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Taktiktisch

10.08.2003 - 13:30 Uhr
Taktiktisch |#911
02.11.2014 - 21:29 Uhr
Thread kann zu!

Wir haben eh keine Taktik^^
Taktiktisch |#912
04.11.2014 - 10:11 Uhr
Ein kompaktes 4-4-2/4-2-4-0/2-4-4-0

Das 4-4-2 ist zwar nicht das modernste Spielsystem, aber es ist mit das einfachste. Viele Mannschaften verteidigen so, obwohl sie im Angriff auf zum Beispiel ein 4-2-3-1 setzen. Stehen die Abwehr und das Mittelfeldband eng beieinander, kann des Defensiv zu einen waren Bollwerk, mit schnellen Spielern im Sturm und auf den Flügeln, können Konter wieder zu einer Waffe werden.

Die Außenverteidiger
Es gibt zwei Spielarten: Die defensive Variante in der die Außenverteidiger sich vornehmlich auf das Verteidigen konzentrieren. Oder die Offensive in der sie die Außenlinien abarbeiten, während ihre Vorderleute den Strafraum oder den 10er Raum besetzen.
Auf der rechten Seite würde Ndjeng für den offensiven Außenverteidiger stehen und Pekarik für den defensiven. Auf der linken Seite bietet sich Schulz für den Offensiven Part an und Hosogai für den Defensiven.
Aber auch die Löwsche Variante mit vier Innenverteidigern wäre möglich. Brooks - Langkamp - Lustenberger - Heitinga.

Das Zentrale Mittelfeld
Hier findet die größte Veränderung statt. Aktuell setzt Luhukay gerne auf Abräumer wie Hosogai und Niemeyer. Das höchste der Gefühle ist Skjelbred als Ballträger neben einen Abräumer, meistens Hosogai.
Der Abräumer wird abgeschafft und im zentralen Mittelfeld sollen zwei 8er spielen die auch defensiv mitarbeiten. Neben Ballträgern wie Skjelbred oder Cigerci ein Spielgestalter. Wer diese Rolle bis zur Winterpause übernehmen kann ist schwierig. Ronny wäre eine Option, wenn er defensiv ackert. Lustenberger kann ich schlecht einschätzen, da er in den letzten Jahren fast nur in der Innenverteidigung gespielt hat. Hegeler ist bisher bei Hertha nicht angekommen. Aber auch Mukhtar wäre eine Option. Vom Gefühl her würde ich Lustenberger bzw. Mukhtar den Vorzug geben.

Die zentrale Offensive
Ein Spielgestalter auf der 8 reicht nicht aus. Um im Zentrum des Spielfelds mehr spielerische Präsenz zu erhalten, Kalou und Ronny auf diesen Positionen. Von dort aus sollen sie entweder auf die Flügel ausweichen, wenn die Flügelstürmer in den Sturm oder in den 10er Raum ziehen, oder sich zur Unterstützung der 8er ins Mittelfeld fallen lassen.
Gegen Mannschaften die sich hinten reinstellen, würde sich ebenfalls Schieber als körperlich präsenter Spieler neben Kalou anbieten.

Die Flügelstürmer
Beerens und Stocker haben drei Optionen. Von der Grundlinie Flanken in den Strafraum schlagen. In den Strafraum ziehen und hoffen, dass die Stürmer beim ausweichen auf die Flügel oder in den 10er Raum die Innenverteidiger mitziehen und so Lücken entstehen. Und selber in den 10er Raum ziehen um damit auf den Flügel eine Lücke für einen 8er oder Außenverteidiger zu reißen, wenn der Außenverteidiger den Flügelstürmer verfolgt.

Das Pressing
Beim Angriffspressing würden die Flügelstürmer sich an den gegnerischen Außenverteidigern orientieren, während die Stürmer die 6er im Deckungsschatten die Innenverteidiger angreifen. Die 8er greifen zusätzlich die 6er an und verfolgen sie auch wenn einer sich in die Abwehr zurückfallen lässt.. Damit das Spielsystem kompakt bleibt positioniert sich die Abwehrkette auf Höhe der Mittellinie.
Sollte die erste Pressingreihe überspielt werden, greifen diese in Rückwärtspressing den ballführenden Spieler an, verstellen die Optionen für den Rückpass und isolieren so den Spieler. Verliert er den Ball gibt es sofort für den Balleroberer Möglichkeiten den eigenen Mann anzuspielen und so das Spiel umzuschalten.
Bleibt der Gegner am Ball hat er durch die Kompaktheit nicht viel Raum und Zeit das Spiel aufzubauen. Unterstützen kann man diesen Effekt, in dem der ballferne Flügelstürmer ins Zentrum rückt und der ballnahe 8er bei Angriffen über den Flügel oder der ballnahe Flügelstürmer bei Angriffen durch die Mitte, unterstützend den ballführenden Gegner unter Druck setzen.

Der Spielaufbau
Im Spielaufbau lässt sich der Spielgestalter zwischen die breiten Innenverteiger fallen. Die Außenverteidiger rücken in den Halbraum und bilden zusammen mit dem zweiten 8er eine etwas enge 3er Kette als in der Abwehr. Es entsteht so ein 3-3-4. So kann man lange Bälle auf die 4er Angriffsreihe schlagen die durch die 3er Kette im Mittelfeld abgesichert ist, oder man baut das Spiel weiter über das Mittelfeldband auf. Hält diese den Ball, kann der Spielgestalter diese Überlaufen und würde sich vor ihr für den Spielaufbau anbieten. Oder die Außenverteidger starten aus dem Halbraum in Richtung Außenlinie

Die Offensive
In der Offensive bilden sich zwei Pärchen. Die Stürmer und die Flügelstürmer. Die vier Spieler können die Pärchen und damit ihre Position wechseln. Die Positionen sind nicht starr ausgelegt, sondern fluid. So können einen Stürmer und ein Flügelstürmer einen Flügel überladen, während ihre Partner im Zentrum auf Zuspiele lauern. Er können sich aber auch alle vier Spieler im Sturm und im 10er Raum befinden und auf Zuspiele über Außenverteidiger warten.
Durch das ständige Rochieren der Positionen, soll es keine feste Zuordnung für die gegnerische Abwehr geben und eventuell kann man so die Defensive auseinander ziehen.

Personal:
Tor: Kraft.
Außenverteidiger Pekarik und Schulz.
Innenverteidiger Brooks und Lustenberger(Hosogai).
Zentrales Mittelfeld: Skjelbred und Mukhtar (Lustenberger)
Flügelstürmer: Beerens und Stocker
Sturm: Kalou und Ronny.

Schieber ist eine Option für den Sturm.
Ben-Hatira für den Sturm oder als Flügelstürmer.
Ndjeng für die rechte Außenverteidigung.
Hosogai für die linke Außenverteidigung.
Heitinga für die Innenverteidigung.

•     •     •

Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#913
26.02.2015 - 17:16 Uhr
Vorab: Der folgende Post ist so eine Art Mischung aus Kaderanalyse, Wunschaufstellung und Taktikspielerei und weicht stark von unserer momentanen Ausrichtung ab. Ich werde hier nicht die Spieler für die Startelf vorschlagen, die den größten Namen haben (Kalou), sondern die Spieler, die ich für sinnvoller erachte. Außer Acht bleiben die Spieler, die verletzt oder Trainingsrückstand haben. Ebenfalls nicht berücksichtigt werden Spieler aus der vermeintlich zweiten Reihe (vdB, Wagner).

Unabgängig vom Spielsystem (3/5-er oder 4-er Abwehr, 1 oder 2-Mann-Sturm) sind folgende Spieler gesetzt:
Kraft: Mangels Einsätze kann ich Jarstein nicht beurteilen. Kraft ist ein solider Towart, auf der Linie überdurchschnittlich, im modernen Torwartspiel inkl. Straumraumbeherrschung eher unterdurchschnittlich. Dennoch beste Alternative.
Pekarik: Mangels Konkurrenz gesetzt. Halte ich für einen "Entweder-Oder" Spieler, sprich entweder ist er ausschließlich defensiv tätig oder offensiv. Für einen umschaltenden Flügelspieler fehlt es ihm mE deutlich an Spritzigkeit und Handlungsschnelligkeit. Da seine Stärken eher in der Defensive liegen, hält er sich an eine defensive Ausrichtung. Merke: Dafür darf die rechte Offensivposition sich offensiver ausrichten.
Skjelbred: Ist für mich dank seiner Lauf- und Einsatzbereitschaft gesetzt. Dazu kommen solide Zweikampfwerte und passables Stellungsspiel. Der solide Allrounder.
Schieber: Siehe Skjelbred. Unglaublich wertvoll im Pressing und Gegenpressing. Zudem der mit Abstand torgefährlichste Spieler aus dem Spiel (182 min/Tor, Kalou: 293).

Unabhängig vom Spielsystem brauchen wir einen defensiven Flügelspieler. Für diese Rolle kämen Plattenhardt und Schulz in Betracht.
Rein vom Gefühl her hätte ich behauptet, dass Plattenhardt der technisch deutlich bessere Spieler ist, Schulz dafür die Geschwindigkeit hat. Statistisken geben folgendes Bild wieder (whoscored, bundesliga.de. Für Plattenhardt mit dem Vorbehalt der geringen Einsätze und für Schulz die Einsätze im LM):
Ähnliche Zweikampfwerte, Laufleistung, geblockte Bällte und Passquote, Schulz bei abgefangenen Bällen vorne.
Fazit: Tendenz Schulz. (Dennoch bleibe ich persönlich bei der Meinung, dass Plattenhardt im Normalfall der bessere LV ist)

Unabhängig vom Spielsystem werden folgende Spieler nicht eingesetzt:
Ronny: Zugegeben, hier spielt eine gewisse Antipathie mit. Ich halte Spieler wie Ronny für eine aussterbende Spezies im modernen Fußball: der altmodische Zehner. Technisch stark, gute Übersicht, Ballmagnet, gute Standards. Dafür schwache Laufleistung, Pressing, Motivation und allgemeine Defizite im Spiel gegen den Ball. Wäre Ronny 6-7 Jahre früher geboren worden, wäre er wohl mindestens international unterwegs. So passt er leider nicht ins laufintensive moderne Pressingspiel, das von vielen Mannschaften und auch hier in diesem Post angestrebt wird.
Hegeler: Achillesferse Handlungsschnelligkeit. Scheint oft mit den Gedanken woanders zu sein. Zudem langsam, unbeweglich. Erinnert mich in manchen Situationen eher an ein Teil dieser gelben Spielerwände fürs Freistoßtraining.

Spielsystem - Vorüberlergungen:
Wir haben keinen richtigen Spielmacher. Kann man dadurch umgehen, dass man bevorzugt über die Außen spielt. Oder man macht es mit mehr Spielern (=mehr Anspielstationen) im Mittelfeld wett. Erstere Variante ist leicht vorherzusehen, letztere tendenziell weniger. Beide Alternativen gepaart dürfte den fehlenden Spielmacher allein ausgleichen. Freilich fehlt in jedem Fall diese Option.

3/5-er oder 4-er Kette:
Die 4-er Kette hat den Vorteil, dass man mit einer relativ geringen Spieleranzahl defensiv die Räume mittels Verschieben gut abdecken kann. Auch in der Offensivbewegung bleibt man mit 2 IVs hinten stabil. Der Spielaufbau läuft bevorzugt über die Mitte.
Ich persönlich halte in einer Mannschaft ohne kreativen Spielmacher die 4-er Kette für zu statisch und vorhersehbar. Die beiden IVs sind auf ihrer Position meist fest, selten und - sofern nicht im Fall eines äußerst ballsicheren IVs - unerwünscht ist das Vorstoßen eines IVs, da dadurch im Rückraum große Lücken entstehen, insb. wenn die AVs wie üblich nach vorne rücken. Das Risiko nach Ballverlust ist dort größer als der Nutzen des Überraschungseffekts.
Die 3/5-er Kette hat - konsequentes Veschieben vorausgesetzt - den Vorteil eines zusätzlichen Spielers im Mittelfeld sowie im Notfall in der Abwehr. Vielmehr geht es aber darum, dass durch den zusätzlichen MIttelfeldspieler der Ball schon vor der Abwehr gewonnen werden soll, sodass die nominell ein Mann geringere Abwehr nicht mehr ins Gewicht fällt.

1 oder 2-Mann-Sturm:
Hier geht es weniger um die dogmatische Erläuterung als um das vorhandene Spielermaterial. Dies wären bei uns Schieber und Kalou. Schieber ist gesetzt (s.o.), fraglich also, ob Kalou in einen 2-Mann-Sturm passt.
Antwort vorweg: mE nein. Natürlich ist Kalou der technisch wohl bessere Spieler als Scheber (auch wenn er das nicht oft zeigt), jedoch ist seine Arbeit gegen den Ball so unbefriediegend, als dass er es nicht rechtfertigen könnte, dass dafür auf einen mangels Spielmacher dringend benötigten zusätzlicher (neben dem in der Verteidigung oben genannten) Mittelfeldspieler verzichtet wird. Man könnte nun anführen, dass Kalou auch hinter der Spitze als quasi-MF spielen könnte. Jedoch ist der Laufaufwand im anvisierten System noch höher als in der Spitze, sodass eine Aufstellung hier erst recht nicht sinnvoll erscheint. An dieser Situation würde sich nur dann etwas ändern, wenn Kalou sein im Vergleich zu Schieber schwächeres Laufverhalten durch größere Torgefahr ausgleicht. Was momentan nicht der Fall ist. Fazit: Kalou wäre das prominenteste Opfer der neuen Taktik.

Anvisiertes Spielsystem: 3-2-4-1
Nun (endlich!?) der Hauptteil. Folgende Grundordnung:
-------9-------
11--8---7--10
-----6---5----
---4---2---3--
Die Spieler 3 und 4 sind hierbei Flügelspieler, also AVs, wenn man so will. 5 und 6 sind "Halbspieler", die je nacch Situation vor oder in der Abwehr spielen. Der Rest ist relativ selbsterklärend bzw. wird dem Kader nach angepasst.

In der Arbeit gegen den Ball ergibt sich ein "gestaffeltes" Pressing:
-------9-------
11--8---7--10
-----6---5----
---4-------3--
-------2------
Die Außen (10, 11) orientieren sich an den gegnerischen AVs. Ziel ist es, dass der Ball möglichst in der Mitte bleibt, wo das Tempo typischerweise niedriger ist. Zudem ist man mit 5 Spielen in der Mitte (5-9) zahlenmäßig überlegen, zumindest gegen eine gegnerische 4-er Kette.
Spielt der Gegner mit einer tiefstehenden oder sich fallen lassenden 6, wird diese von der 9 so früh wie möglich gestört, aber gerade nicht als Anspielstation zugestellt. Reminder: Wir wollen, dass der Gegner durch die Mitte spielt. Aber er soll nicht die Zeit für einen ordentlichen Spielaufbau bekommen. Die IVs bleiben frei.
7 und 8 stellen die Räume zu den gegnerischen 8ern zu, spielt der Gegner nicht mit solchen, werden die entsprechenden Räume zugestellt. Maßgeblich ist, dass die Verbindung zwischen 6 und den restlichen Verbindungsspielern (typischerweise eben 8er) gekappt werden soll.
5 und 6 sind für die Offensivräume hinter der Spitze sowie für etwaige lange Bälle (ggf. mit HIlfe der 2) verantwortlich.
3 und 4 orientieren sich an den Flügeln, mit Tendenz nach innen.
2 ist Absicherung. Kann gerne den gegnerischen Stürmer bei einem Pläuschchen einschüchtern.
Spielt der Gegner mit zwei 6-ern ändert sich die Formation entsprechend:
11--9---7--10
-----6-8-5----
---4-------3--
-------2------
Die IVs bleiben frei, 10 und 11 an die AVs (wie oben), 9 und 7 (bzw.8) laufen die gegnerischen 6er an. 8 (bzw. 7) lässt sich dementsprechend fallen. Rest wie oben.
Kommt der Gegner ins zweite Drittel, lassen sich die Ketten fallen:
-------9-------
11--8---7--10
--4--6--5--3-
-------2------
im eigenen Drittel:
-------9-------
11----------10
-----8-7------
-4-6-2-5-3-
Man sieht also, das Verschieben ist für den defensiven Teil der Taktik essentiell. Insbesondere kommt es auf 5-8 an, ob sowohl ein kompaktes MF als auch eine solide Defensive erreicht werden kann.

Offensiv richtet sich alles gemäß dem Prinzip Überladen. Schon vom Anfang des Spielaufbaus an wird die Konzentration auf einen Flügel oder die Mitte gelegt und dieser Teil des Spielfeldes überladen. Besonders bei den Flügeln wird die andere Seite vernachlässigt. (Oder wohlwollend formuliert: es sollen gegnerische Spieler auf die anvisierte Seite gezogen werden, damit die andere offener ist und man dies theoretisch nutzen könnte).
Bei Flügeln sähe das so aus:
11----9--------
---8--7--10---
--4--6---------
----2--5--3---
4 und 6 gehen mit nach vorne, 11 rückt eins weiter vor, 8, 7 und 10 verschieben in Richtung des Flügels. Wichtig ist, dass 5 in die Abwehr geht und auch diese in die entsprechende Richtung verschiebt. So wird ein Flügel mit 6 Spielern überladen, was einerseits mehr Anspielstationen schafft, andererseits auf dem anderen Flügel Lücken reißt. Hauptaugenmerk sollte allerdings auf dem Durchbrechen auf dem Flügel liegen, um Flanken von der Grundlinie oder wahlweise flache Bälle in den Rückraum (7 und 8) zu schlagen.
In der Mitte hingegen:
-------9-------
11--8---7--10
-----6---5----
---4---2---3--
bleibt es beim Grundkonstrukt. Nur dass ggf. 10 und 11 weiter in die Mitte rücken. 3 und 4 bleiben hinten.

Angepasste Aufstellung nach unseren Kader (in Klammern am Ende Alternativen):
1 - Kraft: gesetzt, s.o. (Jarstein)
2 - Für diese Position wäre eigentlich Thiago Silva am besten geeignet. Der Spieler, der die Abwehr ordnet. Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, im Ballbesitz die 3-er Kette zu halten und ordnen, falls die Halbspieler oder AVs nicht richtig verschieben. Daneben ist beim Pressing der letzte Mann. Ein gutes Stellungsspiel ist folglich unabdingbar. Spielaufbau ist hingegen nicht seine Aufgabe. Ich habe mich hier für Langkamp entschieden, der im Vergleich zu Brooks den gefestigteren, reiferen Eindruck macht, was ihn eher als Abwehrchef qualifiziert. Freilich geht im die Geschwindigkeit ab. (Brooks)
3 - Pekarik: gesetzt, s.o. (Ndjeng)
4 - Schulz: s.o. (Plattenhardt)
5 - Lustenberger: Sofern er solide spielt, was er in den letzten Wochen leider nicht getan hat, ist er der mustergültige Halbspieler. Darf im Verbund mit der 6 den offensiveren Part übernehmen, wo Pekarik doch eher defensiv sein soll. (Hosogai, Heitinga)
6 - Brooks: Tatsächlich. Er erinnert mich so ein wenig an einen etwas ungestümeren Boateng. Schnell, gute Zweikämpfe, aber nicht konstant und mit manchen spielentscheidenden Fouls und Fehlern. Dennoch: Seine Vorstöße sind vielversprechend. Zudem soll er ja ohnehin den defensiveren Part der Halbspieler einnehmen. (Niemeyer)
7 - Der mit der Rückennummer 7, Hosogai. Richtig, er bringt wenig Spielkultur mit. Dafür aber die für das (Gegen-)Pressing so benötigte Laufbereitschaft. Allein dadurch wird er beim Überladen helfen. Nachteil: Beim Angriff über die rechte Seite sollte die 10 vermehrt auf Flanken setzen, da Hosogais Schüsse jetzt nicht so dolle sind. Pässe in den Rückraum fallen somit eher weg. (Skjelbred)
8 - Skjelbred: gesetzt, s.o., zudem die Ausführungen zu Hosogai. (Cigerci)
9 - Schieber: gesetzt, s.o. (Kalou)
10 - Beerens: Ist schnell, kann flanken. Das reicht, um ihn für die 10 aufzustellen. Ist defensiv nicht so bemüht, aber dafür haben wir ja Pekarik (s. ganz oben: 10 darf offensiver sein) und Hosogai. (Haraguchi)
11 - Stocker: Im Vergleich zu Beerens langsamer aber im Dribbling besser. Gepaart mit Schulz (Tempo +, Technik -) ergibt das auch hier die schöne Komplementärbesetzung. (ÄBH)

Nach der Aufstellung ergeben sich folgende feine taktische Änderungen im Angriffsspiel:
Der Spielaufbau findet bevorzugt über den linken Flügel und die Mitte statt. Damit ist nicht gemeint, dass der rechte Flügel gar nichts macht, eher soll nur eine Tendenz angedeutet werden.

Zuletzt: Wer sich tatsächlich bis hier durchgeschlagen hat, Respekt!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von holahorihexa am 26.02.2015 um 17:26 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#914
26.02.2015 - 20:18 Uhr
Zitat von holahorihexa
Zuletzt: Wer sich tatsächlich bis hier durchgeschlagen hat, Respekt!

Geschafft!

Ich finde deinen Beitrag und das Spielsystem sehr interessant. Hat einige Gemeinsamkeiten mit meinen Artikel #907 von 7. September.

Bei der Spielerauswahl würde ich im 1. Band aber auf Innenverteidiger setzen. Schulz und Pekarik machen zu viele Fehler und sind nicht robust genug.

Dieses Spielsystem braucht einiges an Abstimmung. Ein erproben wäre in der Sommerpause möglich. Mitten in der Saison ist es zu riskant. Man konnte aber überlegen schon mal mit einer 3er Kette zu spielen, in der die Außen Verteidiger höher spielen lassen und die Halbspieler aus dem Defensiven Mittelfeld in der Abwehr. Im Spielaufbau könnten die Halbverteidiger diese breite 3er Kette herstellen und die beiden 8er übernehmen die 6er Rolle, während die Flügelverteidiger in den Angriff gehen.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von adailton am 26.02.2015 um 20:20 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#915
26.02.2015 - 21:23 Uhr
Zitat von adailton
Hat einige Gemeinsamkeiten mit meinen Artikel #907 von 7. September.
Bei der Spielerauswahl würde ich im 1. Band aber auf Innenverteidiger setzen. Schulz und Pekarik machen zu viele Fehler und sind nicht robust genug.

Du hast recht! Da denke ich, ich bin so originell...

Ich habe allerdings im Gegensatz zum von dir aufgezeichneten System bewusst auf "klassische" AVs zurückgegriffen, was wohl daran liegt, dass ich sowohl offensiv als auch defensiv einem anderen Ansatz folge.

Defensiv soll in deinem System (ich hoffe ich habe das richtig verstanden) der Gegner auf den Flügel gelenkt werden. Dafür stehen die defensiven Flügelspieler tiefer, um nicht überlaufen zu werden. Zudem werden diese Positionen mit IVs besetzt, die typischerweise zweikampsstärker sind als klassische AVs.
In dem von mir beschriebenen System soll hingegen der gegnerische Spielaufbau möglichst durch die Mitte gelenkt werden, wo man mit 5 Spielern (5-9) die Überzahl hat. Die offensiven Außen sollen konsequent die gegnerischen AVs zustellen, ich würde sogar eine Manndeckung hier in Kauf nehmen. Durch die quadratische Anordnung im zentralen Mittelfeld soll verhindert werden, dass der Ball auf die Außen kommt. Deswegen setze ich bei den defensiven Flügelspielern auf weniger robuste und zweikampfstarke, aber dafür schnellere klassische AVs, die notfalls die Passwege zulaufen sollen statt in den Zweilampf zu gehen.

Offensiv weiche ich von dem auch von dir befolgten Grundsatz ab, dass man das Spiel breit machen soll. Das halte ich nur dann für sinnvoll, wenn die horizontale Verschiebung zügig funktioniert. Dafür sind technisch starke Spieler auf den Außen notwendig, die einen langen Seitenwechselpass spielen und abnehmen können, und/oder ein Kreativspieler, der in der Mitte den Ball auf die Außen spielen kann. An beiden fehlt es uns. (Auch ist die horizontale Verschiebung in der Defensive bei den meisten Teams mE mittlerweile so ausgereift, dass dieses Mittel kaum noch erfolgsversprechend ist)
Deshalb verzichte ich bewusst darauf, beide Außenbahnen ins Angriffsspiel miteinzubeziehen. Stattdessen soll eine Außenbahn überladen werden, das mit möglichst 5-6 Spielern. Dafür benötige ich die klassischen AVs.
Um dennoch die defensive Balance aufrechtzuerhalten, soll, wie schon beschrieben ein Halbspieler in die 3-er Kette zurückrücken, sodass bei eigenem Ballbesitz diese Kette aus 2 IVs und einem AV besteht. Auch hier halte ich den AV auf der ballfernen Seite für sinnvoller als einen weiteren IV, da auf dieser Position ebenfalls Schnelligkeit über Zweikampfstärke geht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von holahorihexa am 26.02.2015 um 21:31 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#916
01.03.2015 - 11:34 Uhr
Offensiv finde ich deinen Ansatz gut. Defensiv bin ich etwas anderer Meinung. Der Gegner sollte auf die Flügel gedrängt werden, weil man ihn da besser isolieren kann. Dort ist er auch einfacher zu verteidigen, weil er nur den Weg in die Mitte hat. Bei einem Angriff durch die Mitte muss die Mannschaft breit verteidigen und kann nicht so kompakt stehen, weil drei Seiten abgesichert werden müssen. Bei einem Angriff über die Flügel, kann die ballferne Seite vernachlässigt werden und der Spieler ins Zentrum mit einrücken. Man nimmt der gegnerischen Mannschaft auch das Mitte, das Spiel auf beide Seiten zu verlagern, wenn er nicht durchbrechen kann. Die vielen Spieler in der Mitte, sollen es ihm so schwer wie möglich machen in die Mitte zu gehen. In der Mitte bleibt ihm als letzter Ausweg immer die Möglichkeit eines Distanzschuss, der gefährlicher sein kann als vom Flügel. Dort bleibt ihm nur eine Flanke die mit den vielen Spielern im Zentrum hoffentlich geklärt werden würde.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#917
05.03.2015 - 12:15 Uhr
Deine Überlegung finde ich zwar sehr schlüssig, aber nur teilweise überzeugend.

Beim des gegnerischen Spielaufbau von hinten sehe ich wenig Vorteile, das Spiel auf die Außen zu drängen. Man muss dafür viel Mann investieren, damit der Gegner nicht an Tempo über die Außen gewinnen kann. Dafür müssen typischerweise zentrale Spieler weiter nach außen verschoben werden, wodurch die Überzahl im zentralen MIttelfeld verloren geht. Auch ist dann der Einsatz eines weiteren IVs auf der ballfernen Seite weniger sinnvoll als die eines AVs. Wenn schon damit geplant wird, dass der Gegner möglichst nicht auf die ballferne Seite kommt, ist die Aufstellung eines langsameren aber zweikampfstärkeren und robusteren IVs weniger zweckmäßig.

Kommt der Gegner ins eigene Drittel, dann macht es hingegen Sinn auf der ballfernen Seite einen robusten, großgewachsenen Spieler zu haben, der in die Mitte rückt. Wenn man allerdings bedenkt, dass dort bereits der zentrale IV und ein Halbspieler sind, schmälert das etwas das Gewicht dieses Arguments.
Auf der ballnahen Seite ergibt sich typischerweise die Situation, dass ein schneller wendiger Flügelstürmer von zwei Abwehrspielern (defensiver Flügelspieler und Halbspieler) gedoppelt wird. Wird der Angreifer vom gegnerischen AV hinterlaufen, orientiert sich der eigene defensive Flügelspieler am AV. Der Halbspieler bleibt beim Flügelstürmer. In dieser Situation halte ich die Kombination eines schnellen AVs mit einem defensivstarken Halbspieler für passender als zwei vermeintliche IVs (Stichwort komplementäre Spieler).

Und auch in der Konsequenz halte ich den Einsatz von AVs als insgesamt ausgeglichener. Bei einem Abwehrblock von 3 IVs + 2 Halbspieler (+ 2 pressingausgerichtete 8-er) vermisse ich die Balance zwischen Offensive und Defensive. Gerade im Spielaufbau, der in meinem System bevorzugt über defensiver Flügelspieler und Halbspieler auf einer Seite laufen soll, sehe ich mit einem IV und einem Halbspieler große Probleme.
Könnte aber womöglich statt einer dogmatischen eher einer Frage des vorhandenen Spielermaterials und des Gegners sein.
Taktiktisch |#918
05.03.2015 - 18:47 Uhr
Die Abwehrstrategie stelle ich mir etwas anders vor. Ist es gelungen den Gegner auf den Flügel zu leiten, wird dieser Raum isoliert. In der Abwehr rückt der ballferne Verteidiger in das Zentrum und übernimmt den Stürmer. Der ballferne Flügel wird bewusst frei gelassen, da eine Verlagerung auf diesen nur mit langen Bällen, die lange in der Luft sind möglich ist und leicht verteidigt werden können. Der eigene ballferne offensive Flügelspieler orientiert sich am gegnerischen ballfernen Flügelspieler. Der ballnahe Flügelspieler stellt den Raum zwischen den beiden Außenspielern zu, so dass ein Rückpass auf den Außenverteidiger nicht mehr möglich ist. Im Zentrum ist ein Block aus den beiden 8ern und den beiden 6ern die eine Überzahl gegen den Gegner haben sollten.

Der gegnerische Flügelstürmer hat nur folgende Möglichkeiten:
Er versucht zwischen den ballnahen Verteidiger und der Außenlinie vorbeizugehen – Die Flanke sollten von den 6ern und den Innenverteidigern abgewehrt werden können.
Er versucht an der anderen Seite am Verteidiger vorbeizukommen – Da wäre sein nächster Gegner der zentrale Innenverteidiger.
Pässe und Dribblings in Zentrum, sollten die Erfolgsaussichten wegen der Unterzahl minimieren. Ein Rückpass zum Außenverteidiger könnte vom Flügelstürmer abgefangen werden. Die Idee dahinter ist es ein Abwehrnetz zu bauen, in dem der Gegner früher oder später landet.

Dein Spielaufbau ist leicht abgeändert Möglich. Die Rolle der Defensiven Flügelspieler wird von den Flügelspielern übernommen. Das erste Band steht eng zu einander. Die 8er können dann abgesichert, sich um die Offensive kümmern.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#919
05.03.2015 - 22:00 Uhr
Zitat von adailton
Ist es gelungen den Gegner auf den Flügel zu leiten, wird dieser Raum isoliert. In der Abwehr rückt der ballferne Verteidiger in das Zentrum und übernimmt den Stürmer. Der ballferne Flügel wird bewusst frei gelassen, da eine Verlagerung auf diesen nur mit langen Bällen, die lange in der Luft sind möglich ist und leicht verteidigt werden können.

Macht Sinn, wenn der Gegner bereits in unserer Hälfte ist. Aber solange der Gegner noch im eigenen Drittel ist (wo idealerweise das Pressing beginnen sollte), ist das Risiko eines offenen Flügels zu groß. Dann spielt der gegnerische AV einen Steilpass auf den ballfernen Flügelstürmer, der dank krasser Geschwindigkeitsvorteile dem IV auf der Seite wegläuft. In der Situation müsste man sich auf den Torwart verlassen, der hoffentlich vor den Flügelstürmer an den Ball kommt. Selbst bei Neuer läuft mir dabei manchmal der Angstschweiß runter, geschweige denn bei Kraft.

Zitat von adailton

Dein Spielaufbau ist leicht abgeändert Möglich. Die Rolle der Defensiven Flügelspieler wird von den Flügelspielern übernommen. Das erste Band steht eng zu einander. Die 8er können dann abgesichert, sich um die Offensive kümmern.

Meinst du mit 8er die Halbspieler (also 5 und 6, weil 7 und 8 ohnehin für die Offensive vorgesehen sind)? Könnte man so machen, was die Abstimmung in der IV-Kette deutlich einfacher machen würde. Führt aber dazu, dass die Halbspieler sehr viel mehr horizontal verschieben müssten, wenn man über die Flügel kommen will. Und es fallen die Varianten weg, die man mit zwei Flügelspielern hätte (hinterlaufen, antäuschen und Lücken reißen). Was angesichts dessen, dass man ohnehin schon völlig auf Flügelwechsel verzichtet, die Variabilität im Angriffsspiel zu sehr schmälert.
Taktiktisch |#920
26.06.2015 - 18:08 Uhr
Aus dem Transfergerüchte Thread

Zitat von miasanhertha

@3er Kette
Bitte nicht, ich weiß nicht wies euch geht, aber ich find 3er/5er Ketten einfach absolut bescheuert und eigentlich sogut wie nie richtig funktionierend. Vllt fällt mir das auch nur auf wenns flopt, aber ich erinner mich dass wirs 1-2 mal versucht haben, an Holland und ManU unter van gaal, was in meinen augen total schief ging, an die Bayern die damit floppten. Ist in meinen Augen einfach ein Chaos bei dem sich niemand richtig auskennt und das zwar auf dem Reißbrett in der Taktikschule ganz clever sein muss, die Praxis aber nicht überlebt. Ausnahme: Man studiert sich die 3er Kette lange ein und spielt sie dann auch fast ausschließlich. Das braucht aber dann mal viel Zeit.


Ich denke mittel bis langfristig muss man sich aber mit der 3er Kette beschäftigen. Weiser und Schulz sind Spieler die richtig gute Flügelverteidiger werden könnten. Den Schlüssel für eine Umstellung von 4er Kette auf 3er Kette ist meiner Meinung nach der 6er in Person von Lustenberger. Lustenberger ist ein Spielmacher der Ideen hat oder kreativ ist. Nicht wenige sehen ihn als Innenverteidiger stärker. Mit zwei 8er vor bzw, 6er neben ihm, könnte er eine Art Hybridrolle aus tiefer 6er und 3. Innenverteidiger spielen. Er würde so die Absicherung für die beiden Flügelverteidiger übernehmen. Im ersten Band hätte Hertha die beiden Innenverteidiger und den 6er. Im zweiten Band die beiden 8er und die Flügelverteidiger. Da diese die Breite herstellen können die drei Stürmer im Zentrum spielen, oder auf den ballnahen Flügel Überzahl herstellen. Aus einem 4-3-3/4-1-4-1 gehen den Ball wird ein 3-4-3/3-4-2-1 im Ballbesitz.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
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