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Perspektive der Eintracht

15.02.2009 - 01:30 Uhr
Perspektive der Eintracht |#4521
09.02.2026 - 13:07 Uhr
Bin da komplett bei Euch.

Natürlich freut sich keiner, wenn wir mal wieder eine Saison erleben sollten (noch ist vieles drin, da ist noch lange nichts komplett vorbei!), wo wir am Ende "nur" im Mittelfeld der Tabelle landen, aber dennoch ist das wieder eine Saison, wo wir nie wirklich ernsthaft in Gefahr waren, mal gaaanz tief unten rein zu rutschen.

Das war beispielsweise in der einen Glasner-Saison noch anders; da waren wir damals mit nach Fürth gefahren, wo Borre kurz vor Schluss noch unser glückliches Siegtor machte (einige werden sich ggf. noch erinnern); wir aber wirklich insgesamt grottenschlecht spielten und wenn wir dieses Spiel nicht gewonnen oder schlimmer, verloren hätten; dann wäre es wirklich eng geworden (zumindest für eine Zeit in der Saison) bzw. war es vorher tabellarisch auch schon.

Davon sind wir zum Glück weit weg und wir dürften ja auch relativ in Bälde wieder mit Burkardt, Ebnoutalib und Uzun drei sehr wichtige Offensivspieler zur Verfügung haben, dann schießen wir auch wieder mehr Tore.

Daher ist es mittlerweile eigentlich schon so, dass man nicht mehr als Saisonziel haben kann, einfach nicht abzusteigen bzw. nichts mit ganz unten zu tun zu haben (haben wir ja auch nicht), aber mir gehts als Fan, der seit Mitte der 80iger zur Eintracht ins Stadion geht und eben auch schon alles mitbekommen hatte, was schon aufgezählt wurde in diesen Jahrzehnten; auch so, dass man einfach heilfroh ist, dass man "normalerweise" nur noch Richtung internationale Ränge anstatt Abstiegs-/Relegations-Plätze schaut.

Dass man mittlerweile eine wirklich sehr gute Perspektive hat insgesamt gesehen (also wirtschaftlich als auch sportlich) ist ein Verdienst von vielen verdienten aktuellen und ehemaligen Angestellten der SGE, da hatten/haben viele wirklich einen sehr, sehr guten Job gemacht.

Glück gehört natürlich auch dazu in diesen Phasen; genau so erlebt man es auch, was passieren kann, wenn man dieses Glück zuhauf nicht mehr (Schiri-Fehlentscheidungen, viele Verletzungen und teilweise hanebüchene Gegentore, die man normalerweise auch so nicht bekommt) hat und dann eben diese aktuelle Phase in dieser Saison hat.

Dadurch, dass sich wahrscheinlich bis Ende der Saison auch keiner unserer Spieler wieder so dermaßen in die Notizbücher schießt wie Omar, Hugo und Randal; dürften wir auch im Sommer mal das "Glück" haben, dass wir nicht DEN überragenden Spieler der Mannschaft verlieren werden.

Ich rechne damit, dass Brown gehen wird (der hat dann sicherlich gute Angebote) und sollte sich Larsson stabilisieren demnächst wieder, dann er ggf. auch - aber diese beiden guten Jungs sind nun mal nicht diese "Überspieler" wie die genannten Stürmer damals.

Die sind auch nicht einfach/leicht zu ersetzen, gar keine Frage; aber doch eher als wir einen Marmoush oder Ekitike "einfach/leicht" ersetzen könnten/können.

Daher ist die Mannschaft im Sommer großteils zusammen, der Trainer kennt sie bis dahin auch viel besser als nun aktuell und auch wenn ein Draxler bei der Bild gerne viel erzählt über unsere angeblich schlimmen Finanzen, so ist auch wirtschaftlich viel bei uns entstanden und wenn man dann die kommende Bilanz veröffentlicht, wird da auch wieder ein guter Gewinn entstanden sein (alleine dank Eki-Verkauf, CL und eben auch dadurch, dass man bei einer sportlich nicht soooo erfolgreichen Saison auch wieder deutlich weniger Prämien und damit deutlich weniger an Gehältern zahlt).

Dann hört auch endlich dieses "Gerede" über den sooo teuren Kader endlich auf.... der ist gar nicht sooo teuer wenn man sieht, gegen wen wir in Konkurrenz um die internationalen Plätze stehen und vor allem wurde ja auch schon sehr gut erläutert in der Bilanz-PK damals, warum wir diese Summe hatten).

Ich freue mich schon auf die restlichen Spiele der Saison und es ist doch auch eigentlich gar nicht schlecht, wenn uns manche schon abgeschrieben haben in Bezug auf Europa..... so kann man sich ggf. nochmals ranpirschen und dann schauen wir am Ende mal, wo wir landen.
Perspektive der Eintracht |#4522
09.02.2026 - 19:22 Uhr
Ich hätte persönlich gar kein Problem, wenn es mal nur Platz 10 0der 12 wird.
Aber man hört und liest halt fast überall, auch Aussagen von unseren Verantwortlichen, wie schwierig es ohne Europa wird.
Und da hab ich schon etwas Angst, dass wir wieder die Diva werden, die abstürzt.
Perspektive der Eintracht |#4523
09.02.2026 - 20:36 Uhr
Also ich höre und lese ja auch vieles (nicht alles); aber das habe ich so konkret (außer bei den bekannten, verdächtigen "Panikmachern"....) noch nirgends mitbekommen.

Dass sich per se keiner freut, wenn wir das internationale Geschäft ggf. verpassen sollten, versteht sich doch von selbst. Da gibt es weniger Einnahmen, auch die meisten Sponsorenverträge sind ja so gestaltet, dass es dann etwas weniger gibt.

Aber genau für diesen Fall (meinetwegen macht man da "Worst Case" draus....) hat man ja zuletzt vorgesorgt und daher wird auch letzten Endes überhaupt nichts dramatisches passieren.

Wir werden ggf. 1-2 "höher" bezahlte Kaderspieler so nicht mehr sehen und dafür eher wieder Jugendspieler oder "günstigere" Spieler als vorher (also beispielsweise keine Verträge a la Mario Götze, Dahoud; Batshuayi, usw. mehr, sondern eher mehr a la Baum und Co. beispielsweise) erleben - ganz ehrlich, fände ich nicht schlimm.

Dann wird man natürlich auch weniger Einnahmen haben, aber genau so auch weniger Ausgaben.

Und, das wissen wir doch eh alle und das gehört ja auch in den erfolgreichen Saisons zu unserem Geschäfts-Gebaren - einen oder zwei "hochpreisige" Verkäufe gibts ja auch saisonal.

Mir ist wie gesagt überhaupt nicht Bange vor der Zukunft und wenn einige sehr gerne Chris Michel zitieren; der sagte es ja letzens beim "Red Line Day" von Fussball2000 auch so; natürlich wird die Eintracht dann ein wenig einsparen müssen und weniger ausgeben können - aber "existenzgefährdend" (wie es zuletzt zu gerne die Bild in Person von Draxler im DoPa oder sonstwo fabuliert) ist da rein gar nichts.

Meiner Meinung nach schadet es uns auch nicht, wenn es mal wieder so kommen sollte.... da man sich dann wie gesagt auch wieder ein wenig "zurück besinnt" auf "normalere" Kostenstrukturen, etc.

Es darf natürlich nur nicht vorkommen bzw. passieren, dass wir 2-3 Saisons am Stück ohne Europa erleben, das würde dann schon richtig reinhauen, aber eine Saison mit Sicherheit nicht.
Perspektive der Eintracht |#4524
09.02.2026 - 21:17 Uhr
Meinte Hellmann nicht vor 1-2 Jahren, dass man 3* in 5 Jahren europäisch spielen müsse um das aktuelle Modell aufrecht erhalten zu können?

•     •     •

Mind.100 Bundesligaspiele (Positionen laut TM):
Hradecky, Stein, Trapp
Berthold, Binz, Hinteregger, Körbel, Ndicka, Neuberger, Pezzey, Tuta
Bein, Götze, Hölzenbein, Kostic, Möller, Nachtweih, Nickel, Rode
Cha, Grabowski, Meier, Yeboah
***
Ein Experte ist jemand der dir heute vorhersagt, was morgen passieren wird und der dir übermorgen erklärt, warum es gestern anders gekommen ist.
Perspektive der Eintracht |#4525
09.02.2026 - 21:36 Uhr
Ja, das sagte er damals so.

Das dürfte auch weiterhin Bestand haben nehme ich stark an.

Aber auch bei der Eintracht wird garantiert jedem klar gewesen sein (sonst hätte man all diese Maßnahmen ja auch nicht angestoßen in den letzten Monaten bzw. Jahren), dass es auch uns mal wieder "erwischen" muss.

Und, man hat ja auch einige Transferwerte (neben Brown und auch Larsson könnte man bei "Nöten" auch jederzeit sicherlich einen Kristensen, Theate, Koch, Burkardt, Uzun, usw. verkaufen) sich in den Kader geholt, die zwar nicht alle durch die Decke gingen bzw. gehen werden; die aber dennoch ihren Wert jeweils für sich haben und eben auch eine gewaltige Absicherung im materiellen Sinne darstellen wenn man so will.

Das bedeutet ja nicht, dass man gleich komplett den Anschluss verliert und Richtung Abstiegszone rutschen muss, aber selbst RB hatte letztes Jahr eine relativ schwache Saison (auch wenn deren wirtschaftliche Absicherung natürlich anders aufgebaut ist als unsere), der VFB auch letztes Jahr insgesamt gesehen, auch Hoffenheim war einige Jahre ja weitaus näher am Abstieg als an Europa oder gar wie momentan an der CL.

Außer bei Bayern geht es doch bei allen Vereinen immer wieder abwechselnd auf und ab... bei einigen mit extremen Ausreißern sicherlich, aber das ist doch nichts Neues oder gar ungewöhnliches.

Mir gehen dann halt (dass es diese Leute gibt, war schon immer so und wird immer so sein) diese Journalisten auf den Wecker, die dann (nicht nur bei uns, bei jedem Verein, bei jeder Persönlichkeit, usw. usw.) in nicht so erfolgreichen Jahren sinngemäß Kübelweise Schmutz auskippen und sonstige "Horrorszenarien" heraufbeschwören wollen; Leute schlecht reden, usw.

War noch nie meine Welt und wird es auch nie werden bzw. sein.
Perspektive der Eintracht |#4526
09.02.2026 - 22:40 Uhr
Zitat von Neuehaaner
Tatsächlich glaube ich, dass eine überwältigende Mehrheit der Fans emotional gar nicht so weit voneinander entfernt ist, wie es den Anschein hat. Die gefühlte Freude oder Zufriedenheit, die ich bei einem Abschneiden auf Platz 8-10 empfindenwürde bezieht sich nicht auf die Leistung in dieser Saison ansich, sondern darauf, dass eine schlechte Saison inzwischen eben nicht mit Abstieg, Grabenkämpfen im Management und finanziellen Schwierigkeiten endet, sondern "nur" mit einem Verpassen der europäischen Plätze. Das ist etwas völlig anderes, was sich jüngere Fans zugegebenermaßen einfach nicht vorstellen können. Für Demut braucht es Erfahrungen.

Und ich sehe das o.g. Negativ-Szenario noch gar nicht mal so sehr als gesetzt an. Lass uns gegen Gladbach einen weiteren kleinen Schritt machen und mal wieder drei Punkte holen. Dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus...

MfG Neuehaaner


Das.

Und außerdem, sehe ich lieber Chancen als Risiken. Und die Chance eine geile Rückrunde zu spielen, wenn man fokussiert ist aufgrund der schlechten Phase (wachgerüttelt), der nicht vorhandenen Mehrfachbelastung (im Gegensatz zu Konkurrenten) und den zurückkehrenden Verletzten ist halt da!

Ich hab halt echt Bock drauf mal der Jäger zu sein, nachdem wir in den letzten Jahren meist über die Ziellinie gekrochen sind. Das wär doch mal was, anstelle von Rückzugsgefechten, ne richtige Aufholjagd. Ich fänd es mega und hoffe genau darauf (und glaube auch dran).

•     •     •

Nur die SGE

#StandwithUkraine
Perspektive der Eintracht |#4527
23.03.2026 - 07:03 Uhr
Ich bin mir nicht sicher, ob man bei der Eintracht noch auf dem richtigen Weg ist. Die Verpflichtung von Riera ist ein klares Bekenntnis zum Ballbesitzfußball. Aber ist das wirklich die DNA von Eintracht Frankfurt? Welche Art von Fußball hat uns denn in den letzten 9 Jahren so sehr begeistert?

Das begann mit der Büffelherde, die für brachiale Durchsetzungsfähigkeit und wildes Anlaufen stand. Unter Hütter war es dann die spektakulärste Zeit, bei der die SGE lieber 5:3 statt 2:0 gewonnen hat. Weniger Kontrolle, dafür ein offener Schlagabtausch, das war damals die Devise.

Unter Glasner wurde es dann schon ergebnisorientierter, defensiver. Mit einem 5-2-3 meist recht tief verteidigend, dafür mit tollem Umschaltspiel und weiterhin zielstrebigem, direkten Spiel nach Ballgewinn.

Mit Toppmöller begann der erste Versuch, das Spiel Richtung Ballbesitzfußball zu transformieren. In der ersten Saison ist man mit einem langatmigen Ballvortrag ohne Raumgewinn und Tempo ziemlich gescheitert. In der zweiten Saison stellte Toppmöller dann wieder auf Umschaltfußball um und Ekitike/Marmoush lieferten die Ergebnisse.

Jetzt versucht man es wieder mit Ballbesitzfußball in der Annahme, dass man dauerhaft nur so erfolgreich sein könne. Ich frage mich immer, wo diese Überzeugung herkommt. Bayern spielt Ballbesitzfußball, weil sich die meisten Teams gegen sie hinten reinstellen. Aber wer in der Bundesliga hat noch so einen klaren Schwerpunkt auf Ballbesitz? Leverkusen unter Alonso vielleicht, wobei auch dort Umschaltmomente zu Kontern genutzt wurden.

Selbst Dortmund spielt keinen reinen Ballbesitzfußball, Spieler wie Beyer oder Adeyemi suchen immer wieder Umschaltmomente. Leipzig hat seinen eigenen Stil, der auf Pressing und Gegenpressing basiert, aber auch nicht auf Ballbesitzfußball.

Also woher kommt diese Idee, dass man nur mit Ballbesitzfußball dauerhaft erfolgreich sein kann. Auch international sehe ich da wenig belastbare Beispiele. Atletico Madrid spielt seit 15 Jahren unter Simeone sehr erfolgreich und das ganz sicher nicht aufgrund großer Ballbesitzphasen im Spiel. Atalanta Bergamo hat die Europa League gewonnen mit einem mannorientierten Pressing, aber auch ohne großes Ballbesitzspiel.

Kurzum, die Annahme, dass man nur mit Ballbesitzfußball nachhaltig Erfolg haben kann, sehe ich nicht bestätigt. Dazu kommt, dass es sehr viel schwieriger ist, Torchancen zu kreieren, wenn der Gegner 8 oder 9 Feldspieler hinter den Ball gebracht hat und man ihn im Positionsspiel bespielen will. Man sieht es jetzt unter Riera. Gegen Teams wie Heidenheim oder St. Pauli mag das gerade noch so hinhauen, aber schon gegen Union Berlin oder Mainz, die plötzlich vorne eine gewisse Durchschlagskraft haben, wird es sehr eng.

Außerdem wollen die Eintracht Fans begeistert werden von einem temporeichen und spannenden Spiel, am besten ein offener Schlagabtausch über 90 Minuten. Da passt dieses uninspirierte, langsame, risikoarme, auf ständige Kontrolle bedachte Ballgeschiebe nicht wirklich.

Diese Art des Rasenschachs - man versucht durch gefühlt 40 Querpässe, irgendeinen bestimmten gegnerischen Spieler so sehr zu langweilen, bis dieser die Geduld verliert und seine Position verlässt - ist doch sehr ermüdend.

Krösche hatte Toppmöller mal mit der Aussage, es brauche wieder mehr Rock’n’Roll Fußball zum Umdenken gebracht und es wurde wieder mehr Umschaltfußball gespielt. Ich meine, wir wären gut beraten, unsere Ausrichtung nochmal zu überdenken. Es muss ja nicht gleich die Rückkehr zum Hütter-Fußball sein, aber dass wir praktisch jede Möglichkeit eines Konters bewusst verstreichen lassen, nur um die Spielkontrolle zu behalten und nahezu jeden vertikalen Pass vermeiden, weil wir den Ball verlieren könnten, das kann ja nun auch nicht unsere Idee von Fußball sein.

Um es in Zahlen auszudrücken:
Was bringen uns denn 70 % Ballbesitz gegen Mainz, wenn wir damit 1,29 zu 1,55 expected goals erreichen und 3 zu 4 Großchancen dabei rauskommen? 580 zu 235 Pässe, aber 1:2.

Ballbesitz ist kein Selbstzweck, sondern dient als eine der vier Phasen im Spiel dazu, eine Idee zu entwickeln, wie man gegen einen geordneten Gegner zu Torchancen gelangen kann. Dass die Mannschaft das gut kann, sehe ich nicht, zumal wir mit Burkardt, Kalimuendo, Bahoya, Knauff, Brown, Kristensen, Theate, Larsson, Amaimouni, Ebnoutalib oder auch Uzun jede Menge Spieler im Team haben, die für risikoreichen Tempofußball stehen, aber nicht für Ballkontrolle und taktisches Geplänkel.
Perspektive der Eintracht |#4528
23.03.2026 - 08:18 Uhr
Nach der Leistung bzw. Nichtleistung bekommen die Jungs jetzt auch noch eine Woche frei.
Kann man machen, muss man aber nicht.

Gerade in der Offensive sind die meisten Spieler da (Burkardt, Kali, Ebnoutalib, Jupp, Uzun, Knauff etc.) und man hätte die Zeit nutzen können, um Abläufe zu trainieren.

Mir ist bewusst, dass die Jungs auch mal durchatmen müssen, aber bis Mittwoch frei hätte es auch getan.

Wir haben immer noch einen recht neuen Trainer und brauchen eigentlich jede Einheit um voran zu kommen, aber so vermittelt man doch den Eindruck die Saison auslaufen zu lassen.

Gefällt mir nicht, da hätte ich mir einen anderen "Zug" von Riera gewünscht.
Perspektive der Eintracht |#4529
23.03.2026 - 08:39 Uhr
Ich finde all diese Bewertungen sind zumindest derzeit etwas schwierig. Riera startet hier mitten in der Saison und es ist nicht wirklich Zeit, um sich groß Gedanken zu machen, wie wir alles auf die richtige Spur setzen. Es wird nicht funktionieren, mitten in der Saison eine 180 Gradwende hinzulegen. Das sollte man auch nicht erwarten. Inwiefern bei uns weiterhin Ballbesitzfußball im Vordergrund stehen wird, das muss sich über die Saison hinaus dann zeigen.

Für mich stellt sich eher die Frage, wie wir damit umgehen, wenn die Saisonziele verpasst werden. Wir haben 8 Punkte Rückstand auf Platz 6, das ist zumindest theoretisch noch machbar. Aber ganz ehrlich, ich glaub nicht dran, dass mehr drin ist. Freiburg ist uns noch auf den Fersen, die können uns noch überholen und wenn ich nach oben schaue, glaube ich einfach nicht dran, dass da irgendjemand noch genug Federn lässt. Genausowenig sehe ich einen Run von uns kommen, den wir definitiv brauchen.

Auch nach dem Trainerwechsel wurde explizit kommuniziert, dass wir ins internationale Geschäft wollen. SIcherlich streitbar, vor allem wenn man gesehen hat, wie wir die Wochen zuvor aufgetreten sind. Riera hat Dinge geändert, aber die vielleicht erhoffte Leistungsexplosion war eher eine Miniatur. Die Probleme sind zu tiefliegend, vermutlich war die Transferpolitik am Ende doch nicht gut genug. Kann man drüber streiten.

Es fragt sich aber, wie man mit Riera dann mit dieser Hypothek umgehen will. Saisonziele verpasst, Defensive stabilisiert, spielerisch und offensiv (Stand jetzt) Armut. Das wird keine einfache Entscheidung. Wir sind immer noch ein Klub, der sich nicht vorschnell von Trainern trennt und das sollte so bleiben, es muss aber trotzdem gefragt werden, wie viel Einfluss Riera bei der Transferpolitik haben kann.

Ich bin auch gespannt, wie Riera damit umgeht, wenn der Wind hier rauer werden sollte (wovon auszugehen ist, bei den Leistungen). Er ist ein Schwätzer, aber jetzt muss er irgendwie auch zeigen, dass mehr geht als alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und Defensiv die Bude dich zu halten.

Man sollte auf jeden Fall vermeiden, dass wir den kompletten Sommer verplempern und dann am 10. Spieltag über ähnliche Dinge diskutieren, wie diese Saison. Vielleicht kommt jetzt noch der Turnaround, auch wenn es mir schwer fällt das zu glauben.
Perspektive der Eintracht |#4530
23.03.2026 - 10:54 Uhr
Zuerst einmal, sehr interessante Gedanken hier.

Die Frage wer noch sehr ballbesitzorientiert spielt ist mit Leverkusen und Stuttgart zu beantworten.

Über die Saison hinweg bei je 57 % liegend, hinter Bayern mir 61% auf Platz 2, bzw 3.

Ich bin bei euch zu wenig im Thema drin, aber die Einzelspieler sehen insgesamt besser aus als das Team,bzw. die Ergebnisse es vermuten lassen. Ist das eher (auch) Verletzungspech , oder ist der Kader schlecht aufeinander abgestimmt?
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