes Geplapper abgeheftet.
27.01.2022 - 19:28 Uhr
Zitat von LaraLou
Vor dem Konzept kommt doch sinnigerweise die Ist-Analyse und genau das macht er doch aktuell. Dass dann Leitplanken installiert werden sollen, die losgelöst von Personen sind, die Personen vielmehr nach der strategischen Ausrichtung ausgewählt werden, ist nur folgerichtig.
Methodisch ist der Ansatz für mich komplett nachvollziehbar.
Den größten Impact auf die aktuelle finanzielle Situation hat die aktuell geringe Covid-19 bedingte Stadionauslastung. In dem Thema hat er sich sehr schnell positioniert und zum einen mit einer Obergrenze von ca. 30.000 einen Anker in der Verhandlung gesetzt und gleichzeitig ein Konzept vorgelegt wie das risikolos möglich sein kann.
Aktuell setzt er auf den Dialog mit der Stadt und nicht der juristischen Weg (vorsorglich aber der Hinweis, dass man auf den BVB, RBL, Köln guckt).
Mir gefallen die ersten Schritte, das Interview reiht sich da ein, den methodischen Ansatz halte ich für richtig.
Zitat von BallToGo
Mit dem Artikel haben der HSV und Dr. W. Sie keinen Gefallen getan. Flach, Smalltalk, wenig Inhalt.
Wer ausdrücklich mit dem Ziel antritt "Leitplanken" zu installieren, von dem erwarte ich, dass er diesbezüglich ein Konzept oder zumindest Vorstellungen hat und dass wir darüber etwas hören würden. Nichts davon, er sucht noch danach.
Nun gut, immer noch besser, als wenn so etwas an den Gegebenheiten und Notwendigkeiten vorbei passiert .
Jedenfalls braucht sich Dr. W. nicht in die Schlange einreihen, um das für ihn Allergrößte, die Fußballspiele, erleben zu können.
Mit dem Artikel haben der HSV und Dr. W. Sie keinen Gefallen getan. Flach, Smalltalk, wenig Inhalt.
Wer ausdrücklich mit dem Ziel antritt "Leitplanken" zu installieren, von dem erwarte ich, dass er diesbezüglich ein Konzept oder zumindest Vorstellungen hat und dass wir darüber etwas hören würden. Nichts davon, er sucht noch danach.
Nun gut, immer noch besser, als wenn so etwas an den Gegebenheiten und Notwendigkeiten vorbei passiert .
Jedenfalls braucht sich Dr. W. nicht in die Schlange einreihen, um das für ihn Allergrößte, die Fußballspiele, erleben zu können.
Vor dem Konzept kommt doch sinnigerweise die Ist-Analyse und genau das macht er doch aktuell. Dass dann Leitplanken installiert werden sollen, die losgelöst von Personen sind, die Personen vielmehr nach der strategischen Ausrichtung ausgewählt werden, ist nur folgerichtig.
Methodisch ist der Ansatz für mich komplett nachvollziehbar.
Den größten Impact auf die aktuelle finanzielle Situation hat die aktuell geringe Covid-19 bedingte Stadionauslastung. In dem Thema hat er sich sehr schnell positioniert und zum einen mit einer Obergrenze von ca. 30.000 einen Anker in der Verhandlung gesetzt und gleichzeitig ein Konzept vorgelegt wie das risikolos möglich sein kann.
Aktuell setzt er auf den Dialog mit der Stadt und nicht der juristischen Weg (vorsorglich aber der Hinweis, dass man auf den BVB, RBL, Köln guckt).
Mir gefallen die ersten Schritte, das Interview reiht sich da ein, den methodischen Ansatz halte ich für richtig.
Auch wenn er sich in seinen Äußerungen immer als „HSV-Fan“ darstellt und damit kokettiert, wird er als Unternehmer bei einer Millionen-Investition vor Unterzeichnung eine fundierte Due-Diligence durchgeführt haben, um genau ein Bild der Ist-Situation eins. der Planungsperspektiven zu bekommen. Da sollten bei den wesentlichen Punkten des Unternehmens die relevanten Parameter bekannt sein, insbesondere natürlich zur finanziellen Situation und den wesentlichen Einflussfaktoren.*) Denke, das kann, nein, muss man unterstellen. Insofern sind die Aussagen des HA mehr als glaubwürdig:
Zitat von HA
Nach der Mitgliederversammlung im August, als bei ihm der Plan reifte, eigene Anteile zu kaufen, hat er die HSV AG von A bis Z durchleuchten lassen. Wüstefeld unterzeichnete eine Absichtserklärung zum Kauf von Anteilen und eine Vertraulichkeitserklärung, um anschließend die wichtigsten Abläufe der AG-Organisation zu überprüfen. Und der Status quo, den Wüstefeld vorfand, soll den Unternehmer beunruhigt haben. Einerseits. Andererseits entschied sich der dreifache Papa mit seiner gesamten Familie trotzdem, 5,11 Prozent der Anteile von Mit-Anteilseigner Kühne zu erwerben. Der angebliche Kaufpreis soll sich nach Abendblatt-Informationen bei rund 14 Millionen Euro bewegen.
Nach der Mitgliederversammlung im August, als bei ihm der Plan reifte, eigene Anteile zu kaufen, hat er die HSV AG von A bis Z durchleuchten lassen. Wüstefeld unterzeichnete eine Absichtserklärung zum Kauf von Anteilen und eine Vertraulichkeitserklärung, um anschließend die wichtigsten Abläufe der AG-Organisation zu überprüfen. Und der Status quo, den Wüstefeld vorfand, soll den Unternehmer beunruhigt haben. Einerseits. Andererseits entschied sich der dreifache Papa mit seiner gesamten Familie trotzdem, 5,11 Prozent der Anteile von Mit-Anteilseigner Kühne zu erwerben. Der angebliche Kaufpreis soll sich nach Abendblatt-Informationen bei rund 14 Millionen Euro bewegen.
https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article234415265/wie-wuestefeld-um-die-millionen-kaempft-hsv-news-vorstand-corona-unternehmen.html
Gut, wenn er sich jetzt auch noch in das Greenkeeping einarbeiten muss, dann wird es mit der vollständigen Analyse noch dauern. Aber vielleicht ist es im Sinne der Sache sinnvoller, die Einarbeitung nach dem Pareto-Prinzip durchzuführen, dann sollten das Wesentliche eigentlich erledigt sein. Finde es unabhängig davon auch eher irritierend, wenn ein Vorstand meint, er „möchte alles verstehen“. Mit moderner Unternehmensführung hat das eher nicht zu tun. Wichtiger ist es die Struktur und die Führungspersonen einzuschätzen, dann wird sich vieles erledigen bzw. erledigt haben. Er soll jetzt für die Bereiche Finanzen, Marke, Organisation, Infrastruktur, Sponsoring, Digitales, IT und Marketing verantwortlich sein, ein Hammerprogramm. Macht das wirklich Sinn? Wie will das leisten? Und dann nebenbei noch „die Strukturen, das Leitbild und das Drehbuch des HSV“ für die Zukunft auszurichten“, dann ist mir das wieder zuviel sowohl an Erwartung als auch an das machbare innerhalb kurzer Zeit. Da kann es nur Erwartungsenttäuschungen geben.
Bevor jetzt neue „Leitplanken“ entwickelt werden, steht erst einmal das finanzielle Überleben an. Insofern sind Gespräche mit den stakeholdern wie Banken, Sponsoren usw. notwendig, um alle finanzielle Potentiale zu prüfen. Wie schon gesagt, sollten hierzu alle Informationen längst vorgelegen haben und eingeschätzt worden sein, sicher auch bereits Hauptgesprächsthemen in den letzten Aufsichtsratssitzungen.
Das bedeutet aber nicht, dass ich schon jetzt alles negativ sehen will. Dass er sich für eine Erhöhung der Zuschauerkapazitäten einsetzt, ist nachvollziehbar und zu einem Umfang, den ich nicht einschätzen kann, auch plausibel. Bei 30.000 bin ich eher skeptisch und teile zudem die Vorbehalte von @mawibo .
Wie ich schon zu Beginn dieses Threads gesagt hatte, verstehe ich die Wege der Aufgabenbesetzung bei HSV einfach nicht.
*) Man muss sich allerdings auch kritisch fragen, was der Aufsichtsrat über die Jahre eigentlich in dieser Hinsicht gemacht hat, wenn jetzt der „Neue“ offensichtlich alles „auf den Kopf stellen muss“. Die Probleme sich doch über Jahre bekannt. Spricht andererseits ggf. über die Qualitäten der einzelnen Mitglieder auch Bände.
01.04.2022 - 08:11 Uhr
Zitat von BallToGo
Obwohl es für eine Einschätzung der Qualitäten unseres Interimvorstandes viel zu früh ist, erlaube ich mir ein Zwischenfazit:
Schnacken kann er.
Das hat er jetzt bewiesen, indem er den sperrigen KMK dazu bewogen hat, noch einmal für den Stadionnamen Geld herausgeben. Das ist eine Leistung! Wie Boldt scheint den HSV gut verkaufen zu können.
Die größte finanzielle Baustelle ist damit erstmal geschlossen.
Ob er es wohl auch schafft, Bauunternehmen zu requirieren, die die Renovierung des Stadions gegen ein Entgelt in Form eines Werbebanners erledigen?
Obwohl es für eine Einschätzung der Qualitäten unseres Interimvorstandes viel zu früh ist, erlaube ich mir ein Zwischenfazit:
Schnacken kann er.
Das hat er jetzt bewiesen, indem er den sperrigen KMK dazu bewogen hat, noch einmal für den Stadionnamen Geld herausgeben. Das ist eine Leistung! Wie Boldt scheint den HSV gut verkaufen zu können.
Die größte finanzielle Baustelle ist damit erstmal geschlossen.
Ob er es wohl auch schafft, Bauunternehmen zu requirieren, die die Renovierung des Stadions gegen ein Entgelt in Form eines Werbebanners erledigen?
Zunächst hört sich die Nachrichtenlage der letzten Wochen recht gut an:
- Kühne reduziert seine Anteil und damit möglicherweise seinen Einfluß auf den HSV.
- Wüstefeld arbeitet pro bono als Vorstand.
- Wüstefeld erreicht in Gesprächen mit den Behörden eine Abmilderung der Zuschauerbeschränkungen.
- Mit HanseMerkur steigt ein Exklusivpartner zum Hauptsponsor auf mit einem höheren Budget als Orthomol (ca. 0,6 Mio), der auslaufende Vertrag mit dem bisherigen Hauptsponsor kann also nahtlos ersetzt werden.
- Durch die Ausnutzung des restlichen Genehmigten Kapitals fließen der AG weitere 2,2 Mio zu.
- Nach 3 Jahren, in denen der Stadionnamens nicht vermarktet wurde, steigt Kühne zur neuen Saison wieder ein mit einem respektablen Budgets von 3 Mio.
- Mit dem Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal werden weitere Einnahmen generiert.
Zunächst würde ich schon konstatieren, dass diese Nachrichten positiv einzuschätzen sind und eine notwendige Stabilisierung der Finanzen herbeiführen und eine gewisse Sicherheit gewähren. Ist das so?
Ich hatte vor einigen Monaten mal den Einfluss der Zuschauerbeschränkungen auf die Einnahmen eingeschätzt und bin auf eine Reduzierung so um die 6 Mio gekommen. Diese Einnahmen sind nicht aufholbar, die mit Erreichen des Halbfinale eingenommenen bzw. noch einzunehmenden Gelder summieren sich vielleicht dann auf etwa 5 Mio., d.h. durch die tollen sportlichen Erfolge werden keine über der ursprünglichen Planung liegenden Einnahmen erreicht (sofern man nicht das Finale erreicht).
Wenn der Einnahmenverlust von HM, die seit einigen Jahren beim HSV engagiert sind, als Exklusivpartner von ca. 1 Mio betragsmäßig nicht ersetzt werden kann, dann steigen also die Einnahmen nicht, zumindest aktuell ist dazu nichts bekannt. Der HSV war schon lange an HM dran, um sie als Hauptsponsor zu gewinnen, Wüstefeld dürfte damit nur in den finalen Verhandlungen als aktuell Verantwortlicher eingebunden gewesen sein.
Mit der Plazierung des verbleibenden Genehmigten Kapitals an die AMPri GmbH kommt es zu einem einmaligen Zahlungszufluss. Das hilft kurzfristig, verändert die Gemengelage im Aktionärskreis nicht. Allerdings verpasst man insgesamt strategische Investoren an den HSV zu binden. Der Aktionärskreis setzt sich weiterhin ausschließlich aus „Fans“ zusammen.
Die Reduzierung des Anteils von Kühne hat keinen Einfluss auf die Finanzen des HSV, ist eher emotionaler Natur, da dadurch ein gewisser Rückzug von Kühne, den er jahrelang angedeutet hatte, auch umgesetzt wurde. Die Gesamtkonstellation ist aber schon etwas fragwürdig. Wüstefeld, der nun auch von Kühne trotz der kurzen Bekanntschaft und auch der kurzen Vorstandstätigkeit sehr gelobt wird („Mit Dr. Wüstefeld hat ein Mann die Führung der HSV Fußball AG übernommen, der mit ebenso viel Umsicht wie Tatendrang zu Werke geht. Das eröffnet unserem HSV ganz neue Perspektiven: Schwung im Management sollte auch der Mannschaft mehr Elan und Qualität verleihen.“), hat Kühne wohl vor einiger Zeit durch Jansen kennengelernt, die wohl auch gewisse gemeinsame geschäftliche Aktivitäten haben. Dann verkauft Kühne Anteile an Wüstefeld und einige Zeit später gibt Kühne quasi wieder ein Teil des Geldes an den HSV zurück. Was ist da die Motivation? Man könnte schon den Eindruck von einer geplanten Aktion gewinnen, dass damit die Position von Wüstefeld gestärkt werden soll, da ihm dieser Deal (wie auch die anderen) jetzt zugerechnet wird. Ein Indiz dafür könnte auch sein, dass die Optionen bei Vuskovic und Muheim vor einigen Tagen gezogen wurden, wo man sich schon gewundert hatte, dass die notwendigen Gelder dafür vorhanden seien. Möglicherweise war die Deals aber schon alle bekannt und man hat sie bewußt terminiert.
Insofern stimme ich dir zu, dass die Qualitäten von Wüstefeld noch nicht einzuschätzen sind, aktuell spricht die Nachrichtenlagen aber durchaus für ihn. Ich würde jetzt auch nicht zu skeptisch sein wollen, aber er hat das positive Momentum auf seiner Seite und er hat nach außen auch Engagement gezeigt. Warum man aber ohne Vorstandsgehalt arbeitet, erschließt sich mir nachwievor nicht, gute Arbeit für gutes Geld findet ich alle Male angemessen. Die Kühne- Aktivitäten, die grundsätzlich positiv sind, wirken in der Konstellation schon etwas fragwürdig. Es liegt in der Verantwortung von Wüstefeld, dass sich hieraus keine wie auch immer gearteten negativen Auswirkungen auf den HSV ergeben. Das wäre dann zumindest ein Qualitätskriterium.
17.06.2022 - 22:00 Uhr
Zitat von alleschonweg
Auf der einen Seite wird der Aufstieg als Ziel ausgegeben, auf der anderen Seite kann man finanziell gerade mal mithalten und hofft noch irgendwo Geld aufzutreiben (Spielerverkäufe? Anteilsverkäufe? Kredite?).
Auf der einen Seite wird der Aufstieg als Ziel ausgegeben, auf der anderen Seite kann man finanziell gerade mal mithalten und hofft noch irgendwo Geld aufzutreiben (Spielerverkäufe? Anteilsverkäufe? Kredite?).
Der Formulierung, dass man mithalten könne, würde ich nicht allzu viel Gewicht beimessen. Als erfahrender Unternehmer wird er sicherlich nicht in einem öffentlich einsehbaren Interview damit prahlen, wie viel Geld der HSV auf der hohen Kante hat - außerdem weiß er aller Wahrscheinlichkeit nicht, wie die anderen Vereine finanziell aufgestellt sind, sodass er ohnehin keinen dezidierten Vergleich anstellen kann.
Als Fehler nehme ich indes wahr, dass der Aufstieg als klares Ziel formuliert wird. In der vergangenen Spielzeit hat man als HSV sehr gut daran getan, dieses Ziel lange Zeit nicht offiziell auszugeben, sondern den Fokus auf andere Ziele zu legen. Natürlich ließe sich argumentieren, dass die Konkurrenz in der neuen Saison nicht so namhaft ist wie in der vorangegangenen Spielzeit. Auf der anderen Seite ist der Kader der Rothosen zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine große Baustelle - von den Torhütern abgesehen ist kein Mannschaftsteil so richtig komplett und es ist davon auszugehen, dass weitere Abgänge zusätzliche Lücken reißen.
Hinzu kommt, dass der HSV noch nicht einmal mit der Vorbereitung angefangen hat, während andere Mannschaften schon erste Testspiele absolvieren. Bis zum ersten Pflichtspiel verbleiben nur noch vier Wochen! Neuzugänge, die noch nicht verpflichtet wurden, werden daher vergleichsweise wenig Zeit haben, sich im Walter'schen System zurecht zu finden und es zu erlernen.
Für den Fall, dass die Rothosen einen Stotterstart wie in der Vorsaison erleben (Platz zehn nach fünf Spieltagen), wird dem HSV das öffentlich formulierte Ziel des Aufstiegs sehr schnell um die Ohren fliegen - insbesondere von denjenigen, die Dr. Wüstefeld für die von außen herangetragene Unruhe verantwortlich macht.
Dafür, dass der 53-Jährige laut eigener Aussage im ersten halben Jahr seiner aktuellen Tätigkeit so viel gelernt habe, verhält er sich taktisch äußerst unklug und bietet eine vergleichsweise große Angriffsfläche. Allerdings wird er nicht derjenige sein, der die vollmundige Zielvorgabe ausbaden muss, wenn es nicht erfolgreich laufen sollte - das werden dann Jonas Boldt, Tim Walter und dessen Trainerteam sein. Ein Schelm, wer böses dabei denkt...
20.06.2022 - 13:31 Uhr
Zitat von Prollmarkt
Was qualifiziert Dr. Wüstefeld denn für ein solches Amt? Was hat er denn so bewegt zur Personalkostensenkung. So richtig konkret wurde er doch bisher erst, als es darum ging, den maximalen sportlichen Erfolg einzufordern.
Ich begrüße auch, dass er sich die Personalkosten anschauen will und wird. Nur wirkt das, was lanciert wird, eben auch nicht sonderlich durchdacht. Da werden Benchmarks gestreut, die einfach systematisch nicht sauber sind. Und ja, das Stichwort "Schwarze 0" kam von seinem Vorgänger auch beinahe im jährlichen Rhythmus, leider kam dann bloß nie mehr als dieses Stichwort.
Was qualifiziert Dr. Wüstefeld denn für ein solches Amt? Was hat er denn so bewegt zur Personalkostensenkung. So richtig konkret wurde er doch bisher erst, als es darum ging, den maximalen sportlichen Erfolg einzufordern.
Ich begrüße auch, dass er sich die Personalkosten anschauen will und wird. Nur wirkt das, was lanciert wird, eben auch nicht sonderlich durchdacht. Da werden Benchmarks gestreut, die einfach systematisch nicht sauber sind. Und ja, das Stichwort "Schwarze 0" kam von seinem Vorgänger auch beinahe im jährlichen Rhythmus, leider kam dann bloß nie mehr als dieses Stichwort.
ich möchte hier wahrlich keine Partei ergreifen, doch so ein wenig positives ist zuletzt unter Wüstefeld´s Regie schon rüber gekommen.
- Wüstefeld arbeitet pro bono als Vorstand.
- Wüstefeld erreicht in Gesprächen mit den Behörden eine Abmilderung der Zuschauerbeschränkungen.
- Mit HanseMerkur steigt ein Exklusivpartner zum Hauptsponsor auf mit einem höheren Budget als Orthomol (ca. 0,6 Mio), der auslaufende Vertrag mit dem bisherigen Hauptsponsor kann also nahtlos ersetzt werden.
- Durch die Ausnutzung des restlichen Genehmigten Kapitals fließen der AG weitere 2,2 Mio zu.
- Nach 3 Jahren, in denen der Stadionnamens nicht vermarktet wurde, steigt Kühne zur neuen Saison wieder ein mit einem respektablen Budgets von 3 Mio.
- Mit Shell ein neuer Sponsor im Portfolio (kann man natürlich negativ sehen)
- nach Jahren wird das Trainingslager erstmals wieder gesponsert. Der Aufenthalt in der Steiermark kostet den HSV fast nichts.
24.06.2022 - 13:19 Uhr
Zitat von gringo73
ich möchte hier wahrlich keine Partei ergreifen, doch so ein wenig positives ist zuletzt unter Wüstefeld´s Regie schon rüber gekommen.
- Wüstefeld arbeitet pro bono als Vorstand.
- Wüstefeld erreicht in Gesprächen mit den Behörden eine Abmilderung der Zuschauerbeschränkungen.
- Mit HanseMerkur steigt ein Exklusivpartner zum Hauptsponsor auf mit einem höheren Budget als Orthomol (ca. 0,6 Mio), der auslaufende Vertrag mit dem bisherigen Hauptsponsor kann also nahtlos ersetzt werden.
- Durch die Ausnutzung des restlichen Genehmigten Kapitals fließen der AG weitere 2,2 Mio zu.
- Nach 3 Jahren, in denen der Stadionnamens nicht vermarktet wurde, steigt Kühne zur neuen Saison wieder ein mit einem respektablen Budgets von 3 Mio.
- Mit Shell ein neuer Sponsor im Portfolio (kann man natürlich negativ sehen)
- nach Jahren wird das Trainingslager erstmals wieder gesponsert. Der Aufenthalt in der Steiermark kostet den HSV fast nichts.
Zitat von Prollmarkt
Was qualifiziert Dr. Wüstefeld denn für ein solches Amt? Was hat er denn so bewegt zur Personalkostensenkung. So richtig konkret wurde er doch bisher erst, als es darum ging, den maximalen sportlichen Erfolg einzufordern.
Ich begrüße auch, dass er sich die Personalkosten anschauen will und wird. Nur wirkt das, was lanciert wird, eben auch nicht sonderlich durchdacht. Da werden Benchmarks gestreut, die einfach systematisch nicht sauber sind. Und ja, das Stichwort "Schwarze 0" kam von seinem Vorgänger auch beinahe im jährlichen Rhythmus, leider kam dann bloß nie mehr als dieses Stichwort.
Was qualifiziert Dr. Wüstefeld denn für ein solches Amt? Was hat er denn so bewegt zur Personalkostensenkung. So richtig konkret wurde er doch bisher erst, als es darum ging, den maximalen sportlichen Erfolg einzufordern.
Ich begrüße auch, dass er sich die Personalkosten anschauen will und wird. Nur wirkt das, was lanciert wird, eben auch nicht sonderlich durchdacht. Da werden Benchmarks gestreut, die einfach systematisch nicht sauber sind. Und ja, das Stichwort "Schwarze 0" kam von seinem Vorgänger auch beinahe im jährlichen Rhythmus, leider kam dann bloß nie mehr als dieses Stichwort.
ich möchte hier wahrlich keine Partei ergreifen, doch so ein wenig positives ist zuletzt unter Wüstefeld´s Regie schon rüber gekommen.
- Wüstefeld arbeitet pro bono als Vorstand.
- Wüstefeld erreicht in Gesprächen mit den Behörden eine Abmilderung der Zuschauerbeschränkungen.
- Mit HanseMerkur steigt ein Exklusivpartner zum Hauptsponsor auf mit einem höheren Budget als Orthomol (ca. 0,6 Mio), der auslaufende Vertrag mit dem bisherigen Hauptsponsor kann also nahtlos ersetzt werden.
- Durch die Ausnutzung des restlichen Genehmigten Kapitals fließen der AG weitere 2,2 Mio zu.
- Nach 3 Jahren, in denen der Stadionnamens nicht vermarktet wurde, steigt Kühne zur neuen Saison wieder ein mit einem respektablen Budgets von 3 Mio.
- Mit Shell ein neuer Sponsor im Portfolio (kann man natürlich negativ sehen)
- nach Jahren wird das Trainingslager erstmals wieder gesponsert. Der Aufenthalt in der Steiermark kostet den HSV fast nichts.
Noch einmal kurz einen Blick zurück in den Herbst 2021. Danach plante der Vorstand für das Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Umsatzanstieg von 40% (= rd. 78 Mio). Hier eingeflossen sind bereits die zu diesem Zeitpunkt bereits bekannten Transfererlöse von Onana und Dudziak. Die medialen Verwertungserlösen werden aufgrund eines weiteren 2.Ligajahres erheblich zurückgehen, Sondereffekte (Stadiongrundstück, Corona-Hilfe) in dieser Höhe nicht mehr zu erwarten. Selbst beim Personalaufwand ging man weiterhin von 40 Mio aus. Nicht verwunderlich deshalb, dass man von einem geringfügigen positiven EBITDA ausging, was bedeutet, was wieder ein Jahresfehlbetrag erwarten lies, ich vermutete einen mittleren einstelligen Jahresfehlbetrag.
Nun wird öffentlich schon das Bild gezeichnet, dass Wüstefeld den HSV „sanierte“, ihn „umkrempelte“. Der Jahresabschluss liegt noch nicht vor, so dass man nur einige Indizien zusammenstellen kann. Nach Informationen des HA soll der Umsatz nun 86 Mio. betragen, also eine Erhöhung von 8 Mio. Dies dürfte i.W. mit dem Erreichen des DFB-Pokalfinales und den Relegationsspielen zusammenhängen, was bei einer von mir mal angenommenen Marge von ca. 50% mit rd. 4 Mio positiv in das Ergebnis einfließt. Damit wäre man schon bei einem in etwas ausgeglichenen Ergebnis oder eben einer „schwarzen Null“. Hieran hat Wüstefeld keinen Beitrag.
Die Kapitalerhöhung erfolgte bereits im vergangene Geschäftsjahr. Hanse-Merkur war bereits beim HSV engagiert, der HSV ist seit längerem an denen dran gewesen wegen der Aufstockung deren Engagements. An diesen Themen hat Wüstefeld ebenfalls keinen Beitrag.
Inwieweit die Vermarktung des Stadionnamens durch Kühne Wüstefeld einen Beitrag hat, läßt sich nicht abschließend beurteilen. Es ist nicht auszuschließen, dass dies mit dem Erwerb der Anteile zusammenhängt und so ein Weg gefunden wurde, dass Kühne sich wieder engagieren konnte. Der finanzielle Effekt tritt allerdings erst im neuen Geschäftsjahr ein.
„Pro bono“ zu arbeiten, finde ich jetzt nicht wirklich sinnvoll und ist für mich auch keine Leistung im eigentlichen Sinne.
Wenn Wüstefeld jetzt sagt, „es sind Investitionen von mir eingefroren und gestrichen worden, die ich nicht für notwendig hielt“ und „unsere Kosten sind Champions League und nicht Zweite Liga.“, er auch bestimmte Dienstleistungsverträge gekündigt hat, dann ist immer noch unklar, was dies tatsächlich bedeutet und wie der zahlenmäßige Einfluss auf die „schwarze Null“ tatsächlich ist. Ich habe da keine sehr hohen Erwartungen. Und ob nicht zukünftig hieraus auch negative Auswirkungen, nicht nur finanzieller Art, sich ergeben können, bleibt abzuwarten. Wir haben z.B. ja gerade in der Stadiondiskussion gesehen, was es bedeutet, wenn man Investitionen aufschiebt. Und ob es nur positiv ist, wenn Mitarbeiter entlassen werden, hat ja nicht nur zuletzt @tomg zurecht in Frage gestellt. Ebenso ist es nicht uneingeschränkt positiv ausgelagerte Dienstleistungen ins eigene Haus zu holen, da man Verantwortung für die Ergebnisse übernehmen muss und weitere Mitarbeiter auf der payroll hat. Tatsächlich überflüssige Verträge zu beenden ist natürlich sinnvoll.
Richtig ist aber, dass er schon sehr umtriebig ist und wohl einiges versucht, bei den Zuschauerbegrenzungen war dies u.U. auch erfolgreich, nicht aber zusätzliches Geld von der Stadt, also unser Geld eigentlich, zu bekommen. Was die Verhandlungen mit der UEFA bedeutet ist auch unklar, da es ja nicht unbedingt darauf ankommt, was mit der UEFA verhandelt werden kann, sondern was im Stadion tatsächlich saniert werden muss und was ggf. nice-to-have ist. Dass er sich zur Aufgabe gemacht hat sich den gesamten Kostenapparat kritisch anzusehen, halte ich vom Grundsatz her ebenfalls für richtig. was dabei rauskommt und wie es ggf. zu bewerten ist, vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Aber es ist ja nun nicht so, dass es das Wort „Kosten sparen“ beim HSV noch nie gegeben hat. Wettstein, den ich nun wirklich nicht verteidigen mag, stellte gerade auch dies i.Z.m. der Corona-Krise heraus („Ohne Kostensenkungen, ohne weitreichende Anpassungen aller Aufwandsarten, wäre die Krise nicht beherrschbar gewesen“ (https://www.hsv.de/news/interview-mit-frank-wettstein-zum-geschaeftsjahr-2020-21).
Wenn Wüstefeld auf der MV sagt, dass „die Mission bedrohlich war“ und „hinzu kam der Hinweis, dass wir Liquiditätsprobleme haben und eventuell Punkte, die die Fortsetzung der HSV Fußball AG gefährden könnten. Das Bild, was ich mir gemacht habe, war nicht schön“, dann verstehe ich das nicht so wirklich, da zu seinem Eintrittszeitpunkt der Stadiondeal, der natürlich extrem wichtig war, bereits unterschrieben war, und zum anderen Jansen kürzlich noch ausführte, dass „man sogar in der Krisenzeit Schulden getilgt habe“, was natürlich auch mit dem Stadiondeal zusammenhängt. Die Abwendung der Finanzkrise, die natürlich vorhanden war insbesondere wegen der Zuschauerbeschränkungen, ist ja nur aufgrund des Stadiondeals ermöglicht worden. Auch hierzu hat er nichts beigetragen. Möglicherweise ist dies eher als Verkaufen in eigener Sache zu interpretieren.
Für Legendenbildung ist es m.E. Insofern deutlich zu früh.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fanbeauftragter am 24.06.2022 um 13:21 Uhr bearbeitet
30.06.2022 - 13:20 Uhr
Zitat von Almgandhi
@fussifuxx
Für mich besteht da schon ein Unterschied zwischen diesem und deinem Post davor.
Ich denke Du stimmst mir zu, dass für Wüstefeld das Gleiche gilt wie für Jatta und jeden anderen: Unschuldig bis zum Beweis vom Gegenteil.
Davon ab erwarte ich auch, dass der AR sich bei Wüstefeld erkundigt was da dran ist und da steht es ihm natürlich auch frei nicht zu antworten. Die Situation muss der AR dann bewerten und im Sinne des HSV handeln. Da würde ich aber erwarten, dass alle Beteiligten eine gemeinsame Lösung erarbeiten und umsetzen.
Zitat von fussifuxx
Das hat keiner verlangt !
du interpretierst wieder einmal deine Gedankengänge inandere Posts um sie ins lächerlicher zu ziehen oder sie zu verunglimpfen.
Danke dafür !
Ich meinte mit meinem Post nur, dass der AR nun keinevoreilige Verlängerung aussprechen soll und die aktuellen Gegebenheiten genau prüfen muss.
Nicht mehr und nicht weniger.
Zitat von Dirksch
Das Ding liegt bei der Justiz und nun wird verlangt, dass der AR da vorher schon Richter spielt.
Bestimmt ...
Das Ding liegt bei der Justiz und nun wird verlangt, dass der AR da vorher schon Richter spielt.
Bestimmt ...
Das hat keiner verlangt !
du interpretierst wieder einmal deine Gedankengänge inandere Posts um sie ins lächerlicher zu ziehen oder sie zu verunglimpfen.
Danke dafür !
Ich meinte mit meinem Post nur, dass der AR nun keinevoreilige Verlängerung aussprechen soll und die aktuellen Gegebenheiten genau prüfen muss.
Nicht mehr und nicht weniger.
@fussifuxx
Für mich besteht da schon ein Unterschied zwischen diesem und deinem Post davor.
Ich denke Du stimmst mir zu, dass für Wüstefeld das Gleiche gilt wie für Jatta und jeden anderen: Unschuldig bis zum Beweis vom Gegenteil.
Davon ab erwarte ich auch, dass der AR sich bei Wüstefeld erkundigt was da dran ist und da steht es ihm natürlich auch frei nicht zu antworten. Die Situation muss der AR dann bewerten und im Sinne des HSV handeln. Da würde ich aber erwarten, dass alle Beteiligten eine gemeinsame Lösung erarbeiten und umsetzen.
da möchte ich @Almgandhi beipflichten und noch 2 Punkte hinzu fügen.
1. Wir wissen alle das momentan auf dem Weltmarkt einige Materialien nicht zu bekommen sind. Das irgendwer in Lieferverzug kommt ist heute gang und gäbe. Und da kannst du dich teilweise auf den Kopf stellen, es ist nichts zu ändern.
2. Meines Wissens nach ist es unüblich das Großprojekte zu 100% in Vorkasse vor Auslieferung bezahlt sind. "Normalerweise" 30% und der Rest bei Lieferung. 100% bezahlt und weniger als 5% geliefert klingt für mich nicht als Wahrheitsgemäß. Möglicherweise gibt es aber auch Branchen wo es üblich ist?
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