Trainer 23/24
24.05.2023 - 15:54 Uhr
Dass Pal Dardai weitermacht wäre eigentlich eine logische Wahl, würde zum ausgerufenen Hertha-Weg passen und ein Großteil der Fans würde sich damit gut arrangieren können.
Dennoch hörte man vermehrt in den letzten Tagen in den Medien, dass insb. 777 kein großer Fan von Dardai sein soll und sich auch schon vor dessen Übernahme zum Ende der Saison 22/23 intern kritisch äußerte und einen anderen Kandidaten bevorzugt haben soll.
Nun geistert der Name Florian Kohfeldt durch die Bild, der von 777 wegen seines Angriffsfußballs und seiner Fähigkeit, junge Spieler zu entwickeln, vom Investor präferiert wird. Dabei stellt sich dann auch die Frage, wieviel Mitspracherecht der Investor offiziell und inoffiziell hat und ob die Entscheidung "durchgedrückt" werden kann.
Ich habe mal eine Umfrage angehängt um das Stimmungsbild einzufangen.
24.05.2023 - 17:14 Uhr
Zitat von Pal1975
https://www.transfermarkt.de/dimitrios-grammozis/profil/trainer/33411
Ihn wurde ich auch gar nicht so schlecht finden. Hat in Darmstadt gute Arbeit geleistet, auch wenn es unter ihm bei Darmstadt und Schalke nicht für den Aufstieg gereicht hat, aber er hat einiges aus seinen Mannschaften herausgeholt.
https://www.transfermarkt.de/dimitrios-grammozis/profil/trainer/33411
Ihn wurde ich auch gar nicht so schlecht finden. Hat in Darmstadt gute Arbeit geleistet, auch wenn es unter ihm bei Darmstadt und Schalke nicht für den Aufstieg gereicht hat, aber er hat einiges aus seinen Mannschaften herausgeholt.
Das könnte je nachdem wie der genaue Plan bei euch aussieht ne gute Lösung sein. Er hat bei uns einen am Reisbrett komplett neu erstellten Kader zu einem festen Kollektiv geformt. Da war endlich wieder ne richtige Truppe auf dem Platz und damit konnte man Stück für Stück wieder die Gräben zwischen Fans und Mannschaft zuschütten. Die Situation ist da bei euch ja denke ich ähnlich. Grammozis stellte bei uns knallhart nach Trainingsleistung auf, sodass man teilweise gar nicht mehr fassen konnte, wie die Startelf manchmal aussah bzw. auf welche Qualität man hin und wieder verzichtete. Bei ihm spielt da auch das Alter überhaupt keine Rolle. Das ist einerseits fair und sorgt idR auch für ne ordentliche Trainingsqualität, aber mir persönlich war es an manchen Stellen zu viel des Guten. Taktisch war er mir viel zu einseitig, aber sein Fußball funktioniert, auch wenn wir mit ihm den Aufstieg wahrscheinlich verpasst hätten.
Deswegen, je nachdem wie euer Plan aussieht ne gute Lösung. Als Stabilisator für eine Mannschaft im Abwärtsstrudel sicher der richtige Mann. Für eine Mission "sofortiger Wiederaufstieg" fehlt mir bei ihm die taktische Kompetenz, auch wenn man jedem Trainer nach einer Pause eine mögliche Entwicklung zugestehen sollte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Niefer am 24.05.2023 um 17:16 Uhr bearbeitet
24.05.2023 - 22:59 Uhr
Gibt es als Fan irgendeine Möglichkeit, um mal die Führungsleute von Hertha zu beraten? Irgendwann reicht es dann mal mit dummen Entscheidungen. Der Trainer ist die wichtigste Personalie überhaupt. Guck dir Köln, Union, Freiburg an und stell denen unsere letzten Trainer an die Seitenlinie. Die würden garantiert nicht so performen.
Und es kann doch nicht sein, dass Hertha nur Trainer will, wo jeder normale deutsche Fußball-Fan vorher weiß, das ist mutig, das wird wohl nichts. Erst Tayfun Korkut, dann Sandro Schwarz. Und jetzt soll Kohfeldt kommen? Ich hoffe wirklich, dass es eine Ente ist und die Bild kein Plan hat. Aber ich traue es Hertha leider absolut zu. Korkut ist zig mal gescheitert, Schwarz in Mainz auch komplett gescheitert, ja selbst mit Mainz II damals abgestiegen und jetzt Kohfeldt, der erst Bremen und dann Wolfsburg zu Abstiegskandidaten gemacht hat.
Wie kommt man denn nur ansatzweise auf die Idee, ja jetzt bei Hertha läufts besser.
Ich weiß auch nicht, wer der richtige ist, ich kriege aber auch kein fettes Gehalt, um solche Entscheidungen zu treffen. Aber Trainer wie Korkut und Schwarz dürfen einfach nie im Leben Kandidaten sein.
Und das betrifft leider nicht nur die Trainersuche, sondern sämtliche finanziellen Themen dazu.
Und es kann doch nicht sein, dass Hertha nur Trainer will, wo jeder normale deutsche Fußball-Fan vorher weiß, das ist mutig, das wird wohl nichts. Erst Tayfun Korkut, dann Sandro Schwarz. Und jetzt soll Kohfeldt kommen? Ich hoffe wirklich, dass es eine Ente ist und die Bild kein Plan hat. Aber ich traue es Hertha leider absolut zu. Korkut ist zig mal gescheitert, Schwarz in Mainz auch komplett gescheitert, ja selbst mit Mainz II damals abgestiegen und jetzt Kohfeldt, der erst Bremen und dann Wolfsburg zu Abstiegskandidaten gemacht hat.
Wie kommt man denn nur ansatzweise auf die Idee, ja jetzt bei Hertha läufts besser.
Ich weiß auch nicht, wer der richtige ist, ich kriege aber auch kein fettes Gehalt, um solche Entscheidungen zu treffen. Aber Trainer wie Korkut und Schwarz dürfen einfach nie im Leben Kandidaten sein.
Und das betrifft leider nicht nur die Trainersuche, sondern sämtliche finanziellen Themen dazu.
25.05.2023 - 14:15 Uhr
... Der einzige Trainer, den ich schon eine längere Zeit beobachte und dem ich derzeit einen Neuaufbau zutrauen würde (neben Pal) wäre Christian Titz vom 1. FC Magdeburg. Der könnte vielleicht auch Baris Atik aus Magdeburg mitbringen, für mich der aktuell beste Mittelfeldspieler der 2. Liga.
... bitte auf keinen Fall Trainer wie Kohfeldt, Hütter, Hasenhüttl und Konsorten). Das klappt nie und nimmer..
... bitte auf keinen Fall Trainer wie Kohfeldt, Hütter, Hasenhüttl und Konsorten). Das klappt nie und nimmer..
25.05.2023 - 20:11 Uhr
Zitat von AbuDardai
Euer „spielerische Entwicklung“ hat uns geradewegs in Liga 2 geführt. Punkteausbeute ist ja eigentlich auch eher Nebenssache.
Zitat von Kabovska
Das darf man tatsächlich nicht vergessen. Schwarz ist zwar krachend gescheitert, aber in der Hinrunde hatten wir wirklich eine spielerische Entwicklung, die wir zuvor lange nicht mehr hatten. Auch nicht unter Dardai.
Hoffentlich bedenkt man das bei der Trainerwahl. Unter Pal würde es zwar vermutlich eine gute Punktausbeute geben, aber was die spielerische Entwicklung angeht, würde ich mir da tatsächlich wieder Sorgen machen.
Zitat von CGDOGG
Respekt, da hast Du Dir aber für den Vergleich wirklich den schwierigsten Gegner mit einem unentschieden herangezogen. Was war mit den anderen Spielen ? Ganz ehrlich, in der Hinrunde hat die Mannschaft nicht gepunktet, aber es hat seit gefühlt 10 Jahren, das erste mal wieder nach Fussball ausgesehen.
Möchtest Du das Bochum-Spiel als Entwicklung verkaufen ?
Zitat von AbuDardai
Also wenn ich mich in meinem Umfeld in der Winterpause umgehört habe, war da niemand begeistert von Schwarz. Habe mal ein Stimmungsbild von paar Kumpels gefordert und da hat keiner mehr als 4/10 angegeben.
Fand die ganze Zeit schon völlig übertrieben, wie Schwarz Fußball gelobt wurde. In der Vorbereitung waren ein paar gute Spielzüge dabei, aber in der Liga war das meiste brotlos oder doch wieder nur Einzelaktionen von Dodi. Einige Fans hatten einfach eine Narren an Schwarz gefressen.
Das Bochumspiel nach 4 Wochen Dardai war spielerisch so gut wie die besten Spiele unter Schwarz. Aber einige Hertha Fans haben so einen riesigen Bias in ihren Beobachtungen, dass sie das nicht sehen können.
Zitat von kaderplaner_1
Ich habe keine Abneigung gegen Pal, ich würde es mir auch wünschen das er Trainer bleibt.
Zur Erinnerung: In der Hinrunde waren die meisten sehr zufrieden mit Sandro Schwarz, es wurde guter Fussball gespielt , lediglich das Spielglück hat gefehlt. Es gab sogar Lob von anderen Trainern. Dann kam die WM Pause und was da passiert ist weißt keiner, aber das wurde schon oft genug durchgekaut. FK hat Bremen im zweiten Jahr fast in Internationale Geschäft geführt.
Man kann nie Wissen ob ein Trainer mit der Mannschaft harmoniert und der Spielstil zueinander passt. Diese Erfahrung hat sogar der große FCB gemacht (oder macht es gerade durch).
Einen FK mit einem Klinsmann, Nouri und Korkut zu nennen ist auch nicht richtig. FK wird nicht aus der Versenkung geholt...
Ich will nochmal betonen, dass ich mich nicht für FK ausspreche!
Zitat von zizouBSC
Ist ja nicht so als wäre FK das erste Experiment....Nach Klinsmann, Nouri und Korkut sollte man als Hertha-Fan doch eigentlich echt genug von Experimenten haben. Versteh das einfach nicht. Ist die Abneigung gegenüber Pal so unendlich groß, dass man FK haben will?
Ich pack das einfach nicht, ehrlich. Ich kann nur hoffen, dass das eine Ente ist, ansonsten wäre das nur ein weiteres armseliges Kapitel unseres miserablen geführten Vereins.
Zitat von denniebro_
Du hast anscheinend nicht aus Schwarz gelernt. Das Argument „Man sollte jemanden nicht gleich jegliche Kompetenz absprechen nur weil es bei einem anderen Verein nicht gepasst hat“ spricht echt Bände.
Zitat von kaderplaner_1
Grundsätzlich sollte man jedem eine Chance geben. Vielleicht passt es einfach zwischen Hertha und FK. Auch wenn er in WOB nicht so erfolgreich war. Man sollte jemanden nicht gleich jegliche Kompetenz absprechen nur weil es bei einem anderen Verein nicht gepasst hat oder weil ihm seine Stimme vorm Mikro nicht passt. Julian Nagelsmann ist ein klasse Trainer, anhören kann ich ihn mir aber auch nicht.
Erstmal abwarten wie Pal's analyse aussieht und was die Verantwortlichen dazu sagen. Vielleicht möchte Pal auch wieder die Jugend tranieren, who knows?
Grundsätzlich sollte man jedem eine Chance geben. Vielleicht passt es einfach zwischen Hertha und FK. Auch wenn er in WOB nicht so erfolgreich war. Man sollte jemanden nicht gleich jegliche Kompetenz absprechen nur weil es bei einem anderen Verein nicht gepasst hat oder weil ihm seine Stimme vorm Mikro nicht passt. Julian Nagelsmann ist ein klasse Trainer, anhören kann ich ihn mir aber auch nicht.
Erstmal abwarten wie Pal's analyse aussieht und was die Verantwortlichen dazu sagen. Vielleicht möchte Pal auch wieder die Jugend tranieren, who knows?
Du hast anscheinend nicht aus Schwarz gelernt. Das Argument „Man sollte jemanden nicht gleich jegliche Kompetenz absprechen nur weil es bei einem anderen Verein nicht gepasst hat“ spricht echt Bände.
Ist ja nicht so als wäre FK das erste Experiment....Nach Klinsmann, Nouri und Korkut sollte man als Hertha-Fan doch eigentlich echt genug von Experimenten haben. Versteh das einfach nicht. Ist die Abneigung gegenüber Pal so unendlich groß, dass man FK haben will?
Ich pack das einfach nicht, ehrlich. Ich kann nur hoffen, dass das eine Ente ist, ansonsten wäre das nur ein weiteres armseliges Kapitel unseres miserablen geführten Vereins.
Ich habe keine Abneigung gegen Pal, ich würde es mir auch wünschen das er Trainer bleibt.
Zur Erinnerung: In der Hinrunde waren die meisten sehr zufrieden mit Sandro Schwarz, es wurde guter Fussball gespielt , lediglich das Spielglück hat gefehlt. Es gab sogar Lob von anderen Trainern. Dann kam die WM Pause und was da passiert ist weißt keiner, aber das wurde schon oft genug durchgekaut. FK hat Bremen im zweiten Jahr fast in Internationale Geschäft geführt.
Man kann nie Wissen ob ein Trainer mit der Mannschaft harmoniert und der Spielstil zueinander passt. Diese Erfahrung hat sogar der große FCB gemacht (oder macht es gerade durch).
Einen FK mit einem Klinsmann, Nouri und Korkut zu nennen ist auch nicht richtig. FK wird nicht aus der Versenkung geholt...
Ich will nochmal betonen, dass ich mich nicht für FK ausspreche!
Also wenn ich mich in meinem Umfeld in der Winterpause umgehört habe, war da niemand begeistert von Schwarz. Habe mal ein Stimmungsbild von paar Kumpels gefordert und da hat keiner mehr als 4/10 angegeben.
Fand die ganze Zeit schon völlig übertrieben, wie Schwarz Fußball gelobt wurde. In der Vorbereitung waren ein paar gute Spielzüge dabei, aber in der Liga war das meiste brotlos oder doch wieder nur Einzelaktionen von Dodi. Einige Fans hatten einfach eine Narren an Schwarz gefressen.
Das Bochumspiel nach 4 Wochen Dardai war spielerisch so gut wie die besten Spiele unter Schwarz. Aber einige Hertha Fans haben so einen riesigen Bias in ihren Beobachtungen, dass sie das nicht sehen können.
Respekt, da hast Du Dir aber für den Vergleich wirklich den schwierigsten Gegner mit einem unentschieden herangezogen. Was war mit den anderen Spielen ? Ganz ehrlich, in der Hinrunde hat die Mannschaft nicht gepunktet, aber es hat seit gefühlt 10 Jahren, das erste mal wieder nach Fussball ausgesehen.
Möchtest Du das Bochum-Spiel als Entwicklung verkaufen ?
Das darf man tatsächlich nicht vergessen. Schwarz ist zwar krachend gescheitert, aber in der Hinrunde hatten wir wirklich eine spielerische Entwicklung, die wir zuvor lange nicht mehr hatten. Auch nicht unter Dardai.
Hoffentlich bedenkt man das bei der Trainerwahl. Unter Pal würde es zwar vermutlich eine gute Punktausbeute geben, aber was die spielerische Entwicklung angeht, würde ich mir da tatsächlich wieder Sorgen machen.
Euer „spielerische Entwicklung“ hat uns geradewegs in Liga 2 geführt. Punkteausbeute ist ja eigentlich auch eher Nebenssache.
Das war doch gar nicht gemeint. Bei all meiner Sympathie für Dardai, aber offensive Ideen oder Konzepte sind halt wirklich nicht seine große Stärke.
Ich hätte auch kein großes Problem damit, wenn es Dardai werden sollte, aber generell finde ich die Idee, einen Trainer zu holen, der offensiven spielerisch guten Fußball sehen will, wirklich nicht verkehrt. Und da muss man, auch wenn er vollkommen gescheitert ist, schon zugeben, dass Schwarz das phasenweise hinbekommen hat.
25.05.2023 - 21:27 Uhr
Welche Mannschaft mit so bescheidenen finanziellen Mitteln wie den unseren hat es denn in den letzten Jahren geschafft, mit schöner Spielweise bzw. Spielphilosophie Trainerunabhängig erfolgreich zu sein. Bei eigentlich allen Vereinen, die mit uns vergleichbar sind, stellt der Erfolg sich dann ein, wenn ein guter Trainer (oder in seltenen Fällen: Manager) gefunden wurde und bleibt oft genug auch aus, wenn dieser Trainer wieder geht. Nur wir Herthafans beanspruchen immer den Sonderweg des Mini Barcelonas oder Ajax für uns. Aber gehen wir doch mal ein paar deutsche Erfolgsstories durch.
1. Mainz: vielleicht eines der besten Beispiele für ein „gutes“ Trainerhändchen, haben mit Tuchel und Klopp hier 2 der besten Trainer weltweit ihren ersten Karriereschritt gemacht. Und auch jetzt hat man mit Bo Svensson einen sehr starken Trainer mehr oder weniger aus dem Nichts gefunden. Wenn man sich aber mal anguckt, wie es zwischen Svensson und Tuchel ergangen ist, muss man doch sagen, dass viel Glück dazugehörte, nicht abzusteigen. Scheinbar war keiner 7 Trainer in dieser Periode in der Lage, Tuchels Spielphilosophie erfolgreich weiterzuführen oder seinen eigenen Spielstil langfristig erfolgreich zu etablieren. Auch Svensson lässt ja einen anderen Fußball spielen als Tuchel damals, selbst Tuchel hat seine Spielidee angepasst, da sich der Fußball verändert hat und er mittlerweile meist ganz anderes Spielermaterial zur Verfügung hat.
2. Freiburg: Vermutlich die unwahrscheinlichste Erfolgsstory der letzten Jahrzehnte. Was ist das Erfolgsrezept? Gerade weil man sich der eigenen (finanziellen) Limitationen bewusst war, hat man am Trainer, der seine Kompetenz wiederholt unter Beweis gestellt hatte, auch in schweren Zeiten festgehalten. Diese Saison ist Freiburg wohl kaum durch schönen Ballbesitzfußball so erfolgreich, da waren andere Streich Teams deutlich besser. Aber man besinnt sich auf seine Stärken (Defensive und Standards) und spielt europäisch. Dem Vertrauen in Streich hat nicht mal ein Abstieg einen Abbruch getan. Weil den Beteiligten klar war, dass sich am Standort Freiburg kein dauerhaft zumindest europäisch spielender Verein etablieren kann. Zu groß ist der finanzielle Rückstand, zu groß ist jedes Jahr der Umbruch, wenn Säulen der letzten Saison das Breisgau Richtung weite Welt verlassen.
3. Union: Vielleicht das anschaulichste Beispiel; Urs Fischer steht in der ersten Liga für einen Fußball, den niemand als attraktiver als den von Dardai bezeichnen würde (wohl aber erfolgreicher). Nach der Logik der Spielphilosophen hier würde Fischer mit Union in Liga 2 maximal im Mittelfeld spielen können, weil er keine Idee von offensiven Fußball besitzt. Tatsache ist aber, dass er als Pragmatiker erkannt hat, dass es klüger ist, in Liga 1 erstmal die 0 zu halten und Tore durch Konter oder Standards zu erzielen, statt auf kompromisslosen Offensivfußball zu setzen. Denn dieser benötigt technisch beschlagene, schnelle Spieler. Kurzum: Spieler die Union nicht so einfach bekommt und meist recht schnell wieder ziehen lassen muss.
wenn Trainer so eindimensional wären, wie ihr immer behauptet, dann wäre Streich mit Freiburg nicht direkt wieder aufgestiegen und Union würde immer noch in Liga 2 dümpeln. In der Realität ist es so, dass beide in Liga 1 die besten Chancen für ihre Mannschaften sehen, wenn sie auf Defensive Diszipliniertheit, Umschaltmomente und vor allem Standardtore setzen. Komischerweise hört man keine Freiburg Fans, die sich wünschen, man würde doch bitte zum Ballbesitzfußball der späten 10er Jahre zurückkehren. Denen ist nämlich klar, dass du als „kleiner“ Traditionsverein ohne große finanzielle Mittel immer den Fußball spielen musst, der am meisten Punkte bringt. Nicht den Fußball, der am schönsten anzuschauen ist.
Aber ich rede mir in diesem Forum seit einem Jahr den Mund fusselig. Und auch der nächste Blender a la Korkut, Schwarz oder Covic wird kommen und hier von attraktivem Fußball reden, aber nicht mal 1 Punkt pro Spiel holen.
1. Mainz: vielleicht eines der besten Beispiele für ein „gutes“ Trainerhändchen, haben mit Tuchel und Klopp hier 2 der besten Trainer weltweit ihren ersten Karriereschritt gemacht. Und auch jetzt hat man mit Bo Svensson einen sehr starken Trainer mehr oder weniger aus dem Nichts gefunden. Wenn man sich aber mal anguckt, wie es zwischen Svensson und Tuchel ergangen ist, muss man doch sagen, dass viel Glück dazugehörte, nicht abzusteigen. Scheinbar war keiner 7 Trainer in dieser Periode in der Lage, Tuchels Spielphilosophie erfolgreich weiterzuführen oder seinen eigenen Spielstil langfristig erfolgreich zu etablieren. Auch Svensson lässt ja einen anderen Fußball spielen als Tuchel damals, selbst Tuchel hat seine Spielidee angepasst, da sich der Fußball verändert hat und er mittlerweile meist ganz anderes Spielermaterial zur Verfügung hat.
2. Freiburg: Vermutlich die unwahrscheinlichste Erfolgsstory der letzten Jahrzehnte. Was ist das Erfolgsrezept? Gerade weil man sich der eigenen (finanziellen) Limitationen bewusst war, hat man am Trainer, der seine Kompetenz wiederholt unter Beweis gestellt hatte, auch in schweren Zeiten festgehalten. Diese Saison ist Freiburg wohl kaum durch schönen Ballbesitzfußball so erfolgreich, da waren andere Streich Teams deutlich besser. Aber man besinnt sich auf seine Stärken (Defensive und Standards) und spielt europäisch. Dem Vertrauen in Streich hat nicht mal ein Abstieg einen Abbruch getan. Weil den Beteiligten klar war, dass sich am Standort Freiburg kein dauerhaft zumindest europäisch spielender Verein etablieren kann. Zu groß ist der finanzielle Rückstand, zu groß ist jedes Jahr der Umbruch, wenn Säulen der letzten Saison das Breisgau Richtung weite Welt verlassen.
3. Union: Vielleicht das anschaulichste Beispiel; Urs Fischer steht in der ersten Liga für einen Fußball, den niemand als attraktiver als den von Dardai bezeichnen würde (wohl aber erfolgreicher). Nach der Logik der Spielphilosophen hier würde Fischer mit Union in Liga 2 maximal im Mittelfeld spielen können, weil er keine Idee von offensiven Fußball besitzt. Tatsache ist aber, dass er als Pragmatiker erkannt hat, dass es klüger ist, in Liga 1 erstmal die 0 zu halten und Tore durch Konter oder Standards zu erzielen, statt auf kompromisslosen Offensivfußball zu setzen. Denn dieser benötigt technisch beschlagene, schnelle Spieler. Kurzum: Spieler die Union nicht so einfach bekommt und meist recht schnell wieder ziehen lassen muss.
wenn Trainer so eindimensional wären, wie ihr immer behauptet, dann wäre Streich mit Freiburg nicht direkt wieder aufgestiegen und Union würde immer noch in Liga 2 dümpeln. In der Realität ist es so, dass beide in Liga 1 die besten Chancen für ihre Mannschaften sehen, wenn sie auf Defensive Diszipliniertheit, Umschaltmomente und vor allem Standardtore setzen. Komischerweise hört man keine Freiburg Fans, die sich wünschen, man würde doch bitte zum Ballbesitzfußball der späten 10er Jahre zurückkehren. Denen ist nämlich klar, dass du als „kleiner“ Traditionsverein ohne große finanzielle Mittel immer den Fußball spielen musst, der am meisten Punkte bringt. Nicht den Fußball, der am schönsten anzuschauen ist.
Aber ich rede mir in diesem Forum seit einem Jahr den Mund fusselig. Und auch der nächste Blender a la Korkut, Schwarz oder Covic wird kommen und hier von attraktivem Fußball reden, aber nicht mal 1 Punkt pro Spiel holen.
26.05.2023 - 12:09 Uhr
Zitat von CGDOGG
Klar sind Punkte das aller wichtigste. Ich finde, dass bei all der Glorifizierung von Dardai auch immer vergessen wird, dass wir in seiner ersten Amtszeit, einen wirklich ausgeglichenen Kader hatten, der von der Besetzung her besser, als zum gleichen Zeitpunkt z.B. Freiburg, Mainz, ... hatten und definitiv den unattraktivsten Fussball gespielt haben. Das war eben doch Pals dazutun und hat uns zum meist gehassten Verein in Deutschland gemacht. Klar, die äußeren Umstände haben dazu auch beigetragen.
Klar sind Punkte das aller wichtigste. Ich finde, dass bei all der Glorifizierung von Dardai auch immer vergessen wird, dass wir in seiner ersten Amtszeit, einen wirklich ausgeglichenen Kader hatten, der von der Besetzung her besser, als zum gleichen Zeitpunkt z.B. Freiburg, Mainz, ... hatten und definitiv den unattraktivsten Fussball gespielt haben. Das war eben doch Pals dazutun und hat uns zum meist gehassten Verein in Deutschland gemacht. Klar, die äußeren Umstände haben dazu auch beigetragen.
Fandest du den Kader, den Dardai damals übernommen hat, wirklich so stark?
Ich meine, damals hatte man gerade mit Adrian Ramos seinen absoluten Top-Stürmer abgegeben und durch Salomon Kalou (6 Tore und 2 Vorlagen) und Julian Schieber (7 Tore) ersetzt. Wobei man sagen muss, das Schieber Dardai überhaupt nicht zur Verfügung stand, da er die gesamte Rückrunde verletzt ausfiel.
Defensiv hatte man Jarstein und Kraft, so wie den 21-jährigen Brooks, Lustenberger, Langkamp und Heitinga
. Links und Rechts (wie heute) Plattenhardt und Pekarik. Im Mittelfeld hatte man Hosogai, Niemeyer, Skjelbred, Baumjohann, Hegeler und Cigergi. Dazu auf in der Offensive Ben-Hatira, Ndjeng, Haraguchi, Allagui, Beerens, Stocker, Ronny und Sandro Wagner. Meiner Meinung nach ist es fast ein Wunder, dass man mit dem Kader die Klasse gehalten hat. Das Jahr darauf verstärkte man den Kader mit Stark, Weiser, Darida und Ibisevic. Das war tatsächlich eine Transferperiode, wo bei uns wirklich alles passte (Sinan Kurt mal außenvor gelassen) und eigentlich kein Leistungsträger abgegeben wurde (Ben-Hatira, Schulz, Hosogai, Heitinga, Holland, Regäsel, Wagner, Niemeyer, Ndjeng). Das war einfach eine richtig starke Transferperiode im Sommer, no doubt, aber eingespielt war die Mannschaft wahrscheinlich noch nicht, eher wurden gute Spieler für die Teamhierarchie und das Zusammenspiel hinzugewonnen, die sich schnell integrierten.
In 16/17 holte man dann einzig Duda, Allan und Esswein, so wie Torunarigha, Maier und Mittelstädt aus der eigenen Jugend. Dabei war Duda die ganze Saison verletzt, Allan bestenfalls Ergänzungsspieler und Esswein kam auf 2 Tore und 3 Vorlagen als Offensivspieler (und wurde bei der Verpflichtung komplett zerrissen.
Erst in Dardais vorletzter Saison investierte man dann wieder und Lazaro, Rekik, Leckie und Selke. Es gingen Stocker, Langkam und Brooks (Rekordabgang damals). Auch Baumjohann und Allagui verließen uns, die keine wirkliche Rolle mehr spielten. Mit dieser Mannschaft landete man auf Platz 6.
Freiburg ist hier schwierig zu vergleichen, da sie in diesem Zeitraum abstiegen (trotz Petersen, Darida und Schmid) und aufstiegen. Anschließend landeten sie knapp hinter uns (mit Petersen, Grifo, Philipp). Außerdem konnte sich Freiburg ein Jahr nach dem Aufstieg direkt leisten, einen Söyuncü für 8 Millionen aus der Türkei zu holen.
Mainz wurde 15/16 punktgleich mit uns, aufgrund des besseren Torverhältnisses Sechster. Überragende Akteure waren Yunus Malli, Jairo Samperio und Yoshinero Muto. Zudem hatte die Mannschaft aber mit Loris Karius auch einen absolut überragenden Torhüter, der einige Punkte festhielt. Das Jahr darauf (und nach Abgängen von Karius und Malli (zur Winterpause, zuvor machte er noch 12 Scorer!)) wurde man plötzlich nur noch 15. und musste dank des besseren Torverhältnisses nicht in die Relegation.
Was ich eigentlich sagen will ist, dass wir vor allem von der starken Transferperiode nach Dardais Antritt gelebt haben. Mit Darida, Ibisevic, Stark und Weiser holte man da für die nächsten Jahre absolute Eckpfeiler. Dennoch war das kein Kader, der im Vergleich zur Konkurrenz deutlich besser war, denn die von dir genannten Teams wurden genauso von Einzelspielern getragen wie wir (und haben mit diesen auch nicht unbedingt höhere Einnahmen erzielt).
Abgesehen davon würde ich die Aussage als "meistgehasstes Team Deutschlands" mal in Frage stellen. Das war zu dieser Zeit sicherlich der HSV oder RBL. Übrigens ist es was das angeht wie bei Union, die mag auch keiner und jeder Fan hasst es, sich den Fussball anzugucken, aber gleichzeitig wird ihnen Respekt gezollt, weil sie das, was sie machen, sehr gut machen.
Zitat von CGDOGG
Ich finde, dass in seiner ersten Amtszeit oft vergessen wird, dass wir jedes Jahr mit einem eingespielten Team in die Saison gegangen sind und aus diesem Grund sehr ordentlich gepunktet haben. Mit zunehmender Dauer, konnten die anderen Mannschaften Ihre Transfers immer besser integrieren und wir punkteten immer weniger. Ohne unsere Hinrunden, wären wir jedes Jahr in der Rückrunde wohl auf einem Abstiegsplatz gelandet.
Ich finde, dass in seiner ersten Amtszeit oft vergessen wird, dass wir jedes Jahr mit einem eingespielten Team in die Saison gegangen sind und aus diesem Grund sehr ordentlich gepunktet haben. Mit zunehmender Dauer, konnten die anderen Mannschaften Ihre Transfers immer besser integrieren und wir punkteten immer weniger. Ohne unsere Hinrunden, wären wir jedes Jahr in der Rückrunde wohl auf einem Abstiegsplatz gelandet.
Da stimme ich dir zu, wir haben definitiv von den häufig enorm starken Hinrunden profitiert, die wir meistens auf einem Championsleague-Platz abgeschlossen haben. Dass die Mannschaft dann im Laufe der Saison nachgelassen hat, lag sicherlich auch daran, dass andere Teams in dem Zeitraum eine Entwicklung machten, die ihnen dabei half, den Vorsprung der Hertha in Teilen aufzuholen. Am Ende der Tabelle waren es dann in den Jahren unter Dardai ca. 3-4 Mannschaften, die uns in der Rückrunde überholt haben (von Platz 3 auf Platz 6-7 gefallen). Dass wir anschließend in jedem Sommer wieder einen Vorsprung hatten, spricht für eine gute Vorbereitung, so wie gute Transfers, die schnell in die Mannschaft integriert wurden. Hier sehe ich nicht, dass das eine Schwäche der Hertha gewesen sein soll, eher ist es doch gut, dass man im Scouting darauf geachtet hat, dass die Spieler schneller im Verein klarkommen, als bei der Konkurrenz.
In der Saison 15/16 waren wir in der Hinrundentabelle auf Platz 3 (32 Punkte), in der Rückrundentabelle auf Platz 16 (18 Punkte). Das Jahr darauf in der Hinrunde auf Platz 5 (30 Punkte) und in der Rückrunde auf Platz 13 (19 Punkte). So sehr ich verstehen kann, dass man sich als Fan anschließend darüber ärgert, dass man nicht um die Championsleague bis zum Ende mitspielt, so muss man doch auch sehen, dass Hertha jedes Jahr bereits nach ca. 20 Spieltagen den Klassenerhalt in der Tasche hatte. Das war damals (wie heute) das wichtigste.
27.05.2023 - 08:40 Uhr
Auch wenn mich viele für verrückt erklären,
ich finde Kohfeld gar nicht so einfach zu bewerten. Zum einen hat er erst 2 Stationen hinter sich, zum anderen ist er noch jung genug um sich auch verbessern zu können.
Betrachtet man diese beiden Stationen sieht man, dass das auch nicht zwingend nur mit schlechter Arbeit zu tun hatte.
Bremen: Übernommen 17/18 auf Platz 17, keine besonders gute Mannschaft, wobei ein par wenige gute, bis sehr gute Individualisten im Team waren, wie Kruse, Rashica, Eggestein, Junuzovic und Delaney. Er entwickelte die Mannschaft, auch spielerisch und führte sie auf Platz 11, womit keiner rechnete.
18/19 verlor man mit Delaney und Junuzovic 2 der Stars im Mittelfeld, die wesentlichen Anteil an der tollen Saison hatten. Als einzige Spieler, die die Mannschaft auf ein neues Niveau hoben kamen Klaasen und Osako. Das heißt die Mannschaft wurde +/- auf dem selben Niveau gehalten wie in der Vorsaison. Und man holte einen starken 8 Platz und kam im DFB Pokal sogar ins Halbfinale!
19/20 nahm das Unheil seinen Lauf, als man mit Kruse DEN Offensivspieler verlor und als Ersatz Füllkrug holte. Der brachte es auf eine sagenhafte Quote von einem Tor in jedem 2 Spiel, das hilft allerdings nichts, wenn man verletzungsbedingt nur 8 Spiele spielen konnte. Selke wurde nur als Ersatz geliehen, aber der holte die Kohlen auch nicht aus dem Feuer. Der Fußball war, soweit ich mich erinnere in Ordnung, aber durch den fehlenden guten Stürmer wurden keine Tore geschossen.
20/21 stieg man dann ab, das wird bis heute vorgehalten. Aber schaut man sich an, dass mit Klaassen zur damaligen Zeit der letzte fertige Star verkauft wurde, in der Mannschaft kein Gerüst mehr existierte (Analog zur Hertha diese Saison), man für viel Geld die Schrottleihen um Bittencourt und Toprak verpflichten musste und der Stürmer in dem alle Hoffnungen lagen wieder die halbe Saison verletzt fehlte, dann kam da sehr viel zusammen, was logischerweise in einem Abstieg mündete.
Dardai wird zurecht ob seiner alten Verdienste gelobt! Aber man vergisst dabei schnell, dass er überdurchschnittliche Spieler wie Kalou, Lazaro, Ibisevic, Grujic und und und zur Verfügung hatte. Analog zu Kohfeld in seinen ersten 2 Bremenjahren. Aber aktuell beweist, dass auch Dardai aus Sch... kein Gold machen kann. Das konnte Kohfeld bei Bremen in den letzten 2 Jahren aber auch nicht mehr, denn die Probleme dort waren die selben, wie diese Saison bei der Hertha. Die meisten guten Kicker weg, einen absolut zusammengewürfelten Haufen hingezaubert, der so große Lücken in der Kaderzusammenstellung hatte, wie man es sich nicht vorstellen kann.
Wolfsburg:
In Wolfsburg war man mit van Bommel nicht zufrieden, weil, zumindest das war das was ich gehört habe, der fußballerische Ansatz nicht gepasst hat, die Ergebnisse nicht gepasst haben und angeblich Unruhe in der Mannschaft war. Also wurde er auf Platz 9 entlassen. Kohfeld führte die Mannschaft erstmal auf Platz 12. Das ist objektiv eine Verschlechterung, aber wenn man ehrlich ist auch keine riesen Verschlechterung. Dazu wird immer gesagt, dass er die Mannschaft noch weiter verschlechtert hätte. Wenn man sich den Punkteschnitt von van Bommel und Kohfeld anschaut (1,15 zu 1,14) dann sieht man, dass der Unterschied marginal ist und auch van Bommel dann wohl auf diesem 12 Platz eingetrudelt wäre. Der Unterschied liegt aber daran, dass Kohfeld einen Kader übernehmen sollte, er wohl unruhig und unrund lief. Daraus erstmal was zu formen ist in kurzer Zeit nicht leicht. Das man unten rein rutschte war für viele das Argument, dass Kohfeld grottig sei, trotzdem holte man relativ problemlos den Klassenerhalt. Van Bommel konnte immerhin beweisen, dass er mit Antwerpen wieder gute Arbeit leistete und holte einen 3 Platz in Belgien. Heißt, dass vielleicht mehr an der Hypothese dran ist, dass der Kader nicht so stark war, wie man sich eingeredet hatte.
Das wäre für mich auf natürlich höherem Niveau so, als würde man jetzt sagen Tuchel wäre ein schlechter Trainer. Er wurde eingestellt als man gerade auf Platz 2 abrutschte, war aber noch im DFB Pokal und CL dabei. Jetzt steht man auf Platz 2 und ist überall sonst raus.
Ich glaube keiner würde Tuchel Nagelsmann oder den Bayernkader per se als schlecht abtun, aber trotzdem diskutiert man eifrig, ob es im Bayernkader irgendwie nicht stimmt, bzw was nicht stimmt.
Genau die selbe Situation lag mmn bei Wolfsburg vor.
"Aber Pottinho, jetzt steht man deutlich besser da". Richtig, ich halte auch Kovac für einen unterbewerteten, sehr starken Trainer und mit Svandberg und Wimmer kamen 2 Puzzleteile hinzu, die in Wolfsburg absolut gefehlt haben!
Lange Rede kurzer Sinn: Ein runtergewirtschafteter Kader, wie in Berlin, und damit einhergehend verschlechternde Platzierungen und ein Kader an dem 2 Trainer gescheitert sind, wovon der eine vorher und nachher bewiesen hat, dass er es drauf hat.
MMn wird Kohfeld zu klein geredet. Wie dargestellt finde ich es zu leicht einfach zu sagen, er sei bei 2 Vereinen gescheitert. Die Hertha wird vermutlich in der 2 Liga der Favorit sein. Heißt man versucht einen Kader aufzustellen, der das auch ermöglicht. Ich würde schon ganz gerne Kohfeld mit so einem Kader, der nicht dauernd verschlechtert wird über einen längeren Zeitraum arbeiten sehen wollen. Da könnte er sich beweisen und dann traue ich ihm auch zu, ein positives Bil abzugeben.
ich finde Kohfeld gar nicht so einfach zu bewerten. Zum einen hat er erst 2 Stationen hinter sich, zum anderen ist er noch jung genug um sich auch verbessern zu können.
Betrachtet man diese beiden Stationen sieht man, dass das auch nicht zwingend nur mit schlechter Arbeit zu tun hatte.
Bremen: Übernommen 17/18 auf Platz 17, keine besonders gute Mannschaft, wobei ein par wenige gute, bis sehr gute Individualisten im Team waren, wie Kruse, Rashica, Eggestein, Junuzovic und Delaney. Er entwickelte die Mannschaft, auch spielerisch und führte sie auf Platz 11, womit keiner rechnete.
18/19 verlor man mit Delaney und Junuzovic 2 der Stars im Mittelfeld, die wesentlichen Anteil an der tollen Saison hatten. Als einzige Spieler, die die Mannschaft auf ein neues Niveau hoben kamen Klaasen und Osako. Das heißt die Mannschaft wurde +/- auf dem selben Niveau gehalten wie in der Vorsaison. Und man holte einen starken 8 Platz und kam im DFB Pokal sogar ins Halbfinale!
19/20 nahm das Unheil seinen Lauf, als man mit Kruse DEN Offensivspieler verlor und als Ersatz Füllkrug holte. Der brachte es auf eine sagenhafte Quote von einem Tor in jedem 2 Spiel, das hilft allerdings nichts, wenn man verletzungsbedingt nur 8 Spiele spielen konnte. Selke wurde nur als Ersatz geliehen, aber der holte die Kohlen auch nicht aus dem Feuer. Der Fußball war, soweit ich mich erinnere in Ordnung, aber durch den fehlenden guten Stürmer wurden keine Tore geschossen.
20/21 stieg man dann ab, das wird bis heute vorgehalten. Aber schaut man sich an, dass mit Klaassen zur damaligen Zeit der letzte fertige Star verkauft wurde, in der Mannschaft kein Gerüst mehr existierte (Analog zur Hertha diese Saison), man für viel Geld die Schrottleihen um Bittencourt und Toprak verpflichten musste und der Stürmer in dem alle Hoffnungen lagen wieder die halbe Saison verletzt fehlte, dann kam da sehr viel zusammen, was logischerweise in einem Abstieg mündete.
Dardai wird zurecht ob seiner alten Verdienste gelobt! Aber man vergisst dabei schnell, dass er überdurchschnittliche Spieler wie Kalou, Lazaro, Ibisevic, Grujic und und und zur Verfügung hatte. Analog zu Kohfeld in seinen ersten 2 Bremenjahren. Aber aktuell beweist, dass auch Dardai aus Sch... kein Gold machen kann. Das konnte Kohfeld bei Bremen in den letzten 2 Jahren aber auch nicht mehr, denn die Probleme dort waren die selben, wie diese Saison bei der Hertha. Die meisten guten Kicker weg, einen absolut zusammengewürfelten Haufen hingezaubert, der so große Lücken in der Kaderzusammenstellung hatte, wie man es sich nicht vorstellen kann.
Wolfsburg:
In Wolfsburg war man mit van Bommel nicht zufrieden, weil, zumindest das war das was ich gehört habe, der fußballerische Ansatz nicht gepasst hat, die Ergebnisse nicht gepasst haben und angeblich Unruhe in der Mannschaft war. Also wurde er auf Platz 9 entlassen. Kohfeld führte die Mannschaft erstmal auf Platz 12. Das ist objektiv eine Verschlechterung, aber wenn man ehrlich ist auch keine riesen Verschlechterung. Dazu wird immer gesagt, dass er die Mannschaft noch weiter verschlechtert hätte. Wenn man sich den Punkteschnitt von van Bommel und Kohfeld anschaut (1,15 zu 1,14) dann sieht man, dass der Unterschied marginal ist und auch van Bommel dann wohl auf diesem 12 Platz eingetrudelt wäre. Der Unterschied liegt aber daran, dass Kohfeld einen Kader übernehmen sollte, er wohl unruhig und unrund lief. Daraus erstmal was zu formen ist in kurzer Zeit nicht leicht. Das man unten rein rutschte war für viele das Argument, dass Kohfeld grottig sei, trotzdem holte man relativ problemlos den Klassenerhalt. Van Bommel konnte immerhin beweisen, dass er mit Antwerpen wieder gute Arbeit leistete und holte einen 3 Platz in Belgien. Heißt, dass vielleicht mehr an der Hypothese dran ist, dass der Kader nicht so stark war, wie man sich eingeredet hatte.
Das wäre für mich auf natürlich höherem Niveau so, als würde man jetzt sagen Tuchel wäre ein schlechter Trainer. Er wurde eingestellt als man gerade auf Platz 2 abrutschte, war aber noch im DFB Pokal und CL dabei. Jetzt steht man auf Platz 2 und ist überall sonst raus.
Ich glaube keiner würde Tuchel Nagelsmann oder den Bayernkader per se als schlecht abtun, aber trotzdem diskutiert man eifrig, ob es im Bayernkader irgendwie nicht stimmt, bzw was nicht stimmt.
Genau die selbe Situation lag mmn bei Wolfsburg vor.
"Aber Pottinho, jetzt steht man deutlich besser da". Richtig, ich halte auch Kovac für einen unterbewerteten, sehr starken Trainer und mit Svandberg und Wimmer kamen 2 Puzzleteile hinzu, die in Wolfsburg absolut gefehlt haben!
Lange Rede kurzer Sinn: Ein runtergewirtschafteter Kader, wie in Berlin, und damit einhergehend verschlechternde Platzierungen und ein Kader an dem 2 Trainer gescheitert sind, wovon der eine vorher und nachher bewiesen hat, dass er es drauf hat.
MMn wird Kohfeld zu klein geredet. Wie dargestellt finde ich es zu leicht einfach zu sagen, er sei bei 2 Vereinen gescheitert. Die Hertha wird vermutlich in der 2 Liga der Favorit sein. Heißt man versucht einen Kader aufzustellen, der das auch ermöglicht. Ich würde schon ganz gerne Kohfeld mit so einem Kader, der nicht dauernd verschlechtert wird über einen längeren Zeitraum arbeiten sehen wollen. Da könnte er sich beweisen und dann traue ich ihm auch zu, ein positives Bil abzugeben.
28.05.2023 - 12:00 Uhr
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat Pal in der letzten Woche seine Analyse den Verantwortlichen übergeben. Jetzt wollte man die Saison zu Ende spielen und ich vermute, dass man sich von Vereinsseite auch die nötige Zeit nehmen will, Pals Analyse auszuwerten. Kommende Woche ist man zum Gespräch verabredet. Ich sehe da jetzt nicht zwingend irgendwelche Anzeichen dafür, dass ein neuer Trainer favorisiert wird.
Außerdem denke ich, dass es auch nicht so einfach würde, einen neuen Trainer zu finden. Erstmal gibt's die Hängepartie bzgl der Lizenz, obwohl ich mir relativ sicher bin, dass wir sie bekommen werden. Dann wird sich nicht jeder Trainer Hertha antun wollen, weil Geld rar ist, die Mannschaft vor einem großen Umbruch steht, aber schonwieder von Wiederaufstieg gesprochen wird. Der Druck ist also mindestens genauso hoch wie vorher. Und andersrum wird es nicht einfach sein, jemanden zu finden, der sich klar zum "Hertha-Weg" bekennt, d.h. konsequent auf Spieler auf den Nachwuchs zu setzen. Geredet haben davon schon viele Trainer, um die Talente doch wieder links liegen zu lassen.
Ich denke, dass die ein oder andere Personalentscheidung (Pekarik, M.Dardai) schon eine gewisse Tendenz erkennen lässt, dass Pal Trainer bleibt. Für ihn spricht auch, dass die Saison schon in 8 Wochen wieder beginnt und er den Verein in- und auswendig kennt. Ein neuer Trainer muss erst alles kennenlernen, sich ein komplettes Bild von Verein, Trainingsgelände, Staff und Spieler machen. Das könnte in der Kürze der Zeit ein Nachteil sein.
Außerdem denke ich, dass es auch nicht so einfach würde, einen neuen Trainer zu finden. Erstmal gibt's die Hängepartie bzgl der Lizenz, obwohl ich mir relativ sicher bin, dass wir sie bekommen werden. Dann wird sich nicht jeder Trainer Hertha antun wollen, weil Geld rar ist, die Mannschaft vor einem großen Umbruch steht, aber schonwieder von Wiederaufstieg gesprochen wird. Der Druck ist also mindestens genauso hoch wie vorher. Und andersrum wird es nicht einfach sein, jemanden zu finden, der sich klar zum "Hertha-Weg" bekennt, d.h. konsequent auf Spieler auf den Nachwuchs zu setzen. Geredet haben davon schon viele Trainer, um die Talente doch wieder links liegen zu lassen.
Ich denke, dass die ein oder andere Personalentscheidung (Pekarik, M.Dardai) schon eine gewisse Tendenz erkennen lässt, dass Pal Trainer bleibt. Für ihn spricht auch, dass die Saison schon in 8 Wochen wieder beginnt und er den Verein in- und auswendig kennt. Ein neuer Trainer muss erst alles kennenlernen, sich ein komplettes Bild von Verein, Trainingsgelände, Staff und Spieler machen. Das könnte in der Kürze der Zeit ein Nachteil sein.
28.05.2023 - 12:59 Uhr
Zitat von sxbxstxxn
Ich kann tatsächlich die Dardai Aussage "Nach vorne müssen die Spieler eigene Lösungen finden" nicht vergessen und nicht gut heißen, aber vielleicht hat ja auch Dardai bei seinen Hospitierungen (stimmt das Wort so?) in anderen Vereinen da dazugelernt.
Ich wäre dann allerdings dafür einen guten Taktiker als Co Trainer einzustellen an Stelle von Covic... so einen wie Widmayer damals z.B....
Ich kann tatsächlich die Dardai Aussage "Nach vorne müssen die Spieler eigene Lösungen finden" nicht vergessen und nicht gut heißen, aber vielleicht hat ja auch Dardai bei seinen Hospitierungen (stimmt das Wort so?) in anderen Vereinen da dazugelernt.
Ich wäre dann allerdings dafür einen guten Taktiker als Co Trainer einzustellen an Stelle von Covic... so einen wie Widmayer damals z.B....
In der 1. Liga ging es vornehmlich darum nicht zu verlieren.
In der 2. Liga wird es aber darum gehen Spiele zu gewinnen.
Und da habe ich große Zweifel, dass ein Trainer, der sich nur für die eigene Spielhälfte zuständig fühlt,
dieser Aufgabe gewachsen ist.
Pal ist 2-mal zu Recht entlassen worden.
Natürlich war es keine gute Idee der jeweiligen Vereinsführung, ihn durch noch limitiertere Kollegen zu ersetzen.
Aber 'zurück in die Zukunft' wird meiner Meinung nach nicht funktionieren.
Das Wort ist übrigens 'Hospitationen'.
29.05.2023 - 07:12 Uhr
Sorry, aber könnt ihr bitte die echten Kritikpunkte an Dardai nennen, statt euch welche auszudenken, bzw. weite Teile der Wahrheit auszulassen.
Falls ihr meint, dass sein Spiel zu defensiv und einfallslos ist, ist das doch fair. Aber wenn ihr ihn dann an Aussagen festnageln wollt, dreht euch diese bitte nicht so, wie es euch passt.
Dardai sagte damals, dass er die Spieler nur bis zum 16er des Gegners bringen kann. Danach müssten sie die Lösung finden.
Ich mag da zu einfach gestrickt sein, aber das ist Fußball für mich.
Beispiel ist das 1:1 am Samstag gehen Wolfsburg. Richter bekommt den Ball auf rechts außen, Tousart hinterläuft. Richter kann also
Selbst flanken
Auf Tousart durchstecken
Nach innen ziehen und den Abschluss suchen
Flügelwechsel
In dem Rückraum ablegen
Richter spielt den Ball auf Tousart, der wiederum zwischen Ablage auf den Elfmeterpunkt oder eine hohe Flanke auf den zweiten Pfosten oder einen flachen, scharfen ball in dem 5 Meterraum wählen kann...
Und dann kommen die Offensiven ins Spiel die sich je nach Situation positionieren müssen.
Du kannst den Spielern die Optionen zeigen, aber sie müssen sie wählen.
Ich sage nicht, dass Dardai ein Meister darin ist, aber zu behaupten, dass er sich auf die eigene Spielhälfte beschränkt, ist haltlos. So zu tun, als hätte Dardai Jahre lang durch Zufall nicht nur die Klasse gehalten sondern die Mannschaft unter den top 10 etabliert, ist nicht nur dardai gegenüber despektierlich, sondern auch den anderen Bundesligamannschaften, die dann scheinbar noch schlechtere Trainer gehabt haben.
Falls ihr meint, dass sein Spiel zu defensiv und einfallslos ist, ist das doch fair. Aber wenn ihr ihn dann an Aussagen festnageln wollt, dreht euch diese bitte nicht so, wie es euch passt.
Dardai sagte damals, dass er die Spieler nur bis zum 16er des Gegners bringen kann. Danach müssten sie die Lösung finden.
Ich mag da zu einfach gestrickt sein, aber das ist Fußball für mich.
Beispiel ist das 1:1 am Samstag gehen Wolfsburg. Richter bekommt den Ball auf rechts außen, Tousart hinterläuft. Richter kann also
Selbst flanken
Auf Tousart durchstecken
Nach innen ziehen und den Abschluss suchen
Flügelwechsel
In dem Rückraum ablegen
Richter spielt den Ball auf Tousart, der wiederum zwischen Ablage auf den Elfmeterpunkt oder eine hohe Flanke auf den zweiten Pfosten oder einen flachen, scharfen ball in dem 5 Meterraum wählen kann...
Und dann kommen die Offensiven ins Spiel die sich je nach Situation positionieren müssen.
Du kannst den Spielern die Optionen zeigen, aber sie müssen sie wählen.
Ich sage nicht, dass Dardai ein Meister darin ist, aber zu behaupten, dass er sich auf die eigene Spielhälfte beschränkt, ist haltlos. So zu tun, als hätte Dardai Jahre lang durch Zufall nicht nur die Klasse gehalten sondern die Mannschaft unter den top 10 etabliert, ist nicht nur dardai gegenüber despektierlich, sondern auch den anderen Bundesligamannschaften, die dann scheinbar noch schlechtere Trainer gehabt haben.
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