Pressethread (Rückrunde 06/07)
08.01.2007 - 21:14 Uhr
20.03.2007 - 09:43 Uhr
An den Füßen klebt ein Haufen Pech
Westermann auch auf dem Aachener Tivoli an den entscheidenden Szenen beteiligt
VON RAINER KLUSMEYER
Aachen. Es lässt sich nicht wirklich behaupten, das Jahr 2007 sei bisher das Jahr des Heiko Westermann. Als inneres Abwehrkettenglied, ob rechts oder links, als linker Verteidiger und nun erstmals im defensiven Mittelfeld, Seit’ an Seit’ mit Rüdiger Kauf, haben ihn diverse Trainer berufen – fast überall war Heiko der Vielseitige beteiligt an den entscheidenden Situationen der Rückrundenpartien, leider stets mit für ihn und damit die Arminia unglücklichem Ende.
Auch am Aachener Tivoli klebte ein hartnäckiger Haufen Pech an den Stollen des Fußballschuhwerks des 23-Jährigen, der deshalb wieder einmal zu erklären hatte, wieso es zu den Ereignissen gekommen war, die ein DSC-Fan salopp mit "Die Dinger, die er vorn nicht macht, haut er sich hinten rein" beschrieb.
Immerhin: Westermann stellte sich der schweren Aufgabe des medialen Frage- und Antwort-Spiels. Wie fast immer. So wie noch öfter die meisten Teamkollegen beim Umdribbeln der Mikrofone und Schreibblöcke Fähigkeiten entwickeln, die das vorherige Verhalten auf dem Feld kaum erahnen lässt.
"Ich habe den Ball gut getroffen, als Aufsetzer, so wie ich es wollte – aber ich habe nicht darauf geschaut, wo der Torwart steht", schilderte der Defensivspieler jene Szene in der 8. Minute, in der er das Spiel in ganz andere Bahnen hätte lenken können. Einmal, dieses einzige Mal, hatte Jonas Kamper mustergültig von der rechten Grundlinie geflankt, Westermann seine 1,90 Meter hochgeschraubt und in Alemannia-Keeper Stephan Straub seinen Meister gefunden.
Das 0:1 fiel nicht, stattdessen gut eine Spielstunde später auf der Gegenseite das 1:0 für die Gastgeber, wieder mit Heiko Westermann als Beteiligtem. "Marcio steigt vor mir hoch, ich sehe für einen Moment den Ball nicht mehr, der tupft auf meinen Oberschenkel, um mich herum sind drei Aachener, und der Schlaudraff macht ihn rein."
Dortmund-Spiel als "allerletzte Chance"
Der Dauer-Pechvogel beschrieb die spielentscheidende Szene mit gequältem Gesichtsausdruck. Voller Frust: "Da hast du die Aachener endlich im Griff – und kriegst wieder so ein Ding." Voller Selbstkritik: "Wir haben einfach zu viele Freistöße verursacht." Voller ungestellter und deshalb unbeantworteter Fragen: Warum nur werde ich beim Luftduell so allein gelassen? Voller erschreckender Erkenntnisse: "Es hat wieder der letzte Biss gefehlt, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen" und "Wir haben in der Rückrunde die Spiele nicht so angenommen, wie es nötig gewesen wäre".
Dass er sich auf der neuen, aus jungen Jahren ("Im defensiven Mittelfeld bin ich groß geworden") gut bekannten Position ansonsten wacker geschlagen hatte, vermochte Westermann nicht im geringsten zu trösten. "Die neue Rolle hätte mir gefallen, wenn wir gewonnen hätten. Ich will endlich da unten raus", sagte er. Aber wie? "Indem wir auf den ersten 50, 60 Minuten des Aachen-Spiels aufbauen", war sein Mutmacher-Vorschlag für das Westfalenderby am 30. März (Anstoß 20.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund, für das "Endspiel", die "schon allerletzte Chance".
Und dann darf nicht wieder wie in jener 8. Minute auf dem Tivoli eine hundertprozentige Tormöglichkeit vergeben werden. Fast verzweifelt fordert Heiko Westermann: "Da müssen wir einfach mal das entscheidende Tor machen."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Westermann auch auf dem Aachener Tivoli an den entscheidenden Szenen beteiligt
VON RAINER KLUSMEYER
Aachen. Es lässt sich nicht wirklich behaupten, das Jahr 2007 sei bisher das Jahr des Heiko Westermann. Als inneres Abwehrkettenglied, ob rechts oder links, als linker Verteidiger und nun erstmals im defensiven Mittelfeld, Seit’ an Seit’ mit Rüdiger Kauf, haben ihn diverse Trainer berufen – fast überall war Heiko der Vielseitige beteiligt an den entscheidenden Situationen der Rückrundenpartien, leider stets mit für ihn und damit die Arminia unglücklichem Ende.
Auch am Aachener Tivoli klebte ein hartnäckiger Haufen Pech an den Stollen des Fußballschuhwerks des 23-Jährigen, der deshalb wieder einmal zu erklären hatte, wieso es zu den Ereignissen gekommen war, die ein DSC-Fan salopp mit "Die Dinger, die er vorn nicht macht, haut er sich hinten rein" beschrieb.
Immerhin: Westermann stellte sich der schweren Aufgabe des medialen Frage- und Antwort-Spiels. Wie fast immer. So wie noch öfter die meisten Teamkollegen beim Umdribbeln der Mikrofone und Schreibblöcke Fähigkeiten entwickeln, die das vorherige Verhalten auf dem Feld kaum erahnen lässt.
"Ich habe den Ball gut getroffen, als Aufsetzer, so wie ich es wollte – aber ich habe nicht darauf geschaut, wo der Torwart steht", schilderte der Defensivspieler jene Szene in der 8. Minute, in der er das Spiel in ganz andere Bahnen hätte lenken können. Einmal, dieses einzige Mal, hatte Jonas Kamper mustergültig von der rechten Grundlinie geflankt, Westermann seine 1,90 Meter hochgeschraubt und in Alemannia-Keeper Stephan Straub seinen Meister gefunden.
Das 0:1 fiel nicht, stattdessen gut eine Spielstunde später auf der Gegenseite das 1:0 für die Gastgeber, wieder mit Heiko Westermann als Beteiligtem. "Marcio steigt vor mir hoch, ich sehe für einen Moment den Ball nicht mehr, der tupft auf meinen Oberschenkel, um mich herum sind drei Aachener, und der Schlaudraff macht ihn rein."
Dortmund-Spiel als "allerletzte Chance"
Der Dauer-Pechvogel beschrieb die spielentscheidende Szene mit gequältem Gesichtsausdruck. Voller Frust: "Da hast du die Aachener endlich im Griff – und kriegst wieder so ein Ding." Voller Selbstkritik: "Wir haben einfach zu viele Freistöße verursacht." Voller ungestellter und deshalb unbeantworteter Fragen: Warum nur werde ich beim Luftduell so allein gelassen? Voller erschreckender Erkenntnisse: "Es hat wieder der letzte Biss gefehlt, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen" und "Wir haben in der Rückrunde die Spiele nicht so angenommen, wie es nötig gewesen wäre".
Dass er sich auf der neuen, aus jungen Jahren ("Im defensiven Mittelfeld bin ich groß geworden") gut bekannten Position ansonsten wacker geschlagen hatte, vermochte Westermann nicht im geringsten zu trösten. "Die neue Rolle hätte mir gefallen, wenn wir gewonnen hätten. Ich will endlich da unten raus", sagte er. Aber wie? "Indem wir auf den ersten 50, 60 Minuten des Aachen-Spiels aufbauen", war sein Mutmacher-Vorschlag für das Westfalenderby am 30. März (Anstoß 20.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund, für das "Endspiel", die "schon allerletzte Chance".
Und dann darf nicht wieder wie in jener 8. Minute auf dem Tivoli eine hundertprozentige Tormöglichkeit vergeben werden. Fast verzweifelt fordert Heiko Westermann: "Da müssen wir einfach mal das entscheidende Tor machen."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
20.03.2007 - 22:18 Uhr
Sanfte Revolution in schwarz-weiß-blau
Wirklich viel konnte und wollte Ernst Middendorp in den drei Tagen zwischen Amtsantritt und Bundesligacomeback nicht ändern. Dass allerdings Bedarf besteht, an dem einen oder anderen Rädchen hier und da zu drehen, offenbarte sich dem neuen alten DSC-Coach trotz leichter Aufwärtstendenz in Aachen. Am Dienstag nun informierte Middendorp Trainerteam und Mannschaft, wie der Weg der nächsten Wochen aussehen soll.
Zwei Kernelemente, Zweikampfschulung und Stärkung des Selbstbewusstseins, werden die Trainingsarbeit in der kommenden Zeit prägen. Bei der Auswertung der Aachen-Statistik stach dem 48-jährigen Fußballlehrer vor allem ein Wert ins Auge: die Blauen verloren mehr als die Hälfte ihrer Zweikämpfe. Im Abstiegskampf eine fatale Statistik, schließlich, und da dürfte Middendorp auf breite Zustimmung stoßen, seien Zweikämpfe „der Schlüssel zum Erfolg“ im Abstiegskampf. Dementsprechend soll diesem Bereich im Training möglichst viel Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Das zweite große Ziel, das Middendorp nach seiner Rückkehr verfolgt, beinhaltet, den Spielern ihr abhanden gekommenes Selbstvertrauen wieder einzuflößen. Dabei komme es nicht zuletzt auf die Körpersprache an, die, auch nach Fehlern, die er seinen Spielern durchaus zugestehe, Selbstüberzeugung vermitteln soll. Noch einmal betonte Middendorp, ihm gehe es nicht um eine Revolution im schwarz-weiß-blauen Trainingsbetrieb, sondern um ein sinnvolle Veränderungen in bestimmten Bereichen.
Sibusiso Zuma, Umut Kocin und Kamil Vacek werden vom neuen Wind, der an der Friedrich-Hagemann-Straße weht, so schnell nichts mitbekommen. Die drei Spieler sind im Auftrag ihrer Nationalmannschaften (Südafrika; türkische U20; tschechische U20) unterwegs. Auch Petr Gabriel kommt voraussichtlich erst am nächsten Montag in den Genuss der neuen Übungsinhalte, während Radim Kucera am Mittwoch wieder in den regulären Trainingsbetrieb einsteigen soll. Am Dienstag war der Tscheche lediglich gelaufen.
Unterdessen plagt sich Verteidiger Marcio Borges mit Rückenproblemen, die laut Co-Trainer Jörg Weber „hoffentlich bis Mittwoch behoben“ sind. Wegen der geringen Kaderauslastung wird U23-Akteur Robert Tesche die gesamte Trainingswoche mit den Profis absolvieren.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5111
Wirklich viel konnte und wollte Ernst Middendorp in den drei Tagen zwischen Amtsantritt und Bundesligacomeback nicht ändern. Dass allerdings Bedarf besteht, an dem einen oder anderen Rädchen hier und da zu drehen, offenbarte sich dem neuen alten DSC-Coach trotz leichter Aufwärtstendenz in Aachen. Am Dienstag nun informierte Middendorp Trainerteam und Mannschaft, wie der Weg der nächsten Wochen aussehen soll.
Zwei Kernelemente, Zweikampfschulung und Stärkung des Selbstbewusstseins, werden die Trainingsarbeit in der kommenden Zeit prägen. Bei der Auswertung der Aachen-Statistik stach dem 48-jährigen Fußballlehrer vor allem ein Wert ins Auge: die Blauen verloren mehr als die Hälfte ihrer Zweikämpfe. Im Abstiegskampf eine fatale Statistik, schließlich, und da dürfte Middendorp auf breite Zustimmung stoßen, seien Zweikämpfe „der Schlüssel zum Erfolg“ im Abstiegskampf. Dementsprechend soll diesem Bereich im Training möglichst viel Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Das zweite große Ziel, das Middendorp nach seiner Rückkehr verfolgt, beinhaltet, den Spielern ihr abhanden gekommenes Selbstvertrauen wieder einzuflößen. Dabei komme es nicht zuletzt auf die Körpersprache an, die, auch nach Fehlern, die er seinen Spielern durchaus zugestehe, Selbstüberzeugung vermitteln soll. Noch einmal betonte Middendorp, ihm gehe es nicht um eine Revolution im schwarz-weiß-blauen Trainingsbetrieb, sondern um ein sinnvolle Veränderungen in bestimmten Bereichen.
Sibusiso Zuma, Umut Kocin und Kamil Vacek werden vom neuen Wind, der an der Friedrich-Hagemann-Straße weht, so schnell nichts mitbekommen. Die drei Spieler sind im Auftrag ihrer Nationalmannschaften (Südafrika; türkische U20; tschechische U20) unterwegs. Auch Petr Gabriel kommt voraussichtlich erst am nächsten Montag in den Genuss der neuen Übungsinhalte, während Radim Kucera am Mittwoch wieder in den regulären Trainingsbetrieb einsteigen soll. Am Dienstag war der Tscheche lediglich gelaufen.
Unterdessen plagt sich Verteidiger Marcio Borges mit Rückenproblemen, die laut Co-Trainer Jörg Weber „hoffentlich bis Mittwoch behoben“ sind. Wegen der geringen Kaderauslastung wird U23-Akteur Robert Tesche die gesamte Trainingswoche mit den Profis absolvieren.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5111
21.03.2007 - 09:22 Uhr
Alles Kopfsache
Middendorp bestimmt heute die neuen Wege für sein Team
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Vor einer Woche, am späten Dienstagabend, hat sich Ernst Middendorp entschieden, den Job bei Arminia anzunehmen. Tags darauf leitete er nachmittags seine erste Trainingseinheit. Bis zum Aachen-Spiel am Samstag blieb wenig Zeit für Eingriffe. Das wird sich ab heute ändern.
Nachdem Middendorp Gespräche über Gespräche geführt und daraus "eine Menge mitgenommen hat", deswegen sogar die gestrige Trainertagung in Frankfurt sausen ließ ("Arminia hat Priorität"), wird er ab 13 Uhr "gegenüber dem Technical Team auf den Punkt bringen, was ich will".
Und wenn von den Zeugwarten über die Physiotherapeuten bis hin zu den Co-Trainern alle Bescheid wissen, werden auch die Spieler seine "klaren Vorstellungen" erfahren. Die werden sich anders anhören als bei der Vorbereitung auf die Partie in Aachen, als es auch galt, "den Spielern nicht die Ausrede zu liefern, dass in der Kürze der Zeit alles umgeschmissen wurde."
Die beiden Geschäftsführer Roland Kentsch und Reinhard Saftig kennen den Middendorpschen Weg nach ausführlicher Vorstellung seit gestern Vormittag. Dass sich der "Jahrhunderttrainer des DSC" bei seiner Vertragsunterschrift für die Arbeit mit Spielern und Mannschaftsumfeld absolut freie Hand aushandelte, legt dessen Fazit der Besprechung nahe: "Ich habe nicht darauf gewartet, das Einverständnis zu erhalten. Dafür bin ich nicht geholt worden."
Wo genau er den Hebel ansetzt, um das Ziel Klassenerhalt durch einen Heimsieg gegen Dortmund am 30. März wieder realistischer erscheinen zu lassen, verrät der 48-Jährige noch nicht. "Vor der Öffentlichkeit erfährt’s die Mannschaft", sagt Middendorp. Wie der nächste Gegner auf die Hilfe eines Mentaltrainers zu setzen, hält der neue Trainer jedoch trotz von ihm selbst, Präsident Hans-Hermann Schwick und Kentsch festgestellter "Kopfprobleme" der Spieler noch nicht für notwendig. "Es geht bei Arminia nicht darum, eine Gruppe von Individualisten zusammenzuschweißen", erklärt der Fußball-Lehrer.
Einen Schwerpunkt seiner Arbeit wird Middendorp getreu seiner Spontan-Analyse vom vorigen Donnerstag darin entdeckt haben, aus dem starren einen "effektiven Konzeptfußball" zu entwickeln.
Mit den immer gleichen Abläufen hatten seine Vorgänger Uwe Rapolder und Thomas von Heesen fast zweieinhalb Jahre erfolgreich gearbeitet, doch längst ist das DSC-Spiel durchschaut, braucht es dringlichst innerhalb des Systems Überraschungseffekte. Auch eine Kopfsache.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
------------------------
»Mit Bielefeld für Arminia«
Von Jens Brinkmeier Aachen (WB).
Es war (fast) wie früher: Als Arminias neuer alter Trainer Ernst Middendorp vor der Partie zur Bank schritt, empfingen ihn die 2000 mitgereisten Bielefelder Anhänger mit dem Klassiker: »Middendorp, Middendorp, Middendorp«. Der 48-Jährige klatschte und winkte zurück, um sich dann in bekannter Manier dem Spiel seiner Mannschaft zu widmen.
Den beigefarbenen Mantel, den der Coach trug, legte er schon nach zwei Spielminuten ab. Etwas Besonderes sei die Rückkehr auf die Bundesligabühne nach neun Jahren und sieben Monaten nicht gewesen, wenngleich Middendorp eine gewisse Anspannung nach der Partie nicht verhehlen wollte.
Während des Spiels stand der Bielefelder »Jahrhunderttrainer« wie eh und je an der Seitenlinie. Die Hände in die Hüften gestemmt, manchmal sich mit einer Hand am Dach der Trainerbank abstützend - unwillkürlich wurden Erinnerungen an seine ersten Jahre bei den Arminen wieder wach.
Dass er »eine aggressivere Ansprache« als zum Beispiel Frank Geideck pflegt, hatten Spieler nach dem 0:2 bestätigt. Davon konnte sich auch Ioannis Masmanidis überzeugen, den Middendorp vor seiner Einwechslung richtig heiß gemacht hatte. So heiß, dass der Grieche Glück hatte, nicht die rote Karte gesehen zu haben. Nach foulem Spiel samt Nachtreten gegen Pinto drückte Schiedsrichter Herbert Fandel beide Augen ganz fest zu und beließ es bei einer Ermahnung. Auch Jörg Böhme war wieder auf Betriebstemperatur. In einer Szene aber zu eigensinnig. Bei einer guten Chance zur Führung versuchte es der linke Mittelfeldspieler in der 53. Minute mit einem Schuss ins lange Eck, anstatt den Ball in die Mitte zu spielen, wo Artur Wichniarek am zweiten Pfosten zur Stelle gewesen wäre. »Da hat Böhme die falsche Entscheidung getroffen, ein Pass nach innen wäre schlauer gewesen«, sagte Middendorp. Als Strafe war die kurz danach erfolgte Auswechslung Böhmes dennoch nicht zu verstehen. Der 33-Jährige stand nach gelber Karte und Fouls sowie Wortwechseln mit Fandel vor dem Platzverweis.
Trotz der Niederlage hatte Middendorp Fortschritte erkannt. »Das war wesentlich mehr als gegen Mainz, aber natürlich hat sich unsere Situation nicht verbessert«, erklärte der Arminen-Trainer. »Glaube, Entschlossenheit und Selbstvertrauen« hätten noch gefehlt, sagte Middendorp und verwies auf die erste große Chance, die Heiko Westermann in der Anfangsphase ausließ: »Mit einer Führung bekommt man ein ganz anderes Selbstbewusstsein.«
Dass die folgende Partie gegen Borussia Dortmund das Finale um den Klassenverbleib für Arminia sein soll, wollte Ernst Middendorp nicht so sehen. »Wir haben noch acht Endspiele, am 30. März kommt das erste. Wir wollen mit Bielefeld zusammen wieder rankommen und werden uns darauf mit aller Akribie vorbereiten«, wies der Coach in diesem Zusammenhang auf die wichtige Rolle der Zuschauer hin, die sein Team gegen den Tabellenfünfzehnten bedingungslos unterstützen müssen. Middendorp: »Wir werden uns mit allem, was in der Stadt möglich ist, aufstellen und gemeinsam die Partie gegen den BVB in Angriff nehmen.«
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
Middendorp bestimmt heute die neuen Wege für sein Team
VON TORSTEN ZIEGLER
Bielefeld. Vor einer Woche, am späten Dienstagabend, hat sich Ernst Middendorp entschieden, den Job bei Arminia anzunehmen. Tags darauf leitete er nachmittags seine erste Trainingseinheit. Bis zum Aachen-Spiel am Samstag blieb wenig Zeit für Eingriffe. Das wird sich ab heute ändern.
Nachdem Middendorp Gespräche über Gespräche geführt und daraus "eine Menge mitgenommen hat", deswegen sogar die gestrige Trainertagung in Frankfurt sausen ließ ("Arminia hat Priorität"), wird er ab 13 Uhr "gegenüber dem Technical Team auf den Punkt bringen, was ich will".
Und wenn von den Zeugwarten über die Physiotherapeuten bis hin zu den Co-Trainern alle Bescheid wissen, werden auch die Spieler seine "klaren Vorstellungen" erfahren. Die werden sich anders anhören als bei der Vorbereitung auf die Partie in Aachen, als es auch galt, "den Spielern nicht die Ausrede zu liefern, dass in der Kürze der Zeit alles umgeschmissen wurde."
Die beiden Geschäftsführer Roland Kentsch und Reinhard Saftig kennen den Middendorpschen Weg nach ausführlicher Vorstellung seit gestern Vormittag. Dass sich der "Jahrhunderttrainer des DSC" bei seiner Vertragsunterschrift für die Arbeit mit Spielern und Mannschaftsumfeld absolut freie Hand aushandelte, legt dessen Fazit der Besprechung nahe: "Ich habe nicht darauf gewartet, das Einverständnis zu erhalten. Dafür bin ich nicht geholt worden."
Wo genau er den Hebel ansetzt, um das Ziel Klassenerhalt durch einen Heimsieg gegen Dortmund am 30. März wieder realistischer erscheinen zu lassen, verrät der 48-Jährige noch nicht. "Vor der Öffentlichkeit erfährt’s die Mannschaft", sagt Middendorp. Wie der nächste Gegner auf die Hilfe eines Mentaltrainers zu setzen, hält der neue Trainer jedoch trotz von ihm selbst, Präsident Hans-Hermann Schwick und Kentsch festgestellter "Kopfprobleme" der Spieler noch nicht für notwendig. "Es geht bei Arminia nicht darum, eine Gruppe von Individualisten zusammenzuschweißen", erklärt der Fußball-Lehrer.
Einen Schwerpunkt seiner Arbeit wird Middendorp getreu seiner Spontan-Analyse vom vorigen Donnerstag darin entdeckt haben, aus dem starren einen "effektiven Konzeptfußball" zu entwickeln.
Mit den immer gleichen Abläufen hatten seine Vorgänger Uwe Rapolder und Thomas von Heesen fast zweieinhalb Jahre erfolgreich gearbeitet, doch längst ist das DSC-Spiel durchschaut, braucht es dringlichst innerhalb des Systems Überraschungseffekte. Auch eine Kopfsache.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
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»Mit Bielefeld für Arminia«
Von Jens Brinkmeier Aachen (WB).
Es war (fast) wie früher: Als Arminias neuer alter Trainer Ernst Middendorp vor der Partie zur Bank schritt, empfingen ihn die 2000 mitgereisten Bielefelder Anhänger mit dem Klassiker: »Middendorp, Middendorp, Middendorp«. Der 48-Jährige klatschte und winkte zurück, um sich dann in bekannter Manier dem Spiel seiner Mannschaft zu widmen.
Den beigefarbenen Mantel, den der Coach trug, legte er schon nach zwei Spielminuten ab. Etwas Besonderes sei die Rückkehr auf die Bundesligabühne nach neun Jahren und sieben Monaten nicht gewesen, wenngleich Middendorp eine gewisse Anspannung nach der Partie nicht verhehlen wollte.
Während des Spiels stand der Bielefelder »Jahrhunderttrainer« wie eh und je an der Seitenlinie. Die Hände in die Hüften gestemmt, manchmal sich mit einer Hand am Dach der Trainerbank abstützend - unwillkürlich wurden Erinnerungen an seine ersten Jahre bei den Arminen wieder wach.
Dass er »eine aggressivere Ansprache« als zum Beispiel Frank Geideck pflegt, hatten Spieler nach dem 0:2 bestätigt. Davon konnte sich auch Ioannis Masmanidis überzeugen, den Middendorp vor seiner Einwechslung richtig heiß gemacht hatte. So heiß, dass der Grieche Glück hatte, nicht die rote Karte gesehen zu haben. Nach foulem Spiel samt Nachtreten gegen Pinto drückte Schiedsrichter Herbert Fandel beide Augen ganz fest zu und beließ es bei einer Ermahnung. Auch Jörg Böhme war wieder auf Betriebstemperatur. In einer Szene aber zu eigensinnig. Bei einer guten Chance zur Führung versuchte es der linke Mittelfeldspieler in der 53. Minute mit einem Schuss ins lange Eck, anstatt den Ball in die Mitte zu spielen, wo Artur Wichniarek am zweiten Pfosten zur Stelle gewesen wäre. »Da hat Böhme die falsche Entscheidung getroffen, ein Pass nach innen wäre schlauer gewesen«, sagte Middendorp. Als Strafe war die kurz danach erfolgte Auswechslung Böhmes dennoch nicht zu verstehen. Der 33-Jährige stand nach gelber Karte und Fouls sowie Wortwechseln mit Fandel vor dem Platzverweis.
Trotz der Niederlage hatte Middendorp Fortschritte erkannt. »Das war wesentlich mehr als gegen Mainz, aber natürlich hat sich unsere Situation nicht verbessert«, erklärte der Arminen-Trainer. »Glaube, Entschlossenheit und Selbstvertrauen« hätten noch gefehlt, sagte Middendorp und verwies auf die erste große Chance, die Heiko Westermann in der Anfangsphase ausließ: »Mit einer Führung bekommt man ein ganz anderes Selbstbewusstsein.«
Dass die folgende Partie gegen Borussia Dortmund das Finale um den Klassenverbleib für Arminia sein soll, wollte Ernst Middendorp nicht so sehen. »Wir haben noch acht Endspiele, am 30. März kommt das erste. Wir wollen mit Bielefeld zusammen wieder rankommen und werden uns darauf mit aller Akribie vorbereiten«, wies der Coach in diesem Zusammenhang auf die wichtige Rolle der Zuschauer hin, die sein Team gegen den Tabellenfünfzehnten bedingungslos unterstützen müssen. Middendorp: »Wir werden uns mit allem, was in der Stadt möglich ist, aufstellen und gemeinsam die Partie gegen den BVB in Angriff nehmen.«
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
23.03.2007 - 16:11 Uhr
Kobylik ist sicher: »1:0, Koller«
Von Dirk Schuster Bielefeld (WB).
Arminia ist spitze. Zumindest was die Anzahl tschechischer Spieler betrifft. Vier Akteure aus dem Land, dessen Nationalmannschaft am Samstag in Prag Deutschland zum EM-Qualifikationsspiel empfängt, stehen beim DSC unter Vertrag. So viele wie in keinem anderen Erstligakader. Ihr Geld verdienen die Vier in Deutschland, doch die Daumen drücken sie für Tschechien.
David Kobylik hat sich längst auf einen Tipp festgelegt: »1:0, das Tor schießt Koller.« Jan Koller also. Auch einer, der lange in der Bundesliga spielte. Jetzt trägt der Ex-Dortmunder das Trikot des AS Monaco. Am Samstag, glaubt Kobylik, macht Kopfballungeheuer Koller Tschechien zum Sieger.
Es gab eine Zeit, zu der wäre Arminias Flügelspieler David Kobylik für die entscheidende Flanke auf den Kopf des Kollegen Koller durchaus in Frage gekommen. Bei Nationaltrainer Karel Brückner hatte er bereits einen Fuß in der Tür. Doch seine erste Einladung ist bis heute die letzte. Mittlerweile kämpft der 25-Jährige um seine Rückkehr in Arminias Bundesligakader. Kobylik weiß: »Nur über den Verein kann ich mich fürs Nationalteam empfehlen.«
Je sicherer Kobylik im Umgang mit der deutschen Sprache wurde - er spricht sie inzwischen fließend -, desto schwankender wurden seine Leistungen auf dem Platz. Zuletzt bot er sich sogar den Oberliga-Amateuren an, um endlich wieder Spielpraxis zu bekommen. Jetzt heißt sein Motto: Neuer Trainer, neue Chance. Unter Ernst Middendorp will Kobylik sie suchen. Wenn er am Samstagabend den Fernseher einschaltet, um vielen seiner Freude, von denen Jan Rozehnal sein bester ist, beim Spiel gegen die Deutschen zuzusehen, »tut mir das nicht weh«. Zu weit hat sich Kobylik in den vergangenen Monaten vom Nationalteam wieder entfernt.
Ein anderer Armine darf am Wochenende das Auswahltrikot tragen. Kamil Vacek wurde zur U20-Nationalmannschaft eingeladen. Doch auch er, der zu seiner Zeit bei Sigma Olmütz als eines der größten tschechischen Talente galt, kickt für Arminias Oberligateam. Ob der 19-Jährige (ein Bundesligaeinsatz) das Zeug hat, A-Nationalspieler zu werden, vermag weder David Kobylik noch DSC-Defensivkraft Radim Kucera zu beantworten. Kucera sagt: »Kamil hat was drauf. Aber er muss in der Bundesliga spielen. Das wird schwer, denn die Konkurrenz ist groß, größer als in Tschechien.« Hier, in der Gambrinusliga, war Vacek bei Sigma Stammspieler geworden. Dann wechselte er nach Bielefeld. Am Saisonende läuft sein Vertrag aus. Arminia könnte eine Option ziehen, nach der sich die Laufzeit automatisch um ein Jahr verlängerte. »Darüber wurde noch nicht nachgedacht«, sagt Sportchef Reinhard Saftig.
Landsmann Kucera ist bei Arminia eine der engsten Bezugspersonen Vaceks. Gemeinsam spielten sie schon für Sigma. Kucera war nie A-Nationalspieler. Doch wie Kobylik hat der 33-Jährige allerbeste Kontakte zu denen, die am Samstag Deutschland besiegen wollen. Milan Baros wuchs in der selben Stadt auf wie er, auch zu Rozehnal und Tomas Ujfalusi pflegt er regelmäßigen Kontakt. »Beide Mannschaften«, sagt Kucera diplomatisch, »haben super Spieler. Samstag bin ich Tschechien-Fan. Ein Sieg wäre perfekt. Aber ich tippe auf ein Unentschieden. 1:1 - ein Punkt wäre für beide gut.« Anders als David Kobylik wagt er die Torschützen nicht vorherzusagen. Wer definitiv nicht treffen wird, ist Miro Klose. Der Werder-Stürmer ist gesperrt. Kucera: »Gut, dass er nicht dabei ist.«
Ob Kucera, Kobylik und Petr Gabriel (33), der vierte Tscheche im Arminia-Bunde (sagt ein 1:0 voraus), gemeinsam das Spiel ansehen werden, ist nicht sicher. Möglich ist das schon, nur über die flüssige Verpflegung müssten sich die Drei noch einig werden. Während Kucera auf Pilsener Urquell schwört (»Das schmeckt mir besser als das deutsche Bier«), bevorzugt Kobylik einen guten Wein. Ginge es allerdings nach der Nationalmannschafts-Erfahrung, dann dürfte Petr Gabriel entscheiden. Zehn Mal trug er das Tschechien-Trikot. Grinsend sagt er: »Bei mir gibt's nur Apfelschorle.«
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
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Mit Courage gegen Rassismus
Was Marcel Ndjeng und DSC-Kapitän Mathias Hain von Rassismus und Diskriminierung halten, machten sie unter der Woche auf zwei öffentlichen Veranstaltungen deutlich: gar nichts.
Um auf das Problem der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland aufmerksam zu machen, unterstützten die beiden Arminia-Profis zwei engagierte Schüler-Projekte. Am Mittwochabend beteiligten sich Hain und Ndjeng an einem Podiumsgespräch mit Schülern des Gymnasiums Schloß-Holte-Stukenbrock, das im Rahmen einer Anne Frank-Ausstellung stattfand.
Geklärt wurden Fragen nach Rassismus in Sport, Privatleben und Gesellschaft. „Personen, die rassistisch sind, sind selber schwach. Ihre Stärke besitzen sie nur in der Gruppe“, analysierte Ndjeng seine eigenen Erfahrungen mit Ausländerfeindlichkeit. Sein Patentrezept dagegen: Gar nicht erst auf dumme Sprüche eingehen und den Gegner ins Leere laufen lassen.
Den Widersinn von Rassismus im Fußball brachte Hain mit einer rhetorischen Frage auf den Punkt: „Wie dumm muss man eigentlich sein, dem eigenen farbigen Spieler zuzujubeln und den der anderen Mannschaft mit Urwaldlauten zu begrüßen?“
Einen Tag später war Marcel Ndjeng noch einmal in ähnlicher Mission unterwegs: Als Stellvertreter des DSC war der Fußballer mit kamerunischen Wurzeln in der Aula der Theodor Heuss-Realschule erschienen, um die Patenschaft für die das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anzuerkennen.
Hierbei handelt es sich um ein ehrgeiziges Projekt der achten Klasse der Realschule, die mit diversen Aktivitäten auf die Aktion und die Idee dahinter aufmerksam macht. Als starken Partner suchte man sich den DSC, der das Engagement der Schüler öffentlich unterstützt.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5130
Von Dirk Schuster Bielefeld (WB).
Arminia ist spitze. Zumindest was die Anzahl tschechischer Spieler betrifft. Vier Akteure aus dem Land, dessen Nationalmannschaft am Samstag in Prag Deutschland zum EM-Qualifikationsspiel empfängt, stehen beim DSC unter Vertrag. So viele wie in keinem anderen Erstligakader. Ihr Geld verdienen die Vier in Deutschland, doch die Daumen drücken sie für Tschechien.
David Kobylik hat sich längst auf einen Tipp festgelegt: »1:0, das Tor schießt Koller.« Jan Koller also. Auch einer, der lange in der Bundesliga spielte. Jetzt trägt der Ex-Dortmunder das Trikot des AS Monaco. Am Samstag, glaubt Kobylik, macht Kopfballungeheuer Koller Tschechien zum Sieger.
Es gab eine Zeit, zu der wäre Arminias Flügelspieler David Kobylik für die entscheidende Flanke auf den Kopf des Kollegen Koller durchaus in Frage gekommen. Bei Nationaltrainer Karel Brückner hatte er bereits einen Fuß in der Tür. Doch seine erste Einladung ist bis heute die letzte. Mittlerweile kämpft der 25-Jährige um seine Rückkehr in Arminias Bundesligakader. Kobylik weiß: »Nur über den Verein kann ich mich fürs Nationalteam empfehlen.«
Je sicherer Kobylik im Umgang mit der deutschen Sprache wurde - er spricht sie inzwischen fließend -, desto schwankender wurden seine Leistungen auf dem Platz. Zuletzt bot er sich sogar den Oberliga-Amateuren an, um endlich wieder Spielpraxis zu bekommen. Jetzt heißt sein Motto: Neuer Trainer, neue Chance. Unter Ernst Middendorp will Kobylik sie suchen. Wenn er am Samstagabend den Fernseher einschaltet, um vielen seiner Freude, von denen Jan Rozehnal sein bester ist, beim Spiel gegen die Deutschen zuzusehen, »tut mir das nicht weh«. Zu weit hat sich Kobylik in den vergangenen Monaten vom Nationalteam wieder entfernt.
Ein anderer Armine darf am Wochenende das Auswahltrikot tragen. Kamil Vacek wurde zur U20-Nationalmannschaft eingeladen. Doch auch er, der zu seiner Zeit bei Sigma Olmütz als eines der größten tschechischen Talente galt, kickt für Arminias Oberligateam. Ob der 19-Jährige (ein Bundesligaeinsatz) das Zeug hat, A-Nationalspieler zu werden, vermag weder David Kobylik noch DSC-Defensivkraft Radim Kucera zu beantworten. Kucera sagt: »Kamil hat was drauf. Aber er muss in der Bundesliga spielen. Das wird schwer, denn die Konkurrenz ist groß, größer als in Tschechien.« Hier, in der Gambrinusliga, war Vacek bei Sigma Stammspieler geworden. Dann wechselte er nach Bielefeld. Am Saisonende läuft sein Vertrag aus. Arminia könnte eine Option ziehen, nach der sich die Laufzeit automatisch um ein Jahr verlängerte. »Darüber wurde noch nicht nachgedacht«, sagt Sportchef Reinhard Saftig.
Landsmann Kucera ist bei Arminia eine der engsten Bezugspersonen Vaceks. Gemeinsam spielten sie schon für Sigma. Kucera war nie A-Nationalspieler. Doch wie Kobylik hat der 33-Jährige allerbeste Kontakte zu denen, die am Samstag Deutschland besiegen wollen. Milan Baros wuchs in der selben Stadt auf wie er, auch zu Rozehnal und Tomas Ujfalusi pflegt er regelmäßigen Kontakt. »Beide Mannschaften«, sagt Kucera diplomatisch, »haben super Spieler. Samstag bin ich Tschechien-Fan. Ein Sieg wäre perfekt. Aber ich tippe auf ein Unentschieden. 1:1 - ein Punkt wäre für beide gut.« Anders als David Kobylik wagt er die Torschützen nicht vorherzusagen. Wer definitiv nicht treffen wird, ist Miro Klose. Der Werder-Stürmer ist gesperrt. Kucera: »Gut, dass er nicht dabei ist.«
Ob Kucera, Kobylik und Petr Gabriel (33), der vierte Tscheche im Arminia-Bunde (sagt ein 1:0 voraus), gemeinsam das Spiel ansehen werden, ist nicht sicher. Möglich ist das schon, nur über die flüssige Verpflegung müssten sich die Drei noch einig werden. Während Kucera auf Pilsener Urquell schwört (»Das schmeckt mir besser als das deutsche Bier«), bevorzugt Kobylik einen guten Wein. Ginge es allerdings nach der Nationalmannschafts-Erfahrung, dann dürfte Petr Gabriel entscheiden. Zehn Mal trug er das Tschechien-Trikot. Grinsend sagt er: »Bei mir gibt's nur Apfelschorle.«
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
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Mit Courage gegen Rassismus
Was Marcel Ndjeng und DSC-Kapitän Mathias Hain von Rassismus und Diskriminierung halten, machten sie unter der Woche auf zwei öffentlichen Veranstaltungen deutlich: gar nichts.
Um auf das Problem der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland aufmerksam zu machen, unterstützten die beiden Arminia-Profis zwei engagierte Schüler-Projekte. Am Mittwochabend beteiligten sich Hain und Ndjeng an einem Podiumsgespräch mit Schülern des Gymnasiums Schloß-Holte-Stukenbrock, das im Rahmen einer Anne Frank-Ausstellung stattfand.
Geklärt wurden Fragen nach Rassismus in Sport, Privatleben und Gesellschaft. „Personen, die rassistisch sind, sind selber schwach. Ihre Stärke besitzen sie nur in der Gruppe“, analysierte Ndjeng seine eigenen Erfahrungen mit Ausländerfeindlichkeit. Sein Patentrezept dagegen: Gar nicht erst auf dumme Sprüche eingehen und den Gegner ins Leere laufen lassen.
Den Widersinn von Rassismus im Fußball brachte Hain mit einer rhetorischen Frage auf den Punkt: „Wie dumm muss man eigentlich sein, dem eigenen farbigen Spieler zuzujubeln und den der anderen Mannschaft mit Urwaldlauten zu begrüßen?“
Einen Tag später war Marcel Ndjeng noch einmal in ähnlicher Mission unterwegs: Als Stellvertreter des DSC war der Fußballer mit kamerunischen Wurzeln in der Aula der Theodor Heuss-Realschule erschienen, um die Patenschaft für die das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anzuerkennen.
Hierbei handelt es sich um ein ehrgeiziges Projekt der achten Klasse der Realschule, die mit diversen Aktivitäten auf die Aktion und die Idee dahinter aufmerksam macht. Als starken Partner suchte man sich den DSC, der das Engagement der Schüler öffentlich unterstützt.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5130
26.03.2007 - 16:47 Uhr
Metzelder-Kompromiss für Arminia-Spiel
Abwehrspieler muss bei Nationalelf bleiben
Düsseldorf (dpa/jr). Abwehrspieler Christoph Metzelder von Arminia Bielefelds nächstem Bundesliga-Gegner Borussia Dortmund muss nun doch bei der Nationalelf bleiben. Bundestrainer Joachim Löw hat ihn nicht wie gewünscht vom Länderspiel gegen Dänemark befreit. Der Innenverteidiger verbleibt damit im Aufgebot für das Testspiel am Mittwoch in Duisburg, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag bestätigte.
Doch der BVB aus Dortmund hat offensichtlich einen Kompromiss mit dem DFB ausgehandelt. Da Metzelder nur zwei Tage nach dem Länderspiel im Abstiegsduell beim Tabellen-17. Arminia Bielefeld antreten muss, soll er gegen die Dänen nur auf der Bank sitzen und nach Möglichkeit nicht zum Einsatz kommen.
Metzelder selbst hatte gehofft, wie acht weitere Prag-Sieger vorzeitig zurück zu seinem Verein reisen zu können. "Man sollte der prekären Situation in Dortmund Rechnung tragen", hatte der 26-Jährige nach dem 2:1-Erfolg gegen Tschechien in der EM-Qualifikation erklärt: "Mittwoch ein Länderspiel zu bestreiten und Freitag in Bielefeld zu spielen, wäre nicht optimal", erläuterte Metzelder. Möglicherweise darf er sogar am Dienstag in Dortmund am BVB-Training teilnehmen.
Im Gegensatz zu Metzelder durften die drei Bayern-Nationalspieler Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski, der gegen die Dänen ohnehin gesperrt gewesen wäre, nach dem Spiel in Prag zurück nach München reisen.
Löw hatte alle Nationalspieler vom Dänemark-Einsatz befreit, die mit ihren Clubs noch international im Einsatz sind. Die Bayern spielen in der kommenden Woche in der Champions League gegen den AC Mailand. Mannschaften, die sich noch im Kampf gegen den Abstieg befinden, sind nicht Teil dieser Vereinbarung.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Abwehrspieler muss bei Nationalelf bleiben
Düsseldorf (dpa/jr). Abwehrspieler Christoph Metzelder von Arminia Bielefelds nächstem Bundesliga-Gegner Borussia Dortmund muss nun doch bei der Nationalelf bleiben. Bundestrainer Joachim Löw hat ihn nicht wie gewünscht vom Länderspiel gegen Dänemark befreit. Der Innenverteidiger verbleibt damit im Aufgebot für das Testspiel am Mittwoch in Duisburg, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag bestätigte.
Doch der BVB aus Dortmund hat offensichtlich einen Kompromiss mit dem DFB ausgehandelt. Da Metzelder nur zwei Tage nach dem Länderspiel im Abstiegsduell beim Tabellen-17. Arminia Bielefeld antreten muss, soll er gegen die Dänen nur auf der Bank sitzen und nach Möglichkeit nicht zum Einsatz kommen.
Metzelder selbst hatte gehofft, wie acht weitere Prag-Sieger vorzeitig zurück zu seinem Verein reisen zu können. "Man sollte der prekären Situation in Dortmund Rechnung tragen", hatte der 26-Jährige nach dem 2:1-Erfolg gegen Tschechien in der EM-Qualifikation erklärt: "Mittwoch ein Länderspiel zu bestreiten und Freitag in Bielefeld zu spielen, wäre nicht optimal", erläuterte Metzelder. Möglicherweise darf er sogar am Dienstag in Dortmund am BVB-Training teilnehmen.
Im Gegensatz zu Metzelder durften die drei Bayern-Nationalspieler Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski, der gegen die Dänen ohnehin gesperrt gewesen wäre, nach dem Spiel in Prag zurück nach München reisen.
Löw hatte alle Nationalspieler vom Dänemark-Einsatz befreit, die mit ihren Clubs noch international im Einsatz sind. Die Bayern spielen in der kommenden Woche in der Champions League gegen den AC Mailand. Mannschaften, die sich noch im Kampf gegen den Abstieg befinden, sind nicht Teil dieser Vereinbarung.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
29.03.2007 - 04:46 Uhr
Täuschen, tarnen, verstecken
Spione und Fans geschickt umgangen
Bielefeld (rk). Die meisten kamen mit dem Auto, ein paar hatten sich des herrlichen Frühlingswetters wegen aufs Rad geschwungen oder ihren Nachmittagsspaziergang vorbei an den Stauteichen zur Friedrich-Hagemann-Straße gemacht – und dann standen sie da, rund 50 der größten Arminia-Fans, und warteten vergebens auf die Profis. So kurzfristig, dass nicht einmal die Medien-oder Internet-Angestellten der Geschäftsstelle davon in Kenntnis gesetzt waren, hatte Ernst Middendorp das Training auf den Vormittag verlegt. Angst vor Spionen aus Dortmund, die neueste Erkenntnisse für das Westfalenderby am Freitag, 20.30 Uhr, in der Schüco-Arena gewinnen könnten?
Angst nicht, aber: "Wir haben doch am Freitag beim Testspiel gegen Paderborn gesehen, dass uns die Dortmunder mit zwei, drei Trainern verfolgen", meinte DSC-Coach Ernst Middendorp, der seine Beweggründe für die Verlegung so erklärt: "Wenn man verschiedene neue Dinge probieren will, müssen wir eben auch mal die Tore dicht machen." Die Fans bittet der Trainer um "Verständnis für unser Vorgehen".
Wer zufälligerweise doch zur rechten Zeit am richtigen Trainingsort war, bekam mit, dass überraschend auch der eigentlich für das Dortmund-Spiel schon abgeschriebene Marcio Borges einige Übungen mitmachen konnte. Bei Borges und bei Abdelaziz Ahanfouf, der seit gestern wieder einstieg, besteht die vage Hoffnung auf Besserung. Das derzeit "größte Problem" ist laut Middendorp die Verletzung von Petr Gabriel. Von denen, die fit sind, werden am Freitag diejenigen eingesetzt, die auf ihren Positionen "den größeren Willen" beim Training zeigen.
Eine grundsätzliche taktische Änderung ist angedacht, aber noch nicht entschieden. Middendorp: "Wir sind sehr knapp in der Zeit. Aber wir müssen auf jeden Fall Abläufe finden, die dafür sorgen, dass wir mehr Druck nach vorn entwickeln."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Spione und Fans geschickt umgangen
Bielefeld (rk). Die meisten kamen mit dem Auto, ein paar hatten sich des herrlichen Frühlingswetters wegen aufs Rad geschwungen oder ihren Nachmittagsspaziergang vorbei an den Stauteichen zur Friedrich-Hagemann-Straße gemacht – und dann standen sie da, rund 50 der größten Arminia-Fans, und warteten vergebens auf die Profis. So kurzfristig, dass nicht einmal die Medien-oder Internet-Angestellten der Geschäftsstelle davon in Kenntnis gesetzt waren, hatte Ernst Middendorp das Training auf den Vormittag verlegt. Angst vor Spionen aus Dortmund, die neueste Erkenntnisse für das Westfalenderby am Freitag, 20.30 Uhr, in der Schüco-Arena gewinnen könnten?
Angst nicht, aber: "Wir haben doch am Freitag beim Testspiel gegen Paderborn gesehen, dass uns die Dortmunder mit zwei, drei Trainern verfolgen", meinte DSC-Coach Ernst Middendorp, der seine Beweggründe für die Verlegung so erklärt: "Wenn man verschiedene neue Dinge probieren will, müssen wir eben auch mal die Tore dicht machen." Die Fans bittet der Trainer um "Verständnis für unser Vorgehen".
Wer zufälligerweise doch zur rechten Zeit am richtigen Trainingsort war, bekam mit, dass überraschend auch der eigentlich für das Dortmund-Spiel schon abgeschriebene Marcio Borges einige Übungen mitmachen konnte. Bei Borges und bei Abdelaziz Ahanfouf, der seit gestern wieder einstieg, besteht die vage Hoffnung auf Besserung. Das derzeit "größte Problem" ist laut Middendorp die Verletzung von Petr Gabriel. Von denen, die fit sind, werden am Freitag diejenigen eingesetzt, die auf ihren Positionen "den größeren Willen" beim Training zeigen.
Eine grundsätzliche taktische Änderung ist angedacht, aber noch nicht entschieden. Middendorp: "Wir sind sehr knapp in der Zeit. Aber wir müssen auf jeden Fall Abläufe finden, die dafür sorgen, dass wir mehr Druck nach vorn entwickeln."
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
29.03.2007 - 17:48 Uhr
Fehlverhalten im Stadion und in den Sonderzügen
Aus aktuellem Anlass appelliert Arminia Bielefeld nachdrücklich an alle Fans, es in Zukunft zu unterlassen, Gegenstände jedweder Art auf das Spielfeld zu werfen. Im Heimspiel gegen Nürnberg wurde aus dem Bielefelder Fanblock ein gefüllter Hartplastikbecher in Richtung einer Spieleransammlung geschleudert.
Getroffen wurde zwar zum Glück niemand, doch schon die Tat als solche wird weder vom Verein noch von der DFL geduldet. Der Vorfall wurde im Schiedsrichterbericht vermerkt und der DFL gemeldet.
Leider war es nicht das erste Mal, dass es in der SchücoArena zu einem solchen Zwischenfall gekommen ist. Erst vor drei Jahren wurde der DSC mit einer Strafe von 20.000 Euro belegt, nachdem in der Partie gegen Lübeck eine Wodkaflasche (!) auf das Spielfeld geworfen wurde. Solche Aktionen sind nicht nur gefährlicher Blödsinn, sondern schaden letztendlich vor allem Arminia Bielefeld und damit auch den Fans selbst. Es kann nicht sein, dass die große Mehrheit unserer Anhänger, die den Verein nach Kräften und stets im Rahmen des Erlaubten unterstützen, unter der Dummheit einiger Weniger zu leiden haben. Sollten sich solche Fälle häufen, sehen wir uns gegebenenfalls dazu gezwungen, den Wurfschutz hinter der Südtribüne zu verlängern, was weder in unserem Sinne, noch im Sinne der Fans auf den Stehplätzen ist.
Jeder Einzelne sollte sich also darüber im Klaren sein, dass derartiges Fehlverhalten absolut kontraproduktiv ist und in letzter Konsequenz auch unangenehme persönliche Folgen haben kann. Für solche Dinge ist in einem Stadion kein Platz und wer das nicht einsieht, für den ist notfalls bald kein Platz mehr im Stadion!
Auch in den Sonderzügen zu den Auswärtsspielen hat sich zuletzt der eine oder andere leider daneben benommen. Da die Entgleisungen und Respektlosigkeiten einiger Reisenden das Maß des Tolerierbaren überschritten, sahen sich die ehrenamtlichen Organisatoren des Dachverbandes und der Verein in Einzelfällen bereits zu empfindlichen Maßnahmen gezwungen, wie etwa einem Betretungsverbot von Sonderzügen. Schlimmstenfalls droht auch hier ein Stadionverbot.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5168
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Jahreshauptversammlung des DSC
Am Mittwochabend fand die Jahreshauptversammlung des DSC Arminia Bielefeld e.V. statt.
343 Mitglieder waren der Einladung in den kleinen Saal der Bielefelder Stadthalle gefolgt und wurden Zeuge einer im Wesentlichen harmonisch verlaufenen Veranstaltung. Präsident Hans-Hermann Schwick bewertete das Jahr 2006 als "eines der erfolgreichsten" der Clubgeschichte. Die Mitgliederentwicklung verlaufe weiterhin "äußerst positiv" und habe gezeigt, dass "die Region die Bedeutung des Clubs erkannt" hat. Roland Kentsch untermauerte dies mit schwarzen Zahlen: Auf 1,4 Mio Euro beläuft sich der Jahresabschluss des Vereins. Zudem präsentierte er auch noch einmal das positive Ergebnis der ausgegliederten Profiabteilung (KGaA).
Einig waren sich beide Vorstandsmitglieder auch im Hinblick auf die Sorgen bereitende aktuelle sportliche Situation. "Der innere Wille zum Sieg ist der Weg" richtete Schwick zugleich mahnende, aber auch motivierende Worte an den vollzählig anwesenden Lizenzspieler-Kader der Blauen.
"Wenn man aus dem Rathaus kommt, ist man meistens schlauer" reflektierten Kentsch und Schwick anschließend durchaus selbstkritisch das "vielleicht zu lange Warten vor Weihnachten" bei der Bewertung der Trainerfrage. Dennoch, so die beiden, stünde die Mannschaft jetzt in der Verantwortung, den sportlichen Absturz zu vermeiden.
Totengedenken, Ehrungen und Berichte aus den Abteilungen waren weitere Tagesordnungspunkte. Bis auf eine turnusmäßige Neubesetzung der Rechnungsprüfer wurden sämtliche zur Abstimmung stehenden Ämter bestätigt, Vorstand und Verwaltungsrat wurden mit eindeutiger Mehrheit entlastet. So entließ Präsident Hans-Hermann Schwick nach exakt drei Stunden die Mitgliederversammlung in den Abend, nicht ohne jedoch mit dem beinahe jeden Wortbeitrag des Abends abschließenden Motto "All together now" noch einmal auf das Westfalenderby gegen Borussia Dortmund am Freitagabend einzuschwören.
(...)
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5164
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Ernst Middendorp hat Platz 15 fest im Visier
Von Werner Jöstingmeyer Bielefeld (WB). Der Begriff Endspiel ist im Vokabular von Ernst Middendorp nicht vorgesehen. Dennoch weist Arminias Trainer auf die Bedeutung der ersten Heimpartie unter seiner Regie morgen (20.30 Uhr/arena) hin.
»Im Hinblick auf den Sprung auf Platz 15 ist das eine ganze entscheidende Partie. Ein Sieg gegen Borussia Dortmund würde uns natürlich sehr helfen«, sagt der Bielefelder Coach. Platz 15 lautet das anvisierte Ziel. Hier möchten die Arminen nach dem 34. Spieltag landen und nicht zu den drei Absteigern zählen. »Platz 15 ist für uns wie der Gewinn der Meisterschaft«, unterstreicht der Fußball-Lehrer die Schwere dieser Aufgabe. Und Middendorp nimmt die Fans mit ins derzeit schlingernde Boot: »Gemeinsam können wir es schaffen. In der SchücoArena muss eine Atmosphäre entstehen, die ihresgleichen sucht.«
Gewissenhaft und sehr akribisch hat er die Mannschaft vorbereitet. In die Karten schauen lässt sich »Power-Ernst« aber nicht. Er bittet vielmehr die Zuschauer um Verständnis, die gestern Nachmittag vergeblich zum Trainingsgelände gepilgert waren. »Wir werden derzeit ständig von Dortmund beobachtet. Deshalb muss momentan eine kurzfristige Verlegung der Übungsstunde erlaubt sein.« Grinsend gibt Middendorp allerdings zu: »Auch wir sind über die Abläufe beim Borussen-Training bestens informiert.« Dass es personelle und taktische Veränderungen in der Bielefelder Anfangsformation geben wird, ist für Middendorp beschlossene Sache. Noch behält der Coach die Maßnahmen aber für sich. Fest steht nur, dass Petr Gabriel und Abdelaziz Ahanfouf aufgrund ihrer Verletzungen nicht dem Kader angehören werden. Dafür rechnet Arminias Trainer fest mit Sibusiso Zuma. Er habe mit Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira telefoniert und die Zusage erhalten, dass Zuma pünktlich im Flugzeug sitzt. Insofern geht Middendorp davon aus, dass er Zuma heute beim Abschlusstraining begrüßen kann. Von seiner Truppe erwartet Middendorp morgen Abend »Aktivitäten, die uns gut tun werden.« Wie die aussehen sollen, behält der Coach ebenfalls für sich. Den Spielern hat er allerdings schon unter der Woche zu verstehen gegeben: »Wer damit nicht klar kommt, wird es auch Freitag ab 20.30 Uhr nicht begreifen.«
Eine Reaktion auf die Middendorpsche Kritik (»das ist nicht der Hain, wie ich ihn kenne«) hat unterdessen Arminias Torwart gezeigt. Der DSC-Coach erfreut: »Mathias hat die Herausforderung angenommen. Ich habe aber auch nichts anderes von ihm erwartet.« Ob Bielefelds Nummer eins oder Marc Ziegler, der trotz Fingerverletzung trainieren konnte, gegen Dortmund zwischen den Pfosten steht, will Middendorp ebenfalls erst heute entscheiden.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
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Bielefeld zeigt Flagge
Am Freitagabend ist Borussia Dortmund zu Gast in der SchücoArena und wenn sie auf ihrem Weg dorthin am Willy-Brandt-Platz vorbeiführen, wäre es dem letzten Borussen klar: Ganz Bielefeld steht hinter dem DSC.
Sieben Arminia-Flaggen flattern seit Donnerstagnachmittag, 16:00 Uhr, an den Fahnenstangen im Kreisverkehr am Willy-Brandt-Platz. Geboren wurde die Idee keine 24 Stunden zuvor. Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung waren sich Vorstandsmitglied Andreas Mamerow und Bielefeld-Marketing Geschäftsführer Hans-Rudolf Holtkamp schnell einig, wie man auf besonders plakative Art und Weise die Verbundenheit der Stadt mit dem DSC zum Ausdruck bringen könnte.
Auch ein heftiger Regenguss konnte Andreas Mamerow und Andreas Rüther, Mitglied des Bielefelder Stadtrates und als Vertretung für Hans-Rudolf Holtkamp vor Ort, nicht davon abhalten, symbolisch eine der sieben Flaggen zu hissen. Sogar die ARMINIS bemerkten, woher der Wind weht. Auf dem Weg zu ihrem „Termin“ bei Radio Bielefeld, gesellten sie sich mit ihrem Plakat „ARMINIS-All together now“ zu der Zeremonie.
Bis Montag zeigt Bielefeld Flagge für den DSC – das dürfte auch ganz nach dem Geschmack von Cheftrainer Ernst Middendorp sein, der schon gleich nach dem Spiel in Aachen auf die Solidarität der Bielefelder baute. Jüngst erneuerte er seinen Appell sogar per Videobotschaft auf der Intro-Seite der DSC-Homepage. Vor dem Spiel gegen den BVB liegt also in der Stadt etwas in der Luft. Es riecht nach Anspannung aber auch nach jeder Menge Vorfreude auf das erste Freitagabendspiel in der Saison.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5175
Aus aktuellem Anlass appelliert Arminia Bielefeld nachdrücklich an alle Fans, es in Zukunft zu unterlassen, Gegenstände jedweder Art auf das Spielfeld zu werfen. Im Heimspiel gegen Nürnberg wurde aus dem Bielefelder Fanblock ein gefüllter Hartplastikbecher in Richtung einer Spieleransammlung geschleudert.
Getroffen wurde zwar zum Glück niemand, doch schon die Tat als solche wird weder vom Verein noch von der DFL geduldet. Der Vorfall wurde im Schiedsrichterbericht vermerkt und der DFL gemeldet.
Leider war es nicht das erste Mal, dass es in der SchücoArena zu einem solchen Zwischenfall gekommen ist. Erst vor drei Jahren wurde der DSC mit einer Strafe von 20.000 Euro belegt, nachdem in der Partie gegen Lübeck eine Wodkaflasche (!) auf das Spielfeld geworfen wurde. Solche Aktionen sind nicht nur gefährlicher Blödsinn, sondern schaden letztendlich vor allem Arminia Bielefeld und damit auch den Fans selbst. Es kann nicht sein, dass die große Mehrheit unserer Anhänger, die den Verein nach Kräften und stets im Rahmen des Erlaubten unterstützen, unter der Dummheit einiger Weniger zu leiden haben. Sollten sich solche Fälle häufen, sehen wir uns gegebenenfalls dazu gezwungen, den Wurfschutz hinter der Südtribüne zu verlängern, was weder in unserem Sinne, noch im Sinne der Fans auf den Stehplätzen ist.
Jeder Einzelne sollte sich also darüber im Klaren sein, dass derartiges Fehlverhalten absolut kontraproduktiv ist und in letzter Konsequenz auch unangenehme persönliche Folgen haben kann. Für solche Dinge ist in einem Stadion kein Platz und wer das nicht einsieht, für den ist notfalls bald kein Platz mehr im Stadion!
Auch in den Sonderzügen zu den Auswärtsspielen hat sich zuletzt der eine oder andere leider daneben benommen. Da die Entgleisungen und Respektlosigkeiten einiger Reisenden das Maß des Tolerierbaren überschritten, sahen sich die ehrenamtlichen Organisatoren des Dachverbandes und der Verein in Einzelfällen bereits zu empfindlichen Maßnahmen gezwungen, wie etwa einem Betretungsverbot von Sonderzügen. Schlimmstenfalls droht auch hier ein Stadionverbot.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5168
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Jahreshauptversammlung des DSC
Am Mittwochabend fand die Jahreshauptversammlung des DSC Arminia Bielefeld e.V. statt.
343 Mitglieder waren der Einladung in den kleinen Saal der Bielefelder Stadthalle gefolgt und wurden Zeuge einer im Wesentlichen harmonisch verlaufenen Veranstaltung. Präsident Hans-Hermann Schwick bewertete das Jahr 2006 als "eines der erfolgreichsten" der Clubgeschichte. Die Mitgliederentwicklung verlaufe weiterhin "äußerst positiv" und habe gezeigt, dass "die Region die Bedeutung des Clubs erkannt" hat. Roland Kentsch untermauerte dies mit schwarzen Zahlen: Auf 1,4 Mio Euro beläuft sich der Jahresabschluss des Vereins. Zudem präsentierte er auch noch einmal das positive Ergebnis der ausgegliederten Profiabteilung (KGaA).
Einig waren sich beide Vorstandsmitglieder auch im Hinblick auf die Sorgen bereitende aktuelle sportliche Situation. "Der innere Wille zum Sieg ist der Weg" richtete Schwick zugleich mahnende, aber auch motivierende Worte an den vollzählig anwesenden Lizenzspieler-Kader der Blauen.
"Wenn man aus dem Rathaus kommt, ist man meistens schlauer" reflektierten Kentsch und Schwick anschließend durchaus selbstkritisch das "vielleicht zu lange Warten vor Weihnachten" bei der Bewertung der Trainerfrage. Dennoch, so die beiden, stünde die Mannschaft jetzt in der Verantwortung, den sportlichen Absturz zu vermeiden.
Totengedenken, Ehrungen und Berichte aus den Abteilungen waren weitere Tagesordnungspunkte. Bis auf eine turnusmäßige Neubesetzung der Rechnungsprüfer wurden sämtliche zur Abstimmung stehenden Ämter bestätigt, Vorstand und Verwaltungsrat wurden mit eindeutiger Mehrheit entlastet. So entließ Präsident Hans-Hermann Schwick nach exakt drei Stunden die Mitgliederversammlung in den Abend, nicht ohne jedoch mit dem beinahe jeden Wortbeitrag des Abends abschließenden Motto "All together now" noch einmal auf das Westfalenderby gegen Borussia Dortmund am Freitagabend einzuschwören.
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Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5164
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Ernst Middendorp hat Platz 15 fest im Visier
Von Werner Jöstingmeyer Bielefeld (WB). Der Begriff Endspiel ist im Vokabular von Ernst Middendorp nicht vorgesehen. Dennoch weist Arminias Trainer auf die Bedeutung der ersten Heimpartie unter seiner Regie morgen (20.30 Uhr/arena) hin.
»Im Hinblick auf den Sprung auf Platz 15 ist das eine ganze entscheidende Partie. Ein Sieg gegen Borussia Dortmund würde uns natürlich sehr helfen«, sagt der Bielefelder Coach. Platz 15 lautet das anvisierte Ziel. Hier möchten die Arminen nach dem 34. Spieltag landen und nicht zu den drei Absteigern zählen. »Platz 15 ist für uns wie der Gewinn der Meisterschaft«, unterstreicht der Fußball-Lehrer die Schwere dieser Aufgabe. Und Middendorp nimmt die Fans mit ins derzeit schlingernde Boot: »Gemeinsam können wir es schaffen. In der SchücoArena muss eine Atmosphäre entstehen, die ihresgleichen sucht.«
Gewissenhaft und sehr akribisch hat er die Mannschaft vorbereitet. In die Karten schauen lässt sich »Power-Ernst« aber nicht. Er bittet vielmehr die Zuschauer um Verständnis, die gestern Nachmittag vergeblich zum Trainingsgelände gepilgert waren. »Wir werden derzeit ständig von Dortmund beobachtet. Deshalb muss momentan eine kurzfristige Verlegung der Übungsstunde erlaubt sein.« Grinsend gibt Middendorp allerdings zu: »Auch wir sind über die Abläufe beim Borussen-Training bestens informiert.« Dass es personelle und taktische Veränderungen in der Bielefelder Anfangsformation geben wird, ist für Middendorp beschlossene Sache. Noch behält der Coach die Maßnahmen aber für sich. Fest steht nur, dass Petr Gabriel und Abdelaziz Ahanfouf aufgrund ihrer Verletzungen nicht dem Kader angehören werden. Dafür rechnet Arminias Trainer fest mit Sibusiso Zuma. Er habe mit Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira telefoniert und die Zusage erhalten, dass Zuma pünktlich im Flugzeug sitzt. Insofern geht Middendorp davon aus, dass er Zuma heute beim Abschlusstraining begrüßen kann. Von seiner Truppe erwartet Middendorp morgen Abend »Aktivitäten, die uns gut tun werden.« Wie die aussehen sollen, behält der Coach ebenfalls für sich. Den Spielern hat er allerdings schon unter der Woche zu verstehen gegeben: »Wer damit nicht klar kommt, wird es auch Freitag ab 20.30 Uhr nicht begreifen.«
Eine Reaktion auf die Middendorpsche Kritik (»das ist nicht der Hain, wie ich ihn kenne«) hat unterdessen Arminias Torwart gezeigt. Der DSC-Coach erfreut: »Mathias hat die Herausforderung angenommen. Ich habe aber auch nichts anderes von ihm erwartet.« Ob Bielefelds Nummer eins oder Marc Ziegler, der trotz Fingerverletzung trainieren konnte, gegen Dortmund zwischen den Pfosten steht, will Middendorp ebenfalls erst heute entscheiden.
Quelle: http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php
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Bielefeld zeigt Flagge
Am Freitagabend ist Borussia Dortmund zu Gast in der SchücoArena und wenn sie auf ihrem Weg dorthin am Willy-Brandt-Platz vorbeiführen, wäre es dem letzten Borussen klar: Ganz Bielefeld steht hinter dem DSC.
Sieben Arminia-Flaggen flattern seit Donnerstagnachmittag, 16:00 Uhr, an den Fahnenstangen im Kreisverkehr am Willy-Brandt-Platz. Geboren wurde die Idee keine 24 Stunden zuvor. Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung waren sich Vorstandsmitglied Andreas Mamerow und Bielefeld-Marketing Geschäftsführer Hans-Rudolf Holtkamp schnell einig, wie man auf besonders plakative Art und Weise die Verbundenheit der Stadt mit dem DSC zum Ausdruck bringen könnte.
Auch ein heftiger Regenguss konnte Andreas Mamerow und Andreas Rüther, Mitglied des Bielefelder Stadtrates und als Vertretung für Hans-Rudolf Holtkamp vor Ort, nicht davon abhalten, symbolisch eine der sieben Flaggen zu hissen. Sogar die ARMINIS bemerkten, woher der Wind weht. Auf dem Weg zu ihrem „Termin“ bei Radio Bielefeld, gesellten sie sich mit ihrem Plakat „ARMINIS-All together now“ zu der Zeremonie.
Bis Montag zeigt Bielefeld Flagge für den DSC – das dürfte auch ganz nach dem Geschmack von Cheftrainer Ernst Middendorp sein, der schon gleich nach dem Spiel in Aachen auf die Solidarität der Bielefelder baute. Jüngst erneuerte er seinen Appell sogar per Videobotschaft auf der Intro-Seite der DSC-Homepage. Vor dem Spiel gegen den BVB liegt also in der Stadt etwas in der Luft. Es riecht nach Anspannung aber auch nach jeder Menge Vorfreude auf das erste Freitagabendspiel in der Saison.
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5175
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Juan-Lede am 29.03.2007 um 17:51 Uhr bearbeitet
30.03.2007 - 07:32 Uhr
Middendorp fordert Entscheidungsfreudigkeit
Mehr individueller Spielraum im neuen System gegen Dortmund
Bielefeld (tzi). Brav kündigte Ernst Middendorp die Veränderung bei der Pressekonferenz an. Statt um 10 Uhr bittet der neue DSC-Trainer heute um 14 Uhr zur abschließenden Einheit vor dem Spiel gegen Dortmund (Freitag, 20.30 Uhr). Diesmal hat die Verlegung anders als am Dienstag nichts mit möglicher Spionage-Abwehr zu tun. "Wir wollen danach direkt ins Mannschaftshotel fahren", begründet Middendorp. Auch das ist allerdings eine Veränderung des ursprünglich geplanten Ablaufs, der für die Profis vor dem Abstiegs-Krimi keine gemeinsame Übernachtung vorsah.
Es ist eben nur noch wenig so wie vorher, seit Middendorp nach seiner Auftaktniederlage in Aachen in den fünften Gang hochschaltete. Selbst die Spieler werden erst heute von ihm "nach und nach" informiert, ob ihnen ein Platz in der Anfangself zugedacht ist. Middendorp ließ bislang nur raus, dass "es eine Veränderung im System geben wird".
Viel spricht für Viererkette (ohne den verletzten Gabriel), Dreier-Mittelfeld und Dreier-Angriff, wobei im Mittelfeld zentral ein defensiver Abräumer (Kauf oder Kucera) installiert wird, davor auf den Halbpositionen zwei Spieler (gesetzt: Böhme), die Verbindung zwischen Defensive und Offensive schaffen, vorne Eigler (oder Zuma, der heute nach seiner Länderspielreise zurück erwartet wird), Wichniarek und Kobylik.
Und wenn Middendorp anders spielen lässt, weil er die Dortmunder überraschen will, erwartet er vor allem im vorderen Bereich "mehr Entscheidungsfreudigkeit". Das spräche für Zuma, den Middendorp als "ernsthafte Alternative" bezeichnete.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Mehr individueller Spielraum im neuen System gegen Dortmund
Bielefeld (tzi). Brav kündigte Ernst Middendorp die Veränderung bei der Pressekonferenz an. Statt um 10 Uhr bittet der neue DSC-Trainer heute um 14 Uhr zur abschließenden Einheit vor dem Spiel gegen Dortmund (Freitag, 20.30 Uhr). Diesmal hat die Verlegung anders als am Dienstag nichts mit möglicher Spionage-Abwehr zu tun. "Wir wollen danach direkt ins Mannschaftshotel fahren", begründet Middendorp. Auch das ist allerdings eine Veränderung des ursprünglich geplanten Ablaufs, der für die Profis vor dem Abstiegs-Krimi keine gemeinsame Übernachtung vorsah.
Es ist eben nur noch wenig so wie vorher, seit Middendorp nach seiner Auftaktniederlage in Aachen in den fünften Gang hochschaltete. Selbst die Spieler werden erst heute von ihm "nach und nach" informiert, ob ihnen ein Platz in der Anfangself zugedacht ist. Middendorp ließ bislang nur raus, dass "es eine Veränderung im System geben wird".
Viel spricht für Viererkette (ohne den verletzten Gabriel), Dreier-Mittelfeld und Dreier-Angriff, wobei im Mittelfeld zentral ein defensiver Abräumer (Kauf oder Kucera) installiert wird, davor auf den Halbpositionen zwei Spieler (gesetzt: Böhme), die Verbindung zwischen Defensive und Offensive schaffen, vorne Eigler (oder Zuma, der heute nach seiner Länderspielreise zurück erwartet wird), Wichniarek und Kobylik.
Und wenn Middendorp anders spielen lässt, weil er die Dortmunder überraschen will, erwartet er vor allem im vorderen Bereich "mehr Entscheidungsfreudigkeit". Das spräche für Zuma, den Middendorp als "ernsthafte Alternative" bezeichnete.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
30.03.2007 - 12:28 Uhr
Das Knistern vor dem Derby
Zuma und Tesche als Überraschungsmomente
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Das Stadion ist ausverkauft. Jahrhunderttrainer Ernst Middendorp feiert sein Heimdebüt. Für beide Klubs geht es um den Klassenerhalt. Vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund, heute Abend 20.30 Uhr, knistert es in der Luft. Fatmir Vata und Jörg Böhme gifteten sich während des Abschlusstrainings an, beinahe kam es zu Handgreiflichkeiten. Trainer Ernst Middendorp schaute ganz genau hin.
"Die Mannschaft zeigt Spannung", sagte Middendorp und scheint zufrieden mit der Verfassung seiner Schützlinge. "Die Mannschaft lebt", ergänzte Markus Schuler: "Die Woche hat uns aufgerüttelt. Wir sind alle frisch, und das ist die Voraussetzung, um hundertprozentig fit in die Partie zu gehen." Den Spielern ist die Bedeutung der Partie klar, auch wenn niemand den Begriff Endspiel benutzen will. "Ein Sieg ist enorm wichtig", weiß Linksverteidiger Schuler.
Für Arminia geht es um den Klassenerhalt und damit auch für viele Spieler, einen Arbeitsplatz in der Beletage des Fußballs zu behalten. "Wo haben denn Spieler wie Böhme oder Kauf die Chance Erste Liga zu spielen? Hier in Bielefeld! Da erwarte ich eine Reaktion", sagt Middendorp. Eine solche ist auch vom Trainer zu erwarten. "Neue Gesichter" kündigte Middendorp an.
Eines könnte das von Robert Tesche sein. "Tesche ist eine Alternative", sagte Middendorp. Der 19-Jährige gehört im Gegensatz zu Ioannis Masmanidis, Marcel Ndjeng, Tim Danneberg, Marcio Borges und den angeschlagenen Petr Gabriel und Abdelaziz Ahanfouf zum Kader für das Westfalenderby. Tobias Rau ist auch mit nach Halle gefahren, obwohl er über Leistenprobleme klagte. "Ich freue mich natürlich, dabei zu sein. Wahrscheinlich werde ich nicht ganz so gut schlafen, aber wenn ich ran muss, spiele ich meinen Stiefel runter", sagte Tesche.
Zuma zurück in Bielefeld
Eine weitere Alternative ist Sibusiso Zuma. Um 13.45 Uhr erreichte der Angreifer das Trainingsgelände. Nach dem Freundschaftsspiel gegen Bolivien (0:1) bestieg der südafrikanische Nationalspieler in der Nacht zu Donnerstag ein Flugzeug Richtung Europa. Ernst Middendorp hatte seinem Stürmer noch telefonisch eine Schlafmöglichkeit im Flieger organisieren können. Über Amsterdam kehrte Zuma gestern morgen nach Bielefeld zurück.
Welche Rolle Zuma spielen kann, ließ Ernst Middendorp offen. "Ich muss ihn mir am Freitagmorgen anschauen und mit ihm sprechen." Erst am Tag des Spiels will Middendorp der Mannschaft seine Startelf mitteilen. Niemand darf sich mehr sicher sein. Völlig offen scheint nicht nur das Duell der Torhüter zu sein, nachdem Middendorp Mathias Hain attestierte, "auf und neben dem Platz wieder der Alte zu sein". Die Leibchenverteilung beim Abschlusstraining ließ keine Schlüsse zu.
Hier die voraussichtliche Aufstellung: Hain - Korzynietz, Westermann, Bollmann, Schuler - Kobylik, Kauf (Tesche), Kucera - Eigler, Wichniarek, Böhme.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
Zuma und Tesche als Überraschungsmomente
VON PETER BURKAMP
Bielefeld. Das Stadion ist ausverkauft. Jahrhunderttrainer Ernst Middendorp feiert sein Heimdebüt. Für beide Klubs geht es um den Klassenerhalt. Vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund, heute Abend 20.30 Uhr, knistert es in der Luft. Fatmir Vata und Jörg Böhme gifteten sich während des Abschlusstrainings an, beinahe kam es zu Handgreiflichkeiten. Trainer Ernst Middendorp schaute ganz genau hin.
"Die Mannschaft zeigt Spannung", sagte Middendorp und scheint zufrieden mit der Verfassung seiner Schützlinge. "Die Mannschaft lebt", ergänzte Markus Schuler: "Die Woche hat uns aufgerüttelt. Wir sind alle frisch, und das ist die Voraussetzung, um hundertprozentig fit in die Partie zu gehen." Den Spielern ist die Bedeutung der Partie klar, auch wenn niemand den Begriff Endspiel benutzen will. "Ein Sieg ist enorm wichtig", weiß Linksverteidiger Schuler.
Für Arminia geht es um den Klassenerhalt und damit auch für viele Spieler, einen Arbeitsplatz in der Beletage des Fußballs zu behalten. "Wo haben denn Spieler wie Böhme oder Kauf die Chance Erste Liga zu spielen? Hier in Bielefeld! Da erwarte ich eine Reaktion", sagt Middendorp. Eine solche ist auch vom Trainer zu erwarten. "Neue Gesichter" kündigte Middendorp an.
Eines könnte das von Robert Tesche sein. "Tesche ist eine Alternative", sagte Middendorp. Der 19-Jährige gehört im Gegensatz zu Ioannis Masmanidis, Marcel Ndjeng, Tim Danneberg, Marcio Borges und den angeschlagenen Petr Gabriel und Abdelaziz Ahanfouf zum Kader für das Westfalenderby. Tobias Rau ist auch mit nach Halle gefahren, obwohl er über Leistenprobleme klagte. "Ich freue mich natürlich, dabei zu sein. Wahrscheinlich werde ich nicht ganz so gut schlafen, aber wenn ich ran muss, spiele ich meinen Stiefel runter", sagte Tesche.
Zuma zurück in Bielefeld
Eine weitere Alternative ist Sibusiso Zuma. Um 13.45 Uhr erreichte der Angreifer das Trainingsgelände. Nach dem Freundschaftsspiel gegen Bolivien (0:1) bestieg der südafrikanische Nationalspieler in der Nacht zu Donnerstag ein Flugzeug Richtung Europa. Ernst Middendorp hatte seinem Stürmer noch telefonisch eine Schlafmöglichkeit im Flieger organisieren können. Über Amsterdam kehrte Zuma gestern morgen nach Bielefeld zurück.
Welche Rolle Zuma spielen kann, ließ Ernst Middendorp offen. "Ich muss ihn mir am Freitagmorgen anschauen und mit ihm sprechen." Erst am Tag des Spiels will Middendorp der Mannschaft seine Startelf mitteilen. Niemand darf sich mehr sicher sein. Völlig offen scheint nicht nur das Duell der Torhüter zu sein, nachdem Middendorp Mathias Hain attestierte, "auf und neben dem Platz wieder der Alte zu sein". Die Leibchenverteilung beim Abschlusstraining ließ keine Schlüsse zu.
Hier die voraussichtliche Aufstellung: Hain - Korzynietz, Westermann, Bollmann, Schuler - Kobylik, Kauf (Tesche), Kucera - Eigler, Wichniarek, Böhme.
Quelle: http://www.nw-news.de/nw/sport/dsc_arminia/
31.03.2007 - 16:46 Uhr
Der Tag danach
Trotz der immensen Bedeutung des Westfalenderbys gegen Borussia Dortmund sahen am Freitagabend 26.601 Zuschauer ein größtenteils faires Spiel. Zwei Arminen trugen dennoch Verletzungen davon.
So mussten sowohl Sibusiso Zuma als auch Sieg-Torschütze Jonas Kamper auf die samstägliche Auslauf-Einheit verzichten. Der Südafrikaner verletzte sich in der ersten Halbzeit an der linken Hand; ein Knochen zwischen Unterarm und Handgelenk ist gebrochen. Eine Spezialschiene soll allerdings den "Puma" ab Montag wieder trainieren lassen, so dass sein Einsatz für das Spiel in Berlin zunächst einmal nicht gefährdet scheint. Jonas Kamper klagte nach seinem erfolgreichen Joker-Auftritt über Probleme im Sprunggelenk, eine genauere Diagnose steht noch nicht fest.
Während es die restlichen "Derby-Helden" bei einem leichten Regenerations-Training beließen, absolvierte Co-Trainer Jörg Weber mit den nicht zum Einsatz gekommenen Spielern eine intensive Laufeinheit. Chefcoach Ernst Middendorp machte sich nach dem Training auf nach Nürnberg, um den kommenden Gegner Hertha BSC Berlin zu beobachten.
Nachdem gestern mit Robert Tesche ein weiterer Nachwuchsspieler sein erfolgreiches Profi-Debut feiern konnte, setzt der DSC das Konzept, junge Talente Schritt für Schritt zu integrieren, unbeirrt fort: Die beiden Jugend-Nationalspieler Maik Rodenberg und Matthias Haeder werden in der kommenden Woche bei den Profis mittrainieren.
"Die beiden gehören zwar noch zum jüngeren Jahrgang der A-Junioren, sollen aber schon mal bei uns reinschnuppern", so Weber, der sich im Übrigen über die Leistung von Robert Tesche ganz besonders freute: "Er ist ja auch ein bisschen mein Spieler. Seinen Einsatz hat er sich durch konstant gute Trainingsleistungen redlich verdient. Robert ist ein Juwel, wenn er so weitermacht, haben wir noch viel Freude an ihm".
Quelle: http://www.arminia-bielefeld.de/index.php?id=122&no_cache=1&viewid=5186
Trotz der immensen Bedeutung des Westfalenderbys gegen Borussia Dortmund sahen am Freitagabend 26.601 Zuschauer ein größtenteils faires Spiel. Zwei Arminen trugen dennoch Verletzungen davon.
So mussten sowohl Sibusiso Zuma als auch Sieg-Torschütze Jonas Kamper auf die samstägliche Auslauf-Einheit verzichten. Der Südafrikaner verletzte sich in der ersten Halbzeit an der linken Hand; ein Knochen zwischen Unterarm und Handgelenk ist gebrochen. Eine Spezialschiene soll allerdings den "Puma" ab Montag wieder trainieren lassen, so dass sein Einsatz für das Spiel in Berlin zunächst einmal nicht gefährdet scheint. Jonas Kamper klagte nach seinem erfolgreichen Joker-Auftritt über Probleme im Sprunggelenk, eine genauere Diagnose steht noch nicht fest.
Während es die restlichen "Derby-Helden" bei einem leichten Regenerations-Training beließen, absolvierte Co-Trainer Jörg Weber mit den nicht zum Einsatz gekommenen Spielern eine intensive Laufeinheit. Chefcoach Ernst Middendorp machte sich nach dem Training auf nach Nürnberg, um den kommenden Gegner Hertha BSC Berlin zu beobachten.
Nachdem gestern mit Robert Tesche ein weiterer Nachwuchsspieler sein erfolgreiches Profi-Debut feiern konnte, setzt der DSC das Konzept, junge Talente Schritt für Schritt zu integrieren, unbeirrt fort: Die beiden Jugend-Nationalspieler Maik Rodenberg und Matthias Haeder werden in der kommenden Woche bei den Profis mittrainieren.
"Die beiden gehören zwar noch zum jüngeren Jahrgang der A-Junioren, sollen aber schon mal bei uns reinschnuppern", so Weber, der sich im Übrigen über die Leistung von Robert Tesche ganz besonders freute: "Er ist ja auch ein bisschen mein Spieler. Seinen Einsatz hat er sich durch konstant gute Trainingsleistungen redlich verdient. Robert ist ein Juwel, wenn er so weitermacht, haben wir noch viel Freude an ihm".
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