08.08.2025 - 13:49 | Quelle: Bild/Transfermarkt | Lesedauer: unter 2 Min.
Hamburger SV
Ransford Königsdörffer
Offen für HSV-Verlängerung 

Königsdörffer von geplatztem Nizza-Transfer überrascht: „Vielleicht haben sie sich verguckt“

HSV-Profi Königsdörffer über geplatzten Nizza-Transfer: „Vielleicht verguckt“
©IMAGO

Stürmer Ransford Königsdörffer hat wenige Tage nach seinem geplatzten Wechsel vom Hamburger SV zum OGC Nizza selbst Stellung bezogen und sich über die Begründung der Absage des französischen Erstligisten gewundert. „Ich wollte die Chance nutzen, im Ausland Fußball zu spielen. Ich bin mit OGC nicht auf einen Nenner gekommen. Ich weiß nicht, was sie gefunden haben. Vielleicht haben sie sich verguckt“, sagte der 23-Jährige der „Bild“ im HSV-Trainingslager auf Mallorca.


Marktwert
Ransford Königsdörffer
R. Königsdörffer Mittelstürmer
5,00 Mio. €


Nizza hatte nach Königsdörffers Medizincheck „gesundheitliche Bedenken“ bei den Rothosen angemeldet und die Einigung über 6 Millionen Euro Ablöse aufgelöst. „Diese Entwicklung haben wir nicht erwartet, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass Ransi in seiner dreijährigen Vertragslaufzeit beim HSV insgesamt lediglich zwei Spiele mit muskulären Problemen verpasst hat“, sagte HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz darüber.



Königsdörffer selbst sei ebenfalls davon überrascht worden, fühlt sich aber geschmeichelt, dass „sich ein europäischer Top-Klub für mich interessiert. Aber ich muss deren Meinung akzeptieren.“ Der schnelle Angreifer hatte in der vergangenen Saison mit 14 Toren großen Anteil am Aufstieg der Hamburger. Er war 2022 von Dynamo Dresden zum HSV gekommen. In Nizza schien sich die Möglichkeit zu bieten, Königsdörffer noch zum Marktwert abtreten zu können. Dass das nach dem Sommer-Transferfenster passiert, ist zumindest nach aktuellem Vertragsstand sehr unwahrscheinlich.


Das Arbeitspapier des gebürtigen Berliners läuft noch bis 2026. Auf einen neuen Kontrakt konnte sich der Verein mit dem Spieler noch nicht einigen. Die Tür dafür öffnete Königsdörffer allerdings nun. Er schloss zwar bei einem ähnlichen Angebot auch einen Wechsel weiterhin nicht aus („Man weiß nie, was im Fußball passiert“), betonte jedoch: „Ich bin hier beim HSV, werde Gas geben. Ich bin weiter offen, hier zu verlängern.“


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Ice187 Bayer 04 Leverkusen Ice187 09.08.2025 - 15:28
Zitat von Guido31
Zitat von BEins

Der angebliche Haken beim Medizincheck in Nizza? Für mich kein ernstzunehmender Grund. Nizza verfügt sicher nicht über bessere medizinische Expertise als Hamburg. Wahrscheinlicher ist, dass der Transfer schlicht an den finanziellen Rahmenbedingungen gescheitert ist! Königsdörffer war für Nizza letztlich zu teuer, und so hat sich der Klub aus der Verhandlung zurückgezogen.


Sorry, aber das ist der unsinnigste Kommentar im ganzen Thread. Nochmal: Es gibt keinen branchenweiten Standard, was bei solchen Medizinchecks bei Profifußballern gemacht wird. Das hängt von der Expertise der Ärzte ab und davon, was der Club beauftragt und bezahlt. Die Möglichkeiten sind:
1. Die Knieproblematik wurde bei Königsdörffer 2022 in Hamburg nicht erkannt, weil man z.B. kein teures MRT gemacht hat oder die Ärzte weniger kundig waren.
2. Die Knieproblematik wurde erkannt, aber von der Hamburger Ärzten anders beurteilt.
3. Die Knieproblematik wurde erkannt, von den Ärzten kritisch beurteilt, aber der HSV hat sich trotzdem für eine Verpflichtung entschieden.

Und man könnte nun in der Tat überrascht sein, wenn Königsdörffer noch nie etwas am Knie gehabt hätte. Aber die französischen Ärzte haben jetzt nur die schweren Bedenken bestätigt, die Berliner Ärzte schon vor 6 Jahren geäußert haben. Königsdörffer wurde 2019 bei Hertha nicht aussortiert, weil man ihn zu schlecht fand und fußballerisch keine Perspektive für ihn sah. Er wurde aussortiert, weil die Berliner Ärzte nach 3 schweren Meniskusverletzungen in der Jugend der Meinung waren, dass er mit den Knien und den Meniskus-Vorschäden keine Profikarriere haben kann. Die französischen Ärzte haben das nun wohl ähnlich beurteilt.


Von der Herangehensweise her durchaus nachvollziehbar, allerdings HAT er ja schon eine profikarriere und spielt auch seit mehreren jahren ohne größere verletzungen.

das man einen MRT check nicht machen würde, weil er teuer ist, ist übrigens murks, er ist schließlich kein kassenpatient. hatte selbst mehrere knieverletzungen und das mrt ist da schnell am start, eben weil es eine gute möglichkeit ist zweifel auszuräumen und fakten zu schaffen. das ist für die sportclubs daily business.


interessant ist die absage aus nizza allerdings trotzdem, da man im profifußball über die verletzungshistorie der spieler in der regel bescheid weiß, wenn man sich für sie interessiert. zudem blieb man ja bis zum medicheck in den verhandlungen und war sich quasi einig (auch wenn sich das teilweise so liest, als hätte der abschluss auch nicht so einfach gewesen)

das man dann "schwere bedenken" äußert kann im nachgang diverse gründe haben und muss nicht mal die sportliche leistungsfähigkeit des spielers schmälern. kommt ja auch drauf an, wie risikobereit ein verein ist und wenn, wie hier mal erwähnt, 6 mio ablöse plus gehalt für nizza ein großer finanzieller aufwand sind, dann ist es logisch, das der club hier bedenken hat und vom kauf zurücktritt. wäre bei einem größeren club vllt. eher durchgewunken worden, da man dort alternativen hat, wenn es zur verletzung käme.
wenn nizza auf ihn angewiesen ist und ein ausfall möglicher weise längerfristig wäre, könnte das sportliche
abschneiden des vereins gefährdet sein.
wäre beim HSV andersrum vermutlich ähnlich, wenn 6 mio eine ansage wären. da kauft man ggf auch mal 2 spieler die günstiger sind und solide leistung auf den rasen zaubern ohne größere risiken einzugehen.
default.jpg 09.08.2025 - 09:40
Zitat von BEins
Der angebliche Haken beim Medizincheck in Nizza? Für mich kein ernstzunehmender Grund. Nizza verfügt sicher nicht über bessere medizinische Expertise als Hamburg. Wahrscheinlicher ist, dass der Transfer schlicht an den finanziellen Rahmenbedingungen gescheitert ist! Königsdörffer war für Nizza letztlich zu teuer, und so hat sich der Klub aus der Verhandlung zurückgezogen.


Sorry, aber das ist der unsinnigste Kommentar im ganzen Thread. Nochmal: Es gibt keinen branchenweiten Standard, was bei solchen Medizinchecks bei Profifußballern gemacht wird. Das hängt von der Expertise der Ärzte ab und davon, was der Club beauftragt und bezahlt. Die Möglichkeiten sind:
1. Die Knieproblematik wurde bei Königsdörffer 2022 in Hamburg nicht erkannt, weil man z.B. kein teures MRT gemacht hat oder die Ärzte weniger kundig waren.
2. Die Knieproblematik wurde erkannt, aber von der Hamburger Ärzten anders beurteilt.
3. Die Knieproblematik wurde erkannt, von den Ärzten kritisch beurteilt, aber der HSV hat sich trotzdem für eine Verpflichtung entschieden.

Und man könnte nun in der Tat überrascht sein, wenn Königsdörffer noch nie etwas am Knie gehabt hätte. Aber die französischen Ärzte haben jetzt nur die schweren Bedenken bestätigt, die Berliner Ärzte schon vor 6 Jahren geäußert haben. Königsdörffer wurde 2019 bei Hertha nicht aussortiert, weil man ihn zu schlecht fand und fußballerisch keine Perspektive für ihn sah. Er wurde aussortiert, weil die Berliner Ärzte nach 3 schweren Meniskusverletzungen in der Jugend der Meinung waren, dass er mit den Knien und den Meniskus-Vorschäden keine Profikarriere haben kann. Die französischen Ärzte haben das nun wohl ähnlich beurteilt.
Benficista Benfica Lissabon Benficista 09.08.2025 - 09:23
Zitat von VARum
Der Spieler wollte weg, also nicht mehr für den Verein spielen. Der Verein wiederum war bereit ihn abzugeben.

Auch wenn sich alle professionell verhalten, sehe ich nicht wie das zukünftig noch funktionieren soll.
Bei jeder misslungenen Aktion werden von außen doch Kommentare wie: "der wollte doch sowieso weg" oder "er ist doch gar nicht mehr mit dem Kopf beim Verein" etc. kommen.

Für den Verein natürlich auch blöd mit dem gescheiterten Medizincheck, da es sie in eine schlechtere Verhandlungsposition bringt.
Für den Spieler ebenso, da sicherlich in Zukunft bei ihm immer nochmal genauer hingeschaut werden wird.

Vielleicht hätte Nizza es nicht öffentlich kommunizieren sollen, dass es "gesundheitliche Bedenken" waren, die den Transfer haben scheitern lassen.
Eine simple Begründung, dass die Verhandlungen schlussendlich gescheitert sind, hätte doch auch gereicht.


Das ist doch unsinnig. Der Spieler wollte nicht weg, der Spieler wollte eine berufliche Chance nutzen. Passiert in unserem normalen Arbeitsleben jeden Tag, leider bei Fußballern in aller Öffentlichkeit. Wenn dann der potentielle neue AG nciht will, ist man auch schnell wieder klar im Kopf für seinen bisherigen AG.
Autor
Matteo
Marius Soyke
TM-Username: Matteo

Community-Mitglied der 1. Stunde und Teil der Redaktion seit Ende 2013. Serieamore!

Alle Beiträge des Autors
Ransford Königsdörffer
1.FSV Mainz 05
Ransford Königsdörffer
Geb./Alter:
13.09.2001 (24)
Nat.:  Ghana Deutschland
Akt. Verein:
1.FSV Mainz 05
Vertrag bis:
-
Position:
Mittelstürmer
Marktwert:
5,00 Mio. €
Hamburger SV
Gesamtmarktwert:
109,15 Mio. €
Wettbewerb:
Bundesliga
Kadergröße:
28
Letzter Transfer:
Sebastiaan Bornauw
OGC Nizza
Gesamtmarktwert:
137,40 Mio. €
Wettbewerb:
Ligue 1
Kadergröße:
28
Letzter Transfer:
Axel Witsel
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