Diskussionsrunde

Reformierung der Trainerausbildung?

16.12.2008 - 18:42 Uhr
Reformierung der Trainerausbildung? |#41
17.12.2008 - 11:34 Uhr
Zitat von Frisbee:
Klares nein, nur weil er als Spieler Europameister war, muss er als Trainer nicht Europameisterlich sein.

Warum sollte man Babbel gegenüber Stanislawski o.ä. bevorzugen? Letzterer macht den Trainerschein ja auch parallel, warum ist Babbel dazu nicht in der Lage?

Warum sollte man Babbel gegenüber Klinsmann, Eilts, Matthäus, Sammer, Labbadia, usw. gegenüber benachteiligen???

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Reformierung der Trainerausbildung? |#42
17.12.2008 - 11:35 Uhr
Zitat von deltanuevo:


Was die Kritik an Horst Heldt bzgl der Einstellung von Markus Babbel betrifft - welche Optionen hatte man denn? Es waren 3 Tage Zeit bis zum nächsten wichtigen UEFA-Cup-Spiel in Genua, soll man da lieber auf die schnelle irgend einen arbeitslosen Trainer anrufen, der weder Mannschaft noch Verein kennt?


als interimstrainer hat keiner was gegen die entscheidung auch nicht dfie dfl. aber das zur dauerlösung ausrufen war ein anbsichtlicher bruch
Reformierung der Trainerausbildung? |#43
17.12.2008 - 11:51 Uhr
So wie der DFB sagt finde ich richtig. :cool
Reformierung der Trainerausbildung? |#44
17.12.2008 - 11:51 Uhr
Zitat von Schwabenpfeil312:
Zitat von Frisbee:
Klares nein, nur weil er als Spieler Europameister war, muss er als Trainer nicht Europameisterlich sein.

Warum sollte man Babbel gegenüber Stanislawski o.ä. bevorzugen? Letzterer macht den Trainerschein ja auch parallel, warum ist Babbel dazu nicht in der Lage?

Warum sollte man Babbel gegenüber Klinsmann, Eilts, Matthäus, Sammer, Labbadia, usw. gegenüber benachteiligen???


Na dann schau dir doch mal die Trainer an ... Eilts ist für mich einer der schlechtesten Trainer überhaupt, in der U21 gurkig spielen lassen und mit Rostock 3 von 4 Spielen verloren.

Oder schau dir Grinse-Klinsi an, selbst wenns jetzt am Ende recht positiv aussieht, trübt das wohl die Erinnerungen an den Anfang bei der NM oder bei den Bayern, das war alles andere als gut und es folgten bei beiden Anstellungen viel Kritik.

Matthäus als Trainer scheint auch nicht gerade viel Vertrauen zu genießen ... war nie lange bei den Vereinen, wurde schnell entlassen und muss nun in Isreal trainieren.

Sammer selbst sagt, dass der Sonderschein Mist ist und das ihm viel ohne den richtigen Trainerschein gefehlt hat.

Und Labbadia ist bei seinen Vereinen bisher auch nie länger als ein Jahr geblieben ... (auch wenns mehr oder weniger erfolgreich war, aber es war eben auch nie eine lange konsequente Arbeit)

Das sind alles Negativbeispiele die du genannt hast.



Die guten Trainer haben ihre Trainerscheine alle in Kursen gemacht und das das parallel zum normalen Trainerleben geht, beweisen derzeit drei 2.-Ligatrainer. Babbel muss das Training tagsüber nicht leiten, dafür hat man z.B. Co-Trainer, in der Zeit könnte Babbel die Kurse besuchen und der DFB würde nichts dagegen sagen.

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VfL: Per aspera ad astra

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Frisbee am 17.12.2008 um 11:54 Uhr bearbeitet
Reformierung der Trainerausbildung? |#45
17.12.2008 - 11:58 Uhr
Zitat von HavanaFC:
Zitat von Schwabenpfeil312:
Ich bin trotz dass ich VfB-Fan acuh gegen ein Sonderregel. Allerdings sollte der DFB diese Trainerausbildung wesentlich verbessern. Wenn man schon will, dass der Beruf Trainer aufgewertet werden soll, dann muss auch die Ausbildung entsprechend sein.


Wie läuft es denn bislang ab? Mir sind da leider wenig Internas bekannt - hast du da nähere Infos?


Die Trainerausbildung wurde vor dieser Saison ja gerade verändert (verbessert?). Daran entbrennt ja der ganze Streit. Wormuth löste Ruthemöller ab und der ganze Kurs wurde auf 11 Monate ausgedehnt um alle „wesentlichen Aspekte“ des Trainer daseins beleuchten zu können. Stani, Hock, Wück und Co sind die Ersten, die diesen Lehrgang in seiner jetzigen Form besuchen. Außerdem wurde schon klar Ende letzen / Anfang diesen Jahres gesagt, dass es keine Ausnahmen mehr geben würde. Die Regelung ist also so neu nicht.

Zitat von Diego_1893:
Die Querverweise zu Stanislawski oder Klopp sind Unfug, denn es war ja ein Sonderprogramm für die Teilnehmer der EM96 und da haben die beiden Herren wohl eher nicht das deutsche Nationaltrikot übergestreift. :rolleyes


Deine Argumentation ist aber genauso Unfug. Neu ist diese Regelung nicht (siehe oben) und daher dürfte sie auch beim VFB und Herrn Heldt bekannt sein. Das Stani, Kloppo und Co damals nicht das Nationaltrikot getragen haben, hast du gut erkannt :rolleyes. Das beweist aber lediglich, dass Leute die nicht im Nationalteam gespielt haben auch sehr gute Trainer sein können. Woraus sich aber nicht automatisch ableitet das jeder ehemalige Nationalspieler ein guter Trainer sein muss.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Tobster am 17.12.2008 um 12:29 Uhr bearbeitet
Reformierung der Trainerausbildung? |#46
17.12.2008 - 12:00 Uhr
Zitat von Runaway:
Zitat von Klumpi:

So, nu mal mein Senf:
Erstens sollte es Sache des Arbeitgebers bleiben, wen er einstellt/beschäftigt. Sonst müssen wir bald jede Putzfrau zum Kloschrubb-Seminar beim DFB schicken (Dozent wäre dann wahrscheinlich der Ribbeck, der braucht ja auch ma wieder nen Job, nich? ;))


Dir ist aber schon bekannt, dass man in den verschiedensten Berufen eine Ausbildung benötigt, um den Beruf ausüben zu dürfen, oder? Beim DFB hat man sich dazu entschlossen, dass der Trainerberuf dazugehört.


Die Frage ist: Wieso eigentlich? Wieso darf nur jemand eingestellt werden, der beim DFB Taktikschulung bekommen hat? Wieso sollen die Vereine nicht die Freiheit haben, zu sagen: Wir, als Wirtschaftsbetrieb, schenken unser Vertrauen zB einem Spielertrainer? Und wenns schiefgeht, stehen wir dafür gerade?

Wenn ich nach einem Vergleich in der Wirtschaft suche: Wenn ein Aufsichtsrat Vertrauen zu einem Typen hat, der BWL angebrochen hat, aber schon mal ein outgesourctes Projekt brillant gemanagt hat - wo ist das Problem, ihn mit einem Geschäftsführerposten zu betrauen?

Oder ein Vergleich aus der Politik: Warum soll nicht jemand ohne Schul- und Berufsabschluss Außenminister werden, wenn er durch eine entsprechende Parteikarriere nachweist, dass er ein guter Politiker ist?

Die einzige Einschränkung würde ich beim Berufsbild "Trainer" eventuell im Bereich Sportmedizin / Ernährungslehre machen, wegen der Belastung der Spieler. Hier ist allerdings ein allgemeines Interesse erkennbar, dass man keine Komplettdilletanten auf die Spieler losläßt.

Andererseits sind doch im Profifußball heute überall Strukturen vorhanden, wo Experten sich um diese Bereiche kümmern. Ob Du dann einen Ralf Rangnick hast, der sich noch um die Herkunft der Beilagenmöhrchen beim Mittagessen kümmert, oder einen Jörg Berger, der sich auf ein paar Kernentscheidungen aus der Sauna konzentriert, wäre nach meiner Meinung nun eher der Entscheidung des Managements überlassen (oder, je nach Vereinsstruktur, des Vorstands/Präsidiums/Aufsichtsrats).

Aber gut, von mir aus mag man über eine Prüfung bzw einen Nachweis der Sachkunde in diesem Bereich diskutieren. Aber doch nicht über die Bewerbungsvoraussetzung
Zitat
Ein polizeiliches Führungszeugnis als Nachweis eines tadelfreien Leumunds.
:o :D
http://www.dfb.de/fileadmin/user_upload/2008-07/APO_2008_16-07-08.pdf
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Korf am 17.12.2008 um 12:02 Uhr bearbeitet
Reformierung der Trainerausbildung? |#47
17.12.2008 - 12:04 Uhr
Zitat von HavanaFC:
Zitat von Frisbee:


Und Labbadia ist bei seinen Vereinen bisher auch nie länger als ein Jahr geblieben ...

Das sind alles Negativbeispiele die du genannt hast.


Nur kurze Stellungnahme hierzu:
Labbadia hat sich ja auch nur ein Jahr jeweils gehalten, weil er sich stetig verbessert hat und Angebote von größeren Vereinen kamen - zeigt ja letztlich auch der Weg Darmstadt - Fürth - Leverkusen
So sieht für mich der Weg eines Trainers aus - von der Pike auf lernen, bei unerklassigen Vereinen beweisen, in der zweiten Liga die Hörner abstoßen und dann zu einem Spitzenverein..

Also wenn du das als Negativbeispiel anführst fange ich langsam an zu zweifeln ;-)


Hatte da ja noch was im EDIT hinzugefügt, was ich damit meine, nicht das das falsch verstanden wird. ;)

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VfL: Per aspera ad astra
Reformierung der Trainerausbildung? |#48
17.12.2008 - 12:13 Uhr
Klar ist, dass man in manchen Berufen eine bestimmt Qualifikation braucht, ob da der Trainerberuf dazu gehört sei mal dahin gestellt.

Was mich stört ist nur dass Sammer ein auf dicke Hose macht und selber einen Schnellkurs gemacht hat. Ich glaube er hat seine Entlassung als VfB Trainer nicht verkraftet und hat jetzt ein gefundenes Fressen gefunden um diese Rechnung zu begleichen.


Wenn ich gleichberechtigtung sage, meine ich dies auch. Ich finde eine Sonderregelung für verdiente Spieler ansich auch quatsch. Wenn jeder (wirklich jeder) diesen Schein machen muß ist das ok. Aber dann sollte es bitte so sein auch bei Sammer, Matthäus,Klinsmann usw.

ICh frage mich wie hat Klopp das gemacht, wenn er es zwischendurch machen mußte?

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"Ich liebe Gerüchte! Naja, Fakten können so irreführend sein, wohingegen Gerüchte, wahr oder falsch, häufig erhellend sind."
Reformierung der Trainerausbildung? |#49
17.12.2008 - 12:18 Uhr
Zitat von Korf:

Die Frage ist: Wieso eigentlich? Wieso darf nur jemand eingestellt werden, der beim DFB Taktikschulung bekommen hat? Wieso sollen die Vereine nicht die Freiheit haben, zu sagen: Wir, als Wirtschaftsbetrieb, schenken unser Vertrauen zB einem Spielertrainer? Und wenns schiefgeht, stehen wir dafür gerade?


Man muss keine DFB-Lizenz haben, es muss nur eine UEFA-Lizenz sein. Wenn Babbel seinen Trainerschein in Dänemark leichter bekommt, soll er ihn da machen, da hat der DFB keine Handhabe mehr. Man darf auch keine Bäckerei betreiben, ohne einen Bäckermeister, selbst SB-Bäckereien müssen einen Meister haben und um al Profitrainer zu arbeiten, braucht man eben eine Profilizenz. Wenn Babbel seine ersten 2 Spiele verloren hätte, würde sich kein Mensch für ihn einsetzen. Das ganze ist doch reine Ergebniskommentierung. Babbel darf im übrigen auch ohne Qualifikation der Manager des VfB werden. In einem "Lehrberuf" sollte man aber schon andere Maßstäbe anlegen.

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Reformierung der Trainerausbildung? |#50
17.12.2008 - 12:28 Uhr
Zitat von 1893:
Was mich stört ist nur dass Sammer ein auf dicke Hose macht und selber einen Schnellkurs gemacht hat. Ich glaube er hat seine Entlassung als VfB Trainer nicht verkraftet und hat jetzt ein gefundenes Fressen gefunden um diese Rechnung zu begleichen.


Die Frage wurde oben schon mal gestellt: Gilt die offene Rechnung dann auch für Wück, Hock und Stanislawski?

Zitat von 1893:

ICh frage mich wie hat Klopp das gemacht, wenn er es zwischendurch machen mußte?


Klopp hat noch den alten Kurs (6 Monate?) besucht und nicht die jetzige verschärfte/ ausgedehnte Form von 11 Monaten.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Tobster am 17.12.2008 um 12:21 Uhr bearbeitet
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