Pressespiegel...
29.06.2006 - 23:38 Uhr
Boskovic brennt auf teuflischem Betzenberg - Höllenstart klärt alles
Das passt wie die Faust auf das Auge: Danko Boskovic, bester RWE-Torschütze der letzten Spielzeit, dürfte mittlerweile wirklich nur noch unruhig schlafen, kündigte er doch an, auf dem Betzenberg in der Zweitligasaison - er sah den Abstieg der Teufel und den RWE-Aufstieg voraus - seine ganz persönlich kleinen Umbauarbeiten vornehmen zu wollen. Davon lässt er sich nicht abbringen: "Da werde ich nur noch brennen." Dazu hat er früher als vielleicht erwartet die Chance, der Saisonstart geht beim abgenippelten Bundesligisten über die Bühne (11. - 14.August), danach kommt der SC Freiburg ins Georg Melches-Stadion. Olaf Janßen, RWEs Sportlicher Leiter, spricht von einem "sehr interessanten Auftakt" und von "namhaften Gegnern gleich in den ersten Partien." Daraus folgt eine "direkte Standortbestimmung", so dass die Verantwortlichen genau wahrnehmen können, "was wir leisten können." Das war auch in der letzten Zweitligaspielzeit der Fall, das 1:5 zum Auftakt gegen Aue spiegelte letztendlich die gesamte Saison. Das soll nicht mehr passieren: "Wichtig ist jetzt, eine konzentrierte und sehr gute Vorbereitung zu absolvieren. Davon bin ich jedoch absolut überzeugt", fordert Janßen. Ergo: Das Schwelgen in der Vergangenheit, RWE gewann 1955 durch das 4:3 im Endspiel (Hannover) gegen Kaiserslautern die Deutsche Meisterschaft, ist unangebracht. Eher ist Pragmatismus angesagt, so zum Beispiel durch den schicken Probelauf gegen Bundesligist Werder Bremen. Janßen nickt ab: "Sportlich ist dieser Test im Hinblick auf unser Auftaktprogramm in der 2. Bundesliga sehr wertvoll." Dieses Match ist nicht zuletzt auf Grund "der engen und freundschaftlichen Beziehung zwischen beiden Vereinen und deren Fans" zu Stande gekommen, erklärt Janßen. Und wird live im DSF übertragen (16. Juli, 18 h).
http://www.rot-weiss-essen.de/aktuell/index.php?sid=pressespiegel&rid=945
Das passt wie die Faust auf das Auge: Danko Boskovic, bester RWE-Torschütze der letzten Spielzeit, dürfte mittlerweile wirklich nur noch unruhig schlafen, kündigte er doch an, auf dem Betzenberg in der Zweitligasaison - er sah den Abstieg der Teufel und den RWE-Aufstieg voraus - seine ganz persönlich kleinen Umbauarbeiten vornehmen zu wollen. Davon lässt er sich nicht abbringen: "Da werde ich nur noch brennen." Dazu hat er früher als vielleicht erwartet die Chance, der Saisonstart geht beim abgenippelten Bundesligisten über die Bühne (11. - 14.August), danach kommt der SC Freiburg ins Georg Melches-Stadion. Olaf Janßen, RWEs Sportlicher Leiter, spricht von einem "sehr interessanten Auftakt" und von "namhaften Gegnern gleich in den ersten Partien." Daraus folgt eine "direkte Standortbestimmung", so dass die Verantwortlichen genau wahrnehmen können, "was wir leisten können." Das war auch in der letzten Zweitligaspielzeit der Fall, das 1:5 zum Auftakt gegen Aue spiegelte letztendlich die gesamte Saison. Das soll nicht mehr passieren: "Wichtig ist jetzt, eine konzentrierte und sehr gute Vorbereitung zu absolvieren. Davon bin ich jedoch absolut überzeugt", fordert Janßen. Ergo: Das Schwelgen in der Vergangenheit, RWE gewann 1955 durch das 4:3 im Endspiel (Hannover) gegen Kaiserslautern die Deutsche Meisterschaft, ist unangebracht. Eher ist Pragmatismus angesagt, so zum Beispiel durch den schicken Probelauf gegen Bundesligist Werder Bremen. Janßen nickt ab: "Sportlich ist dieser Test im Hinblick auf unser Auftaktprogramm in der 2. Bundesliga sehr wertvoll." Dieses Match ist nicht zuletzt auf Grund "der engen und freundschaftlichen Beziehung zwischen beiden Vereinen und deren Fans" zu Stande gekommen, erklärt Janßen. Und wird live im DSF übertragen (16. Juli, 18 h).
http://www.rot-weiss-essen.de/aktuell/index.php?sid=pressespiegel&rid=945
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Klassensprecher am 30.06.2006 um 01:59 Uhr bearbeitet
29.06.2006 - 23:39 Uhr
Alles richtig gemacht? Wenn man André Maczkowiak genau diese Frage stellt, sieht man sofort ein bestätigendes Nicken. "Auf jeden Fall, der Wechsel zu RW Essen war komplett korrekt." In der Tat, der jetzt 23-Jährige kam von der U23 des 1.FC Köln, in der Domstadt durfte er in den Profibereich nicht mehr als hineinschnuppern, an der Hafenstraße wurde er als Nummer zwei verpflichtet, gewann allerdings das Duell mit Dirk Langerbein. "Ich kann mich als Aufstiegstorwart bezeichnen, da müssen die anderen Jungs jetzt erst einmal vorbei", will sich Maczkowiak nach 27 Einsätzen während der Erfolgs-Spielzeit (2430 Minuten) nicht verstecken. Die "anderen" sind die beiden Neuverpflichtungen Daniel Masuch (RW Oberhausen - Maczkowiak: "Zeigte starke Saison") und der zweifache marokkanische Nationalkeeper Karim Zaza (Bröndby Kopenhagen) sowie natürlich Langerbein, der seinen 2007-Kontrakt nachvollziehbar erfüllen will, auch wenn ihm der Verein den Reisepass offiziell und wiederholt stempelte. "Mir wurde von vornherein gesagt, dass wir mit drei starken Keepern in die Spielzeit gehen", erklärt Maczkowiak, "jetzt sind wir vier." In der abgelaufenen Saison waren beide Torhüter angeschlagen, so dass der Club die Konsequenzen zog und von Beginn der Planungen an ein Trio avisierte, das aktuell noch ein Quartett ist. "Ich habe mit Coach Uwe Neuhaus auch schon ein Gespräch gehabt", formuliert der gelernte Bürokaufmann, "er sagte, dass alle die gleichen Chancen haben." Was soll der Trainer auch anderes sagen? "Alle" - bis auf Langerbein. Maczkowiak kämpferisch: "Ich habe mir im letzten Jahr genug Selbstbewusstsein aufgebaut, zu sagen, dass ich mich durchsetzen werde." Durch seine starken Darbietungen, die mit dem Aufstieg belohnt wurden, präsentiert sich "der Lange" natürlich auch auf dem Markt, "Anfragen kamen jedoch nicht." Der 1,90 Meter-Mann ist bis 2007 gebunden. Es ist schon interessant, dass stellenweise von Schlüsselspielern die Rede war - wie bei Stijn Haeldermans oder Stefan Lorenz -, mit denen, wie auch mit einem Ferhat Kiskanc (2009), der eher der Pendler zwischen Bank und Platz war, verlängert wurde, nicht jedoch vorzeitig mit Maczkowiak. Alles nur Randaspekte, Maczkowiak bleibt dabei: "Ich lasse mich nicht verdrängen." In der Sommerpause war der Ex-Domstädter zusammen mit seiner Freundin im übrigen mit Stefan Lorenz und dessen frisch angetrauter besseren Hälfte in der Dominikanischen Republik. "Ich habe ihn vorher gefragt", grinst Maczkowiak, "ob er diese Fahrt nicht besser zu zweit machen wolle, das sei doch seine Hochzeitsreise. Aber er hat gesagt, nein, sie seien vorab schon zu diesem Zweck auf den Malediven gewesen. Sonst hätte ich ihm gesagt: Junge, da fahrt ihr besser alleine hin." Am vergangenen Sonntag versammelte RWE seine gesamte Aufstiegstruppe bei der Jahreshauptversammlung im CinemaXX. "Vorher frühstückten wir noch gemeinsam", gibt der Ex-Mohnheimer einen Einblick, "ich denke, auch die Neuzugänge waren schon mit dabei." Die Torhüterkonkurrenz wird er kaum loben, das wäre zu viel verlangt, vom Portugiesen Paulo Sergio Rodrigues hat er eine gute Meinung. "Das ist ein prima Junge, er hat überzeugende Sachen im Training gezeigt, eine Verstärkung." Deshalb sein Fazit: "Wir hatten bereits eine überragende Regionalligatruppe, die schon im Hinblick auf die zweite Klasse zusammengestellt wurde. Wir sind gut besetzt, ich habe keine Bedenken." Den brauchten auch die Verantwortlichen nicht zu haben, sich auf das Podium zu stellen, die Gremien wurden von den Mitgliedern entlastet. Mit einem Aufstieg im Rücken - letztendlich die Wiedergutmachung des vorangegangenen Super-Gaus - hätte man eine Vielzahl von möglicherweise kritischen Fragen der Mitglieder kontern können, die aber nicht kamen. Das Plenum erteilte Absolution - ein Begriff, den RS mehrfach verwendete, auch wenn er auf der RWE-Chefetage nicht durchgehend gerne gesehen wird. Maczkowiak. "Von mir aus können wir noch ein bisschen feiern, das ist bestimmt nicht unangebracht." Und ein guter Auftakt im Rahmen der Mission 2.Liga, die am Montag dieser Woche den Vorbereitungs-Startschuss ertönen ließ.
http://www.reviersport.de/sportinfos/news.php?idNews=98608&return=%2Fsportinfos%2Ffussball%2Fspieltage%2Fnews%2Findex.php%3FidSpieltag%3D1489
http://www.reviersport.de/sportinfos/news.php?idNews=98608&return=%2Fsportinfos%2Ffussball%2Fspieltage%2Fnews%2Findex.php%3FidSpieltag%3D1489
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Klassensprecher am 30.06.2006 um 02:00 Uhr bearbeitet
29.06.2006 - 23:40 Uhr
Sportliche Vorlage ein Muss für Pläne beim Stadion-Bau
Peter Rzeznitzeck ist ein promovierter Mann! Allerdings trägt der Leiter der Konzernkommunikation des Hauptsponsors STEAG seinen "Dr-Titel" nicht ständig spazieren, sondern kommt ziemlich hemdsärmlich rüber. Ein "na, alles klar" kommt ihm überzeugend über die Lippen. Auch die Formulierung: "Die Steag powert den Club auch im nächsten Jahr. Wir haben das Vertrauen, wir glauben an unser langfristiges Engagement. Durch den erreichten Aufstieg wurden wir bestätigt." Und sich deutlich posititionierend nachgelegt: "Das Ziel ist, keinesfalls wieder runter zu gehen, wir wollen eine gute Platzierung, das ist sicherlich kein schlechtes Argument für einen Neubau des Stadions."
Das zweifellos dann ein gutes Ambiente wäre, den Sport mit Geschäftskontakten auf hohem Niveau zu verbinden: "Wir bemühen uns auch, weitere Sponsoren zu versammeln und deren Interessen zu bündeln." Hempelmann nimmt diese Formulierungen sehr zufrieden entgegen: "Das Vertrauen ist natürlich gegenseitig." Nico Schäfer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied vollzieht den Schulterschluss: "Der Karren wurde aus dem Dreck gezogen, man darf eigene Fehler nie zweimal machen."
Der STEAG-Mann dazu: "Die Lage ist hervorragend, der Sponsor ist zufrieden, wir sind alle auf einem guten Weg." Mit Uwe Neuhaus als Cheftrainer, der mittlerweile neben Peter Kunkel ("Co"), Carsten Busch (Keeper) auch noch "Fitness-Papst" Stefan Mücke an seiner Seite weiß. "Wir haben damals mit Uwe und mit Olaf Janßen einen tollen Griff getan", bellt Hempelmann ganz bewusst hinaus, "besonders Uwe hatte zu Beginn einen schweren Stand, dabei konnte er bestimmt nichts für den Abstieg. Daran waren eher wir anderen alle schuld." Alles - spätestens seit dem Abpfiff der JHV - abgehakt. Hempelmann: "RWE ist wieder auf Kurs. Das war aber alles kein Selbstläufer."
Genau wie die angesprochene Arena, die sich aufgrund des Ligasprungs nicht von alleine baut, sondern nur durch das Geld Dritter. Und um dieses zu bekommen, muss gut argumentiert werden. In der letzten Spielzeit war das 1:5 zum Start gegen Aue bestimmt kein Faustpfand. "Jedem ist die weitere Entwicklung nur allzu gut in Erinnerung", knirscht Hempelmann mit den Zähnen, Geldgeber überzeugt man nur mit dem Klassenerhalt. Und der sollte nicht erst kurz vor Toreschluss klar sein. Wichtig: Die Stadionpläne wurden modifiziert, Kosten überprüft, die Konzeptionierung weiter voran getrieben. Schäfer: "Es gibt drei Seiten Stehplätze, wir wollen weiter Fußball pur erhalten." Hempelmann nennt das weitere Erfolgsgeheimnis: "Guter Start, Etablierung." Wenn man die ersten Matches ansieht, Titanenarbeit. Alles "sauer, seriös, solide", wie Claus-Werner Genge, Vorsitzender des Aufsichtsrats, für das letzte Jahr bestätigt.
http://www.rot-weiss-essen.de/aktuell/index.php?sid=pressespiegel&rid=946
Peter Rzeznitzeck ist ein promovierter Mann! Allerdings trägt der Leiter der Konzernkommunikation des Hauptsponsors STEAG seinen "Dr-Titel" nicht ständig spazieren, sondern kommt ziemlich hemdsärmlich rüber. Ein "na, alles klar" kommt ihm überzeugend über die Lippen. Auch die Formulierung: "Die Steag powert den Club auch im nächsten Jahr. Wir haben das Vertrauen, wir glauben an unser langfristiges Engagement. Durch den erreichten Aufstieg wurden wir bestätigt." Und sich deutlich posititionierend nachgelegt: "Das Ziel ist, keinesfalls wieder runter zu gehen, wir wollen eine gute Platzierung, das ist sicherlich kein schlechtes Argument für einen Neubau des Stadions."
Das zweifellos dann ein gutes Ambiente wäre, den Sport mit Geschäftskontakten auf hohem Niveau zu verbinden: "Wir bemühen uns auch, weitere Sponsoren zu versammeln und deren Interessen zu bündeln." Hempelmann nimmt diese Formulierungen sehr zufrieden entgegen: "Das Vertrauen ist natürlich gegenseitig." Nico Schäfer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied vollzieht den Schulterschluss: "Der Karren wurde aus dem Dreck gezogen, man darf eigene Fehler nie zweimal machen."
Der STEAG-Mann dazu: "Die Lage ist hervorragend, der Sponsor ist zufrieden, wir sind alle auf einem guten Weg." Mit Uwe Neuhaus als Cheftrainer, der mittlerweile neben Peter Kunkel ("Co"), Carsten Busch (Keeper) auch noch "Fitness-Papst" Stefan Mücke an seiner Seite weiß. "Wir haben damals mit Uwe und mit Olaf Janßen einen tollen Griff getan", bellt Hempelmann ganz bewusst hinaus, "besonders Uwe hatte zu Beginn einen schweren Stand, dabei konnte er bestimmt nichts für den Abstieg. Daran waren eher wir anderen alle schuld." Alles - spätestens seit dem Abpfiff der JHV - abgehakt. Hempelmann: "RWE ist wieder auf Kurs. Das war aber alles kein Selbstläufer."
Genau wie die angesprochene Arena, die sich aufgrund des Ligasprungs nicht von alleine baut, sondern nur durch das Geld Dritter. Und um dieses zu bekommen, muss gut argumentiert werden. In der letzten Spielzeit war das 1:5 zum Start gegen Aue bestimmt kein Faustpfand. "Jedem ist die weitere Entwicklung nur allzu gut in Erinnerung", knirscht Hempelmann mit den Zähnen, Geldgeber überzeugt man nur mit dem Klassenerhalt. Und der sollte nicht erst kurz vor Toreschluss klar sein. Wichtig: Die Stadionpläne wurden modifiziert, Kosten überprüft, die Konzeptionierung weiter voran getrieben. Schäfer: "Es gibt drei Seiten Stehplätze, wir wollen weiter Fußball pur erhalten." Hempelmann nennt das weitere Erfolgsgeheimnis: "Guter Start, Etablierung." Wenn man die ersten Matches ansieht, Titanenarbeit. Alles "sauer, seriös, solide", wie Claus-Werner Genge, Vorsitzender des Aufsichtsrats, für das letzte Jahr bestätigt.
http://www.rot-weiss-essen.de/aktuell/index.php?sid=pressespiegel&rid=946
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Klassensprecher am 30.06.2006 um 02:00 Uhr bearbeitet
30.06.2006 - 00:41 Uhr
Kein Beitrag
30.06.2006 - 02:02 Uhr
Kein Beitrag
01.07.2006 - 14:28 Uhr
Club als wichtige Lokomotive für die Kulturhauptstadt 2010
Der Blick in 274 zufriedene Gesichter. Genau den gönnten sich die Verantwortlichen von RWE auf der Jahreshauptversammlung, die im CinemaXX über die Bühne ging, niedergebuht wurde weder die präsidiale Dampflokomotive Rolf Hempelmann, noch der Sportliche Leiter Olaf Janßen, das geschäftsführende Vorstandsmitglied Nico Schäfer, Dr. Peter Rzeznitzeck, Vertreter des Hauptsponsors STEAG, oder Claus-Werner Genge, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Das Happening dauerte zwei Stunden und 41 Minuten, danach war Schicht, alle gingen entspannt nach Hause. Keine Überraschung: Hempelmann und die "Vorstands-Cos" wurden ohne Gegenstimme (eine Enthaltung) genau wie der Aufsichtsrat um Genge entlastet.
Genge rang sich sogar dazu duruch, von "goldenen Zeiten" zu sprechen, angestachelt vom Wiederaufstieg in Liga zwei sowie dem Lösen des Verbandsliga- Tickets durch die Zweitvertretung und den Triumphen im Jugendbereich. Janßen sprach von "Selbstvertrauen", das man "in Liga zwei zeigen wird." Gepaart mit "Leidenschaft", Abstiegskampf soll es nicht geben. Die komplett - bis auf Neu-Keeper Karim Zaza (Sonderurlaub aufgrund seines längeren Engagements für Bröndby Kopenhagen) - anwesende Mannschaft wird die Ohren gespitzt haben.
Wirtschaftlich ist der Verein gut aufgestellt: Trotz des Abstiegs steigerten die Verantwortlichen die Anzahl der Sponsoren von 173 auf 190 (4.013 Millionen Euro). Der parallele Wert im Merchandisebereich: 650.000 Euro. Gestemmt wurden auch die von der DFL im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens geforderten 4.699 Millionen Euro bei Werbeverträgen und 599.000 Euro bei der Liquiditätsreserve. Hempelmann versteckt sich nicht. "Wir haben
das sogar übertroffen."
Wenn man bedenkt, dass sich die letzte Regionalliga-Spielzeit auch durch einen Verlust von 625.000 Euro auszeichnete, wird klar, dass Drittklassigkeit aus existenziellen Gründen nie mehr ein Thema sein darf. Die Verschlechterung des Eigenkapitals (5000 Euro) ist aber nur marginal. Hauptgläubiger ist weiterhin die MK Medien (Dr. Michael Kölmel: Acht Millionen Euro), eine Liaison, die aber bald auf neuen Füßen stehen soll.
Die roten "Kölmel-Zahlen" sind durch Rangrücktritte im grünen Bereich, ein Zuwachs von 300.000 Euro ist durch Zinsen begründet. "Wir hoffen, im Herbst Vollzug melden zu können", prognostiziert Hempelmann einen Verlauf der Gespräche mit Kölmel, ehemals als Retter von Clubs gefeiert, später sogar im Zuge von Wirtschaftsdelikten mit dem Gesetz in Konflikt (Insolvenz-Verschleppung). Dass Banken, die RWE begleiten, so zum Beispiel auch beim Stadionneubau, explizit nach der Verbindung zu Kölmel fragen, macht RWE nicht zur geheimen Kommandosache. Das wird durchaus transparent erklärt.
Nicht hinter dem Berg hält Hempelmann auch, dass man sich durchaus als eine Lokomotive der Kulturhauptstadt 2010 versteht. "Das ist für RWE, wie allerdings auch für viele andere Projekte, eine riesige Chance. Ich denke da zum Beispiel an einen neuen Hauptbahnhof, die Stadt benötigt diese neue Visitenkarte." Diesen Titel kann sich der Traditionsverein jedoch auch geben, schließlich hat man bundesweite Präsenz. Hempelmann: "Es ist wichtig, die einzelnen Aspekte nicht gegeneinander auszuspielen." Wie gesagt, der Energiepolitikfachmann versteckt sich nicht: "RWE ist integraler 2010-Bestandteil. Auch wir sind ein wichtiges Rädchen." Der SPD-Bundestagsabgeordnete machte dies auch mehrfach schon deutlich. "An maßgebender Stelle weiß man, wo wir stehen, es ist existenziell, Synergie zu erzielen. Sport ist ein wichtiges Stück Kultur." Oder auf den Punkt gebracht: "Sonst wäre man ein Blinder, der von Farbe spricht."
http://www.rot-weiss-essen.de/aktuell/index.php?sid=pressespiegel&rid=944
Der Blick in 274 zufriedene Gesichter. Genau den gönnten sich die Verantwortlichen von RWE auf der Jahreshauptversammlung, die im CinemaXX über die Bühne ging, niedergebuht wurde weder die präsidiale Dampflokomotive Rolf Hempelmann, noch der Sportliche Leiter Olaf Janßen, das geschäftsführende Vorstandsmitglied Nico Schäfer, Dr. Peter Rzeznitzeck, Vertreter des Hauptsponsors STEAG, oder Claus-Werner Genge, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Das Happening dauerte zwei Stunden und 41 Minuten, danach war Schicht, alle gingen entspannt nach Hause. Keine Überraschung: Hempelmann und die "Vorstands-Cos" wurden ohne Gegenstimme (eine Enthaltung) genau wie der Aufsichtsrat um Genge entlastet.
Genge rang sich sogar dazu duruch, von "goldenen Zeiten" zu sprechen, angestachelt vom Wiederaufstieg in Liga zwei sowie dem Lösen des Verbandsliga- Tickets durch die Zweitvertretung und den Triumphen im Jugendbereich. Janßen sprach von "Selbstvertrauen", das man "in Liga zwei zeigen wird." Gepaart mit "Leidenschaft", Abstiegskampf soll es nicht geben. Die komplett - bis auf Neu-Keeper Karim Zaza (Sonderurlaub aufgrund seines längeren Engagements für Bröndby Kopenhagen) - anwesende Mannschaft wird die Ohren gespitzt haben.
Wirtschaftlich ist der Verein gut aufgestellt: Trotz des Abstiegs steigerten die Verantwortlichen die Anzahl der Sponsoren von 173 auf 190 (4.013 Millionen Euro). Der parallele Wert im Merchandisebereich: 650.000 Euro. Gestemmt wurden auch die von der DFL im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens geforderten 4.699 Millionen Euro bei Werbeverträgen und 599.000 Euro bei der Liquiditätsreserve. Hempelmann versteckt sich nicht. "Wir haben
das sogar übertroffen."
Wenn man bedenkt, dass sich die letzte Regionalliga-Spielzeit auch durch einen Verlust von 625.000 Euro auszeichnete, wird klar, dass Drittklassigkeit aus existenziellen Gründen nie mehr ein Thema sein darf. Die Verschlechterung des Eigenkapitals (5000 Euro) ist aber nur marginal. Hauptgläubiger ist weiterhin die MK Medien (Dr. Michael Kölmel: Acht Millionen Euro), eine Liaison, die aber bald auf neuen Füßen stehen soll.
Die roten "Kölmel-Zahlen" sind durch Rangrücktritte im grünen Bereich, ein Zuwachs von 300.000 Euro ist durch Zinsen begründet. "Wir hoffen, im Herbst Vollzug melden zu können", prognostiziert Hempelmann einen Verlauf der Gespräche mit Kölmel, ehemals als Retter von Clubs gefeiert, später sogar im Zuge von Wirtschaftsdelikten mit dem Gesetz in Konflikt (Insolvenz-Verschleppung). Dass Banken, die RWE begleiten, so zum Beispiel auch beim Stadionneubau, explizit nach der Verbindung zu Kölmel fragen, macht RWE nicht zur geheimen Kommandosache. Das wird durchaus transparent erklärt.
Nicht hinter dem Berg hält Hempelmann auch, dass man sich durchaus als eine Lokomotive der Kulturhauptstadt 2010 versteht. "Das ist für RWE, wie allerdings auch für viele andere Projekte, eine riesige Chance. Ich denke da zum Beispiel an einen neuen Hauptbahnhof, die Stadt benötigt diese neue Visitenkarte." Diesen Titel kann sich der Traditionsverein jedoch auch geben, schließlich hat man bundesweite Präsenz. Hempelmann: "Es ist wichtig, die einzelnen Aspekte nicht gegeneinander auszuspielen." Wie gesagt, der Energiepolitikfachmann versteckt sich nicht: "RWE ist integraler 2010-Bestandteil. Auch wir sind ein wichtiges Rädchen." Der SPD-Bundestagsabgeordnete machte dies auch mehrfach schon deutlich. "An maßgebender Stelle weiß man, wo wir stehen, es ist existenziell, Synergie zu erzielen. Sport ist ein wichtiges Stück Kultur." Oder auf den Punkt gebracht: "Sonst wäre man ein Blinder, der von Farbe spricht."
http://www.rot-weiss-essen.de/aktuell/index.php?sid=pressespiegel&rid=944
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Klassensprecher am 30.06.2006 um 01:59 Uhr bearbeitet
03.07.2006 - 20:41 Uhr
RWE: Keeper Daniel Masuch überzeugter Team-Player
Angekommen! Das kann Daniel Masuch von sich behaupten. Auf seine "alten Tage", der ehemalige Osterfelder hat bald 29 Jahre auf dem Buckel, klappt endlich der Sprung in den Profibereich. "Schon spät, das stimmt wohl", grinst der Keeper über beide Backen. Letztendlich bewies der Blondschopf in der letzten Saison als Torhüter des Regionalliga-Absteigers Oberhausen, dass er höherklassig bestehen kann, eine Qualität, die ihm allerdings schon lange nachgesagt wurde. Der Abgang der Kleeblätter - eine Durchreiche - lag sicherlich nicht an ihm. "Ich bin froh, dass ich den Wechsel vollzogen habe", grübelt Masuch, den RWO natürlich unbedingt halten wollte.
Die Eindrücke an der Hafenstraße bestätigen ihn voll und ganz: "Noch arbeiten wir uns relativ locker ins Programm, aber das wird jetzt angezogen. Gut, dass der Spaß nicht zu kurz kommt." In der Tat, bei einer Einheit unter der Woche sah man einmal einen Alex Löbe schallend lachend beim Stretching zusammenbrechen, so dass etliche Kollegen auch nicht mehr vernünftig weiter machen konnten. Auch Coach Uwe Neuhaus machte bei einer Kopfballeinheit seine Witzchen auf Kosten von Stijn Haeldermans, der aus dem Grinsen nicht mehr heraus kam. Masuch: "Stark, super Stimmung. Für mich ist so was wichtig, das ist immer ein Zeichen für ein prima Mannschaftsklima, diese Truppe hat gute Strukturen, ist gefestigt."
Es gibt zum Beispiel den Aufstiegstorhüter André Maczkowiak, der Anspruch auf den Platz im Kasten nachvollziehbar reklamiert. "Logisch, das muss er tun, das ist auch richtig. Aber wir anderen Kandidaten wollen das natürlich auch. Warten wir doch einmal ab, wie das ausgeht. Es liegt jetzt an uns", grübelt Masuch, "es dem Coach bei seiner Entscheidung so schwer wie möglich zu machen." Neuhaus wird den Druck locker aushalten. Letztendlich soll es um das Trio Maczkowiak, Masuch und Karim Zaza gehen, Dirk Langerbein "spielt in unseren Planungen keine Rolle", wie Olaf Janßen, Sportlicher Leiter, betont. Masuch: "Ist doch normal, dass keiner von uns Torhütern unbedingt heiß auf Spielpraxis in der Verbandsliga ist. Auch ein Karim, der aus Dänemark verpflichtet wurde, will sich bestimmt nicht auf die Bank setzen." Wie gesagt, eine schicke Konstellation. Masuch: "Wohl richtig, wir müssen alle Gas geben. Ich glaube, die Unterschiede sind nicht groß. Der Beste wird spielen." Und wer das ist, legt Neuhaus fest.
Aktuell sucht Masuch eine Wohnung in Duisburg, seine Freundin wohnt mit ihrer Tochter in Düsseldorf. Parallel läuft noch Masuchs Sportstudium, bei dem er den Schwerpunkt Ökonomie und Management verfolgt. "Präsenzzeit habe ich an der Uni in Köln nicht mehr, ich will mich bemühen, die Sache in den nächsten zwei Jahren auf jeden Fall abzuschließen." Nicht einfach, Masuch ist erklärter Team-Player, schließt sich ungern von Aktivitäten der Truppe aus, die neben dem Sport ablaufen. "Mensch, wenn im Trainingslager acht Jungs irgendwo sitzen, dann bin ich bestimmt nicht der, der sich mit seinen Lehrbüchern auf das Zimmer zurück zieht." Bis 2008 hat Masuch Zeit, sich bei RWE durchzusetzen. "Ich nehme das superernst, Halligalli ist für mich kein Thema. Es hat schließlich lange genug gedauert, bis ich den Sprung nach oben realisiert habe."
Einen Holger Wehlage und einen Dirk Langerbein lernte er vorab flüchtig und zufällig kennen, wie es bei RWE abgeht, darüber konnte sich der 1,90 Meter-Mann während der Sommerpause bereits ausführlicher mit Serkan Calik, Baris Oezbek und Moritz Stoppelkamp austauschen. "Wir haben uns auf Mallorca getroffen", schmunzelt der ehemalige Hamborner, der bis zum 18. Lebensjahr als Duisburger Stadtmeister im Doppel auch erfolgreich den Tennisschläger schwang. "Aber dann musste ich mich entscheiden. Der Fußball war für mich attraktiver, beim Tennis ist man zu sehr Individualist. Wenn man damals ins Clubhaus kam, wurde man kaum gegrüßt, beim Fußball ist das anders, da gibt es sofort ein großes Hallo." Wie gesagt, der Team-Faktor, der für den Rechtsfuß so bedeutungsvoll ist.
http://www.reviersport.de/sportinfos/news.php?idNews=99080&return=%2Fsportinfos%2Ffussball%2Fspieltage%2Fnews%2Findex.php%3FidSpieltag%3D1489
Angekommen! Das kann Daniel Masuch von sich behaupten. Auf seine "alten Tage", der ehemalige Osterfelder hat bald 29 Jahre auf dem Buckel, klappt endlich der Sprung in den Profibereich. "Schon spät, das stimmt wohl", grinst der Keeper über beide Backen. Letztendlich bewies der Blondschopf in der letzten Saison als Torhüter des Regionalliga-Absteigers Oberhausen, dass er höherklassig bestehen kann, eine Qualität, die ihm allerdings schon lange nachgesagt wurde. Der Abgang der Kleeblätter - eine Durchreiche - lag sicherlich nicht an ihm. "Ich bin froh, dass ich den Wechsel vollzogen habe", grübelt Masuch, den RWO natürlich unbedingt halten wollte.
Die Eindrücke an der Hafenstraße bestätigen ihn voll und ganz: "Noch arbeiten wir uns relativ locker ins Programm, aber das wird jetzt angezogen. Gut, dass der Spaß nicht zu kurz kommt." In der Tat, bei einer Einheit unter der Woche sah man einmal einen Alex Löbe schallend lachend beim Stretching zusammenbrechen, so dass etliche Kollegen auch nicht mehr vernünftig weiter machen konnten. Auch Coach Uwe Neuhaus machte bei einer Kopfballeinheit seine Witzchen auf Kosten von Stijn Haeldermans, der aus dem Grinsen nicht mehr heraus kam. Masuch: "Stark, super Stimmung. Für mich ist so was wichtig, das ist immer ein Zeichen für ein prima Mannschaftsklima, diese Truppe hat gute Strukturen, ist gefestigt."
Es gibt zum Beispiel den Aufstiegstorhüter André Maczkowiak, der Anspruch auf den Platz im Kasten nachvollziehbar reklamiert. "Logisch, das muss er tun, das ist auch richtig. Aber wir anderen Kandidaten wollen das natürlich auch. Warten wir doch einmal ab, wie das ausgeht. Es liegt jetzt an uns", grübelt Masuch, "es dem Coach bei seiner Entscheidung so schwer wie möglich zu machen." Neuhaus wird den Druck locker aushalten. Letztendlich soll es um das Trio Maczkowiak, Masuch und Karim Zaza gehen, Dirk Langerbein "spielt in unseren Planungen keine Rolle", wie Olaf Janßen, Sportlicher Leiter, betont. Masuch: "Ist doch normal, dass keiner von uns Torhütern unbedingt heiß auf Spielpraxis in der Verbandsliga ist. Auch ein Karim, der aus Dänemark verpflichtet wurde, will sich bestimmt nicht auf die Bank setzen." Wie gesagt, eine schicke Konstellation. Masuch: "Wohl richtig, wir müssen alle Gas geben. Ich glaube, die Unterschiede sind nicht groß. Der Beste wird spielen." Und wer das ist, legt Neuhaus fest.
Aktuell sucht Masuch eine Wohnung in Duisburg, seine Freundin wohnt mit ihrer Tochter in Düsseldorf. Parallel läuft noch Masuchs Sportstudium, bei dem er den Schwerpunkt Ökonomie und Management verfolgt. "Präsenzzeit habe ich an der Uni in Köln nicht mehr, ich will mich bemühen, die Sache in den nächsten zwei Jahren auf jeden Fall abzuschließen." Nicht einfach, Masuch ist erklärter Team-Player, schließt sich ungern von Aktivitäten der Truppe aus, die neben dem Sport ablaufen. "Mensch, wenn im Trainingslager acht Jungs irgendwo sitzen, dann bin ich bestimmt nicht der, der sich mit seinen Lehrbüchern auf das Zimmer zurück zieht." Bis 2008 hat Masuch Zeit, sich bei RWE durchzusetzen. "Ich nehme das superernst, Halligalli ist für mich kein Thema. Es hat schließlich lange genug gedauert, bis ich den Sprung nach oben realisiert habe."
Einen Holger Wehlage und einen Dirk Langerbein lernte er vorab flüchtig und zufällig kennen, wie es bei RWE abgeht, darüber konnte sich der 1,90 Meter-Mann während der Sommerpause bereits ausführlicher mit Serkan Calik, Baris Oezbek und Moritz Stoppelkamp austauschen. "Wir haben uns auf Mallorca getroffen", schmunzelt der ehemalige Hamborner, der bis zum 18. Lebensjahr als Duisburger Stadtmeister im Doppel auch erfolgreich den Tennisschläger schwang. "Aber dann musste ich mich entscheiden. Der Fußball war für mich attraktiver, beim Tennis ist man zu sehr Individualist. Wenn man damals ins Clubhaus kam, wurde man kaum gegrüßt, beim Fußball ist das anders, da gibt es sofort ein großes Hallo." Wie gesagt, der Team-Faktor, der für den Rechtsfuß so bedeutungsvoll ist.
http://www.reviersport.de/sportinfos/news.php?idNews=99080&return=%2Fsportinfos%2Ffussball%2Fspieltage%2Fnews%2Findex.php%3FidSpieltag%3D1489
14.07.2006 - 09:56 Uhr
Vizemeister Bremen kommt
Test an der Hafenstraße am Sonntag ist erster Höhepunkt der Vorbereitung
FUSSBALL ROT-WEISS ESSEN Bevor Fußball-Zweitligist Rot-Weiß am 20. Juli sein Trainingslager in Bad Lippspringe beziehen wird, steht noch einmal ein üppig bestücktes Testspiel-Wochenende auf dem Programm. Am Samstag reisen die Rot-Weißen zu einem Auftritt nach Bega bei Lemgo in Ostwestfalen (15 Uhr). Dort haben die Gastgeber, die selbst in der Kreisliga kicken, eine "Begatal-Auswahl" zusammengestellt, die sich gegen die Fußballer von Trainer Uwe Neuhaus behaupten möchte (siehe "Eingeworfen").
Am Sonntag dann folgt für RWE der erste Höhepunkt im Rahmen der Vorbereitung. Um 18 Uhr ist im Georg-Melches Stadion der Deutsche Vize-Meister und Champions League-Teilnehmer Werder Bremen zu Gast. "Eine große Ehre für uns", meint Essens Sportlicher Leiter Olaf Janßen. Und das DSF findet diesen Vergleich gleich so spannend, dass sie ihn ab 17.45 Uhr live überträgt.
Bis auf die drei Bremer WM-Fahrer Miroslav Klose, Torsten Frings und Tim Borowski wird Bremen in Bestbesetzung antreten. Mit dabei sind auch die Neuzugänge Diego (FC Porto), Pierre Wome (Inter Mailand), Clemens Fritz (Bayer 04 Leverkusen) und Mohamed Zidan (war an den FSV Mainz 05 ausgeliehen).
Beim Essener Gastgeber hat Neuzugang Paulo Sergio nach seiner Zwangspause (Fersensporn) mit dem Aufbautraining begonnen, gegen den SV Werder wird er aber mit Sicherheit noch nicht zum Aufgebot gehören.
Test an der Hafenstraße am Sonntag ist erster Höhepunkt der Vorbereitung
FUSSBALL ROT-WEISS ESSEN Bevor Fußball-Zweitligist Rot-Weiß am 20. Juli sein Trainingslager in Bad Lippspringe beziehen wird, steht noch einmal ein üppig bestücktes Testspiel-Wochenende auf dem Programm. Am Samstag reisen die Rot-Weißen zu einem Auftritt nach Bega bei Lemgo in Ostwestfalen (15 Uhr). Dort haben die Gastgeber, die selbst in der Kreisliga kicken, eine "Begatal-Auswahl" zusammengestellt, die sich gegen die Fußballer von Trainer Uwe Neuhaus behaupten möchte (siehe "Eingeworfen").
Am Sonntag dann folgt für RWE der erste Höhepunkt im Rahmen der Vorbereitung. Um 18 Uhr ist im Georg-Melches Stadion der Deutsche Vize-Meister und Champions League-Teilnehmer Werder Bremen zu Gast. "Eine große Ehre für uns", meint Essens Sportlicher Leiter Olaf Janßen. Und das DSF findet diesen Vergleich gleich so spannend, dass sie ihn ab 17.45 Uhr live überträgt.
Bis auf die drei Bremer WM-Fahrer Miroslav Klose, Torsten Frings und Tim Borowski wird Bremen in Bestbesetzung antreten. Mit dabei sind auch die Neuzugänge Diego (FC Porto), Pierre Wome (Inter Mailand), Clemens Fritz (Bayer 04 Leverkusen) und Mohamed Zidan (war an den FSV Mainz 05 ausgeliehen).
Beim Essener Gastgeber hat Neuzugang Paulo Sergio nach seiner Zwangspause (Fersensporn) mit dem Aufbautraining begonnen, gegen den SV Werder wird er aber mit Sicherheit noch nicht zum Aufgebot gehören.
16.07.2006 - 13:57 Uhr
Eine schwierige Beziehung
Leistungsträger Holger Wehlage, der mit Werder Bremen 2004 das Double gewann, musste bei Rot-Weiß lange kämpfen, bis die Fans ihn akzeptierten
FUSSBALL ZWEITE BUNDESLIGA. Aufstieg in die 2. Liga - geschafft. Und die Rot-Weißen ließ es krachen. Die Jungs hüpften umher, lagen sich freudetrunken in den Armen, grölten und strahlten. In der ehemaligen Schiedsrichter-Kabine des Georg-Melches-Stadions aber hockte Holger Wehlage gedankenverloren und nippte an seinem Bier. Ein Bild, das zur feierwütigen Meute da draußen gar nicht passen wollte. Aber mit Klischees und Vorurteilen muss sich Holger Wehlage (30) seit jeher herumplagen.
"Es war nicht einfach, aber wir hatten ja den Auftrag aufzusteigen", sagt er. Das Ganze sei ja nicht so überraschend gekommen. Er spürte nicht unbedingt diese Euphorie, die ihn 2004 überwältigt hatte, als er mit dem SV Werder Bremen die Deutsche Meisterschaft und eine Woche später auch noch den DFB-Pokal holte. Und es waren die vielen kleinen Probleme, die diesen Profi seit Amtsantritt an der Hafenstraße eskortierten. Auch sie stimmten ihn nachdenklich.
Der Erfolg hat die Situation längst bereinigt, die Beziehung mit den Fans ist gekittet. Sie haben Holger Wehlage akzeptiert. "Mich kannte keiner hier und dennoch haben sie mich verurteilt", sagt Wehlage. Als Leistungsträger war er vom MSV Duisburg verpflichtet worden, ein bundesliga-erfahrener Fußballer. Der Neue sollte eine Säule im Mannschaftsgerüst sein. Doch die Essener Fans mochten diesen Schlaks nicht, diesen "arroganten Fatzke" mit dem zweifelhaften Ruf. Grotesk, aber wahr: Der Anhang machte die gesamte Mannschaft, die bis auf zwei Spieler völlig neu formiert worden ist, samt Trainer für die klägliche Abstiegssaison 2004/05 noch immer verantwortlich, und vor allem Wehlage zum Prügelknaben.
Er musste sich so manche Pöbelei gefallen lassen, selbst wenn er gut spielte, was den einst Geschmähten nicht kalt ließ: "Man kann über meine schlechte Leistung schimpfen, aber ich bin persönlich angegangen worden, und das lasse ich nicht mit mir machen. Und da steht der Verein auch voll hinter mir." Die zwischenmenschliche Krise gipfelte darin, dass Wehlage sich nach einem Sieg partout nicht mehr bei den Fans bedanken wollte. "Wiederum habe ich gehört, dass das Trikot mit meinem Namen am meisten verkauft worden ist." (Ach ja, das Klischee vom Schönling und Frauenschwarm).
Er sei schnell und überaus dynamisch, behaupten seine Fürsprecher. Und die Kritiker nörgeln: Ein "Weichei", er habe zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht und sei spätestens in Duisburg gescheitert. "Ich weiß, wofür es lohnt zu arbeiten. Ich kann mich durchbeißen und kämpfen, ich gebe niemals auf", behauptet Wehlage. Zu klein, zu schmächtig, fanden ihn die Trainer in der Jugend beim SV Meppen. "Das hat mich angespornt." Er schaffte dort den Sprung in den Profikader. Auch beim FC St. Pauli hatte er eine gute Zeit. Was für ihn spricht, denn Laumänner auf dem Kiez, das geht gar nicht.
Auch die RWE-Verantwortlichen sind überzeugt von diesem Spieler. Unterm Strich war Wehlage der erhoffte Antreiber. Gemeinsam mit Michael Bemben machte er die rechte Seite stark und erzielte in der Endphase der Regionalligasaison wichtige Tore. Als er verletzt ausfiel, fehlte seine Energie. Als er beim 4:3 in Hamburg zur Halbzeit und einem 0:2-Rückstand in Spiel kam, leitete er den Anschluss ein und traf selbst zum 2:2.
Bis 2008 hat Rot-Weiß den Vertrag mit Wehlage verlängert. "Es ist mir damals nicht leicht gefallen, in die Regionalliga zu gehen, zumal es Angebote aus der 2. Liga gab." Aber das Konzept überzeugte ihn und er konnte wieder Selbstvertrauen tanken, nachdem es beim MSV nicht besonders gelaufen war. Bei den Zweitliga-Zebras galt er in der Hinrunde als unumstrittener Stammspieler, was sich nach der Winterpause änderte.
"Warum ich nicht mehr zum Zug gekommen bin, ist mir unerklärlich." Duisburg kletterte in die 1. Liga - ohne Holger Wehlage. Der aber hatte damals festgestellt, dass er genau dort sein Ziel sehe. Und dann Regionalliga? Wehlage schmunzelt: "Es war ein Schritt zurück, um zwei nach vorn zu machen."
WAZ Essen vom 14.07.2006
Leistungsträger Holger Wehlage, der mit Werder Bremen 2004 das Double gewann, musste bei Rot-Weiß lange kämpfen, bis die Fans ihn akzeptierten
FUSSBALL ZWEITE BUNDESLIGA. Aufstieg in die 2. Liga - geschafft. Und die Rot-Weißen ließ es krachen. Die Jungs hüpften umher, lagen sich freudetrunken in den Armen, grölten und strahlten. In der ehemaligen Schiedsrichter-Kabine des Georg-Melches-Stadions aber hockte Holger Wehlage gedankenverloren und nippte an seinem Bier. Ein Bild, das zur feierwütigen Meute da draußen gar nicht passen wollte. Aber mit Klischees und Vorurteilen muss sich Holger Wehlage (30) seit jeher herumplagen.
"Es war nicht einfach, aber wir hatten ja den Auftrag aufzusteigen", sagt er. Das Ganze sei ja nicht so überraschend gekommen. Er spürte nicht unbedingt diese Euphorie, die ihn 2004 überwältigt hatte, als er mit dem SV Werder Bremen die Deutsche Meisterschaft und eine Woche später auch noch den DFB-Pokal holte. Und es waren die vielen kleinen Probleme, die diesen Profi seit Amtsantritt an der Hafenstraße eskortierten. Auch sie stimmten ihn nachdenklich.
Der Erfolg hat die Situation längst bereinigt, die Beziehung mit den Fans ist gekittet. Sie haben Holger Wehlage akzeptiert. "Mich kannte keiner hier und dennoch haben sie mich verurteilt", sagt Wehlage. Als Leistungsträger war er vom MSV Duisburg verpflichtet worden, ein bundesliga-erfahrener Fußballer. Der Neue sollte eine Säule im Mannschaftsgerüst sein. Doch die Essener Fans mochten diesen Schlaks nicht, diesen "arroganten Fatzke" mit dem zweifelhaften Ruf. Grotesk, aber wahr: Der Anhang machte die gesamte Mannschaft, die bis auf zwei Spieler völlig neu formiert worden ist, samt Trainer für die klägliche Abstiegssaison 2004/05 noch immer verantwortlich, und vor allem Wehlage zum Prügelknaben.
Er musste sich so manche Pöbelei gefallen lassen, selbst wenn er gut spielte, was den einst Geschmähten nicht kalt ließ: "Man kann über meine schlechte Leistung schimpfen, aber ich bin persönlich angegangen worden, und das lasse ich nicht mit mir machen. Und da steht der Verein auch voll hinter mir." Die zwischenmenschliche Krise gipfelte darin, dass Wehlage sich nach einem Sieg partout nicht mehr bei den Fans bedanken wollte. "Wiederum habe ich gehört, dass das Trikot mit meinem Namen am meisten verkauft worden ist." (Ach ja, das Klischee vom Schönling und Frauenschwarm).
Er sei schnell und überaus dynamisch, behaupten seine Fürsprecher. Und die Kritiker nörgeln: Ein "Weichei", er habe zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht und sei spätestens in Duisburg gescheitert. "Ich weiß, wofür es lohnt zu arbeiten. Ich kann mich durchbeißen und kämpfen, ich gebe niemals auf", behauptet Wehlage. Zu klein, zu schmächtig, fanden ihn die Trainer in der Jugend beim SV Meppen. "Das hat mich angespornt." Er schaffte dort den Sprung in den Profikader. Auch beim FC St. Pauli hatte er eine gute Zeit. Was für ihn spricht, denn Laumänner auf dem Kiez, das geht gar nicht.
Auch die RWE-Verantwortlichen sind überzeugt von diesem Spieler. Unterm Strich war Wehlage der erhoffte Antreiber. Gemeinsam mit Michael Bemben machte er die rechte Seite stark und erzielte in der Endphase der Regionalligasaison wichtige Tore. Als er verletzt ausfiel, fehlte seine Energie. Als er beim 4:3 in Hamburg zur Halbzeit und einem 0:2-Rückstand in Spiel kam, leitete er den Anschluss ein und traf selbst zum 2:2.
Bis 2008 hat Rot-Weiß den Vertrag mit Wehlage verlängert. "Es ist mir damals nicht leicht gefallen, in die Regionalliga zu gehen, zumal es Angebote aus der 2. Liga gab." Aber das Konzept überzeugte ihn und er konnte wieder Selbstvertrauen tanken, nachdem es beim MSV nicht besonders gelaufen war. Bei den Zweitliga-Zebras galt er in der Hinrunde als unumstrittener Stammspieler, was sich nach der Winterpause änderte.
"Warum ich nicht mehr zum Zug gekommen bin, ist mir unerklärlich." Duisburg kletterte in die 1. Liga - ohne Holger Wehlage. Der aber hatte damals festgestellt, dass er genau dort sein Ziel sehe. Und dann Regionalliga? Wehlage schmunzelt: "Es war ein Schritt zurück, um zwei nach vorn zu machen."
WAZ Essen vom 14.07.2006
17.07.2006 - 10:39 Uhr
Lehrstunde und Belastungsprobe
Rot-Weiß wehrt sich: Hier ein Zweikampf zwischen dem Bremer Neuzugang Clemens Fritz (l.) und Ferhat Kiskanc. Fotos: WAZ, Michael Gohl
Champions-League-Teilnehmer überrascht die Rot-Weißen mit frühen Toren und zieht dem unglücklichen Zweitliga-Aufsteiger damit schnell den Nerv
FUSSBALL TEST GEGEN WERDER BREMEN Rot-Weiß Essen Werder Bremen 0:5 (0:2) RWE: Zaza (46. Maczkowiak) - Bemben, Kläsener, Hysky, Bieler - Lorenzón - Younga-Mouhani (72. Özbek), Haeldermans - Wehlage (72. Calik), Löbe, Kiskanc (84. Stoppelkamp) Bremen: Reinke (46. Wiese), Fahrenhorst, Naldo, Womé, Fritz (46. Vranjes), Zidan (46. Owomoyela), Diego, Hunt, Klasnic (46. Andreasen), Jensen (46. Almeida), Schulz (46. Mosquera) Schiedsrichter: Winkmann (Kerken). Tore: 0:1 (3..) Klasnic, 0:2 (25.) Zidan, 0:3 (48.) Almeida, 0:4 (48.) Owomoyela, 0:5 (69.) Andreasen. Zuschauer: 4 500 Schon kurz nach der Pause konnte Olaf Janßen sein Notizbuch getrost zuklappen. Essens Sportlicher Leiter hatte sich zu diesem Test gegen den großen SV Werder Bremen in bester Berti-Vogts Manier auf der Tribüne niedergelassen, um einen besseren Überblick zu bekommen, von dem, was sich da unten auf dem Rasen abspielt. "Das dritte Tor war entscheidend", fasste Janßen zusammen. "Da war bei uns alles weg, was man beim Fußball braucht: Selbstvertrauen, Einsatz und Spielfreude."
Die kühlen Hanseaten hatten dem Gastgeber den Spaß gründlich verdorben. Sie setztten ihre ersten beiden Treffer praktisch aus dem Nichts heraus und banden direkt nach dem Wiederanpfiff den Sack schleunigst zu. Man muss sich ja bei diesen tropischen Temperaturen nicht unnötig quälen. Entnervt nahmen die einstigen Regionalliga-Überflieger die Bruchlandung zur Kenntnis, mühten sich aber weiter, obwohl nicht mehr allzu viel gegen diesen hochkarätigen Sparringspartner herauskam. Eine Herausforderung für die Moral. Ein anspruchsvoller Test - sportlich, aber ebenso für die mentale Belastbarkeit.
Trainer Uwe Neuhaus schickte eine Formation aufs Feld, wie sie gut und gerne am 11. August auf dem Betzenberg auflaufen könnte. Vier Neue waren dabei: Karim Zaza im Tor, Thomas Kläsener und Martin Hysky in der Innenverteidigung sowie Pascal Bieler auf der linken Seite.
Der Portugiese Paulo Sergio ist sicher ein Kandidat für die Offensive, denn dem Angriff fehlte zuweilen schon ein wenig Druck und Esprit gegen diese abgezockten Bremer.
Die Regie in dieser Partie ließ den Zweitligisten schon nach vier Minuten erstmals unglücklich aussehen. Bremens Diego schlug den Ball per Freistoß diagonal auf die linke Strafraumseite. Ivan Klasnic nahm den Ball direkt und setzte ihn im hohen Bogen ins lange Eck. Kunststück oder glücklicher Zufall? Wie auch immer: Für Zaza war es jedenfalls ein ziemlich frustrierender Einstand. Und beim 0:2 sah er kaum besser aus. Kläsener zog im Zweikampf mit Zidan den Kürzen, Hysky und Zaza waren uneins, wer dazwischen schlagen sollte, und der Werder Angreifer bedankte sich für die Einladung. Die rot-weiße Defensivabteilung war erneut ratlos. Doch solche Nachlässigkeiten darf man sich gegen einen ambitionierten Champions-League-Teilnehmer nicht erlauben.
Und solche Chancen, wie die von Alexander Löbe, darf man auch nicht auslassen, wenn man mitreden möchte. Geschickt nahm Löbe einen Pass von Holger Wehlage an, trickste Fahrenhorst aus und stand einsam vor dem Bremer Kasten. Seinen Flachschuss lenkte Reinke aber mit den Fingerspitzen zur Ecke. Auch Wehlage hatte sich einmal glänzend durchgesetzt, doch er verzog knapp (36.).
Nach der Pause brachte Bremen sechs Neue, darunter so klangvolle Namen wie Vranjes, Owomoyela und Almeida. Erst scheiterte Mosquera am eingewechselten Maczkowiak, dann schlenzte der portugiesische Jungstar Almeida den Ball zum 3:0 ins lange Eck. Das war´s für RWE, wie Janßen treffend bemerkte. Es folgte eine Lehrstunde für die Schüler aus der 2. Liga."Das dritte Tor war entscheidend. Da war alles weg, was man zum Fußball braucht"
Rot-Weiß wehrt sich: Hier ein Zweikampf zwischen dem Bremer Neuzugang Clemens Fritz (l.) und Ferhat Kiskanc. Fotos: WAZ, Michael Gohl
Champions-League-Teilnehmer überrascht die Rot-Weißen mit frühen Toren und zieht dem unglücklichen Zweitliga-Aufsteiger damit schnell den Nerv
FUSSBALL TEST GEGEN WERDER BREMEN Rot-Weiß Essen Werder Bremen 0:5 (0:2) RWE: Zaza (46. Maczkowiak) - Bemben, Kläsener, Hysky, Bieler - Lorenzón - Younga-Mouhani (72. Özbek), Haeldermans - Wehlage (72. Calik), Löbe, Kiskanc (84. Stoppelkamp) Bremen: Reinke (46. Wiese), Fahrenhorst, Naldo, Womé, Fritz (46. Vranjes), Zidan (46. Owomoyela), Diego, Hunt, Klasnic (46. Andreasen), Jensen (46. Almeida), Schulz (46. Mosquera) Schiedsrichter: Winkmann (Kerken). Tore: 0:1 (3..) Klasnic, 0:2 (25.) Zidan, 0:3 (48.) Almeida, 0:4 (48.) Owomoyela, 0:5 (69.) Andreasen. Zuschauer: 4 500 Schon kurz nach der Pause konnte Olaf Janßen sein Notizbuch getrost zuklappen. Essens Sportlicher Leiter hatte sich zu diesem Test gegen den großen SV Werder Bremen in bester Berti-Vogts Manier auf der Tribüne niedergelassen, um einen besseren Überblick zu bekommen, von dem, was sich da unten auf dem Rasen abspielt. "Das dritte Tor war entscheidend", fasste Janßen zusammen. "Da war bei uns alles weg, was man beim Fußball braucht: Selbstvertrauen, Einsatz und Spielfreude."
Die kühlen Hanseaten hatten dem Gastgeber den Spaß gründlich verdorben. Sie setztten ihre ersten beiden Treffer praktisch aus dem Nichts heraus und banden direkt nach dem Wiederanpfiff den Sack schleunigst zu. Man muss sich ja bei diesen tropischen Temperaturen nicht unnötig quälen. Entnervt nahmen die einstigen Regionalliga-Überflieger die Bruchlandung zur Kenntnis, mühten sich aber weiter, obwohl nicht mehr allzu viel gegen diesen hochkarätigen Sparringspartner herauskam. Eine Herausforderung für die Moral. Ein anspruchsvoller Test - sportlich, aber ebenso für die mentale Belastbarkeit.
Trainer Uwe Neuhaus schickte eine Formation aufs Feld, wie sie gut und gerne am 11. August auf dem Betzenberg auflaufen könnte. Vier Neue waren dabei: Karim Zaza im Tor, Thomas Kläsener und Martin Hysky in der Innenverteidigung sowie Pascal Bieler auf der linken Seite.
Der Portugiese Paulo Sergio ist sicher ein Kandidat für die Offensive, denn dem Angriff fehlte zuweilen schon ein wenig Druck und Esprit gegen diese abgezockten Bremer.
Die Regie in dieser Partie ließ den Zweitligisten schon nach vier Minuten erstmals unglücklich aussehen. Bremens Diego schlug den Ball per Freistoß diagonal auf die linke Strafraumseite. Ivan Klasnic nahm den Ball direkt und setzte ihn im hohen Bogen ins lange Eck. Kunststück oder glücklicher Zufall? Wie auch immer: Für Zaza war es jedenfalls ein ziemlich frustrierender Einstand. Und beim 0:2 sah er kaum besser aus. Kläsener zog im Zweikampf mit Zidan den Kürzen, Hysky und Zaza waren uneins, wer dazwischen schlagen sollte, und der Werder Angreifer bedankte sich für die Einladung. Die rot-weiße Defensivabteilung war erneut ratlos. Doch solche Nachlässigkeiten darf man sich gegen einen ambitionierten Champions-League-Teilnehmer nicht erlauben.
Und solche Chancen, wie die von Alexander Löbe, darf man auch nicht auslassen, wenn man mitreden möchte. Geschickt nahm Löbe einen Pass von Holger Wehlage an, trickste Fahrenhorst aus und stand einsam vor dem Bremer Kasten. Seinen Flachschuss lenkte Reinke aber mit den Fingerspitzen zur Ecke. Auch Wehlage hatte sich einmal glänzend durchgesetzt, doch er verzog knapp (36.).
Nach der Pause brachte Bremen sechs Neue, darunter so klangvolle Namen wie Vranjes, Owomoyela und Almeida. Erst scheiterte Mosquera am eingewechselten Maczkowiak, dann schlenzte der portugiesische Jungstar Almeida den Ball zum 3:0 ins lange Eck. Das war´s für RWE, wie Janßen treffend bemerkte. Es folgte eine Lehrstunde für die Schüler aus der 2. Liga."Das dritte Tor war entscheidend. Da war alles weg, was man zum Fußball braucht"
18.07.2006 - 09:35 Uhr
Davon geht die Welt nicht unter
Die Rot-Weißen versuchen, die 0:5-Pleite gegen die starken Bremer schnell abzuhaken und die Lehren aus diesem Testspiel zu ziehen
FUSSBALL 2. BUNDESLIGADer Besuch auf den Rängen applaudierte nach dem Abpfiff höflich und honorierte damit auch die überzeugende Darbietung des SV Werder Bremen. Keine Pfiffe oder missmutiges Genörgel nach der 0:5-Packung der Rot-Weißen. Es war ja nur ein Test, der deutsche Vize-Meister einfach eine Nummer zu groß für den Zweitliga-Neuling. Wenngleich dieses Ergebnis schon ein bisschen ernüchterte.
"Natürlich hatten wir uns mehr vorgenommen", gestand RWE-Trainer Uwe Neuhaus ein. "In der ersten Halbzeit haben wir es versucht und uns auch Chancen erspielt." Nach dem 0:3 von Almeida, die Art und Weise, wie es zustanden gekommen ist, "danach waren alle vollkommen geknickt. Wir haben in der ersten Halbzeit viel investiert, doch nach diesem Tor sind wir nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen und haben nach und nach den Kopf hängen lassen." Und für Uwe Neuhaus steht fest: "Die Bremer sind für mich ein absoluter Meisterschaftskandidat".
Nüchtern betrachtet liegen gleich zwei Klassen zwischen diese beiden Klubs. RWE ist neu in der 2. Liga, Werder einmal mehr international in der Champions League am Ball. Und dazu präsentierten sich die Hanseaten auch noch in guter Frühform. "Wir können sehr zufrieden sein, so kann es weiter gehen", meinte Bremens Trainer Thomas Schaaf.
Dass es so nicht weiter geht, darauf hoffen natürlich die Essener. Nein, sie sind davon überzeugt. Gegen Borussia Mönchengladbach (2.August) und Atletico Bilbao (6.August) jedenfalls soll der Kontrast nicht gar so stark sein. "Wir haben uns extra ein schwieriges Programm auferlegt. Und wenn wir dann gegen einen solchen Gegner verlieren, davon geht die Welt nicht unter."
Genau diese Einstellung werden die Verantwortlichen der Mannschaft nun vermitteln. Erkenntnisse sammeln, das ist der ureigenste Sinn eines jeden Testspiels - unabhängig vom Ergebnis, was die Zuschauer nicht immer gleich einsehen wollen. So mancher wird sich vielleicht auch am Sonntag gefragt haben: Sind Spiele gegen solche Mannschaften mirt der Qualität wie Bremen überhaupt sinnvoll, außer dass der klangvolle Namen Publikum lockt? "Ich finde schon", sagt Neuhaus. "Aus solchen Spielen kann jeder von uns etwas mitnehmen. Auch wenn wir gegen unterklassige Klubs viele Tore machen, bringt das was."
Dass am Sonntag gleich wieder in der Vergangenheit nach Parallelen gekramt wurde, ignoriert Neuhaus. Mit 0:6 verlor der Zweitligist RWE in der Winterpause 2005 daheim gegen Leverkusen und stieg später ab. Neuhaus hält dagegen: "Gegen Edinburgh haben wir im vergangenen Jahr hier auch den Test klar mit 0:3 verloren und sind aufgestiegen.""Die Bremer sind für mich absoluter Titelkandidat"
17.07.2006 Von Rolf Hantel
Die Rot-Weißen versuchen, die 0:5-Pleite gegen die starken Bremer schnell abzuhaken und die Lehren aus diesem Testspiel zu ziehen
FUSSBALL 2. BUNDESLIGADer Besuch auf den Rängen applaudierte nach dem Abpfiff höflich und honorierte damit auch die überzeugende Darbietung des SV Werder Bremen. Keine Pfiffe oder missmutiges Genörgel nach der 0:5-Packung der Rot-Weißen. Es war ja nur ein Test, der deutsche Vize-Meister einfach eine Nummer zu groß für den Zweitliga-Neuling. Wenngleich dieses Ergebnis schon ein bisschen ernüchterte.
"Natürlich hatten wir uns mehr vorgenommen", gestand RWE-Trainer Uwe Neuhaus ein. "In der ersten Halbzeit haben wir es versucht und uns auch Chancen erspielt." Nach dem 0:3 von Almeida, die Art und Weise, wie es zustanden gekommen ist, "danach waren alle vollkommen geknickt. Wir haben in der ersten Halbzeit viel investiert, doch nach diesem Tor sind wir nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen und haben nach und nach den Kopf hängen lassen." Und für Uwe Neuhaus steht fest: "Die Bremer sind für mich ein absoluter Meisterschaftskandidat".
Nüchtern betrachtet liegen gleich zwei Klassen zwischen diese beiden Klubs. RWE ist neu in der 2. Liga, Werder einmal mehr international in der Champions League am Ball. Und dazu präsentierten sich die Hanseaten auch noch in guter Frühform. "Wir können sehr zufrieden sein, so kann es weiter gehen", meinte Bremens Trainer Thomas Schaaf.
Dass es so nicht weiter geht, darauf hoffen natürlich die Essener. Nein, sie sind davon überzeugt. Gegen Borussia Mönchengladbach (2.August) und Atletico Bilbao (6.August) jedenfalls soll der Kontrast nicht gar so stark sein. "Wir haben uns extra ein schwieriges Programm auferlegt. Und wenn wir dann gegen einen solchen Gegner verlieren, davon geht die Welt nicht unter."
Genau diese Einstellung werden die Verantwortlichen der Mannschaft nun vermitteln. Erkenntnisse sammeln, das ist der ureigenste Sinn eines jeden Testspiels - unabhängig vom Ergebnis, was die Zuschauer nicht immer gleich einsehen wollen. So mancher wird sich vielleicht auch am Sonntag gefragt haben: Sind Spiele gegen solche Mannschaften mirt der Qualität wie Bremen überhaupt sinnvoll, außer dass der klangvolle Namen Publikum lockt? "Ich finde schon", sagt Neuhaus. "Aus solchen Spielen kann jeder von uns etwas mitnehmen. Auch wenn wir gegen unterklassige Klubs viele Tore machen, bringt das was."
Dass am Sonntag gleich wieder in der Vergangenheit nach Parallelen gekramt wurde, ignoriert Neuhaus. Mit 0:6 verlor der Zweitligist RWE in der Winterpause 2005 daheim gegen Leverkusen und stieg später ab. Neuhaus hält dagegen: "Gegen Edinburgh haben wir im vergangenen Jahr hier auch den Test klar mit 0:3 verloren und sind aufgestiegen.""Die Bremer sind für mich absoluter Titelkandidat"
17.07.2006 Von Rolf Hantel
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.

