Taktik(tisch)thread
17.12.2008 - 20:13 Uhr
14.02.2022 - 12:02 Uhr
Ich glaube, Ritter tut es gut, defensiver zu spielen, wo man sich solche Stunts nicht leisten kann. Er hat auch gegen den BVB zwei Punkte liegen gelassen, weil er es nicht einfach, sondern außergewöhnlich machen wollte. Das ist ein Straßenfußballer-Ding, das kriegt man vermutlich auch nicht vollständig aus ihm raus.
Beste Grüße
Lullaby
Beste Grüße
Lullaby
14.02.2022 - 12:03 Uhr
Zitat von Kohlmeyer
Danke für die Blumen.
Aber, mit Verlaub: Das "überheblich" würde ich bei Ritter nur auf diese Art, Elfer zu schießen, beziehen. Ansonsten spielt er eine Riesensaison, finde ich.
Gruß,
Kohlmeyer
Danke für die Blumen.
Aber, mit Verlaub: Das "überheblich" würde ich bei Ritter nur auf diese Art, Elfer zu schießen, beziehen. Ansonsten spielt er eine Riesensaison, finde ich.
Gruß,
Kohlmeyer
Was mich bei Ritter im Spiel stört, ist, dass er im Spielaufbau oft nach hinten spielt und das Gegenstosstempo
rausnimmt. Dadurch, weil die zentralen Räume zu sind, spielt er den Pass nach außen und nicht vertikal in
die Mitte. Das sieht dann zwar schön aus, ist aber nicht so effectiv wie der Risikopass in die Mitte.
Auch sein Verhalten zentral vor der Abwehr ist nicht optimal, er ist zwar engagiert im Zweikampf, verliert
aber schnell den Überblick und lässt sich, so wie gegen Magdeburg den Ball am eigenen 16-er klauen. Da
merkt man, dass er das nicht gelernt hat und verinnerlicht hat.
" Überheblich " ist vielleicht der falsche Ausdruck, eher unbesorgt oder etwas naiv.
Natürlich spielt er vor allem zu der ersten Saison eine gute Saison. Die erste Saison war allerdings aufgrund
seiner Fitnessdefizite eine Katastrophe.
Vielleicht erwarte ich von Ritter zuviel, aber er hat eine außergewöhnlich gute Technik und könnte die
offensiv durch mehr Geschwindigkeit noch viel stärker ins Spiel mit einbringen. Bei ihm habe ich immer
so den Eindruck, dass er ein Minimalist ist und auch etwas zuviel Wert auf Selbstdarstellung legt.
14.02.2022 - 12:07 Uhr
Zitat von Lullaby
Das ist ein Straßenfußballer-Ding, das kriegt man vermutlich auch nicht vollständig aus ihm raus.
Das ist ein Straßenfußballer-Ding, das kriegt man vermutlich auch nicht vollständig aus ihm raus.
(...) und tut uns an anderer Stelle wiederum sehr gut. Von daher werden wir zukünftig wohl oder übel mit solchen Aktionen leben müssen, solange die positiven Szenen überwiegen. Wie du sagst, ist er auf seiner aktuellen defensiveren Position sowieso eher gezwungen, solche Spielchen sein zu lassen, was ihm in meinen Augen sehr gut tut.
20.02.2022 - 22:09 Uhr
Quelle: www.der-betze-brennt.de
Mir fokussiert sich die Kritik trotzdem zu sehr auf Boyd.
Mal abgesehen davon, dass da in der Diskussion wieder so eine Tendenz ist, beim ersten Schwächeln Sicherheit in einfachen Erklärung zu finden (vor Boyd haben wir in Reihe gewonnen, heute mit ihm nicht
Diskussionsbeitrag vom DBB User @Ktown2Xberg. Mal abgesehen davon, dass da in der Diskussion wieder so eine Tendenz ist, beim ersten Schwächeln Sicherheit in einfachen Erklärung zu finden (vor Boyd haben wir in Reihe gewonnen, heute mit ihm nicht
Ich denke auch, das "hoch und weit" und vorne soll es Terrence regeln wird die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden. Antwerpen wird ja nachgesagt, dass er nicht stur ist. Das heißt, er lässt der Situation angepasst spielen. Heute war eben dieses Mittel angesagt, nächstes mal, mit wieder anderer Startelf, werden wir es anders sehen.
Das Fazit heißt ja, dass man auch mit Boyd unser Spiel über die Außen und in die Spitze stoßende Mittelfeldspieler zeigen kann. Die Befürchtung, dass mit Boyds Verpflichtung die Mitspieler sich zu sehr auf ihn verlassen wäre ja auch ein Armutszeugnis. Nicht nur für die Truppe sondern auch für die Taktikarbeit des Trainers, die er sich dann schenken könnte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 20.02.2022 um 22:18 Uhr bearbeitet
20.02.2022 - 22:13 Uhr
Hoch und weit war nicht angesagt, sondern wurde von der Mannschaft so praktiziert, weil ihnen gegen das hohe Mannheimer Pressing die Ballsicherheit gefehlt hat, die es braucht, um sauber hinten raus zu spielen. Das haben die Mannheimer auch 90 Minuten lang durchgezogen, wobei sie dafür auch die gesamte Offensivreihe austauschen mussten, was wiederum dazu geführt hat, dass sie in der Schlussphase nicht mehr die Qualität auf dem Platz hatten.
Beste Grüße
Lullaby
Beste Grüße
Lullaby
20.02.2022 - 22:51 Uhr
Zimmer, Klingenburg, Götze - die ersetzen wir im Mittelfeld nicht einfach so.
Das Loch, das sie hinterlassen haben, konnte mit Redondo, der Bälle schleppt anstatt zu passen, nicht so richtig geschlossen werden, weil er im ZM zu wenig Räume für seine Schnelligkeit hatte.
Wie schon von anderen geschrieben, wäre Hanslik auf der 8 vielleicht besser gewesen. Anyway.
In der Situation Boyd mit langen Bällen zu suchen, ergibt sich aus der Situation und ist probat. An guten Tagen macht er aus 0 Chancen ein Tor (Stichwort: Zwickau), dafür haben wir ihn gekauft . Heute aus 2-3 leider keins.
Dafür hat er das andere gespielt, was er kann. Bälle klemmen und ablegen. So gut es ging und soweit er Unterstützung fand. Leider war Hanslik heute nicht der Sturmpartner dazu und Redondo zu tief wie der Rest der Mannschaft.
Scheizz drauf. Mit Glück hätten wir das trotzdem gewinnen können. Mit Können und Selbstvertrauen haben wir es nicht verloren.
Das Loch, das sie hinterlassen haben, konnte mit Redondo, der Bälle schleppt anstatt zu passen, nicht so richtig geschlossen werden, weil er im ZM zu wenig Räume für seine Schnelligkeit hatte.
Wie schon von anderen geschrieben, wäre Hanslik auf der 8 vielleicht besser gewesen. Anyway.
In der Situation Boyd mit langen Bällen zu suchen, ergibt sich aus der Situation und ist probat. An guten Tagen macht er aus 0 Chancen ein Tor (Stichwort: Zwickau), dafür haben wir ihn gekauft . Heute aus 2-3 leider keins.
Dafür hat er das andere gespielt, was er kann. Bälle klemmen und ablegen. So gut es ging und soweit er Unterstützung fand. Leider war Hanslik heute nicht der Sturmpartner dazu und Redondo zu tief wie der Rest der Mannschaft.
Scheizz drauf. Mit Glück hätten wir das trotzdem gewinnen können. Mit Können und Selbstvertrauen haben wir es nicht verloren.
21.02.2022 - 00:46 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Ich denke auch, das "hoch und weit" und vorne soll es Terrence regeln wird die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden. Antwerpen wird ja nachgesagt, dass er nicht stur ist. Das heißt, er lässt der Situation angepasst spielen. Heute war eben dieses Mittel angesagt, nächstes mal, mit wieder anderer Startelf, werden wir es anders sehen.
Das Fazit heißt ja, dass man auch mit Boyd unser Spiel über die Außen und in die Spitze stoßende Mittelfeldspieler zeigen kann. Die Befürchtung, dass mit Boyds Verpflichtung die Mitspieler sich zu sehr auf ihn verlassen wäre ja auch ein Armutszeugnis. Nicht nur für die Truppe sondern auch für die Taktikarbeit des Trainers, die er sich dann schenken könnte.
Quelle: www.der-betze-brennt.de
Mir fokussiert sich die Kritik trotzdem zu sehr auf Boyd.
Mal abgesehen davon, dass da in der Diskussion wieder so eine Tendenz ist, beim ersten Schwächeln Sicherheit in einfachen Erklärung zu finden (vor Boyd haben wir in Reihe gewonnen, heute mit ihm nicht
Diskussionsbeitrag vom DBB User @Ktown2Xberg. Mal abgesehen davon, dass da in der Diskussion wieder so eine Tendenz ist, beim ersten Schwächeln Sicherheit in einfachen Erklärung zu finden (vor Boyd haben wir in Reihe gewonnen, heute mit ihm nicht
Ich denke auch, das "hoch und weit" und vorne soll es Terrence regeln wird die Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden. Antwerpen wird ja nachgesagt, dass er nicht stur ist. Das heißt, er lässt der Situation angepasst spielen. Heute war eben dieses Mittel angesagt, nächstes mal, mit wieder anderer Startelf, werden wir es anders sehen.
Das Fazit heißt ja, dass man auch mit Boyd unser Spiel über die Außen und in die Spitze stoßende Mittelfeldspieler zeigen kann. Die Befürchtung, dass mit Boyds Verpflichtung die Mitspieler sich zu sehr auf ihn verlassen wäre ja auch ein Armutszeugnis. Nicht nur für die Truppe sondern auch für die Taktikarbeit des Trainers, die er sich dann schenken könnte.
Ritter brachte wenig auf die Reihe und Wunderlich gar nichts. Dazu hatte Zuck auch schon bessere Tage. Götze fiel aus. Auch Hercher fiel als Anspielstation aus. Hanslik stand neben sich. Er ist oft ein dankbarer Abnehmer von Zucks Pässen. Was außer ‚hoch und weit‘ bleibt übrig?
21.02.2022 - 15:03 Uhr
Zitat von Ivo_Ilicevic
Ich würde taktisch nicht viel ändern.
Mit 3er-/5er-Kette sind wir am stärksten.
Klingenburg dürfte jetzt wieder in die erste Elf rutschen.
Persönlich würde ich ihn in die 3er-Kette stellen und Ciftci vorziehen.
Das könnte sich aber während des Spiels flüssig ändern.
Ich würde taktisch nicht viel ändern.
Mit 3er-/5er-Kette sind wir am stärksten.
Klingenburg dürfte jetzt wieder in die erste Elf rutschen.
Persönlich würde ich ihn in die 3er-Kette stellen und Ciftci vorziehen.
Das könnte sich aber während des Spiels flüssig ändern.
Durch die Sperre von Tomiak haben wir unter unseren "ersten drei Innenverteidigern" beim Spiel gegen Verl mit Ciftci und Winkler zwei Linksfüßer. Da Kraus eigentlich in der Mitte gesetzt ist, müsste einer der beiden antiintuitiv den rechten Innenverteidiger mimen. Gemessen daran würde ich ebenfalls bevorzugen, Klingeburg zurückzuziehen, um Ciftci ins Mittelfeld zu stellen.
21.02.2022 - 20:53 Uhr
Quelle: Der Betze brennt
Die DBB-Analyse: Wichtig ist, was hinten rauskommtKeine Tore, aber jede Menge Spannung, Emotion - und hinterher die Phrase: "Die Mannheimer waren näher dran am Sieg." Tatsächlich? Wir halten es mit Marco Antwerpen: Spielbestimmend, was heißt das schon?
21.02.2022 - 21:46 Uhr
Zitat von Kohlmeyer
Quelle: Der Betze brennt
Die DBB-Analyse: Wichtig ist, was hinten rauskommtKeine Tore, aber jede Menge Spannung, Emotion - und hinterher die Phrase: "Die Mannheimer waren näher dran am Sieg." Tatsächlich? Wir halten es mit Marco Antwerpen: Spielbestimmend, was heißt das schon?
Danke wieder für die gute und ausgewogene Analyse, die m. E. auch viele wichtigen Punkte anschneidet.
Ich persönlich finde, wir müssen aufpassen, uns jetzt nicht alles schönzureden. War es vor ein paar Monaten noch genau das Gegenteil, beobachte ich jetzt den Trend, dass man für viele Unzulänglichkeiten und negative Tendenzen eine passende Ausrede parat hat.
Mir persönlich wird vieles zu selbstverständlich auf dem Platz – ich finde nicht, dass es einen schmückt oder dass es irgendwie für nachhaltig guten und erfolgreichen Fußball steht, wenn die gegnerischen Mannschaften und Fans nun reihenweise von "Mauer-Lautern" sprechen, mit mittlerweile leider großem Wahrheitsgehalt. Mit acht Mann das Tor zuzumauern ist im Extremfall einfach nicht mehr Fußball, auch wenn die 0 dann steht.
Ich lasse mich gerne "Lügen strafen" und hoffe, dass jetzt wieder etwas mehr Spielkultur auf dem Platz stattfindet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chrsss am 21.02.2022 um 21:47 Uhr bearbeitet
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