S´Löwenstüberl
02.11.2020 - 14:30 Uhr
03.10.2024 - 16:56 Uhr
Mal allgemein über Fakten und Statistiken gesprochen, ohne auf bestimmtes Thema abzuzielen, ist es doch eigentlich ziemlich unstrittig, dass die Ergebnisse einer Auswertung von dem Setzen der Parameter abhängig ist.
Beispiel, dass ich bei Tagesschau.de gelesen hatte. Die Regierung hat eine Studie bei einer Universität in Auftrag gegeben. Die Studie enthielt Fragen zur Akzeptanz der Kernelemente unserer demokratischen, liberalen Werte an Flüchtlinge muslimischen Glaubens. Die Ergebnisse waren nicht so, wie man sich das wünscht. So waren nur 30% bereit unseren Rechtsstaat gegenüber der Scharia anzuerkennen.
Auf Nachfrage der Journalisten bei der Universität kam heraus, dass deren Auswertung ursprünglich deutlich schlechter ausgefallen ist, aber die Regierung beauftragt hatte, die Parameter dahingehend zu verändern, dass die Ergebnisse nicht mehr so schlecht ausfallen.
Oder wer es noch plakativer will:
Es gibt eine Studie, die belegt, dass Filterkaffee deutlich schlechter für die Umwelt ist als der alles zumüllende Kapselkaffee.
Die Studie wurde von Nespresso in Auftrag gegeben.
Und dann kenne ich noch persönlich den Fall bzw die Forscherin, wo die Pharmaindustrie eine Studie zur Behandlung von Krebs gestoppt hat, indem sie der Universität Entzug der Forschungsmittel für diverse Projekte angedroht hat, wenn man diese Studie weitertreibt.
Ergebnis: Auch heute noch wird eine gewisse Krankheit mit einem nachweislich nicht wirksamen, sündteuren und auch mit üblen Nebenwirkungen verbundenen Medikament therapiert. Das andere Mittel hätte einen Bruchteil gekostet, war zwar bei deutlich geringeren Nebenwirkungen viel wirksamer, aber damit macht man halt kein Geld.
Die Krankheit kann man leider nicht heilen, nur Symptome mildern und die Lebensqualität und-Erwartung steigern. Aber das muss sich halt auch lohnen.
Das war auch bei Plusminus und auf anderen Kanälen zu sehen. Wurde dann schnell aus sämtlichen Mediatheken gelöscht.
Nein, das ist leider keine Spinnerei von Breitbart-News oder so, das ist ein trauriger Fakt.
Edit:
Ein anders gelagerter Fall. Eine Studie, an der sich die EU und sehr viele andere Staaten in ihrer Wirtschafts- und Fiskalpolitik seit Jahrzehnten - auch heute noch - orientieren, ist nachweislich fehlerhaft. Die Methodik ist umstritten, die Studie gespickt von ganz banalen Rechenfehlern und sie bezieht auch bekannte Fakten und Gegenargumente nicht ein. Es geht um die Aussage, dass ab 100% Staatsverschuldung auf keinen Fall weiter Schulden gemacht werden dürfen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Neuseeland hat sich nicht dran gehalten und ist damit sehr gut gefahren.
Also Fakt ist für mich, dass jeder Fakt den wir zu kennen meinen, wenn er nicht bis zu seinem Ursprung von einem selbst geprüft werden kann und geprüft wurde - was wohl selten der Fall ist- ein Irrglaube sein kann.
So jetzt habe ich euch hoffentlich den Tag gründlich versaut und schließe mit dem nötigen Phatos:
Wir schwimmen in einem Meer aus Unwissenheit, echter Fakten, manipulierter Fakten und falscher Fakten und man weiß nie, ob man gerade auf einer Insel steht oder auf dem Rücken eines großen Fisches, der im Begriff ist abzutauchen.
In diesem Sinne: Die Sonne dreht sich um die Welt, die selbstverständlich eine Scheibe ist (wäre sie eine Kugel würden ja alle runterfallen).
Beispiel, dass ich bei Tagesschau.de gelesen hatte. Die Regierung hat eine Studie bei einer Universität in Auftrag gegeben. Die Studie enthielt Fragen zur Akzeptanz der Kernelemente unserer demokratischen, liberalen Werte an Flüchtlinge muslimischen Glaubens. Die Ergebnisse waren nicht so, wie man sich das wünscht. So waren nur 30% bereit unseren Rechtsstaat gegenüber der Scharia anzuerkennen.
Auf Nachfrage der Journalisten bei der Universität kam heraus, dass deren Auswertung ursprünglich deutlich schlechter ausgefallen ist, aber die Regierung beauftragt hatte, die Parameter dahingehend zu verändern, dass die Ergebnisse nicht mehr so schlecht ausfallen.
Oder wer es noch plakativer will:
Es gibt eine Studie, die belegt, dass Filterkaffee deutlich schlechter für die Umwelt ist als der alles zumüllende Kapselkaffee.
Die Studie wurde von Nespresso in Auftrag gegeben.
Und dann kenne ich noch persönlich den Fall bzw die Forscherin, wo die Pharmaindustrie eine Studie zur Behandlung von Krebs gestoppt hat, indem sie der Universität Entzug der Forschungsmittel für diverse Projekte angedroht hat, wenn man diese Studie weitertreibt.
Ergebnis: Auch heute noch wird eine gewisse Krankheit mit einem nachweislich nicht wirksamen, sündteuren und auch mit üblen Nebenwirkungen verbundenen Medikament therapiert. Das andere Mittel hätte einen Bruchteil gekostet, war zwar bei deutlich geringeren Nebenwirkungen viel wirksamer, aber damit macht man halt kein Geld.
Die Krankheit kann man leider nicht heilen, nur Symptome mildern und die Lebensqualität und-Erwartung steigern. Aber das muss sich halt auch lohnen.
Das war auch bei Plusminus und auf anderen Kanälen zu sehen. Wurde dann schnell aus sämtlichen Mediatheken gelöscht.
Nein, das ist leider keine Spinnerei von Breitbart-News oder so, das ist ein trauriger Fakt.
Edit:
Ein anders gelagerter Fall. Eine Studie, an der sich die EU und sehr viele andere Staaten in ihrer Wirtschafts- und Fiskalpolitik seit Jahrzehnten - auch heute noch - orientieren, ist nachweislich fehlerhaft. Die Methodik ist umstritten, die Studie gespickt von ganz banalen Rechenfehlern und sie bezieht auch bekannte Fakten und Gegenargumente nicht ein. Es geht um die Aussage, dass ab 100% Staatsverschuldung auf keinen Fall weiter Schulden gemacht werden dürfen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Neuseeland hat sich nicht dran gehalten und ist damit sehr gut gefahren.
Also Fakt ist für mich, dass jeder Fakt den wir zu kennen meinen, wenn er nicht bis zu seinem Ursprung von einem selbst geprüft werden kann und geprüft wurde - was wohl selten der Fall ist- ein Irrglaube sein kann.
So jetzt habe ich euch hoffentlich den Tag gründlich versaut und schließe mit dem nötigen Phatos:
Wir schwimmen in einem Meer aus Unwissenheit, echter Fakten, manipulierter Fakten und falscher Fakten und man weiß nie, ob man gerade auf einer Insel steht oder auf dem Rücken eines großen Fisches, der im Begriff ist abzutauchen.
In diesem Sinne: Die Sonne dreht sich um die Welt, die selbstverständlich eine Scheibe ist (wäre sie eine Kugel würden ja alle runterfallen).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von jurgenkorus am 03.10.2024 um 17:13 Uhr bearbeitet
03.10.2024 - 17:34 Uhr
Zitat von 60Schorsch
Ja Äpfel mit Birnen und nicht Äpfel mit Äpfeln verglichen... Hast du das überhaupt gelesen?
Wenn du Äpfel mit Äpfeln vergleichst also Frauen und Männer im selben Beruf mit der selben Qualifikation usw (ich wiederhol mich nicht mehr was das angeht) wirst du feststellen dass Frauen nicht weniger verdienen nur weil sie Frauen sind. Du hast doch bestimmt auch einen Job. Vielleicht bist du ja in der glücklichen Position dass du eine Frau als Kollegin hast die der selben Tätigkeit nachgeht wie du frag sie mal ob sie weniger verdient als du
Zitat von flipsi1860
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Glossar_Entgeltgleichheit/DE/18_Lohnluecke.html?nn=304718
Zitat von 60Schorsch
Wenn Männer (2023) im Schnitt 37,8 Stunden pro Woche arbeiten und Frauen nur 30,5h (Quelle: Statista) verdienen Frauen natürlich weniger aber weil sie weniger arbeiten nicht weil sie Frauen sind. Wie gesagt zeig mir 2 Gehaltszettel aus völlig egal welcher Branche bei der ein Mann bei gleicher Qualifikation gleicher Arbeitszeit gleicher Erfahrung und gleicher Stellung in der Firma mehr verdient nur weil er ein Mann ist glaube ich das sofort. Wenn Frauen wirklich EGAL WIEVIEL günstiger wären bei gleicher Arbeitskraft/Leistung gäbe es keine arbeitslosen Frauen weil die bösen kapitalistischen Firmen dann ja blöd wären wenn sie unnötig mehr Lohn zahlen würden oder kommst du mir dann damit dass die meisten Firmenchefs männlich sind und lieber ihre männlichen Kollegen einstellen weil Patriarchat yeah!!!
Okay bevor Fred mich jetzt wirklich haut wegen Politik war das jetzt meine letzte Aussage dazu...
Wenn Männer (2023) im Schnitt 37,8 Stunden pro Woche arbeiten und Frauen nur 30,5h (Quelle: Statista) verdienen Frauen natürlich weniger aber weil sie weniger arbeiten nicht weil sie Frauen sind. Wie gesagt zeig mir 2 Gehaltszettel aus völlig egal welcher Branche bei der ein Mann bei gleicher Qualifikation gleicher Arbeitszeit gleicher Erfahrung und gleicher Stellung in der Firma mehr verdient nur weil er ein Mann ist glaube ich das sofort. Wenn Frauen wirklich EGAL WIEVIEL günstiger wären bei gleicher Arbeitskraft/Leistung gäbe es keine arbeitslosen Frauen weil die bösen kapitalistischen Firmen dann ja blöd wären wenn sie unnötig mehr Lohn zahlen würden oder kommst du mir dann damit dass die meisten Firmenchefs männlich sind und lieber ihre männlichen Kollegen einstellen weil Patriarchat yeah!!!
Okay bevor Fred mich jetzt wirklich haut wegen Politik war das jetzt meine letzte Aussage dazu...
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Glossar_Entgeltgleichheit/DE/18_Lohnluecke.html?nn=304718
Ja Äpfel mit Birnen und nicht Äpfel mit Äpfeln verglichen... Hast du das überhaupt gelesen?
Zitat von Zitat
Zur Berechnung der bereinigten Lohnlücke werden strukturelle Faktoren abgezogen, etwa die Unterschiede bei Berufen, Beschäftigungsumfang, Bildungsstand und die Tatsache, dass Frauen seltener Führungspositionen innehaben als Männer.
Zur Berechnung der bereinigten Lohnlücke werden strukturelle Faktoren abgezogen, etwa die Unterschiede bei Berufen, Beschäftigungsumfang, Bildungsstand und die Tatsache, dass Frauen seltener Führungspositionen innehaben als Männer.
Wenn du Äpfel mit Äpfeln vergleichst also Frauen und Männer im selben Beruf mit der selben Qualifikation usw (ich wiederhol mich nicht mehr was das angeht) wirst du feststellen dass Frauen nicht weniger verdienen nur weil sie Frauen sind. Du hast doch bestimmt auch einen Job. Vielleicht bist du ja in der glücklichen Position dass du eine Frau als Kollegin hast die der selben Tätigkeit nachgeht wie du frag sie mal ob sie weniger verdient als du

Nach meinem längeren, allgemein gehaltenen Erguss speziell zu dem Thema:
Ich denke es gibt ein Gap. Ich denke aber auch, dass eine Antidiskriminierungsstelle Interessen vertritt und verfolgt und entsprechend die Parameter einer Studie so setzt, dass ein Ergebnis rauskommt, dass deren Arbeit rechtfertigt und stützt. Gewissermaßen haben für mich beide Parteien (Schorsch gegen den Rest der Welt
) in dieser Diskussion durchaus ihre Argumente haben. Meine bescheidene Meinung: Sehr viele Berufe werden nach Tarifvertrag (Haustarifen oder Branchentarifen) bezahlt, die keine Diskriminierung zulassen. Ich bin tatsächlich bei Schorsch, dass gleiche Arbeit überwiegend gleich bezahlt ist. Das Problem liegt für mich eher darin, dass viel mehr Männer in die höheren Gehaltsklassen kommen als Frauen, obwohl die nicht weniger qualifiziert oder gut sind.
Und dann ist da noch der gesellschaftliche Aspekt, der sich in Deutschland verbessert, dass Frauen in Rollen stecken. Aber siehe zB Frauenfußball und immer mehr weiblichen Studenten allgemein und vor allem in technischen Bereichen wird das bei uns schon besser.
03.10.2024 - 21:02 Uhr
Zitat von jurgenkorus
Und dann kenne ich noch persönlich den Fall bzw die Forscherin, wo die Pharmaindustrie eine Studie zur Behandlung von Krebs gestoppt hat, indem sie der Universität Entzug der Forschungsmittel für diverse Projekte angedroht hat, wenn man diese Studie weitertreibt.
Ergebnis: Auch heute noch wird eine gewisse Krankheit mit einem nachweislich nicht wirksamen, sündteuren und auch mit üblen Nebenwirkungen verbundenen Medikament therapiert. Das andere Mittel hätte einen Bruchteil gekostet, war zwar bei deutlich geringeren Nebenwirkungen viel wirksamer, aber damit macht man halt kein Geld.
Ein anders gelagerter Fall. Eine Studie, an der sich die EU und sehr viele andere Staaten in ihrer Wirtschafts- und Fiskalpolitik seit Jahrzehnten - auch heute noch - orientieren, ist nachweislich fehlerhaft. Die Methodik ist umstritten, die Studie gespickt von ganz banalen Rechenfehlern und sie bezieht auch bekannte Fakten und Gegenargumente nicht ein. Es geht um die Aussage, dass ab 100% Staatsverschuldung auf keinen Fall weiter Schulden gemacht werden dürfen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Neuseeland hat sich nicht dran gehalten und ist damit sehr gut gefahren.
Und dann kenne ich noch persönlich den Fall bzw die Forscherin, wo die Pharmaindustrie eine Studie zur Behandlung von Krebs gestoppt hat, indem sie der Universität Entzug der Forschungsmittel für diverse Projekte angedroht hat, wenn man diese Studie weitertreibt.
Ergebnis: Auch heute noch wird eine gewisse Krankheit mit einem nachweislich nicht wirksamen, sündteuren und auch mit üblen Nebenwirkungen verbundenen Medikament therapiert. Das andere Mittel hätte einen Bruchteil gekostet, war zwar bei deutlich geringeren Nebenwirkungen viel wirksamer, aber damit macht man halt kein Geld.
Ein anders gelagerter Fall. Eine Studie, an der sich die EU und sehr viele andere Staaten in ihrer Wirtschafts- und Fiskalpolitik seit Jahrzehnten - auch heute noch - orientieren, ist nachweislich fehlerhaft. Die Methodik ist umstritten, die Studie gespickt von ganz banalen Rechenfehlern und sie bezieht auch bekannte Fakten und Gegenargumente nicht ein. Es geht um die Aussage, dass ab 100% Staatsverschuldung auf keinen Fall weiter Schulden gemacht werden dürfen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Neuseeland hat sich nicht dran gehalten und ist damit sehr gut gefahren.
Das Pharmabeispiel hätte mich insofern interessiert, als es doch auch möglich gewesen wäre, diese spezielle Forschung als Spin-Off aus der Universität auszugliedern in ein privates Unternehmen, das dann das Medikament mit langem Patentschutz glänzend vermarkten hätte können, wenn es wirklich überlegen ist. Und das betreffende Pharmaunternehmen, das den Entzug der Forschungsmittel angedroht hat, hätte sich dann einkaufen können und hätte mehr verdient als mit dem bisherigen Medikament, das einen kürzeren Patentschutz hat, oder es hätte diesen Forschungszweig direkt erwerben können. Ganz nachvollziehen kann ich das Ganze deswegen noch nicht.
Was Neuseeland angeht, habe ich den Artikel auch nicht gelesen, aber das muss die Vorkriegszeit gewesen sein. Da hatten sehr viele Länder eine hohe Staatsverschuldung gemessen am BIP. Die haben die Schulden danach abbauen können, weil in der Nachkriegszeit die Produktivität enorm hoch war (ist in der heutigen Zeit aus demographischen Gründen nicht zu wiederholen), und teilweise die Spitzensteuern massiv höher waren als heute: z.B. im heutigen Niedrigsteuerland USA waren die Spitzensteuern bei 94%! Man stelle sich das heute mal vor: schon bei der Hälfte hätten wir dort wahrscheinlich einen Bürgerkrieg. Was werden wir stattdessen sehr wahrscheinlich bekommen? Finanzielle Repression, also künstlich dauerhaft unter die Inflationsrate gedrückte Zinsen, so dass der Staat zwar nominell seine Schulden immer weiter ausweitet, aber real (also inflationsbereinigt) nicht. So kann man den Staatskollaps nach hinten schieben, und die Sparer (Gläubiger der Staatsanleihen) werden sukzessive enteignet, weil die Zinsen die Inflation nicht mehr ausgleichen.
04.10.2024 - 10:06 Uhr
Zitat von Hanse-Loewe
Das Pharmabeispiel hätte mich insofern interessiert, als es doch auch möglich gewesen wäre, diese spezielle Forschung als Spin-Off aus der Universität auszugliedern in ein privates Unternehmen, das dann das Medikament mit langem Patentschutz glänzend vermarkten hätte können, wenn es wirklich überlegen ist. Und das betreffende Pharmaunternehmen, das den Entzug der Forschungsmittel angedroht hat, hätte sich dann einkaufen können und hätte mehr verdient als mit dem bisherigen Medikament, das einen kürzeren Patentschutz hat, oder es hätte diesen Forschungszweig direkt erwerben können. Ganz nachvollziehen kann ich das Ganze deswegen noch nicht.
Was Neuseeland angeht, habe ich den Artikel auch nicht gelesen, aber das muss die Vorkriegszeit gewesen sein. Da hatten sehr viele Länder eine hohe Staatsverschuldung gemessen am BIP. Die haben die Schulden danach abbauen können, weil in der Nachkriegszeit die Produktivität enorm hoch war (ist in der heutigen Zeit aus demographischen Gründen nicht zu wiederholen), und teilweise die Spitzensteuern massiv höher waren als heute: z.B. im heutigen Niedrigsteuerland USA waren die Spitzensteuern bei 94%! Man stelle sich das heute mal vor: schon bei der Hälfte hätten wir dort wahrscheinlich einen Bürgerkrieg. Was werden wir stattdessen sehr wahrscheinlich bekommen? Finanzielle Repression, also künstlich dauerhaft unter die Inflationsrate gedrückte Zinsen, so dass der Staat zwar nominell seine Schulden immer weiter ausweitet, aber real (also inflationsbereinigt) nicht. So kann man den Staatskollaps nach hinten schieben, und die Sparer (Gläubiger der Staatsanleihen) werden sukzessive enteignet, weil die Zinsen die Inflation nicht mehr ausgleichen.
Zitat von jurgenkorus
Und dann kenne ich noch persönlich den Fall bzw die Forscherin, wo die Pharmaindustrie eine Studie zur Behandlung von Krebs gestoppt hat, indem sie der Universität Entzug der Forschungsmittel für diverse Projekte angedroht hat, wenn man diese Studie weitertreibt.
Ergebnis: Auch heute noch wird eine gewisse Krankheit mit einem nachweislich nicht wirksamen, sündteuren und auch mit üblen Nebenwirkungen verbundenen Medikament therapiert. Das andere Mittel hätte einen Bruchteil gekostet, war zwar bei deutlich geringeren Nebenwirkungen viel wirksamer, aber damit macht man halt kein Geld.
Ein anders gelagerter Fall. Eine Studie, an der sich die EU und sehr viele andere Staaten in ihrer Wirtschafts- und Fiskalpolitik seit Jahrzehnten - auch heute noch - orientieren, ist nachweislich fehlerhaft. Die Methodik ist umstritten, die Studie gespickt von ganz banalen Rechenfehlern und sie bezieht auch bekannte Fakten und Gegenargumente nicht ein. Es geht um die Aussage, dass ab 100% Staatsverschuldung auf keinen Fall weiter Schulden gemacht werden dürfen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Neuseeland hat sich nicht dran gehalten und ist damit sehr gut gefahren.
Und dann kenne ich noch persönlich den Fall bzw die Forscherin, wo die Pharmaindustrie eine Studie zur Behandlung von Krebs gestoppt hat, indem sie der Universität Entzug der Forschungsmittel für diverse Projekte angedroht hat, wenn man diese Studie weitertreibt.
Ergebnis: Auch heute noch wird eine gewisse Krankheit mit einem nachweislich nicht wirksamen, sündteuren und auch mit üblen Nebenwirkungen verbundenen Medikament therapiert. Das andere Mittel hätte einen Bruchteil gekostet, war zwar bei deutlich geringeren Nebenwirkungen viel wirksamer, aber damit macht man halt kein Geld.
Ein anders gelagerter Fall. Eine Studie, an der sich die EU und sehr viele andere Staaten in ihrer Wirtschafts- und Fiskalpolitik seit Jahrzehnten - auch heute noch - orientieren, ist nachweislich fehlerhaft. Die Methodik ist umstritten, die Studie gespickt von ganz banalen Rechenfehlern und sie bezieht auch bekannte Fakten und Gegenargumente nicht ein. Es geht um die Aussage, dass ab 100% Staatsverschuldung auf keinen Fall weiter Schulden gemacht werden dürfen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Neuseeland hat sich nicht dran gehalten und ist damit sehr gut gefahren.
Das Pharmabeispiel hätte mich insofern interessiert, als es doch auch möglich gewesen wäre, diese spezielle Forschung als Spin-Off aus der Universität auszugliedern in ein privates Unternehmen, das dann das Medikament mit langem Patentschutz glänzend vermarkten hätte können, wenn es wirklich überlegen ist. Und das betreffende Pharmaunternehmen, das den Entzug der Forschungsmittel angedroht hat, hätte sich dann einkaufen können und hätte mehr verdient als mit dem bisherigen Medikament, das einen kürzeren Patentschutz hat, oder es hätte diesen Forschungszweig direkt erwerben können. Ganz nachvollziehen kann ich das Ganze deswegen noch nicht.
Was Neuseeland angeht, habe ich den Artikel auch nicht gelesen, aber das muss die Vorkriegszeit gewesen sein. Da hatten sehr viele Länder eine hohe Staatsverschuldung gemessen am BIP. Die haben die Schulden danach abbauen können, weil in der Nachkriegszeit die Produktivität enorm hoch war (ist in der heutigen Zeit aus demographischen Gründen nicht zu wiederholen), und teilweise die Spitzensteuern massiv höher waren als heute: z.B. im heutigen Niedrigsteuerland USA waren die Spitzensteuern bei 94%! Man stelle sich das heute mal vor: schon bei der Hälfte hätten wir dort wahrscheinlich einen Bürgerkrieg. Was werden wir stattdessen sehr wahrscheinlich bekommen? Finanzielle Repression, also künstlich dauerhaft unter die Inflationsrate gedrückte Zinsen, so dass der Staat zwar nominell seine Schulden immer weiter ausweitet, aber real (also inflationsbereinigt) nicht. So kann man den Staatskollaps nach hinten schieben, und die Sparer (Gläubiger der Staatsanleihen) werden sukzessive enteignet, weil die Zinsen die Inflation nicht mehr ausgleichen.
Ich habe dir per PN geantwortet.
Was Neuseeland angeht. Also so oder so, irgendwas ist falsch. Entweder die ursprüngliche Studie oder die Studie, die die andere Studie in Frage stellt.
04.10.2024 - 10:54 Uhr
Oh mir ist ein Lapsus unterlaufen:
Nicht 30% der Befragten waren bereit unseren Rechtsstaat anzuerkennen, es waren 30%, die ihn nicht anerkennen.
Ich persönlich finde es immer noch zu viel, aber die Mehrheit akzeptiert es schon. Wollte ich noch klarstellen. Sorry!
Nicht 30% der Befragten waren bereit unseren Rechtsstaat anzuerkennen, es waren 30%, die ihn nicht anerkennen.
Ich persönlich finde es immer noch zu viel, aber die Mehrheit akzeptiert es schon. Wollte ich noch klarstellen. Sorry!
05.10.2024 - 11:37 Uhr
Zitat von 60Schorsch
Als Gott den Humor verteilt hat warst du grad Kreide holen oder?
Zitat von Max-sechzig
Sind wir hier in der WhatsApp-Gruppe von einem Dorfverein? Pädophilen-Witze sind mir auf transfermarkt.de jedenfalls noch nicht untergekommen.
Zitat von 60Schorsch
Bis zu irgendeinem Teil (ich glaube 08 oder 09) konnte man in irgendeinem Textfile was editieren dann konnte man auch selbst zumindest einen Spieler spielen im FM. Mein erster Manager war glaube ich Championship Manager 98 und dann natürlich alles mitgemacht. Anstoss 3, Wie hieß dieser Witzmanager bei dem man die Sekretärin ausziehen konnte?
, FIFA Manager 03/08/13, dazwischen auch den ein oder anderen Onlinemanager, mittlerweile FM23 (ja da kam ich sehr spät dazu) und den 25er werd ich mir auch wieder holen weil ENDLICH FRAUEN!!!! Ich als bekennender Feminist aber nur was Frauenfussball angeht der Rest ist mir sch...egal finde das war längst überfällig dass es einen Frauenfussballmanager MIT LIZENZ gibt!
In diesem Sinne
Dunkler Humor Link
Zitat von jurgenkorus
Aber es ist nicht mehr mit der FIFA Reihe kompatibel (also aktuelleren Versionen als Fifa05)?
Das war damals umständlich, weil man Disk wechseln musste, aber trotzdem genial, dass man seine Mannschaft auch tatsächlich spielen konnte und nicht nur Spiele simulieren!
Zitat von 1860GWS
Wer noch eine alte Version von den EA Sports FM daheim hat kann sich bei FM Zocker auch jährlich ein Update mit akutellen Daten runterladen. Sehr gelungen wie ich finde, allerdings ein bisschen nervig, bis man das Update in die Dateien eingepflegt hat.
Zitat von blumenpflanzer
Vom Macher von Anstoss gibts mittlerweile 2 neue Manager, We are Football und We are Football 2024 und der Nachfolger ist schon in Arbeit.
Der Nostalgiefaktor von damals fehlt zwar, aber es sind meiner Meinung nach trotzdem recht gute Oldschool-Manager und nicht so überladen wie der Footballmanager von SEGA.
Vom Macher von Anstoss gibts mittlerweile 2 neue Manager, We are Football und We are Football 2024 und der Nachfolger ist schon in Arbeit.
Der Nostalgiefaktor von damals fehlt zwar, aber es sind meiner Meinung nach trotzdem recht gute Oldschool-Manager und nicht so überladen wie der Footballmanager von SEGA.
Wer noch eine alte Version von den EA Sports FM daheim hat kann sich bei FM Zocker auch jährlich ein Update mit akutellen Daten runterladen. Sehr gelungen wie ich finde, allerdings ein bisschen nervig, bis man das Update in die Dateien eingepflegt hat.
Aber es ist nicht mehr mit der FIFA Reihe kompatibel (also aktuelleren Versionen als Fifa05)?
Das war damals umständlich, weil man Disk wechseln musste, aber trotzdem genial, dass man seine Mannschaft auch tatsächlich spielen konnte und nicht nur Spiele simulieren!
Bis zu irgendeinem Teil (ich glaube 08 oder 09) konnte man in irgendeinem Textfile was editieren dann konnte man auch selbst zumindest einen Spieler spielen im FM. Mein erster Manager war glaube ich Championship Manager 98 und dann natürlich alles mitgemacht. Anstoss 3, Wie hieß dieser Witzmanager bei dem man die Sekretärin ausziehen konnte?
, FIFA Manager 03/08/13, dazwischen auch den ein oder anderen Onlinemanager, mittlerweile FM23 (ja da kam ich sehr spät dazu) und den 25er werd ich mir auch wieder holen weil ENDLICH FRAUEN!!!! Ich als bekennender Feminist aber nur was Frauenfussball angeht der Rest ist mir sch...egal finde das war längst überfällig dass es einen Frauenfussballmanager MIT LIZENZ gibt! In diesem Sinne
Dunkler Humor Link
Sind wir hier in der WhatsApp-Gruppe von einem Dorfverein? Pädophilen-Witze sind mir auf transfermarkt.de jedenfalls noch nicht untergekommen.
Als Gott den Humor verteilt hat warst du grad Kreide holen oder?

Ok, wenn wir schon so anfangen: Wer seine Gags à la "Achtung, schwarzer Humor!" ankündigt, ist meiner Erfahrung nach in den seltensten Fällen ein begnadeter Humorist. Aber lassen wir's.
09.10.2024 - 13:47 Uhr
Kloppo zu Red Bull.
Das ist ja mal was für Fußball-Romantiker ...
Das ist ja mal was für Fußball-Romantiker ...
09.10.2024 - 14:11 Uhr
Griss feierts als Chance für den Fußball. Zeigt einmal mehr, worums ihm geht und wieso die Spaltung zwischen ihm samt den seinen und den traditonalistischeren Romantikern unter den Löwenfans (mMn. die Mehrheit der sichtbaren Fans) sich niemals kitten lassen wird.
09.10.2024 - 14:46 Uhr
Zitat von corvee
Griss feierts als Chance für den Fußball. Zeigt einmal mehr, worums ihm geht und wieso die Spaltung zwischen ihm samt den seinen und den traditonalistischeren Romantikern unter den Löwenfans (mMn. die Mehrheit der sichtbaren Fans) sich niemals kitten lassen wird.
Griss feierts als Chance für den Fußball. Zeigt einmal mehr, worums ihm geht und wieso die Spaltung zwischen ihm samt den seinen und den traditonalistischeren Romantikern unter den Löwenfans (mMn. die Mehrheit der sichtbaren Fans) sich niemals kitten lassen wird.
Was soll ich davon halten?
Will ich RBL als Meister sehen - NEIN!
Will ich endlich wieder spannende Meisterschaftsrennen erleben und mehr Konkurrenz für den FCB - JA!
Die Meldung löst brutale Widersprüche in mir aus. Der Tausch FCB gegen RBL ist irgendwie "Pest oder Cholera", wie KHR es mal über uns gesagt hat.
Und was Griss angeht. ... Jedes Wort zuviel.
Edit:
Klopp traue ich bei RBL richtig was zu. Das könnte wirklich zu noch mehr Konkurrenz für die Roten führen. Und Klopp ärgert die Roten ja zu gern. Irgendwie hätte das schon was.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von jurgenkorus am 09.10.2024 um 14:47 Uhr bearbeitet
09.10.2024 - 14:55 Uhr
Zitat von jurgenkorus
Was soll ich davon halten?
Will ich RBL als Meister sehen - NEIN!
Will ich endlich wieder spannende Meisterschaftsrennen erleben und mehr Konkurrenz für den FCB - JA!
Die Meldung löst brutale Widersprüche in mir aus. Der Tausch FCB gegen RBL ist irgendwie "Pest oder Cholera", wie KHR es mal über uns gesagt hat.
Und was Griss angeht. ... Jedes Wort zuviel.
Edit:
Klopp traue ich bei RBL richtig was zu. Das könnte wirklich zu noch mehr Konkurrenz für die Roten führen. Und Klopp ärgert die Roten ja zu gern. Irgendwie hätte das schon was.
Zitat von corvee
Griss feierts als Chance für den Fußball. Zeigt einmal mehr, worums ihm geht und wieso die Spaltung zwischen ihm samt den seinen und den traditonalistischeren Romantikern unter den Löwenfans (mMn. die Mehrheit der sichtbaren Fans) sich niemals kitten lassen wird.
Griss feierts als Chance für den Fußball. Zeigt einmal mehr, worums ihm geht und wieso die Spaltung zwischen ihm samt den seinen und den traditonalistischeren Romantikern unter den Löwenfans (mMn. die Mehrheit der sichtbaren Fans) sich niemals kitten lassen wird.
Was soll ich davon halten?
Will ich RBL als Meister sehen - NEIN!
Will ich endlich wieder spannende Meisterschaftsrennen erleben und mehr Konkurrenz für den FCB - JA!
Die Meldung löst brutale Widersprüche in mir aus. Der Tausch FCB gegen RBL ist irgendwie "Pest oder Cholera", wie KHR es mal über uns gesagt hat.
Und was Griss angeht. ... Jedes Wort zuviel.
Edit:
Klopp traue ich bei RBL richtig was zu. Das könnte wirklich zu noch mehr Konkurrenz für die Roten führen. Und Klopp ärgert die Roten ja zu gern. Irgendwie hätte das schon was.
Er geht nicht zu Leipzig sondern wird "Global Head of Soccer" von RB
Also berät quasi alle Vereine von Red Bull
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 1860GWS am 09.10.2024 um 14:56 Uhr bearbeitet
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