Schiedsrichterforum

Michael Weiner

03.04.2013 - 15:47 Uhr
Michael Weiner |#21
03.02.2014 - 18:30 Uhr
Zitat von nprehn:
Wie du richtig sagst hat die FIFA die Ballentfernung genauer definiert. Das gilt aber nicht für den DFB, der seine eigenen Bestimmungen hat. Besser gesagt keine.


Auch der DFB ist an die Regelungen der FIFA gebunden, hat nur innerhalb der Regeln einen bestimmten Spielraum. Ähnlich wie das Verhältnis von Grundgesetz zu den einzelnen Verfassungen der Länder. Das Grundgesetz gibt den Rahmen vor, d.h. das, was im Grundgesetz steht, hat auch Gültigkeit für die einzelnen Bundesländer, während die Inhalte der Landesverfassungen nicht im Gegensatz zum Grundgesetz stehen (so findet die in der hessischen Landesverfassung verankerte Todesstrafe keine Anwendung, da sie mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist). Bezogen auf die Regeln im Fußball muss gesagt werden, dass die Regeln der FIFA auch die des DFBs sind, die spezifischen Regeln des DFBs aber nicht denen der FIFA widersprechen dürfen. So wurde in Folge des Drucks der FIFA bzgl. des Phantomtors von Leverkusen auch kein Wiederholungsspiel durchgeführt, da die FIFA dies nicht vorsieht, weil sie sich auf die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters verlässt.

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Michael Weiner |#22
03.02.2014 - 19:32 Uhr
Was mich ehrlich gesagt ein wenig wundert, ist, dass sich bislang noch keiner darüber beschwert hat, dass Weiner nach dem Handspiel gar keinen Vorteil abgewartet hat, was ja damit wohl ein sicheres Tor und nur Gelb für den Nürnberger mit sich gezogen hätte.

Ich denke, dass das für die Berliner das Beste gewesen wäre, und gerade von Weiner, den ich für einen sehr guten Schiedsrichter halte, hätte ich in der Szene noch 1, 2 Sekunden Geduld erwartet.
Michael Weiner |#23
03.02.2014 - 20:08 Uhr
Zitat von FIFASTYLER:
Was mich ehrlich gesagt ein wenig wundert, ist, dass sich bislang noch keiner darüber beschwert hat, dass Weiner nach dem Handspiel gar keinen Vorteil abgewartet hat, was ja damit wohl ein sicheres Tor und nur Gelb für den Nürnberger mit sich gezogen hätte.

Ich denke, dass das für die Berliner das Beste gewesen wäre, und gerade von Weiner, den ich für einen sehr guten Schiedsrichter halte, hätte ich in der Szene noch 1, 2 Sekunden Geduld erwartet.


Ramos stand im Abseits, deshalb wäre kein Vorteil möglich gewesen.

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03.12.2012: Die ganze Fußballwelt reagiert geschockt auf einen getöteten Linienrichter und ist der Meinung, dass ein Umdenken einsetzen muss.
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Michael Weiner |#24
03.02.2014 - 21:04 Uhr
Wie schwer die Szene in Bruchteilen von Sekunden zu beurteilen ist, sieht ja im Grund jeder, der die Diskussionen hier und in den Medien verfolgt. Auf beiden Sichtweisen finden sich genug Menschen, die ohne Parteibrille urteilen, Fussballahnung haben und trotzdem jeweils zu völlig verschiedenen Ansichten kommen, ob die Entscheidung nun richtig war oder nicht. Das dann in so ner hektischen Situation ohne ne weitere Perspektive direkt vor der Kurve zu entscheiden is jedenfalls sicher alles andere als leicht und vielen von uns ist es ja nicht einmal jetzt 100% möglich zu sagen, was nun definitiv richtig und falsch ist.

Ne andere Sache, die mir aber auch gut gefallen hat, war die gelbe Karte in der 1. Minute für van den Bergh nach nem übermotivierten und richtig harten Einsteigen gleich. Passiert das Ding in der 60. Minute hätten da wohl 95% aller Bundesligaschiedsrichter lässig ne Karte gezückt. In der 1. Minute haben aber viele Schiedsrichter Hemmungen schon mit der Kartenvergabe zu beginnen und es gibt genug Spieler, die das Ausnützen und gerne mal gleich nach 1-2 Minuten richtig hinlangen, um sich so Respekt beim Gegner zu verschaffen mit der Chance dabei sogar noch um ne Karte herumzukommen. Gelbwürdiges Foul ist aber für mich gelbwürdiges Foul, egal wann. Ist aber eine der Sachen, die mir unabhängig von Wettbewerb oder Spielklasse immer wieder negativ auffällt und die manchmal ein Spiel erst hart werden lässt.
War auch so ne Entscheidung, die ich richtig gut fand gestern.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von diegogrande10 am 03.02.2014 um 21:05 Uhr bearbeitet
Michael Weiner |#25
03.02.2014 - 21:24 Uhr
Sorry Hagenauer, dummer Kommentar von mir. ;/
Du hast natürlich völlig Recht, da hat einer mal wieder nicht um die Ecke gedacht :D
Michael Weiner |#26
04.02.2014 - 21:29 Uhr
Zitat von Hagenauer:
Zitat von FIFASTYLER:
Was mich ehrlich gesagt ein wenig wundert, ist, dass sich bislang noch keiner darüber beschwert hat, dass Weiner nach dem Handspiel gar keinen Vorteil abgewartet hat, was ja damit wohl ein sicheres Tor und nur Gelb für den Nürnberger mit sich gezogen hätte.

Ich denke, dass das für die Berliner das Beste gewesen wäre, und gerade von Weiner, den ich für einen sehr guten Schiedsrichter halte, hätte ich in der Szene noch 1, 2 Sekunden Geduld erwartet.


Ramos stand im Abseits, deshalb wäre kein Vorteil möglich gewesen.

Man kann es aber auf die Spitze treiben und sagen, dass durch das Handspiel eine neue Spielsituation entstanden ist (der Spieler hat ja den Ball gespielt) und Ramos in dem Fall wieder hinter dem Ball gewesen ist ;).

Aber zurück zum Thema: Was ich sehr ungewöhnlich finde, ist dass der DFB sich in diesem Fall nicht hinter Weiner stellt. Selbst bei unseren hiesigen Schiedsrichtern war es ja eine Entscheidung die viele mit "hat er richtig gesehen" oder "kann man so geben" bewertet hat. Gerade auch unter dem Aspekt, dass Weiner eben keine Zeitlupe hatte.

Beim Schiedsrichter-Assistent kommt ja noch ein periphäres Sehen hinzu. Der hat wahrscheinlich den Kontakt von Ramos/Schäfer gesehen und konnte aber nicht einschätzen, wie weit der Ball hinter den beiden sich senkte - zumindest würde ich mal behaupten, dass er von seiner Position nicht sehen kann ob das jetzt 2,5m oder 5m zum Ball waren. Insofern muss/sollte er ja nur das an Weiner reporten, was er tatsächlich gesehen hat - und das war eben ein Kontakt.

Grundsätzlich ein schwaches Bild vom DFB sich in so einer kniffligen Situation nicht hinter die eigenen Leute zu stellen und zu sagen "Ja, im Endeffekt falsch, ABER..."

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Tobster am 04.02.2014 um 21:30 Uhr bearbeitet
Michael Weiner |#27
04.02.2014 - 21:43 Uhr
Zitat von Tobster:
Zitat von Hagenauer:
Zitat von FIFASTYLER:
Was mich ehrlich gesagt ein wenig wundert, ist, dass sich bislang noch keiner darüber beschwert hat, dass Weiner nach dem Handspiel gar keinen Vorteil abgewartet hat, was ja damit wohl ein sicheres Tor und nur Gelb für den Nürnberger mit sich gezogen hätte.

Ich denke, dass das für die Berliner das Beste gewesen wäre, und gerade von Weiner, den ich für einen sehr guten Schiedsrichter halte, hätte ich in der Szene noch 1, 2 Sekunden Geduld erwartet.


Ramos stand im Abseits, deshalb wäre kein Vorteil möglich gewesen.

Man kann es aber auf die Spitze treiben und sagen, dass durch das Handspiel eine neue Spielsituation entstanden ist (der Spieler hat ja den Ball gespielt) und Ramos in dem Fall wieder hinter dem Ball gewesen ist ;).

Aber zurück zum Thema: Was ich sehr ungewöhnlich finde, ist dass der DFB sich in diesem Fall nicht hinter Weiner stellt. Selbst bei unseren hiesigen Schiedsrichtern war es ja eine Entscheidung die viele mit "hat er richtig gesehen" oder "kann man so geben" bewertet hat. Gerade auch unter dem Aspekt, dass Weiner eben keine Zeitlupe hatte.

Beim Schiedsrichter-Assistent kommt ja noch ein periphäres Sehen hinzu. Der hat wahrscheinlich den Kontakt von Ramos/Schäfer gesehen und konnte aber nicht einschätzen, wie weit der Ball hinter den beiden sich senkte - zumindest würde ich mal behaupten, dass er von seiner Position nicht sehen kann ob das jetzt 2,5m oder 5m zum Ball waren. Insofern muss/sollte er ja nur das an Weiner reporten, was er tatsächlich gesehen hat - und das war eben ein Kontakt.

Grundsätzlich ein schwaches Bild vom DFB sich in so einer kniffligen Situation nicht hinter die eigenen Leute zu stellen und zu sagen "Ja, im Endeffekt falsch, ABER..."


Das stimmt, was der DFB in dieser Situation macht ist absolut lächerlich. Die Schiedsrichter stehen enorm unter Druck, da jedes Fernsehbild exakt die Fehler des Schiris aufdeckt. Der Fall Rafati müsste denen vom DFB eigentlich schon gezeigt haben, dass man die Schiris nicht derart stark und permanent unter Druck setzen sollte. Bei einer guten Leistung lässt nur der ein oder andere Experte ein gutes Wort über die Schiris fallen, bei einem Fehler kommt jeder halbwegs Fußballinteressierte an und macht den Schiri schlecht. Ein DFB, der sich nicht klar für oder gegen Torlinientechnik etc. einsetzt sollte dann auch nicht zu einer Fehlentscheidung Bezug nehmen, sondern sich auf die Tatsachenentscheidung berufen und den Schiedsrichter schützen.
(Fehlentscheidungen analysieren usw macht ja schon wahretabelle.de genug ;))

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#junobleibtbremer
Michael Weiner |#28
06.02.2014 - 12:58 Uhr
Das sehe ich anders, ich finde es sehr gut, dass der DFB hier eine Ansage macht, was korrekt ist. Zum einen wird hier ja klar gesagt, dass es eine hochkomplexe Situation war. Niemand, der etwas Ahnung vom Fußball hat und keine dicke Vereinsbrille trägt, wird dem Gespann infolge der komplizierten Szene einen Vorwurf machen. Zum Anderen hilft das in der nächsten Situation, wenn ein SR in einer ähnlichen Szene nicht auf Abseits entscheidet. Eine gewisse Transparenz sollte bei Entscheidungen schon drin sein.

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Michael Weiner |#29
06.02.2014 - 14:44 Uhr
Zitat von Hagenauer:
Das sehe ich anders, ich finde es sehr gut, dass der DFB hier eine Ansage macht, was korrekt ist. Zum einen wird hier ja klar gesagt, dass es eine hochkomplexe Situation war. Niemand, der etwas Ahnung vom Fußball hat und keine dicke Vereinsbrille trägt, wird dem Gespann infolge der komplizierten Szene einen Vorwurf machen. Zum Anderen hilft das in der nächsten Situation, wenn ein SR in einer ähnlichen Szene nicht auf Abseits entscheidet. Eine gewisse Transparenz sollte bei Entscheidungen schon drin sein.


Genau richtig!
Die Szene und die Erklärung vom DFB wurden ausführlich in der aktuellen Folge von Collinas Erben durchgesprochen.

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EHiH!!!
Michael Weiner |#30
16.02.2014 - 11:30 Uhr
Zitat von Santi_di_Santo:
Das stimmt, was der DFB in dieser Situation macht ist absolut lächerlich. Die Schiedsrichter stehen enorm unter Druck, da jedes Fernsehbild exakt die Fehler des Schiris aufdeckt. Der Fall Rafati müsste denen vom DFB eigentlich schon gezeigt haben, dass man die Schiris nicht derart stark und permanent unter Druck setzen sollte.


Was der DFB dort gemacht hat, ist der richtige Umgang mit Schiedsrichterfehlentscheidungen. Es hilft keinem, wenn der DFB sich wie sonst üblich bedingungslos hinter den Tatsachenentscheidungen der Schiedsrichter stellt, auch wenn diese offensichtlich falsch sind. Dadurch entsteht ein Schiedsrichtertypus, der sich für unfehlbar hält und sich unkritisch als Feldherr aufführt.Als große Beispiele seien hier nur mal Gagelmann, Weiner und Stark genannt. Wenn der DFB seine Schiedsrichter nicht auf so ein großes Podest stellen würde und erkennt, dass auch Schiedsrichter nur Menschen sind, die Fehler begehen, würde an diese von Seiten der Zuschauer auch gar nicht so viel Druck ausgeübt werden.

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