Der angebliche Haken beim Medizincheck in Nizza? Für mich kein ernstzunehmender Grund. Nizza verfügt sicher nicht über bessere medizinische Expertise als Hamburg. Wahrscheinlicher ist, dass der Transfer schlicht an den finanziellen Rahmenbedingungen gescheitert ist! Königsdörffer war für Nizza letztlich zu teuer, und so hat sich der Klub aus der Verhandlung zurückgezogen.
Sorry, aber das ist der unsinnigste Kommentar im ganzen Thread. Nochmal: Es gibt keinen branchenweiten Standard, was bei solchen Medizinchecks bei Profifußballern gemacht wird. Das hängt von der Expertise der Ärzte ab und davon, was der Club beauftragt und bezahlt. Die Möglichkeiten sind:
1. Die Knieproblematik wurde bei Königsdörffer 2022 in Hamburg nicht erkannt, weil man z.B. kein teures MRT gemacht hat oder die Ärzte weniger kundig waren.
2. Die Knieproblematik wurde erkannt, aber von der Hamburger Ärzten anders beurteilt.
3. Die Knieproblematik wurde erkannt, von den Ärzten kritisch beurteilt, aber der HSV hat sich trotzdem für eine Verpflichtung entschieden.
Und man könnte nun in der Tat überrascht sein, wenn Königsdörffer noch nie etwas am Knie gehabt hätte. Aber die französischen Ärzte haben jetzt nur die schweren Bedenken bestätigt, die Berliner Ärzte schon vor 6 Jahren geäußert haben. Königsdörffer wurde 2019 bei Hertha nicht aussortiert, weil man ihn zu schlecht fand und fußballerisch keine Perspektive für ihn sah. Er wurde aussortiert, weil die Berliner Ärzte nach 3 schweren Meniskusverletzungen in der Jugend der Meinung waren, dass er mit den Knien und den Meniskus-Vorschäden keine Profikarriere haben kann. Die französischen Ärzte haben das nun wohl ähnlich beurteilt.
Von der Herangehensweise her durchaus nachvollziehbar, allerdings HAT er ja schon eine profikarriere und spielt auch seit mehreren jahren ohne größere verletzungen.
das man einen MRT check nicht machen würde, weil er teuer ist, ist übrigens murks, er ist schließlich kein kassenpatient. hatte selbst mehrere knieverletzungen und das mrt ist da schnell am start, eben weil es eine gute möglichkeit ist zweifel auszuräumen und fakten zu schaffen. das ist für die sportclubs daily business.
interessant ist die absage aus nizza allerdings trotzdem, da man im profifußball über die verletzungshistorie der spieler in der regel bescheid weiß, wenn man sich für sie interessiert. zudem blieb man ja bis zum medicheck in den verhandlungen und war sich quasi einig (auch wenn sich das teilweise so liest, als hätte der abschluss auch nicht so einfach gewesen)
das man dann "schwere bedenken" äußert kann im nachgang diverse gründe haben und muss nicht mal die sportliche leistungsfähigkeit des spielers schmälern. kommt ja auch drauf an, wie risikobereit ein verein ist und wenn, wie hier mal erwähnt, 6 mio ablöse plus gehalt für nizza ein großer finanzieller aufwand sind, dann ist es logisch, das der club hier bedenken hat und vom kauf zurücktritt. wäre bei einem größeren club vllt. eher durchgewunken worden, da man dort alternativen hat, wenn es zur verletzung käme.
wenn nizza auf ihn angewiesen ist und ein ausfall möglicher weise längerfristig wäre, könnte das sportliche
abschneiden des vereins gefährdet sein.
wäre beim HSV andersrum vermutlich ähnlich, wenn 6 mio eine ansage wären. da kauft man ggf auch mal 2 spieler die günstiger sind und solide leistung auf den rasen zaubern ohne größere risiken einzugehen.










