SV Darmstadt 98 SV Darmstadt 98
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Pressethread (Linksammlung)

23.02.2016 - 18:56 Uhr
Pressethread (Linksammlung) |#1331
14.08.2018 - 12:25 Uhr
Zitat von Forever98

Sich selbst als Demokrat zu bezeichnen schließt ja nicht aus, dass man die gültige Staatsform nicht als Demokratie ansieht, darauf kommst du aber nicht Cool
Es ist müßig darüber zu diskutieren, denn es geht hier um Sport, wie man sieht ist eine solche Diskussion in diesem Bezug nicht zu führen.


Jetzt wird es aber grotesk. Wahrscheinlich ist die Erde auch eine Scheibe ...rolleyes
Es gibt genügend Staaten, deren Bewohner sich glücklich schätzen würden, sie hätten eine ähnliche Staatsform wie wir in Deutschland.
Aber es stimmt: Hier sollten wir es bei der Diskussion rund um das runde Leder belassen.
Pressethread (Linksammlung) |#1332
14.08.2018 - 13:04 Uhr
Zitat von matti55

Zitat von DAbleiben

...)
Wer also (...) AfD Anhänger ist, der stellt sich gegen Integration. Damit passt er nicht zu den Grundwerten des SVD. So einfach ist das.(...)


Das ist eben überhaupt nicht so einfach, denn so pauschalisiert man nur und das ist Populismus pur!

Ich halte mal dagegen: "Es wird Hunderttausende AfD-Anhänger geben, die nicht gegen Integration sind"!

Und nun? Wer kann es widerlegen?

Gut, diese Diskussion bringt uns nicht weiter.

Politische Parolen wurden übrigens am Millerntor sehr wohl gezeigt - im Heimbereich der Hamburger Fans.

Halte es aber für wenig clever, wie unser Sportverein hier reagiert hat. So gibt man nur weitere Argumente, dass sich die AfD-Wähler wieder mal in die Opferrolle gedrängt fühlen. So stärkt man die AfD. Ist bei der CSU schon schief gegangen.

Okay, ich schreibe dann nichts mehr dazu.



Schau' meine Beiträge mal bitte vollständig an.
Ich habe explizit nicht alle Wähler der AfD als integrationsfeindlich betitelt.
Genau wie der SVD erstmal gegen die Partei Stellung bezieht, nicht gegen alle Wähler der AfD.

Schau, das habe ich dazu geschrieben:
"Mir ist bewusst, dass die Wähler der AfD mittlerweile weit in die Bevölkerung hineinreichen. Das ist dramatisch. Nicht jeder Wähler der AfD steht genau zu diesen Ausgrenzungen. Der Verein hat sich zurecht auch nicht gegen die Wähler gewendet. Sondern gegen die Postings das AfD Ortsverbandes. Und darüber hinaus darauf hingewiesen, dass der SVD für interkulturellen Austausch und Integration steht. Diese Ausrichtung ist so elementar, dass man Menschen, die an Ausgrenzung interessiert sind, nicht im Verein haben will."

Und in einem weiteren Beitrag daran anknüpfend:
"NPD und AfD nicht.
Wer also NPD oder AfD Anhänger ist, der stellt sich gegen Integration. Damit passt er nicht zu den Grundwerten des SVD.
...
Für Wähler gilt das nicht zwingend. Hier kann sich jeder selbst reflektieren, warum er die Partei wählt."


Mir in diesem Zusammenhang Pauschalisierung und Populismus vorzuwerfen ist aller unterste Kanone.

Der Vergleich mit der CSU ist abstrus. Die CSU macht das Gegenteil. Sie übernimmt viele Meinungen, die aus der AfD kommen. Der SVD grenzt sich davon ab. Wie soll das zusammenpassen?

•     •     •


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Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 14.08.2018 um 13:06 Uhr bearbeitet
Pressethread (Linksammlung) |#1333
14.08.2018 - 13:14 Uhr
Zitat von Forever98

Was fällt dir eigentlich zur Regierungspartei und ihrem Nazibezug in den letzten Jahrzehnten ein? Die CDU hat immer wieder gerne altgediente NSDAP Mitglieder in Ortsverbänden empfangen, hatte Ministerpräsidenten (Filbinger) die Recht (Unrecht!!!) gesprochen haben, der Gründer unseres Geheimdienstes war die rechte Hand von Admiral Canaris und wurde trotzdem von Adenauer mit dem Posten betraut. Das ist aber dann Ok???? Was machen wir jetzt also mit den CDU Wählern und Mitgliedern? Deine Geschichtskenntnisse sind mit Verlaub gesagt nicht vorhanden oder verdrängt. Was ist denn schlimmer? Ich kenne die Antwort schon. Mit dieser gleichgeschalteten Meinung fährt man vielleicht gut, geht aber dummerweise an der Wahrheit vorbei.Und erspar mir bitte weitere politische Belehrungen wenn sie von solcher Ahnungslosigkeit gespeist sind


Unpassender Ansatz.
Die CDU als Partei steht keineswegs gegen Integration. Die AfD durchaus.
Geschichtliche Hinweise bringen uns da nicht weiter.
Entsprechend ist es weiterhin ganz einfach:

Wer für Integration ist, der ist willkommen. Die CDU als Partei fällt da rein.
Wer gegen Integration ist, der ist nicht willkommen. Die AfD als Partei fällt da rein.

Über die Wähler hat der SVD keinesfalls pauschal geurteilt.
Wer AfD wählt, aber trotzdem für Integration ist, der ist immer willkommen.

Im Umkehrschluss gilt aber auch:
Wer die Linke wählt und gegen Integration ist (gegen die Parteimeinung), der ist ebenfalls nicht willkommen im Verein.

Da man in einen Menschen nicht hineinschauen kann, ist der Statement ein Appell, dass jeder seine Meinung dazu hinterfagt, bevor er zum SVD kommt.
Für die Partei AfD lässt sich in aber klar feststellen, dass sie gegen Integration ist. Dies ist nicht willkommen. Inszenierungen der Partei mit dem Verein sind unerwünscht.
Mehr wurde nicht gesagt.
Und das passt 100%.
Die Grundsätze des Vereins in Bezug auf Integration wäre eine Farce, wenn man das mit sich machen ließe.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 14.08.2018 um 13:15 Uhr bearbeitet
Pressethread (Linksammlung) |#1334
14.08.2018 - 13:51 Uhr
@DAbleiben : Integration ist nicht Migration.
Bis auf einzelne Personen wird wohl auch die AfD für eine gelungene Integration hier lebender Ausländer sein.
Pressethread (Linksammlung) |#1335
14.08.2018 - 14:36 Uhr
Zitat von Heiner81

@DAbleiben : Integration ist nicht Migration.
Bis auf einzelne Personen wird wohl auch die AfD für eine gelungene Integration hier lebender Ausländer sein.


Der SVD steht für ein vorurteilsfreies, respektvolles Zusammensein von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, mit/ohne Behinderung usw.
Zu glauben, dass ein freundlicher Dialog und Annäherung mit z.B. muslimischen Mitbürgern bei der AfD möglich ist, finde ich mehr als naiv.
Beim Verein sieht man "fremde" Menschen als Bereicherung an, die ihre Kultur in unsere Gesellschaft einbringen können.
Die AfD will möglichst wenige "Fremde" hier haben. Und wenn, dann sollen die sich angleichen. Integration bedeutet aber nicht Angleichung an die Vorherrschende Norm, sondern dass jeder seinen Hintergrund in ein großes ganzes einbringt.

Integration war hier nur ein einzelnes Schlagwort verwendet. Es stehen aber noch mehr Werte dahinter.
Die AfD verwendet aber bereits den Begriff Integration anders als er ansonsten und auch vom SVD verwendet wird.

Weiterhin reicht der SVD natürlich auch Flüchtlingen die Hand. Die AfD will am liebsten keine Flüchtlinge reinlassen und von den bereits angekommenen möglichst schnell möglichst viele abschieben.
Nun kann man sich nicht hinstellen und sagen: Ist ja ok, was der SVD so will, aber die Flüchtlinge (Migranten) wollen wir nicht.
Eine einzelne Gruppe davon auszunehmen ist nicht eine geringfügige Einschränkung sondern zeigt, dass man die Werte im Grundsatz nicht teilt.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 14.08.2018 um 14:37 Uhr bearbeitet
Pressethread (Linksammlung) |#1336
14.08.2018 - 14:50 Uhr
Quelle: www.fr.de
Auch rassistischen und fremdenfeindlichen Bestrebungen und anderen diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen trete man „entschieden entgegen“. Da die Positionen, für die die AfD einstehe, „nicht in Einklang mit den Werten zu bringen sind, die wir verkörpern“, sollten Mitglieder der Partei ihre Anhängerschaft zum SV 98 „dringend überdenken“. „Wir wollen Menschen mit solchem Gedankengut nicht in unseren Fanblöcken haben!“, heißt es zum Abschluss der mit dem Vereinspräsidium abgestimmten Reaktion.

Der Darmstädter AfD-Fraktionsvorsitzende Siegfried Elbert äußerte am Montagnachmittag ebenfalls auf Facebook, die diskriminierenden und „widerlichen Antworten“ würden ihn „nicht davon abhalten, auch weiterhin die Spiele des SVD 98 zu verfolgen“.
Pressethread (Linksammlung) |#1337
14.08.2018 - 15:40 Uhr
Zitat von DAbleiben
Zitat von Heiner81

@DAbleiben : Integration ist nicht Migration.
Bis auf einzelne Personen wird wohl auch die AfD für eine gelungene Integration hier lebender Ausländer sein.


Der SVD steht für ein vorurteilsfreies, respektvolles Zusammensein von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, mit/ohne Behinderung usw.
Zu glauben, dass ein freundlicher Dialog und Annäherung mit z.B. muslimischen Mitbürgern bei der AfD möglich ist, finde ich mehr als naiv.
Beim Verein sieht man "fremde" Menschen als Bereicherung an, die ihre Kultur in unsere Gesellschaft einbringen können.
Die AfD will möglichst wenige "Fremde" hier haben. Und wenn, dann sollen die sich angleichen. Integration bedeutet aber nicht Angleichung an die Vorherrschende Norm, sondern dass jeder seinen Hintergrund in ein großes ganzes einbringt.

Integration war hier nur ein einzelnes Schlagwort verwendet. Es stehen aber noch mehr Werte dahinter.
Die AfD verwendet aber bereits den Begriff Integration anders als er ansonsten und auch vom SVD verwendet wird.

Weiterhin reicht der SVD natürlich auch Flüchtlingen die Hand. Die AfD will am liebsten keine Flüchtlinge reinlassen und von den bereits angekommenen möglichst schnell möglichst viele abschieben.
Nun kann man sich nicht hinstellen und sagen: Ist ja ok, was der SVD so will, aber die Flüchtlinge (Migranten) wollen wir nicht.
Eine einzelne Gruppe davon auszunehmen ist nicht eine geringfügige Einschränkung sondern zeigt, dass man die Werte im Grundsatz nicht teilt.


Meine Anmerkung bezog sich zunächst nur auf die sprachliche Ungenauigkeit.

Es ist korrekt, wenn sich der Verein dagegen wehrt, von einem politischen Verband zu Werbezwecken missbraucht zu werden. Dass gerade die AfD in der Hinsicht besondere Aufmerksamkeit erregt, da besteht vermutlich Konsens. Insofern finde ich eine Reaktion an sich folgerichtig.

Nur wird in dem Statement eben doch pauschal über Anhänger (Parteimitglieder? Wähler? Sympathisanten?) geurteilt, ein kollektives "Gedankengut" und Ausländerfeindlichkeit identifiziert bzw. unterstellt.

In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei AFD Wähler, beide mit zwei Pässen, beides klassische Protestwähler. Aus meiner Sicht zwar eine falsche Wahl, aber diesen Leuten und anderen mit ählichen Motiven menschenverachtende Positionen vorzuwerfen, das halte ich einfach für falsch. Wir werden viele Anhänger des SVD im Stadion haben, die aus Unzufriedenheit mit den Politikern ein Statement setzen wollten, diese sehen sich nun mit einem Vorwurf konfrontiert, der so nicht sein musste. Ich stelle nicht in Abrede, dass es bei der AFD genug waschechte Nazis gibt. Aber die 12% der Wähler in DA sind das sicher nicht in den größten Teilen.

Unsicher bin ich noch, ob die grundsätzliche klare Aussage eine Weiterentwicklung der Kommunikation zum Fall Ben-Hatira ist, in der man eher durch Schweigen und Beschwichtigen auffiel. Gegen eine nicht näher definierte AFD Anhängerschaft kann man sich aber auch leichter abgrenzen, als gegen einen eigenen Spieler...

Auf die Flüchtlingspolitik möchte ich hier gar nicht eingehen.
Pressethread (Linksammlung) |#1338
15.08.2018 - 06:40 Uhr
Zitat von Heiner81

Meine Anmerkung bezog sich zunächst nur auf die sprachliche Ungenauigkeit.

Es ist korrekt, wenn sich der Verein dagegen wehrt, von einem politischen Verband zu Werbezwecken missbraucht zu werden. Dass gerade die AfD in der Hinsicht besondere Aufmerksamkeit erregt, da besteht vermutlich Konsens. Insofern finde ich eine Reaktion an sich folgerichtig.

Nur wird in dem Statement eben doch pauschal über Anhänger (Parteimitglieder? Wähler? Sympathisanten?) geurteilt, ein kollektives "Gedankengut" und Ausländerfeindlichkeit identifiziert bzw. unterstellt.

In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei AFD Wähler, beide mit zwei Pässen, beides klassische Protestwähler. Aus meiner Sicht zwar eine falsche Wahl, aber diesen Leuten und anderen mit ählichen Motiven menschenverachtende Positionen vorzuwerfen, das halte ich einfach für falsch. Wir werden viele Anhänger des SVD im Stadion haben, die aus Unzufriedenheit mit den Politikern ein Statement setzen wollten, diese sehen sich nun mit einem Vorwurf konfrontiert, der so nicht sein musste. Ich stelle nicht in Abrede, dass es bei der AFD genug waschechte Nazis gibt. Aber die 12% der Wähler in DA sind das sicher nicht in den größten Teilen.

Unsicher bin ich noch, ob die grundsätzliche klare Aussage eine Weiterentwicklung der Kommunikation zum Fall Ben-Hatira ist, in der man eher durch Schweigen und Beschwichtigen auffiel. Gegen eine nicht näher definierte AFD Anhängerschaft kann man sich aber auch leichter abgrenzen, als gegen einen eigenen Spieler...

Auf die Flüchtlingspolitik möchte ich hier gar nicht eingehen.


Hallo @Heiner81 .

zunächst mal Danke, dass Du dich differenzierter mit dem Thema auseinandersetzt.
Inhaltlich bin ich sehr weit bei dir. Die AfD sammelt viele Wähler ein, deren Hauptmotiv nicht die Fremdenfeindlichkeit ist, sondern die mit der Politik in Deutschland extremst unzufrieden sind. Das Thema darf man nicht verharmlosen - man kann der AfD den Wind erst dann aus den Segeln nehmen, wenn man dieses Problem löst. Leider gibt es dazu aktuell keine relevanten Ansätze. Somit ist es Problem, dass die etablierten Parteien sich in weiten Teilen selbst eingebrockt haben.
Und ich gebe dir zu, dass ich an einer Stelle ein zu schwammiges, nicht 100% passendes Wort gewählt habe ("Anhänger").

Jedoch kann ich keinesfalls nachvollziehen, warum Du dieses eine Wort verwendest, um mir Pauschalisierung vorzuwerfen.
Ich habe mehrfach erklärt, dass ich - wie der SVD - die Einstellung der PARTEI AfD kritisch sehe. Ich habe jedoch unentwegt darauf hingewiesen, dass dies keinesfalls pauschal für die Wähler gilt. Ich habe mehrfach angegeben, dass jeder Wähler der AfD hinterfragen muss, warum er die Partei gewählt hat. Nur derjenige, der die integrationsfreundlichen Werten des SVD (interkultureller Austausch, vorurteilsfreies Zusammensein von Mensche unterschiedlicher Herkunft, Religion, Kultur, sexueller Orientierung, Behinderung,...) nicht teilt, ist unerwünscht.
Und ich habe auch noch hinzugefügt, dass dies auch für jeden gilt, der die AfD nicht wählt.

Zitat von DAbleiben

Ich habe explizit nicht alle Wähler der AfD als integrationsfeindlich betitelt.
Genau wie der SVD erstmal gegen die Partei Stellung bezieht, nicht gegen alle Wähler der AfD.

Schau, das habe ich dazu geschrieben:
"Mir ist bewusst, dass die Wähler der AfD mittlerweile weit in die Bevölkerung hineinreichen. Das ist dramatisch. Nicht jeder Wähler der AfD steht genau zu diesen Ausgrenzungen. Der Verein hat sich zurecht auch nicht gegen die Wähler gewendet. Sondern gegen die Postings das AfD Ortsverbandes. Und darüber hinaus darauf hingewiesen, dass der SVD für interkulturellen Austausch und Integration steht. Diese Ausrichtung ist so elementar, dass man Menschen, die an Ausgrenzung interessiert sind, nicht im Verein haben will."

Und in einem weiteren Beitrag daran anknüpfend:
"NPD und AfD nicht.
Wer also NPD oder AfD Anhänger ist, der stellt sich gegen Integration. Damit passt er nicht zu den Grundwerten des SVD.
...
Für Wähler gilt das nicht zwingend. Hier kann sich jeder selbst reflektieren, warum er die Partei wählt."


Das oberste Teil-Zitat stammt direkt aus meinem ersten Post zu dem Thema.

Das Ziel meiner Kritik ist entsprechend die Partei AfD. Dazu gehört für mich eben auch der Ortsverband hinzu, der vom SVD zu unerwünschten Fans erklärt wurde.
Das ist keinesfalls eine Pauschalisierung.

•     •     •


Wir bleiben DA !

Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 15.08.2018 um 06:52 Uhr bearbeitet
Pressethread (Linksammlung) |#1339
15.08.2018 - 09:41 Uhr
Zitat von DAbleiben
Zitat von Heiner81

Meine Anmerkung bezog sich zunächst nur auf die sprachliche Ungenauigkeit.

Es ist korrekt, wenn sich der Verein dagegen wehrt, von einem politischen Verband zu Werbezwecken missbraucht zu werden. Dass gerade die AfD in der Hinsicht besondere Aufmerksamkeit erregt, da besteht vermutlich Konsens. Insofern finde ich eine Reaktion an sich folgerichtig.

Nur wird in dem Statement eben doch pauschal über Anhänger (Parteimitglieder? Wähler? Sympathisanten?) geurteilt, ein kollektives "Gedankengut" und Ausländerfeindlichkeit identifiziert bzw. unterstellt.

In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei AFD Wähler, beide mit zwei Pässen, beides klassische Protestwähler. Aus meiner Sicht zwar eine falsche Wahl, aber diesen Leuten und anderen mit ählichen Motiven menschenverachtende Positionen vorzuwerfen, das halte ich einfach für falsch. Wir werden viele Anhänger des SVD im Stadion haben, die aus Unzufriedenheit mit den Politikern ein Statement setzen wollten, diese sehen sich nun mit einem Vorwurf konfrontiert, der so nicht sein musste. Ich stelle nicht in Abrede, dass es bei der AFD genug waschechte Nazis gibt. Aber die 12% der Wähler in DA sind das sicher nicht in den größten Teilen.

Unsicher bin ich noch, ob die grundsätzliche klare Aussage eine Weiterentwicklung der Kommunikation zum Fall Ben-Hatira ist, in der man eher durch Schweigen und Beschwichtigen auffiel. Gegen eine nicht näher definierte AFD Anhängerschaft kann man sich aber auch leichter abgrenzen, als gegen einen eigenen Spieler...

Auf die Flüchtlingspolitik möchte ich hier gar nicht eingehen.


Hallo @Heiner81 .

zunächst mal Danke, dass Du dich differenzierter mit dem Thema auseinandersetzt.
Inhaltlich bin ich sehr weit bei dir. Die AfD sammelt viele Wähler ein, deren Hauptmotiv nicht die Fremdenfeindlichkeit ist, sondern die mit der Politik in Deutschland extremst unzufrieden sind. Das Thema darf man nicht verharmlosen - man kann der AfD den Wind erst dann aus den Segeln nehmen, wenn man dieses Problem löst. Leider gibt es dazu aktuell keine relevanten Ansätze. Somit ist es Problem, dass die etablierten Parteien sich in weiten Teilen selbst eingebrockt haben.
Und ich gebe dir zu, dass ich an einer Stelle ein zu schwammiges, nicht 100% passendes Wort gewählt habe ("Anhänger").

Jedoch kann ich keinesfalls nachvollziehen, warum Du dieses eine Wort verwendest, um mir Pauschalisierung vorzuwerfen.
Ich habe mehrfach erklärt, dass ich - wie der SVD - die Einstellung der PARTEI AfD kritisch sehe. Ich habe jedoch unentwegt darauf hingewiesen, dass dies keinesfalls pauschal für die Wähler gilt. Ich habe mehrfach angegeben, dass jeder Wähler der AfD hinterfragen muss, warum er die Partei gewählt hat. Nur derjenige, der die integrationsfreundlichen Werten des SVD (interkultureller Austausch, vorurteilsfreies Zusammensein von Mensche unterschiedlicher Herkunft, Religion, Kultur, sexueller Orientierung, Behinderung,...) nicht teilt, ist unerwünscht.
Und ich habe auch noch hinzugefügt, dass dies auch für jeden gilt, der die AfD nicht wählt.

Zitat von DAbleiben

Ich habe explizit nicht alle Wähler der AfD als integrationsfeindlich betitelt.
Genau wie der SVD erstmal gegen die Partei Stellung bezieht, nicht gegen alle Wähler der AfD.

Schau, das habe ich dazu geschrieben:
"Mir ist bewusst, dass die Wähler der AfD mittlerweile weit in die Bevölkerung hineinreichen. Das ist dramatisch. Nicht jeder Wähler der AfD steht genau zu diesen Ausgrenzungen. Der Verein hat sich zurecht auch nicht gegen die Wähler gewendet. Sondern gegen die Postings das AfD Ortsverbandes. Und darüber hinaus darauf hingewiesen, dass der SVD für interkulturellen Austausch und Integration steht. Diese Ausrichtung ist so elementar, dass man Menschen, die an Ausgrenzung interessiert sind, nicht im Verein haben will."

Und in einem weiteren Beitrag daran anknüpfend:
"NPD und AfD nicht.
Wer also NPD oder AfD Anhänger ist, der stellt sich gegen Integration. Damit passt er nicht zu den Grundwerten des SVD.
...
Für Wähler gilt das nicht zwingend. Hier kann sich jeder selbst reflektieren, warum er die Partei wählt."


Das oberste Teil-Zitat stammt direkt aus meinem ersten Post zu dem Thema.

Das Ziel meiner Kritik ist entsprechend die Partei AfD. Dazu gehört für mich eben auch der Ortsverband hinzu, der vom SVD zu unerwünschten Fans erklärt wurde.
Das ist keinesfalls eine Pauschalisierung.


Morsche @DAbleiben , hier ist ein Missverständnis entstanden. Mein Vorwurf der Pauschalisierung ging nicht an dich, sondern an den Verein.
Pressethread (Linksammlung) |#1340
15.08.2018 - 10:10 Uhr
Zitat von Heiner81

Morsche @DAbleiben , hier ist ein Missverständnis entstanden. Mein Vorwurf der Pauschalisierung ging nicht an dich, sondern an den Verein.


Hallo, fein das erstmal geklärt ist.


Pauschalisierung durch den Verein:

"Wir stehen dafür ein, als verbindendes Element zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen sowie Menschen mit und ohne Behinderung zu wirken." Das sei mit den Positionen der AfD nicht vereinbar. Die Beitrag-Ersteller sollten daher ihre Anhängerschaft noch einmal überdenken. "Wir wollen Menschen mit solchem Gedankengut nicht in unseren Fanblöcken haben!", so die Südhessen.

Ich sehe darin keine Pauschalisierung.
  • Zunächst mal sollen die Beitrag-Ersteller (also der AfD Ortsverband) seine Anhängerschaft (zum SVD) überdenken. Wenn man unbedingt will, kann man es anders interpretieren. Nämlich so, dass die Beitrag-Ersteller ihren Anhängerschaft zur AfD überdenken sollten. Aber auch das wäre weder pauschalisierend noch eine fehlerhafte Wortwahl.
  • "Wir wollen Menschen mit solchem Gedankengut nicht in unseren Fanblöcken haben!" Im Wortlaut des Beitrags sind hier zuerst die Beitrag-Ersteller gemeint. Es wird aber erweitert um all jene, die dieses "Gedankengut" haben. D.h. jeder, der nicht zu dem "verbindenden Element zuwischen Mensch unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religion sowie Menschen mit und ohne Behinderung" steht. Hier geht es um die innere Haltung, die ja keinesfalls mit dem Wahlverhalten übereinstimmen muss. Die von dir beschriebenen Protestwähler würden da nicht reinfallen!

•     •     •


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Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 15.08.2018 um 10:14 Uhr bearbeitet
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