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Spieleraktie / Patenschaft / Micro-Oligarchentum

03.09.2017 - 14:19 Uhr
Ich hab da eine verrückte Idee bzgl. der abgelaufenen Transferperiode. Wie wir alle wissen, dreht das Spiel mit den Transfersummen komplett durch. Neymar, Dembele oder Mbappe dürften allen bekannt sein. Der FC Bayern begegnet diesem Treiben in Person eines Hoeneß damit, dass sie schlichtweg sagen, dass 40 Mio in nächster Zukunft eine Schmerzgrenze ist, die man schlichtweg einhalten wird und man diesen "Wahnsinn" nicht mitmachen wird. Wobei aus VfB-Sicht die Sicht des FCB auch schon Wahnsinn ist. Ob nun Oligarchen, Scheichs oder einheimische Milliardäre, "normale" Vereine wie der VfB verlieren den Anschluss auch schon innerhalb der Liga...von Europa mal ganz zu schweigen.

Daher meine Idee, nun da der VfB eine nicht-börsen-notierte AG geworden ist: Was spricht eigentlich dagegen, wenn der VfB einen Fond einrichtet, in den wir Fans per Überweisung Anteile an Spielern übernehmen können? Dieser Fond kann für bestehende Spieler eröffnet werden (frei nachm Motto: Wir halten Baumgartl) oder für zukünftige Spieler (wir wollen unbedingt Spieler xy) oder positionsbezogene Transfers (wir wollen sammeln für eine bessere Abwehr). So hätte der kleine Fan die Möglichkeit selbst als Micro-Oligarch das Transferverhalten des VfB zu steuern oder wenigstens anzukurbeln. Es bestünde sogar die Möglichkeit wenn ein Spieler für 2 Mio gekauft wird und für 4 Mio irgendwann verkauft wird, zB bei einem Spieleraktien-Anteil von 20 Euro also 40 Euro wieder zurück zu kriegen.

Ich weiß, der Schwabe hockt auf seinem Geld und die Idee klingt auch erst mal ziemlich fremd. Aber wir sind uns wohl alle einig, dass selbst mit den intelligentesten Entscheidungen beim VfB die nächste Jahre nicht viel in Richtung Top5 der Tabelle passieren wird. Was spricht also dagegen, wenn die Idee aus der Soziologie "Die Weisheit der Vielen" in eine Idee mündet wie "Das Vermögen der Vielen" auch bekannt unter dem Motto: Kleinvieh macht auch Mist.

Dann hat Hoffenheim eben seinen Hopp. Dann hat Leipzig eben seinen Dosenclub, dann hat der HSV seinen Kühne. Der VfB hätte dann einen viel besseren, näheren und herzlicheren Oligarchen an seiner Seite: Den ganz normalen Fan!

So nun bitte ich darum meinen neuen Thread in der Luft zu zerreissen, bis auf die Knochen zu zerpflücken, juristische wie auch moralische Bedenken zu äußern und mal ordentlich über meine Idee abzukotzen :o)

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Zahlendes Vereinsmitglied. Ich darf bruddeln !!!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Stuttgart am 03.09.2017 um 14:23 Uhr bearbeitet
Interessante Idee, funktioniert aber leider wohl nicht.
...Die Frage ist: Wie viel wäre einem "normalen" Fan ein potenzieller Neuzugang wert.
Gehen wir mal von Johnny Castro aus: Ich persönlich würde sagen wir mal 30€ beisteuern. Selbst wenn man davon ausgeht, dass 1.000 Fans mitmachen würden (die Zahl ist mMn schon recht hochgegriffen) und im Schnitt 200€ überweisen (ein "normaler" Fan bietet vielleicht 5€-100€ an, sicherlich gibt es aber den ein oder anderen Ausreißer nach oben bei besser betuchten Fans), so sind das immer noch nur niedrige 6-stellige Summen und nur etwas mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.
Zitat von stefan-VfB
Interessante Idee, funktioniert aber leider wohl nicht.
zumindest nicht in Deutschland und bezogen auf einen einzelnen Spieler.
In Südamerika gibt es sowas ab und an, daß eine Investorengemeinschaft Transferrechte hält.

Beim VfB gibt es aber Überlegungen, wie auch das einzelne Vereinsmitglied zumindest indirekt Aktionär der Fußball-AG werden kann. Das ist allerdings seit einigen Jahren von der Gesetzeslage her alles andere als einfach.
Daher hat die Vereinsführung auch behauptet, das ginge nicht. Trotzdem arbeiten sie nach meiner Kenntnis an einem entsprechenden Konzept.
Mir ist durchaus bewusst, dass das schwierig sein wird. Der Fan-Beitrag zu einem Spieler wäre wirklich nur ein Tropfen aufm heißen Stein. Aber wer sagt denn, dass nicht auch der Mittelstand einsteigt und sagen wir mal auch teilweise einen Spieler sponsort? Wenn Firma xy aus dem Allgäu behaupten kann sowas wir präsentieren Baumgartl sponsored by RIB oder sowas. Jeder kann anteilig sponsern oder Teile der Gehälter übernehmen. Es gibt viele Möglichkeiten. Im Endeffekt gehts darum, Geld reinzukriegen. Und Daimler scheint nicht soviel zu zahlen wie VW bei Wolfsburg. Deren Transfersummen liegen auch etwas höher. Möglicherweise könnte man so auch ganz gut Druck auf die anderen Investoren aufbauen etwas mehr zu geben. Lasst die Unternehmen doch gegeneinander um Sympathien beim Fan buhlen! Sollen die doch zahlen und sich gegenseitig ausstechen. Frei nach dem Motto: Wir von Würth zahlen immernoch den Hauptanteil von Insua und nicht Daimler usw.

Das Problem ist einfach, dass im Vorstand zu viele Investoren schon drin sitzen. Die werden wohl kaum Entscheidungen treffen, die sich selbst schwächen.

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Zahlendes Vereinsmitglied. Ich darf bruddeln !!!
Tolle Idee die aber nicht auf bestimmte Spieler bezogen werden kann, stellt euch mal vor man gibt Geld für einen "Dembele" und dann streikt der.......da reissen die "Spender" dir danach die Hütte ein.....Aber z.b auf Jugendmannschaften wie die U 19 um dort evtl 2 Zugänge zu holen die man sich sonst nicht leisten will....

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Die Kritik an anderen, hat noch keinem die eigene Leistung erspart. "Noël Coward"
**SV Kaisersbach** ** VfB Stuttgart ***
Sven Mislintat ,Thomas Hitzlsperger, make VfB Great again !
In der Bundesliga ist es verboten, dass an einem Spieler mehrere Parteien die Rechte halten. Es ist also nicht möglich, dass basierend auf dem Marktwertgewinn die Fans profitieren können.

Der HSV umgeht das beispielsweise damit, dass Kühne Kredite gewährt, deren Rückzahlungswahrscheinlichkeit (Erreichen der internationalen Plätze) zumindest derzeit gering ist.

Der VfL Osnabrück hat sein Budget über ein Crowdfunding aufgepeppt und somit die Lizenz für die 3. Liga gesichert (2015/2016).

Bei St. Pauli hat man den Stadionumbau mit Fan-Anleihen finanziert.

In allen drei Fällen sind das hochriskante Anlagen, da sie im Falle der Insolvenz in der Regel nicht erstatten werden und somit das Geld, das man in den Verein pumpt, weg ist. Und sie sind offiziell nicht spielerbezogen.

Die Idee ist also weder sonderlich verrückt noch sonderlich neu. Wichtig wäre mir in so einem Fall, dass der Fan nur namensunabhängig Geld bereit stellen dürfen. Also gerade nicht zur Finanzierung von z.B. dezidiert Baumgartl. Erstens können die Spieler das sonst als Druckmittel gegenüber dem Verein nutzen. Zweitens ist es höchst gefährlich, wenn sich die Fans in die Kaderplanung einmischen. Das kann gar nicht gut gehen. Wenn es zudem darum geht, Geld zu generieren und als Mehrwert zurückzuzahlen - sonst hätten die Fans ja keinen Anreiz - sollte man sich zuerst Fragen, ob man nicht solventere und verlässlichere Partner für so etwas als Fans findet. Oder ob nicht die Bank, die Hauptsponsor ist, für so etwas bessere Konditionen anbieten kann.
Kurzum, ich halte das so für völligen Quatsch. Es funktioniert nur über verlässliche Partner, die Geld konstant über mehrere Jahre zusichern.

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Fan: VfL Osnabrück, VfB Stuttgart
Sympathien: Vancouver Whitecaps, New York City FC
Zitat von fego1290

Kurzum, ich halte das so für völligen Quatsch. Es funktioniert nur über verlässliche Partner, die Geld konstant über mehrere Jahre zusichern.


Sehe ich genauso.

Die Phantasie dass man damit bestimmte Transferaktivitäten beeinflussen könnte ist schon sehr abenteuerlich und realitätsfern.

Selbst für eine pauschale finazielle Unterstützung wird der normale Fan nach so vielen Jahren der Misswirtschaft und Ausgliederung nicht zu begeistern sein.
Hier spricht wieder mal der deutsche Michel. Ja gut was ist die Alternative? VfB krebst rum irgendwo im Mittelfeld oder auf den Abstiegsrängen. Abgesehen davon habe ich mehrere Möglichkeiten vorgeschlagen. Dass man nun natürlich hergeht und das schwächste Mitglied der Familie verprügelt war mir eigentlich auch schon vorher klar. Wollte nur mal sehen wie lange es dauert.

Und selbst wenn die Idee nicht komplett neu sein sollte, für den VfB wärs mal ein neuer Weg. Ich wäre bereit diesen mitzugehen. Irgendwas muss sich ändern, so gehts nicht weiter. Wir alle wissen doch, dass eine Zweiklassengesellschaft in der Liga schon längst vorhanden ist. Und vor allem die Fans schimpfen immer, wieso eine so reiche Region wie Stuttgart, keine Top-Mannschaft formieren kann. Dann beschimpft man immer die Sponsoren, den Mittelstand oder bezieht sich immer im luftleeren Raum auf die "reiche Region". Ja die reiche Region wird sich nicht auftun, es wird keine nackte rothaarige Schwäbin mit nem Geldkoffer aus der Erdritze hervor steigen und es dann dem VfB überreichen. Der Fan sollte mal selbst ran. Vereinsmitglied werden (so wie ich) mehr Trikots kaufen, häufiger ins Stadion ist ja schon erreicht, aber das reicht alles nicht. Also zieht mal bitte die Stöcke aus euren Ärschen und seid nicht immer so verbohrt. Nochmal: So wie es jetzt ist, auch mit der Ausgliederung, wird dauerhaft nicht spürbar mehr Geld reinkommen, es sei denn der Verein verhökert nur noch mehr Anteile. Aber das kann man immer nur 1x tun

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Zahlendes Vereinsmitglied. Ich darf bruddeln !!!
... da der Verein mW eine Fan-Anleihe auch nicht will, warum hat der Verein dann keine KGaA aufgesetzt statt der geschlossene AG. Ok, ggf wäre der Verein offen für, aber die Rechtswahl für eine Fußball-AG wurde doch mehr oder weniger vom Daimler vorgegeben. Insofern müsste eigentlich Daimler fragen warum die darauf keinen Bock haben!

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mir haltet zamme ganz egal was au kommt - VfB i steh zu dir - VfB was auch passiert - mir halted zueinander - nix und niemand tut uns weh - so sind wir - so isch der VfB
Es gibt es mehrere Modelle, wie sich Fans im Rahmen der bestehende Möglichkeiten am ihrem Verein beteiligen können. Drei Varianten fallen mir spontan ein. Ob diese von den Statuten (VFB, DFB, UEFA, FIFA) gedeckt sind, weiß ich nicht.

Die Fans bilden einen Fonds, der sich an der Fußball-AG beteiligt. Wie sich andere Unternehmen an der Fußball-AG beteiligen können, muss dies eigentlich auch für den Fan-Fonds möglich sein. Wichtig ist eine solide finanzielle und rechtliche Basis.

Wenn Fans bestimmte Spieler unterstützen wollen bzw. den Erwerb erst ermöglichen wollen, fällt mir Folgendes ein. Die Fans bilden eine Fonds und nehmen als Fonds den Spieler unter Vertrag. Der Spieler wird im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeit) an den VfB weitergegeben gegen ein geringes Entgeld. Arbeitsrechtlich dürfte das funktionieren, jedoch dürften dieser Variante einige Bestimmungen des DFB bzw. der UEFA entgegenstehen.

Was auch gehen könnte, der Fonds bietet dem Spieler eine gut bezahlte Nebenbeschäftigung an, was die Personalkosten beim VfB senken würde. Das wäre dann zwar eine Scheinbeschäftigung, aber da es privat ist, sehe ich rechtlich kein Problem. Einen Verstoß gegen irgendwelche Statuten sehe ich auch nicht. Allerdings kenne ich mich in dieser Materie nicht aus.
Endlich kommen auch mal konstruktive Vorschläge. Ich sehe wenn man den Drachen mal ein wenig kitzelt, dann fliegt er auch. Wie mir scheint gibt es im Ländle bzgl Fan4VfB-Finanzierung so einiges an Potenzial. Ach wenn der VfB diese Energie nur anzapfen könnte...unglaublich was alles möglich wäre. Ideen scheints wohl zu geben. Und wo ein Wille da auch ein Weg. Im Prinzip ist es auch egal wo genau der Fan hilft, und wenns nur für die Rasenpflege wäre. Überall dort wo der Fan zahlt, hat der Verein am Ende mehr Geld bei den Spielertransfers.

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