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Lars Windhorst

28.11.2019 - 23:49 Uhr
Lars Windhorst |#161
12.02.2020 - 10:33 Uhr
Wer die wirklichen Geldgeber sind möchte ich eigentlich gar nicht wissen!

Mit Hertha Geld verdienen wollen, ist schon sehr schräg!
Lars Windhorst |#162
12.02.2020 - 10:42 Uhr
Ich verstehe die ganzen Kommentare zwecks des Geldes sowie eines drohenden finanziellen Abstiegs der Hertha nicht. Hertha hat 49,9% der KGaA Anteile an einen Aktionär verkauft und dafür 224 Mio Euro erhalten. Wie stellt ihr euch denn vor, was er als Kommanditaktionär dadurch an Entscheidungsgewalt bekommt? Das ist ein Investment, was nicht für Hertha sondern für ihn ein gewisses Risiko bedeutet. Falls ihm das nicht mehr passt, dann muss er jemanden suchen, der seine Hertha-Anteile abkauft. Wieso sollte Hertha dafür nur im Geringsten einstehen? Das Geld wurde doch bislang nicht verbrannt, sondern einfach nur investiert bzw. verschoben.

Auch die Kommentare hier zu lesen "an seiner Stelle würde ich abkotzen" etc. Man Leute, das ist doch kein ein- oder zweijähriges Short-Term-Investment sondern eine langfristige, strategische Anlage von ihm. Ich glaube sogar, dass das Geld nicht einmal ihm sondern vermögenden Anlegern/Family Offices etc. gehört. Und das wir diese Saison nicht mehr in die Europacupplätze kommen, war doch klar. Ziel ist ganz klar der Nichtabstieg und die Vorbereitung des Kaders auf die neue Saison. Und wenn wir in 5 Jahren noch immer in der ersten Liga spielen, dann sind seine 224 so oder so mehr wert als heute..
Lars Windhorst |#163
12.02.2020 - 10:47 Uhr
Na klar trägt der Investor das Risiko.

Deswegen würde ich ja an seiner Stelle wegen der späten Verfügbarkeit von Tousart und Cunha und den 3 Ausleihen an die Konkurrenz ausrasten!

Darum geht es doch!
Lars Windhorst |#164
12.02.2020 - 11:38 Uhr
Zitat von Joerg12
Na klar trägt der Investor das Risiko.

Deswegen würde ich ja an seiner Stelle wegen der späten Verfügbarkeit von Tousart und Cunha und den 3 Ausleihen an die Konkurrenz ausrasten!

Darum geht es doch!


Das ist doch lächerlich.

Klinsmann war doch mehr oder weniger Windhorsts Vertreter im operativen Geschäft. Cunha war Klinsmanns Wunschspieler. Windhorst und Klinsmann haben sich persönlich mit Kuranyi getroffen, der als Vermittler im Fall Cunha tätig war. Man hat sich doch sicher über den Transfer ausgetauscht und auch Klinsmann wird gewusst haben, das Cunha nicht verfügbar ist. Ähnlich wird es wohl mit Tousart gewesen sein, das läuft doch nicht so ab, das Preetz sich denkt, oh ich habe eine super Idee, hier Jürgen leb damit.


Preetz hat wohl eher auf die Bremse getreten und Klinsmann nicht das gesamt Geld im Winter auf dem Transfermarkt zur Verfügung gestellt. Ich bin eigentlich froh das wir Preetz als etwas konservativen Gegenpart haben, Maier und wahrscheinlich der ein oder andere wären sonst auch nicht mehr in Berlin.

Ich arbeite im Finanzsektor, unter anderem bin ich auch für den Investor mit den 3 Buchstaben tätig gewesen. So ein Investor trifft Entscheidungen weniger emotional als ein Fan hier. Als damals ein neuer Trainer zur Debatte stand, gibt es intern eine ganz einfache Risiko Abwägung seitens des Investors:

1) Wer ist auf dem Markt
2) Punkte Schnitt der letzen Jahre
3) Erfahrung
4) Etc.

Ob er nun 4-3-3 oder 4-4-2 spielt, offensiv oder defensiv spielt, etc. werden darin nicht Berücksichtig.

Alles was in diesem Deal passiert ist, jeder Partei in den entsprechenden Verträgen festgehalten oder als Option durch verschiedene Klauseln festgehalten.
So ein Investor hat auch mehrere Sparten (Private Equity, Real Estate, Credit, etc.). Jede Sparte hat natürlich ein Ziel und das ist Geld verdienen. Ob nun durch Zinsen, Dividenden oder den Verkauf von Anteilen nach einer Wertsteigerung des Investments. Teilweise weniger Risikobehaftet oder auch mit mehr Risiko (z.B. Aufkauf und Sanierung von Unternehmen)

Wie Windhorst nun als Investor bei Hertha agiert wird sich zeigen.

a) Er hält weiter zu Klinsmann und er wusste bzw. war Teil von dem Plan an mehr Macht im operativen Bereich zu kommen
b) Er ist selber von Klinsmann überrascht worden und wird sich einen neuen Vertreter für den Aufsichtsrat suchen.

Aber ich kann dir bestätigen, das jedes Unternehmen gewillt ist seine Shareholder zufriedenzustellen. Es wird regelmäßigen Austausch geben und an einer für beide Seiten zufriedenstellenden Lösung gearbeitet.

Von Preetz kann mal halten was man will, aber was du zu Herthas ersten Investoren Deal geschrieben hast und jetzt noch zur Transferpolitik abgibst ist einfach nicht korrekt.
Lars Windhorst |#165
12.02.2020 - 11:55 Uhr
Ich bin der Meinung die Mannschaft hätte zwingend jetzt zur Rückrunde mit einem Mitteldfeldstrategen verstärkt werden müssen.

Mir ist das zuviel Risiko mit den beiden Zukunftstransfers.

Ich irre mich gerne. Ich befürchte, aber das unser Mittelfeld einfach im Spiel mit dem Ball zu schwach für die Bundesliga ist.

Ausser gegen Düsseldorf und Köln klauten wir sämtliche Punkte mit starkem Abwehrspiel gegen den Ball. Die Gegner waren spielerisch überlegen und wir zermürrbten sie mit Disziplin gegen den Ball.

Mit dieser Spielweise punkten wir nicht gegen die direkte Konkurrenz.

Das Mainzspiel hat dies doch gezeigt. Wir hätten Tousart jetzt benötigt. Wenn der Transfer nur so ging, dann hätten wir jetzt einen anderen Spieler holen müssen. Das gleiche gilt für Cunha.

Ich weiss nicht, wer diese Entscheidungen getroffen hat. Vielleicht war Lars Windhorst informiert.

Dann war es eine gemeinsame Fehleinschätzung.
Lars Windhorst |#166
12.02.2020 - 12:08 Uhr
Sehr schwer vorstellbar, dass er nicht informiert wurde. Wobei er das pers. ja kaum bewerten kann, sondern sich da auf eine externe Expertise verlassen wird - also wohl mindestens durch Klinsmann.

Cunha kommt ja jetzt zur heißen Phase dazu und hat durch die Quali ja zumindest etwas Wettkampfpraxis erhalten und zudem noch ein paar Törchen fürs Selbstvertrauen geschossen... Unschuldig

Auch wenn man als Außenstehender natürlich nicht weiß was an den ganzen damaligen Gerüchten (Götze, Draxler, Xhaka) dran war: ich bin heilfroh, dass die nicht zustande kamen (Götze,Draxler) bei Xhaka kam ja wohl leider der Trainerwechsel bei Arsenal dazwischen.

Zum Glück gibt es diese Saison einige Teams die sich deutlich schlechter präsentieren und strukturelle Mängel auweisen, so dass das Risiko eines Abstiegs halt einigermaßen überschaubar ist. An sich ist der Kader mMn klar ausreichend um die Klasse zu halten - der Trainer muss halt passen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von twietee am 12.02.2020 um 12:09 Uhr bearbeitet
Lars Windhorst |#167
12.02.2020 - 12:14 Uhr
Sehr spannende, weitestgehend sachliche Diskussionen bei der auch Fan mäßig Außenstehende gut folgen können.

Mir stellt sich gerade folgende Frage.
Mal vereinfacht für mich dargestellt:
Windhorst steigt nach Verhandlungen mit 49,9% bei der Hertha ein.
Dann folgte Klinsmann in den Aufsichtsrat. Quasi um die Interessen Windhorst zu vertreten.
Nach der Trainerentlassung übernimmt Klinsmann den Trainerposten . Geht nun wieder. Das mit der Begründung das er weitergehende Befugnisse inkl. Kaderplanung haben möchte. Dazu ein schneller Umruch. Das Geld soll kurzfristig in den Kader fließen , wie im Winter geschehen

Preetz und der restliche Vorstand wollen Traineramt und Kaderplanung trennen. Zudem die Millionen des Investors über mehrere Jahre Investieren und den Kaderaufbau nachhaltig und mit ruhiger Hand betreiben. Was ich als Gladbacher bevorzugen würde.
Letztendlich aber beides als Weg anerkennenswert finde.

Das alles vereinfacht dargestellt
Nun mein Gedanke / Frage
Wie kommt so ein Investoreinstieg zustande. Wie und vor allem worüber wird gesprochen.
Über solche Themen wie und in welchem Zeitraum soll ein Kaderumstieg stattfinden. So etwas muss doch vorher klar sein?
Man erstellt einen Buisnessplam für 5-10 Jahre
Kaderplanung
Wie soll der Verein inkl. Stadion verändern usw
So etwas hätte ich von beiden Seiten erwartet .
Dann wird geschaut ob es passt, sucht einen Konsens und alles ist gut. ebenso beschreibt man Szenarien wie Abstiegskampf bis Meisterschaft.

Worüber haben die geredet?
Wie kommt es gerade zu solchen massiven Differenzen?

Ein Musterbeispiel , wie beim HSV und 96, das es massiv schiefgehen kann wenn der mit dem Geld die Macht hat
Lars Windhorst |#168
12.02.2020 - 12:18 Uhr
Zitat von Joerg12
Ich bin der Meinung die Mannschaft hätte zwingend jetzt zur Rückrunde mit einem Mitteldfeldstrategen verstärkt werden müssen.

Mir ist das zuviel Risiko mit den beiden Zukunftstransfers.

Ich irre mich gerne. Ich befürchte, aber das unser Mittelfeld einfach im Spiel mit dem Ball zu schwach für die Bundesliga ist.

Ausser gegen Düsseldorf und Köln klauten wir sämtliche Punkte mit starkem Abwehrspiel gegen den Ball. Die Gegner waren spielerisch überlegen und wir zermürrbten sie mit Disziplin gegen den Ball.

Mit dieser Spielweise punkten wir nicht gegen die direkte Konkurrenz.

Das Mainzspiel hat dies doch gezeigt. Wir hätten Tousart jetzt benötigt. Wenn der Transfer nur so ging, dann hätten wir jetzt einen anderen Spieler holen müssen. Das gleiche gilt für Cunha.

Ich weiss nicht, wer diese Entscheidungen getroffen hat. Vielleicht war Lars Windhorst informiert.

Dann war es eine gemeinsame Fehleinschätzung.


So hört sich das ganzen schon anders an.

Ich gehe davon aus, das man sich sicher ist den Klassenerhalt zu schaffen. Die verschenkte Saison wollte man wohl nutzen um schon mal den ersten Schritt des Kaderumbaus voranzutreiben und sich die Spieler an Berlin und die Bundesliga gewöhnen zu lassen.

Was den Kader betrifft gehört dan aber in einen anderen Theared.

Den Windhorst Deal kenne ich nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen das es hier anders als bei den tausenden von Investmentdeals am Tag auf der Welt ist. Hertha und Windhorst werden schon eine Strategie und Pläne besprochen haben. Ob es nun konkrete Namen auf dem Transfermarkt oder Positionen sind, sei mal dahin gestellt.

Da Herr Windhorst ja auch im Real Estate Sektor vertreten ist, wird er auch durch Herthas Stadionpläne ein interesse haben, sei es durch Kredite, Anteile an einer etwaigen Stadiongesellschaft etc.
Oder er nun einfach glaubt mittelfristig aus Hertha ein Team zu machen, welches regelmässig am internationalen Geschäft teilnimmt und die Anteile mit Gewinn zu Verkaufen, sei mal dahingestellt.
Lars Windhorst |#169
12.02.2020 - 12:24 Uhr
Zitat von Katharer

Wie kommt es gerade zu solchen massiven Differenzen?


Kann auf deine Fragen nicht antworten, aber ob es zwischen Investor und der "alten" Hertha überhaupt massive Differenzen gibt ist ja nicht eindeutig. Kann gut sein, dass die These mit Klinsi als Trojanische Pferd korrekt ist und das würde natürlich massiv Fragen hinsichtlich der intern abgestimmten Strategien aufwerfen. Allerdings wäre das ein mehr als plumper Überrumpelungsversuch an den ich so Recht nicht glauben mag der aber sicherlich möglich sein kan. Daher ist ein kompletter Alleingang Klinsis auch nicht ausgeschlossen.

Zum Glück hält sich der Windhorst nach Außen (bislng zumindest) mehr als bedeckt - das wäre ja schon mal ein großer Vorteil gegenüber einem Martin Kind oder Kühne.
Lars Windhorst |#170
12.02.2020 - 12:24 Uhr
Zitat von Katharer
Sehr spannende, weitestgehend sachliche Diskussionen bei der auch Fan mäßig Außenstehende gut folgen können.

Mir stellt sich gerade folgende Frage.
Mal vereinfacht für mich dargestellt:
Windhorst steigt nach Verhandlungen mit 49,9% bei der Hertha ein.
Dann folgte Klinsmann in den Aufsichtsrat. Quasi um die Interessen Windhorst zu vertreten.
Nach der Trainerentlassung übernimmt Klinsmann den Trainerposten . Geht nun wieder. Das mit der Begründung das er weitergehende Befugnisse inkl. Kaderplanung haben möchte. Dazu ein schneller Umruch. Das Geld soll kurzfristig in den Kader fließen , wie im Winter geschehen

Preetz und der restliche Vorstand wollen Traineramt und Kaderplanung trennen. Zudem die Millionen des Investors über mehrere Jahre Investieren und den Kaderaufbau nachhaltig und mit ruhiger Hand betreiben. Was ich als Gladbacher bevorzugen würde.
Letztendlich aber beides als Weg anerkennenswert finde.

Das alles vereinfacht dargestellt
Nun mein Gedanke / Frage
Wie kommt so ein Investoreinstieg zustande. Wie und vor allem worüber wird gesprochen.
Über solche Themen wie und in welchem Zeitraum soll ein Kaderumstieg stattfinden. So etwas muss doch vorher klar sein?
Man erstellt einen Buisnessplam für 5-10 Jahre
Kaderplanung
Wie soll der Verein inkl. Stadion verändern usw
So etwas hätte ich von beiden Seiten erwartet .
Dann wird geschaut ob es passt, sucht einen Konsens und alles ist gut. ebenso beschreibt man Szenarien wie Abstiegskampf bis Meisterschaft.

Worüber haben die geredet?
Wie kommt es gerade zu solchen massiven Differenzen?

Ein Musterbeispiel , wie beim HSV und 96, das es massiv schiefgehen kann wenn der mit dem Geld die Macht hat


So wird es auch gewesen sein. Was sich halt eben jetzt zeigen wird ist, inwieweit sich Herr Windhorst über Klinsmann mehr Einfluss auf das operative Geschäft verschaffen wollte oder ob es tatsächlich einfach nur Klinsmanns grössenwahn war, der zu diesen Differenzen geführt hat.
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