Frankreich

Ligue 1 2012/13

02.07.2012 - 19:59 Uhr
Ligue 1 2012/13 |#2251
27.02.2013 - 02:22 Uhr
Kann euch beiden und dem Herrn Gourcuff da nur zustimmen.
Ich denke, etwas Know-How aus dem Ausland könnte der L1 sicher nicht schaden. Und damit sind jetzt keine Ancelotti's oder Ranieri's gemeint, die auch eher auf Defensivfußball stehen...
Es fehlen mir in Frankreich ein bisschen die jungen Trainer, die mit neuen Ideen kommen, Roazhon hat letztens Gourvennec erwähnt, das ist sicher einer der wenigen in der L2, wenn nicht sogar der Einzige, der seine Mannschaft stets recht offensiv einstellt und wo auch viel Spielfreude dabei ist. Ansonsten vielleicht noch Stéphane Moulin von Angers...

Lustig finde ich die Reaktion von Casanova, der sich durch Gourcuffs Aussagen anscheinend (und nicht zu Unrecht) ziemlich angegriffen fühlt :D
http://www.lequipe.fr/Football/Actualites/Gourcuff-le-professeur/353161

[Jetzt ein Teil, der womöglich etwas OT ist.]

Was Simone angeht, kann ich aber nicht ganz einverstanden sein: bei einem 1-Tor-Vorsprung hat er stets sofort hinten dicht gemacht, sprich er nahm immer einen Offensivspieler aus seinem 4-4-2 raus, brachte Mendy hinein, Koman der als Dirigent im DM agierte musste dann auf die Seite ausweichen, damit waren im Mittelfeld quasi drei Defensivakteure drin, oft kam dann noch Dingomé für einen weiteren Offensivspieler um auf den Flügeln ganz sicher zu sein... hat zwar oft genug funktioniert, aber offensiv und angriffslustig stelle ich mir dann doch anders vor.

Hätte man ihm die Chance weiter gegeben, vielleicht würde die Mannschaft derzeit ganz anders spielen, who knows... die Absicht, attraktiven Offensivfußball zu bieten war sicher da, aber der Kontext war sicher nicht ideal und der Druck, der auf ihm lastete, war auch sehr groß...
Ligue 1 2012/13 |#2252
27.02.2013 - 20:06 Uhr
Zitat von Turini:
Kann euch beiden und dem Herrn Gourcuff da nur zustimmen.
Ich denke, etwas Know-How aus dem Ausland könnte der L1 sicher nicht schaden. Und damit sind jetzt keine Ancelotti's oder Ranieri's gemeint, die auch eher auf Defensivfußball stehen...
Es fehlen mir in Frankreich ein bisschen die jungen Trainer, die mit neuen Ideen kommen, Roazhon hat letztens Gourvennec erwähnt, das ist sicher einer der wenigen in der L2, wenn nicht sogar der Einzige, der seine Mannschaft stets recht offensiv einstellt und wo auch viel Spielfreude dabei ist. Ansonsten vielleicht noch Stéphane Moulin von Angers...

Lustig finde ich die Reaktion von Casanova, der sich durch Gourcuffs Aussagen anscheinend (und nicht zu Unrecht) ziemlich angegriffen fühlt :D


Wobei ich seine Argumentation schon auch nachvollziehen kann. Klar wollen wir alle spektakulären Fußball sehen, aber schaut mal nach Bastia oder Troyes. Ersteres versucht ganz ansehnlich zu spielen und auch ESTAC setzt auf Spieler, die über die Technik kommen wie Camus. Aber beide hängen unten drin. Was nützt ein französisches "Werder"-Syndrom, wenn du vorne ganz toll spielst, die Spiele aber trotzdem an den Gegner gehen.

Denkt jetzt nicht, ich stünde noch unter dem Eindruck vom Clasico am Sonntag, aber stabile Defensive ist nun mal fast immer identisch mit Erfolg. Gourcuffs Lorient hat in der Hinrunde teilweise die Hütte voll bekommen, das ging auf keine Kuhhaut mehr :ugly

Die haben sich auch nicht darüber stabilisiert, dass sie dann vorne 6 Tore gemacht haben, sonder über die Abwehrarbeit, da muss ich Casanova schon beipflichten.

Und der nächste Punkt: So lange es eine derart hohe Spielerfluktuation gibt wie derzeit, werden Ergebnisse wie in Mainz, Dortmund oder beim SCF in Frankreich schwierig zu erzielen sein. Die Mannschaften sind alle eingespielt und halten ihre Grundgerüste über mehrere Saisons zusammen. Daneben enorme Kontinuität auf den Trainerposten (OK, Streich, aber er wird auch nicht direkt demnächst gefeuert, wenn die Ergebnisse nicht stimmen..). Wenn dir ständig die Spieler weggekauft werden, konterkariert das eben eine kontinuierliche Entwicklung mit Eingespieltheit und einem guten taktischen System :/:

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Ligue 1 2012/13 |#2253
28.02.2013 - 19:14 Uhr
Zitat von Hol_ma_Mbia:
Zitat von Turini:
Kann euch beiden und dem Herrn Gourcuff da nur zustimmen.
Ich denke, etwas Know-How aus dem Ausland könnte der L1 sicher nicht schaden. Und damit sind jetzt keine Ancelotti's oder Ranieri's gemeint, die auch eher auf Defensivfußball stehen...
Es fehlen mir in Frankreich ein bisschen die jungen Trainer, die mit neuen Ideen kommen, Roazhon hat letztens Gourvennec erwähnt, das ist sicher einer der wenigen in der L2, wenn nicht sogar der Einzige, der seine Mannschaft stets recht offensiv einstellt und wo auch viel Spielfreude dabei ist. Ansonsten vielleicht noch Stéphane Moulin von Angers...

Lustig finde ich die Reaktion von Casanova, der sich durch Gourcuffs Aussagen anscheinend (und nicht zu Unrecht) ziemlich angegriffen fühlt :D


Wobei ich seine Argumentation schon auch nachvollziehen kann. Klar wollen wir alle spektakulären Fußball sehen, aber schaut mal nach Bastia oder Troyes. Ersteres versucht ganz ansehnlich zu spielen und auch ESTAC setzt auf Spieler, die über die Technik kommen wie Camus. Aber beide hängen unten drin. Was nützt ein französisches "Werder"-Syndrom, wenn du vorne ganz toll spielst, die Spiele aber trotzdem an den Gegner gehen.

Denkt jetzt nicht, ich stünde noch unter dem Eindruck vom Clasico am Sonntag, aber stabile Defensive ist nun mal fast immer identisch mit Erfolg. Gourcuffs Lorient hat in der Hinrunde teilweise die Hütte voll bekommen, das ging auf keine Kuhhaut mehr :ugly

Die haben sich auch nicht darüber stabilisiert, dass sie dann vorne 6 Tore gemacht haben, sonder über die Abwehrarbeit, da muss ich Casanova schon beipflichten.

Und der nächste Punkt: So lange es eine derart hohe Spielerfluktuation gibt wie derzeit, werden Ergebnisse wie in Mainz, Dortmund oder beim SCF in Frankreich schwierig zu erzielen sein. Die Mannschaften sind alle eingespielt und halten ihre Grundgerüste über mehrere Saisons zusammen. Daneben enorme Kontinuität auf den Trainerposten (OK, Streich, aber er wird auch nicht direkt demnächst gefeuert, wenn die Ergebnisse nicht stimmen..). Wenn dir ständig die Spieler weggekauft werden, konterkariert das eben eine kontinuierliche Entwicklung mit Eingespieltheit und einem guten taktischen System :/:

Freiburg ist ein denkbar schlechtes Beispiel für ein Team welches unter einer Fluktuation schlechtere Leistung bringen würde.
Freiburg hat im Sommer gezielt einen Umbruch eingeleitet und etablierte Stammspieler "vor die Tür gesetzt". Quasi im selben Atemzug wurden Spieler entweder aus der Jugend hochgezogen oder günstig verpflichtet. Darunter war unter anderem ein gewisser Fallou Diagne aus Metz, der wirklich hervorragende Anlagen besitzt und in dieser Saison sehr starke Leistungen bringt.
Es ist nicht nur ein Problem der ständigen Spielerabgänge. Es ist die Art und Weise wie man damit umgeht .. ob man in der Lage ist einen Abgang aufzufangen. Freiburg hat Cisse, ihren absoluten Topstürmer, an einen bekannten französischen Verein in der Premier League verkauft und ist trotzdem nach seinem Abgang zum Teil noch besser geworden.
Dafür muss im Verein aber ganzheitlich ordentliche Arbeit geleistet werden z.B von Seiten des sportlichen Managements im Bereich Spielerverträge, Scouting. Das Beispiel lässt auch durchaus auf andere Klubs übertrage. Mainz, Frankfurt etc. machen aus ihren finanziellen Möglichkeiten unheimlich viel. Ganz zu schweigen von der Trainerposition. Streich lässt modernen Systemfußball spielen, der zugleich offensiv attraktiv ist und defensiv stabil ist.
Gepflegtes Kurzpassspiel, One-Touch-Fußball, ordentliches Offensivpressing, schnelles Umschaltspiel. Das kannst du in der L1 zum Teil mit der Lupe suchen.
Die zum Teil hervorragende Jugendarbeit in vielen Klubs ist eigentlich eine absolut solide Grundlage. Solange aber im Bereich der sportlichen Leitung und auf den Trainerpositionen in der L1 kein Umdenken stattfindet, wird diese Abwärtsspirale, in der sich die L1 befindet, sich weiterdrehen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von steven0904 am 28.02.2013 um 19:16 Uhr bearbeitet
Ligue 1 2012/13 |#2254
28.02.2013 - 23:48 Uhr
Zitat von steven0904:
Freiburg ist ein denkbar schlechtes Beispiel für ein Team welches unter einer Fluktuation schlechtere Leistung bringen würde.
Freiburg hat im Sommer gezielt einen Umbruch eingeleitet und etablierte Stammspieler "vor die Tür gesetzt". Quasi im selben Atemzug wurden Spieler entweder aus der Jugend hochgezogen oder günstig verpflichtet. Darunter war unter anderem ein gewisser Fallou Diagne aus Metz, der wirklich hervorragende Anlagen besitzt und in dieser Saison sehr starke Leistungen bringt.
Es ist nicht nur ein Problem der ständigen Spielerabgänge. Es ist die Art und Weise wie man damit umgeht .. ob man in der Lage ist einen Abgang aufzufangen. Freiburg hat Cisse, ihren absoluten Topstürmer, an einen bekannten französischen Verein in der Premier League verkauft und ist trotzdem nach seinem Abgang zum Teil noch besser geworden.
Dafür muss im Verein aber ganzheitlich ordentliche Arbeit geleistet werden z.B von Seiten des sportlichen Managements im Bereich Spielerverträge, Scouting. Das Beispiel lässt auch durchaus auf andere Klubs übertrage. Mainz, Frankfurt etc. machen aus ihren finanziellen Möglichkeiten unheimlich viel. Ganz zu schweigen von der Trainerposition. Streich lässt modernen Systemfußball spielen, der zugleich offensiv attraktiv ist und defensiv stabil ist.
Gepflegtes Kurzpassspiel, One-Touch-Fußball, ordentliches Offensivpressing, schnelles Umschaltspiel. Das kannst du in der L1 zum Teil mit der Lupe suchen.
Die zum Teil hervorragende Jugendarbeit in vielen Klubs ist eigentlich eine absolut solide Grundlage. Solange aber im Bereich der sportlichen Leitung und auf den Trainerpositionen in der L1 kein Umdenken stattfindet, wird diese Abwärtsspirale, in der sich die L1 befindet, sich weiterdrehen.


Stimmt, Freiburg habe ich unbedachterweise einfach mit in die Reihe genommen, die hatten schon krasse Abgänge zu verkraften. Wobei ich auch irgendwie an sie denken musste, weil mir die Wertschätzung der Defensive unter Streich sehr gefällt. Insofern wären sie echt ein gutes Modell in taktischer Hinsicht. Die Zeiten, als sie immer schön mitspielten, oft dann halt aber keine Punkte einfuhren, sind seit letzter Rückrunde ja erstmal ad acta.

Klar sollte man die Spielerfluktuation auch nicht überbewerten, aber ich kann eben Casanova da schon halbwegs verstehen, wenn wesentliche Spieler in der Rückrunde auf einmal gen Insel wechseln, das muss man erstmal kitten. Wir werden ja sehen, gerade der TFC ist für diese Rückrunde ein interessantes Beispiel, ob die Verstärkungen greifen (Ben Basat, Rabiot).

Gourcuff hat aber eben auch Recht, es wäre einiges mehr drin bei vielen Vereinen. Ob sich die L1 in einer Abwärtsspirale befindet? Schwer zu sagen. Wichtig wird eben sein, wie die Vereine demnächst ihre wirtschaftlichen Mittel ausnutzen, der Sparkurs wird wohl erstmal so weitergehen. Und ja, da muss man auf die Jugend setzen. Normalerweise kann man dann auch "vernünftig" arbeiten bzw. taktische Konzeptionen schon in den Jugendmannschaften implementieren.

Zum Glück haben wir nicht diese krass überschuldeten Vereine in der Liga wie z.B. in Spanien. Ein Wirtschaftsprofessor aus Barcelona prophezeit ja sogar das Ende des spanischen Profifußballs. Da sind die großen Vereine in Frankreich soweit ganz gut aufgestellt oder fangen nun langsam an, eine kontinuierliche halbwegs kohärente Ausgabendrosselung zu fahren. Das könnte in ein paar Jahren seine Früchte tragen. Die Ausgangsfrage war ja nach den ausländischen Trainern, die der Ligue 1 ein neues Gesicht verleihen könnten. Klar, neue Impulse von außen sind immer gut, aber unsere L1/L2-Trainer sind doch wohl hoffentlich lernfähig, die sehen doch, wo gerade guter, erfolgreicher Fußball gespielt wird. Und da soll man dann halt Anleihen machen. Ob Klopp dann sagt "wie die Chinesen" ist mir herzlich egal :)

Aber eine reine Fokussierung auf spektakulären Offensivfußball möchte ich zumindest bei meinem Verein nicht haben :D

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"Messi aime Lanus et le prouve." - sports.fr

"Man nennt mich 'Blackenbauer'" - Jemerson, Innenverteidiger, AS Monaco
Ligue 1 2012/13 |#2255
01.03.2013 - 19:55 Uhr
Montpellier: Jourdren - Congré, Hilton, El Kaoutari, Bedimo - Pitau, Estrada, Utaka, Mounier - Charbonnier, Herrera.

Rennes: Costil - KTC, Kana-Biyik, Ilunga, Mavinga - Makoun, Danzé, Feret - Sadio Diallo, Pitroipa, Erding.
Ligue 1 2012/13 |#2256
01.03.2013 - 20:21 Uhr
montpellier heute mal mit doppelspitze im 4,4,2

Kann einer sagen was mit Belhanda ist?

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Borussia aus Dortmund mein Verein !
Werde für immer bei dir sein !
Ligue 1 2012/13 |#2257
01.03.2013 - 20:49 Uhr
Zitat von bozzano:
Kann einer sagen was mit Belhanda ist?


er ist gesperrt.

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***Ligue1***Österreichische Bundesliga***
Ligue 1 2012/13 |#2258
01.03.2013 - 22:02 Uhr
hilton bringt montpellier nach einem freistoß in führung. hätte man auch foul an costil pfeifen können.

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***Ligue1***Österreichische Bundesliga***
Ligue 1 2012/13 |#2259
01.03.2013 - 22:06 Uhr
Kann man schon geben, war nicht im 5er, ansonsten bitter für uns. Ich glaub das Spiel hat kein Sieger verdient.

Edit: In einer anderen Einstellung sieht man doch dass Hilton klar Costil bedrängt. Hm, der Schiri hat halt nicht gepfiffen. :/:
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roazhon am 01.03.2013 um 22:11 Uhr bearbeitet
Ligue 1 2012/13 |#2260
01.03.2013 - 22:13 Uhr
dennoch grenzwertig für meinen geschmack, gibt sicher einige schiris die da abgepfiffen hätten.

camara jetzt jedenfalls mit dem 2:0, schönes tor.

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***Ligue1***Österreichische Bundesliga***
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