04.12.2025 - 14:50 | Quelle: Transfermarkt | Lesedauer: unter 11 Min.
FC Augsburg
Marinko Jurendic
Musste mit Trainer Thorup gehen  

Jurendic über Sportdirektoren-Coaching & Augsburg: „Vielleicht waren wir zu realistisch“

FC Augsburg: Ex-Sportdirektor Marinko Jurendic im Interview
©IMAGO

Marinko Jurendic arbeitete zwischen August 2023 und Mai 2025 als Sportdirektor beim FC Augsburg und zeichnete für die Stabilisierung der Fuggestädter mit den Rängen 11 und 12 nach den Plätzen 14 und 15 mitverantwortlich. Dennoch mussten sowohl der Schweiz-Kroate als auch der dänische Cheftrainer Jess Thorup gehen. Der seit dem Aufstieg 2011 ununterbrochen erstklassig spielende FCA strebte nach mehr und forcierte eine Neuausrichtung mit Benjamin Weber und dem schon wieder freigestellten Sandro Wagner. „Wir wollen mehr erreichen als in den letzten Jahren und glauben, dass der gesamte Klub zu mehr fähig ist. (…) Ich bin überzeugt, dass wir den FC Augsburg auf Strecke in den Top-10 der Bundesliga etablieren können“, meinte Geschäftsführer Michael Ströll schon im November 2023 in einem „Kicker“-Interview.



Jurendic ist seit einem halben Jahr nicht mehr Teil des Augsburger Weges, was für einige Beobachter durchaus überraschend kam. Denn der Kaderwert des FC Augsburg stieg seit dem 1. August 2023 von 127 Millionen Euro auf heute 151 Mio. Euro – trotz namhafter Verkäufe wie Felix Uduokhai (für 5 Mio. Euro zu Besiktas), Ermedin Demirovic (für 23 Mio. zum VfB) und Arne Engels (für 13 Mio. zu Celtic). In beiden Saisons unter Jurendic wurden deutlich mehr Transfereinnahmen erzielt als an -ausgaben zu Buche standen. Die Transfermarkt-Datenbank weist in Summe über 70 Mio. Euro Erlöse auf. Das vorher letzte Transferplus wurde vor zehn Jahren erzielt. Infolge der jüngsten Neuausrichtung lief es genau andersherum: Der Klub investierte im Sommer 24,2 Mio. Euro in Zugänge, während 13,3 Mio. Euro in die Kasse gespült wurden. Bisher zahlt sich diese Kurskorrektur aber nicht aus: Nach zwölf Spieltagen ist man mit zehn Punkten nur auf dem 14. Platz. Und der mit Stolz präsentierte Trainer Wagner ist bereits Geschichte.


Mitarbeiter
Marinko Jurendic
M. Jurendic Alter: 48
Schweiz
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Wie ist Jurendic vor zweieinhalb Jahren die Herausforderung bei den Fuggerstädtern angegangen? Im Gespräch mit Transfermarkt gewährt der 48-Jährige Einblicke: „Wenn man in ein neues Umfeld kommt, muss man sich möglichst schnell einen Gesamtüberblick verschaffen. Wo steht der Verein und woher kommt er, in welcher Phase befindet er sich und mit welchen Themen sieht er sich aktuell auseinandergesetzt?“ 2023 hatte der FCA die Relegation nur knapp verhindern können. „Ausgehend vom Status quo lag der primäre Fokus zuerst einmal darauf, den Turnaround einzuleiten sowie Stabilität in Leistungen und Resultate zu erzielen. In einem der nächsten Schritte ging es darum, eine der Situation angepasste Strategie zu entwickeln, für Kaderplanung und Transfermanagement, um den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg in Einklang zu bringen. Gleichzeitig ist die permanente Weiterentwicklung von zeitgemäßen Strukturen wie zum Beispiel im Scouting oder in der Datenanalyse, die selbst permanent im Wandel stehen, ein weiterer Baustein“, erzählt Jurendic.


September 2024: Augsburgs damaliger Sportdirektor Marinko Jurendic (l.) im Gespräch mit Trainer Jess Thorup
September 2024: Augsburgs damaliger Sportdirektor Marinko Jurendic (l.) im Gespräch mit Trainer Jess Thorup


„Die Bundesliga ist mit ihrer Leistungsdichte Spieltag für Spieltag eine Herausforderung, und man ist gut beraten, Prioritäten zu setzen, insbesondere bei einer der wichtigsten Stellschrauben, der Kaderplanung. Es geht immer darum, einen guten Mix aus Erfahrung, Jugend und Newcomern zu schaffen. Eine Mannschaft braucht Stabilität, junge Spieler benötigen Erfahrung an ihrer Seite und Sicherheit, damit die Entwicklung dieser Spieler fast schon garantiert ist, ansonsten kippt auf Dauer das Resultat.“ Was unerfahrene Talente noch nicht gewährleisten können. Ein schmaler Grat, auf dem Jurendic wandelte.


Blick nach Frankreich: Jurendics Fokus bei der FCA-Kaderplanung


Der Sportdirektor empfiehlt beim Bau eines leistungsfähigen Kaders den Blick ins Ausland, um neue Märkte zu eröffnen – unter anderem Frankreich. 31 Legionäre aus dem Land des Weltmeisters von 1998 und 2018 kicken aktuell in der Bundesliga, so viele wie aus keiner anderen Nation. Jurendics Erkenntnis: „Die in den Akademien top ausgebildeten französischen Spieler haben beste fußballerische, physische und kulturelle Voraussetzungen.“ Also holte er den Frankreich-Experten Babacar Wane (inzwischen beim VfL Bochum; d. Red.) als Chefscout ins Boot und fädelte die Verpflichtungen von Alexis Claude-Maurice (OGC Nizza) und Chrislain Matsima (AS Monaco) ein. Hinzu kamen Spieler wie der zuvor „ein wenig ins Wanken geratene“ Kroate Kristijan Jakic, um die Achse zu stabilisieren und die Entwicklung des Teams und damit des Klubs voranzutreiben. „Dies scheint uns gelungen zu sein“, bilanziert Jurendic und verweist auf die beiden sorgenfreien Spielzeiten und das Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinals 2024/25 – zum dritten Mal überhaupt in der Vereinsgeschichte.



Der als Nachfolger von Enrico Maaßen auserkorene Trainer Jess Thorup, der heute beim ägyptischen Rekordmeister Al Ahly angestellt ist, habe seinen Auftrag „gut erfüllt“, was auch am besten Punkteschnitt aller Augsburger Bundesliga-Übungsleiter abzulesen ist. Warum also wollte der Klub nochmals eine Neuausrichtung? Jurendic lächelt die Frage höflich weg. „Ich habe gerne bei Augsburg gearbeitet, viel Zuspruch erhalten und schöne Momente gehabt. Wir haben vertrauensvoll und erfolgreich zusammengearbeitet. Und vor allem unsere gemeinsamen gesteckten Zielkorridore erfüllt bzw. schneller als gedacht erreicht. Nicht nur ich bin der Meinung, dass man darauf weiter erfolgreich aufbauen kann.“



Jurendic und Thorup bildeten eine konstruktiv-harmonische Einheit. „Rückblickend darf ich feststellen, dass wir Spieler entwickelt, Kaderwerte geschaffen und Transfererlöse erzielt haben. Jess war stets kooperativ und hat den vorgegebenen Weg – immer im Rahmen – unterstützt. Natürlich wollten auch wir immer mehr, vielleicht waren wir zu realistisch.“ Jurendic merkt an, dass Chefcoaches heutzutage „unglaublich flexibel“ sein müssen, um in diesem sich stetig wandelnden Umfeld und in der jeweiligen Phase die richtige Maßnahme zu treffen. „Wir wissen alle, dass der Trainer das vermeintlich schwächste Glied ist. Aber eigentlich ist er die wichtigste Person im Verein, der Kapitän des Flaggschiffs. Er muss stark sein und wir müssen ihm bei all seinen Aufgaben die maximale Unterstützung geben.“ Mit einer Einschränkung: „Gleichzeitig sollten wir im Auge haben, dass die Interessen, Strategie und Philosophie des Vereins – verbunden mit der aktuellen Situation – immer umgesetzt werden.“


Jurendic sieht positive Augsburg-Zukunft – Erfolgreich mit dem FC Zürich


Bei sportlichen Erfolgen liegt es auf der Hand, dass Leistungsträger ihren Preis in die Höhe schrauben und das nächste Level anstreben. Siehe Angreifer Demirovic mit seinem Stuttgart-Transfer im Juli 2024. „Für einen Verein ist es nicht nur eine Auszeichnung, sondern die Bestätigung für die sportlich Verantwortlichen, dass sich Spieler entwickeln und ins Schaufenster spielen können“, so Jurendic. Solche Verkäufe generieren auf der einen Seite sehr gute Transfereinnahmen, bringen auf der anderen Seite hingegen auch immer ein gewisses sportliches Risiko mit sich, weiß der Manager.



Für die Zukunft sieht er den FCA gut aufgestellt. „Grundsätzlich wurden die Grundlagen geschaffen. Der FC Augsburg hat auch die Voraussetzungen. Das würde ich den großartigen Fans, den Menschen, deren Herz für den FCA schlägt, und den vielen Kollegen im und um den Verein wünschen“, sagt Jurendic.



Er kommt seit seiner Freistellung beim FCA viel herum und erhielt jüngst Einblick bei beiden Manchester-Klubs in die Führungsetage und beobachtete Spiele der Vereine. Bei TM sagt Jurendic: „Der Vergleich zwischen der Schweizer Super League, der Bundesliga und der Premier League ist immer wieder interessant für neue Eindrücke und Inspirationen.“ Nämlich? „Das fängt mit dem Geografischen an, dass Deutschland mehr als 80 Millionen Einwohner und 24.000 Vereine hat und die Schweiz rund 9 Millionen Einwohner und knapp 1.400 Vereine.“



Jurendic spricht die deutlich höheren TV-Einnahmen an, die größere mediale Aufmerksamkeit in Deutschland im Vergleich zum Fußball im kleineren Nachbarland und somit mehr Möglichkeiten, die die Bundes- und Zweitligisten mit Blick auf Finanzen, Personal und Infrastrukturen naturgemäß haben. Hinzukomme: „Die Fankultur in Deutschland ist schon besonders. Gerade in den ersten beiden Ligen sind die Stadien Wochenende für Wochenende mehr oder weniger ausverkauft und die Unterstützung der Fans für ihren Verein ist sehr beeindruckend.“


Von 2020 bis 2023 hatte er als Sport-Geschäftsführer beim FC Zürich gearbeitet. Der Klub gewann 2022 unter Trainer André Breitenreiter seinen 13. Meistertitel – den ersten seit 2009. Besonderheit: Es war Jurendics erstes Engagement als Manager, schließlich hatte der UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber auf mehreren Stationen als Cheftrainer an der Seitenlinie gestanden. Beim Schweizerischen Fußballverband war er für die Entwicklung der Spiel- und Ausbildungsphilosophie verantwortlich, dazu trieb er über Jahre die spezifische Ausbildung der Stürmer voran. Augsburg wurde 2023 zu seinem ersten Engagement außerhalb der Schweiz.


Mai 2022: Marinko Jurendic (l.) und André Breitenreiter bejubeln die 13. Meisterschaft des FC Zürich.
Mai 2022: Marinko Jurendic (l.) und André Breitenreiter bejubeln die 13. Meisterschaft des FC Zürich.


In der Fußballschweiz ticken die Uhren etwas anders, das betrifft vor allem die Nachwuchsförderung. „Die Akademie in Zürich ist, was die Anzahl Mannschaften anbelangt, deutlich größer als oftmals bei deutschen Vereinen“, lässt Jurendic aufhorchen. In Deutschland würde es das Grundmodell mit je einer Mannschaft von der U12 bis zur U23 geben. „In Zürich, als Beispiel, hast du fünf U12-, vier U13-, drei U14- drei U15- und zwei U16-Teams. Wie eine Pyramide, damit junge Spieler sich im entsprechenden Niveau entwickeln, aber auch aus den eigenen Reihen immer wieder nachselektioniert werden können.“


Jurendic erklärt die Gefahr bei der Nachwuchsförderung in Deutschland


In der Schweiz wurde sich laut Jurendic das Credo gesetzt: „Kein Talent darf verloren gehen.“ So würden bei nationalen U15- Stützpunkt-Trainings 300 Spieler an mehreren Orten in der Schweiz zusammenkommen und auf die Töpfe A, B und C verteilt. Spannend sei insbesondere der mittlere Topf mit vielen Spätentwicklern, die körperlich noch Defizite hätten und somit mehr Entwicklungszeit bräuchten. „Die jungen Spieler können einen biologischen Altersunterschied von bis zu fünf Jahren haben. Es passiert leider häufig, auch in Deutschland, dass die Juniorentrainer zu sehr auf das Resultat orientiert sind – die Spätentwickler bleiben dann zu oft auf der Strecke“, erklärt Jurendic.



Dieser Weg trägt Früchte, ist aber in Deutschland noch nicht immer Usus.



In der Schweiz seien deshalb zusätzliche Modelle entstanden. „Das hat dazu geführt, dass der Verband zusammen mit den Vereinen unten die Breite vergrößert hat. In Deutschland läuft man mit der aktuellen Struktur Gefahr, dass einige talentierte Spieler verloren gehen. Weil man so viele Spieler hat, ist man vielleicht der Meinung, die Besten werden schon dabei sein und sich durchsetzen.“ Jurendic betont: „Zu meiner Zeit in Zürich, als Heinz Moser (Leiter Entwicklung; d. Red.) für das Talentmanagement zuständig war, bestand der Profikader zu 45 Prozent aus Spielern, die in der eigenen Akademie ausgebildet wurden. Es ist auch für deutsche Vereine wichtig, einen hohen Prozentsatz der Spieler aus dem eigenen NLZ im Profikader zu wissen.“ In Augsburg gaben etwa Mert Kömür, Noahkai Banks, Mahmut Kücüksahin und Henri Koudossou während seiner Amtszeit ihr Profidebüt und verbuchten alleine in der vergangenen Saison rund 50 Bundesliga-Einsätze. „Dieser Weg trägt Früchte, ist aber in Deutschland noch nicht immer Usus.“



Eine Karriere als Spieler, Trainer und Sportdirektor oder sportlicher Berater kommt im Profifußball selten vor. Matthias Sammer, der einen solchen Weg eingeschlagen hatte, kritisierte zuletzt bei „Sky“: „Wir müssen über die Sportdirektoren reden. Sportdirektoren müssen doch mindestens mal Trainer gewesen sein.“ So wie Jurendic. Der studierte Pädagoge und ehemalige Spieler der zweitklassigen Challenge League sagt über seinen Hintergrund: „Es ist vorteilhaft. Du begegnest der Thematik mit einer ganz anderen Qualität. Der Austausch mit dem Cheftrainer ist elementar wichtig. Wenn du ihm auf Augenhöhe begegnen und mit ihm inhaltlich diskutieren kannst, schätzt der Trainer das.“


Sportdirektoren unter sich: Christoph Freund (FC Bayern) und Marinko Jurendic (FC Augsburg) im April 2025 – die Münchner gewannen ihr Auswärtsspiel mit 3:1
Sportdirektoren unter sich: Christoph Freund (FC Bayern) und Marinko Jurendic (FC Augsburg) im April 2025 – die Münchner gewannen ihr Auswärtsspiel mit 3:1


Jurendic weiter: „Ich erlebe es als großen Vorteil, dass ich das Spiel mit der taktischen Brille und das Verhalten der Spieler und des Teams mit seiner ganzen Teamdynamik anders betrachten, analysieren und bewerten kann. Es ist für mich kein Ausschlusskriterium, dass man als Sportdirektor diese Trainererfahrung mitbringt. Ich darf hier Matthias Sammer zustimmen, dass dies sicherlich noch einmal einen Mehrwert darstellen würde. Aus meiner Sicht wäre es zudem gewinnbringend, wenn sich Sportdirektoren auch in Coaching- oder Leadership-Themen rund um das Führen von Fußball-Teams weiterbilden und ggf. Trainerscheine erwerben. Elementar ist es, ein klares Rollenverständnis und die richtige Abgrenzung zu finden. Das Zusammenspiel aus Präsident/CEO, Sportchef und Cheftrainer muss funktionieren – und in diesen gebildeten Kreis darf keiner eindringen. Zudem erachte ich einen offenen, ehrlichen und konstruktiv-kritischen Austausch im Sinne der Sache als unabdingbar.“


Jurendic über Negativ-Beispiel FC Liverpool und Investorenmodelle


Die Prämisse, aus wenig möglichst viel zu machen, ist Jurendic aus der Heimat bestens bekannt. „In der Schweiz wird aus den vorhandenen Mitteln und Möglichkeiten sehr viel herausgeholt. Es ist auch Auftrag und Aufgabe eines Sportchefs, das Geld sorgsam und effektiv einzusetzen.“ Der Manager erwähnt das aktuelle Negativ-Beispiel FC Liverpool. „Sie haben knapp 500 Millionen Euro investiert und kommen aktuell überhaupt nicht in die Gänge. Dieses Beispiel zeigt, dass mehr Geld nicht sofort mehr Erfolg garantiert.“



Genauso wenig ist dies bei einem Einstieg von Investoren der Fall. Jenes Thema wird von Fans in Deutschland traditionell kritisch begleitet. Jurendic, der einige Semester Wirtschaft und Jura studierte und fünf Sprachen spricht, erkennt viele offene und ungeklärte Fragen. „Es gibt viele Beispiele mit Investoren, die gut arbeiten. Alle wollen in dieser Konstellation größtmöglichen Erfolg, sportlich und wirtschaftlich. Entscheidend ist, dass die Verantwortlichen gut zusammenarbeiten und die Parteien gut zusammengebracht werden, dass man Transparenz schafft und keine Angstkultur untereinander herrscht. Wenn alle Beteiligten gegenseitiges Verständnis haben, bietet dieses Modell viele Chancen. Dann können auch die Menschen profitieren, die ihren Herzensverein im Stadion unterstützen.“



Nach der „lehrreichen“ Episode in Augsburg – wo er nach wie vor lebt – habe sich der Manager Zeit genommen, um die Ereignisse beim Bundesligisten „aufzuarbeiten“, verbringt viel Zeit mit der Familie und bildet sich in verschiedenen Tools wie etwa der Weiterentwicklung und Implementierung von Data Analytics und KI (Künstliche Intelligenz; d. Red.) in den Scouting- und Spielbereich weiter. Verbunden mit der Frage: „Was nimmst du mit und was kannst du bei deiner nächsten Station anpassen?“ Ausschließen würde Jurendic hinsichtlich einer neuen Herausforderung nichts, den Hörer nehme er „aus Respekt“ immer ab. Damit die nächste Neuausrichtung diesmal mit ihm als Sportdirektor stattfindet.


Text und Interview von Philipp Marquardt


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Jawoischsho FC Augsburg Jawoischsho 07.12.2025 - 19:12
Zitat von MAB09

Wäre mMn ein sehr guter Kandidat bei Dortmund, wo oft aus den Mitteln die zur Verfügung stehen, zu wenig gemacht wird und der Blick nicht so ganzheitlich verfolgt wird.
Hört sich hier auch so an als wäre er ähnlich Broich auf einer Wellenlänge was den ehemals falschen Fokus in der Jugendausbildung hergibt plus die zusätzliche Erfahrung aus der Schweiz, die gerade im Ruhrgebiet und der dortigen Talentdichte sicher positiv wäre.

Ich habe seine Entlassung bei Augsburg ehrlich gesagt nicht verstanden weil er gerade in Kombination mit Thorup auch gezeigt hat, dass er diese Spieler mit X-Faktor aus dem Hut zaubern kann und ihm bewusst ist, wie theoretisch eine Teamzuammensetzung aussehen muss.
Plus er hat einen noch konservativeren Preis-Leistungsgedanken, der uns manchmal denke ich auch ganz gut tun würde.
Weg von regelmäßigen Beträgen 18-30 Millionen um irgendwie zu hoffen ein Level zu halten und eher auch vorzeitigem Abstand von Transfers nehmen wenn bei Kandidaten die Ablöse steigt und steigt und zu viel von vorhandenen Budget bindet. Ich denke er wäre eher bereit früher Konsequenzen zu ziehen und "risikoreichere" günstigeren Alternativen zu verpflichten.
Dass würde denke ich auch dazu führen, dass man Budgettechnisch eher mal in der Lage ist die omminöse 30-35 Grenze zu überschreiten. Weil es im Endeffekt keinen Unterschied macht ob die 5 Spieler die einem hinterher 150 Millionen einbringen vorher im Median 25 Millionen gekostet haben oder nur im arithmetischen Mittel.

Ganz unabhängig bin ich gespannt wo er landen wird und dank diesem Artikel werde ich ihn definitiv noch aktiver versuchen zu verfolgen.


Nicht nur Dir erschließt sich der Rauswurf nicht, auch bei uns FCA-Fans gab es Rätselraten.
Vermutlich wollte man einen (inzwischen gescheiterten) kompletten Neuanfang. Hat sich Juredic zu sehr für den bisherigen Trainer Thorup engagiert?
Aber tempi passati – dass Kapitel ist abgeschlossen. Sein Nachfolger Benni Weber wirkt sehr fokussiert und reflektiert – wirklich beurteilen können wir sein Wirken noch nicht. Vielleicht wird seine Handschrift in der Winterpause sichtbar, etwa bei der Neuverpflichtung des Trainers, eines Mittelstürmers und ggf weiterer Spieler.
MAB09 Borussia Dortmund MAB09 04.12.2025 - 17:56
Wäre mMn ein sehr guter Kandidat bei Dortmund, wo oft aus den Mitteln die zur Verfügung stehen, zu wenig gemacht wird und der Blick nicht so ganzheitlich verfolgt wird.
Hört sich hier auch so an als wäre er ähnlich Broich auf einer Wellenlänge was den ehemals falschen Fokus in der Jugendausbildung hergibt plus die zusätzliche Erfahrung aus der Schweiz, die gerade im Ruhrgebiet und der dortigen Talentdichte sicher positiv wäre.

Ich habe seine Entlassung bei Augsburg ehrlich gesagt nicht verstanden weil er gerade in Kombination mit Thorup auch gezeigt hat, dass er diese Spieler mit X-Faktor aus dem Hut zaubern kann und ihm bewusst ist, wie theoretisch eine Teamzuammensetzung aussehen muss.
Plus er hat einen noch konservativeren Preis-Leistungsgedanken, der uns manchmal denke ich auch ganz gut tun würde.
Weg von regelmäßigen Beträgen 18-30 Millionen um irgendwie zu hoffen ein Level zu halten und eher auch vorzeitigem Abstand von Transfers nehmen wenn bei Kandidaten die Ablöse steigt und steigt und zu viel von vorhandenen Budget bindet. Ich denke er wäre eher bereit früher Konsequenzen zu ziehen und "risikoreichere" günstigeren Alternativen zu verpflichten.
Dass würde denke ich auch dazu führen, dass man Budgettechnisch eher mal in der Lage ist die omminöse 30-35 Grenze zu überschreiten. Weil es im Endeffekt keinen Unterschied macht ob die 5 Spieler die einem hinterher 150 Millionen einbringen vorher im Median 25 Millionen gekostet haben oder nur im arithmetischen Mittel.

Ganz unabhängig bin ich gespannt wo er landen wird und dank diesem Artikel werde ich ihn definitiv noch aktiver versuchen zu verfolgen.
Autor
PhilippMrq
Philipp Marquardt
TM-Username: PhilippMrq

Alle Beiträge des Autors
Marinko Jurendic
Schweiz
Marinko Jurendic
Geb./Alter:
24.11.1977 (48)
Nat.:  Schweiz Kroatien
Akt. Verein:
Schweiz
Aktuelle Funktion:
Geschäftsführer Sport
Im Amt seit:
28.07.2026
Jess Thorup
KRC Genk
Jess Thorup
Geb./Alter:
21.02.1970 (56)
Nat.:  Dänemark
Akt. Verein:
KRC Genk
Aktuelle Funktion:
Trainer
Im Amt seit:
14.07.2026
FC Augsburg
Gesamtmarktwert:
160,40 Mio. €
Wettbewerb:
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Manuel Baum
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