Hoeneß gibt Prognose zu Eberls Zukunft ab: „Da sind noch Zweifel“
Uli Hoeneß hat die Arbeit von Sportvorstand Max Eberl beim FC Bayern gelobt, sich in der Zukunftsfrage aber nicht festgelegt. Der Ehrenpräsident sprach von einer Tendenz „60 zu 40 für eine Verlängerung“, fügte im „Spiegel“-Spitzengespräch aber auch hinzu: „Da sind noch Zweifel.“ Eberls Vertrag läuft noch bis 2027. Vom Sommer an wird die Frage nach der Zukunft des 52-Jährigen beim Rekordmeister folglich noch spannender.
Eberl selbst hatte sich zuletzt positiv über eine mögliche Verlängerung der Zusammenarbeit geäußert. „Es war am Anfang nicht einfach. Jetzt haben wir aber sehr, sehr gute Dinge auf den Weg gebracht“, hatte der Sportvorstand betont. „Man soll meinen Job bewerten. Und wenn sie meinen Job gut finden, dann bin ich auch bereit, länger bei Bayern zu bleiben.“
Nach Ansicht von Hoeneß ist Eberl „ein Manager, der hier einen großen Anteil an unserem Erfolg dieser Saison hat.“ Über eine mögliche Verlängerung könne aber frühestens ab dem 1. Juli verhandelt werden, sagte das Aufsichtsratsmitglied, „weil Vorstände erst ein Jahr vorher verhandelt beziehungsweise verlängern können.“ Neben Eberl führen Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und seit Anfang des Jahres Rouven Kasper als Vorstand Marketing und Vertrieb den FC Bayern.
Hoeneß betonte, dass er nicht tiefer in die Zukunftsfrage von Eberl einsteigen wolle. „Ich möchte jetzt nicht in Details gehen, das überlasse ich dann unserer Diskussion im Aufsichtsrat“, sagte der 74-Jährige. In der Aufsichtsratssitzung im August müsse dann entschieden werden, „ob Max Eberl der Manager ist, der den FC Bayern in die Zukunft führen soll.“ Seit März 2024 ist Eberl in München tätig, den Kaderwert hielt er seitdem weitestgehend stabil zwischen 850 Millionen und 1 Milliarde Euro. Wie Eberls Vertrag läuft auch der von Vorstandschef Dreesen im kommenden Jahr aus. Hier stehen alle Zeichen auf Verlängerung.
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Und das es jetzt so überragend läuft, hat vielleicht auch mehr mit Glück als mit überragender Arbeit von Eberl zu tun. Egal was Leute heute erzählen: Das Olise noch mal so einen Sprung macht, hat bei der Verpflichtung keiner geahnt. Keiner. Schaut man auf seine Scorerwerte, dann stellt er selbst Bayern-Legenden wie Robben und Ribery weit in den Schatten.
Kompany war Trainerkandidat Nummer 10 oder 12. Es war letztlich mehr situationsbedingter Zufall als Strategie, dass Kompany Bayern-Trainer geworden ist und er tut dem Verein menschlich einfach überragend gut, hat Konflikte beigelegt und aus hochbegabten Einzelspielern nach Jahren wieder eine Mannschaft geformt.
Das alles gesagt kommen die Gegenpunkte:
Die Gehaltspakete für Upa und Davies hat mit Sicherheit der Aufsichtsrat abnicken müssen. Kann sein, dass Hoeneß im Aufsichtsrat dagegen gestimmt hat, aber wenn Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt haben, kann man es nicht primär Eberl ankreiden.
Bei der Trainerfindungsposse vor 2 Jahren hat niemand mehr unnötigen Stuss gegenüber den Medien abgesondert, damit viel Porzellan zerschlagen und die Trainersuche massiv erschwert, als Hoeneß himself.
Auch wenn es einige Kritikpunkte bei Eberl gibt, ist er ein riesiges Upgrade zu dem von Hoeneß im Alleingang installierten Brazzo, der völlig unfähig war. Wo sollte es auch herkommen: Er hatte null formale Qualifikation und null Erfahrung in dem Job. Mit Brazzo hat Hoeneß einen Lehrling im ersten Lehrjahr zum COO eines Konzerns mit 700 Mio. Umsatz gemacht.
Wenn Dein Aufsichtsrat öffentlich solche Aussagen über Dich macht, wie Hoeneß sie jetzt (erneut) über Eberl gemacht hat, dann muss man als Vorstand eigentlich zurücktreten, weil A offenkundig das Vertrauen fehlt und B dieser Aufsichtsrat es B offensichtlich bewusst darauf anlagt, den Vorstand öffentlich zu beschädigen.
Das mit meilenweitem Abstand größte personelle Problem des FC Bayern ist seit Jahren Uli Hoeneß in seiner ganzen Selbstherrlichkeit.
Auch die Zweifel an Eberls Arbeit kann ich nicht nachvollziehen. Die Verpflichtungen von Company und Olise sind ja wohl Vorschläge von ihm gewesen. Letztlich müssen ja auch alle Verträge durch den Aufsichtsrat genehmigt werden. Also kann man ihm auch nicht vorwerfen, daß er zu teure Verträge aushandelt. Da bestünde ja die Möglichkeit eines Vetos.
Meine Meinug ist, Eberl macht gute Arbeit und versteht es auch gut mit den Medien umzugehen.
- Geb./Alter:
- 21.09.1973 (52)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- FC Bayern München
- Aktuelle Funktion:
- Sportvorstand
- Vertrag bis:
- 30.06.2027
- Im Amt seit:
- 01.03.2024
- Gesamtmarktwert:
- 1,08 Mrd. €
- Wettbewerb:
- Bundesliga
- Trainer:
- Vincent Kompany
- Kadergröße:
- 28
- Letzter Transfer:
- Bara Sapoko Ndiaye








