15.08.2026 - 18:15 | Quelle: Deichstube/TM | Lesedauer: unter 3 Min.
SV Werder Bremen
Eren Dinkçi
„Wenn er auf dem Markt ist …“ 

Dinkçi-Rückkehr zu Werder vor dem Abschluss – Freiburg und SVW klären letzte Details

Werder Bremen: Verhandlungen mit SC Freiburg über Dinkçi-Transfer vor Abschluss
©IMAGO

Veröffentlicht am 14.08.2016, aktualisiert am 14.08.2026


Eine mögliche Rückkehr von Eigengewächs Eren Dinkçi zum SV Werder Bremen ist seit Wochen Thema, nun scheint die Personalie Fahrt aufzunehmen. Einem Bericht des Portals „Deichstube“ zufolge haben sich Werder und Freiburg auf eine Leihe geeinigt. Demnach ist in den Deal weder eine Kaufoption noch eine Kaufpflicht integriert, was zuletzt der Knackpunkt in den Verhandlungen war. Später bestätigte die „Bild“ den Bericht, doch demnach gebe es weitere Gespräche darüber, ob die Leihe im Anschluss in einen permanenten Transfer umgewandelt werden kann. Die Gebühr soll sich im niedrigen sechsstelligen Bereich befinden. In der kommenden Woche soll der Medizincheck folgen. Am Samstag äußerten sich Trainer Daniel Thioune und Sportboss Clemens Fritz zur Personalie Dinkçi.



„Qualität ist immer willkommen – und wir wissen um die Qualität von Eren. In dieser Liga kann Tempo schon mal das Ergebnis herstellen“, sagte Coach Thioune laut „Deichstube“ nach Werders Testspiel am Samstag gegen AJ Auxerre (0:1). „Eren kann offensiv drei Positionen spielen, hat sich entwickelt in den letzten Jahren. (…) Zu Düsseldorfer Zeiten habe ich mich schon einmal mit ihm beschäftigen dürfen. Damals hatten wir Kontakt, aber dann kam die Leihe nach Heidenheim. (…) Jetzt ist er gereift. Und wenn er auf dem Markt ist, dann müssen wir uns damit beschäftigen, Weil wir aus der Vergangenheit wissen, wie gut er ist und wie gut er noch werden kann.“ Funktionär Fritz erklärte demnach: „Ich kann bestätigen, dass wir Gespräche führen, aber es ist noch nichts fixiert. Trotzdem ist er ein spannender Spieler.“



Dinkçi hatte Werder 2024 für fünf Millionen Euro Ablöse in Richtung Breisgau verlassen, konnte sich dort allerdings nicht nachhaltig durchsetzen. Nachdem er in der vergangenen Spielzeit während der Hinrunde verletzungsbedingt lediglich acht Einsätze verbuchte, verlieh Freiburg den 24 Jahre alten Flügelstürmer nach Heidenheim, wo er mit konstanten Leistungen und sechs Scorern in 14 Spielen zu alter Form zurückfand. Dinkçis Marktwert von 12 Millionen Euro zum Zeitpunkt des Abgangs aus Bremen hat sich seither halbiert. Am Osterdeich werden dennoch aktuell nur sechs Profis aus dem Kader Thiounes höher taxiert.


In Freiburg steht man einem Wechsel des Profis trotz laufenden Vertrags dem Vernehmen nach offen gegenüber. Klub und Spieler präferieren jedoch einen festen Deal, heißt es. Hier hakte es hingegen bei den klammen Bremern, die sich trotz des einen oder anderen lukrativen Verkaufs und bisherigen Sommereinnahmen in Höhe von 20,5 Millionen Euro einen solchen nicht leisten wollen. Laut „Deichstube“ läuft es bei der Personalie Dinkçi daher auf einen erneuten Leihdeal hinaus, welchen der SCF mit einer Kaufpflicht im niedrigen einstelligen Millionenbereich versehen wollte. Werder indes bevorzugte eine Kaufoption.



Aus Werder-Sicht spricht für Dinkçi neben der in Heidenheim manifestierten Qualität in erster Linie, dass er an der Weser kaum Eingewöhnungszeit benötigt. Zudem passt er ins präferierte 4-3-3-System Thiounes, der den Spieler bereits bei vergangenen Stationen als Transferziel auf dem Zettel gehabt haben soll.


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Garweyn SV Werder Bremen Garweyn 18.08.2026 - 18:56
Zitat von BecksTown1899
Zitat von Garweyn

Wieso Eichin immer so schlecht darsteht ist mir manchmal wirklich ein Rätsel.
Baumann hat bis zum 1. Coronajahr ein Minus von 19 Mio bei Transfers stehen
Eichin ein Plus von 7 Mio.

Ob man unter Eichin abgestiegen wäre? Keine Ahnung...unmöglich nicht. Der Mann hat aber schon damals verstanden, dass Bremen sich aufgrund des geringen Umsatz darüber definieren muss Talenteschmiede zu werden und sich so Stück für Stück nach oben zu arbeiten. Den Weg haben einige Vereine in der Bundesliga erfolgreich beschritten.

Der Weg tut manchmal weh, der ist nicht sofort erfolgreich und der erfordert Vertrauen und Geduld. An Letzterem scheiterts halt gerne. Statt ein paar Jahren kurzfristigem Erfolg und Beinah-Insolvenz hätte ich lieber gesehen wie Eichin ein Fundament baut auf dem man vielleicht genauso wie Freibug und Co. hätte stehen können. Wenn ich mit der Ansicht alleine bin kann ich das irgendwo sogar verstehen, schade find ichs trotzdem immer noch.


Ich habe den Rest mal weggeschnitten, da sind wir uns im großen und ganzen onehin einig.


Ich habe da tatsächlich einen anderen Eindruck als du, es kommt mir so vor als wäre Eichin in den Augen einiger der beste überhaupt gewesen und das war er halt nicht. Ich kann dir nur zustimmen, seine Arbeit im finanziellen Bereich war klasse, da wiederhole ich mich gerne. Obwohl man hier sicherlich den Sokratis Transfer, bei dem es trotz Wettbieten schon für die damalige Zeit viel zu wenig Geld gab trotzdem gerne Kritisch hinterfragen kann.

Ich weiß nicht woher du es nimmst das er schon damals auf die Jugend setzen wollte, unter Eichin wurde genauso wie zuvor in der Endphase Allofs, als auch danach unter Baumann sehr viel im Jugendbereich verpennt. Das ist in meinen Augen ja auch der einzige Bereich in dem Fritz klar stärker ist als alle anderen genannten.


Womit du natürlich auch nicht alleine stehst ist die Art und Weise wie Eichin damals gegangen wurde kritisch zu hinterfragen. Vllt hätte er mit mehr Geduld nochmal etwas zum besseren bewegt, die Art wie der Kader zusammengebaut war lässt da aber kaum drauf schließen in meinen Augen. (Da kann man sicherlich auch unterschiedlicher Meinung sein)


Dann haben wir uns denke ich tendenziell eher missverstanden. Eichin ist sicherlich auch kein Top-Mann auf der Position und viel berechtigte Kritik kann man sicherlich finden. Gerade bei Verkäufen von einigen Spielern kam z.T. sehr wenig raus. Sokratis nennst du ja schon. Arnautovic hat man ja auch mehr oder minder aufgrund seiner Disziplinlosigkeit verschenkt, etc.

Eichin hatte damals Ende 2015 mal ein Interview bei der Sportschau(?) wo er recht explizit davon sprach, dass er Werders Weg über Jugend und Talententwicklung sieht. Ob was draus geworden wäre steht natürlich im Himmel. Positiv kann man zumindest sagen, dass er wohl genug Druck bei den Trainern gemacht haben muss, das immer mal wieder Jugendspieler ins Team kamen (Auch wenn davon wohl Maxi und Grillitsch die einzig erfolgreichen waren, letzterer ja auch nicht mehr zu seiner Zeit).

Das bin ich gewillt auf mangelnde finanzielle Möglichkeiten für Jugendinfrastruktur und Scouting zu sehen - kann aber verstehen, dass man das anders sieht und ihm vorwerfen kann statt den Millionenflops wie Makiadi oder Obraniak lieber was in die Jugend zu investieren.

Die Art und Weise wie er gegangen wurde ist vmtl. das, was mich am meisten stört. Eichin will Skripnik nicht verlängern, weil er ihn nicht für den Zukunftstrainer hält (zurecht, in Retroperspektive). Baumann kommt ins Amt, darf nach 3 Spieltagen Skripnik beurlauben.
Hatte halt mal wieder was von Stallgeruch > Externe Expertise.
BecksTown1899 SV Werder Bremen BecksTown1899 17.08.2026 - 18:39
Zitat von Garweyn


Wieso Eichin immer so schlecht darsteht ist mir manchmal wirklich ein Rätsel.
Baumann hat bis zum 1. Coronajahr ein Minus von 19 Mio bei Transfers stehen
Eichin ein Plus von 7 Mio.

Ob man unter Eichin abgestiegen wäre? Keine Ahnung...unmöglich nicht. Der Mann hat aber schon damals verstanden, dass Bremen sich aufgrund des geringen Umsatz darüber definieren muss Talenteschmiede zu werden und sich so Stück für Stück nach oben zu arbeiten. Den Weg haben einige Vereine in der Bundesliga erfolgreich beschritten.

Der Weg tut manchmal weh, der ist nicht sofort erfolgreich und der erfordert Vertrauen und Geduld. An Letzterem scheiterts halt gerne. Statt ein paar Jahren kurzfristigem Erfolg und Beinah-Insolvenz hätte ich lieber gesehen wie Eichin ein Fundament baut auf dem man vielleicht genauso wie Freibug und Co. hätte stehen können. Wenn ich mit der Ansicht alleine bin kann ich das irgendwo sogar verstehen, schade find ichs trotzdem immer noch.


Ich habe den Rest mal weggeschnitten, da sind wir uns im großen und ganzen onehin einig.


Ich habe da tatsächlich einen anderen Eindruck als du, es kommt mir so vor als wäre Eichin in den Augen einiger der beste überhaupt gewesen und das war er halt nicht. Ich kann dir nur zustimmen, seine Arbeit im finanziellen Bereich war klasse, da wiederhole ich mich gerne. Obwohl man hier sicherlich den Sokratis Transfer, bei dem es trotz Wettbieten schon für die damalige Zeit viel zu wenig Geld gab trotzdem gerne Kritisch hinterfragen kann.

Ich weiß nicht woher du es nimmst das er schon damals auf die Jugend setzen wollte, unter Eichin wurde genauso wie zuvor in der Endphase Allofs, als auch danach unter Baumann sehr viel im Jugendbereich verpennt. Das ist in meinen Augen ja auch der einzige Bereich in dem Fritz klar stärker ist als alle anderen genannten.


Womit du natürlich auch nicht alleine stehst ist die Art und Weise wie Eichin damals gegangen wurde kritisch zu hinterfragen. Vllt hätte er mit mehr Geduld nochmal etwas zum besseren bewegt, die Art wie der Kader zusammengebaut war lässt da aber kaum drauf schließen in meinen Augen. (Da kann man sicherlich auch unterschiedlicher Meinung sein)
Garweyn SV Werder Bremen Garweyn 17.08.2026 - 18:03
Zitat von BecksTown1899
Zitat von Garweyn

Nachdem Eichin die Ära Allofs abgelöst hat, hat er radikale Einsparungen vorgenommen und sich der Kaderleichen und Altlasten entledigt. Da war zwar auch nicht immer alles rosig und einige Entscheidungen kann man definitiv kritisieren, aber der Verein hat endlich wieder Gewinne eingefahren und konnte anfangen Schulden abzubauen.


Eichin hat genauso viele Kaderleichen (nur in günstiger) verpflichtet wie er abgegeben hat. Die Eichin Zeit war finanziell definitiv gut, hatte aber einen klaren sportlichen Niedergang zur Folge. Natürlich ist am Ende der Abstieg in die Ära Baumann gefallen, man muss aber kein Prophet sein um auch in der Ära Eichin bei längerer Dauer einen Abstieg zu sehen.


Wie gesagt, finanziell war Eichin stark, die sportliche und sonstige Entwicklung war nichts. Es gibt ja Gründe dafür warum Baumann auch nach Werder noch Erfolgreich arbeitet und Eichin jetzt eine deutlich kleinere und sportlich nicht mehr groß relevante Rolle inne hat.


Ich stimme dir und allen Diskussionspartnern zu was die Kritik zu Allofs& Baumann angeht und auch jedwede Fritz Kritik. Man kann aber auch festhalten das Fritz zumindest in Sachen Jugendentwicklung einiges Vorangetrieben hat im Verein. Möchte aber wie oben zu erkennen auch Eichin hier nicht Positiv stehen lassen, die Zeit unter Eichin war Finanziell zwar erfolgreich, hat dafür aber auch gekostet, sportlich und infastruktuell.


Naja aber das ist doch genau der Unterschied? Eichin hat übernommen als der Verein gegen den Abstieg gespielt hat, seine Spieler bezahlt hat als würde man international spielen und aufgrund der akuten finanziellen Schwierigkeiten maximal das reinvestieren konnte was er durch Transfers eingenommen hat.

Ich habe ja auch angemerkt, dass da nicht alles gut war. Da sind auch definitiv absolute Fehlgriffe dabei gewesen - letztlich hat Eichin aber den Verein davor gerettet abzusteigen (und das hätte uns damals definitiv das Genick gebrochen). Einer der Gründe soll ja damals die Verlängerung mit Skripnik gewesen sein... nur damit der dann wenige Monate später sowieso entlassen wurde.

Die "Kaderleichen" die Baumann loswerden musste haben moderate Gehälter verdient, z.T. nicht mal viel gekostet und konnten relativ schnell verliehen oder verkauft werden. Die Anzahl an Spielern die tatsächlich viel verdient und/oder dicke Ablöse gekostet haben hielt sich ja auch in Grenzen.

Finde ich dann schwierig einen Manager negativ zu bewerten, weil er einen Verein in starken finanziellen Schwierigkeiten tabellarisch nur da halten konnte, wo er ihn übernommen hat. Eine wirkliche Chance mal was aufbauen zu können hat er ja durch die Trennung nicht mehr gehabt. Ende 2015 hat er ja noch davon gesprochen, dass man sich finanziell langsam stabilisiert und langfristig sich als bodenständiger Verein aufstellen will der Talente fördert.

Wieso Eichin immer so schlecht darsteht ist mir manchmal wirklich ein Rätsel.
Baumann hat bis zum 1. Coronajahr ein Minus von 19 Mio bei Transfers stehen
Eichin ein Plus von 7 Mio.

Schon bevor Corona unsere Finanzen torpediert hat, befand man sich mit Baumann 2019/2020 im tiefsten Abstiegskampf - trotz Ausgaben... und hatte die nächsten Transfers mit Kaufpflichten schon fest verankert, weil man sich komplett naiv darauf verlassen hat endlich nach Europa zu kommen.
Selbst ohne Corona hätte man also vmtl. wen verkaufen müssen um sich noch Verstärkungen für die nächste Saison zu verpflichten.

Ob man unter Eichin abgestiegen wäre? Keine Ahnung...unmöglich nicht. Der Mann hat aber schon damals verstanden, dass Bremen sich aufgrund des geringen Umsatz darüber definieren muss Talenteschmiede zu werden und sich so Stück für Stück nach oben zu arbeiten. Den Weg haben einige Vereine in der Bundesliga erfolgreich beschritten.

Der Weg tut manchmal weh, der ist nicht sofort erfolgreich und der erfordert Vertrauen und Geduld. An Letzterem scheiterts halt gerne. Statt ein paar Jahren kurzfristigem Erfolg und Beinah-Insolvenz hätte ich lieber gesehen wie Eichin ein Fundament baut auf dem man vielleicht genauso wie Freibug und Co. hätte stehen können. Wenn ich mit der Ansicht alleine bin kann ich das irgendwo sogar verstehen, schade find ichs trotzdem immer noch.
Autor
uchterjung
Thomas Deterding
TM-Username: uchterjung

Alle Beiträge des Autors
Eren Dinkçi
SV Werder Bremen
Eren Dinkçi
Geb./Alter:
13.12.2001 (24)
Nat.:  Türkei Deutschland
Akt. Verein:
SV Werder Bremen
Vertrag bis:
30.06.2027
Position:
Rechtsaußen
Marktwert:
6,00 Mio. €
SV Werder Bremen
Gesamtmarktwert:
147,33 Mio. €
Wettbewerb:
Bundesliga
Kadergröße:
35
Letzter Transfer:
Niclas Füllkrug
SC Freiburg
Gesamtmarktwert:
236,55 Mio. €
Wettbewerb:
Bundesliga
Kadergröße:
29
Letzter Transfer:
Yannik Engelhardt
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