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Niko Kovac
Geburtsdatum 15.10.1971
Alter 54
Nat. Kroatien  Kroatien
Funktion Trainer
Akt. Verein Borussia Dortmund

Niko Kovac [Trainer]

29.01.2025 - 23:50 Uhr
Niko Kovac [Trainer] |#1241
15.03.2025 - 11:25 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von MrSimpson

Zitat von mba123

Zitat von Holzschuh85

Zitat von MrSimpson

Zitat von Utzel

Zitat von Holzschuh85

Zitat von mba123

Zitat von Borussenfan14

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan14

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von S_Line

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borusse-Bgk

Die Mannschaft lebt und war gut eingestellt. Das 0:1 war wieder typisch für die ganze BVB Saison.

Die Reaktion darauf war aber vom gesamten Team richtig gut.

Spricht definitiv für Nico und das gesamte Trainerteam.

Jetzt muss aber endlich auch in der Bundesliga abgeliefert werden!


Ich weiß wirklich nicht, was du da für ein Spiel gesehen hast. Gut eingestellt? Naja. Sah für mich eher so aus, als wäre die Ansprache absolut unnütz gewesen.


Dann empfehle ich dir eine Brille, wenn du das nicht gesehen hast.

Unglücklicher Rückstand und danach endlich mal Moral bewiesen 👍


Also ob man etwas unscharf oder scharf sieht, ändert nichts daran, dass man es sieht.

Moral bewiesen? Das ist ein Fußballspiel. Man gerät früh in Rückstand und muss ein Tor machen. Ist es also aussergewöhnlich, dass man da als Team alles versucht, um auszugleichen und am besten noch zu gewinnen. Also wo ist da die Moral? Du glaubst also, es ist was besonderes, dass die Spieler nicht nach Rückstand direkt aufgeben? Willst du mir erzählen, man hätte gegen Augsburg aufgegeben?

Das Spiel hatte genau einen Unterschied zum Augsburg-Spiel und das war der gegebene Elfmeter, der die Sicherheit zurückgegeben hat. Ansonsten war das bis dahin ebenso erschreckend schwach gespielt, mit zahlreichen Ballverlusten und mit schlechten, ungenauen Abschlüssen.

Man sieht hier halt im Forum, dass Fußball reiner Ergebnissport ist. Man gewinnt und alles war super, man verliert und alles war schlecht.

Ich hab mich dieses Saison noch nicht so über die Unfähigkeit der Spieler aufgeregt, wie in HZ 1. Da dann von einem insgesamt guten Spiel zu reden ist absurd. Man kann glücklich darüber sein, dass man dann doch die 2 Tore gemacht hat, gegen insgesamt sehr sehr schwache Lille-Spieler. Lille hatte trotzdem die Möglichkeit zum 2:2...


Zitat von usernick

Man sieht hier halt im Forum, dass Fußball reiner Ergebnissport ist. Man gewinnt und alles war super, man verliert und alles war schlecht.


Niemand, wirklich niemand hier im Forum schreibt, dass gestern alles super war. Hör doch mit diesen Strohmännern auf, das hilft niemanden.

Trotzdem wird man sich doch über einen engagierten Auftritt hier noch freuen dürfen, oder nicht?


Häh, hat der User wirklich exakt das gleiche geschrieben oder wurde da falsch zitiert? Also ich habe null Bezug oder Kontakt zum User "usernick" und wüsste auch nicht, was das bringen sollte. Alles was ich sagen wollte, ist dass mir das zu positiv gesehen wird. In Normalform, oder anders in Form der letzten CL-Saison, hätte man Lille 2x mal abgeschossen. Aber gut, auch letztes Jahr war das Achtelfinale gegen PSV sehr schwach und das Viertelfinale im ersten Duell auch.


Das Zitat war aus deinem letzten Kommentar, im genaueren der Part, auf den ich mich bezogen habe. Transfermarkt schreibt "usernick", wenn man beim einsetzen der Zitierfunktion den Namen nicht ergänzt. Sorry schonmal für meine dürftigen Zitierkünste am Handy 😅

Um es nochmal zu sagen: 99% der BVB Fans hier im Forum können dieses Spiel und die gezeigte Leistung schon richtig einordnen. Die Saison hat gezeigt, dass ein einziges Spiel nicht als Anstoß für eine positive Serie herhalten kann. Nichtsdestrotrotz war die Vorstellung ein Lebenszeichen der Truppe, worüber man sich freuen darf. Und das zurecht. Ich weiss, in Foren dominiert das negative, trotzdem ist Freude in solchen Momenten gerne gesehen. Zumindest bei mir.

Hier wird aber keiner mehr abheben und wieder von höherem träumen. Dafür ist die Saison zu enttäuschend.

Für mich ist das im Prinzip der selbe Effekt wie unter Terzic. Wir spielen mit Intensität, setzen auf Leute, die zuverlässig ihren Defensivaufgaben nachgehen, bekommen Druck auf den Ball und gehen recht konsequent vorne in die Räume.
Also, im Prinzip das, was viele Bundesligisten auch gegen uns spielen, nur dass wir die Gegner eher weiter vorne anlaufen. Gegen Lille entstanden dann unsere guten Torchancen in der ersten Hälfte nach frühem Ballgewinn und gewonnenem zweiten Ball.
Das ist für mich irgendwo "Außenseiter-Fußball", solange nicht dazu noch ein hohes spielerisches Niveau kommt. Denn dieser Ansatz funktioniert für uns gegen Mannschaften, die selber nach vorne spielen wollen. Im Bundesliga-Alltag lässt man so aber zu viele Punkte liegen, weil viele Gegner destruktiver spielen und man nicht durch Pressing und hohes Anlaufen allein zu ausreichend Chancen kommt.

Ich kann da auch gar nicht nachvollziehen, wie so immer wieder von unseren Verantwortlichen gedacht wird, das sei auf die Bundesligaspiele übertragbar. So wird dann seit Jahren von den "zwei Gesichtern" des BVBs gesprochen oder eben von der Haltung, Mentalität etc.
Dass wird seit Jahren regelmäßig Probleme haben, Lösungen mit Ball zu finden, scheint nicht aufzufallen. War es nicht Hummels, der als einziger mal so etwas sagte wie "Wir müssen endlich mal anfangen mit Ball zu dominieren"?
Bei unseren Verantwortlichen geht es aber um Themen wie Intensität, Laufbereitschaft und den Willen, als Offensiver tief in die eigene Hälfte zurückzuarbeiten.
Es ist bezeichnend, dass ein Gittens auf der Bank landet, da er schlechter nach hinten arbeitet als Beier. Okay, offensiv hat Gittens auch nichts gerissen; von daher konnte man ihn rausnehmen. Aber mit dieser Denkweise kann ich wenig anfangen: Ein Offensiver wird nach seinen Fähigkeiten gegen den Ball beurteilt. Im Vordergrund sollte doch stehen, inwieweit ein Offensivspieler dem Gegner MIT Ball Probleme bereiten kann, oder?
Viele Entscheidungen werden eher nach reaktiven Gesichtspunkten getroffen. Neue Spieler sind eher Zweikampf- und Laufstark und in der Elf dominieren Spieler, die gegen den Ball ihre Stärken haben.
Hier ist der Ansatz, stark zu sein, wenn der Gegner den Ball hat. Es geht weniger darum, den Gegner mit Ball zu kontrollieren.
So gibt's zwar immer wieder auch gute Spiele, aber Konstanz bekommen wir nicht rein. Kovac scheint mir in genau in dieses Schema zu passen.


Die strategische Komponente des Spiels ist ja nun hinreichend diskutiert, wir brauchen mehr spielstarke Leute für den Spielaufbau.

Aber was deine Einschätzung angeht, hohes Anlaufen reiche gegen viele Bundesligisten nicht, halte ich für falsch.

Wir haben ein technisch beschlagenes und spielstarkes Lille in zwei Spielen jeweils etwa die Hälfte der Spiele dominiert vor allem durch cleveres Pressing, aber auch durch gute vertikale Aktionen.

Reaktivere Gegner werden die Bälle mehr hintenraus schlagen, wodurch man weniger mit Pressing glänzen kann.
Aber man kann glänzen, wir haben so ein Pressing nur in der BL fast nie gesehen.

Dass unser Team durchaus auch Fussball spielen kann, das haben wir zudem immer wieder gesehen.

Wir können nicht jeden Gegner mit einem taktisch festen System überrollen, aber mittels individueller Qualität kann man fast alle Gegner in der BL bezwingen, solange die Taktik auf den Gegner angepasst wird.

Ich hoffe also sehr, dass Kovac das hohe Pressing weiter einfordert, denn das brauchen wir so oder so.


Die Frage bleibt doch dann aber trotzdem, ob unseren Offensivspielern die nötigen Qualitäten fehlen oder ob sie nur durch die allgemein grassierende Formschwäche an ihren Qualitäten gehindert werden? Oder meinst du tatsächlich, es fehle in der Liga nur an der Laufbereitschaft für effektives Pressing?


Mit dem jetzigen Kader ist das so falsch nicht.
Nur gibt es da einen Haken. Pressing kann nur die Mannschaft spielen, die den Ball nicht hat.
Den haben wir aber meistens. Gerade gegen die sogenannten Kleinen und teilweise sogar gegen die Großen.
Obendrein braucht es dann Pressingstarke Spieler, die aber am Ball nicht so gut sind.
Es ändert eigentlich dann doch nichts, denn gepresste Underdogs hauen hinten den Ball einfach raus. Dann hat man es wieder, das Problem. Den Ball.


Ich möchte dir hier etwas widersprechen. Unser Problem ist nicht der Ball an sich, sondern der Transport von hinten nach vorne.
Das ist für mich in sofern relevant, weil hohes Pressing diesen Spielvortrag teilweise umgeht.
1. Mittlerweile kloppen nicht mal mehr Bochum und Kiel die Bälle ohne Sinn und Verstand weg. Es gibt also Chancen, den Ball hoch im Feld zu bekommen.
2. Das Wegpöhlen gelingt nicht immer über 50-60m. Oft bleibt der Ball vor der Mittellinie hängen und mit schnellem vertikalen Spiel kann man dann sofort Gefahr erzeugen.

Zudem kannst du durch gut organisiertes hohes Pressing in Verbindung mit viel Verlagerungen die Müdigkeit beim Gegner stark forcieren.
Das führt nicht automatisch zum Erfolg, erhöht aber die Chancen mittels individueller Qualität das Spiel hintenraus auf deine Seite zu ziehen.

Alles steht und fällt bei unseren Ballbesitzquoten letztlich mit der Qualität der Restverteidigung.
Da mache ich mir unter Kovac aber keine Sorgen, sowas kriegt der sogar bei uns organisiert...

Dass der Pressingansatz als wesentliches Element nicht ausreichend ist, war sogar mit Klopp als Trainer am Ende eine großes Thema.

Ich denke, da muss eine entsprechende Taktik für das Spiel mit Ball dazu und/oder die individuelle Qualität muss hier genug Lösungen mit Ball selber anbieten können. Letzteres war für mich beispielsweise in der Rückrunde 22/23 unter Terzic der Fall. Aber man könnte hier auch, meiner Meinung nach, Klopp nennen, der einige Spieler mit großen Stärken am Ball aufbot.
Problematisch wird’s, wenn dann auch vornehmlich auf Spieler gesetzt wird, die genau diese Stärken wie Pressing, Intensität und Defensivverhalten einbringen, denke ich. Auch das war, meiner Meinung nach, ein Thema unter Klopp zum Ende hin. Das führte in den letzten Jahren aber auch dazu, dass ein Bellingham durch einen Sabitzer ersetzt wurde, ein Guerreiro durch einen Bensebaini und womöglich Beier statt eines Spielertyps wie Sancho geholt wurde.

Aktuell sieht es für mich dann so aus, dass wir zwar immer noch ein paar Spieler haben, die ihre Stärken eher mit Ball haben, aber diese Spieler sind bezüglich der individuellen Qualität nicht klar in der ersten Elf. So war es beispielsweise auch bei Guerreiro noch so, dass er genug Qualität hatte, um unter allen Trainern im Stamm zu spielen. Ein Couto zeigte diese Qualität bisher nicht. Hier müsste der Trainer mehr auf die Stärken mit Ball setzen wollen, um Couto regelmäßig zu bringen. Ob sich das lohnt, weiß man aber nicht, da Coutos individuelle Qualität eben nicht unbedingt dafür ausreicht.

Von daher ist Kovac Ansatz nachvollziehbar. Aber ich denke, wir sollten zukünftig in eine andere Richtung gehen. Hier erkenne ich aber bisher nicht, dass jemand im Verein das tatsächlich will. Alle reden nur von Intensität, Mentalität und Defensivverhalten. Hierzu gehört für mich auch Kovac.

Ich denke, irgendwer sollte mal das Fußball SPIELEN mehr in den Vordergrund stellen.


Am Ende muss die Mannschaft schlicht ausgewogen sein. Was sie momentan nicht wirklich ist. Mit 11 Ballzauberern gewinnt man keinen Blumentopf. Mit 11 Leuten, die nur gegen den Ball gut sind, auch nicht.
Geht man den Kader mal durch sind die technisch beschlagendsten Spieler eigentlich Schlotterbeck und Groß.
Mit Abstrichen noch Brandt, der momentan einfach unsauber spielt.
Man kann nicht mit Besebaini, Can, Ryerson, Sabitzer, Adeyemi, Beier und vorne Guirassy eine Ballzirkulation erwarten, die gegnerische Mannschaften zum schwitzen bringt.
Man hat zwar viel Ballbesitz, aber es kommt nix bei rum, weil komplett die Kreativität fehlt.
Man hat auf Zweikampfstärke, Kopfballstärke und Tempo geachtet.
Ich hoffe wirklich, daß man auf den AV Positionen vermehrt auf Svensson und Couto setzt und Nmecha wieder kommt.
Dann ist das schon ausgewogener.
Bekommt man dann noch Chukwuemeka in Spielform ist das ausgewogen.
Nur muss man das auch wollen und der Trainer muss von seinem pragmatischen Ansatz weg.
So schlecht wie viele den Kader sehen, ist der nämlich gar nicht. Nur stehen die Spieler, die es braucht fast nie zur Verfügung und die 2. Reihe besteht fast nur aus Leuten, die eher Probleme verstärken, als lösen.

Eine Mannschaft aus:

Kobel

Couto - Anton - Schlotterbeck - Svensson

Nmecha

Groß - Chukwuemeka

Adeyemi - Gittens

Guirassy

wird ja wohl Fußball spielen können.

Nur standen die noch nie zusammen auf dem Platz.

So eine Mannschaft würde ich auch gerne auf dem Platz sehen. Nur würde ich nicht erwarten, dass Kovac Gittens einem Beier vorzieht, Svensson einem Bensebaini auch eher nicht und keinesfalls Couto gegenüber Ryerson.
Bei Chukwuemeka bin ich mir ebenfalls nicht sicher. Denn mir scheint es so, dass Carney schon mehr Minuten hätte bekommen können. Hier würde ich auf Sancho verweisen, den Terzic unbedingt auf dem Platz haben wollte. Und Sancho hatte zuvor nur ein paar Minuten in den ersten drei Saisonspielen bei United gesehen. Danach war Sancho raus und suspendiert. Da gab es kein einziges Spiel mehr für Sancho bei United.
Daher erwarte ich, dass Chukwuemeka mehr um seinen Platz unter Kovac kämpfen muss.

Nur Nmecha würde ich mit Sicherheit in der ersten Elf sehen, wenn er fit wäre.

Jedenfalls denke ich schon, dass es sehr Trainer abhängig ist, damit so viel Spielstärke auf dem Platz stünde. Aber wie gesagt, sind diese Entscheidungen auch nicht so sehr durch die individuelle Qualität der Spieler begründbar. Es geht hier eher um das Gesamtkonzept, so dass man sich mit einen ausgewogeneren Stärken-/Schwächenprofil und anderen Synergien bessere Leistungen erhofft.



Daher wird es wichtig sein einen Trainer zu implementieren, der diese Mannschaft weiterentwickelt. Und da ist Kovac, in meinen Augen, komplett falsch.
Und keiner möge mir jetzt böse sein, aber sollte die Grundvoraussetzung für einen Kovac Verbleib der CL Wettbewerb sein, hoffe ich, daß dieses Ziel verpasst wird. Damit endlich ein passender Trainer kommt, der diesen Verein neu ausrichten kann.
Durch die Club WM hat man das Verpassen der CL finanziell ja schon fast ausgeglichen. Klar wäre es rein wirtschaftlich besser unter die Top 4 zu kommen, aber für eine Vision muss halt auch mal ein kleiner Rückschritt drin sein.
Eventuell schafft man es ja noch in die EL, die ja auch finanziell durchaus lukrativ sein kann.
Dann sehe ich auch keinen Verkaufsdruck.
Niko Kovac [Trainer] |#1242
15.03.2025 - 14:40 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von MrSimpson

Zitat von mba123

Zitat von Holzschuh85

Zitat von MrSimpson

Zitat von Utzel

Zitat von Holzschuh85

Zitat von mba123

Zitat von Borussenfan14

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan14

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von S_Line

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borusse-Bgk

Die Mannschaft lebt und war gut eingestellt. Das 0:1 war wieder typisch für die ganze BVB Saison.

Die Reaktion darauf war aber vom gesamten Team richtig gut.

Spricht definitiv für Nico und das gesamte Trainerteam.

Jetzt muss aber endlich auch in der Bundesliga abgeliefert werden!


Ich weiß wirklich nicht, was du da für ein Spiel gesehen hast. Gut eingestellt? Naja. Sah für mich eher so aus, als wäre die Ansprache absolut unnütz gewesen.


Dann empfehle ich dir eine Brille, wenn du das nicht gesehen hast.

Unglücklicher Rückstand und danach endlich mal Moral bewiesen 👍


Also ob man etwas unscharf oder scharf sieht, ändert nichts daran, dass man es sieht.

Moral bewiesen? Das ist ein Fußballspiel. Man gerät früh in Rückstand und muss ein Tor machen. Ist es also aussergewöhnlich, dass man da als Team alles versucht, um auszugleichen und am besten noch zu gewinnen. Also wo ist da die Moral? Du glaubst also, es ist was besonderes, dass die Spieler nicht nach Rückstand direkt aufgeben? Willst du mir erzählen, man hätte gegen Augsburg aufgegeben?

Das Spiel hatte genau einen Unterschied zum Augsburg-Spiel und das war der gegebene Elfmeter, der die Sicherheit zurückgegeben hat. Ansonsten war das bis dahin ebenso erschreckend schwach gespielt, mit zahlreichen Ballverlusten und mit schlechten, ungenauen Abschlüssen.

Man sieht hier halt im Forum, dass Fußball reiner Ergebnissport ist. Man gewinnt und alles war super, man verliert und alles war schlecht.

Ich hab mich dieses Saison noch nicht so über die Unfähigkeit der Spieler aufgeregt, wie in HZ 1. Da dann von einem insgesamt guten Spiel zu reden ist absurd. Man kann glücklich darüber sein, dass man dann doch die 2 Tore gemacht hat, gegen insgesamt sehr sehr schwache Lille-Spieler. Lille hatte trotzdem die Möglichkeit zum 2:2...


Zitat von usernick

Man sieht hier halt im Forum, dass Fußball reiner Ergebnissport ist. Man gewinnt und alles war super, man verliert und alles war schlecht.


Niemand, wirklich niemand hier im Forum schreibt, dass gestern alles super war. Hör doch mit diesen Strohmännern auf, das hilft niemanden.

Trotzdem wird man sich doch über einen engagierten Auftritt hier noch freuen dürfen, oder nicht?


Häh, hat der User wirklich exakt das gleiche geschrieben oder wurde da falsch zitiert? Also ich habe null Bezug oder Kontakt zum User "usernick" und wüsste auch nicht, was das bringen sollte. Alles was ich sagen wollte, ist dass mir das zu positiv gesehen wird. In Normalform, oder anders in Form der letzten CL-Saison, hätte man Lille 2x mal abgeschossen. Aber gut, auch letztes Jahr war das Achtelfinale gegen PSV sehr schwach und das Viertelfinale im ersten Duell auch.


Das Zitat war aus deinem letzten Kommentar, im genaueren der Part, auf den ich mich bezogen habe. Transfermarkt schreibt "usernick", wenn man beim einsetzen der Zitierfunktion den Namen nicht ergänzt. Sorry schonmal für meine dürftigen Zitierkünste am Handy 😅

Um es nochmal zu sagen: 99% der BVB Fans hier im Forum können dieses Spiel und die gezeigte Leistung schon richtig einordnen. Die Saison hat gezeigt, dass ein einziges Spiel nicht als Anstoß für eine positive Serie herhalten kann. Nichtsdestrotrotz war die Vorstellung ein Lebenszeichen der Truppe, worüber man sich freuen darf. Und das zurecht. Ich weiss, in Foren dominiert das negative, trotzdem ist Freude in solchen Momenten gerne gesehen. Zumindest bei mir.

Hier wird aber keiner mehr abheben und wieder von höherem träumen. Dafür ist die Saison zu enttäuschend.

Für mich ist das im Prinzip der selbe Effekt wie unter Terzic. Wir spielen mit Intensität, setzen auf Leute, die zuverlässig ihren Defensivaufgaben nachgehen, bekommen Druck auf den Ball und gehen recht konsequent vorne in die Räume.
Also, im Prinzip das, was viele Bundesligisten auch gegen uns spielen, nur dass wir die Gegner eher weiter vorne anlaufen. Gegen Lille entstanden dann unsere guten Torchancen in der ersten Hälfte nach frühem Ballgewinn und gewonnenem zweiten Ball.
Das ist für mich irgendwo "Außenseiter-Fußball", solange nicht dazu noch ein hohes spielerisches Niveau kommt. Denn dieser Ansatz funktioniert für uns gegen Mannschaften, die selber nach vorne spielen wollen. Im Bundesliga-Alltag lässt man so aber zu viele Punkte liegen, weil viele Gegner destruktiver spielen und man nicht durch Pressing und hohes Anlaufen allein zu ausreichend Chancen kommt.

Ich kann da auch gar nicht nachvollziehen, wie so immer wieder von unseren Verantwortlichen gedacht wird, das sei auf die Bundesligaspiele übertragbar. So wird dann seit Jahren von den "zwei Gesichtern" des BVBs gesprochen oder eben von der Haltung, Mentalität etc.
Dass wird seit Jahren regelmäßig Probleme haben, Lösungen mit Ball zu finden, scheint nicht aufzufallen. War es nicht Hummels, der als einziger mal so etwas sagte wie "Wir müssen endlich mal anfangen mit Ball zu dominieren"?
Bei unseren Verantwortlichen geht es aber um Themen wie Intensität, Laufbereitschaft und den Willen, als Offensiver tief in die eigene Hälfte zurückzuarbeiten.
Es ist bezeichnend, dass ein Gittens auf der Bank landet, da er schlechter nach hinten arbeitet als Beier. Okay, offensiv hat Gittens auch nichts gerissen; von daher konnte man ihn rausnehmen. Aber mit dieser Denkweise kann ich wenig anfangen: Ein Offensiver wird nach seinen Fähigkeiten gegen den Ball beurteilt. Im Vordergrund sollte doch stehen, inwieweit ein Offensivspieler dem Gegner MIT Ball Probleme bereiten kann, oder?
Viele Entscheidungen werden eher nach reaktiven Gesichtspunkten getroffen. Neue Spieler sind eher Zweikampf- und Laufstark und in der Elf dominieren Spieler, die gegen den Ball ihre Stärken haben.
Hier ist der Ansatz, stark zu sein, wenn der Gegner den Ball hat. Es geht weniger darum, den Gegner mit Ball zu kontrollieren.
So gibt's zwar immer wieder auch gute Spiele, aber Konstanz bekommen wir nicht rein. Kovac scheint mir in genau in dieses Schema zu passen.


Die strategische Komponente des Spiels ist ja nun hinreichend diskutiert, wir brauchen mehr spielstarke Leute für den Spielaufbau.

Aber was deine Einschätzung angeht, hohes Anlaufen reiche gegen viele Bundesligisten nicht, halte ich für falsch.

Wir haben ein technisch beschlagenes und spielstarkes Lille in zwei Spielen jeweils etwa die Hälfte der Spiele dominiert vor allem durch cleveres Pressing, aber auch durch gute vertikale Aktionen.

Reaktivere Gegner werden die Bälle mehr hintenraus schlagen, wodurch man weniger mit Pressing glänzen kann.
Aber man kann glänzen, wir haben so ein Pressing nur in der BL fast nie gesehen.

Dass unser Team durchaus auch Fussball spielen kann, das haben wir zudem immer wieder gesehen.

Wir können nicht jeden Gegner mit einem taktisch festen System überrollen, aber mittels individueller Qualität kann man fast alle Gegner in der BL bezwingen, solange die Taktik auf den Gegner angepasst wird.

Ich hoffe also sehr, dass Kovac das hohe Pressing weiter einfordert, denn das brauchen wir so oder so.


Die Frage bleibt doch dann aber trotzdem, ob unseren Offensivspielern die nötigen Qualitäten fehlen oder ob sie nur durch die allgemein grassierende Formschwäche an ihren Qualitäten gehindert werden? Oder meinst du tatsächlich, es fehle in der Liga nur an der Laufbereitschaft für effektives Pressing?


Mit dem jetzigen Kader ist das so falsch nicht.
Nur gibt es da einen Haken. Pressing kann nur die Mannschaft spielen, die den Ball nicht hat.
Den haben wir aber meistens. Gerade gegen die sogenannten Kleinen und teilweise sogar gegen die Großen.
Obendrein braucht es dann Pressingstarke Spieler, die aber am Ball nicht so gut sind.
Es ändert eigentlich dann doch nichts, denn gepresste Underdogs hauen hinten den Ball einfach raus. Dann hat man es wieder, das Problem. Den Ball.


Ich möchte dir hier etwas widersprechen. Unser Problem ist nicht der Ball an sich, sondern der Transport von hinten nach vorne.
Das ist für mich in sofern relevant, weil hohes Pressing diesen Spielvortrag teilweise umgeht.
1. Mittlerweile kloppen nicht mal mehr Bochum und Kiel die Bälle ohne Sinn und Verstand weg. Es gibt also Chancen, den Ball hoch im Feld zu bekommen.
2. Das Wegpöhlen gelingt nicht immer über 50-60m. Oft bleibt der Ball vor der Mittellinie hängen und mit schnellem vertikalen Spiel kann man dann sofort Gefahr erzeugen.

Zudem kannst du durch gut organisiertes hohes Pressing in Verbindung mit viel Verlagerungen die Müdigkeit beim Gegner stark forcieren.
Das führt nicht automatisch zum Erfolg, erhöht aber die Chancen mittels individueller Qualität das Spiel hintenraus auf deine Seite zu ziehen.

Alles steht und fällt bei unseren Ballbesitzquoten letztlich mit der Qualität der Restverteidigung.
Da mache ich mir unter Kovac aber keine Sorgen, sowas kriegt der sogar bei uns organisiert...

Dass der Pressingansatz als wesentliches Element nicht ausreichend ist, war sogar mit Klopp als Trainer am Ende eine großes Thema.

Ich denke, da muss eine entsprechende Taktik für das Spiel mit Ball dazu und/oder die individuelle Qualität muss hier genug Lösungen mit Ball selber anbieten können. Letzteres war für mich beispielsweise in der Rückrunde 22/23 unter Terzic der Fall. Aber man könnte hier auch, meiner Meinung nach, Klopp nennen, der einige Spieler mit großen Stärken am Ball aufbot.
Problematisch wird’s, wenn dann auch vornehmlich auf Spieler gesetzt wird, die genau diese Stärken wie Pressing, Intensität und Defensivverhalten einbringen, denke ich. Auch das war, meiner Meinung nach, ein Thema unter Klopp zum Ende hin. Das führte in den letzten Jahren aber auch dazu, dass ein Bellingham durch einen Sabitzer ersetzt wurde, ein Guerreiro durch einen Bensebaini und womöglich Beier statt eines Spielertyps wie Sancho geholt wurde.

Aktuell sieht es für mich dann so aus, dass wir zwar immer noch ein paar Spieler haben, die ihre Stärken eher mit Ball haben, aber diese Spieler sind bezüglich der individuellen Qualität nicht klar in der ersten Elf. So war es beispielsweise auch bei Guerreiro noch so, dass er genug Qualität hatte, um unter allen Trainern im Stamm zu spielen. Ein Couto zeigte diese Qualität bisher nicht. Hier müsste der Trainer mehr auf die Stärken mit Ball setzen wollen, um Couto regelmäßig zu bringen. Ob sich das lohnt, weiß man aber nicht, da Coutos individuelle Qualität eben nicht unbedingt dafür ausreicht.

Von daher ist Kovac Ansatz nachvollziehbar. Aber ich denke, wir sollten zukünftig in eine andere Richtung gehen. Hier erkenne ich aber bisher nicht, dass jemand im Verein das tatsächlich will. Alle reden nur von Intensität, Mentalität und Defensivverhalten. Hierzu gehört für mich auch Kovac.

Ich denke, irgendwer sollte mal das Fußball SPIELEN mehr in den Vordergrund stellen.


Am Ende muss die Mannschaft schlicht ausgewogen sein. Was sie momentan nicht wirklich ist. Mit 11 Ballzauberern gewinnt man keinen Blumentopf. Mit 11 Leuten, die nur gegen den Ball gut sind, auch nicht.
Geht man den Kader mal durch sind die technisch beschlagendsten Spieler eigentlich Schlotterbeck und Groß.
Mit Abstrichen noch Brandt, der momentan einfach unsauber spielt.
Man kann nicht mit Besebaini, Can, Ryerson, Sabitzer, Adeyemi, Beier und vorne Guirassy eine Ballzirkulation erwarten, die gegnerische Mannschaften zum schwitzen bringt.
Man hat zwar viel Ballbesitz, aber es kommt nix bei rum, weil komplett die Kreativität fehlt.
Man hat auf Zweikampfstärke, Kopfballstärke und Tempo geachtet.
Ich hoffe wirklich, daß man auf den AV Positionen vermehrt auf Svensson und Couto setzt und Nmecha wieder kommt.
Dann ist das schon ausgewogener.
Bekommt man dann noch Chukwuemeka in Spielform ist das ausgewogen.
Nur muss man das auch wollen und der Trainer muss von seinem pragmatischen Ansatz weg.
So schlecht wie viele den Kader sehen, ist der nämlich gar nicht. Nur stehen die Spieler, die es braucht fast nie zur Verfügung und die 2. Reihe besteht fast nur aus Leuten, die eher Probleme verstärken, als lösen.

Eine Mannschaft aus:

Kobel

Couto - Anton - Schlotterbeck - Svensson

Nmecha

Groß - Chukwuemeka

Adeyemi - Gittens

Guirassy

wird ja wohl Fußball spielen können.

Nur standen die noch nie zusammen auf dem Platz.

So eine Mannschaft würde ich auch gerne auf dem Platz sehen. Nur würde ich nicht erwarten, dass Kovac Gittens einem Beier vorzieht, Svensson einem Bensebaini auch eher nicht und keinesfalls Couto gegenüber Ryerson.
Bei Chukwuemeka bin ich mir ebenfalls nicht sicher. Denn mir scheint es so, dass Carney schon mehr Minuten hätte bekommen können. Hier würde ich auf Sancho verweisen, den Terzic unbedingt auf dem Platz haben wollte. Und Sancho hatte zuvor nur ein paar Minuten in den ersten drei Saisonspielen bei United gesehen. Danach war Sancho raus und suspendiert. Da gab es kein einziges Spiel mehr für Sancho bei United.
Daher erwarte ich, dass Chukwuemeka mehr um seinen Platz unter Kovac kämpfen muss.

Nur Nmecha würde ich mit Sicherheit in der ersten Elf sehen, wenn er fit wäre.

Jedenfalls denke ich schon, dass es sehr Trainer abhängig ist, damit so viel Spielstärke auf dem Platz stünde. Aber wie gesagt, sind diese Entscheidungen auch nicht so sehr durch die individuelle Qualität der Spieler begründbar. Es geht hier eher um das Gesamtkonzept, so dass man sich mit einen ausgewogeneren Stärken-/Schwächenprofil und anderen Synergien bessere Leistungen erhofft.


Hier würde ich gerne nochmal einhaken, weil ich deine Argumente sehr gut finde. Außer vielleicht bei Couto, der in meinen Augen defensiv, keinen guten Eindruck macht und dass ich Beier für stärker als Gittens halte (zumindest aktuell).

Aber mir geht es um diesen Satz: "Man hat auf Zweikampfstärke, Kopfballstärke und Tempo geachtet."

Kann es nicht sein, dass sich hier nur durch die ständige Wiederholung im Forum ein Narrativ gebildet hat, das aber so gar nicht wirklich im Verein beabsichtigt wird? Denn "Mentalität" und was auch immer von Vereinsseite in diese Richtung gesagt wurde, muss ja nicht unbedingt oder zwangsläufig Zweikampfstärke und Athletik bedeuten, sondern kann sich auch einfach auf Resilienz, Einsatzbereitschaft, Willensstärke beziehen. Unter diesem Blickwinkel würde ich nämlich meinen, dass wir vor wenigen Jahren noch oft genug verzweifelt sind, weil die Mannschaft zwar schön spielen, aber selten genug mit Widerständen umgehen konnte. Ich würde sagen, das galt noch bis ins letzte Favre-Jahr.

Daraus würden sich andere (oder zusätzliche) Fragen ergeben: hat man diese Resilienz tatsächlich gesteigert? Das finde ich schon, wenn man ein CL-Finale erreichen und nun schon wieder unter die Top 8 Europas kommen kann, was sicher vor 3 Jahren nicht erwartet werden konnte. Und zweite Frage: warum reicht diese Resilienz dann aber nicht für die alltäglichen Liga-Aufgaben? Gibt es da Fehler in der konditionellen Vorbereitung oder gibt es einfach einen Teufelskreis aus Formschwäche und Negativ-Erfahrungen, die das Mindset der Spieler belastet? Oder gar einen Mangel an Motivation, wegen fehlender finanzieller Anreize (Prämien) oder zu viel Dauerbelastung?

Denn eins denke ich schon, wenn es mal gut läuft, blitzt auch in unserer Offensivreihe beim Spiel mit Ball noch Spielfreude und technische (kombinatorische) Qualität auf. Deshalb denke ich, sie ist durchaus vorhanden, nur eben verschüttet unter anderen Problemen. Bestes Beispiel Brandt, der ja noch nie so geschwächelt hat, also auch nicht so schwach ist, wie zur Zeit der Eindruck entsteht.
Niko Kovac [Trainer] |#1243
15.03.2025 - 17:09 Uhr
Zitat von Utzel
Zitat von mba123

Zitat von MrSimpson

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Zitat von Holzschuh85

Zitat von MrSimpson

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Zitat von Borussenfan14

Zitat von GonzoFronzo

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Zitat von GonzoFronzo

Zitat von S_Line

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borusse-Bgk

Die Mannschaft lebt und war gut eingestellt. Das 0:1 war wieder typisch für die ganze BVB Saison.

Die Reaktion darauf war aber vom gesamten Team richtig gut.

Spricht definitiv für Nico und das gesamte Trainerteam.

Jetzt muss aber endlich auch in der Bundesliga abgeliefert werden!


Ich weiß wirklich nicht, was du da für ein Spiel gesehen hast. Gut eingestellt? Naja. Sah für mich eher so aus, als wäre die Ansprache absolut unnütz gewesen.


Dann empfehle ich dir eine Brille, wenn du das nicht gesehen hast.

Unglücklicher Rückstand und danach endlich mal Moral bewiesen 👍


Also ob man etwas unscharf oder scharf sieht, ändert nichts daran, dass man es sieht.

Moral bewiesen? Das ist ein Fußballspiel. Man gerät früh in Rückstand und muss ein Tor machen. Ist es also aussergewöhnlich, dass man da als Team alles versucht, um auszugleichen und am besten noch zu gewinnen. Also wo ist da die Moral? Du glaubst also, es ist was besonderes, dass die Spieler nicht nach Rückstand direkt aufgeben? Willst du mir erzählen, man hätte gegen Augsburg aufgegeben?

Das Spiel hatte genau einen Unterschied zum Augsburg-Spiel und das war der gegebene Elfmeter, der die Sicherheit zurückgegeben hat. Ansonsten war das bis dahin ebenso erschreckend schwach gespielt, mit zahlreichen Ballverlusten und mit schlechten, ungenauen Abschlüssen.

Man sieht hier halt im Forum, dass Fußball reiner Ergebnissport ist. Man gewinnt und alles war super, man verliert und alles war schlecht.

Ich hab mich dieses Saison noch nicht so über die Unfähigkeit der Spieler aufgeregt, wie in HZ 1. Da dann von einem insgesamt guten Spiel zu reden ist absurd. Man kann glücklich darüber sein, dass man dann doch die 2 Tore gemacht hat, gegen insgesamt sehr sehr schwache Lille-Spieler. Lille hatte trotzdem die Möglichkeit zum 2:2...


Zitat von usernick

Man sieht hier halt im Forum, dass Fußball reiner Ergebnissport ist. Man gewinnt und alles war super, man verliert und alles war schlecht.


Niemand, wirklich niemand hier im Forum schreibt, dass gestern alles super war. Hör doch mit diesen Strohmännern auf, das hilft niemanden.

Trotzdem wird man sich doch über einen engagierten Auftritt hier noch freuen dürfen, oder nicht?


Häh, hat der User wirklich exakt das gleiche geschrieben oder wurde da falsch zitiert? Also ich habe null Bezug oder Kontakt zum User "usernick" und wüsste auch nicht, was das bringen sollte. Alles was ich sagen wollte, ist dass mir das zu positiv gesehen wird. In Normalform, oder anders in Form der letzten CL-Saison, hätte man Lille 2x mal abgeschossen. Aber gut, auch letztes Jahr war das Achtelfinale gegen PSV sehr schwach und das Viertelfinale im ersten Duell auch.


Das Zitat war aus deinem letzten Kommentar, im genaueren der Part, auf den ich mich bezogen habe. Transfermarkt schreibt "usernick", wenn man beim einsetzen der Zitierfunktion den Namen nicht ergänzt. Sorry schonmal für meine dürftigen Zitierkünste am Handy 😅

Um es nochmal zu sagen: 99% der BVB Fans hier im Forum können dieses Spiel und die gezeigte Leistung schon richtig einordnen. Die Saison hat gezeigt, dass ein einziges Spiel nicht als Anstoß für eine positive Serie herhalten kann. Nichtsdestrotrotz war die Vorstellung ein Lebenszeichen der Truppe, worüber man sich freuen darf. Und das zurecht. Ich weiss, in Foren dominiert das negative, trotzdem ist Freude in solchen Momenten gerne gesehen. Zumindest bei mir.

Hier wird aber keiner mehr abheben und wieder von höherem träumen. Dafür ist die Saison zu enttäuschend.

Für mich ist das im Prinzip der selbe Effekt wie unter Terzic. Wir spielen mit Intensität, setzen auf Leute, die zuverlässig ihren Defensivaufgaben nachgehen, bekommen Druck auf den Ball und gehen recht konsequent vorne in die Räume.
Also, im Prinzip das, was viele Bundesligisten auch gegen uns spielen, nur dass wir die Gegner eher weiter vorne anlaufen. Gegen Lille entstanden dann unsere guten Torchancen in der ersten Hälfte nach frühem Ballgewinn und gewonnenem zweiten Ball.
Das ist für mich irgendwo "Außenseiter-Fußball", solange nicht dazu noch ein hohes spielerisches Niveau kommt. Denn dieser Ansatz funktioniert für uns gegen Mannschaften, die selber nach vorne spielen wollen. Im Bundesliga-Alltag lässt man so aber zu viele Punkte liegen, weil viele Gegner destruktiver spielen und man nicht durch Pressing und hohes Anlaufen allein zu ausreichend Chancen kommt.

Ich kann da auch gar nicht nachvollziehen, wie so immer wieder von unseren Verantwortlichen gedacht wird, das sei auf die Bundesligaspiele übertragbar. So wird dann seit Jahren von den "zwei Gesichtern" des BVBs gesprochen oder eben von der Haltung, Mentalität etc.
Dass wird seit Jahren regelmäßig Probleme haben, Lösungen mit Ball zu finden, scheint nicht aufzufallen. War es nicht Hummels, der als einziger mal so etwas sagte wie "Wir müssen endlich mal anfangen mit Ball zu dominieren"?
Bei unseren Verantwortlichen geht es aber um Themen wie Intensität, Laufbereitschaft und den Willen, als Offensiver tief in die eigene Hälfte zurückzuarbeiten.
Es ist bezeichnend, dass ein Gittens auf der Bank landet, da er schlechter nach hinten arbeitet als Beier. Okay, offensiv hat Gittens auch nichts gerissen; von daher konnte man ihn rausnehmen. Aber mit dieser Denkweise kann ich wenig anfangen: Ein Offensiver wird nach seinen Fähigkeiten gegen den Ball beurteilt. Im Vordergrund sollte doch stehen, inwieweit ein Offensivspieler dem Gegner MIT Ball Probleme bereiten kann, oder?
Viele Entscheidungen werden eher nach reaktiven Gesichtspunkten getroffen. Neue Spieler sind eher Zweikampf- und Laufstark und in der Elf dominieren Spieler, die gegen den Ball ihre Stärken haben.
Hier ist der Ansatz, stark zu sein, wenn der Gegner den Ball hat. Es geht weniger darum, den Gegner mit Ball zu kontrollieren.
So gibt's zwar immer wieder auch gute Spiele, aber Konstanz bekommen wir nicht rein. Kovac scheint mir in genau in dieses Schema zu passen.


Die strategische Komponente des Spiels ist ja nun hinreichend diskutiert, wir brauchen mehr spielstarke Leute für den Spielaufbau.

Aber was deine Einschätzung angeht, hohes Anlaufen reiche gegen viele Bundesligisten nicht, halte ich für falsch.

Wir haben ein technisch beschlagenes und spielstarkes Lille in zwei Spielen jeweils etwa die Hälfte der Spiele dominiert vor allem durch cleveres Pressing, aber auch durch gute vertikale Aktionen.

Reaktivere Gegner werden die Bälle mehr hintenraus schlagen, wodurch man weniger mit Pressing glänzen kann.
Aber man kann glänzen, wir haben so ein Pressing nur in der BL fast nie gesehen.

Dass unser Team durchaus auch Fussball spielen kann, das haben wir zudem immer wieder gesehen.

Wir können nicht jeden Gegner mit einem taktisch festen System überrollen, aber mittels individueller Qualität kann man fast alle Gegner in der BL bezwingen, solange die Taktik auf den Gegner angepasst wird.

Ich hoffe also sehr, dass Kovac das hohe Pressing weiter einfordert, denn das brauchen wir so oder so.


Die Frage bleibt doch dann aber trotzdem, ob unseren Offensivspielern die nötigen Qualitäten fehlen oder ob sie nur durch die allgemein grassierende Formschwäche an ihren Qualitäten gehindert werden? Oder meinst du tatsächlich, es fehle in der Liga nur an der Laufbereitschaft für effektives Pressing?


Mit dem jetzigen Kader ist das so falsch nicht.
Nur gibt es da einen Haken. Pressing kann nur die Mannschaft spielen, die den Ball nicht hat.
Den haben wir aber meistens. Gerade gegen die sogenannten Kleinen und teilweise sogar gegen die Großen.
Obendrein braucht es dann Pressingstarke Spieler, die aber am Ball nicht so gut sind.
Es ändert eigentlich dann doch nichts, denn gepresste Underdogs hauen hinten den Ball einfach raus. Dann hat man es wieder, das Problem. Den Ball.


Ich möchte dir hier etwas widersprechen. Unser Problem ist nicht der Ball an sich, sondern der Transport von hinten nach vorne.
Das ist für mich in sofern relevant, weil hohes Pressing diesen Spielvortrag teilweise umgeht.
1. Mittlerweile kloppen nicht mal mehr Bochum und Kiel die Bälle ohne Sinn und Verstand weg. Es gibt also Chancen, den Ball hoch im Feld zu bekommen.
2. Das Wegpöhlen gelingt nicht immer über 50-60m. Oft bleibt der Ball vor der Mittellinie hängen und mit schnellem vertikalen Spiel kann man dann sofort Gefahr erzeugen.

Zudem kannst du durch gut organisiertes hohes Pressing in Verbindung mit viel Verlagerungen die Müdigkeit beim Gegner stark forcieren.
Das führt nicht automatisch zum Erfolg, erhöht aber die Chancen mittels individueller Qualität das Spiel hintenraus auf deine Seite zu ziehen.

Alles steht und fällt bei unseren Ballbesitzquoten letztlich mit der Qualität der Restverteidigung.
Da mache ich mir unter Kovac aber keine Sorgen, sowas kriegt der sogar bei uns organisiert...

Dass der Pressingansatz als wesentliches Element nicht ausreichend ist, war sogar mit Klopp als Trainer am Ende eine großes Thema.

Ich denke, da muss eine entsprechende Taktik für das Spiel mit Ball dazu und/oder die individuelle Qualität muss hier genug Lösungen mit Ball selber anbieten können. Letzteres war für mich beispielsweise in der Rückrunde 22/23 unter Terzic der Fall. Aber man könnte hier auch, meiner Meinung nach, Klopp nennen, der einige Spieler mit großen Stärken am Ball aufbot.
Problematisch wird’s, wenn dann auch vornehmlich auf Spieler gesetzt wird, die genau diese Stärken wie Pressing, Intensität und Defensivverhalten einbringen, denke ich. Auch das war, meiner Meinung nach, ein Thema unter Klopp zum Ende hin. Das führte in den letzten Jahren aber auch dazu, dass ein Bellingham durch einen Sabitzer ersetzt wurde, ein Guerreiro durch einen Bensebaini und womöglich Beier statt eines Spielertyps wie Sancho geholt wurde.

Aktuell sieht es für mich dann so aus, dass wir zwar immer noch ein paar Spieler haben, die ihre Stärken eher mit Ball haben, aber diese Spieler sind bezüglich der individuellen Qualität nicht klar in der ersten Elf. So war es beispielsweise auch bei Guerreiro noch so, dass er genug Qualität hatte, um unter allen Trainern im Stamm zu spielen. Ein Couto zeigte diese Qualität bisher nicht. Hier müsste der Trainer mehr auf die Stärken mit Ball setzen wollen, um Couto regelmäßig zu bringen. Ob sich das lohnt, weiß man aber nicht, da Coutos individuelle Qualität eben nicht unbedingt dafür ausreicht.

Von daher ist Kovac Ansatz nachvollziehbar. Aber ich denke, wir sollten zukünftig in eine andere Richtung gehen. Hier erkenne ich aber bisher nicht, dass jemand im Verein das tatsächlich will. Alle reden nur von Intensität, Mentalität und Defensivverhalten. Hierzu gehört für mich auch Kovac.

Ich denke, irgendwer sollte mal das Fußball SPIELEN mehr in den Vordergrund stellen.


Am Ende muss die Mannschaft schlicht ausgewogen sein. Was sie momentan nicht wirklich ist. Mit 11 Ballzauberern gewinnt man keinen Blumentopf. Mit 11 Leuten, die nur gegen den Ball gut sind, auch nicht.
Geht man den Kader mal durch sind die technisch beschlagendsten Spieler eigentlich Schlotterbeck und Groß.
Mit Abstrichen noch Brandt, der momentan einfach unsauber spielt.
Man kann nicht mit Besebaini, Can, Ryerson, Sabitzer, Adeyemi, Beier und vorne Guirassy eine Ballzirkulation erwarten, die gegnerische Mannschaften zum schwitzen bringt.
Man hat zwar viel Ballbesitz, aber es kommt nix bei rum, weil komplett die Kreativität fehlt.
Man hat auf Zweikampfstärke, Kopfballstärke und Tempo geachtet.
Ich hoffe wirklich, daß man auf den AV Positionen vermehrt auf Svensson und Couto setzt und Nmecha wieder kommt.
Dann ist das schon ausgewogener.
Bekommt man dann noch Chukwuemeka in Spielform ist das ausgewogen.
Nur muss man das auch wollen und der Trainer muss von seinem pragmatischen Ansatz weg.
So schlecht wie viele den Kader sehen, ist der nämlich gar nicht. Nur stehen die Spieler, die es braucht fast nie zur Verfügung und die 2. Reihe besteht fast nur aus Leuten, die eher Probleme verstärken, als lösen.

Eine Mannschaft aus:

Kobel

Couto - Anton - Schlotterbeck - Svensson

Nmecha

Groß - Chukwuemeka

Adeyemi - Gittens

Guirassy

wird ja wohl Fußball spielen können.

Nur standen die noch nie zusammen auf dem Platz.

So eine Mannschaft würde ich auch gerne auf dem Platz sehen. Nur würde ich nicht erwarten, dass Kovac Gittens einem Beier vorzieht, Svensson einem Bensebaini auch eher nicht und keinesfalls Couto gegenüber Ryerson.
Bei Chukwuemeka bin ich mir ebenfalls nicht sicher. Denn mir scheint es so, dass Carney schon mehr Minuten hätte bekommen können. Hier würde ich auf Sancho verweisen, den Terzic unbedingt auf dem Platz haben wollte. Und Sancho hatte zuvor nur ein paar Minuten in den ersten drei Saisonspielen bei United gesehen. Danach war Sancho raus und suspendiert. Da gab es kein einziges Spiel mehr für Sancho bei United.
Daher erwarte ich, dass Chukwuemeka mehr um seinen Platz unter Kovac kämpfen muss.

Nur Nmecha würde ich mit Sicherheit in der ersten Elf sehen, wenn er fit wäre.

Jedenfalls denke ich schon, dass es sehr Trainer abhängig ist, damit so viel Spielstärke auf dem Platz stünde. Aber wie gesagt, sind diese Entscheidungen auch nicht so sehr durch die individuelle Qualität der Spieler begründbar. Es geht hier eher um das Gesamtkonzept, so dass man sich mit einen ausgewogeneren Stärken-/Schwächenprofil und anderen Synergien bessere Leistungen erhofft.


Hier würde ich gerne nochmal einhaken, weil ich deine Argumente sehr gut finde. Außer vielleicht bei Couto, der in meinen Augen defensiv, keinen guten Eindruck macht und dass ich Beier für stärker als Gittens halte (zumindest aktuell).

Aber mir geht es um diesen Satz: "Man hat auf Zweikampfstärke, Kopfballstärke und Tempo geachtet."

Kann es nicht sein, dass sich hier nur durch die ständige Wiederholung im Forum ein Narrativ gebildet hat, das aber so gar nicht wirklich im Verein beabsichtigt wird? Denn "Mentalität" und was auch immer von Vereinsseite in diese Richtung gesagt wurde, muss ja nicht unbedingt oder zwangsläufig Zweikampfstärke und Athletik bedeuten, sondern kann sich auch einfach auf Resilienz, Einsatzbereitschaft, Willensstärke beziehen. Unter diesem Blickwinkel würde ich nämlich meinen, dass wir vor wenigen Jahren noch oft genug verzweifelt sind, weil die Mannschaft zwar schön spielen, aber selten genug mit Widerständen umgehen konnte. Ich würde sagen, das galt noch bis ins letzte Favre-Jahr.

Daraus würden sich andere (oder zusätzliche) Fragen ergeben: hat man diese Resilienz tatsächlich gesteigert? Das finde ich schon, wenn man ein CL-Finale erreichen und nun schon wieder unter die Top 8 Europas kommen kann, was sicher vor 3 Jahren nicht erwartet werden konnte. Und zweite Frage: warum reicht diese Resilienz dann aber nicht für die alltäglichen Liga-Aufgaben? Gibt es da Fehler in der konditionellen Vorbereitung oder gibt es einfach einen Teufelskreis aus Formschwäche und Negativ-Erfahrungen, die das Mindset der Spieler belastet? Oder gar einen Mangel an Motivation, wegen fehlender finanzieller Anreize (Prämien) oder zu viel Dauerbelastung?

Denn eins denke ich schon, wenn es mal gut läuft, blitzt auch in unserer Offensivreihe beim Spiel mit Ball noch Spielfreude und technische (kombinatorische) Qualität auf. Deshalb denke ich, sie ist durchaus vorhanden, nur eben verschüttet unter anderen Problemen. Bestes Beispiel Brandt, der ja noch nie so geschwächelt hat, also auch nicht so schwach ist, wie zur Zeit der Eindruck entsteht.

In erster Linie entscheidet die fußballerische Qualität der Mannschaft über den Erfolg. Hier liegt der wichtigste Unterschied zwischen den Topmannschaften und denen die folgen.

Die Resilienz kann dann in direkten Duellen oder entscheidenden Spielen den Ausschlag geben. Auf einen einzelnen Spieler bezogen, halte ich hier Dembele, damals im Pokal gegen Bayern, für ein gutes Beispiel, was auch nichts mit den Tugenden defensiver Zweikampf-, Laufstärke oder gegen den Ball arbeiten, zu tun hat.
Aber welchen Hebel soll man hier gesehen haben?
Sicherlich wollten wir nicht weiterhin jedes Jahr in München vermöbelt werden. Aber abgesehen davon, wo haben wir denn regelmäßig entscheidende Spiele verloren? Wie kann man darin den Schlüssel zu mehr Erfolg gesehen haben?
Okay, wenn man glaubte, der zweite Platz in der Liga wäre sicher und das Gleiche würde für das Überstehen der Gruppenphase der Champions League gelten, dann mag es irgendwo Sinn ergeben, dass man eine Mannschaft möchte, die unter dem Druck eines Champions League Achtelfinals oder eines direkten Duells gegen Bayern erst so richtig aufblüht.
Aber es ist eben nicht so. Wir brauchen eine Mannschaft, die im Liga-Alltag konstant punktet, als Grundvoraussetzung, bevor man über Resilienz überhaupt nachdenken sollte.

Allerdings bleibt die Frage, inwieweit es überhaupt um Resilienz geht. Wir haben seit zehn Jahre jedes Jahr eine Menge Gegentore gefangen. Die Defensive zu verbessern, wurde häufig als Ziel ausgegeben. Auch hängt unsere Führung immer noch Klopps Fußball hinterher, was Intensität, Pressing und Verhalten gegen den Ball angeht.
Die Spieler, die wir holen, sind tendenziell dann eben auch keine Dembelés gewesen, die in jungen Jahren zeigten, dass sie gegen Widerstände nicht nur ankämpfen, sondern ihre Leistung auch noch steigern können. Stattdessen wurde tendenziell eher auf Intensität, Pressing und Verhalten gegen den Ball gesetzt.

Resilienz ergab sich hier für mich eventuell dadurch, dass vermehrt auf erfahrene Spieler gesetzt wurde und diese unter Druck routinierter agieren. Allerdings haben wir dennoch im Endspiel gegen Mainz die Meisterschaft verpasst. Und letztes Jahr in der Bundesliga haben wir aus den 8 Spielen gegen die vier Mannschaften über uns, nur 5 Punkte geholt. Da half es auch nicht, dass wir endlich wieder in München gewonnen haben.
Das mit der verbesserten Resilienz sehe ich daher nicht wirklich.

Aus meiner Sicht kommt man auf Dinge wie Resilienz oder Mentalität vor allem dann zu sprechen, wenn man keine Erklärungen mehr hat, warum es fußballerisch nicht läuft.
Und mir scheint es tatsächlich so, dass unsere Führung oftmals keine Erklärungen für schlechte Leistungen hat; außer eben die Mentalität. Dabei wird auch kaum darauf eingegangen, was auf dem Platz abgeht und stattdessen nur auf die Ergebnisse geschaut. Warum schießen wir beispielsweise gegen Union so viele Tore nach Flanken? Gegen Augsburg erzielen wir dann aber überhaupt kein Tor, obwohl wir 49! mal flankten; gegen Union waren es "nur" 25.
An der Stelle sind wir eben schon bei der vorletzten Aktion zum gegnerischen Tor. In diese Situationen sind wir gegen Augsburg also viel häufiger gekommen als gegen Union. Dass daraus dann kein Schützenfest wurde, lag also an der Mentalität oder fehlender Resilienz?
Wohl eher nicht. Der Plan über die Flanken zu kommen, ist gegen Augsburg sogar noch besser aufgefangen. Aber sie haben den Strafraum viel besser besetzt. Dazu kam, dass wir die Präzision wie gegen Union natürlich nicht konstant erreichen können. Darüber hinaus hatten wir sicherlich auch Pech und im Normalfall sollte da schon das ein oder andere Tor rausspringen.
Und das Gegentor war sehr unglücklich, unsere Abwehr allgemein stabil.

Bei uns heißt es dann aber quasi nur, unsere Mannschaft hat mental versagt. Dabei war es der selbe Ansatz wie gegen Union, den wir bis zur Flanke erfolgreich umsetzten und unsere Abwehr ließ eigentlich auch nichts zu.
Nur wie hier schon oft diskutiert wurde, sind Flanken ein unzuverlässiges Mittel. Ich meine, im Schnitt braucht ein Team 30 bis 40 Flanken für ein Tor. Gegen Augsburg hatten wir daher sicherlich Pech bei 49 Flanken, gegen Union hingegen viel Glück.
Niko Kovac [Trainer] |#1244
15.03.2025 - 17:22 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von Utzel

Zitat von mba123

Zitat von MrSimpson

Zitat von mba123

Zitat von Holzschuh85

Zitat von MrSimpson

Zitat von Utzel

Zitat von Holzschuh85

Zitat von mba123

Zitat von Borussenfan14

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borussenfan14

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von S_Line

Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Borusse-Bgk

Die Mannschaft lebt und war gut eingestellt. Das 0:1 war wieder typisch für die ganze BVB Saison.

Die Reaktion darauf war aber vom gesamten Team richtig gut.

Spricht definitiv für Nico und das gesamte Trainerteam.

Jetzt muss aber endlich auch in der Bundesliga abgeliefert werden!


Ich weiß wirklich nicht, was du da für ein Spiel gesehen hast. Gut eingestellt? Naja. Sah für mich eher so aus, als wäre die Ansprache absolut unnütz gewesen.


Dann empfehle ich dir eine Brille, wenn du das nicht gesehen hast.

Unglücklicher Rückstand und danach endlich mal Moral bewiesen 👍


Also ob man etwas unscharf oder scharf sieht, ändert nichts daran, dass man es sieht.

Moral bewiesen? Das ist ein Fußballspiel. Man gerät früh in Rückstand und muss ein Tor machen. Ist es also aussergewöhnlich, dass man da als Team alles versucht, um auszugleichen und am besten noch zu gewinnen. Also wo ist da die Moral? Du glaubst also, es ist was besonderes, dass die Spieler nicht nach Rückstand direkt aufgeben? Willst du mir erzählen, man hätte gegen Augsburg aufgegeben?

Das Spiel hatte genau einen Unterschied zum Augsburg-Spiel und das war der gegebene Elfmeter, der die Sicherheit zurückgegeben hat. Ansonsten war das bis dahin ebenso erschreckend schwach gespielt, mit zahlreichen Ballverlusten und mit schlechten, ungenauen Abschlüssen.

Man sieht hier halt im Forum, dass Fußball reiner Ergebnissport ist. Man gewinnt und alles war super, man verliert und alles war schlecht.

Ich hab mich dieses Saison noch nicht so über die Unfähigkeit der Spieler aufgeregt, wie in HZ 1. Da dann von einem insgesamt guten Spiel zu reden ist absurd. Man kann glücklich darüber sein, dass man dann doch die 2 Tore gemacht hat, gegen insgesamt sehr sehr schwache Lille-Spieler. Lille hatte trotzdem die Möglichkeit zum 2:2...


Zitat von usernick

Man sieht hier halt im Forum, dass Fußball reiner Ergebnissport ist. Man gewinnt und alles war super, man verliert und alles war schlecht.


Niemand, wirklich niemand hier im Forum schreibt, dass gestern alles super war. Hör doch mit diesen Strohmännern auf, das hilft niemanden.

Trotzdem wird man sich doch über einen engagierten Auftritt hier noch freuen dürfen, oder nicht?


Häh, hat der User wirklich exakt das gleiche geschrieben oder wurde da falsch zitiert? Also ich habe null Bezug oder Kontakt zum User "usernick" und wüsste auch nicht, was das bringen sollte. Alles was ich sagen wollte, ist dass mir das zu positiv gesehen wird. In Normalform, oder anders in Form der letzten CL-Saison, hätte man Lille 2x mal abgeschossen. Aber gut, auch letztes Jahr war das Achtelfinale gegen PSV sehr schwach und das Viertelfinale im ersten Duell auch.


Das Zitat war aus deinem letzten Kommentar, im genaueren der Part, auf den ich mich bezogen habe. Transfermarkt schreibt "usernick", wenn man beim einsetzen der Zitierfunktion den Namen nicht ergänzt. Sorry schonmal für meine dürftigen Zitierkünste am Handy 😅

Um es nochmal zu sagen: 99% der BVB Fans hier im Forum können dieses Spiel und die gezeigte Leistung schon richtig einordnen. Die Saison hat gezeigt, dass ein einziges Spiel nicht als Anstoß für eine positive Serie herhalten kann. Nichtsdestrotrotz war die Vorstellung ein Lebenszeichen der Truppe, worüber man sich freuen darf. Und das zurecht. Ich weiss, in Foren dominiert das negative, trotzdem ist Freude in solchen Momenten gerne gesehen. Zumindest bei mir.

Hier wird aber keiner mehr abheben und wieder von höherem träumen. Dafür ist die Saison zu enttäuschend.

Für mich ist das im Prinzip der selbe Effekt wie unter Terzic. Wir spielen mit Intensität, setzen auf Leute, die zuverlässig ihren Defensivaufgaben nachgehen, bekommen Druck auf den Ball und gehen recht konsequent vorne in die Räume.
Also, im Prinzip das, was viele Bundesligisten auch gegen uns spielen, nur dass wir die Gegner eher weiter vorne anlaufen. Gegen Lille entstanden dann unsere guten Torchancen in der ersten Hälfte nach frühem Ballgewinn und gewonnenem zweiten Ball.
Das ist für mich irgendwo "Außenseiter-Fußball", solange nicht dazu noch ein hohes spielerisches Niveau kommt. Denn dieser Ansatz funktioniert für uns gegen Mannschaften, die selber nach vorne spielen wollen. Im Bundesliga-Alltag lässt man so aber zu viele Punkte liegen, weil viele Gegner destruktiver spielen und man nicht durch Pressing und hohes Anlaufen allein zu ausreichend Chancen kommt.

Ich kann da auch gar nicht nachvollziehen, wie so immer wieder von unseren Verantwortlichen gedacht wird, das sei auf die Bundesligaspiele übertragbar. So wird dann seit Jahren von den "zwei Gesichtern" des BVBs gesprochen oder eben von der Haltung, Mentalität etc.
Dass wird seit Jahren regelmäßig Probleme haben, Lösungen mit Ball zu finden, scheint nicht aufzufallen. War es nicht Hummels, der als einziger mal so etwas sagte wie "Wir müssen endlich mal anfangen mit Ball zu dominieren"?
Bei unseren Verantwortlichen geht es aber um Themen wie Intensität, Laufbereitschaft und den Willen, als Offensiver tief in die eigene Hälfte zurückzuarbeiten.
Es ist bezeichnend, dass ein Gittens auf der Bank landet, da er schlechter nach hinten arbeitet als Beier. Okay, offensiv hat Gittens auch nichts gerissen; von daher konnte man ihn rausnehmen. Aber mit dieser Denkweise kann ich wenig anfangen: Ein Offensiver wird nach seinen Fähigkeiten gegen den Ball beurteilt. Im Vordergrund sollte doch stehen, inwieweit ein Offensivspieler dem Gegner MIT Ball Probleme bereiten kann, oder?
Viele Entscheidungen werden eher nach reaktiven Gesichtspunkten getroffen. Neue Spieler sind eher Zweikampf- und Laufstark und in der Elf dominieren Spieler, die gegen den Ball ihre Stärken haben.
Hier ist der Ansatz, stark zu sein, wenn der Gegner den Ball hat. Es geht weniger darum, den Gegner mit Ball zu kontrollieren.
So gibt's zwar immer wieder auch gute Spiele, aber Konstanz bekommen wir nicht rein. Kovac scheint mir in genau in dieses Schema zu passen.


Die strategische Komponente des Spiels ist ja nun hinreichend diskutiert, wir brauchen mehr spielstarke Leute für den Spielaufbau.

Aber was deine Einschätzung angeht, hohes Anlaufen reiche gegen viele Bundesligisten nicht, halte ich für falsch.

Wir haben ein technisch beschlagenes und spielstarkes Lille in zwei Spielen jeweils etwa die Hälfte der Spiele dominiert vor allem durch cleveres Pressing, aber auch durch gute vertikale Aktionen.

Reaktivere Gegner werden die Bälle mehr hintenraus schlagen, wodurch man weniger mit Pressing glänzen kann.
Aber man kann glänzen, wir haben so ein Pressing nur in der BL fast nie gesehen.

Dass unser Team durchaus auch Fussball spielen kann, das haben wir zudem immer wieder gesehen.

Wir können nicht jeden Gegner mit einem taktisch festen System überrollen, aber mittels individueller Qualität kann man fast alle Gegner in der BL bezwingen, solange die Taktik auf den Gegner angepasst wird.

Ich hoffe also sehr, dass Kovac das hohe Pressing weiter einfordert, denn das brauchen wir so oder so.


Die Frage bleibt doch dann aber trotzdem, ob unseren Offensivspielern die nötigen Qualitäten fehlen oder ob sie nur durch die allgemein grassierende Formschwäche an ihren Qualitäten gehindert werden? Oder meinst du tatsächlich, es fehle in der Liga nur an der Laufbereitschaft für effektives Pressing?


Mit dem jetzigen Kader ist das so falsch nicht.
Nur gibt es da einen Haken. Pressing kann nur die Mannschaft spielen, die den Ball nicht hat.
Den haben wir aber meistens. Gerade gegen die sogenannten Kleinen und teilweise sogar gegen die Großen.
Obendrein braucht es dann Pressingstarke Spieler, die aber am Ball nicht so gut sind.
Es ändert eigentlich dann doch nichts, denn gepresste Underdogs hauen hinten den Ball einfach raus. Dann hat man es wieder, das Problem. Den Ball.


Ich möchte dir hier etwas widersprechen. Unser Problem ist nicht der Ball an sich, sondern der Transport von hinten nach vorne.
Das ist für mich in sofern relevant, weil hohes Pressing diesen Spielvortrag teilweise umgeht.
1. Mittlerweile kloppen nicht mal mehr Bochum und Kiel die Bälle ohne Sinn und Verstand weg. Es gibt also Chancen, den Ball hoch im Feld zu bekommen.
2. Das Wegpöhlen gelingt nicht immer über 50-60m. Oft bleibt der Ball vor der Mittellinie hängen und mit schnellem vertikalen Spiel kann man dann sofort Gefahr erzeugen.

Zudem kannst du durch gut organisiertes hohes Pressing in Verbindung mit viel Verlagerungen die Müdigkeit beim Gegner stark forcieren.
Das führt nicht automatisch zum Erfolg, erhöht aber die Chancen mittels individueller Qualität das Spiel hintenraus auf deine Seite zu ziehen.

Alles steht und fällt bei unseren Ballbesitzquoten letztlich mit der Qualität der Restverteidigung.
Da mache ich mir unter Kovac aber keine Sorgen, sowas kriegt der sogar bei uns organisiert...

Dass der Pressingansatz als wesentliches Element nicht ausreichend ist, war sogar mit Klopp als Trainer am Ende eine großes Thema.

Ich denke, da muss eine entsprechende Taktik für das Spiel mit Ball dazu und/oder die individuelle Qualität muss hier genug Lösungen mit Ball selber anbieten können. Letzteres war für mich beispielsweise in der Rückrunde 22/23 unter Terzic der Fall. Aber man könnte hier auch, meiner Meinung nach, Klopp nennen, der einige Spieler mit großen Stärken am Ball aufbot.
Problematisch wird’s, wenn dann auch vornehmlich auf Spieler gesetzt wird, die genau diese Stärken wie Pressing, Intensität und Defensivverhalten einbringen, denke ich. Auch das war, meiner Meinung nach, ein Thema unter Klopp zum Ende hin. Das führte in den letzten Jahren aber auch dazu, dass ein Bellingham durch einen Sabitzer ersetzt wurde, ein Guerreiro durch einen Bensebaini und womöglich Beier statt eines Spielertyps wie Sancho geholt wurde.

Aktuell sieht es für mich dann so aus, dass wir zwar immer noch ein paar Spieler haben, die ihre Stärken eher mit Ball haben, aber diese Spieler sind bezüglich der individuellen Qualität nicht klar in der ersten Elf. So war es beispielsweise auch bei Guerreiro noch so, dass er genug Qualität hatte, um unter allen Trainern im Stamm zu spielen. Ein Couto zeigte diese Qualität bisher nicht. Hier müsste der Trainer mehr auf die Stärken mit Ball setzen wollen, um Couto regelmäßig zu bringen. Ob sich das lohnt, weiß man aber nicht, da Coutos individuelle Qualität eben nicht unbedingt dafür ausreicht.

Von daher ist Kovac Ansatz nachvollziehbar. Aber ich denke, wir sollten zukünftig in eine andere Richtung gehen. Hier erkenne ich aber bisher nicht, dass jemand im Verein das tatsächlich will. Alle reden nur von Intensität, Mentalität und Defensivverhalten. Hierzu gehört für mich auch Kovac.

Ich denke, irgendwer sollte mal das Fußball SPIELEN mehr in den Vordergrund stellen.


Am Ende muss die Mannschaft schlicht ausgewogen sein. Was sie momentan nicht wirklich ist. Mit 11 Ballzauberern gewinnt man keinen Blumentopf. Mit 11 Leuten, die nur gegen den Ball gut sind, auch nicht.
Geht man den Kader mal durch sind die technisch beschlagendsten Spieler eigentlich Schlotterbeck und Groß.
Mit Abstrichen noch Brandt, der momentan einfach unsauber spielt.
Man kann nicht mit Besebaini, Can, Ryerson, Sabitzer, Adeyemi, Beier und vorne Guirassy eine Ballzirkulation erwarten, die gegnerische Mannschaften zum schwitzen bringt.
Man hat zwar viel Ballbesitz, aber es kommt nix bei rum, weil komplett die Kreativität fehlt.
Man hat auf Zweikampfstärke, Kopfballstärke und Tempo geachtet.
Ich hoffe wirklich, daß man auf den AV Positionen vermehrt auf Svensson und Couto setzt und Nmecha wieder kommt.
Dann ist das schon ausgewogener.
Bekommt man dann noch Chukwuemeka in Spielform ist das ausgewogen.
Nur muss man das auch wollen und der Trainer muss von seinem pragmatischen Ansatz weg.
So schlecht wie viele den Kader sehen, ist der nämlich gar nicht. Nur stehen die Spieler, die es braucht fast nie zur Verfügung und die 2. Reihe besteht fast nur aus Leuten, die eher Probleme verstärken, als lösen.

Eine Mannschaft aus:

Kobel

Couto - Anton - Schlotterbeck - Svensson

Nmecha

Groß - Chukwuemeka

Adeyemi - Gittens

Guirassy

wird ja wohl Fußball spielen können.

Nur standen die noch nie zusammen auf dem Platz.

So eine Mannschaft würde ich auch gerne auf dem Platz sehen. Nur würde ich nicht erwarten, dass Kovac Gittens einem Beier vorzieht, Svensson einem Bensebaini auch eher nicht und keinesfalls Couto gegenüber Ryerson.
Bei Chukwuemeka bin ich mir ebenfalls nicht sicher. Denn mir scheint es so, dass Carney schon mehr Minuten hätte bekommen können. Hier würde ich auf Sancho verweisen, den Terzic unbedingt auf dem Platz haben wollte. Und Sancho hatte zuvor nur ein paar Minuten in den ersten drei Saisonspielen bei United gesehen. Danach war Sancho raus und suspendiert. Da gab es kein einziges Spiel mehr für Sancho bei United.
Daher erwarte ich, dass Chukwuemeka mehr um seinen Platz unter Kovac kämpfen muss.

Nur Nmecha würde ich mit Sicherheit in der ersten Elf sehen, wenn er fit wäre.

Jedenfalls denke ich schon, dass es sehr Trainer abhängig ist, damit so viel Spielstärke auf dem Platz stünde. Aber wie gesagt, sind diese Entscheidungen auch nicht so sehr durch die individuelle Qualität der Spieler begründbar. Es geht hier eher um das Gesamtkonzept, so dass man sich mit einen ausgewogeneren Stärken-/Schwächenprofil und anderen Synergien bessere Leistungen erhofft.


Hier würde ich gerne nochmal einhaken, weil ich deine Argumente sehr gut finde. Außer vielleicht bei Couto, der in meinen Augen defensiv, keinen guten Eindruck macht und dass ich Beier für stärker als Gittens halte (zumindest aktuell).

Aber mir geht es um diesen Satz: "Man hat auf Zweikampfstärke, Kopfballstärke und Tempo geachtet."

Kann es nicht sein, dass sich hier nur durch die ständige Wiederholung im Forum ein Narrativ gebildet hat, das aber so gar nicht wirklich im Verein beabsichtigt wird? Denn "Mentalität" und was auch immer von Vereinsseite in diese Richtung gesagt wurde, muss ja nicht unbedingt oder zwangsläufig Zweikampfstärke und Athletik bedeuten, sondern kann sich auch einfach auf Resilienz, Einsatzbereitschaft, Willensstärke beziehen. Unter diesem Blickwinkel würde ich nämlich meinen, dass wir vor wenigen Jahren noch oft genug verzweifelt sind, weil die Mannschaft zwar schön spielen, aber selten genug mit Widerständen umgehen konnte. Ich würde sagen, das galt noch bis ins letzte Favre-Jahr.

Daraus würden sich andere (oder zusätzliche) Fragen ergeben: hat man diese Resilienz tatsächlich gesteigert? Das finde ich schon, wenn man ein CL-Finale erreichen und nun schon wieder unter die Top 8 Europas kommen kann, was sicher vor 3 Jahren nicht erwartet werden konnte. Und zweite Frage: warum reicht diese Resilienz dann aber nicht für die alltäglichen Liga-Aufgaben? Gibt es da Fehler in der konditionellen Vorbereitung oder gibt es einfach einen Teufelskreis aus Formschwäche und Negativ-Erfahrungen, die das Mindset der Spieler belastet? Oder gar einen Mangel an Motivation, wegen fehlender finanzieller Anreize (Prämien) oder zu viel Dauerbelastung?

Denn eins denke ich schon, wenn es mal gut läuft, blitzt auch in unserer Offensivreihe beim Spiel mit Ball noch Spielfreude und technische (kombinatorische) Qualität auf. Deshalb denke ich, sie ist durchaus vorhanden, nur eben verschüttet unter anderen Problemen. Bestes Beispiel Brandt, der ja noch nie so geschwächelt hat, also auch nicht so schwach ist, wie zur Zeit der Eindruck entsteht.

In erster Linie entscheidet die fußballerische Qualität der Mannschaft über den Erfolg. Hier liegt der wichtigste Unterschied zwischen den Topmannschaften und denen die folgen.

Die Resilienz kann dann in direkten Duellen oder entscheidenden Spielen den Ausschlag geben. Auf einen einzelnen Spieler bezogen, halte ich hier Dembele, damals im Pokal gegen Bayern, für ein gutes Beispiel, was auch nichts mit den Tugenden defensiver Zweikampf-, Laufstärke oder gegen den Ball arbeiten, zu tun hat.
Aber welchen Hebel soll man hier gesehen haben?
Sicherlich wollten wir nicht weiterhin jedes Jahr in München vermöbelt werden. Aber abgesehen davon, wo haben wir denn regelmäßig entscheidende Spiele verloren? Wie kann man darin den Schlüssel zu mehr Erfolg gesehen haben?
Okay, wenn man glaubte, der zweite Platz in der Liga wäre sicher und das Gleiche würde für das Überstehen der Gruppenphase der Champions League gelten, dann mag es irgendwo Sinn ergeben, dass man eine Mannschaft möchte, die unter dem Druck eines Champions League Achtelfinals oder eines direkten Duells gegen Bayern erst so richtig aufblüht.
Aber es ist eben nicht so. Wir brauchen eine Mannschaft, die im Liga-Alltag konstant punktet, als Grundvoraussetzung, bevor man über Resilienz überhaupt nachdenken sollte.

Allerdings bleibt die Frage, inwieweit es überhaupt um Resilienz geht. Wir haben seit zehn Jahre jedes Jahr eine Menge Gegentore gefangen. Die Defensive zu verbessern, wurde häufig als Ziel ausgegeben. Auch hängt unsere Führung immer noch Klopps Fußball hinterher, was Intensität, Pressing und Verhalten gegen den Ball angeht.
Die Spieler, die wir holen, sind tendenziell dann eben auch keine Dembelés gewesen, die in jungen Jahren zeigten, dass sie gegen Widerstände nicht nur ankämpfen, sondern ihre Leistung auch noch steigern können. Stattdessen wurde tendenziell eher auf Intensität, Pressing und Verhalten gegen den Ball gesetzt.

Resilienz ergab sich hier für mich eventuell dadurch, dass vermehrt auf erfahrene Spieler gesetzt wurde und diese unter Druck routinierter agieren. Allerdings haben wir dennoch im Endspiel gegen Mainz die Meisterschaft verpasst. Und letztes Jahr in der Bundesliga haben wir aus den 8 Spielen gegen die vier Mannschaften über uns, nur 5 Punkte geholt. Da half es auch nicht, dass wir endlich wieder in München gewonnen haben.
Das mit der verbesserten Resilienz sehe ich daher nicht wirklich.

Aus meiner Sicht kommt man auf Dinge wie Resilienz oder Mentalität vor allem dann zu sprechen, wenn man keine Erklärungen mehr hat, warum es fußballerisch nicht läuft.
Und mir scheint es tatsächlich so, dass unsere Führung oftmals keine Erklärungen für schlechte Leistungen hat; außer eben die Mentalität. Dabei wird auch kaum darauf eingegangen, was auf dem Platz abgeht und stattdessen nur auf die Ergebnisse geschaut. Warum schießen wir beispielsweise gegen Union so viele Tore nach Flanken? Gegen Augsburg erzielen wir dann aber überhaupt kein Tor, obwohl wir 49! mal flankten; gegen Union waren es "nur" 25.
An der Stelle sind wir eben schon bei der vorletzten Aktion zum gegnerischen Tor. In diese Situationen sind wir gegen Augsburg also viel häufiger gekommen als gegen Union. Dass daraus dann kein Schützenfest wurde, lag also an der Mentalität oder fehlender Resilienz?
Wohl eher nicht. Der Plan über die Flanken zu kommen, ist gegen Augsburg sogar noch besser aufgefangen. Aber sie haben den Strafraum viel besser besetzt. Dazu kam, dass wir die Präzision wie gegen Union natürlich nicht konstant erreichen können. Darüber hinaus hatten wir sicherlich auch Pech und im Normalfall sollte da schon das ein oder andere Tor rausspringen.
Und das Gegentor war sehr unglücklich, unsere Abwehr allgemein stabil.

Bei uns heißt es dann aber quasi nur, unsere Mannschaft hat mental versagt. Dabei war es der selbe Ansatz wie gegen Union, den wir bis zur Flanke erfolgreich umsetzten und unsere Abwehr ließ eigentlich auch nichts zu.
Nur wie hier schon oft diskutiert wurde, sind Flanken ein unzuverlässiges Mittel. Ich meine, im Schnitt braucht ein Team 30 bis 40 Flanken für ein Tor. Gegen Augsburg hatten wir daher sicherlich Pech bei 49 Flanken, gegen Union hingegen viel Glück.


Ja natürlich, bitte nicht falsch verstehen. In deiner rückblickenden Betrachtung stimme ich dir völlig zu. Meine Frage bezog sich nur auf die Absichten, die zu Beginn hinter dem "Kauf von Mentalität" standen und dass für mich eben nicht so klar ist, ob damit tatsächlich Zweikampfstärke die 1. Priorität war. Die Mentalitäts-Debatte kam ja nicht aus heiterem Himmel und wurde auch hier jahrelang sehr hitzig geführt. Aber irgendwie hat man das hier (und auch in Medien) immer eher mit Zweikampfstärke assoziiert und auf die Verantwortlichen projiziert, dabei ist das für mich gar nicht so klar. Deshalb die Frage, ob das wirklich so klar ist?
Niko Kovac [Trainer] |#1245
15.03.2025 - 18:58 Uhr
Ich hab genug gesehen.

Dieser Mann ist genauso lernresistent wie seine Vorgänger.

Anton war schon gegen Lille schlecht als RV und gegen einen stärkeren Gegner darf er dann trotzdem erneut starten?!

Das ist jetzt nach Bochum das zweite Spiel innerhalb kürzester Zeit, in dem Niko einen IV als RV aufstellt.

Gegen Bochum legt Süle dem Gegner einen auf und Anton hat auf rechts einfach ein komplett mieses Stellungsspiel.

Wenn du so oft einem Rückstand hinterher laufen musst wie wir, dann kannst du nicht andauernd unnötigerweise solche Experimente eingehen.

Du hast Bensebaini und Couto und entscheidest dich für Anton?

Wenn das heute verloren geht, muss man reagieren. Der Trainerwechsel hatte 0 positiven Einfluss

•     •     •

When people listen to you, don't you know it means a lot,
Cause you've got to work so hard for everything you've got.
Can't rest on your laurels now,
Not when you've got none.
You'll find yourself in a gutter,
Right back where you came from.
Niko Kovac [Trainer] |#1246
15.03.2025 - 18:59 Uhr
Gute Idee wieder mit Anton auf RV!
Niko Kovac [Trainer] |#1247
15.03.2025 - 19:40 Uhr
Habe ihn lange verteidigt, aber es reicht wie kann man immer die gleich Formation spielen mit den gleichen Spielern wenn es Spiel für Spiel nicht funktioniert? Ich raffe es einfach nicht.
Niko Kovac [Trainer] |#1248
15.03.2025 - 19:43 Uhr
Es ist halt Trainersache, wenn jeder Standard auf den langen Pfosten direkt zum Tor wird oder halt einer blank steht und abschliessen kann. Einfach Trainersache.
Niko Kovac [Trainer] |#1249
15.03.2025 - 19:48 Uhr
Für mich ist es einfach eine Sache der Qualität.

Außer Schlotterbeck hat doch keiner von den Verteidigern qualitätsmäßig was bei einem Topclub zu suchen.

Ryerson am ehesten noch als Backup. Aber sonst?
Niko Kovac [Trainer] |#1250
15.03.2025 - 19:53 Uhr
Zitat von Yamalo
Habe ihn lange verteidigt, aber es reicht wie kann man immer die gleich Formation spielen mit den gleichen Spielern wenn es Spiel für Spiel nicht funktioniert? Ich raffe es einfach nicht.


Ich verstehe das auch nicht, zumal man bedenken muss, dass eine Rotation alleine schon für die Frische der Spieler wichtig wäre. Mit Brandt scheint Dortmund zudem nicht gewinnen zu können, beim kurzfristigen Aufwärtstrend gegen Union und Pauli stand Brandt nicht in der Startelf.

Sicherlich kann man die sportliche Misere nicht an einen einzigen Spieler festmachen, aber das Gesamtkonstrukt beim BvB passt einfach nicht zusammen und dem Ganzen setzt der "einfallslose" Kovac die Krone auf. Warum man nach einem 0:2 Rückstand keinen weiteren Offensivspieler bringt, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.

Das Einzige was Kovac in seiner Amtszeit geschafft hat, ist den bis dahin starken Gittens (sicherlich nicht konstant genug) komplett zu demontieren. Ein Couto hat bei Girona eine sehr starke Saison gespielt, aber weder Sahin noch Kovac bekommen ihn sinnvoll in die Mannschaft integriert.

Natürlich hat Leipzig eine gewisse Qualität, aber ich habe inzwischen große Zweifel, dass man mit dem Trainer Kovac überhaupt das internationale Geschäft erreicht. Da reicht dann auch ein kurzer Lichtblick wie gegen Lille nicht.

Ich persönlich würde Kovac durch Tullberg ersetzen und dann im Sommer eine große Lösung anvisieren, wobei ich nicht überrascht wäre, wenn im Sommer Thorup neuer BvB Trainer wird.
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