Große Vorfreude bei Ghana-Coach Addo – So stehen die WM-Chancen von Königsdörffer
Die Vorfreude bei Ghanas Nationaltrainer Otto Addo auf das Länderspiel gegen Deutschland ist trotz missratener Generalprobe groß. „Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, lebe jetzt in Düsseldorf – für mich wird das ein ganz besonderes Spiel“, sagte der 50-Jährige im Interview der „Funke“-Mediengruppe.
Das Testspiel der beiden WM-Teilnehmer am Montagabend in Stuttgart (20:45 Uhr/ARD) ist aber eher zufällig zustande gekommen. „Das haben wir beim Frühstück in Washington eingefädelt“, verriet der 50-Jährige. Der ghanaische Fußballverband war während der WM-Auslosung im selben Hotel wie der Deutsche Fußball-Bund untergebracht. „Als dann feststand, dass Deutschland gegen die Elfenbeinküste spielen wird, wurde ich von Julian Nagelsmann, Rudi Völler und Andreas Rettig gefragt, ob wir an einem Testspiel Interesse hätten“, sagte Addo, der mit seiner Mannschaft am Freitagabend gegen Österreich mit 1:5 klar verloren hat.
Bei der in den USA, Kanada und Mexiko stattfindenden WM trifft Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama. Mit einem Kaderwert von 197,28 Millionen Euro liegen die Black Stars klar hinter den Three Lions mit 1,62 Milliarden, aber auch hinter den Kroaten mit 282,30 Mio. Euro. „Wir haben nichts zu verlieren“, betonte Addo. Teams wie Ghana würden häufig unterschätzt, „und genau das kann unsere Chance sein“, so der Ex-Bundesligaprofi.
Überraschende Nominierungen bei Ghana
Im Kader für die Partie gegen die DFB-Auswahl stehen unter anderem Derrick Köhn von Union Berlin, Jonas Adjetey vom VfL Wolfsburg und etwas überraschend Innenverteidiger Patric Pfeiffer von Zweitligist Darmstadt 98. Alle kamen gegen Österreich zum Einsatz. „Derrick war auch bei den letzten Länderspielen dabei und hat es insgesamt gut gemacht. Ich freue mich für Patric, dass er aufgrund seiner Leistungen sich noch einmal für die Nationalmannschaft empfohlen hat und jetzt die Möglichkeit hat, sich in dieser Periode zu zeigen“, sagte Addo.
Zudem wurde Stürmer Ransford Königsdörffer vom Hamburger SV nachnominiert. Auch er sammelte gegen die ÖFB-Elf ein paar Minuten. Addo über die WM-Chancen des 24-Jährigen: „Er kann sich jetzt zeigen. Im Sturm ist es bei uns ein enges Rennen, denn gerade dort haben wir ein Überangebot – mit vielen ähnlichen Spielertypen wie Ransi, die vielleicht die Nase einen Tick vorn haben. Er ist ein super Typ, ein guter Spieler und die Entwicklung geht in die richtige Richtung, denn er hat in der Rückserie auch ein paar Tore geschossen. Der WM-Zug ist für ihn auf gar keinen Fall abgefahren.“
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