| Geburtsdatum | 15.11.1993 |
|---|---|
| Alter | 32 |
| Nat. |
Argentinien |
| Größe | 1,77m |
| Vertrag bis | 30.06.2027 |
| Position | Hängende Spitze |
| Fuß | links |
| Akt. Verein | AS Rom |
Paulo Dybala [21]
20.07.2022 - 14:29 Uhr
25.08.2026 - 05:17 Uhr
Spieler im Fokus – Paulo Dybala
Saisonvorschau 2026–27
Manchmal braucht es keine lange Anlaufzeit, um zu zeigen, welchen Unterschied ein einzelner Spieler machen kann.
Erster Spieltag.
Roma gegen Fiorentina.
79 Minuten.
Drei Vorlagen.
FotMob-Rating:
9,43.
Donyell Malen erzielte beim 4:0 einen Hattrick.
Paulo Dybala bereitete alle drei Treffer vor.
Nach einer Saison voller Verletzungen benötigte Dybala gerade einmal ein Pflichtspiel, um Roma daran zu erinnern, warum seine besondere Qualität noch immer kaum zu ersetzen ist.
Nicht mehr der alte Dybala – aber vielleicht ein kompletterer
Paulo Dybala ist inzwischen 32 Jahre alt.
Er besitzt nicht mehr in jeder Aktion die Beschleunigung seiner ersten Juventus-Jahre.
Seine Explosivität über längere Distanzen hat abgenommen.
Auch Gasperini erklärte vor Saisonbeginn offen, dass Dybala nicht mehr dieselbe Geschwindigkeit und Schusskraft wie in jüngeren Jahren besitzt.
Aber das bedeutet nicht, dass er weniger wertvoll sein muss.
Denn während bestimmte körperliche Fähigkeiten langsam zurückgehen, sind andere Bereiche seines Spiels gereift.
Die Wahrnehmung der Räume.
Das Timing seiner Pässe.
Die Kontrolle des Spieltempos.
Die Entscheidung, wann eine Aktion beschleunigt werden muss.
Und die Fähigkeit, Mitspieler mit wenigen Kontakten in gefährliche Situationen zu bringen.
Dybala muss nicht mehr jeden Gegner im Dribbling schlagen, wenn er eine Abwehr bereits mit dem ersten Kontakt und dem anschließenden Pass öffnen kann.
Genau das zeigte der erste Spieltag.
Drei Assists als perfekte Zusammenfassung
Dybala schoss gegen Fiorentina kein Tor.
Trotzdem war er einer der entscheidenden Spieler des Abends.
Drei Vorlagen.
Drei Tore von Malen.
Und damit sofort eine Verbindung, die für Romas gesamte Saison enorm wichtig werden könnte.
Malen bringt:
Tempo.
Tiefenläufe.
Direktheit.
Bewegung hinter die letzte Linie.
Und einen klaren Instinkt im Strafraum.
Dybala bringt genau jene Pässe, die diese Bewegungen belohnen können.
Der eine erkennt den Raum.
Der andere erkennt den Laufweg.
Und manchmal reicht zwischen beiden ein einziger Kontakt.
Roma hatte in vergangenen Jahren immer wieder Phasen, in denen viel Ballbesitz vorhanden war, ohne dass daraus genügend klare Chancen entstanden.
Dybala kann dieses Problem lösen.
Nicht dauerhaft allein.
Aber mit einer Aktion.
Mit einem Pass durch die Schnittstelle.
Mit einer Verlagerung im richtigen Moment.
Oder mit einem kurzen Kontakt, der einen Mitspieler plötzlich frei vor dem Tor auftauchen lässt.
Die vergangene Saison war keine normale Dybala-Saison
2025–26 kam Dybala in der Serie A laut FotMob auf:
1.355 Minuten
2 Tore
6 Vorlagen
FotMob-Rating: 7,09
Die reine Torzahl wirkt für seine Verhältnisse ungewöhnlich niedrig.
Zwei Ligatore sind nicht das, was man normalerweise mit Paulo Dybala verbindet.
Allerdings erklärt die Zahl allein seine Saison nicht.
Er wurde immer wieder durch körperliche Probleme ausgebremst.
Eine Muskelverletzung.
Knieprobleme.
Eine Operation.
Und eine mehrmonatige Pause.
Über alle Wettbewerbe hinweg kam er nur auf ungefähr 25 Einsätze.
Die größte Schwäche seiner Saison war deshalb nicht seine Qualität.
Es war die fehlende Möglichkeit, diese Qualität regelmäßig auf den Platz zu bringen.
Immer wieder neu beginnen
Für einen kreativen Spieler sind Verletzungspausen besonders schwierig.
Es geht nicht nur darum, wieder laufen und trainieren zu können.
Spielrhythmus entsteht über Wochen.
Das Gefühl für Mitspieler entsteht über Wiederholungen.
Die Sicherheit in engen Situationen entsteht durch Vertrauen in den eigenen Körper.
Bei Dybala wurde dieser Prozess mehrfach unterbrochen.
Kaum war er wieder näher an seinem besten Niveau, folgte der nächste Rückschlag.
Gasperini erinnerte vor dem ersten Spieltag an zwei außergewöhnliche Situationen.
Eine Verletzung entstand bei einem Elfmeter.
Eine weitere bei einem Freistoß.
Eine davon führte zu einer Meniskusverletzung und einer Pause von ungefähr dreieinhalb Monaten.
Es waren keine gewöhnlichen Belastungsverletzungen nach langen Sprintserien.
Es waren seltene Momente, die praktisch kaum planbar waren.
Trotzdem bleibt am Ende dieselbe Frage:
Wie viele Spiele kann Roma wirklich mit Dybala bestreiten?
Das Ende der Saison veränderte die Stimmung
Die Geschichte von 2025–26 endet allerdings nicht bei der Operation.
Dybala kehrte zurück.
Und in den letzten Wochen zeigte er sofort wieder, wie groß sein Einfluss sein kann.
In den letzten drei Ligaspielen bereitete er jeweils mindestens einen Treffer vor.
Insgesamt gelangen ihm in diesen drei Partien:
vier Vorlagen.
Gegen Verona waren es zwei.
Roma gewann 2:0.
Und sicherte sich am Ende die Rückkehr in die Champions League.
Dybala beendete seine schwierige Saison nicht als verletzter Zuschauer.
Er beendete sie als einer der Spieler, die Roma über die Ziellinie führten.
Das war ein wichtiges Signal.
Für den Verein.
Für Gasperini.
Und wahrscheinlich auch für Dybala selbst.
Die gemeinsame Geschichte geht bis 2027 weiter
Lange war unklar, ob Dybala überhaupt in Rom bleiben würde.
Sein Vertrag lief aus.
Zwischenzeitlich erklärte er öffentlich, dass noch keine Gespräche über eine Verlängerung stattgefunden hätten.
Ein Abschied schien möglich.
Vielleicht sogar wahrscheinlich.
Dann kam die Einigung.
Am 13. Juli bestätigte Roma offiziell:
Paulo Dybala verlängert bis zum 30. Juni 2027.
Damit entschieden sich beide Seiten für ein weiteres gemeinsames Jahr.
Der Verein bindet seinen wichtigsten kreativen Routinier.
Dybala bleibt an dem Ort, an dem er seit 2022 eine besondere Beziehung zu den Fans aufgebaut hat.
Und gleichzeitig soll er dem Klub bei den finanziellen Rahmenbedingungen entgegengekommen sein.
Gasperini lobte ausdrücklich seine Bereitschaft, eine Gehaltsreduzierung zu akzeptieren.
Dybala hat nicht nur mit einer Unterschrift gezeigt, dass er bleiben möchte.
Er hat Roma auch wirtschaftlich entgegengekommen.
Keine Verlängerung aus Sentimentalität
Natürlich besitzt die Verbindung zwischen Dybala und Roma eine emotionale Seite.
Seine Präsentation im Palazzo della Civiltà Italiana.
Die Gesänge der Fans.
Seine entscheidenden Tore.
Der Weg ins Europa-League-Finale.
Seine Beziehung zur Stadt.
Aber Roma kann sich bei einem solchen Vertrag nicht ausschließlich von Emotionen leiten lassen.
Der Klub benötigt sportlichen Nutzen.
Und Dybala besitzt weiterhin Fähigkeiten, die im Kader nur schwer zu finden sind.
Bei seiner Vertragsverlängerung führte Roma für ihn seit seinem Wechsel 2022:
139 Pflichtspiele
45 Tore
Inzwischen ist ein weiteres Spiel hinzugekommen.
Und bereits wieder drei Vorlagen.
Das neue Arbeitspapier ist deshalb keine reine Belohnung für die Vergangenheit.
Es ist ein neues Vertrauen in seine Gegenwart.
Ein vollständig absolviertes Trainingslager
Vielleicht liegt der wichtigste Unterschied zur vergangenen Saison nicht im Vertrag.
Sondern in der Vorbereitung.
Gasperini erklärte vor dem Fiorentina-Spiel, Dybala habe erstmals seit längerer Zeit wieder eine komplette Saisonvorbereitung ohne Verletzung absolvieren können.
Er wirke körperlich stärker.
Muskulär stabiler.
Und insgesamt belastbarer.
Die Testspiele unterstützten diesen Eindruck.
Dybala sammelte regelmäßig Minuten.
Er traf gegen Cannes zweimal.
Gegen Cardiff einmal.
Gegen Borussia Dortmund kam ein weiteres Tor und eine Vorlage hinzu.
Dybala begann diese Saison nicht mit dem Versuch, nach einer Verletzung seinen Rückstand aufzuholen.
Er begann sie gemeinsam mit der Mannschaft.
Gerade bei einem Spieler mit seiner Vorgeschichte kann dieser Unterschied enorm sein.
Gasperini erwartet eine große Saison
Der Trainer äußerte sich vor Saisonbeginn ungewöhnlich optimistisch.
Dybala sei weiterhin relativ jung.
Er befinde sich technisch und körperlich in einer sehr reifen Phase.
Und wenn die außergewöhnlichen Verletzungssituationen der vergangenen Saison ausbleiben, könne er eine große Spielzeit erleben.
Das ist bemerkenswert.
Gasperini ist kein Trainer, der seinen Spielern allein aufgrund ihres Namens einen Platz garantiert.
Seine Mannschaften verlangen:
Bewegung.
Intensität.
Pressing.
Positionswechsel.
Und Bereitschaft gegen den Ball.
Wenn Gasperini öffentlich eine große Dybala-Saison erwartet, dann sieht er in ihm keine nostalgische Sonderrolle.
Er sieht einen sportlich wichtigen Spieler.
Sein Spiel verändert sich
Dybala wurde über viele Jahre stark über seine Tore definiert.
Der typische Lauf aus dem rechten Halbraum.
Der Ball auf dem linken Fuß.
Der Abschluss in die lange Ecke.
Freistöße.
Distanzschüsse.
Elfmeter.
Diese Torgefahr bleibt Teil seines Profils.
Aber der erste Spieltag deutet an, dass sich sein Schwerpunkt verschieben könnte.
Von einem offensiven Individualisten, der selbst abschließt, zu einem noch stärker ausgeprägten Spielmacher.
Vielleicht muss Dybala nicht noch einmal 15 Ligatore erzielen, um eine außergewöhnliche Saison zu spielen.
Vielleicht besteht seine wichtigste Aufgabe darin, Malen, Soulé, Mora und die übrigen Angreifer besser zu machen.
Drei Assists zum Auftakt wären dafür ein ziemlich deutlicher Anfang.
FotMob zeigt weiterhin ein extremes Kreativprofil
Dybalas Profil bleibt außergewöhnlich.
FotMob ordnet ihn im Vergleich mit offensiven Mittelfeldspielern und Flügelspielern besonders hoch ein bei:
Ballkontakten
Schussversuchen
Torgefahr
und vor allem herausgespielten Chancen.
Bei kreierten Chancen gehört sein Profil weiterhin zur absoluten Spitze.
Defensive Aktionen bilden dagegen nur einen sehr kleinen Teil seines Spiels.
Das ist keine Überraschung.
Dybala steht nicht auf dem Platz, um Romas größter Balleroberer zu sein.
Er steht auf dem Platz, damit eine Balleroberung wenige Sekunden später zu einer Torchance werden kann.
Gasperini muss deshalb nicht versuchen, aus Dybala einen anderen Spieler zu machen.
Er muss eine Struktur schaffen, in der dessen besondere Fähigkeiten den größtmöglichen Wert besitzen.
Dybala und Malen – eine Verbindung mit enormem Potenzial
Der Saisonauftakt liefert bereits die erste große Geschichte.
Dybala hinter Malen.
Der kreative Spieler zwischen den Linien.
Der schnelle Angreifer vor ihm.
Malen muss nicht ständig entgegenkommen, um selbst das Spiel aufzubauen.
Er darf Läufe starten.
Er darf die Tiefe attackieren.
Er darf sich auf jene Situationen konzentrieren, in denen er besonders gefährlich wird.
Und Dybala besitzt die Qualität, diese Läufe früh zu erkennen.
Drei Tore von Malen.
Drei Vorlagen von Dybala.
Eine klarere Demonstration ihrer möglichen Verbindung hätte der erste Spieltag kaum liefern können.
Natürlich wird nicht jedes Spiel so einfach verlaufen.
Gegner werden tiefer stehen.
Sie werden die Räume zwischen den Linien schließen.
Sie werden versuchen, Dybala von seinem linken Fuß wegzudrängen.
Aber gerade gegen solche Mannschaften benötigt Roma seine Kreativität.
Dybala und Mora – mehr als ein Konkurrenzkampf
Mit Rodrigo Mora ist gleichzeitig eines der spannendsten Offensivtalente Europas nach Rom gekommen.
19 Jahre alt.
Technisch stark.
Kreativ.
Beweglich zwischen den Linien.
Und Dybala war nach eigener Aussage eines seiner Idole.
Man könnte daraus sofort eine einfache Geschichte konstruieren:
Der alte Spielmacher gegen seinen jungen Nachfolger.
Aber der erste Spieltag zeigte bereits eine interessantere Möglichkeit.
Dybala und Mora können gemeinsam spielen.
Gasperini stellte beide hinter Malen auf.
Mora musste Dybala nicht verdrängen.
Dybala musste dem Neuzugang nicht seinen Platz überlassen.
Beide besetzten unterschiedliche Räume und konnten sich gegenseitig unterstützen.
Langfristig wird Mora möglicherweise Aufgaben übernehmen, die heute noch Dybala gehören.
Aber für seine Entwicklung könnte es kaum einen besseren Lehrer geben.
Dybala kann ihm zeigen:
Wann er einen Raum verlassen muss.
Wie er sich vor der Ballannahme orientiert.
Wie man mit einer kleinen Körperbewegung einen Gegner aus dem Gleichgewicht bringt.
Und wann eine einfache Lösung besser ist als die spektakuläre.
Mora könnte irgendwann Dybalas Erbe antreten.
In dieser Saison kann er zunächst von ihm lernen – und gemeinsam mit ihm spielen.
Und dann gibt es Soulé
Auch Matías Soulé gehört zu dieser Geschichte.
Soulé hat sich in der vergangenen Saison mit sechs Toren und fünf Vorlagen endgültig von einem reinen Perspektivspieler zu einem wichtigen Offensivakteur entwickelt.
Er möchte ebenfalls häufig aus dem rechten Halbraum kommen.
Er besitzt ebenfalls einen starken linken Fuß.
Und auch er benötigt den Ball, um seine größte Wirkung zu entfalten.
Dadurch gibt es Überschneidungen mit Dybala.
Aber auch hier muss nicht jedes Spiel zu einem direkten Entweder-oder werden.
Gasperini besitzt mehrere Möglichkeiten.
Dybala + Mora
Dybala + Soulé
Mora + Soulé
oder in bestimmten Situationen sogar alle drei gemeinsam.
Die Zusammensetzung kann sich nach Gegner, Form und Belastung verändern.
Dybala muss nicht 50 Spiele vollständig absolvieren.
Soulé und Mora müssen nicht jede Woche auf der Bank auf ihre Zukunft warten.
Die eigentliche Stärke liegt in den verschiedenen Kombinationen.
Erfahrung für eine junge Offensive
Roma hat seine Offensive deutlich verjüngt.
Mora ist 19.
Soulé 23.
Castro 21.
Auch Malen befindet sich mit 27 noch im besten Fußballalter.
In dieser Gruppe verändert sich Dybalas Rolle automatisch.
Er ist nicht mehr nur der technisch beste Offensivspieler.
Er ist einer der erfahrensten Spieler des gesamten Kaders.
Er kennt Meisterschaftskämpfe.
Champions-League-Abende.
Europäische K.-o.-Spiele.
Finals.
Weltmeisterschaften.
Und den Druck, der entsteht, wenn eine Mannschaft ihre gesamte Hoffnung auf eine einzelne kreative Aktion richtet.
Diese Erfahrung kann für Romas junge Spieler genauso wertvoll werden wie seine Tore und Vorlagen.
Zurück in der Champions League
Für Roma beginnt in dieser Saison ein neues Kapitel.
Zum ersten Mal seit 2018–19 spielt der Verein wieder in der Champions League.
Viele Spieler des aktuellen Kaders müssen sich an dieses Niveau erst gewöhnen.
Dybala nicht.
Er kennt den Wettbewerb aus seiner langen Zeit bei Juventus.
Er kennt die Atmosphäre.
Das Tempo.
Den Druck.
Und die Bedeutung einzelner Momente.
In Ligaspielen kann eine schwache Phase manchmal noch korrigiert werden.
In der Champions League entscheidet häufig eine Aktion.
Ein Ballverlust.
Ein Freistoß.
Ein Pass.
Ein Abschluss.
Genau deshalb kann Dybala dort besonders wichtig werden.
Er gehört zu den Spielern, die aus einem einzigen Moment ein komplettes Spiel machen können.
Die Belastungssteuerung wird entscheidend
Die große Herausforderung liegt darin, seine Bedeutung nicht mit dauerhafter Überlastung zu verwechseln.
Serie A.
Champions League.
Coppa Italia.
Englische Wochen.
Reisen.
Regeneration.
Mit 32 und nach mehreren Verletzungen sollte das Ziel nicht sein, Dybala zwanghaft jede Minute spielen zu lassen.
Es sollte darum gehen, ihn in den wichtigen Momenten in bestmöglicher Verfassung zu besitzen.
Manchmal kann das bedeuten:
nach 65 Minuten auszuwechseln.
Ein Auswärtsspiel von der Bank zu beginnen.
Oder ihm zwischen zwei Champions-League-Partien eine Pause zu geben.
Dybala muss nicht jedes Spiel vollständig absolvieren.
Er muss genügend Spiele entscheiden können.
Durch Soulé, Mora und Pellegrini besitzt Gasperini nun Alternativen, ohne bei jeder Pause Dybalas die komplette kreative Struktur verändern zu müssen.
Fünf Millionen Marktwert
Transfermarkt führt Dybala aktuell bei:
5 Mio. €.
Diese Zahl wirkt beinahe absurd, wenn man ausschließlich seine technischen Fähigkeiten betrachtet.
Aber Marktwerte bewerten nicht nur Qualität.
Sie berücksichtigen:
Alter.
Vertragsdauer.
Verletzungshistorie.
Wiederverkaufswert.
Und langfristige Perspektive.
Dybala ist 32.
Sein Vertrag läuft nur bis 2027.
Und die vergangenen Jahre enthielten mehrere längere Ausfallzeiten.
Die fünf Millionen sagen deshalb wesentlich mehr über seine wirtschaftliche Situation aus als über seinen sportlichen Einfluss auf ein einzelnes Spiel.
Für Roma kann ein gesunder Dybala deutlich wertvoller sein als sein Marktwert.
Ein Vertrag – aber noch keine langfristige Antwort
Die Verlängerung bis 2027 löst die unmittelbare Frage.
Dybala bleibt.
Aber sie verschiebt die nächste Entscheidung lediglich um ein Jahr.
Nach dieser Saison läuft sein Vertrag erneut aus.
Dann ist er 33.
Roma wird beurteilen müssen:
Wie viele Spiele hat er absolviert?
Wie häufig konnte er beginnen?
Wie gut funktionierte er mit Malen, Mora und Soulé?
Wie belastbar war er in den englischen Wochen?
Und wie wichtig war er in der Champions League?
2026–27 ist deshalb nicht einfach nur eine weitere Dybala-Saison.
Es ist möglicherweise die Saison, die entscheidet, ob aus einem zusätzlichen Jahr noch ein längeres gemeinsames Kapitel wird.
Was wäre eine erfolgreiche Saison?
Bei Dybala sollte Erfolg nicht ausschließlich über die Torzahl gemessen werden.
Natürlich wäre es wichtig, wenn nach nur zwei Ligatoren wieder mehr eigene Abschlüsse im Netz landen.
Aber seine Rolle kann breiter werden.
Eine erfolgreiche Saison würde bedeuten:
regelmäßig verfügbar sein,
die jungen Offensivspieler führen,
Malen mit Chancen versorgen,
in der Champions League Verantwortung übernehmen,
und Roma in engen Spielen kreative Lösungen liefern.
Wenn Dybala das schafft, muss er nicht mehr der Spieler seiner Juventus-Jahre sein.
Er kann eine neue Version seiner selbst werden.
Weniger explosiv.
Aber erfahrener.
Kontrollierter.
Und vielleicht noch stärker als Spielmacher.
Der erste Spieltag setzt sofort einen Maßstab
Drei Vorlagen in einer Partie sind außergewöhnlich.
Sie sollten nicht zur Erwartung für jede Woche werden.
Aber sie zeigen, was möglich ist.
Dybala absolvierte eine vollständige Vorbereitung.
Er blieb gesund.
Er wirkte körperlich bereit.
Und beim ersten Pflichtspiel benötigte er keine Eingewöhnungsphase.
79 Minuten.
Drei Assists.
FotMob-Rating 9,43.
Roma gewinnt 4:0.
Nach einer Saison, in der sein Körper immer wieder die Geschichte bestimmte, bestimmte zum Auftakt endlich wieder sein linker Fuß die Geschichte.
La Joya bleibt La Joya
Paulo Dybala muss niemandem mehr beweisen, dass er außergewöhnlich Fußball spielen kann.
45 Tore für Roma.
139 Pflichtspiele bereits vor seiner Verlängerung.
Weltmeister.
Mehrfacher italienischer Meister.
Europäische Finals.
Seine Karriere besitzt längst genügend große Kapitel.
Die Frage lautet nicht mehr:
Wie gut ist Paulo Dybala?
Die Frage lautet:
Wie häufig kann Roma auf diesen Paulo Dybala zugreifen?
Wenn sein Körper hält, besitzt Gasperini einen Spielmacher, der Malen bedienen, Mora führen, Soulé entlasten und enge Champions-League-Spiele mit einer einzigen Aktion verändern kann.
Wenn die Verletzungen zurückkehren, wird Roma seine Minuten erneut vorsichtig verwalten müssen.
Genau diese Unsicherheit macht seine Saison so bedeutend.
32 Jahre.
Vertrag bis 2027.
5 Mio. € Marktwert.
Eine komplette Vorbereitung.
Und drei Vorlagen beim ersten Spieltag.
Dybala ist nicht mehr das Zukunftsprojekt der Roma.
Er ist der Spieler, der dieser jungen Zukunft zeigen kann, wie man Spiele entscheidet.
Die neue Generation steht bereits bereit.
Mora.
Soulé.
Pisilli.
Castro.
Aber noch gehört die Bühne nicht ausschließlich ihnen.
La Joya ist geblieben.
Und beim ersten Auftritt der neuen Saison hat er sofort gezeigt, dass sein Licht noch lange nicht erloschen ist.
Video
Paulo Dybala – alle Tore und Vorlagen der Saison 2025–26
Das offizielle Serie-A-Video zeigt Dybalas komplette offensive Ausbeute der vergangenen Ligaspielzeit.
Gerade für diesen Text passt es besonders gut, weil es beide Seiten seiner Saison verbindet:
wenige eigene Tore aufgrund der langen Unterbrechungen – aber weiterhin außergewöhnliche Qualität beim letzten Pass.
Vor allem seine Vorlagen während des starken Saisonendes zeigen, warum Roma auch 2026–27 nicht auf seine Kreativität verzichten möchte.
Saisonvorschau 2026–27
Manchmal braucht es keine lange Anlaufzeit, um zu zeigen, welchen Unterschied ein einzelner Spieler machen kann.
Erster Spieltag.
Roma gegen Fiorentina.
79 Minuten.
Drei Vorlagen.
FotMob-Rating:
9,43.
Donyell Malen erzielte beim 4:0 einen Hattrick.
Paulo Dybala bereitete alle drei Treffer vor.
Nach einer Saison voller Verletzungen benötigte Dybala gerade einmal ein Pflichtspiel, um Roma daran zu erinnern, warum seine besondere Qualität noch immer kaum zu ersetzen ist.
Nicht mehr der alte Dybala – aber vielleicht ein kompletterer
Paulo Dybala ist inzwischen 32 Jahre alt.
Er besitzt nicht mehr in jeder Aktion die Beschleunigung seiner ersten Juventus-Jahre.
Seine Explosivität über längere Distanzen hat abgenommen.
Auch Gasperini erklärte vor Saisonbeginn offen, dass Dybala nicht mehr dieselbe Geschwindigkeit und Schusskraft wie in jüngeren Jahren besitzt.
Aber das bedeutet nicht, dass er weniger wertvoll sein muss.
Denn während bestimmte körperliche Fähigkeiten langsam zurückgehen, sind andere Bereiche seines Spiels gereift.
Die Wahrnehmung der Räume.
Das Timing seiner Pässe.
Die Kontrolle des Spieltempos.
Die Entscheidung, wann eine Aktion beschleunigt werden muss.
Und die Fähigkeit, Mitspieler mit wenigen Kontakten in gefährliche Situationen zu bringen.
Dybala muss nicht mehr jeden Gegner im Dribbling schlagen, wenn er eine Abwehr bereits mit dem ersten Kontakt und dem anschließenden Pass öffnen kann.
Genau das zeigte der erste Spieltag.
Drei Assists als perfekte Zusammenfassung
Dybala schoss gegen Fiorentina kein Tor.
Trotzdem war er einer der entscheidenden Spieler des Abends.
Drei Vorlagen.
Drei Tore von Malen.
Und damit sofort eine Verbindung, die für Romas gesamte Saison enorm wichtig werden könnte.
Malen bringt:
Tempo.
Tiefenläufe.
Direktheit.
Bewegung hinter die letzte Linie.
Und einen klaren Instinkt im Strafraum.
Dybala bringt genau jene Pässe, die diese Bewegungen belohnen können.
Der eine erkennt den Raum.
Der andere erkennt den Laufweg.
Und manchmal reicht zwischen beiden ein einziger Kontakt.
Roma hatte in vergangenen Jahren immer wieder Phasen, in denen viel Ballbesitz vorhanden war, ohne dass daraus genügend klare Chancen entstanden.
Dybala kann dieses Problem lösen.
Nicht dauerhaft allein.
Aber mit einer Aktion.
Mit einem Pass durch die Schnittstelle.
Mit einer Verlagerung im richtigen Moment.
Oder mit einem kurzen Kontakt, der einen Mitspieler plötzlich frei vor dem Tor auftauchen lässt.
Die vergangene Saison war keine normale Dybala-Saison
2025–26 kam Dybala in der Serie A laut FotMob auf:
1.355 Minuten
2 Tore
6 Vorlagen
FotMob-Rating: 7,09
Die reine Torzahl wirkt für seine Verhältnisse ungewöhnlich niedrig.
Zwei Ligatore sind nicht das, was man normalerweise mit Paulo Dybala verbindet.
Allerdings erklärt die Zahl allein seine Saison nicht.
Er wurde immer wieder durch körperliche Probleme ausgebremst.
Eine Muskelverletzung.
Knieprobleme.
Eine Operation.
Und eine mehrmonatige Pause.
Über alle Wettbewerbe hinweg kam er nur auf ungefähr 25 Einsätze.
Die größte Schwäche seiner Saison war deshalb nicht seine Qualität.
Es war die fehlende Möglichkeit, diese Qualität regelmäßig auf den Platz zu bringen.
Immer wieder neu beginnen
Für einen kreativen Spieler sind Verletzungspausen besonders schwierig.
Es geht nicht nur darum, wieder laufen und trainieren zu können.
Spielrhythmus entsteht über Wochen.
Das Gefühl für Mitspieler entsteht über Wiederholungen.
Die Sicherheit in engen Situationen entsteht durch Vertrauen in den eigenen Körper.
Bei Dybala wurde dieser Prozess mehrfach unterbrochen.
Kaum war er wieder näher an seinem besten Niveau, folgte der nächste Rückschlag.
Gasperini erinnerte vor dem ersten Spieltag an zwei außergewöhnliche Situationen.
Eine Verletzung entstand bei einem Elfmeter.
Eine weitere bei einem Freistoß.
Eine davon führte zu einer Meniskusverletzung und einer Pause von ungefähr dreieinhalb Monaten.
Es waren keine gewöhnlichen Belastungsverletzungen nach langen Sprintserien.
Es waren seltene Momente, die praktisch kaum planbar waren.
Trotzdem bleibt am Ende dieselbe Frage:
Wie viele Spiele kann Roma wirklich mit Dybala bestreiten?
Das Ende der Saison veränderte die Stimmung
Die Geschichte von 2025–26 endet allerdings nicht bei der Operation.
Dybala kehrte zurück.
Und in den letzten Wochen zeigte er sofort wieder, wie groß sein Einfluss sein kann.
In den letzten drei Ligaspielen bereitete er jeweils mindestens einen Treffer vor.
Insgesamt gelangen ihm in diesen drei Partien:
vier Vorlagen.
Gegen Verona waren es zwei.
Roma gewann 2:0.
Und sicherte sich am Ende die Rückkehr in die Champions League.
Dybala beendete seine schwierige Saison nicht als verletzter Zuschauer.
Er beendete sie als einer der Spieler, die Roma über die Ziellinie führten.
Das war ein wichtiges Signal.
Für den Verein.
Für Gasperini.
Und wahrscheinlich auch für Dybala selbst.
Die gemeinsame Geschichte geht bis 2027 weiter
Lange war unklar, ob Dybala überhaupt in Rom bleiben würde.
Sein Vertrag lief aus.
Zwischenzeitlich erklärte er öffentlich, dass noch keine Gespräche über eine Verlängerung stattgefunden hätten.
Ein Abschied schien möglich.
Vielleicht sogar wahrscheinlich.
Dann kam die Einigung.
Am 13. Juli bestätigte Roma offiziell:
Paulo Dybala verlängert bis zum 30. Juni 2027.
Damit entschieden sich beide Seiten für ein weiteres gemeinsames Jahr.
Der Verein bindet seinen wichtigsten kreativen Routinier.
Dybala bleibt an dem Ort, an dem er seit 2022 eine besondere Beziehung zu den Fans aufgebaut hat.
Und gleichzeitig soll er dem Klub bei den finanziellen Rahmenbedingungen entgegengekommen sein.
Gasperini lobte ausdrücklich seine Bereitschaft, eine Gehaltsreduzierung zu akzeptieren.
Dybala hat nicht nur mit einer Unterschrift gezeigt, dass er bleiben möchte.
Er hat Roma auch wirtschaftlich entgegengekommen.
Keine Verlängerung aus Sentimentalität
Natürlich besitzt die Verbindung zwischen Dybala und Roma eine emotionale Seite.
Seine Präsentation im Palazzo della Civiltà Italiana.
Die Gesänge der Fans.
Seine entscheidenden Tore.
Der Weg ins Europa-League-Finale.
Seine Beziehung zur Stadt.
Aber Roma kann sich bei einem solchen Vertrag nicht ausschließlich von Emotionen leiten lassen.
Der Klub benötigt sportlichen Nutzen.
Und Dybala besitzt weiterhin Fähigkeiten, die im Kader nur schwer zu finden sind.
Bei seiner Vertragsverlängerung führte Roma für ihn seit seinem Wechsel 2022:
139 Pflichtspiele
45 Tore
Inzwischen ist ein weiteres Spiel hinzugekommen.
Und bereits wieder drei Vorlagen.
Das neue Arbeitspapier ist deshalb keine reine Belohnung für die Vergangenheit.
Es ist ein neues Vertrauen in seine Gegenwart.
Ein vollständig absolviertes Trainingslager
Vielleicht liegt der wichtigste Unterschied zur vergangenen Saison nicht im Vertrag.
Sondern in der Vorbereitung.
Gasperini erklärte vor dem Fiorentina-Spiel, Dybala habe erstmals seit längerer Zeit wieder eine komplette Saisonvorbereitung ohne Verletzung absolvieren können.
Er wirke körperlich stärker.
Muskulär stabiler.
Und insgesamt belastbarer.
Die Testspiele unterstützten diesen Eindruck.
Dybala sammelte regelmäßig Minuten.
Er traf gegen Cannes zweimal.
Gegen Cardiff einmal.
Gegen Borussia Dortmund kam ein weiteres Tor und eine Vorlage hinzu.
Dybala begann diese Saison nicht mit dem Versuch, nach einer Verletzung seinen Rückstand aufzuholen.
Er begann sie gemeinsam mit der Mannschaft.
Gerade bei einem Spieler mit seiner Vorgeschichte kann dieser Unterschied enorm sein.
Gasperini erwartet eine große Saison
Der Trainer äußerte sich vor Saisonbeginn ungewöhnlich optimistisch.
Dybala sei weiterhin relativ jung.
Er befinde sich technisch und körperlich in einer sehr reifen Phase.
Und wenn die außergewöhnlichen Verletzungssituationen der vergangenen Saison ausbleiben, könne er eine große Spielzeit erleben.
Das ist bemerkenswert.
Gasperini ist kein Trainer, der seinen Spielern allein aufgrund ihres Namens einen Platz garantiert.
Seine Mannschaften verlangen:
Bewegung.
Intensität.
Pressing.
Positionswechsel.
Und Bereitschaft gegen den Ball.
Wenn Gasperini öffentlich eine große Dybala-Saison erwartet, dann sieht er in ihm keine nostalgische Sonderrolle.
Er sieht einen sportlich wichtigen Spieler.
Sein Spiel verändert sich
Dybala wurde über viele Jahre stark über seine Tore definiert.
Der typische Lauf aus dem rechten Halbraum.
Der Ball auf dem linken Fuß.
Der Abschluss in die lange Ecke.
Freistöße.
Distanzschüsse.
Elfmeter.
Diese Torgefahr bleibt Teil seines Profils.
Aber der erste Spieltag deutet an, dass sich sein Schwerpunkt verschieben könnte.
Von einem offensiven Individualisten, der selbst abschließt, zu einem noch stärker ausgeprägten Spielmacher.
Vielleicht muss Dybala nicht noch einmal 15 Ligatore erzielen, um eine außergewöhnliche Saison zu spielen.
Vielleicht besteht seine wichtigste Aufgabe darin, Malen, Soulé, Mora und die übrigen Angreifer besser zu machen.
Drei Assists zum Auftakt wären dafür ein ziemlich deutlicher Anfang.
FotMob zeigt weiterhin ein extremes Kreativprofil
Dybalas Profil bleibt außergewöhnlich.
FotMob ordnet ihn im Vergleich mit offensiven Mittelfeldspielern und Flügelspielern besonders hoch ein bei:
Ballkontakten
Schussversuchen
Torgefahr
und vor allem herausgespielten Chancen.
Bei kreierten Chancen gehört sein Profil weiterhin zur absoluten Spitze.
Defensive Aktionen bilden dagegen nur einen sehr kleinen Teil seines Spiels.
Das ist keine Überraschung.
Dybala steht nicht auf dem Platz, um Romas größter Balleroberer zu sein.
Er steht auf dem Platz, damit eine Balleroberung wenige Sekunden später zu einer Torchance werden kann.
Gasperini muss deshalb nicht versuchen, aus Dybala einen anderen Spieler zu machen.
Er muss eine Struktur schaffen, in der dessen besondere Fähigkeiten den größtmöglichen Wert besitzen.
Dybala und Malen – eine Verbindung mit enormem Potenzial
Der Saisonauftakt liefert bereits die erste große Geschichte.
Dybala hinter Malen.
Der kreative Spieler zwischen den Linien.
Der schnelle Angreifer vor ihm.
Malen muss nicht ständig entgegenkommen, um selbst das Spiel aufzubauen.
Er darf Läufe starten.
Er darf die Tiefe attackieren.
Er darf sich auf jene Situationen konzentrieren, in denen er besonders gefährlich wird.
Und Dybala besitzt die Qualität, diese Läufe früh zu erkennen.
Drei Tore von Malen.
Drei Vorlagen von Dybala.
Eine klarere Demonstration ihrer möglichen Verbindung hätte der erste Spieltag kaum liefern können.
Natürlich wird nicht jedes Spiel so einfach verlaufen.
Gegner werden tiefer stehen.
Sie werden die Räume zwischen den Linien schließen.
Sie werden versuchen, Dybala von seinem linken Fuß wegzudrängen.
Aber gerade gegen solche Mannschaften benötigt Roma seine Kreativität.
Dybala und Mora – mehr als ein Konkurrenzkampf
Mit Rodrigo Mora ist gleichzeitig eines der spannendsten Offensivtalente Europas nach Rom gekommen.
19 Jahre alt.
Technisch stark.
Kreativ.
Beweglich zwischen den Linien.
Und Dybala war nach eigener Aussage eines seiner Idole.
Man könnte daraus sofort eine einfache Geschichte konstruieren:
Der alte Spielmacher gegen seinen jungen Nachfolger.
Aber der erste Spieltag zeigte bereits eine interessantere Möglichkeit.
Dybala und Mora können gemeinsam spielen.
Gasperini stellte beide hinter Malen auf.
Mora musste Dybala nicht verdrängen.
Dybala musste dem Neuzugang nicht seinen Platz überlassen.
Beide besetzten unterschiedliche Räume und konnten sich gegenseitig unterstützen.
Langfristig wird Mora möglicherweise Aufgaben übernehmen, die heute noch Dybala gehören.
Aber für seine Entwicklung könnte es kaum einen besseren Lehrer geben.
Dybala kann ihm zeigen:
Wann er einen Raum verlassen muss.
Wie er sich vor der Ballannahme orientiert.
Wie man mit einer kleinen Körperbewegung einen Gegner aus dem Gleichgewicht bringt.
Und wann eine einfache Lösung besser ist als die spektakuläre.
Mora könnte irgendwann Dybalas Erbe antreten.
In dieser Saison kann er zunächst von ihm lernen – und gemeinsam mit ihm spielen.
Und dann gibt es Soulé
Auch Matías Soulé gehört zu dieser Geschichte.
Soulé hat sich in der vergangenen Saison mit sechs Toren und fünf Vorlagen endgültig von einem reinen Perspektivspieler zu einem wichtigen Offensivakteur entwickelt.
Er möchte ebenfalls häufig aus dem rechten Halbraum kommen.
Er besitzt ebenfalls einen starken linken Fuß.
Und auch er benötigt den Ball, um seine größte Wirkung zu entfalten.
Dadurch gibt es Überschneidungen mit Dybala.
Aber auch hier muss nicht jedes Spiel zu einem direkten Entweder-oder werden.
Gasperini besitzt mehrere Möglichkeiten.
Dybala + Mora
Dybala + Soulé
Mora + Soulé
oder in bestimmten Situationen sogar alle drei gemeinsam.
Die Zusammensetzung kann sich nach Gegner, Form und Belastung verändern.
Dybala muss nicht 50 Spiele vollständig absolvieren.
Soulé und Mora müssen nicht jede Woche auf der Bank auf ihre Zukunft warten.
Die eigentliche Stärke liegt in den verschiedenen Kombinationen.
Erfahrung für eine junge Offensive
Roma hat seine Offensive deutlich verjüngt.
Mora ist 19.
Soulé 23.
Castro 21.
Auch Malen befindet sich mit 27 noch im besten Fußballalter.
In dieser Gruppe verändert sich Dybalas Rolle automatisch.
Er ist nicht mehr nur der technisch beste Offensivspieler.
Er ist einer der erfahrensten Spieler des gesamten Kaders.
Er kennt Meisterschaftskämpfe.
Champions-League-Abende.
Europäische K.-o.-Spiele.
Finals.
Weltmeisterschaften.
Und den Druck, der entsteht, wenn eine Mannschaft ihre gesamte Hoffnung auf eine einzelne kreative Aktion richtet.
Diese Erfahrung kann für Romas junge Spieler genauso wertvoll werden wie seine Tore und Vorlagen.
Zurück in der Champions League
Für Roma beginnt in dieser Saison ein neues Kapitel.
Zum ersten Mal seit 2018–19 spielt der Verein wieder in der Champions League.
Viele Spieler des aktuellen Kaders müssen sich an dieses Niveau erst gewöhnen.
Dybala nicht.
Er kennt den Wettbewerb aus seiner langen Zeit bei Juventus.
Er kennt die Atmosphäre.
Das Tempo.
Den Druck.
Und die Bedeutung einzelner Momente.
In Ligaspielen kann eine schwache Phase manchmal noch korrigiert werden.
In der Champions League entscheidet häufig eine Aktion.
Ein Ballverlust.
Ein Freistoß.
Ein Pass.
Ein Abschluss.
Genau deshalb kann Dybala dort besonders wichtig werden.
Er gehört zu den Spielern, die aus einem einzigen Moment ein komplettes Spiel machen können.
Die Belastungssteuerung wird entscheidend
Die große Herausforderung liegt darin, seine Bedeutung nicht mit dauerhafter Überlastung zu verwechseln.
Serie A.
Champions League.
Coppa Italia.
Englische Wochen.
Reisen.
Regeneration.
Mit 32 und nach mehreren Verletzungen sollte das Ziel nicht sein, Dybala zwanghaft jede Minute spielen zu lassen.
Es sollte darum gehen, ihn in den wichtigen Momenten in bestmöglicher Verfassung zu besitzen.
Manchmal kann das bedeuten:
nach 65 Minuten auszuwechseln.
Ein Auswärtsspiel von der Bank zu beginnen.
Oder ihm zwischen zwei Champions-League-Partien eine Pause zu geben.
Dybala muss nicht jedes Spiel vollständig absolvieren.
Er muss genügend Spiele entscheiden können.
Durch Soulé, Mora und Pellegrini besitzt Gasperini nun Alternativen, ohne bei jeder Pause Dybalas die komplette kreative Struktur verändern zu müssen.
Fünf Millionen Marktwert
Transfermarkt führt Dybala aktuell bei:
5 Mio. €.
Diese Zahl wirkt beinahe absurd, wenn man ausschließlich seine technischen Fähigkeiten betrachtet.
Aber Marktwerte bewerten nicht nur Qualität.
Sie berücksichtigen:
Alter.
Vertragsdauer.
Verletzungshistorie.
Wiederverkaufswert.
Und langfristige Perspektive.
Dybala ist 32.
Sein Vertrag läuft nur bis 2027.
Und die vergangenen Jahre enthielten mehrere längere Ausfallzeiten.
Die fünf Millionen sagen deshalb wesentlich mehr über seine wirtschaftliche Situation aus als über seinen sportlichen Einfluss auf ein einzelnes Spiel.
Für Roma kann ein gesunder Dybala deutlich wertvoller sein als sein Marktwert.
Ein Vertrag – aber noch keine langfristige Antwort
Die Verlängerung bis 2027 löst die unmittelbare Frage.
Dybala bleibt.
Aber sie verschiebt die nächste Entscheidung lediglich um ein Jahr.
Nach dieser Saison läuft sein Vertrag erneut aus.
Dann ist er 33.
Roma wird beurteilen müssen:
Wie viele Spiele hat er absolviert?
Wie häufig konnte er beginnen?
Wie gut funktionierte er mit Malen, Mora und Soulé?
Wie belastbar war er in den englischen Wochen?
Und wie wichtig war er in der Champions League?
2026–27 ist deshalb nicht einfach nur eine weitere Dybala-Saison.
Es ist möglicherweise die Saison, die entscheidet, ob aus einem zusätzlichen Jahr noch ein längeres gemeinsames Kapitel wird.
Was wäre eine erfolgreiche Saison?
Bei Dybala sollte Erfolg nicht ausschließlich über die Torzahl gemessen werden.
Natürlich wäre es wichtig, wenn nach nur zwei Ligatoren wieder mehr eigene Abschlüsse im Netz landen.
Aber seine Rolle kann breiter werden.
Eine erfolgreiche Saison würde bedeuten:
regelmäßig verfügbar sein,
die jungen Offensivspieler führen,
Malen mit Chancen versorgen,
in der Champions League Verantwortung übernehmen,
und Roma in engen Spielen kreative Lösungen liefern.
Wenn Dybala das schafft, muss er nicht mehr der Spieler seiner Juventus-Jahre sein.
Er kann eine neue Version seiner selbst werden.
Weniger explosiv.
Aber erfahrener.
Kontrollierter.
Und vielleicht noch stärker als Spielmacher.
Der erste Spieltag setzt sofort einen Maßstab
Drei Vorlagen in einer Partie sind außergewöhnlich.
Sie sollten nicht zur Erwartung für jede Woche werden.
Aber sie zeigen, was möglich ist.
Dybala absolvierte eine vollständige Vorbereitung.
Er blieb gesund.
Er wirkte körperlich bereit.
Und beim ersten Pflichtspiel benötigte er keine Eingewöhnungsphase.
79 Minuten.
Drei Assists.
FotMob-Rating 9,43.
Roma gewinnt 4:0.
Nach einer Saison, in der sein Körper immer wieder die Geschichte bestimmte, bestimmte zum Auftakt endlich wieder sein linker Fuß die Geschichte.
La Joya bleibt La Joya
Paulo Dybala muss niemandem mehr beweisen, dass er außergewöhnlich Fußball spielen kann.
45 Tore für Roma.
139 Pflichtspiele bereits vor seiner Verlängerung.
Weltmeister.
Mehrfacher italienischer Meister.
Europäische Finals.
Seine Karriere besitzt längst genügend große Kapitel.
Die Frage lautet nicht mehr:
Wie gut ist Paulo Dybala?
Die Frage lautet:
Wie häufig kann Roma auf diesen Paulo Dybala zugreifen?
Wenn sein Körper hält, besitzt Gasperini einen Spielmacher, der Malen bedienen, Mora führen, Soulé entlasten und enge Champions-League-Spiele mit einer einzigen Aktion verändern kann.
Wenn die Verletzungen zurückkehren, wird Roma seine Minuten erneut vorsichtig verwalten müssen.
Genau diese Unsicherheit macht seine Saison so bedeutend.
32 Jahre.
Vertrag bis 2027.
5 Mio. € Marktwert.
Eine komplette Vorbereitung.
Und drei Vorlagen beim ersten Spieltag.
Dybala ist nicht mehr das Zukunftsprojekt der Roma.
Er ist der Spieler, der dieser jungen Zukunft zeigen kann, wie man Spiele entscheidet.
Die neue Generation steht bereits bereit.
Mora.
Soulé.
Pisilli.
Castro.
Aber noch gehört die Bühne nicht ausschließlich ihnen.
La Joya ist geblieben.
Und beim ersten Auftritt der neuen Saison hat er sofort gezeigt, dass sein Licht noch lange nicht erloschen ist.
Video
Paulo Dybala – alle Tore und Vorlagen der Saison 2025–26
Das offizielle Serie-A-Video zeigt Dybalas komplette offensive Ausbeute der vergangenen Ligaspielzeit.
Gerade für diesen Text passt es besonders gut, weil es beide Seiten seiner Saison verbindet:
wenige eigene Tore aufgrund der langen Unterbrechungen – aber weiterhin außergewöhnliche Qualität beim letzten Pass.
Vor allem seine Vorlagen während des starken Saisonendes zeigen, warum Roma auch 2026–27 nicht auf seine Kreativität verzichten möchte.
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