Traum vom Triple vorbei: FC Bayern scheidet gegen PSG aus
Der FC Bayern hat das Finale der Champions League verpasst. Nach dem 4:5-Spektakel vor einer Woche in Frankreich kamen die Münchner im Rückspiel gegen Paris Saint-Germain nicht über ein Remis hinaus. 1:1 (0:1) endete das zweite Halbfinal-Duell. Der Traum vom Triple ist für die Bayern damit vorbei, PSG kann dagegen im Endspiel am 30. Mai in Budapest seinen Titel erfolgreich verteidigen. Dann geht es gegen den FC Arsenal um den Henkelpott.
Nach einem schnellen Tor von Weltfußballer Ousmane Dembélé nach nicht einmal drei Minuten konnte der deutsche Meister gegen den Titelverteidiger keine Wende erzwingen. Der ganz späte Treffer von Harry Kane (90.+4 Minute) reichte nicht mehr zur Verlängerung.
Es war nicht der Abend der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany und seinem Ensemble. Der Münchner Tormaschine um Kane, Michael Olise und Luis Díaz wurde vom Pariser Kollektiv der Stecker gezogen. Dem Finale kamen sie nie mehr so nahe wie im turbulenten Hinspiel.
Pokalfinale in Berlin als zweite und letzte Titel-Chance
Als Trostpreis bleibt den Münchnern nun „nur“ noch die Aussicht auf das Double im DFB-Pokalfinale am 23. Mai in Berlin gegen den VfB Stuttgart.
Es war vor 75.000 lauten Zuschauern diesmal kein wilder Schlagabtausch ohne jegliche taktische Fesseln. Sondern eine Kraftprobe, in der Frankreichs Top-Klub auch Weltklasse im Verteidigen zeigte.
Vielmehr musste der vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann in WM-Form haltende Kapitän Manuel Neuer seine Bayern im Spiel halten. Der 40-Jährige verhinderte nach der Pause mehrfach gegen die PSG-Stürmer Desiré Doué (56./64.) und dem glänzend aufgelegten Khvicha Kvaratskhelia (57.) einen höheren Rückstand.
PSG jubelt wieder in München
So laut die Bayern-Fans ihre Mannschaft anfeuerten, es war wieder ein großer Abend von Paris Saint-Germain und Trainer Luis Enrique in München – ein Jahr nach dem triumphalen 5:0 im Finale gegen Inter Mailand.
Schon beim Aufwärmen der Mannschaften eine Dreiviertelstunde vor dem Anpfiff hallten lautstarke „Auf-geht's-Bayern-kämpfen-und-siegen“-Rufe aus der Südkurve, wo die hüpfenden Münchner Fans eine rote Wand bildeten.
Ob Vincent Kompany, der nach seiner Sperre beim Hinspiel im Stadion wieder hautnah bei der Mannschaft weilen durfte, da immer noch über den „letzten Satz“ nachdachte, den er in der Kabine sagen wollte, um auch noch „das letzte Prozent“ Motivation und Hingabe aus seinen Spielern herauszukitzeln?
Die Botschaft der Anhänger bei der Choreo vor dem Anstoß war auf einem Spruchband jedenfalls klar: „Schießt uns ins Finale!“ Doch bevor Kane und Kollegen den ersten Schuss auf das PSG-Tor abgaben, lag der Ball im Kasten von Schlussmann Neuer. Ein simpler Doppelpass zwischen Kvaratskhelia und Fabián Ruiz öffnete viel Raum für den georgischen Stürmer.
Fehlstart wie im Real-Heimspiel
Kvaratskhelia bediente mit großer Übersicht den Ex-Dortmunder Dembélé, der unhaltbar für Neuer vollendete. Schon im Hinspiel waren die Urgewalt Kvaratskhelia und der Weltfußballer Dembélé als Doppel-Torschützen zum Bayern-Alptraum geworden. Es ging also ganz bitter los für die Bayern, so wie im Viertelfinale gegen Real Madrid, als es nach einem krassen Neuer-Patzer schon nach einer halben Minute 0:1 stand.
Der Unterschied: Damals hatten die Münchner das Hinspiel in Madrid gewonnen. Jetzt lagen sie im Gesamtergebnis mit zwei Toren in Rückstand. Die Rollen waren damit verteilt. Der Ball gehörte Bayern, und Paris konnte ganz auf Umschaltaktionen setzen. Kompanys Elf – diesmal mit Konrad Laimer statt Alphonso Davies in der Startelf – musste sich reinbeißen in die Partie.
Große Aufregung bei Handszene
Kane war der Vorarbeiter in vorderster Linie, Díaz und Olise die dynamischen Solisten, die das PSG-Tor am ehesten in Gefahr brachten. Für große Aufregung sorgte dann eine Hand-Szene. PSG-Stratege Vitinha klärte im eigenen Strafraum – und der Ball prallte an den abgespreizten Arm von João Neves. Und was entschied Schiedsrichter João Pinheiro? Kein Elfmeter! Die Münchner Profis protestierten auf dem Platz, die Fans pfiffen lautstark.
Kurz darauf verhinderte Neuer mit einem Reflex das 0:2 bei einem Kopfball des kleinen Portugiesen João Neves, der schon in Paris mit dem Kopf getroffen hatte (33.). Die letzten Aktionen vor der Pause gehörten dann Jamal Musiala, der bis dahin total neben sich stand. Hacke Olise, Schuss Musiala – Torwart Matvey Safonov tauchte ab und verhinderte mit einem Reflex das 1:1 (44.).
Dann war Pause. Zeit zur Neuausrichtung. Aber welche Möglichkeiten hatte Kompany personell? Der verletzte Nationalstürmer Serge Gnabry wäre jetzt Gold gewesen für eine erfolgreiche Aufholjagd. Weiter anrennen. Mehr blieb nicht. Alles versuchen.
Mehr blieb nicht möglich gegen einen Gegner, der viel kontrollierter als im wilden Hinspiel agierte, als die Pariser in ihrer Euphorie eine 5:2-Führung beinahe komplett aus der Hand gegeben hätten. Wiederholung? Nein. Die Bayern suchten verzweifelt Lösungen, fanden sie aber zu spät mit dem 1:1 von Kane. Was blieb nach dem Schlusspfiff waren Frust, Wut – und große Leere.
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Die Schiedsrichter haben zu viel Macht. Damals bei RBL - Real Madrid das gleiche. Deutschland - Spanien genauso. Regeln sind Regeln und 2 völlig idente Situationen verschieden zu bewerten schmeckt nicht. Da kann man kaum noch von einer Fehlentscheidung sprechen.
Welche Situation war denn identisch zu der Handelfer-Szene, wo der eigene Mitspieler den Ball per Befreiungsschlag rausspielt? Kann mich nicht erinnern, dass diese doppelt vorkam. Der Schiri hat gar nicht so viel Macht. Letztlich müssen die Bayern von Sekunde an besser verteidigen, und zuhause dann eben in +90min 2 Tore schießen, da kam aber irgendwie nix. Bei klaren Elfern oder Roten Karten, Abseitstoren etc. greift der VAR bei Fehlern ein, der Rest ist dann eben Schiri-Sache, und da wird es immer Diskussionen geben, weil eben Emotionen dabei sind und man immer etwas parteiisch ist als Fan.
Der Schiedsrichter hat in einem Ligaspiel in der gleichen Szene Elfmeter gegeben. Im CL Spiel hat er sich gegen einen Elfmeter entschieden.
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