Taktik-Talk der Elbestädter
08.08.2022 - 14:41 Uhr
30.07.2024 - 20:12 Uhr
Zitat von proximus85
Interessant fände ich es, wenn Titz mal mit 2 Stürmern aufstellen würde. Ich habe mal ein flaches 4-4-2 /4-2-4 als Wunschaufstellung genutzt, wobei man hier mit und gegen den Ball die Raumaufteilung doch stark verändern kann / sollte. Mit dem Ball überladen die Außenverteidiger die Seiten, Atik und Ceka können nach innen ziehen und dort den freien Raum hinter den Stürmern schließen, welche sich wechselweise fallen lassen und in die Mitte stoßen. Ich verspreche mir davon eine bessere Strafraumbesetzung und mehr Wucht nach vorne. Gnaka ist und bleibt als Box-to-Box Spieler das Bindeglied und läuft die Räume zu und wir hätten auch so die Möglichkeit mit und gegen den Ball eine Dreierkette zu formieren - wäre dann eher ein 3-1-4-2. Im Prinzip tauschen wir im Vergleich zum heutigen 3-4-3 / 5-4-1 Hybridsystem lediglich einen zentralen Mittelfeldspieler gegen einen Stürmer, da aber sowohl Kaars als auch Marusic stark / laufstark gegen den Ball arbeiten, kann uns das sowohl im Ballbesitz als auch im Pressing grade gegen Viererketten von Vorteil sein. In unserem Dreiersturm muss beim Pressing gegen eine Viererkette immer ein zentraler Mittelfeldspieler vorrücken und längere Laufstrecken absolvieren. Das Pressing hat mir gegen Norwich teilweise sehr gut gefallen, wenn jedoch die erste Pressinglinie überspielt war, war die Restraumverteidung doch teilweise sehr schwierig.
Mir gefällt der Gedanke, auch wenn er eher in den Taktikthread gehört, jedoch werden wir diese Aufstellung unter Titz wohl so nie zu Gesicht bekommen.
Interessant fände ich es, wenn Titz mal mit 2 Stürmern aufstellen würde. Ich habe mal ein flaches 4-4-2 /4-2-4 als Wunschaufstellung genutzt, wobei man hier mit und gegen den Ball die Raumaufteilung doch stark verändern kann / sollte. Mit dem Ball überladen die Außenverteidiger die Seiten, Atik und Ceka können nach innen ziehen und dort den freien Raum hinter den Stürmern schließen, welche sich wechselweise fallen lassen und in die Mitte stoßen. Ich verspreche mir davon eine bessere Strafraumbesetzung und mehr Wucht nach vorne. Gnaka ist und bleibt als Box-to-Box Spieler das Bindeglied und läuft die Räume zu und wir hätten auch so die Möglichkeit mit und gegen den Ball eine Dreierkette zu formieren - wäre dann eher ein 3-1-4-2. Im Prinzip tauschen wir im Vergleich zum heutigen 3-4-3 / 5-4-1 Hybridsystem lediglich einen zentralen Mittelfeldspieler gegen einen Stürmer, da aber sowohl Kaars als auch Marusic stark / laufstark gegen den Ball arbeiten, kann uns das sowohl im Ballbesitz als auch im Pressing grade gegen Viererketten von Vorteil sein. In unserem Dreiersturm muss beim Pressing gegen eine Viererkette immer ein zentraler Mittelfeldspieler vorrücken und längere Laufstrecken absolvieren. Das Pressing hat mir gegen Norwich teilweise sehr gut gefallen, wenn jedoch die erste Pressinglinie überspielt war, war die Restraumverteidung doch teilweise sehr schwierig.
Mir gefällt der Gedanke, auch wenn er eher in den Taktikthread gehört, jedoch werden wir diese Aufstellung unter Titz wohl so nie zu Gesicht bekommen.
@proximus85 hat hier gute Überlegungen angestellt, die in den Taktikthread gehören, wie er selbst feststellte, weshalb ich die Zeilen mal hier hinein kopiere.
Ich glaube, dass wir die 3-1-4-2-Taktik nur sehen werden, wenn wir zurück liegen und mehr Risiko gehen müssen. Dann könnten in der Mitte 2 schnelle Spieler (zwei aus Teixeira, Marusic, Kaars) spielen.
Außerdem glaube ich, dass wir in der neuen Saison vermehrt diagonale Seitenwechsel sehen werden. In den Testspielen haben eigentliche alle Defensivspieler dieses Element genutzt und es klappte auch. Gerade Hugonet hat sich dabei hervorgetan, weshalb er eventuell auch wegen dieser Fähigkeit vor Müller steht. Dieses Element verschafft mehr Platz in der Mitte, weil der Gegner die Seiten öffnen muss, wenn er in der Mitte massiert steht. Je nach Situation können wir halt durch die Mitte oder über die freie Seite außen gehen, die über einen Diagonalball erreicht wird.
Zusätzlich vermute ich, wird sich Atik im Angriff viel mehr in den 8er Raum fallen lassen, um die Zentrale zu stärken und sein Hintermann (Musonda oder El Hankouri) geht dann die Linie bis zur Grundlinie durch. Auf der rechten Seite kommt es darauf an, wie das Pärchen aussieht. Ceka + Hercher passen eventuell nicht, weil beide zur Mitte ziehen. Bockhorn mit Ceka oder Hercher mit Teixeira passen wahrscheinlich eher zueinander.
Wie wir pressen wird sich wahrscheinlich nicht ändern aber ab und zu mal tiefer stehen, um den Gegner kommen zu lassen und Konter zu setzen, sollte häufiger passieren. Gegen Norwich hat dies sehr gut geklappt und Titz hat nach dem Spiel explizit dieses Element gelobt, weshalb ich diese Vermutung habe.
Letzte Saison sahen wir gegen Ende des Spiels oft nicht so gut aus, weil die Schienenspieler stehend KO waren und dann nicht mehr mitgingen oder leichter Fehler begingen. Ich denke, auch dies wird diese Saison besser werden, weil der Kader dort einfach besser und breiter aufgestellt ist. Musonda und El Hankouri könnten z.B. anfangen und Bockhorn und Hercher geben dann noch einmal 30min Vollgas. Keine schönen Vorstellungen für den Gegner.
Ich hoffe, dass wir auch mehr durch die Mitte spielen. Sicher bin ich mir noch nicht, ob die richtigen Leute dort spielen und die Mannschaft dafür das Selbstvertrauen mitbringt aber hoffen kann man ja.
Neben diesen Aspekten gibt es sicherlich noch weitere Elemente, die das taktische Portfolio der Mannschaft erweitern. Dies sollte die Mannschaft weniger ausrechenbar machen, weshalb er von eine erstarke Offensive ausgehe. Wenn die Mannschaft diese Elemente konsequent auf den Platz bringt und defensiv weiterhin stabil steht, dann traue ich der Mannschaft einen Platz zwischen 8 und 12 zu. Gerade im Saisonverlauf könnte die Mannschaft auch noch deutlich besser werden, weil es einige Spieler im Kader gibt (Kaars, Marusic, Teixeira, Bucru, Michel, El Zein, Hugonet, Hoti), denen ich noch einen Leistungssprung zutraue.
04.08.2024 - 17:31 Uhr
Die Standards von El-Zein fand ich gestern echt stark. Denkt ihr er wird auch wenn Atik spielt die Standards schießen ?
04.08.2024 - 20:07 Uhr
Zitat von TMe-09
Die Standards von El-Zein fand ich gestern echt stark. Denkt ihr er wird auch wenn Atik spielt die Standards schießen ?
Die Standards von El-Zein fand ich gestern echt stark. Denkt ihr er wird auch wenn Atik spielt die Standards schießen ?
Ich hoffe, dass Atik und El-Zein sich die Standards zumindest aufteilen. Atik hat normalerweise schon den Anspruch, jeden Standard zu schießen, wenn er auf dem Platz steht. Er solle anerkennen, dass El-Zein ein guter Schütze ist und ihm den einen oder anderen ruhenden Ball überlassen. Das wäre zumindest mein Wunsch.
06.09.2024 - 21:14 Uhr
Wir haben letzte Saison häufiger darüber diskutiert, warum wir nicht mehr so gut ins letzte Drittel und zu selten zu guten Abschlüssen kommen. Dies hat sich in dieser Saison deutlich gebessert. Woran liegt das?
Kurz:
Wir spielen endlich vermehrt vertikal durch die Mitte.
Lang:
Zwei Elemente sind auffällig. Es wird immer wieder versucht, lange Bälle vertikal hoch in die Spitze zu spielen. Kaars ist primärer Adressat aber auch andere starten ab und zu in die Tiefe. Manchmal klappt der lange Ball. Diese Bälle bewirken aber auch, dass die letzte Abwehrreihe nicht so hoch steht, wodurch mehr Platz in der Mitte entsteht, womit wir beim zweiten Element wären:
In den 8er/10er-Raum lassen sich immer wieder zahlreiche Spieler fallen. Eigentlich ist dort ja der offensive 8er (El Zein oder Krempicki) zu Hause. Dazu kommt aber immer wieder ein Schienenspieler (insbesondere El Hankouri) oder auch die LA/RA-Stürmer (insbesondere Ceka, Amaechi und Burcu). Selbst Kaars lässt sich immer wieder in diesen Raum fallen. Dadurch entstehen immer wieder Anspieloptionen, die für den Gegner schwer zu verteidigen sind, da es immer wieder andere Spieler sind, die in diese Räume gehen. El Hankouri war z.B. sehr auffällig, wie er in die Mitte abkippte und auch sehr energisch Bälle forderte. Die vertikalen Bälle durch die Mitte klappen aber nur, wenn die Passgeber eine entsprechende Qualität mitbringen. Meine Vermutung ist, dass deshalb Hugonet auch die Nase vor Müller und Hoti hat, weil er und Mathisen eine sehr gute Passqualität mitbringen. Beide haben schon eine Vorlage und ich meine mich zu erinnern, dass beide schon mehrere vorletzte oder drittletzte Pässe vor einem Tor hatten. Ihre Pässe finden Abnehmer in den gefährlichen Räumen. Auch auffällig ist, wie sie immer wieder die erste Pressinglinie überwinden, indem sie einfach mal nicht abspielen, sondern mit dem Ball am Fuss energisch 10 bis 20m nach vorne gehen und dadurch eine ganz andere Statik entsteht. Den letzten Aspekt macht Heber auch hin und wieder aber bei den Pässen ist er nicht ganz so auffällig.
Wie seht Ihr das? Fallen Euch diese Elemente auch so auf?
Kurz:
Wir spielen endlich vermehrt vertikal durch die Mitte.
Lang:
Zwei Elemente sind auffällig. Es wird immer wieder versucht, lange Bälle vertikal hoch in die Spitze zu spielen. Kaars ist primärer Adressat aber auch andere starten ab und zu in die Tiefe. Manchmal klappt der lange Ball. Diese Bälle bewirken aber auch, dass die letzte Abwehrreihe nicht so hoch steht, wodurch mehr Platz in der Mitte entsteht, womit wir beim zweiten Element wären:
In den 8er/10er-Raum lassen sich immer wieder zahlreiche Spieler fallen. Eigentlich ist dort ja der offensive 8er (El Zein oder Krempicki) zu Hause. Dazu kommt aber immer wieder ein Schienenspieler (insbesondere El Hankouri) oder auch die LA/RA-Stürmer (insbesondere Ceka, Amaechi und Burcu). Selbst Kaars lässt sich immer wieder in diesen Raum fallen. Dadurch entstehen immer wieder Anspieloptionen, die für den Gegner schwer zu verteidigen sind, da es immer wieder andere Spieler sind, die in diese Räume gehen. El Hankouri war z.B. sehr auffällig, wie er in die Mitte abkippte und auch sehr energisch Bälle forderte. Die vertikalen Bälle durch die Mitte klappen aber nur, wenn die Passgeber eine entsprechende Qualität mitbringen. Meine Vermutung ist, dass deshalb Hugonet auch die Nase vor Müller und Hoti hat, weil er und Mathisen eine sehr gute Passqualität mitbringen. Beide haben schon eine Vorlage und ich meine mich zu erinnern, dass beide schon mehrere vorletzte oder drittletzte Pässe vor einem Tor hatten. Ihre Pässe finden Abnehmer in den gefährlichen Räumen. Auch auffällig ist, wie sie immer wieder die erste Pressinglinie überwinden, indem sie einfach mal nicht abspielen, sondern mit dem Ball am Fuss energisch 10 bis 20m nach vorne gehen und dadurch eine ganz andere Statik entsteht. Den letzten Aspekt macht Heber auch hin und wieder aber bei den Pässen ist er nicht ganz so auffällig.
Wie seht Ihr das? Fallen Euch diese Elemente auch so auf?
06.09.2024 - 22:09 Uhr
Toller Kommentar und sehr gut analysiert, finde ich.
Aktuell macht Kaars auch sehr viele gute Laufwege und schafft es dadurch, die Abwehrspieler mitzuziehen. Die Laufwege waren allerdings irgendwann dann immer ähnlich. Vielleicht hat ihn das dann auch schnell ausrechenbar gemacht für seine Verteidiger.
Mal sehen, ob Kaars diese tolle Form möglichst lang beibehält.
Bei Tobi Müller stimme ich auch zu. Hugonet scheint einen Tick schneller zu sein und eher in der Lage, lange und vor allem präzise Bälle zu schlagen. Als Tobi Müller noch mit Bittroff das IV-Duo bildete, war Bite auch immer derjenige, der lange Diagonalbälle geschlagen hat. Insofern ist Hugonet für das aktuelle System sicherlich der „komplettere“ Spieler.
Aktuell macht Kaars auch sehr viele gute Laufwege und schafft es dadurch, die Abwehrspieler mitzuziehen. Die Laufwege waren allerdings irgendwann dann immer ähnlich. Vielleicht hat ihn das dann auch schnell ausrechenbar gemacht für seine Verteidiger.
Mal sehen, ob Kaars diese tolle Form möglichst lang beibehält.
Bei Tobi Müller stimme ich auch zu. Hugonet scheint einen Tick schneller zu sein und eher in der Lage, lange und vor allem präzise Bälle zu schlagen. Als Tobi Müller noch mit Bittroff das IV-Duo bildete, war Bite auch immer derjenige, der lange Diagonalbälle geschlagen hat. Insofern ist Hugonet für das aktuelle System sicherlich der „komplettere“ Spieler.
07.09.2024 - 22:04 Uhr
Ich kann mich deiner Analyse nur anschließen, @RST15
Was mir ebenfalls positiv auffällt, dass häufiger der Weg an die Grundlinie gesucht und gefunden wird. Insbesondere Musonda wählt oft diese Laufwegen in den Rücken der Kette und ist mit seiner Beidfüßigkeit eine große Bereicherung. Insgesamt ist es bemerkenswert, wie viele spielerische Lösungen man auch ohne Atik parat hat.
Gespannt bin ich, was uns gegen tief stehende und körperlich robuste Mannschaften einfällt. So einen richtig eklig verteidigenden Gegner hatten wir bislang noch nicht.
Was mir ebenfalls positiv auffällt, dass häufiger der Weg an die Grundlinie gesucht und gefunden wird. Insbesondere Musonda wählt oft diese Laufwegen in den Rücken der Kette und ist mit seiner Beidfüßigkeit eine große Bereicherung. Insgesamt ist es bemerkenswert, wie viele spielerische Lösungen man auch ohne Atik parat hat.
Gespannt bin ich, was uns gegen tief stehende und körperlich robuste Mannschaften einfällt. So einen richtig eklig verteidigenden Gegner hatten wir bislang noch nicht.
08.09.2024 - 16:56 Uhr
Zitat von becks_fan93
Ich kann mich deiner Analyse nur anschließen, @RST15
Was mir ebenfalls positiv auffällt, dass häufiger der Weg an die Grundlinie gesucht und gefunden wird. Insbesondere Musonda wählt oft diese Laufwegen in den Rücken der Kette und ist mit seiner Beidfüßigkeit eine große Bereicherung. Insgesamt ist es bemerkenswert, wie viele spielerische Lösungen man auch ohne Atik parat hat.
Gespannt bin ich, was uns gegen tief stehende und körperlich robuste Mannschaften einfällt. So einen richtig eklig verteidigenden Gegner hatten wir bislang noch nicht.
Ich kann mich deiner Analyse nur anschließen, @RST15
Was mir ebenfalls positiv auffällt, dass häufiger der Weg an die Grundlinie gesucht und gefunden wird. Insbesondere Musonda wählt oft diese Laufwegen in den Rücken der Kette und ist mit seiner Beidfüßigkeit eine große Bereicherung. Insgesamt ist es bemerkenswert, wie viele spielerische Lösungen man auch ohne Atik parat hat.
Gespannt bin ich, was uns gegen tief stehende und körperlich robuste Mannschaften einfällt. So einen richtig eklig verteidigenden Gegner hatten wir bislang noch nicht.
Naja, eigentlich war das genau gegen Offenbach der Fall.
12.11.2024 - 21:06 Uhr
Der Youtuber Artsy (ein junger Hansa-Fan und Taktik-Nerd) hat sich mal wieder mit dem FCM beschäftigt und sich dabei sehr anerkennend über die Taktik und die Gesamtentwicklung des Clubs geäußert: https://www.youtube.com/watch?v=cA95drOMhHI.
Ich finde so eine wohlwollende, aber trotzdem fundierte Außensicht immer erfrischend, denn wir Fans sind oftmals kritischer und ungeduldiger als Außenstehende.
Ich finde so eine wohlwollende, aber trotzdem fundierte Außensicht immer erfrischend, denn wir Fans sind oftmals kritischer und ungeduldiger als Außenstehende.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAB-Man am 12.11.2024 um 21:08 Uhr bearbeitet
13.05.2025 - 23:38 Uhr
Im anderen Thread wurde etwas verwundert gefragt, warum Ceka beim Trainerteam in dieser Saison keine Chance mehr hat. Ich glaube, dies liegt am verändertes Offensivspiel der Magdeburger, in welches Ceka nicht mehr passt, weshalb er kaum noch auf Einsatzminuten kam. Um dies genauer zu erklären, lohnt es sich, etwas das Offensivspiel der letzten mit dieser Saison etwas zu vergleichen, weshalb ich hier im Taktik-Thread gelandet bin. Hier sollten wir uns eh etwas mehr austauschen, weil Taktik doch ein spannendes Thema ist, oder? 😉
Harte Fakten:
Saison 2023/2024 - 46 Tore - 1,35 Tore je Spiel
Saison 2024/2025 - 60 + X Tore - knapp 1,8 Tore je Spiel
Ein Hauptgrund für den deutlichen Anstieg der eigenen Tore ist aus meiner Sicht das deutlich variablere Offensivspiel. Letzte Saison ging es primär über die Außenbahnen zu den kleinen Dribblern nach vorne (Atik, Ceka oder Ito), die dann den Weg in die Mitte suchten. Die Schienenspieler - insbesondere Bell Bell - waren primär Außenverteidiger, die eher selten bis ganz nach vorne gingen. Die Mannschaft tat sich insbesondere gegen tief stehende Gegner sehr schwer. Schuler wurde im Zentrum mit Pässen in die Tiefe ab und an gefunden, mit denen er aber im Vergleich zu Kaars viel weniger anfangen konnte. Insgesamt gab es nicht so viel Tiefe und Geradlinigkeit im Spiel nach vorne. Ausnahme war Teixeira, der Richtung Saisonende in Schwung kam.
Diese Saison stellt das Trainerteam auf die Außenstürmerposition eigentlich immer mindestens einen schnellen Spieler auf. Dies ist sehr oft Burcu und mit Abstrichen ein Amaechi (eher ein Dribbler aber dennoch nicht langsam) und sehr selten Teixeira, der leider nie richtig in Form kam. Dazu kommt meistens Atik, der aber gar nicht auf der Außenbahn bleibt, sondern fast immer in den defensiven oder offensiven 8er Raum rein kippt. Dafür zieht ein Nollenberger die Linie mit enormen Tempo bis ganz nach vorne runter, was im Zusammenspiel mit Atik ziemlich gut klappt. Neben Nolle gehen die anderen Schienenspieler (Loric, Musonda und Hercher) auch bis ganz nach vorne mit. Die 4 Spieler haben von den 60 Toren 22 selbst erzielt oder direkt vorbereitet, was für Schienenspieler ein ziemlich guter Wert ist. Bell Bell und Bockhorn, die letzte Saison fast immer auf diese Positionen spielten, kamen auf 10 Scorer letzte Saison. Neben den deutlich offensiveren und schnellen Schienenspielern als auch schnelleren Flügelspielern darf natürlich Kaars auch nicht vergessen werden, der mit seinen Tiefenläufen die gegnerische Abwehr ganz anders beschäftigt und auch häufiger gefunden wird. Dadurch kann neben hohen langen Bällen hinter der Abwehr auch mal ein flacher Pass durch die Mitte probiert werden.
Nun zurück zu Ceka: Ceka ist ein Opfer des neuen offensiven Systems. Titz und Co setzen viel mehr auf Tiefe und Geschwindigkeit. In diesem System kann es nur einen eher langsameren Dribbler auf den 5 Positionen geben, der das Zentrum unterstützt und dies ist an erste Stelle Atik und dann folgt Amaechi und dann kommt erst Ceka in der Rangfolge. Als Atik am Anfang der Saison verletzt war, begann Amaechi häufig und Ceka kam immer hin in den Kader. Danach waren Amaechi und Atik eigentlich so gut wie immer fit, weshalb es für Ceka keinen Platz mehr im Kader gab.
Noch ein paar Worte zu Burcu: Er ist schnell, kann sich aber auf engen Raum auch so bewegen wie ein Atik. Er konnte Atiks wenigen Ausfälle in der Rückrunde gut kompensieren, indem er Atiks Rolle kopierte aber auch mit Atik auf der gegenüberliegenden Außenbahn konnte er mit seiner Schnelligkeit als auch Dribblingstärke glänzen.Deshalb sehe ich auch keine Chance, dass er bei den Blau-Weißen bleiben wird. Er ist mit seinem vielseitigen Profil schlicht für sein junges Alter zu gut für die zweite Liga.
Harte Fakten:
Saison 2023/2024 - 46 Tore - 1,35 Tore je Spiel
Saison 2024/2025 - 60 + X Tore - knapp 1,8 Tore je Spiel
Ein Hauptgrund für den deutlichen Anstieg der eigenen Tore ist aus meiner Sicht das deutlich variablere Offensivspiel. Letzte Saison ging es primär über die Außenbahnen zu den kleinen Dribblern nach vorne (Atik, Ceka oder Ito), die dann den Weg in die Mitte suchten. Die Schienenspieler - insbesondere Bell Bell - waren primär Außenverteidiger, die eher selten bis ganz nach vorne gingen. Die Mannschaft tat sich insbesondere gegen tief stehende Gegner sehr schwer. Schuler wurde im Zentrum mit Pässen in die Tiefe ab und an gefunden, mit denen er aber im Vergleich zu Kaars viel weniger anfangen konnte. Insgesamt gab es nicht so viel Tiefe und Geradlinigkeit im Spiel nach vorne. Ausnahme war Teixeira, der Richtung Saisonende in Schwung kam.
Diese Saison stellt das Trainerteam auf die Außenstürmerposition eigentlich immer mindestens einen schnellen Spieler auf. Dies ist sehr oft Burcu und mit Abstrichen ein Amaechi (eher ein Dribbler aber dennoch nicht langsam) und sehr selten Teixeira, der leider nie richtig in Form kam. Dazu kommt meistens Atik, der aber gar nicht auf der Außenbahn bleibt, sondern fast immer in den defensiven oder offensiven 8er Raum rein kippt. Dafür zieht ein Nollenberger die Linie mit enormen Tempo bis ganz nach vorne runter, was im Zusammenspiel mit Atik ziemlich gut klappt. Neben Nolle gehen die anderen Schienenspieler (Loric, Musonda und Hercher) auch bis ganz nach vorne mit. Die 4 Spieler haben von den 60 Toren 22 selbst erzielt oder direkt vorbereitet, was für Schienenspieler ein ziemlich guter Wert ist. Bell Bell und Bockhorn, die letzte Saison fast immer auf diese Positionen spielten, kamen auf 10 Scorer letzte Saison. Neben den deutlich offensiveren und schnellen Schienenspielern als auch schnelleren Flügelspielern darf natürlich Kaars auch nicht vergessen werden, der mit seinen Tiefenläufen die gegnerische Abwehr ganz anders beschäftigt und auch häufiger gefunden wird. Dadurch kann neben hohen langen Bällen hinter der Abwehr auch mal ein flacher Pass durch die Mitte probiert werden.
Nun zurück zu Ceka: Ceka ist ein Opfer des neuen offensiven Systems. Titz und Co setzen viel mehr auf Tiefe und Geschwindigkeit. In diesem System kann es nur einen eher langsameren Dribbler auf den 5 Positionen geben, der das Zentrum unterstützt und dies ist an erste Stelle Atik und dann folgt Amaechi und dann kommt erst Ceka in der Rangfolge. Als Atik am Anfang der Saison verletzt war, begann Amaechi häufig und Ceka kam immer hin in den Kader. Danach waren Amaechi und Atik eigentlich so gut wie immer fit, weshalb es für Ceka keinen Platz mehr im Kader gab.
Noch ein paar Worte zu Burcu: Er ist schnell, kann sich aber auf engen Raum auch so bewegen wie ein Atik. Er konnte Atiks wenigen Ausfälle in der Rückrunde gut kompensieren, indem er Atiks Rolle kopierte aber auch mit Atik auf der gegenüberliegenden Außenbahn konnte er mit seiner Schnelligkeit als auch Dribblingstärke glänzen.Deshalb sehe ich auch keine Chance, dass er bei den Blau-Weißen bleiben wird. Er ist mit seinem vielseitigen Profil schlicht für sein junges Alter zu gut für die zweite Liga.
14.05.2025 - 18:35 Uhr
Sehr aufschlussreiche und zutreffende Analyse, @RST15
Dieses schnellere, geradlinige Spiel hat sich ja auch über die Saison hinweg ausgezahlt. Dafür hat man andere Spielertypen bevorzugt. Dennoch hätte ich mir mehr Einsatzchancen für Ceka gewünscht. Es wurde immer wieder mit sportlichen Gründen argumentiert, warum er nicht im Kader steht. Aber in Spielen gegen tiefstehenden Mannschaften, und davon gab es einige, hätten uns seine Qualitäten helfen können. Da hat mir manchmal die Variabilität gefehlt, wenn Amaechi und Texeira auf der Bank saßen, die beide eher über die Geschwindigkeit kommen, denen aber die Qualität in den engen Räumen fehlt und zu oft schlecht Entscheidungen treffen. So selten wie Ceka im Kader war, so schlecht kann er eigentlich nicht trainiert haben. Denn Amaechi und vor allem Texeira haben über weite Teile der Saison auch keine Bäume ausgerissen. Wenn es nach mir ginge, dürften sich beide einen neuen Verein suchen. Teixeira hat kaum Argumente für eine feste Verpflichtung geliefert und bei Amaechi fehlt mir nach zwei Jahren die Weiterentwicklung. Er macht zu oft sein eigenes Ding und spielt zu viel für die Galerie.
Spannend wird nun für die Sommerpause, ob man diese Ausrichtung auf Schnelligkeit beibehält oder ob man wieder einen ähnlichen Stürmertypen wie Ceka holt. Gleiches gilt für den Fall, dass Kaars uns verlässt. Holt man dann wieder einen schnellen, laufstarken Stürmer, der in die Tiefe geht? Werden andere Abgänge 1 zu 1 in ihren Profilen ersetzt oder gibt es neue Schwerpunkte?
Ich persönlich würde mir im Mittelfeld mehr Körperlichkeit, mehr Laufstärke und mehr Zweikampfstärke wünschen. Spieler, die Bälle auch mal durch robuste Zweikampfführung gewinnen können und dann nach vorne tragen. Und die in solchen Spielen wie gegen Ulm und Münster vorangehen und sich von einem kampfbetonten, nickligen Gegner nicht beeindrucken lassen.
Dieses schnellere, geradlinige Spiel hat sich ja auch über die Saison hinweg ausgezahlt. Dafür hat man andere Spielertypen bevorzugt. Dennoch hätte ich mir mehr Einsatzchancen für Ceka gewünscht. Es wurde immer wieder mit sportlichen Gründen argumentiert, warum er nicht im Kader steht. Aber in Spielen gegen tiefstehenden Mannschaften, und davon gab es einige, hätten uns seine Qualitäten helfen können. Da hat mir manchmal die Variabilität gefehlt, wenn Amaechi und Texeira auf der Bank saßen, die beide eher über die Geschwindigkeit kommen, denen aber die Qualität in den engen Räumen fehlt und zu oft schlecht Entscheidungen treffen. So selten wie Ceka im Kader war, so schlecht kann er eigentlich nicht trainiert haben. Denn Amaechi und vor allem Texeira haben über weite Teile der Saison auch keine Bäume ausgerissen. Wenn es nach mir ginge, dürften sich beide einen neuen Verein suchen. Teixeira hat kaum Argumente für eine feste Verpflichtung geliefert und bei Amaechi fehlt mir nach zwei Jahren die Weiterentwicklung. Er macht zu oft sein eigenes Ding und spielt zu viel für die Galerie.
Spannend wird nun für die Sommerpause, ob man diese Ausrichtung auf Schnelligkeit beibehält oder ob man wieder einen ähnlichen Stürmertypen wie Ceka holt. Gleiches gilt für den Fall, dass Kaars uns verlässt. Holt man dann wieder einen schnellen, laufstarken Stürmer, der in die Tiefe geht? Werden andere Abgänge 1 zu 1 in ihren Profilen ersetzt oder gibt es neue Schwerpunkte?
Ich persönlich würde mir im Mittelfeld mehr Körperlichkeit, mehr Laufstärke und mehr Zweikampfstärke wünschen. Spieler, die Bälle auch mal durch robuste Zweikampfführung gewinnen können und dann nach vorne tragen. Und die in solchen Spielen wie gegen Ulm und Münster vorangehen und sich von einem kampfbetonten, nickligen Gegner nicht beeindrucken lassen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von becks_fan93 am 14.05.2025 um 18:37 Uhr bearbeitet
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