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Max Eberl
Geburtsdatum 21.09.1973
Alter 52
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Sportvorstand
Akt. Verein FC Bayern München

Max Eberl [Sportdirektor]

11.05.2016 - 10:01 Uhr
Zeige Ergebnisse 21-30 von 2405.
Max Eberl [Sportdirektor] |#21
26.05.2016 - 02:28 Uhr
" Vorbereitung ist alles..."
Das Heimspiel gegen Kaiserslautern läuft und schon heute Abend ist irgendwie klar, dass Borussia nach dieser Spielzeit als Absteiger in die Sommerpause geht.Trainer Rainer Bonhof hat in der Winterpause unter anderem den rechten Verteidiger Max Eberl aus Fürth verpflichtet.Eben dieser Max Eberl glänzt an diesem Abend nicht nur durch sein hellblondiertes Haar, sondern durch enormen Biss in jedem Zweikampf und ein Laufpensum, welches an diesem tristen Abend nur die wenigsten Borussen an den Tag legen. Er kämpft um jeden Ball, zelebriert seinen "Tunnelblick", welcher Zielstrebigkeit, Focus auf die Situation und den unbedingten Willen irgendwie zu gewinnen, ausdrückt.
Er ist gerade erst Teil des Teams und dennoch überstrahlt er schon fast alle Kollegen in Bezug auf seine Arbeitsmoral....
Bekannt ist weiterhin, dass er gedanklich schnell ist, einen höflichen und bodenständigen Umgang pflegt und seine Familie in Bescheidenheit wertschätzt.Erwähnenswert ist es deshalb, weil auch dies im Profigeschäft nicht unbedingt die Regel ist....
Viel ist inzwischen geschehen.Mancher Borusse ging mit stolzgeschwellter Brust.Die sportliche Perspektive, der persönliche Horizont und dessen Erweiterung, die ganz großen Ziele - es gab manchen Grund für so viele Spieler und Verantwortliche den Verein zu verlassen.Max Eberl blieb als Spieler und bildete sich im Bereich Sportmanagement, nach der täglichen Trainingsarbeit einfach so weiter, geräuschlos.
Er informierte sich außerdem über die Lage und den Betrieb ortsansässiger Firmen, saugte viele Eindrücke wissbegierig auf - wohlgemerkt als Spieler.Sicherlich gab es ein paar Menschen, welche hier gerne mit Rat zur Seite standen, wichtig besonders für einen jungen Spieler, der gerade erst in Gladbach ankam.Dennoch war dieser positive "Tunnelblick" des Max Eberl ein ganz entscheidender Faktor - und dies bis Heute.
Der Rest der Geschichte ist längst...zur Erfolgsgeschichte geworden.
Beeindruckend ist, dass es für viele Borussen kaum vorstellbar ist, welch enormer Druck auf dem Sportdirektor lasten muss.Wer kann sich vorstellen, sowohl Öffentlichkeit als auch fachlich involviertes Personal gleichermaßen, abgeklärt und routiniert zu bedienen?! Genau, sehr nüchtern, loyal und trotzdem sehr menschlich, so verhält sich Eberl seit langen Jahren im Zeichen der Raute - das ist beachtlich, denn man kann sich nur im Ungefähren ausmalen, wieviele Menschen im Tagesgeschäft profitieren, partizipieren und machmal auch zu ihren Gunsten manipulieren wollen.
Dank und Respekt für die wertvolle Arbeit für unsere Borussia!
Eberl selbst, äußerte manches Mal augenzwinkernd den Begriff "Fußballromantik", welche hier und da sinngemäß "fehl am Platze.." sei`. Längst können die meisten Beobachter sicher sein, dass Eberl trotz aller Professionalität einer der letzten Fußballromantiker ist. Ich appelliere an ihn sich dies zu erhalten! Die positiv verrückten ......
Juan Arango, Lucien Favre zu holen, den noch unbedarften Reus, den damals noch dankbaren und bodenständigen Dante, ..Herrmann so konsequent aufzubauen, der sehr produktive Schulterschluss mit den Abteilungen und Hans Meyer, Rainer Bonhof...die sehr gute Jugendarbeit, und jetzt die mutige Installation von Andre Schubert...als das hat schon einiges mit einem "Fußballromantiker" gemein.
Genau deshalb ist er hier in Mönchengladbach so goldrichtig!
" Vorbereitung ist alles..." und"Fußballromantik" ist das Element, welches aus Kindern Fußballer werden lässt-völlig egal ob voller Freude oder/und voller Ehrgeiz. In diesen Zeiten besonders wertvoll...!
Max Eberl [Sportdirektor] |#22
26.05.2016 - 08:18 Uhr
Zitat von kastenmaier83

Zitat von effe2007

Zitat von UweRahn

Keine Ahnung in welchen Thread ich es schreiben soll und ich möchte damit auch nicht nerven, aber sehe ich das jetzt richtig ?

Der Boss von Basel bestätigt das Basel etwa 10 Mio SFr (9,042€) bekommt, oder ?
Wenn diese 10 mio SFr 20 % sind, dann sind 100% aber 45,21 Mio €uro
(9,042 / 20 x 100 = 45,21)

Wäre Xhaka nächstes Jahr mit der 30 Mio Ausstiegsklausel gegangen, dann wäre die Rechnung doch folgende, oder ?
9 Mio Ablöse an Basel
10 Mio Gehalt (5 Jahre x 2 Mio)
6 Mio weitere Ablöse an Basel (20% von den 30 Mio Ausstiegsklausel)
___________
25 Mio. Gesamtkosten für Xhaka

Das heißt doch das wir Xhaka für 5 Jahre gehabt hätten, ohne Kosten und noch 5 Mio übrig, oder sehe ich das falsch ?
Zuzüglich 1,5 % von den 30 Mio = 0,45 Mio Ausbildungsentschädigung, weil er vom 19 - 23 Lebensjahr hier ausgebildet wurde.

Nun haben wir ca. 45 Mio bekommen und entsprechend sind die Zahlen anders und noch den Boni oben drauf.


Nein, diese 10 Mio SFR hat er nicht bestätigt. Aber et redet auch von einer hohen Summe, von daher sind meine ursprünglich geschätzten 5 Mio bereits Geschichte, es wird mehr sein, also mehr als 5 Mio.

Das Gehalt darf man bei einen Spieler der Leistungsträger war auch nicht rechnen, weil er ja für sein Gehalt Leistung brachte. Und soweit ich in Erinnerung hatte wurde vom Überschuss der Ablöse berichtet, da stand soweit ich mich erinnere 7,2 Mio Euro. Das mitvseiner Ausbildungsentschädigung und den FIFA regularien, da kenne ich mich nicht aus und enthalte mich.

Deswegen kann es sein, dass zu den 7,2 Mio Euro auch noch die ausbildungsentschädigung kommt und so dann auf diese 10 Mio SFR bzw. in Euro umgerechnet 9 Mio Euro kommt.

Eberl hat da ein Eigentor geschossen, da gibt es keine Diskussion. Lasse ich die ausbildungsentschädigung weg, sind das 7,2 Mio plus 8,5 Mio = 15,7 Mio Euro.

Basel wollte damals 10 Mio haben soweit ich mich erinnere, bezahlt haben wir 8,5 und geben 20% Beteiligung am Überschuss Weiterverkauf.

Ich hoffe doch sehr, dass Eberl aus diesem Fehler gelernt hat. Er wird da noch die 17 Mio von damals Reus im Kopf gehabt haben. Aber künftig da mal die Finger weg lassen von so hohen Beteiligungen.

Jetzt sieht auch meine Rechnung wieder anders aus. Gewinn 21,5 Mio aus 2015, 36-38 Mio für Xhaka plus die Einnahmen aus CL Quali, irgendwo 60-65 Mio stehen zur Verfügung. Jetzt bin ich mir aber nicht sicher, ob die 8 Mio für Hofmann bereits von den Gewinn aus 2015 bezahlt wurde. 50-55 Mio sind in jedem Fall als Investitionskapital im Topf und da lässt sich viel anfangen damit.

Bayer verkauft und Drmic für 10 Mio und kauft jetzt für 17-20 Mio Volland. Da wäre eine 20% Beteiligung bei weitem nicht so schmerzhaft wie bei Xhaka. Aber vielleicht haben wir Glück und Ter Stegen wechselt noch, da haben wir auch eine Beteiligung, wobei er sagte er möchte bei Barca bleiben.


Natürlich gibt es da eine Diskussion und die kann man auch nicht wegwischen, weil man einfach sagt es gibt keine und dann mal wieder urteilt... Aber so schafft man natürlich auch Fakten.zwinker
Die 10 Mios. glaube ich nicht. Das würde nämlich bedeuten, dass Eberl das Risiko für riesig gehalten haben muss, dass Xhaka komplett floppt und wir für ein 19jähriges Talent das halb Europa beobachtet haben soll keine 7,5 Mio. mehr rein bekommen und das bei der damals schon einsetzenden Inflation bei Ablösesummen. Davon 20% wären nämlich 1,5 Mios. Sobald wir auch nur den Kaufrpreis von Xhaka bekommen hätten, wären die 20% ein klares Minusgeschäft für uns und wenn ich in zig Jahren Eberl eins über ihn gelernt habe, dann das der, besonders zu damaligen Zeiten, keine 8,5 Millionen in ein jahrelang beobachtetes Talent aus der Schweiz steckt, dem er nicht mit Sicherheit zutraut, innerhalb von kürzester Zeit einen Stammplatz zu haben.

Die Frage könnte allerdings sein, ob das Geld einfach nicht da war und man deshalb die Beteiligung anbieten musste. Allerdings hatten wir davor in der Saison einen Rekordgewinn...

Naja, man muss es auch mal so sehen. Man hat bei Xhaka letzten Endes durch die hohe Verkaufsbeteiligung auf ein paar Mio. verzichtet. Aber unterm Strich ist doch der Gewinn - sowohl finanziell wie vor allem auch sportlich - um einiges höher, als dass man sich jetzt über die paar Mio. ärgern müsste. Vielleicht hätte Xhaka ja unter anderen Bedingungen gar nicht bei uns gespielt und man hätte einen "zweite Wahl ZM" geholt, mit dem man sportlich nicht so erfolgreich gewesen wäre und an dem man bei einem Verkauf bei weitem nicht so viel verdient hätte?! So hätte sich der Xhaka-Transfer auch in der Form immer noch mehr gelohnt, als andere Transfers.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von AlexFromTheGalax am 26.05.2016 um 08:18 Uhr bearbeitet
Max Eberl [Sportdirektor] |#23
26.05.2016 - 08:46 Uhr
Zitat von kastenmaier83
Zitat von AlexFromTheGalax

Zitat von kastenmaier83

Zitat von effe2007

Zitat von UweRahn

Keine Ahnung in welchen Thread ich es schreiben soll und ich möchte damit auch nicht nerven, aber sehe ich das jetzt richtig ?

Der Boss von Basel bestätigt das Basel etwa 10 Mio SFr (9,042€) bekommt, oder ?
Wenn diese 10 mio SFr 20 % sind, dann sind 100% aber 45,21 Mio €uro
(9,042 / 20 x 100 = 45,21)

Wäre Xhaka nächstes Jahr mit der 30 Mio Ausstiegsklausel gegangen, dann wäre die Rechnung doch folgende, oder ?
9 Mio Ablöse an Basel
10 Mio Gehalt (5 Jahre x 2 Mio)
6 Mio weitere Ablöse an Basel (20% von den 30 Mio Ausstiegsklausel)
___________
25 Mio. Gesamtkosten für Xhaka

Das heißt doch das wir Xhaka für 5 Jahre gehabt hätten, ohne Kosten und noch 5 Mio übrig, oder sehe ich das falsch ?
Zuzüglich 1,5 % von den 30 Mio = 0,45 Mio Ausbildungsentschädigung, weil er vom 19 - 23 Lebensjahr hier ausgebildet wurde.

Nun haben wir ca. 45 Mio bekommen und entsprechend sind die Zahlen anders und noch den Boni oben drauf.


Nein, diese 10 Mio SFR hat er nicht bestätigt. Aber et redet auch von einer hohen Summe, von daher sind meine ursprünglich geschätzten 5 Mio bereits Geschichte, es wird mehr sein, also mehr als 5 Mio.

Das Gehalt darf man bei einen Spieler der Leistungsträger war auch nicht rechnen, weil er ja für sein Gehalt Leistung brachte. Und soweit ich in Erinnerung hatte wurde vom Überschuss der Ablöse berichtet, da stand soweit ich mich erinnere 7,2 Mio Euro. Das mitvseiner Ausbildungsentschädigung und den FIFA regularien, da kenne ich mich nicht aus und enthalte mich.

Deswegen kann es sein, dass zu den 7,2 Mio Euro auch noch die ausbildungsentschädigung kommt und so dann auf diese 10 Mio SFR bzw. in Euro umgerechnet 9 Mio Euro kommt.

Eberl hat da ein Eigentor geschossen, da gibt es keine Diskussion. Lasse ich die ausbildungsentschädigung weg, sind das 7,2 Mio plus 8,5 Mio = 15,7 Mio Euro.

Basel wollte damals 10 Mio haben soweit ich mich erinnere, bezahlt haben wir 8,5 und geben 20% Beteiligung am Überschuss Weiterverkauf.

Ich hoffe doch sehr, dass Eberl aus diesem Fehler gelernt hat. Er wird da noch die 17 Mio von damals Reus im Kopf gehabt haben. Aber künftig da mal die Finger weg lassen von so hohen Beteiligungen.

Jetzt sieht auch meine Rechnung wieder anders aus. Gewinn 21,5 Mio aus 2015, 36-38 Mio für Xhaka plus die Einnahmen aus CL Quali, irgendwo 60-65 Mio stehen zur Verfügung. Jetzt bin ich mir aber nicht sicher, ob die 8 Mio für Hofmann bereits von den Gewinn aus 2015 bezahlt wurde. 50-55 Mio sind in jedem Fall als Investitionskapital im Topf und da lässt sich viel anfangen damit.

Bayer verkauft und Drmic für 10 Mio und kauft jetzt für 17-20 Mio Volland. Da wäre eine 20% Beteiligung bei weitem nicht so schmerzhaft wie bei Xhaka. Aber vielleicht haben wir Glück und Ter Stegen wechselt noch, da haben wir auch eine Beteiligung, wobei er sagte er möchte bei Barca bleiben.


Natürlich gibt es da eine Diskussion und die kann man auch nicht wegwischen, weil man einfach sagt es gibt keine und dann mal wieder urteilt... Aber so schafft man natürlich auch Fakten.zwinker
Die 10 Mios. glaube ich nicht. Das würde nämlich bedeuten, dass Eberl das Risiko für riesig gehalten haben muss, dass Xhaka komplett floppt und wir für ein 19jähriges Talent das halb Europa beobachtet haben soll keine 7,5 Mio. mehr rein bekommen und das bei der damals schon einsetzenden Inflation bei Ablösesummen. Davon 20% wären nämlich 1,5 Mios. Sobald wir auch nur den Kaufrpreis von Xhaka bekommen hätten, wären die 20% ein klares Minusgeschäft für uns und wenn ich in zig Jahren Eberl eins über ihn gelernt habe, dann das der, besonders zu damaligen Zeiten, keine 8,5 Millionen in ein jahrelang beobachtetes Talent aus der Schweiz steckt, dem er nicht mit Sicherheit zutraut, innerhalb von kürzester Zeit einen Stammplatz zu haben.

Die Frage könnte allerdings sein, ob das Geld einfach nicht da war und man deshalb die Beteiligung anbieten musste. Allerdings hatten wir davor in der Saison einen Rekordgewinn...

Naja, man muss es auch mal so sehen. Man hat bei Xhaka letzten Endes durch die hohe Verkaufsbeteiligung auf ein paar Mio. verzichtet. Aber unterm Strich ist doch der Gewinn - sowohl finanziell wie vor allem auch sportlich - um einiges höher, als dass man sich jetzt über die paar Mio. ärgern müsste. Vielleicht hätte Xhaka ja unter anderen Bedingungen gar nicht bei uns gespielt und man hätte einen "zweite Wahl ZM" geholt, mit dem man sportlich nicht so erfolgreich gewesen wäre und an dem man bei einem Verkauf bei weitem nicht so viel verdient hätte?! So hätte sich der Xhaka-Transfer auch in der Form immer noch mehr gelohnt, als andere Transfers.


Es wären aber dann etwa 7,5 Mios. auf die wir verzichtet hätten (wenn man die gehandelten Zahlen mit 10 Mios. für voll nimmt, was ich nicht tue). Das waren 2013 fast 10% vom Umsatz und das 15fache vom Jahresgewinn, 2014 mehr als die Hälfte vom Jahresgewinn und immer noch etwa 7% vom Umsatz und 2015 ein Drittel vom Jahresgewinn und wohl so um die 3,5% vom Umsatz. Das sind schon gewaltige Zahlen...

Die EL-Teilnahmen, einer CL-Teilnahme, nahezu ausverkauften Stadieneinnahmen in der Bundesliga gegenüberstehen. Merchandising ist ebenso zu berücksichtigen.
Wenn Maxi so nicht agiert hätte, wäre es nie zu dem Wechsel gekommen, weil Basel entweder nicht verkauft hätte oder ein anderer den Zuschlag bekommen hätte. Es ist doch müßig das zu monieren. In meinen Augen hat er gute Arbeit geleistet, weil er clever einen Mehrwert geschaffen hat. Ob am Ende noch mehr oder weniger hätte eingenommen werden können ist doch eine absurde Kritik, weil wir die Prozesse gar nicht beurteilen können. Wenn das wirklich ein Hinweis auf Vernhandlungen wegen Embolo ist, dann ist es doch gut so. Nehmen wir mal an es läuft ähnlich. Wir müssen nur 15 Millionen zahlen und 50% des Weiterverkaufsertrags an Basel abgeben. Wäre doch super. VW bietet 30 und bekommt ihn nicht. Wir bekommen ihn für weniger. Ein zweiter Verein trägt das Risiko mit und es wird am Ende ein sportlicher und finanzieller Mehrwert geschaffen. Ein klügeres wirtschaftlich-kaufmännisches Verhalten gibt es doch nicht.
Eberl hat, bis auf ganz wenige Ausnahmen, dem Verein erhebliche finanzielle Zugewinne bei den Transfers erwirtschaftet.Für mich ist das überragende Arbeit und deine Ausführungen sind für mich die Suche nach dem Haar in der Suppe. Das Glas ist halb voll, nicht halb leer!
Max Eberl [Sportdirektor] |#24
26.05.2016 - 08:58 Uhr
Zitat von effe2007

Eberl hat da ein Eigentor geschossen, da gibt es keine Diskussion. Lasse ich die ausbildungsentschädigung weg, sind das 7,2 Mio plus 8,5 Mio = 15,7 Mio Euro.

Basel wollte damals 10 Mio haben soweit ich mich erinnere, bezahlt haben wir 8,5 und geben 20% Beteiligung am Überschuss Weiterverkauf.


Warst Du damals am Verhandlungstisch dabei? Ich kann mich jedenfalls noch an Presseberichte damals erinnern, in denen Basler Vereinsoffizielle meinten, Xhaka sei eigentlich wertvoller als Shaqiri – was sich ja dann auch hundertprozentig so herausgestellt hat.

Man kann ruhig davon ausgehen, dass wir uns Xhaka damals nur wegen der Gewinnbeteiligung leisten konnten und ihn sonst nicht bekommen hätten. Daher ist es absurd, Eberl hier ein Eigentor vorzuwerfen.

Und nebenbei: Wenn man so eine Klausel macht, dann muss der abgebende Verein (hier Basel) immer auch für die Wartezeit entschädigt werden und für das Risiko, vielleicht gar kein Gewinnbeteiligung mehr zu bekommen – nicht nur wegen der Fähigkeiten des Spielers, sondern z.B. auch wegen schwerer Verletzungen, die in der Zwischenzeit passieren können. Also muss natürlich der später als Gewinnbeteiligung in Aussicht gestellte Betrag deutlich höher sein als ein direkt im Jahr 2012 gezahlter Betrag. Überleg mal, was die mit fünf Millionen höherem Fixbetrag im Transfermarkt von 2012 hätten machen können, und was sie mit 10 Millionen Gewinnbeteiligung im Markt von 2016 machen können. Ich würde mal sagen, der reale Wert der Kohle ist fast gleich.

Wenn wir mit solchen Klauseln in Zukunft auch nochmals Spieler bekommen können, die sonst noch außerhalb der finanziellen Reichweite wären, dann würde ich sagen: gerne jederzeit wieder!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von xhaka_zulu am 26.05.2016 um 08:59 Uhr bearbeitet
Max Eberl [Sportdirektor] |#25
26.05.2016 - 10:12 Uhr
Zitat von Generation-X-
Zitat von effe2007

Eberl hat da ein Eigentor geschossen, ...


Na da kann man nur hoffen, dass Eberl in Zukunft auch weiterhin Eigentore der Marke "Xhaka" schießt.Zunge raus


Das ist so geil!
Da erlöst man die zweithöchste Transfersumme aller Zeiten in der Bundesliga..
Eine noch nie dagewesene Ablöse für einen Borussenspieler.. und Eberl hat ein Eigentor geschossen!

Manche sind echt geistige Wackelkandidaten hier..
Klar.. rückwirkend erscheinen 15 Mio+ für einen 19jährigen aus der Schweizer Liga viel...
Aber man hat ihn gefunden und das Potential erkannt.. man ihn verpflichtet und ihn entwickelt zu einem Top Mittelfeldspieler in der Welt, der nun den nächsten Schritt in seiner Karriere geht..

Eberl sollte man ein Denkmal bauen für die Verdienste um Borussia!
Der beste Sportdirektor den Borussia je hatte...
Wir spielen seit Jahren oben mit.. meistens höher als der Etat es hergibt... ohne Gönner im Hintergrund..
alles selbst erwirtschaftet.. und ältere Borussen kennen die anderen Zeiten, in denen Schulden an der Tagesordnung waren...

Seid doch mal zufrieden, dass wir in Mönchengladbach hochqualitativen Bundesligafussball geniessen dürfen und on Top gibt es Europacup-Spiele..

Ich weine jetzt schon an dem Tag, an dem Eberl geht und woanders arbeitet!
Max Eberl [Sportdirektor] |#26
26.05.2016 - 13:55 Uhr
@effe2007
deiner Logik folgend wäre es besser gewesen, Borussia hätte den Xhaka jetzt für 12 Mio. verkauft.
Dann wäre die Beteiligung unter dem Millionenbereich geblieben und wir hätten Basel eine lange Nase drehen können. Statt geschätzten 3-4 Mio. bei Vertragsabschluss mehr, gäbe es nur 600.000 Euro.
Das hätte uns aber alle gefreut......
Wir haben jetzt zig Millionen Gewinn gemacht und nicht ein paar Millionen verloren.
Da darf der Verhandlungspartner Basel gerne seinen Anteil beanspruchen, denn ohne ihn wäre das Geschäft nicht zustande gekommen.
Oder hörst du aus Basel jetzt den Aufschrei, dass sie den Xhaka besser selbst weiter entwickelt hätten, dann hätten sie jetzt 28 Millionen mehr kassiert?
Es gehören immer mehrere Parteien zu einem Abschluss und optimal ist es, wenn alle Seiten zufrieden sein können. Das ist kaufmännisch und zahlt sich langfristig stärker aus, als diese kleingeistige "Übers-Ohr-Hauen"-Denkweise.
Auch unser Vertrag mit Arsenal sieht wieder Bonuszahlungen vor, wie man liest.
Diesmal an uns, also alles gut, oder? Ich vermute mal viel zu niedrig.
Der Eberl - der läßt sich aber auch immer übers Ohr hauen, ein Wunder, dass wir überhaupt noch Geld zum Spielerkauf haben.
Mensch was standen wir gut, als wir diesen Horst nicht hatten.
Max Eberl [Sportdirektor] |#27
26.05.2016 - 14:53 Uhr
Zitat von Apfelstrudel
Zitat von BorussiaOL

Zitat von effe2007

Zitat von Alathya

@effe2007

Du darft aber auch nicht die "Transfermarkt-Inflation" außer acht lassen. Wieviel sind die 7,2 Mio von heute denn im Verhältnis zu damals wert? Die Hälfte?


Wie gesagt, ich stelle nur fest und habe da auch nicht im entferntesten Kritik ausgesprochen. Ich stellte lediglich fest dass es ein Fehler war diese Beteiligung anzubieten. Jeder macht Fehler und darf die auch machen. Ein guter Geschäftsmann macht immer wieder neue Fehler, ein schlechter Geschäftsmann immer wieder die gleichen Fehler. Gäbe es das Interview mit dem präsi von Basel nicht, würde ich sogar davon ausgehen, dass das eine Bedingung von Basel war, war es aber nach der Aussage nicht.

@gOtChA

Wer von sich behauptet "geistreich" zu sein, sollte das auch sein und nicht andere damit betiteln nicht geistreich zu sein. Ein geistreicher würde über dem stehen und schweigen. Tust du aber nicht und deswegen bilde ich mir schon mal meine Meinung zu deinem Beitrag.

Es ist wie Alathya sagt, vor 4 Jahren war dieses Milliarden schwere TV Geld der PL noch nicht aktuell. Deswegen auch keine Kritik, aber ich erlaube mir da halt auch die Anmerkung, dass man da in Zukunft vorsichtig sein muss, die Preise explodieren und es ist da auch kein Ende in Sicht seit den 75 Mio für KdB, aber auch innerhalb der Liga bezahlen die Bayern bereits 30 Mio für einen Himmels, WOB 38 Mio für Draxler usw.

Diese Milliarden Summen bleiben ja nicht in der PL, die gehen nach Italien, Spanien oder zu uns in die BuLi wie im Beispiel KdB oder Xhaka. Alleine schon deswegen werden die Vereine in der BuLi immer reicher. Der FCA hat ja letzte Saison auch schon 25 Mio bekommen für ein Noname. Aber auch hoffe kassiert 20 Mio von Bayer für Volland.

Ergo, einfach in Zukunft besser aufpassen mit solchen Beteiligungen, weil viele hier ja auch vergessen, dass nicht immer alles so glatt läuft, wir haben auch "Minusgeschäfte" wo es eben nicht so gut läuft wie man sich vorstellt und da müssen die guten Geschäfte die schlechten Geschäfte auffangen.


Moin

Effe, ich schätze ganz oft Deine konstuktiven Beiträge hier...aber wenn Du die Aussage: Eberl hat ein Fehler gemacht, der nicht nochmal gemacht werden sollte,...als Fakt und nicht Kritik ansieht, dann möchte ich keine Kritik von Dir lesen.
Versetzen wir uns mal ins Jahr 2012, die komplette Kaderlinie verlässt den Verein, wir sind noch eine graue Maus, haben ein begrenztes Budget zur Verfügung, welches in alle Mannschaftsbereiche investiert werden muss. Da gibt es dann ein Talent auf dem Markt, alle Klarheiten sind bereinigt und in den Verhandlungen hapert es an der Summe x (seien es acht oder 2 Mio). Die sind einfach nicht mehr aufzutreiben..Aber es gibt halt diesen enorm talentierten Spieler. Was tun? Kreativ sein oder Finger weg?
Sorry, aber: ..Max alles richtig gemacht und gerne wieder!


Damals waren wir aber auch an Shaqiri dran, was letztlich nur an Hitzfelds Veto und Shaqiris blödem Bruder scheiterte. Basel hätte den wohl kaum an uns verliehen, entsprechend muss schon etwas mehr Geld vorhanden gewesen sein. Oder wären das dann genau die 12 gewesen, die man dann für de Jong verplemperte?
Daß man mal daneben liegt, zu viel bezahlt, zu wenig kassiert, etc. ist überhaupt kein Ding. Für meinen Geschmack widerfährt uns das dann aber doch zu häufig, um es nur als "kann mal passieren" abzutun. Da verbeißt man sich einerseits in Leute wie Drmic und de Jong, bezahlt viel zu viel. Andererseits verzichtet man aus Prinzip (sagte Eberl selbst) wegen 1-3Millionen auf Mbemba. Dann lässt man sich von Rotzlöffeln wie Reus und ter Stegen und deren Beratern deutlich zu niedrige Klauseln abpressen oder eben von Basel ne tendenziell unüblich hohe Beteiligung. Liegt natürlich auch nicht nur bei Eberl, Schippers wird da schon mal zu wenig bereit stellen oder zu viel, woran man auch sieht, wie wenig Ahnung vom Sport der hat.
Unterm Strich liest sich das natürlich alles ganz gut bei uns. Dennoch fehlen mir da ne klare Linie, hier und da Verhandlungshärte und hier und da jemand, der Eberls sportlicher Einschätzung auch mal Paroli und/oder Veto bietet.
Alles weit weg von "ist Mist", aber Optimierungspotential gibt es doch in nicht geringem Umfang.


Ich halte es immer für sehr problematisch, wenn jemand hier fortwährend so tut, als hätte er viel mehr Ahnung von Fußball und Finanzmanagement als anerkannte Experten wie Eberl und Schippers. Selbst den ganzen Tag nur in der Stube am Rechner hocken und Eberls Arbeit schlecht machen, während man anscheinend selbst nichts Konstruktives leistet, aber so tut, als könnte man es doch viel besser.

Einige halten sich selbst für verkannte Super-Manager und Verhandlungsgenies, die viel mehr für die Borussia rausholen würden als Eberl und Schippers und die natürlich alle schon vorher ganz genau wissen, welcher Spieler ein guter Einkauf werden wird und wer nicht. Da fragt man sich doch, warum solche Leute nicht längst als Top-Manager arbeiten, Millionen verdienen und auf den Covern von Wirtschafts- und Sportmagazinen stehen. Da liegen Eigenbild und Fremdbild offensichtlich ganz weit auseinander.

Im Nachhinein Transfers kritisieren, kann wirklich jeder; hinterher weiß es auch jeder Ahnungslose besser. So einfach kann man dies aber nicht machen. Ein Eberl muss lange vorher einschätzen, ob ein Perspektivspieler eine gute Entwicklung nehmen wird oder nicht. Vorhersagen bei ganz jungen Talenten und Spielern aus anderen Ligen sind extrem schwer. Zudem hat Eberl in der Regel nur begrenzte finanzielle Mittel und kann nicht wild darauflos zocken wie in einem Computerspiel.

Wenn ein Eberl so einkaufen würde, wie einige “Experten“ dies hier schon vorgeschlagen haben, wäre Gladbach schon längst abgestiegen oder hätte völlig überschuldet die Lizenz verloren. Stattdessen hat er Gladbach von einem zerütteten Abstiegskandidaten in einen respektablen Top4-Klub verwandelt. Und das ohne Großkonzern, Ölscheich oder 80.000-Mann-Stadion im Rücken.

Natürlich macht Eberl auch mal Fehler - so wie jeder Mensch. Kein Manager hat eine 100%-Quote; so etwas gibt es nicht. Aber Eberl hat es sicherlich nicht verdient, von Besserwissern und Hatern so abschätzig und negativ beurteilt zu werden. Oder die gönnerhaft-arrogante Beurteilung zu bekommen, es sei ja nicht alles Mist gewesen.

Und wer tatsächlich so verdiente und engagierte Spieler wie Reus und ter Stegen als “Rotzlöffel“ bezeichnet, obwohl diese maßgeblich zum sportlichen Höhenflug der Borussia beigetragen und zudem viel Geld eingebracht haben, sollte sich wirklich in Grund und Boden schämen. Für eine derartige Respektlosigkeit und Ignoranz fehlt mir wirklich jegliches Verständnis grrr

•     •     •

Warum denn so ernst, he? Zaubern wir ein Lächeln auf dieses Gesicht! Warum denn so ernst?
Max Eberl [Sportdirektor] |#28
26.05.2016 - 14:57 Uhr
Zitat von Apfelstrudel
Zitat von filigran60

@effe2007
deiner Logik folgend wäre es besser gewesen, Borussia hätte den Xhaka jetzt für 12 Mio. verkauft.
Dann wäre die Beteiligung unter dem Millionenbereich geblieben und wir hätten Basel eine lange Nase drehen können. Statt geschätzten 3-4 Mio. bei Vertragsabschluss mehr, gäbe es nur 600.000 Euro.
Das hätte uns aber alle gefreut......
Wir haben jetzt zig Millionen Gewinn gemacht und nicht ein paar Millionen verloren.
Da darf der Verhandlungspartner Basel gerne seinen Anteil beanspruchen, denn ohne ihn wäre das Geschäft nicht zustande gekommen.
Oder hörst du aus Basel jetzt den Aufschrei, dass sie den Xhaka besser selbst weiter entwickelt hätten, dann hätten sie jetzt 28 Millionen mehr kassiert?
Es gehören immer mehrere Parteien zu einem Abschluss und optimal ist es, wenn alle Seiten zufrieden sein können. Das ist kaufmännisch und zahlt sich langfristig stärker aus, als diese kleingeistige "Übers-Ohr-Hauen"-Denkweise.
Auch unser Vertrag mit Arsenal sieht wieder Bonuszahlungen vor, wie man liest.
Diesmal an uns, also alles gut, oder? Ich vermute mal viel zu niedrig.
Der Eberl - der läßt sich aber auch immer übers Ohr hauen, ein Wunder, dass wir überhaupt noch Geld zum Spielerkauf haben.
Mensch was standen wir gut, als wir diesen Horst nicht hatten.


Kannst du nicht einfach mal einsehen, daß bei Borussia keiner der wichtigen Leute bei 100% ist und es Anhänger gibt, die um Borussias Wohl die fehlenden Prozente kritisch beäugen, ohne daß sie direkt ne Entlassung fordern und damit einen bissigen Hund wie dich von der Kette lassen?
Du bist zufrieden, wenn es für irgendeine Handlung eine 1- oder 2+ gibt, andere streben halt nach der glatten 1 oder 1+. Dadurch wird keiner seinen Stuhl verlieren. Sollte das jemand beherzigen, wäre Borussia der Gewinner. Entspann dich doch endlich mal!


Im Gegensatz zu einigen Kritikfreunden hier bin ich total entspannt.
Daran möchte ich auch die Schwarzseher teilhaben lassen, auf dass sie den Sommer und die Transfereinnahme genießen können.
Man muss schon recht extravagant veranlagt sein, um sich einen Transfergewinn von rund 28 Mio. (plus evtl. Boni) schlecht reden zu können und dafür eine 1- oder 2+ zu verteilen.
Jedem hier, dem Borussias Wohl am Herzen liegt, ist doch längst aufgefallen, dass es stets die gleichen user sind, die fehlende Prozente suchen und nicht in der ein oder anderen Entscheidung, sondern in buchstäblich jeder.
Bin ich der bissige Hund, sind das wohl die Trüffelschweine, nur dass sie nicht nach teuren Spezialitäten suchen.
Mal ehrlich, wenn man es sich ständig herausnimmt, einzelne Punkte einer absolut traumhaften Entwicklung herauszupicken und als negativ anzuführen, dann muss man es auch aushalten, wenn man das ganze rundum positive Bild gezeigt bekommt. Da stirbt man schon nicht dran.
Wir erhalten ca. 38 Millionen Euro + evtl. Boni für den Spieler, das hätte vor kurzem doch keiner geglaubt, darüber hätte so ziemlich jeder gejubelt.
Jetzt jammern hier einige, weil es 45 Mio. waren, wir jedoch an Basel den Rest zu zahlen haben?
Völlig egal wer für Borussia verhandelt hat, Xhaka zu holen war eine fantastische Leistung und ihn für diese Summe abzugeben nicht minder.
Soll Basel daran ruhig verdienen, wir verdienen mehr und hatten viel Erfolg mit dem Spieler.
Max Eberl [Sportdirektor] |#29
26.05.2016 - 16:51 Uhr
Nur mal so aus Neugier: Welchen Manager würden diejenigen, die Eberl hier ein schlechtes Zeugnis ausstellen, denn lieber bei uns sehen? Bzw. wessen Bilanz fällt nach eurer Meinung (unter Berücksichtigung von Faktoren wie finanzielle Möglichkeiten, Umfeld etc. und über mehrere Jahre hinweg betrachtet) besser aus?

Heidel z.B. hat mit Sicherheit nen guten Job in Mainz gemacht. Aber die Mannschaft hat eben auch mal besser, mal schlechter - zwischen Europa League und Fast-Abstieg - abgeschnitten. Leistungsträger konnten, wenn überhaupt, nur kurzzeitig gehalten werden bzw. waren nur geliehen. Positiv zu bewerten ist, dass Heidel immer mal Spieler, die in Mainz entwickelt oder günstig gekauft wurden, mit gutem Gewinn weiterverkauft hat. Aber das hat Max Eberl auch - wobei es jetzt wahrscheinlich wieder heißen wird, dass Max hier und da ein paar Euro hätte mehr aushandeln können...

Heldt hat auf Schalke trotz langzeitig (und immer noch?) besserer finanzieller Mittel auch keine Kontinuität reingekriegt. Auch er hat Leistungsträger wie Draxler oder Matip abgeben müssen bzw. freiwillig abgeben. Begehrte Spieler, bei denen Schalke das Rennen gemacht hat, wie Geis, Höjbjerg, Neustädter, di Santo, Boateng, Clemens und Sam haben gar nicht oder nur kurzzeitig gezündet und könnten teils sogar als Fehlkäufe abgestempelt werden. Ein eher kleiner Teil war zwar ablösefrei, dennoch dürften hohe Handgelder oder hohe Gehälter geflossen sein. Ich denke, wenn man Aufwand und Ertrag in Relation setzt, ist dort mehr falsch gemacht worden.

Allofs hat in Wolfsburg noch mal mehr Geld zur Verfügung. Auch dort fällt der Erfolg insgesamt durchwachsen aus. Dank des Geldes konnte er einige Kracher holen. Den einen, der richtig gut gezündet hat (de Bruyne), konnte er nur kurzzeitig halten. Andere Gute wie Gustavo oder Rodriguez haben offenbar Klauseln und können zu weitgehend marktgerechten Preisen gehen. Vermeintliche Schnäppchen wie Kruse, Hunt, Bendtner oder auch Dante waren im Verhältnis eher teure Griffe uns Klo. Andere Spieler, die für viel Geld verpflichtet wurden, wie etwa Schürrle, spielen okay bis ordentlich, haben aber ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und als Eigengewächs kann man eigentlich nur Arnold hervorheben. Gemessen an den (finanziellen) Möglichkeiten, könnte dort erfolgreicher und auch nachhaltiger gearbeitet werden.

Sammer bei Bayern gibt der sportliche und finanzielle Erfolg zunächst einmal Recht. Allerdings muss man berücksichtigen, dass er wie auch ein Christian Nerlinger davon zehren, was Hoeneß über Jahrzehnte aufgebaut hat. So gesehen müssen hier eigentlich andere Maßstäbe (Champions League) herangezogen werden.
Mit Benatia und Götze etwa haben sehr teure Stareinkäufe von Sammer nicht gezündet. Seit Alaba hat Bayern kein eigenes Talent mehr nach oben gebracht. Von den zugekauften Talenten haben nun Kimmich und Coman eingeschlagen, ein relativ teurer Kurt oder ein Weiser aber nicht. Auch scheint man es verschnarcht zu haben, das Talent von Spielern wie Sané oder Weigl zu erkennen. Insgesamt würde ich Aufwand/Ertrag als adäquat bezeichnen - aber es stellt sich eben die Frage, ob ein anderer als Sammer es aufgrund der bei Bayern gegebenen Verhältnisse viel schlechter machen würde...

Völler/Boldt haben in Leverkusen seit Jahren eigentlich recht kontinuierlich Erfolg. Allerdings war dort wegen Bayer Geld eben nie ein riesen Thema. Insofern finde ich das Verhältnis Aufwand/Ertrag dort ebenfalls als angemessen.

Ein gleich gutes bis besseres Zeugnis als Eberl würde ich persönlich eigentlich nur Watzke beim BVB ausstellen: Den Verein kurz vor der Pleite übernommen und dann step by step nach oben geführt. Früh am Ball gewesen, als es galt, Talente wie Hummels, Gündogan, Bender und Weigl noch günstig abzugreifen. Mit Lewandowski, Kagawa oder Aubameyang den ein oder anderen Überraschungs-Coup gelandet. Sich keine nennenswerten Fehleinkäufe geleistet. Zudem werden kontinuierlich eigene oder auch zugekaufte Talente entwickelt, die es bei Borussia oder nach einem Verkauf dann woanders packen. Dass Dortmund dort steht wo es steht, hat allerdings gut zehn Jahre in Anspruch genommen.

Insofern finde ich, dass Max mit seiner Arbeit im Vergleich und unter Einbeziehung der jeweils gegebenen Möglichkeiten sehr gut da steht.
Max Eberl [Sportdirektor] |#30
26.05.2016 - 18:06 Uhr
Zitat von Herr_Jemine

Zitat von Apfelstrudel

Daß man mal daneben liegt, zu viel bezahlt, zu wenig kassiert, etc. ist überhaupt kein Ding. Für meinen Geschmack widerfährt uns das dann aber doch zu häufig, um es nur als "kann mal passieren" abzutun. Da verbeißt man sich einerseits in Leute wie Drmic und de Jong, bezahlt viel zu viel. Andererseits verzichtet man aus Prinzip (sagte Eberl selbst) wegen 1-3Millionen auf Mbemba. Dann lässt man sich von Rotzlöffeln wie Reus und ter Stegen und deren Beratern deutlich zu niedrige Klauseln abpressen oder eben von Basel ne tendenziell unüblich hohe Beteiligung. Liegt natürlich auch nicht nur bei Eberl, Schippers wird da schon mal zu wenig bereit stellen oder zu viel, woran man auch sieht, wie wenig Ahnung vom Sport der hat.
Unterm Strich liest sich das natürlich alles ganz gut bei uns. Dennoch fehlen mir da ne klare Linie, hier und da Verhandlungshärte und hier und da jemand, der Eberls sportlicher Einschätzung auch mal Paroli und/oder Veto bietet.
Alles weit weg von "ist Mist", aber Optimierungspotential gibt es doch in nicht geringem Umfang.


Das unterschreib ich zu 100%. Eberl macht vieles richtig, und ich möchte keinen anderen Manager, aber er macht halt auch Fehler abseits von "kann passieren". Ich gehe aber stark davon aus, dass er aus jedem Fehler lernen wird. Außer bei Stürmerfragen, da scheint irgendwas bei ihm quer zu laufen.


Sind es tatsächlich vermeidbare Fehler?
Was wäre denn die Alternative gewesen?
Kein Xhaka? Keine "Rotzlöffel" (wirklich heftig der Begriff, aber lassen wir mal so stehen)?
Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass Eberl und/oder Schippers Transferbeteiligungen und AKs, sowie Wechselzusagen einfach so zum Spass heraushauen.
Dafür wird die andere Partei ihrerseits Zugeständnisse machen müssen.
Und wir wissen alle, wie diese Zugeständnisse aussehen, damit u.a. "erkaufen" wir unser immer noch, für unser BL-Niveau, recht niedriges Gehaltsniveau.
Dafür gelingt es uns eben solche "Steals" wie bei Johnson, Hahn, Kruse oder auch dem damals sehr umworbenen Xhaka etc. zu landen.
Weil wir andere Möglichkeiten der Vertragsgestaltung nutzen, nicht die sofortige Zahlung, da wären wir wohl oft im Nachteil gegenüber Mitbewerbern.
Aber über, nennen wir es mal, "kreative Vertragsauflagen" gleichen wir diesen, teilweise gewollten, Wettbewerbsnachteil wieder aus, ob mit prozentualer Beteiligung bei Wiederverkauf gegenüber der Vertragspartei "Verein" oder einer AK gegenüber der Vertragspartei "Spieler/Berater".
Das wiederum ermöglicht uns in Ruhe zu arbeiten und nicht hektisch agieren zu müssen, wenn wir das internationale Geschäft verpassen.
Nehmen wir den konkreten Fall Xhaka als Beispiel, wir haben uns mit seiner AK ein relativ niedriges Grundgehalt für einen Spieler diesen Formats einst erkauft.
Aber bevor diese AK jetzt greifen kann, verkaufen wir ihn jetzt auf dem "freien Markt", d.h. wir hatten den Spieler relativ "günstig" und haben das frei verhandelbare Geld.
Besser kann es kaum laufen, bedeutet es doch, wir haben trotz dem niedrigeren Grundgehalt über die Vertragslaufzeit die volle Wertschöpfung des Marktes, müssen lediglich auf ein Vertragsjahr verzichten. Da kann man es durchaus verschmerzen, Basel ein paar Millionen abzugeben.
Denn nochmal:
Was wäre damals die Alternative gewesen - auf Xhaka verzichten?
Oder der Spieler entwickelt sich nicht und wir kommen +-0 aus dem Geschäft, müssen dafür aber Basel nichts abgeben?
Ich würde liebend gerne Basel jetzt 20 Millionen abgeben, denn das würde bedeuten wir hätte über 100 Mio. für Xhaka bekommen.
Bevor man allzu leichtfertig hier Kritik äußert, sollte man sich doch einfach die Mühe machen, das Kritisierte von allen Seiten zu beleuchten.
Häufig kann man dann feststellen, dass die Kritik gar nicht so sehr gerechtfertigt ist, wie man anfangs dachte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von filigran60 am 26.05.2016 um 18:07 Uhr bearbeitet
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