Präsidium HSV e.V.
16.12.2014 - 17:37 Uhr
05.02.2021 - 07:31 Uhr
Zitat von Marvin
Ich würd' mich tatsächlich amüsieren, wenn Thomas Schulz aus dem Präsidium abgewählt wird, Marcel Jansen dadurch Morgenluft wittert und im Anschluss zur nächsten regulären Mitgliederversammlung den Antrag stellt, den Verkauf von mehr als 25 Prozent Anteile zu ermöglichen.
Ich würd' mich tatsächlich amüsieren, wenn Thomas Schulz aus dem Präsidium abgewählt wird, Marcel Jansen dadurch Morgenluft wittert und im Anschluss zur nächsten regulären Mitgliederversammlung den Antrag stellt, den Verkauf von mehr als 25 Prozent Anteile zu ermöglichen.
Es würde mich überraschen, wenn er dies täte. Das wäre politischer Selbstmord. Stattdessen ist es wahrscheinlicher, dass er eine stärkere Rechtsformdebatte anstößt.
Aber unabhängig davon gehen mir die ganzen Politikspielchen auf den Senkel. Denn es muss jedem von uns klar sein: Die Berichte in den unterschiedlichen Medien sind sicher durch gezielte Informationen der Gegenseite lanciert. Ob es sich nun um einen Bericht handelt, dass Jansen und Wettstein mehr als 25% verkaufen wollen oder ob das Abendblatt die Aufsichtsratsliste von Schulz herausgibt. Das Problem ist, dass wir als Fans voll darauf vertrauen müssen, dass die Journalisten, die diese Informationen gesteckt bekommen, richtig entscheiden, was davon stimmt und was entweder so hingebogen ist, dass es eigenen politischen Zielen dient oder sogar frei erfunden ist, um die Gegenseite zu denunzieren.
Mich regt das tierisch auf, weil das auch bedeutet, dass Leute, die eigentlich für den HSV arbeiten sollten, viel Zeit und Energie aufwenden, um die eigene Position zu stärken, Allianzen zu schmieden und ein öffentliches positives Bild zu erzeugen. Dass dies nicht im Sinne unseres HSV ist, sollte eigentlich klar sein.
Wobei man so fair sein muss, zu sagen, dass wir uns das selber eingebrockt haben. Durch die Wahl Hofmanns und später auch Jansens zum Präsidenten würde eine Tür geöffnet, die man nun nicht mehr geschlossen bekommt. Dadurch, dass die Mitglieder entschieden haben, dass die wichtigste Funktion des Präsidenten in seinem Einfluss auf die AG durch den Aufsichtsrat besteht, wurde diese Wahl wieder für alle interessant, die sich kein Stück für den e.V. interessieren, sondern denen es einzig und allein um Macht in der AG geht.
Damit haben wir exakt wieder die Situation, die wir auch vor der Ausgliederung hatten, nur, dass halt nicht der gesamte AR gewählt wird, sondern nur der AR-Vorsitzende. Und dann kommt es halt auch wieder zu dem gleichen Wahlkampf und destruktiven Meinungsmache, die auch schon für die Situation vor der Ausgliederung charakteristisch war.
Meiner Meinung wäre es rückblickend besser gewesen, Meier wieder zu wählen. Dieser hat sich hauptsächlich für den e.V. interessiert und den Aufsichtsratsposten eher passiv und als Kontrollorgan wahrgenommen. Eigentlich so, wie es sein sollte. Man kann gut diskutieren, ob er und der Aufsichtsrat damals ihrer Kontrollfunktion ausreichend nachgekommen sind, aber die Interpretation der eigenen Rolle war mMn besser als bei Hofmann und Jansen. Mit seiner Abwahl haben die Mitglieder jedoch klar das Zeichen gesetzt, dass sie stattdessen einen Präsidenten wollen, der aktiv in der AG-Politik mitmischt. Und dementsprechend auch wieder alle angezogen, die das gerne tun würden.
Meiner Meinung kann das nur wieder verhindert werden, wenn bei der nächsten Wahl sich daran erinnert wird, was als Präsident eigentlich der Hauptjob ist - der e.V., nicht die AG. Und wenn die Mitglieder anfangen, das auch einzufordern, werden auch die Politikspielchen aufhören. Der Posten wird dann nämlich bedeutend weniger sexy für alle, denen es um Macht und Einfluss in der AG geht, wenn sie gezwungen sind, sich erstmal mit dem gesamten e.V. zu beschäftigen und ein Konzept vorzulegen, wie sie ihn voranbringen wollen.
Damit geben wir natürlich als Mitglieder bedeutend Macht ab, was die sportliche Ausrichtung in der AG betrifft. Wird jedoch weiterhin je nach der sportlichen Situation gewählt, wird es auch weiterhin zu versuchten Beeinflussungen und der Fans kommen, entweder direkt (Schaefer: "Jetzt ist Zeit für Veränderungen") oder indirekt über gesteckte Berichte in unterschiedlichen Zeitungen. Das haben wir Fans dann aber auch nicht besser verdient, weil wir es dann so gewollt haben. Man kann nicht die Ausrichtung der AG zur politischen Frage der Präsidentenwahl machen und sich dann beschweren, dass Wahlkampf auf dem Rücken der AG gemacht wird.
05.02.2021 - 08:45 Uhr
Zitat von alleschonweg
Also wenn ich die Wahl habe zwischen Hoffmann und Kühne, dann wähle ich ganz klar Hoffmann, auch wenn das eher Pest oder Cholera gleich kommt.
Zitat von HSVGary
Naja, wer Hoffmann die Tür öffnet um Kühne zu verhindern, dem ist die aktuelle sportliche Entwicklung offensichtlich egal
.
Naja, wer Hoffmann die Tür öffnet um Kühne zu verhindern, dem ist die aktuelle sportliche Entwicklung offensichtlich egal
. Also wenn ich die Wahl habe zwischen Hoffmann und Kühne, dann wähle ich ganz klar Hoffmann, auch wenn das eher Pest oder Cholera gleich kommt.
Möglicherweise wird auch nur suggeriert, dass es eine Wahl zwischen Hoffmann und Kühne gibt
. Kühne ist als größter Anteilseigner ohnehin da, die "Wahl" besteht in Kühne oder Kühne und Hoffmann.
Du kannst aber wählen, ob Du Hoffmann bekommst oder Boldt, Mutzel, Hrubesch & Co., das ist tatsächlich eine einfache Wahl.
05.02.2021 - 09:42 Uhr
Zitat von Marvin
Nehmen wir 'mal an, das Namedropping des Abendblattes stimmt. Der frühere Vorsänger der Ultras soll Teil eines Aufsichtsrats werden, der Bernd Hoffmann in den Vorstand beruft? Das liest sich vollkommen absurd. Die Ultras hegen nichts als Abneigung gegen den 58-Jährigen. Aber einer der ehemaligen führenden Persönlichkeiten dieser Fangruppierungen soll dem ideologischen Feindbild in den Vorstand der AG verhelfen? In welchem Zusammenhang soll das irgendeinen Sinn ergeben?
Nehmen wir 'mal an, das Namedropping des Abendblattes stimmt. Der frühere Vorsänger der Ultras soll Teil eines Aufsichtsrats werden, der Bernd Hoffmann in den Vorstand beruft? Das liest sich vollkommen absurd. Die Ultras hegen nichts als Abneigung gegen den 58-Jährigen. Aber einer der ehemaligen führenden Persönlichkeiten dieser Fangruppierungen soll dem ideologischen Feindbild in den Vorstand der AG verhelfen? In welchem Zusammenhang soll das irgendeinen Sinn ergeben?
Angelehnt an diesen einen Absatz deines Beitrags muss ich dir mitteilen, dass das Absurde und Unvorstellbare leider daily business im Beirat ist. Es gab und gibt Vorlagen, da fasst man sich nur noch an die Stirn. Und das zunächst einmal vollkommen unabhängig von dem, was manche Zeitungen so schreiben. Man muss sogar im Gegenteil sagen, dass die Medienschaffenden in Hamburg äußerst gnädig mit dem HSV umgehen. Stoff für deutlich mehr wäre da und wird, leider Gottes, auch zuverlässig geliefert.
05.02.2021 - 11:29 Uhr
Zitat von alleschonweg
Nach der Rechnung, dass Kühne sowieso schon da ist, kann man ja auch sagen, wir haben eh schon Schulden, dann lass doch einfach noch mehr Schulden machen.
Nur weil etwas schlechtes schon da ist, ist es nicht egal, wenn noch mehr schlechtes dazu kommt. Im Gegenteil, jeder weitere Anteil an Schlechtem ist sogar noch schlimmer.
Und nur weil Hoffmann da ist, heißt das nicht, dass Boldt, Mutzel und Hrubesch gehen.
Nochmal ich bin kein Hoffmann Fan, aber du redest so, als würde mit Hoffmann im Präsidium die komplette AG auf den Kopf gestellt werden.
Davon mal ab, woher kommt jetzt plötzlich der Name Hoffmann? Es geht doch erstmal um eine Abwahl und nicht um eine Neustruckturierung.
Zitat von HSVGary
Möglicherweise wird auch nur suggeriert, dass es eine Wahl zwischen Hoffmann und Kühne gibt
.
Kühne ist als größter Anteilseigner ohnehin da, die "Wahl" besteht in Kühne oder Kühne und Hoffmann.
Du kannst aber wählen, ob Du Hoffmann bekommst oder Boldt, Mutzel, Hrubesch & Co., das ist tatsächlich eine einfache Wahl.
Zitat von alleschonweg
Also wenn ich die Wahl habe zwischen Hoffmann und Kühne, dann wähle ich ganz klar Hoffmann, auch wenn das eher Pest oder Cholera gleich kommt.
Zitat von HSVGary
Naja, wer Hoffmann die Tür öffnet um Kühne zu verhindern, dem ist die aktuelle sportliche Entwicklung offensichtlich egal
.
Naja, wer Hoffmann die Tür öffnet um Kühne zu verhindern, dem ist die aktuelle sportliche Entwicklung offensichtlich egal
. Also wenn ich die Wahl habe zwischen Hoffmann und Kühne, dann wähle ich ganz klar Hoffmann, auch wenn das eher Pest oder Cholera gleich kommt.
Möglicherweise wird auch nur suggeriert, dass es eine Wahl zwischen Hoffmann und Kühne gibt
. Kühne ist als größter Anteilseigner ohnehin da, die "Wahl" besteht in Kühne oder Kühne und Hoffmann.
Du kannst aber wählen, ob Du Hoffmann bekommst oder Boldt, Mutzel, Hrubesch & Co., das ist tatsächlich eine einfache Wahl.
Nach der Rechnung, dass Kühne sowieso schon da ist, kann man ja auch sagen, wir haben eh schon Schulden, dann lass doch einfach noch mehr Schulden machen.
Nur weil etwas schlechtes schon da ist, ist es nicht egal, wenn noch mehr schlechtes dazu kommt. Im Gegenteil, jeder weitere Anteil an Schlechtem ist sogar noch schlimmer.
Und nur weil Hoffmann da ist, heißt das nicht, dass Boldt, Mutzel und Hrubesch gehen.
Nochmal ich bin kein Hoffmann Fan, aber du redest so, als würde mit Hoffmann im Präsidium die komplette AG auf den Kopf gestellt werden.
Davon mal ab, woher kommt jetzt plötzlich der Name Hoffmann? Es geht doch erstmal um eine Abwahl und nicht um eine Neustruckturierung.
Moin moin,
Mir geht es in erster Linie um Kontinuität.
Der Weg ,der jetzt eingeschlagen wurde, dass ist der Weg den ich mitgehen möchte.
Der Nachwuchs wird gefördert, es wird auf Finanzen geachtet und die Mannschaft ist erfolgreich.
Meine Sorge ist ganz einfach erklärt :
Wenn sich in den Gremien Hoffmann oder seine Beführworter einen größeren Einfluss schaffen, bin ich mir sicher, dass Boldt gehen ( gegangen) wird oder von selber hinschmeißen wird.
Sein Schicksal ist meiner Meinung nach eng mit dem von Mutzel und Hrubesch verbunden.
Diese werden dann ebenso gehen.
Wieder Posten mit neuen Leuten besetzen ?
Will ich das ?
Nein !
Ob nun Hoffmann wie von mir vor ein paar Wochen vermutet durch die Hole Gasse kommt oder nur Vertraute / Gleichgesinnte das Zepter schwingen, macht da keinen Unterschied für mich.
Aber das wäre wieder typisch HSV !
Was man vorne aufgebaut hat, reist man hinten mit der Mors wieder um...
Anmerken möchte ich, dass ich keine Ahnung habe von Beirat, Ehrenrat ,Aufsichtsrat und was noch für Gremien.
Ist mir auch schiet egol.
Reist euch alle mal am Riemen in den ach so wichtigen Gremien und stellt eure Eitelkeiten bzw Machtinteressen hinten an.
Handelt zum Wohle des HSV !
Und das Wohl sehe ich erstmal ganz klar in der Zukunftsorientierung .
Jugendarbeit, Nachwuchs, heranführen von Talenten und sportlich erstmal ein gesundes Fundament schaffen.
Wenn man aufsteigt, sich sportlich gefestigt hat in Liga 1 ( was ein paar Jahre dauern wird), dann kann man über weitere Anteilsverkäufe nachdenken.
Aber auch dann muss für mich ein schlüssiges Konzept vorliegen wie diese Gelder verplant werden.
Ohne dies wird es von mir keine Stimme geben !
Ist ja nicht zu fassen, was bei uns immer abgeht in der Führung.
Ist ja wie auf ne Galeere:
Uneinigkeit wer der Kapitän ist / wird
Einer Trommelt den Takt
Und die Ruderer sind zwiegespalten .
Eine Hälfte rudert vorwärts, die Andere rückwärts.
Das man irgendwann wieder das rettende Ufer erreichen muss wird vergessen, weil man seinen Kurs für den richtigen hält.
So sind die Riffe nahe....
Taktikfuch
05.02.2021 - 11:46 Uhr
Zitat von alleschonweg
(...)
Und nur weil Hoffmann da ist, heißt das nicht, dass Boldt, Mutzel und Hrubesch gehen.
Doch, genau das heißt das. Oder glaubst Du, daß Hrubesch einen Tag länger bleibt, wenn Hoffmann da ist, nachdem er zuvor zwischen den Zeilen ausgeschlossen hat, in einer Konstellation mit Hoffmann zu arbeiten? Und wenn nicht das: meinst Du, Bernd Hoffmann trifft sich mit Boldt zum puscheligen Gesprächskreis, nachdem Boldt ausgeschlossen hat, mit Hoffmann in einem Gremium zusammenzuarbeiten, was wiederum Hoffmann den Kopf gekostet hat? Und Hrubesch hat seinen Verbleib an den Verbleib Boldts geknüpft. (...)
Und nur weil Hoffmann da ist, heißt das nicht, dass Boldt, Mutzel und Hrubesch gehen.
Zitat von alleschonweg
Nochmal ich bin kein Hoffmann Fan, aber du redest so, als würde mit Hoffmann im Präsidium die komplette AG auf den Kopf gestellt werden.
Da war doch was, da war doch was. Frühjahr 2018 bis Sommer 2019: Hoffmann Präsident und Mitglied im Aufsichtsrat, Hoffmann Aufsichtsratsvorsitzender, Bruchhagen weg, Todt weg, Hollerbach weg, Wettstein alleiniger Vorstand, Peters rein, Titz rein, Hoffmann statt Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender kommissarischer Vorstand , Peters zurückgestuft, Becker rein. Hoffmann Vorstandsvorsitzender, Titz raus, Peters raus, Wolf rein, Wolf raus. Ankündigung des großen Steineumdrehens, bei dem jeder Stein außer dem Bernd-Stein umgedreht wird....Becker raus, Boldt rein, Hecking rein. Ja, das klingt nach ruhigem Fahrwasser und Kontinuität. Nochmal ich bin kein Hoffmann Fan, aber du redest so, als würde mit Hoffmann im Präsidium die komplette AG auf den Kopf gestellt werden.
Zitat von alleschonweg
Davon mal ab, woher kommt jetzt plötzlich der Name Hoffmann? Es geht doch erstmal um eine Abwahl und nicht um eine Neustruckturierung.
Erläutere doch bitte, was in diesem Zusammenhang für Dich "Neustrukturierung" bedeutet. So verstehe ich diese Bemerkung nicht.Davon mal ab, woher kommt jetzt plötzlich der Name Hoffmann? Es geht doch erstmal um eine Abwahl und nicht um eine Neustruckturierung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rostein am 05.02.2021 um 11:49 Uhr bearbeitet
05.02.2021 - 12:28 Uhr
Zitat von alleschonweg
Diese Kontinuität ist aber auch in Gefahr, wenn man Kühne Tür und Tor öffnet.
Dann bekommt Kühne wieder eigene Vertraute im AR, dann müssen wieder die Superstars und der schnelle Erfolg kommen. Bei jedem Misserfolg wird dann wieder komplett durchrotiert und am Ende gehts wieder bergab.
@Collione
Und Jansen als "Freund" von Kühne wird ihn wohl kaum besser im Zaum halten, als jeder Andere. Eher schlechter.
@Rostein
Natürlich war das ne Achterbahnfahrt und auch nicht alles gut, aber eben auch der Grundpfeiler für den "Erfolg" den wir jetzt haben.
Eine Neustrukturierung wäre eine komplette Neuwahl auf mehrere entscheidenden Posten. Hier gehts aber erstmal "nur" um den Präsidiums Vize.
Zitat von 1887Taktikfuch
Moin moin,
Mir geht es in erster Linie um Kontinuität.
Der Weg ,der jetzt eingeschlagen wurde, dass ist der Weg den ich mitgehen möchte.
Der Nachwuchs wird gefördert, es wird auf Finanzen geachtet und die Mannschaft ist erfolgreich.
Meine Sorge ist ganz einfach erklärt :
Wenn sich in den Gremien Hoffmann oder seine Beführworter einen größeren Einfluss schaffen, bin ich mir sicher, dass Boldt gehen ( gegangen) wird oder von selber hinschmeißen wird.
Sein Schicksal ist meiner Meinung nach eng mit dem von Mutzel und Hrubesch verbunden.
Diese werden dann ebenso gehen.
Wieder Posten mit neuen Leuten besetzen ?
Will ich das ?
Nein !
Moin moin,
Mir geht es in erster Linie um Kontinuität.
Der Weg ,der jetzt eingeschlagen wurde, dass ist der Weg den ich mitgehen möchte.
Der Nachwuchs wird gefördert, es wird auf Finanzen geachtet und die Mannschaft ist erfolgreich.
Meine Sorge ist ganz einfach erklärt :
Wenn sich in den Gremien Hoffmann oder seine Beführworter einen größeren Einfluss schaffen, bin ich mir sicher, dass Boldt gehen ( gegangen) wird oder von selber hinschmeißen wird.
Sein Schicksal ist meiner Meinung nach eng mit dem von Mutzel und Hrubesch verbunden.
Diese werden dann ebenso gehen.
Wieder Posten mit neuen Leuten besetzen ?
Will ich das ?
Nein !
Diese Kontinuität ist aber auch in Gefahr, wenn man Kühne Tür und Tor öffnet.
Dann bekommt Kühne wieder eigene Vertraute im AR, dann müssen wieder die Superstars und der schnelle Erfolg kommen. Bei jedem Misserfolg wird dann wieder komplett durchrotiert und am Ende gehts wieder bergab.
@Collione
Und Jansen als "Freund" von Kühne wird ihn wohl kaum besser im Zaum halten, als jeder Andere. Eher schlechter.
@Rostein
Zitat von Rostein
Da war doch was, da war doch was. Frühjahr 2018 bis Sommer 2019: Hoffmann Präsident und Mitglied im Aufsichtsrat, Hoffmann Aufsichtsratsvorsitzender, Bruchhagen weg, Todt weg, Hollerbach weg, Wettstein alleiniger Vorstand, Peters rein, Titz rein, Hoffmann statt Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender kommissarischer Vorstand , Peters zurückgestuft, Becker rein. Hoffmann Vorstandsvorsitzender, Titz raus, Peters raus, Wolf rein, Wolf raus. Ankündigung des großen Steineumdrehens, bei dem jeder Stein außer dem Bernd-Stein umgedreht wird....Becker raus, Boldt rein, Hecking rein. Ja, das klingt nach ruhigem Fahrwasser und Kontinuität.
Da war doch was, da war doch was. Frühjahr 2018 bis Sommer 2019: Hoffmann Präsident und Mitglied im Aufsichtsrat, Hoffmann Aufsichtsratsvorsitzender, Bruchhagen weg, Todt weg, Hollerbach weg, Wettstein alleiniger Vorstand, Peters rein, Titz rein, Hoffmann statt Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender kommissarischer Vorstand , Peters zurückgestuft, Becker rein. Hoffmann Vorstandsvorsitzender, Titz raus, Peters raus, Wolf rein, Wolf raus. Ankündigung des großen Steineumdrehens, bei dem jeder Stein außer dem Bernd-Stein umgedreht wird....Becker raus, Boldt rein, Hecking rein. Ja, das klingt nach ruhigem Fahrwasser und Kontinuität.
Natürlich war das ne Achterbahnfahrt und auch nicht alles gut, aber eben auch der Grundpfeiler für den "Erfolg" den wir jetzt haben.
Zitat von Rostein
Erläutere doch bitte, was in diesem Zusammenhang für Dich "Neustrukturierung" bedeutet. So verstehe ich diese Bemerkung nicht.
Erläutere doch bitte, was in diesem Zusammenhang für Dich "Neustrukturierung" bedeutet. So verstehe ich diese Bemerkung nicht.
Eine Neustrukturierung wäre eine komplette Neuwahl auf mehrere entscheidenden Posten. Hier gehts aber erstmal "nur" um den Präsidiums Vize.
Kühne und Hoffmann haben eins gemeinsam:
ihre Persönlichkeitsstruktur, der es zuwider ist, dass Entscheidungen ohne ihr Mitwirken gefällt werden.
Im Falle von Hoffmann ist dies fatal, weil dadurch innerhalb des HSV für Aufruhr sorgt.
KMK kann "nur" von außen stören, über die Presse. Solange man ihn nicht wieder als Geldquelle anzapfen will, scheint es auch zu gelingen ihn ruhig zu stellen, indem man ihn ab und an als größten Investor ein wenig pudert, so wie Jansen es erfolgreich getan hat.
Daraus eine ungebührlich Nähe Jansens zu KMK herzustellen, halte ich für überzogen.
Ich glaube auch nicht, dass Jansen den Verkauf weiterer Anteile anstrebt, jedenfalls nicht an Kühne. Die Umwandlung in eine KGaA dürfte eher sein Ziel sein.
05.02.2021 - 13:02 Uhr
kurze Frage in die Runde: Hat nicht Jansen nach seiner Wahl zunächst die Satzungslücke geschlossen, dass nicht mehr wie 24,9% der Anteile verkauft werden dürfen? In diesem Sinne haben die Mitglieder das Heft des Handelns doch ohnehin in der Hand in Bezug auf Kühne. Dieser kann stand heute seine Position nicht mehr bedeutend ausbauen.
Ich denke schon, dass sowohl Jansen als auch Hoffmann , jeder auf seine Art, Interessen hegen durch frisches Kapital den HSV schneller nach oben zubringen. Wer die letzten 35 Jahre verfolgt hat weiß, dass frisches Kapital beim HSV zu nichts führt, schon gar nicht nach oben. Während Jansen sich in meinen Augen noch nicht ausreichend profilieren konnte, hat BH nachgewiesen, dass er mit dem Geld beim HSV nicht "umgehen kann" bzw. sich durch die von ihm zu verantwortenden Investionen weder sportlicher noch wirtschfatlicher Erfolg eingestellt hat.
Grundsätzlich zeigen diese Machtkämpfe jedoch eines sehr genau: Um die Finanzen beim HSV steht es schlecht.
Ich war auch überzeugt durch Investoren, durch Fan-Anleihen, durch vermeindlich tolle Manager (DB) durch findige Manager (BH) und den Fußballgott könnte man den HSV gesunden. Ich bin aber zu der Überzeugung gelangt, dass nur harte Arbeit dem HSV helfen kann. Und diese sehe ich zur Zeit in Ansätzen im sportlichen Bereich der AG. Von daher denke ich, die Mitglieder sind gut beraten, weder gegen noch für BH/Kuehne/Jansen zu aggieren, sondern den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Was beim HSV zur Zeit sportlich passiert gefällt mir und ist in meinen Augeen schützenswert - dem entsprechend bin ich für große Umbesetzungen in den Kontrollgremien nicht zu haben. Und Kühne kann uns auch nichts (s.o.).
Im Bezug auf die Finanzen bedeutet dass:
- sollte man nicht Aufsteigen wird man mittelfristig 2. Liga Mittelmaß ohne Ansprüche
- sollte man Aufsteigen, dass man ein paar Jahre gegen den Abstieg spielen wird, vieleicht nochmal runter und vielleicht wieder rauf , oder auch nicht
- man kurz und mittelfristig Talente immer wieder teuer abegeben wird, um die Finanzen zu gesunden
Ich denke schon, dass sowohl Jansen als auch Hoffmann , jeder auf seine Art, Interessen hegen durch frisches Kapital den HSV schneller nach oben zubringen. Wer die letzten 35 Jahre verfolgt hat weiß, dass frisches Kapital beim HSV zu nichts führt, schon gar nicht nach oben. Während Jansen sich in meinen Augen noch nicht ausreichend profilieren konnte, hat BH nachgewiesen, dass er mit dem Geld beim HSV nicht "umgehen kann" bzw. sich durch die von ihm zu verantwortenden Investionen weder sportlicher noch wirtschfatlicher Erfolg eingestellt hat.
Grundsätzlich zeigen diese Machtkämpfe jedoch eines sehr genau: Um die Finanzen beim HSV steht es schlecht.
Ich war auch überzeugt durch Investoren, durch Fan-Anleihen, durch vermeindlich tolle Manager (DB) durch findige Manager (BH) und den Fußballgott könnte man den HSV gesunden. Ich bin aber zu der Überzeugung gelangt, dass nur harte Arbeit dem HSV helfen kann. Und diese sehe ich zur Zeit in Ansätzen im sportlichen Bereich der AG. Von daher denke ich, die Mitglieder sind gut beraten, weder gegen noch für BH/Kuehne/Jansen zu aggieren, sondern den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Was beim HSV zur Zeit sportlich passiert gefällt mir und ist in meinen Augeen schützenswert - dem entsprechend bin ich für große Umbesetzungen in den Kontrollgremien nicht zu haben. Und Kühne kann uns auch nichts (s.o.).
Im Bezug auf die Finanzen bedeutet dass:
- sollte man nicht Aufsteigen wird man mittelfristig 2. Liga Mittelmaß ohne Ansprüche
- sollte man Aufsteigen, dass man ein paar Jahre gegen den Abstieg spielen wird, vieleicht nochmal runter und vielleicht wieder rauf , oder auch nicht
- man kurz und mittelfristig Talente immer wieder teuer abegeben wird, um die Finanzen zu gesunden
05.02.2021 - 13:48 Uhr
Ich bin was das Ganze angeht recht ähnlich weit weg wie der @1887Taktikfuch s wenn nicht sogar noch weiter (wann ist denn diese a.o. MV, dass endlich Klarheit herrscht wer denn jetzt wo wie mitquatschen darf?).
Ich hoffe aber einfach, dass dieses kleine Pflänzchen sportlicher Expertise nicht durch irgendwelche dummen Machtkämpfe zerstört werden. Mir scheint beim HSV gibt es einfach viel zu viele Leute die sich irgendwie für wichtig halten auch ein bisschen Verantwortung und Fame abstauben wollen und dabei eines eben nicht haben - fussballerisches Fachwissen.
Ich weiß nicht von wem ich vor kurzem ein Interview gelesen habe, in dem sinngemäß gesagt dass es unglaublich wichtig ist, dass über der endgültigen Entscheidung im sportlichen Sinn ein Fussballfachmann entscheiden müsse und niemand sonst. Bis zu dieser Entscheidungsfindung sind Einschätzungen von anderen Fachleuten u.a. was das finanzielle angeht auch wichtig aber letztendlich muss die Entscheidungsgewalt bei der entsprechend richtigen Person liegen.
Wir sind jetzt im sportlichen Bereich zwar immer noch nicht perfekt aufgestellt. Aber für unseren HSV mit all den Tälern die auf diesem Weg lagen mit regelmäßig ausbleibenden Anstiegen haben wir doch in relativ überschaubarer Zeit ein Gespann gefunden das fachlich anscheinend was drauf hat und sich auf persönlicher Ebene auch noch leiden kann. Dass hier, durch fürs sportlich Irrelevantes, wieder ein Schadensszenario entsteht macht mich doch sehr traurig, weil ich dachte, dass Leute die noch näher dran sind am HSV und seinen Gremien das auch endlich mal begriffen haben sollten.
Die von @Rostein skizzierte Vision bzgl. Abschieden von Boldt und Hrubesch (oder auch umgekehrt) sehe ich ebenfalls sollte der Hoffmann-Geist in welcher Form auch immer wieder Überhand gewinnen. Dass es manche nicht einfach sein lassen können bzw. nicht erkennen wollen, dass es auch ohne sie ganz ok laufen kann werde ich wahrscheinlich nicht verstehen, aber wie lautet ein Filmzitat aus Springfield das einigermaßen sinngemäß zutreffen könnte: "haben sie schon mal versucht ohne Macht verrückt zu werden?!"
Ich hoffe aber einfach, dass dieses kleine Pflänzchen sportlicher Expertise nicht durch irgendwelche dummen Machtkämpfe zerstört werden. Mir scheint beim HSV gibt es einfach viel zu viele Leute die sich irgendwie für wichtig halten auch ein bisschen Verantwortung und Fame abstauben wollen und dabei eines eben nicht haben - fussballerisches Fachwissen.
Ich weiß nicht von wem ich vor kurzem ein Interview gelesen habe, in dem sinngemäß gesagt dass es unglaublich wichtig ist, dass über der endgültigen Entscheidung im sportlichen Sinn ein Fussballfachmann entscheiden müsse und niemand sonst. Bis zu dieser Entscheidungsfindung sind Einschätzungen von anderen Fachleuten u.a. was das finanzielle angeht auch wichtig aber letztendlich muss die Entscheidungsgewalt bei der entsprechend richtigen Person liegen.
Wir sind jetzt im sportlichen Bereich zwar immer noch nicht perfekt aufgestellt. Aber für unseren HSV mit all den Tälern die auf diesem Weg lagen mit regelmäßig ausbleibenden Anstiegen haben wir doch in relativ überschaubarer Zeit ein Gespann gefunden das fachlich anscheinend was drauf hat und sich auf persönlicher Ebene auch noch leiden kann. Dass hier, durch fürs sportlich Irrelevantes, wieder ein Schadensszenario entsteht macht mich doch sehr traurig, weil ich dachte, dass Leute die noch näher dran sind am HSV und seinen Gremien das auch endlich mal begriffen haben sollten.
Die von @Rostein skizzierte Vision bzgl. Abschieden von Boldt und Hrubesch (oder auch umgekehrt) sehe ich ebenfalls sollte der Hoffmann-Geist in welcher Form auch immer wieder Überhand gewinnen. Dass es manche nicht einfach sein lassen können bzw. nicht erkennen wollen, dass es auch ohne sie ganz ok laufen kann werde ich wahrscheinlich nicht verstehen, aber wie lautet ein Filmzitat aus Springfield das einigermaßen sinngemäß zutreffen könnte: "haben sie schon mal versucht ohne Macht verrückt zu werden?!"
05.02.2021 - 17:24 Uhr
Zitat von Jottkah1887
Wir alle arbeiten hier mit Annahmen und ‚hearsay‘:
Schulz & Schäfer bahnen den Weg für Bernd Hoffmanns dritte Rochade.
Cello Jansen rollt den kurzen roten Teppich für KMK aus.
Die Fronten verlaufen kreuz-und-quer zwischen Traditionalisten, eV-Interessierten, reinen Fußballfans, und jeder kann sich letztlich nur auf das Veröffentlichte stützen – das wiederum ist nicht zuletzt von den Quellen der Veröffentlicher und deren Interessen abhängig ist.
Was den gemeinsamen Antrag der Gremium zur Abberufung des eV-Vizes Schulz im Detail zum Hintergrund hat, werde ich mir auf der a.o. MV anhören. Dafür wird sie abgehalten. Der Vorstoß Schulz & Schäfers zur Neubesetzung des AR wirkt jedenfalls nicht gänzlich altruistisch.
Was Jansens vielbeschworenen Draht zu KMK und eine tatsächliche weitere Einflußnahme angeht, hat m.E. @christoph777 dies sehr richtig als ‚politischen Selbstmord‘ beschrieben, den Jansen wohl kaum betreiben, sondern – auch diese Annahme halte ich für naheliegend – vielmehr die Rechtsformdebatte vorbringen dürfte.
Letztlich liegt natürlich auch manches in den Beinen der AG-Kicker, auch wenn das zunächst unsinning scheint. Wenn man erfolgreich weiterarbeitet und das Saisonziel erreicht, möchte ich diejenigen sehen, die sich tatsächlich trauen, den verantwortlichen Vorstand und ihr Personalgerüst über den Weg neubesetzer AR-Mitglieder auszutauschen. Fackeln und Mistgabeln wären wohl Wegbegleiter einer solchen Volte.
Bin einerseits gespannt, aber andererseits derzeit auch sehr entspannt...hoffentlich ist das nicht zu naiv.
Gruß
Jottkah1887
Wir alle arbeiten hier mit Annahmen und ‚hearsay‘:
Schulz & Schäfer bahnen den Weg für Bernd Hoffmanns dritte Rochade.
Cello Jansen rollt den kurzen roten Teppich für KMK aus.
Die Fronten verlaufen kreuz-und-quer zwischen Traditionalisten, eV-Interessierten, reinen Fußballfans, und jeder kann sich letztlich nur auf das Veröffentlichte stützen – das wiederum ist nicht zuletzt von den Quellen der Veröffentlicher und deren Interessen abhängig ist.
Was den gemeinsamen Antrag der Gremium zur Abberufung des eV-Vizes Schulz im Detail zum Hintergrund hat, werde ich mir auf der a.o. MV anhören. Dafür wird sie abgehalten. Der Vorstoß Schulz & Schäfers zur Neubesetzung des AR wirkt jedenfalls nicht gänzlich altruistisch.
Was Jansens vielbeschworenen Draht zu KMK und eine tatsächliche weitere Einflußnahme angeht, hat m.E. @christoph777 dies sehr richtig als ‚politischen Selbstmord‘ beschrieben, den Jansen wohl kaum betreiben, sondern – auch diese Annahme halte ich für naheliegend – vielmehr die Rechtsformdebatte vorbringen dürfte.
Letztlich liegt natürlich auch manches in den Beinen der AG-Kicker, auch wenn das zunächst unsinning scheint. Wenn man erfolgreich weiterarbeitet und das Saisonziel erreicht, möchte ich diejenigen sehen, die sich tatsächlich trauen, den verantwortlichen Vorstand und ihr Personalgerüst über den Weg neubesetzer AR-Mitglieder auszutauschen. Fackeln und Mistgabeln wären wohl Wegbegleiter einer solchen Volte.
Bin einerseits gespannt, aber andererseits derzeit auch sehr entspannt...hoffentlich ist das nicht zu naiv.
Gruß
Jottkah1887
Hier gehe ich mit. Eigentlich wollte ich auch gar nicht so tief in die Diskussion einsteigen, weil mir dafür einfach auch der Durchblick fehlt, aber bei der Frage KMK oder Hoffmann, bin ich halt doch eher auf der Seite Hoffmann.
HIer wurden natürlich gute Argumente gegen Hoffmann aufgeführt, aber für mich persönlich ist das wichtigste, dass man den Verein nicht weiter an KMK verkauft.
Zum Glück soll es darum ja erstmal gar nicht gehen.
Vielleicht erfahren wir noch mehr bis die ao MVG losgeht (gibts da eigentlich n Termin und einen Plan ob online, oder vor Ort?), aber bis dahin ist vieles Spekulation.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von alleschonweg am 05.02.2021 um 17:27 Uhr bearbeitet
06.02.2021 - 09:33 Uhr
Zitat von Marvin
Chaos ist nun einmal ein tief verankerter Teil der HSV-DNA. Deswegen sabotiert sich der HSV in jeder Saison selbst - auf und neben dem Platz. Das hat man in der vergangenen Saison wahrnehmen müssen, als in den Anfangszeiten der Pandemie eine Schlammschlacht im Vorstand ausgetragen wurde und nach einem Machtkampf der Vorstandsvorsitzende abberufen wurde. Anschließend implodierte der sportliche Erfolg - wie in der Saison davor.
Nun befindet sich der HSV wieder inmitten eines Machtkampfes, der so oder so Beschädigungen nach sich ziehen wird - entweder in Form eines Präsidenten ohne Mehrheit im eigenen Gremium oder ein unvollständiges Gremium, das zeitnah komplettiert werden muss, um wieder handlungsfähig zu sein. Selbst, wenn die angebliche Rückkehr von Bernd Hoffmann abgewendet wird, bestehen weiterhin beste Chancen für neues Chaos - in Form der Bemühungen, die Grenze für Anteilsverkäufe zu verändern oder eine neue Rechtsform zu schaffen. Wahrscheinlich wird dies auch in der aktuellen Spielzeit wieder direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Leistungen der Mannschaft haben, die dann folgerichtig erneut scheitern wird.
Der HSV kann nicht ohne Chaos. Letzteres wird niemals verschwinden, solange der Verein existiert. Das sollten wir uns abfinden.
Chaos ist nun einmal ein tief verankerter Teil der HSV-DNA. Deswegen sabotiert sich der HSV in jeder Saison selbst - auf und neben dem Platz. Das hat man in der vergangenen Saison wahrnehmen müssen, als in den Anfangszeiten der Pandemie eine Schlammschlacht im Vorstand ausgetragen wurde und nach einem Machtkampf der Vorstandsvorsitzende abberufen wurde. Anschließend implodierte der sportliche Erfolg - wie in der Saison davor.
Nun befindet sich der HSV wieder inmitten eines Machtkampfes, der so oder so Beschädigungen nach sich ziehen wird - entweder in Form eines Präsidenten ohne Mehrheit im eigenen Gremium oder ein unvollständiges Gremium, das zeitnah komplettiert werden muss, um wieder handlungsfähig zu sein. Selbst, wenn die angebliche Rückkehr von Bernd Hoffmann abgewendet wird, bestehen weiterhin beste Chancen für neues Chaos - in Form der Bemühungen, die Grenze für Anteilsverkäufe zu verändern oder eine neue Rechtsform zu schaffen. Wahrscheinlich wird dies auch in der aktuellen Spielzeit wieder direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Leistungen der Mannschaft haben, die dann folgerichtig erneut scheitern wird.
Der HSV kann nicht ohne Chaos. Letzteres wird niemals verschwinden, solange der Verein existiert. Das sollten wir uns abfinden.
Ich kann so eine Dystopie nicht erkennen. Ich kann auch nicht erkennen, dass das Chaos Teil der HSV-DNA ist, wir sollten uns dies von den Medien auch nicht einreden lassen. Dies würde bedeuten, dass das „Chaos“ Teil der Erbinformationen ist, die der HSV als Organismus zu seine Entwicklung, Funktion und Reproduktion benötigt. Diese fatalistische Auffassung ist m.E. unzutreffend.
Woran wir denken, wenn von „Chaos“ gesprochen wird, sind Ereignisse ca. der letzten 10 Jahre! Den HSV gibt es seit 1887 (vgl. auch #402) und hat seit dem vor allem eine sportliche Erfolgsgeschichte geschrieben, u.a. war er bis zum Abstieg 2018 der einzige Klub, der ununterbrochen, also 55 Jahre, Mitglied der 1. Bundesliga war. In der ewigen Tabelle ist der HSV noch ziemlich weit vorne platziert. Die internationalen Erfolge sind bekannt. Ab Ende der 80er ging es bereits nicht mehr so erfolgreich weiter, die letzten Jahre sind sportlich alles andere als beeindruckend, das ist klar, aber man darf dabei den historischen Bezug nicht vergessen, wenn man von „DNA“ spricht.
Das „Chaos“, was du im Kopf hast, begann mit dem Kompetenzstreit 2009 zwischen Hoffmann und Beiersdorfer, das mit der Vertragsauflösung von Beiersdorfer endete, gefolgt von der unsäglichen Suche eines neuen Sportchefs. Insbesondere Hoffmann hat in den folgenden Jahren polarisiert und emotionalisiert, so dass er 2011 gehen mußte und damit wirklich eine chaotische Periode in der Führung einläutete, um in sie 2018 wieder einzutreten. Unsäglich waren auch bestimmte Aufsichtsratskonstellationen oder auch der Auftritt vom Beiratsmitglied Wendt auf der MV 2018. Diese Themen und Ereignisse sind insbesondere Ego-getriebene Handlungen und die Emotionalisierung der Mitglieder, die zu bestimmten Abstimmungsergebnissen geführt haben in dieser Zeit. Dies scheint auch aktuell so zu sein. Man muss sich schon kritisch fragen, was in den Köpfen vorgeht und was die persönliche Motivationslage ist den HSV so darstellen zu lassen wie sie es gerade tun. Welche Motivation hat ein Köttgen ggf zurückzukehren?
Auf jeden Fall hat es zunächst etwas mit den Menschen zu tun, die offensichtlich eine Bühne für ihr Ego brauchen. Zum Wohle des Klubs kann es ihnen nicht gehen, dann würde man ggf. bestehende Differenzen anders, nämlich professionell klären oder persönliche Konsequenzen ziehen.
So schlimm dies alles war bzw. ist, es sind Menschen gewesen, die so agieren. Es ist deshalb wohl eher so, dass die Strukturen es begünstigen, dass solche Menschen in die verschiedenen Funktionen gekommen sind, weil professionelle Strukturen zur Personalauswahl für die verschiedenen Ämter fehlen. Man müßte sicher eingehender überlegen wie hier Verbesserungen eingezogen werden können. Auch die Mitglieder müssen sich fragen, warum sie wie abgestimmt haben in den letzten Jahren, gerade auch dann, wenn sie demnächst wieder zu den Urnen gerufen werden.
Der augenblickliche Moment in der AG mag täuschen, aber es gibt ein zartes Pflänzchen, dass es auch anders geht, nämlich ruhig, sachlich, den Fokus auf die Arbeit legend und nicht im Außenauftritt. Die aktuellen Störfeuer aus dem e.V. sind unsäglich, aber nicht „gottgegeben“.
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