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Marcel Schäfer
Geburtsdatum 07.06.1984
Alter 42
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer Sport
Akt. Verein RB Leipzig

Marcel Schäfer [Beurlaubt]

05.07.2018 - 22:16 Uhr
Marcel Schäfer [Beurlaubt] |#121
25.04.2024 - 20:06 Uhr
Klar war Schäfers Abgang inkl Zeitpunkt maximal unglücklich.
Und natürlich sieht es schei.ße aus, wenn gerade der Mann, der stets um Identifikation mit dem VfL geworben hat, von heute auf morgen selbst weg ist.
Aber @knowing hat schon recht, wenn er anmerkt, dass man sich unmöglich ein valides Urteil erlauben kann, wenn man die Umstände bzw. Interna nicht kennt. So ist es doch im Grunde fast immer.
Deshalb lese ich zb niemals Social Media-Kommentare, weil da jeder unterbelichtete M#llmensch haufenweise dummes Zeug postet, ohne auch nur einen Millimeter in der Marerie zu stecken. Ein trauriges Spiegelbild der Gesellschaft.

So schlimm ist es hier natürlich nicht. Und jeder hat natürlich das Recht, seine Meinung zu äußern, schließlich ist das Sinn und Zweck eines Forums.
Dennoch sollte man es nicht übertreiben. Es kann auch sein, dass es nachvollziehbare Gründe gibt, die Schäfer dazu getrieben haben. Beispielsweise nicht eingehaltene Absprachen oder Versprechen, was auch immer. Wenn sowas wiederholt passiert, haut man halt irgendwann in den Sack. Der Zeitpunkt war natürlich zweifelsohne schlecht.
Unabhängig davon kann man Schäfers Arbeit natürlich kritisieren, das tue ich ja auch.

Letzten Endes kommt es darauf an, ob man Pragmatiker oder emotional ist.
Beim Fußball bin ich auch emotional, allerdings nur während der 90 Minuten Spielzeit. Alles andere bewerte ich inzwischen zu 100% pragmatisch. Und wenn man das tut, lässt einen so ein Schäfer-Abgang emotional ziemlich kalt. Genau wie jeder Spielertransfer.

So oder so, ich denke, man sollte den Blick nun nach vorne richten und diesen Thread schließen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OneEightSeven am 25.04.2024 um 20:10 Uhr bearbeitet
Marcel Schäfer [Beurlaubt] |#122
03.05.2024 - 07:25 Uhr
Tja, niemand weiß was sich wie zugetragen hat. Gespräche im letzten Winter, Einigung mit Leipzig, dann fängt die Schwächephase an, der VfL holt keine Punkte mehr, verliert nahezu jedes Spiel, man freut sich über einen Punkt, alles wird schöngeredet. Die sogenannte Identifikation mit dem Club ist weg, man wartet nur sehnsüchtig auf das Ende der Saison, will nicht mehr viel Energie aufwenden.

So ein Vorgang im sicheren Mittelfeld der Tabelle, mit einer gut spielenden Mannschaft, wird sicherlich komplett anders bewertet, als es jetzt geschehen ist. Hier kann man doch ganz klar sagen, Schäfer hatte null Motivation und Bock mehr, hier was zu investieren.
Marcel Schäfer [Beurlaubt] |#123
18.05.2024 - 13:34 Uhr
Schäfer für einen Tag zurück beim VfL: Stehende Ovationen für den Ex-Boss
Wenn man hier einigen Aussagen folgen würde hätte der wohl kaum so einen Abschied gehabt

•     •     •

Dieser Künstler malt bezaubernde Porträts auf die Schienbeine seiner Kontrahenten, in Blau und Rot
Marcel Schäfer [Beurlaubt] |#124
30.06.2024 - 15:03 Uhr
EINIGUNG ZUM 31. JULI
Der ehemalige VfL-Geschäftsführer Marcel Schäfer schließt sich RB Leipzig an.
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Zitat von Homepage VfL Wolfsburg
Der ehemalige Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, Marcel Schäfer, schließt sich zum 1. August 2024 RB Leipzig an. Beide Klubs einigten sich auf eine vorzeitige Aufhebung des Vertrages zum 31. Juli 2024, über die Modalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

"ICH MÖCHTE MICH FÜR EINE BESONDERE ZEIT VON HERZEN BEDANKEN"
Marcel Schäfer war seit 2007 zunächst als Spieler, später als Sportdirektor und zuletzt als Geschäftsführer Sport für die Wölfe tätig. „Die insgesamt 17 Jahre beim VfL Wolfsburg haben mich als Sportler, als Verantwortungsträger und vor allem als Mensch sehr stark geprägt. Ich habe mit meiner Familie in Wolfsburg Wurzeln geschlagen, habe in unterschiedlichen Positionen im Verein alle Facetten des Fußballs von der Meisterschaft bis zum Abstiegskampf erlebt und über all die Jahre viele tolle Menschen kennenlernen dürfen. Ich möchte mich für diese besondere Zeit von Herzen bedanken und werde der Stadt, Volkswagen und dem VfL mit seinen tollen Fans immer verbunden bleiben. In mir ist die Erkenntnis gereift, dass ein neuer Impuls sowohl für den Klub als auch für mich persönlich die beste Lösung ist. Von daher freue ich mich auf die neue Herausforderung und wünsche gleichzeitig der gesamten VfL-Familie nur das Beste," so Schäfer.

Der VfL-Aufsichtsratsvorsitzende Frank Witter sagt: „Wir bedanken uns bei Marcel für eine schöne gemeinsame Zeit, die leider früher zu Ende gegangen ist, als wir uns das gewünscht haben. Marcel hat den VfL über eine sehr lange Zeit mit geprägt, er genießt unverändert eine sehr hohe Wertschätzung im Verein und wird immer ein Teil der VfL-Familie bleiben. Wir wünschen ihm auf seinem sportlichen und privaten Weg alles Gute."

WOLFSBURGER IDENTIFIKATIONSFIGUR
Schäfer kam vom TSV 1860 München zum VfL und wurde im Laufe der Jahre zur Wolfsburger Identifikationsfigur. Er gewann mit den Grün-Weißen die Deutsche Meisterschaft 2009 sowie den DFB-Pokal im Jahr 2015. Der heute 40-Jährige bestritt bis 2017 insgesamt 312 Pflichtspiele (16 Tore, 51 Vorlagen) für die Wölfe, darunter 256 Einsätze in der Bundesliga, was ihn zwischenzeitlich zum Rekordspieler des VfL im deutschen Fußball-Oberhaus machte. Außerdem kam er in dieser Zeit zu acht Einsätzen für die deutsche Nationalmannschaft. Nachdem der Außenverteidiger bei den Tampa Bay Rowdies in den USA seine aktive Fußballkarriere beendete, kehrte Schäfer im Jahr 2018 als Sportdirektor nach Wolfsburg zurück. Im Februar 2023 übernahm der gebürtige Aschaffenburger die Rolle des Geschäftsführer Sport beim VfL, von dessen Pflichten er im April 2024 entbunden wurde.
Marcel Schäfer [Beurlaubt] |#125
30.06.2024 - 18:49 Uhr
Ich wünsche ihm alles Gute. Schäfer ist und bleibt eine der wenigen Legenden der jüngeren Vereinsgeschichte.

Vielleicht bekommt man ja irgendwann mal mit, warum er gegangen ist. Die Pimm.l-Bingo-Basis-Insider von gewissen Plattformen wissen davon ja seltsamerweise rein gar nichts.zwinker

Ich hab zwar auch keinen Einblick, bin mir aber zu 100% sicher, dass Schäfer den VfL nicht ohne sehr triftige Gründe verlassen hätte. Das passt nicht zu ihm. Dass sein Abgang zum schlechtesten Zeitpunkt, mitten im Abstiegskampf, publik wurde, war ja ganz und gar nicht seine Entscheidung.
Es muss interne Vorfälle (z.B. nicht eingehaltene Versprechen seitens der Chefetage oder Ähnliches, natürlich reine Spekulation) gegeben haben, die dazu geführt haben, dass er weg wollte. Gerade mal 1 Jahr nach seiner Beförderung haut ein Schäfer nicht einfach so in den Sack. Das ist für mich klar.

Aus diesen Gründen tue ich mich schwer damit, ihn zu verurteilen. Er war immer mit vollem Herzen beim VfL, was man von vielen anderen niemals behaupten konnte. Das kann ich nicht einfach ausblenden.
Vielleicht wird man eines Tages mehr erfahren, wer weiß.
Alles Gute. Und vielleicht auch auf Wiedersehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OneEightSeven am 30.06.2024 um 18:52 Uhr bearbeitet
Marcel Schäfer [Beurlaubt] |#126
01.07.2024 - 20:07 Uhr
Zitat von OneEightSeven

Ich hab zwar auch keinen Einblick, bin mir aber zu 100% sicher, dass Schäfer den VfL nicht ohne sehr triftige Gründe verlassen hätte. Das passt nicht zu ihm. Dass sein Abgang zum schlechtesten Zeitpunkt, mitten im Abstiegskampf, publik wurde, war ja ganz und gar nicht seine Entscheidung.
Es muss interne Vorfälle (z.B. nicht eingehaltene Versprechen seitens der Chefetage oder Ähnliches, natürlich reine Spekulation) gegeben haben, die dazu geführt haben, dass er weg wollte. Gerade mal 1 Jahr nach seiner Beförderung haut ein Schäfer nicht einfach so in den Sack. Das ist für mich klar.

Aus diesen Gründen tue ich mich schwer damit, ihn zu verurteilen. Er war immer mit vollem Herzen beim VfL, was man von vielen anderen niemals behaupten konnte. Das kann ich nicht einfach ausblenden.
Vielleicht wird man eines Tages mehr erfahren, wer weiß.
Alles Gute. Und vielleicht auch auf Wiedersehen.

Ich bin immer wieder erstaunt das es genug Leute gibt die den Abgang von Schäfer einzig und alleine auf die Chefetage schieben die ihn ja quasi aus dem Amt gedrängt haben. Wofür es überhaupt keine Anzeichen gab. Eventuell könnte man mutmaßen das Schäfer bei der Entscheidung gegen Kovac überstimmt wurde.
Und nein ich habe auch keine internen Einblicke kann aber wie die meisten hier wohl sagen, dass ihm hier der goldene Teppich für den Einstieg ins Management ausgerollt wurde.
Und natürlich kann er gehen und natürlich wünsche ich ihm alles Gute aber außer als GF von RB braucht er sich hier nicht mehr blicken lassen.

Und was das Thema der Veröffentlichung angeht, er ist direkt vor dem Duell mit Leipzig zu unserem AR gegangen. Was soll dieser denn machen? Sagen ach komm Schäfi, dann mach mal noch bis Saisonende, geht ja vielleicht alles gut …
Marcel Schäfer [Beurlaubt] |#127
01.07.2024 - 22:39 Uhr
Zitat von Edin09
Zitat von OneEightSeven

Ich hab zwar auch keinen Einblick, bin mir aber zu 100% sicher, dass Schäfer den VfL nicht ohne sehr triftige Gründe verlassen hätte. Das passt nicht zu ihm. Dass sein Abgang zum schlechtesten Zeitpunkt, mitten im Abstiegskampf, publik wurde, war ja ganz und gar nicht seine Entscheidung.
Es muss interne Vorfälle (z.B. nicht eingehaltene Versprechen seitens der Chefetage oder Ähnliches, natürlich reine Spekulation) gegeben haben, die dazu geführt haben, dass er weg wollte. Gerade mal 1 Jahr nach seiner Beförderung haut ein Schäfer nicht einfach so in den Sack. Das ist für mich klar.

Aus diesen Gründen tue ich mich schwer damit, ihn zu verurteilen. Er war immer mit vollem Herzen beim VfL, was man von vielen anderen niemals behaupten konnte. Das kann ich nicht einfach ausblenden.
Vielleicht wird man eines Tages mehr erfahren, wer weiß.
Alles Gute. Und vielleicht auch auf Wiedersehen.

Ich bin immer wieder erstaunt das es genug Leute gibt die den Abgang von Schäfer einzig und alleine auf die Chefetage schieben die ihn ja quasi aus dem Amt gedrängt haben. Wofür es überhaupt keine Anzeichen gab. Eventuell könnte man mutmaßen das Schäfer bei der Entscheidung gegen Kovac überstimmt wurde.
Und nein ich habe auch keine internen Einblicke kann aber wie die meisten hier wohl sagen, dass ihm hier der goldene Teppich für den Einstieg ins Management ausgerollt wurde.
Und natürlich kann er gehen und natürlich wünsche ich ihm alles Gute aber außer als GF von RB braucht er sich hier nicht mehr blicken lassen.

Und was das Thema der Veröffentlichung angeht, er ist direkt vor dem Duell mit Leipzig zu unserem AR gegangen. Was soll dieser denn machen? Sagen ach komm Schäfi, dann mach mal noch bis Saisonende, geht ja vielleicht alles gut …


Vielleicht hab ich Unrecht, man weiß es nicht.
Aber selbst wenn. Was mir auf den Sack geht, ist dieses unreflektierte haten. Ich meine jetzt nicht dich, sondern diejenigen, die so auf Schäfer draufhauen, als hätte er jemanden vergewaltigt.
Seid doch mal realistisch. Selbst wenn ein Schäfer, der über eineinhalb Jahrzehnte lang loyal zum Verein war, irgendwann gesagt haben sollte: Ich fühle das hier nicht mehr, ich kann woanders vielleicht mehr bewegen, ich will das ausprobieren. Oder selbst wenn man als Familie gemeinsam entschieden hat, dass man doch nochmal etwas anderes sehen will als Wolfsburg. Selbst wenn es irgendetwas in der Art gewesen sein sollte, das ihn zum Abschied bewogen hat. Ist sowas nicht menschlich? Ihr tut immer alle so, als könnte euch das nicht passieren. Als wäre es nicht menschlich, dass sich Ansichten ändern können. Ich kenne es selbst, sowas kann auf vielen Ebenen passieren. Gefühle oder Empfindungen ändern sich und man kann nichts dagegen tun. Ich war 12,5 Jahre mit einer Frau zusammen und wir beide waren uns zu 100% sicher, dass wir nie wieder ohne den anderen leben wollen. Aber es kam der Tag, an dem wir beide in einem Gespräch zu dem Schluss gekommen sind, dass es vorbei ist. Wir sind dann in gegenseitigem Einvernehmen auseinander gegangen und sind bis heute sehr eng freundschaftlich verbunden. Und keiner von uns ist ein schlechterer Mensch als vorher. Natürlich ist das nicht dasselbe, wie einen Fußballverein zu verlassen, aber die Botschaft ist: Empfinungen können sich ändern und es heißt nicht, dass man ein unloyales Dr.eckschwein ist.
Und wann Schäfer den AR intern informiert hat, spielt keine Rolle. Dafür gibt es keinen perfekten Zeitpunkt. Die Entscheidung, alles publik zu machen, kam vom AR, nicht von Schäfer. Keiner hätte sonst irgendwas davon mitbekommen, nicht mal die Mannschaft.

Ziele, berufliche Perspektiven, Empfindungen, Gefühle, all das kann sich im Leben eines Menschen ändern. Und was bringt es, sich selbst oder anderen dann etwas vorzumachen. Das kann nicht funktionieren. Wer realistisch ist und sich selbst reflektieren kann, der weiß das.
Seid einfach mal ehrlich zu euch selbst und weniger populistisch und idealistisch. Wir sind alle keine Roboter und weit entfernt von perfekt.
Und selbst wenn man der Meinung ist, dass Schäfer einen Fehler gemacht hat (was ich persönlich nicht so empfinde), dann kann man ihm diesen auch verzeihen, ohne verbittert zu sein. Oder gibts hier irgendjemanden, der fehlerfrei durchs Leben geht?

Und bei aller Identifikation: Am Ende des Tages reden wir hier über einen Job. Fußball war und ist Schäfers Beruf. Nicht mehr und nicht weniger. Es gibt Wichtigeres im Leben (Familie z.B.).

Er verdient keinen Hass und auch keine Bitterkeit. Das ist alles so sinnlos überzogen. Wer das nicht versteht, dem kann ich auch nicht helfen.
Marcel Schäfer [Beurlaubt] |#128
02.07.2024 - 08:43 Uhr
@OneEightSeven,

du hast mit deinem letzten Post vieles korrektes angesprochen auch stimmen einige Aussagen dazu.
Es geht aber am Ende auch um das wie und wie die Vorgeschichte ist.

Natürlich kann man sich, um mal den Einblick in deine Privatsphäre zu nehmen, einvernehmlich trennen und beide sehen es gemeinsam so, dass es nicht mehr das ist, was man möchte und am Ende dennoch wunderbar miteinander leben. Dieses hat ja was damit zu tun, dass man erwachsen ist ,genug Aufrichtigkeit und Selbstwertgefühl hat, um sich zu sagen, es ist okay und man kann sich dennoch in die Augen schauen.

Kleiner Einblick in meine Privatsphäre, ich wurde auch schon mal nach langer Beziehung "abgeschossen" und das per Email, statt per vier Augen, was sehr viel über meine ehemalige Partnerin aussagt, als über mich. Diese hatte zu dem Zeitpunkt übrigens schon ihren neuen Partner.

Dennoch sage ich dieser Person normal, guten Tag und Tschüss. Ich muss mich mit dieser Person nicht mehr unterhalten, dennoch, so meine Meinung, "verlangt" es der menschliche Anstand, dass ich dieser Person dennoch hallo, tschüss, guten Morgen oder dergleichen sagen, wenn ich diese Person sehe.

Diese Person selbst war überrascht und hat dieses in ihrer Familie erzählt.

Was möchte ich damit sagen? Ich unterschreibe deine Aussagen in einem Großteil.
Bei mir z. B. ist wenig Verbitterung gegenüber Schäfer vorhanden, ich hingegen habe schon frühzeitig davor gewarnt, dass Marcel Schäfer einiges bzw. vieles mit Kalkül gemacht hat.

Man kann das auch, wenn man sich die Mühe macht, raussuchen. Selbst als er noch Spieler war meinte ich, dass er bestimmt hier einen Posten im Verein wird haben wollen und am Ende GF Sport / SD wird werden wollen.

Es ist da auch nichts verwerfliches der Person gegenüber, dass er einen Karriereplan hat, dass er dieses verfolgt. Er hat damit ja keinem zu diesem Zeitpunkt geschadet. Außerdem gehören ja mehrere Personen als Marcel Schäfer dazu, die das am Ende entscheiden.

Natürlich hast du Recht, wenn du sagst, dass irgendwann mal die Entscheidung in einem reifen kann und man dann sagt, ich fühle das hier alles nicht mehr. Ich kann das durchaus nachvollziehen, dass dieser Punkt irgendwann einmal kommt.

Rein faktisch war Marcel Schäfer hier ca. 6 Jahre lang Stammspieler und hat sich danach dann mit der Einwechselspieler Rolle zufrieden gegeben.

Er hat dann in 2015, als der Bildungscampus gebaut worden ist vom VfL Wolfsburg, dort seine Managerkarriere begonnen.

Ist dann, mitten in der Saison als der VfL Wolfsburg im Abstiegskampf war bzw. in dieser Saison, als wir Relegation gespielt haben zu Tampa Bay "gewechselt".

Ist dann zurückgekommen und unter Schmadtke SD Sport geworden, um dann anschließend GF Sport zu werden. Seit 01.02.2023 bekleidete er dieses Amt, welches er bis zum 01.04.2024 bekleidet hat.

Nun kann man diesen Werdegang unterschiedlich interpretieren und unterschiedlich bewerten.
Es gibt einige Menschen die dir Marcel Schäfer als nahbaren Typen skizzieren werden, der Wolfsburg wirklich bis ins letzte Detail geliebt hat.

Es wird aber eben auch Menschen geben, die dir sagen werden, dass er was den Manager und nicht die Privatperson Marcel Schäfer angeht, als Menschen mit Kalkül skizzieren werden. Ich persönlich schätze Marcel Schäfer zunächst als sehr intelligenten Typen ein, habe ich mehrmals und nachweislich auch geschrieben und gesagt.

Über die Privatperson Marcel Schäfer, da möchte ich mir kein Urteil bilden. Ich kann dann auch nicht die Leute verstehen, die im Drohungen schicken und die ihn dann dazu bewegen, dass er mit Familie die Stadt verlassen muss. Dieses Verhalten der Menschen ist schlicht und einfach nur DUMM.

Als Funktionär des Vereines habe ich aber ein komplett anderes Bild von Schäfer, für mich ist das auch nichts "sonderbares", ich habe es mit meinem Berufsleben schon oft genug erlebt, dass jemand privat komplett das Gegenteil von dem ist, was er im Berufsleben ist.

Und genau dieser Person Schäfer werfe ich vor, dass er alles mit Kalkül gemacht hat und ihm Wolfsburg eben doch nicht so wichtig bzw. die Liebe nicht so "bedingungslos" war, wie er öffentlich immer getan hat. Theoretisch ist das auch nicht verwerflich, denn auch hier gehören Menschen dazu, die ihm das abkaufen.

Nun kann man sagen, um noch mal den Sprung zu deinem privaten Einblick zu machen, dass man irgendwann einmal den Zeitpunkt hat, dass man sagt von beiden Seiten, es passt nicht mehr. Natürlich kann es auch sein, so wie hier von Marcel Schäfer "skizziert" wird, dass es nur von einer Seite nicht mehr passt. Dann machst du als "Gegenpart" auch nicht mehr viel, denn eine Beziehung ist nicht eine Einbahnstraße. Man kann nicht sagen, ne du bleibst bei mir bis ans Lebensende.

Ich persönlich finde es aber "sonderbar" und wenig nachvollziehbar, dass er zuvor 11 Jahre als Spieler in Wolfsburg war und dann 4,5 Jahre als SD gearbeitet hatte, um dann nach nur knapp 8 Monaten im Amt als GF Sport eine Kehrtwende einzuleiten und zu sagen, dass ist alles nichts mehr für mich, ich helfe dem Verein mehr, wenn ein neuer Impuls im Sommer kommt.

Ich finde es erstaunlich, dass man bei der GF Sport Suche nicht von sich aus sagen hätte können, Leute, ich fühle das nicht mehr, ich habe in meiner Zeit als GF Sport gesehen, dass es für mich hier nichts mehr ist.
Vor solch großen Entscheidungen und großen Veränderungen im Leben ist es doch oft so, dass man noch einmal alles überdenkt, vielleicht auch noch einmal so eine Art "Nervenflattern" bekommt und diese Dinge mit seiner Familie bespricht. Hier muss dann ja klar eine "Entscheidung" pro Wolfsburg gefallen sein. Nachdem man die EL verkackt hat am letzten Spieltag wird man im Sommer nochmal die Möglichkeit gehabt haben, sich zu hinterfragen. Die Saison begann ja auch schon im August? Und 2 Monate später verhandelt man dann mit RB?

Wieso schreibe ich, dass man nach knapp 8 Monaten im Amt auf einmal eine Kehrtwende macht? Es müsste ziemlich genau der Zeitpunkt sein, bei dem Eberl bei RB aufgehört hat und die ersten Gerüchte um Schäfer zu RB aufkamen. Müsste im Oktober gewesen sein, wie beschrieben, die Saison begann im August.

Zufällig ist das genau der Zeitpunkt, bei dem Kovac erstmalig schon in die Kritik geriert und für viele unverständlich der VfL sich in Person von Marcel Schäfer nahezu einmalig hinter einen Trainer gestellt hat.

Rückblickend kann man hier natürlich auch diese Sache unterschiedlich bewerten, für mich sieht es hier so aus, als ob Marcel Schäfer schon wusste, dass er spätestens im Sommer wird gehen wollen, weil er schon mit RB verhandelt hat (Oktober) und er wollte den VfL nicht komplett im Trümmerhaufen hinterlassen mit neuem Trainer innerhalb der Saison und mit einem scheidenden GF Sport.

Er hatte tatsächlich die Hoffnung, dass man mit Kovac die Kurve wird bekommen können und im besten Fall noch die EL/CL (nicht UCL) erreichen wird können. So wäre es ein "versöhnlicher" Schluss gewesen und man hätte alles "besser" verkaufen können.

Ein Indiz welches mMn für das Kalküle Handeln von Marcel Schäfer spricht ist, dass er eine AK in seinem Vertrag schreiben lassen hat, die ihm das 2 Jahren GF Sport die Möglichkeit gab, dass er den Verein verlassen kann. Natürlich kann man auch hier wieder es so bewerten, dass er sich alle Möglichkeiten offen lassen halten wollte, dass er den Verein bei einem sehr guten Angebot verlassen hätte können.

Was ich ihm hier halt wieder vorwerfe ist, dass er eben nicht diese bedingungslose Liebe zu Verein und Stadt hat, die er öffentlich suggeriert hat. Denn in diesem Fall, überlege ich mir solche Sachen im Normalfall nicht. Habe ich ja mit meiner Ehefrau auch nicht getan, da habe ich auch keinen Ehevertrag aufsetzen lassen.

Wir alle wissen ja, wie es im Fußballgeschäft läuft und das dieses kurzlebig ist, mir geht es einzig und alleine darum, dass mir Schäfer in Teilen der Fanschaft als "Gott" angesehen wird über dem man kein negatives Wort schreiben darf, weil er "unser" Schäfer "unser" Marcel ist.

Es sollte erlaubt sein, dass man Kritik äußert und man dem Funktionär Marcel Schäfer vorwerfen kann, dass er einen strikten und kalkülen Karriereplan verfolgt hat. Es sollte erlaubt sein, dass man ihm diese bedingungslose Liebe zum VfL und der Stadt nicht abkauft. Manch einer mag das nun als Unterstellung betiteln, von mir aus ist das auch gerne das.

Allerdings könnte man dieses dann auch behaupten wenn man sagt, es muss was vorgefallen sein, sonst würde er das nicht machen. Was ich sagen möchte, sofern man differenziert zwei Meinungen / Behauptungen hat, so sollten beide erlaubt sein und keine besser oder schlechter.

Was am Ende eben nicht geht, dass man die Person bzw. den Mensch Marcel Schäfer verurteilt, hasst und ihm als Privatmenschen alles schlecht wünscht.
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