Regionalliga Südwest

FSV Frankfurt

02.07.2018 - 16:00 Uhr
FSV Frankfurt |#151
04.09.2018 - 03:46 Uhr
PPS: @Dingolf: ich gebe dir recht, wenn ein Platz nicht mehr bespielbar ist, ist das nicht die feine Art. Aber machen es die unterklassigen Teams im DFB-Pokal nicht häufig genau so? Also einen Acker anbieten, der dem Profi-Team jedes Kurzpassspiel unmöglich macht.
Ich bin nicht so sehr mit den DFB-Regeln vertraut, aber wenn der Platz wirklich unbespielbar wäre (wie auch im Winter oder bei Starkregen), dürfte der Schiedsrichter doch gar nicht anpfeifen?!
FSV Frankfurt |#152
04.09.2018 - 12:05 Uhr
Immer gute Beiträge von dir.

Plut braucht jemanden mit dem er spielen kann.
Schick muss dieses Jahr einfach nur Fußball spielen und darf sich nichts anderes erlauben. Er wurde schon durchgeschaut.
Die restlichen Paar Spieler sollten schon Ende der letzten Saison in die Rente gehen. Aber nein, bei FSV werden die ja immer nur wegen ihrer Erfahrung hochgelobt! Dafür sitzen junge Spieler auf der Bank die wahrscheinlich 150% geben würden nur um einmal auf dem Spielfeld sein zu dürfen.
Torwart sollte sich mal Gedanken machen ob er da richtig am Platz ist. Birol kann ja nicht viel schlechter oder schlechter als Aulbach sein. Da FSV nicht an eigener Jugend fest hält, wäre es wohl auch für ihn besser gewesen woanders zu gehen.

-------Kader hat im Prinzip Qualität------------ ja, im Prinzip und dabei bleibt es auch. Ich wünsche ihnen trotzdem den Klassenerhalt und hoffe das die Führung aus den Fehlern irgendwann lernen wird. Es sollten fähige Leute Entscheidungsbefugnisse haben und nicht irgendwelche die es woanders auch gegen die Wand gefahren haben.

Erlöst sind die, die gegangen sind............

Görner steckt mit ganz viel Herzblut dabei und ich bewundere ihn wirklich sehr. Immer optimistisch und fair gegenüber den Jungs!
FSV Frankfurt |#153
04.09.2018 - 12:50 Uhr
Wird wieder mal Zeil für ein Gegengutachten. smile Ich habe nur eine Phase des Spiel gesehen und auch nur im Fernsehen, von unmittelbar nach dem 0:2 bis kurz vor dem 0:5. Mehr konnte ich nicht ertragen, es ist ... schmerzhaft.

Ganz so schlimm wie in der Presse und Foren dargestellt fand ich unsere Leistung zumindest in dieser Phase aber nicht. Wir langen in Rückstand, mussten kommen und haben das auch versucht. Natürlich mit überschaubarem Erfolg, es fehlt an gedanklicher Schnelligkeit und Präzision, eben an "Qualität" um eine solide stehende Abwehr spielerisch auseinanderzunehmen. Wenn man nur ein Ergebnis verteidigen muss kann man solche Defizite vielleicht noch kämpferisch kompensieren, aber wenn man einem überlegenen Gegner im eigenen Stadion Feuer machen soll könnte das schwierig werden.

Dennoch gab es zumindest ansatzweise Situationen, aus denen sich Chancen hätten ergeben können. Wenn einer drin gewesen wäre und einer der Gegenstöße des OFC vielleicht nicht, was mit etwas Glück mehr oder ein oder zwei individuellen Fehlern weniger auch hätte sein können, wäre das Spiel nachher nicht derart gekippt und wir hätten jetzt nicht dieses Katastrophenstimmung.

Der Trainer muss natürlich sagen man darf sich trotzdem nicht so abschlachten lassen und die Spieler täten gut daran sich das auch zu sagen. Mein Urteil von außen ist nicht ganz so hart. Es ist eine junge Mannschaft. Ich konnte einfach abschalten als das Ding so richtig schief ließ, die nicht. Der OFC hat eine ganz andere Fanbasis im Rücken - oder wenn das Ergebnis umgekehrt gewesen wäre im Nacken - als wir. Vielleicht läuft man da noch um sein Leben damit es am Ende 1:5 steht und nicht 0:7. Vielleicht auch als Dorfclub, für den es eine große Sache ist überhaupt RL zu spielen. Aber wir, wenn wir da hin kommen mit dem Anspruch Punkte mitzunehmen und der vielleicht fehlgeleiteten Erwartung dazu sportlich auch in der Lage zu sein und dann derart eingeschenkt bekommen ... Dass die Moral irgendwann einbricht kann ich zwar nicht gut heißen aber ich kann es nachvollziehen.

Also sollen jetzt Köpfe rollen oder was sollen wir machen ? Ich sehe das anders. Wir haben vor der Saison darüber geredet es sei doch toll dass wir die meisten Leistungsträger halten konnten. Und was bedeutet das ? Die Mannschaft konnte mit diesen Leistungsträgern letzte Saison gerade so die Klasse halten. Es kamen auch ein paar neue dazu, aber wirklich verstärken konnten wir uns nicht. Es mag zwar sein, dass Spiele wir Mannheim und Offenbach einen psychologischen Tiefpunkt darstellen, aber von der Punktausbeute stehen wir immer noch genau da wo es von der Papierform her zu erwarten war.

neuesvomspocht sagt zwar unsere Qualität sei ok, denn der X sei gut, der Y hat Potential und der Z hat Profierfahrung. Das ist auch alles richtig, aber man muss es immer in Relation sehen zu dem was andere Vereine auffahren. Wir können froh sein wenn wir die Klasse halten. Ohne Verstärkungen ist auch dieses Minimalziel zwar möglich aber nicht sicher. Verstärkungen kosten Geld und wir haben keins, ganz einfach. Es kann zwar sein, dass der Verein nach diesen Schocks nochmal etwas zusammenkratzt und tätig wird, aber wir tun gut daran dem mit minimalen Erwartungen entgegen zu sehen. Das vermeidet absehbare Enttäuschungen.
FSV Frankfurt |#154
04.09.2018 - 20:57 Uhr
Im Spiel FSV-Worms treffen am Samstag auch zwei gegensätzliche Planungsansätze aufeinander.
Während der FSV seine Spieler überraschenderweise großenteils zusammen halten konnte, hat die Wormatia einen Totalumbau vorgenommen und spielt mit einem runderneuerten Kader.

Der FSV hoffte auf eine eingespielte Mannschaft, die an die Erfolge zu Beginn des Jahres anknüpfen sollte. Zugleich wollte der Verein sicher ein Zeichen setzen für solide Kontinuität trotz eines weiter laufenden Insolvenzverfahrens.
Nach 7 Spielen lässt sich vorläufig feststellen, dass dieser Ansatz sportlich jedenfalls nicht funktioniert hat.
Einige Spieler wirken selbstzufrieden, andere scheinen mit ihrer Aufgabe beim FSV unglücklich. Manche hofften wohl auf lukrativere Jobs bei finanziell besser gestellten Clubs.
In OF fehlte es der Mannschaft offensichtlich an Zusammenhalt. Kein Teamspirit erkennbar.
Rühmliche Ausnahme in OF war Mangafic, der in Hz2 mit Krämpfen am Boden lag. Indiz für mangelhafte Vorbereitung im konditionellen Bereich?

Dagegen spielt WO bisher sehr erfolgreich und clever. Wenn es darauf ankam wurde gepunktet, wenn es ohnehin kaum eine Siegchance gab sparte man Kräfte (DFB-Pokal, in Hoffenheim).
Außerdem hat man durch den Pokal Zusatzeinnahmen von geschätzt 150Tsd€ erzielt. Sehr viel Geld für die RL. So konnte WO sich weiter personell verstärken.

Ende der letzten Saison stand die Wormatia nur wenig besser da als der FSV. Inzwischen trennt beide Vereine ein breiter Graben.
FSV Frankfurt |#155
05.09.2018 - 10:14 Uhr
Ein erneutes Statement von mir zur Situation:
Es ist absolut richtig, dass wir glücklich über die Rettung des Vereins waren, und uns natürlich freuten, dass wir die Klasse halten konnten.
Es ist richtig, dass wir hörten, dass der Konsolidierungsprozess noch 2-3 Jahre weitergehen wird. Inklusive schwerer Tabellensituationen.
Ebenfalls richtig ist, dass ich -ganz persönlich- damit zufrieden war, dass die Mannschaft weitestgehend zusammengehalten werden konnte. Und ich "vertraute" der Vereinsführung in Bezug auf die Neuverpflichtungen (abgesehen von einer Verpflichtung eines verletzten Spielers, sowas ist und bleibt "Unsinn",nmM!).
Wenn wir also nicht absteigen wollen (und dies als Ziel ausgeben), dann werden wir bei einem 0:7 zwar nicht mit einem Punktabzug bestraft, aber möglicherweise / wahrscheinlich wird das Torverhältnis am Saisonende eine entscheidende Rolle spielen. (Und wenn es nur so ist, wie vor den letzten Spielen der letzten Saison, dass wir wissen, dass ein Gegner schon mit einem völlig unerreichbarem Ergebnis gewinnen müßte, um uns tabellarisch zu überholen).
Wir sind -Stand jetzt- die Mannschaft mit den meisten Gegentoren in der Liga!
Dann kommt mir die entscheidende Frage: wie kommt man dazu, dass die eigene Mannschaft gegen völlig überlegene Gegner (z.B. Offenbach) -auch noch auswärts- "kommen" müssen? Nein, dann muß man weiter konsequent verteidigen, und natürlich versuchen zu kontern, um das Ergebnis zu verbessern.
Dann darf niemand erzählen, wir wären "auf Augenhöhe" mit einem (selbst-)erklärten Aufstiegskandidat. Oder wir könnten "etwas mitnehmen".
Ja, wir haben mit 24,33 Jahren im Durchschnitt eine junge Mannschaft. Aber es sollten doch einige Führungsspieler da sein, die ein Abschlachten verhindern (helfen). Und: die Mannschaft wurde zusammengehalten, sollte also genügend eingespielt sein, die "Automatismen" sollten nicht unbekannt sein. Mit Verlaub, dann darf eine solche Mannschaft nicht eine Leistung bringen, die man nur mit "zur Verteidigung unfähig" (zumindest in einigen Spielen) bezeichnen kann.
Und es ergibt sich die weitere Frage, welche Einschätzung unser Führungspersonal in Bezug auf unsere Neuzugänge hatte und hat. NmM genügt es nicht zu sagen,"mehr Geld haben wir nicht", sondern glasklar die sportliche Situation einzuschätzen und pro Saison zu v e r b e s s e r n . (Weil sonst die Ligazugehörigkeit bestenfalls gehalten werden kann, und niemand einschätzen kann wann man je wieder aufsteigt. (Was angesichts der gegenwärtigen Situation in der 2., aber auch 3. Liga eh schwierig wird).
Nein, ich habe keine personelloen Konsequenzen gefordert (ich bin nicht mal Mitglied), und ich denke, das sollte auch nach dem nächsten Spiel nicht der Fall sein.
Nach meiner Statistik (ihr könnt eure selbst fälschenLachend) können wir zu 70% -bestenfalls- mit einem Punkt rechnen(13%). Ich lasse mich gerne durch das Ergebnis eines Anderen überzeugen.
Vermutlich müssen sich aber die FSV-Honoratioren auf Wochen der Erklärungsnot vorbereiten.
FSV Frankfurt |#156
05.09.2018 - 11:59 Uhr
Zitat von Senfstau

Wenn es darauf ankam wurde gepunktet, wenn es ohnehin kaum eine Siegchance gab sparte man Kräfte (DFB-Pokal, in Hoffenheim).

Na das ist jetzt aber auch sehr wohlwollend...
FSV Frankfurt |#157
05.09.2018 - 19:33 Uhr
Zitat von steinbock05
Dann kommt mir die entscheidende Frage: wie kommt man dazu, dass die eigene Mannschaft gegen völlig überlegene Gegner (z.B. Offenbach) -auch noch auswärts- "kommen" müssen? Nein, dann muß man weiter konsequent verteidigen, und natürlich versuchen zu kontern, um das Ergebnis zu verbessern.
Dann darf niemand erzählen, wir wären "auf Augenhöhe" mit einem (selbst-)erklärten Aufstiegskandidat. Oder wir könnten "etwas mitnehmen".


Ich weiß nicht, vielleicht hat Conrad Selbstvertrauen gecoacht, er hatte immerhin Fehlen des selbigen nach der Mannheim-Niederlage als Problem ausgemacht, und hat das so intensiv gemacht dass er selbst daran geglaubt hat. smile

Das Ausmaß an Realitätsverlust bei uns erscheint mir jedenfalls momentan bei weitem nicht so schlimm wie es in manchen Phasen der jüngeren Vergangenheit schon war, z.B. mit der Einschätzung des Leistungsvermögens von Krüger/Orals Leihspielertruppe. Nach dem Auftaktsieg in Saarbrücken wurde sofort abgewiegelt: ja, am ersten Spieltag gibt's manchmal komische Ergebnisse, aber die Saison ist noch lang und wird trotzdem schwer. So ungefähr die Aussagen. Das war realistisch und ich wüsste nicht was seit dem passiert sein sollte um unsere Großkopferten auf die schiefe Bahn des Größenwahns zu führen.

Trotzdem, wenn man nach Offenbach fährt *muss* man ja versuchen irgendwas zu holen. Wenn man von vornherein nur versucht hätte das Ergebnis in Grenzen zu halten hätte es erst Recht Kritik gehagelt und zurecht. Also stellt man von mir aus zwei Viererketten hin, versucht das Spiel des OFC zu unterbinden und hofft dass sie nervös werden und das man Räumer für Konter hat. Oder so etwas ähnliches. Im Zerstören kann man mehr mit Engagement und Motivation kompensieren und näher dran an der "Augenhöhe."

Nur wird diese oder eine andere vorsichtige Taktik über den Haufen geworfen, wenn man sehr früh ein 0:2 fängt. Dann kann ich entweder abschenken oder nach vorne Spielen. Wenn ich mich für letzteres Entscheide sind die taktischen Rollen sozusagen vertauscht, was unsere Mannschaft überfordert hat. Außerdem nimmt man zwangsläufig in Kauf ggf. weitere Treffer zu fangen. Und das ist dann auch passiert, weil uns das Umschaltspiel, also Druck aufzubauen und gleichzeitig hinten noch einigermaßen sicher zu stehen erst Recht überfordert hat. *Dann* kommt irgendwann noch hinzu dass das Engagement nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, nicht vorher.

Lager Rede kurzer Sinn - der OFC ist momentan stärker als der FSV und würde wahrscheinlich 8 von 10 Spielen gegeneinander gewinnen. Aber nicht um 7 Tore stärker. Das ist eher der Anatomie dieses Spiels geschuldet. Da die meisten Liga-Konkurrenten schwächer sind als Offenbach, Mannheim und Saarbrücken glaube ich dennoch dass der Klassenerhalt möglich ist. Falls man rechtzeitig wieder Selbstvertrauen gewinnt und das nicht in ein endloses Leistungstal mündet, was wir in den letzten Jahren leider regelmäßig hatten. Ich hoffe nicht. Ich glaube es eigentlich auch nicht mit den jetzt Verantwortlichen.
FSV Frankfurt |#158
05.09.2018 - 21:10 Uhr
@Hagen
Ja, das kann man so sehen, und ich möchte es auch einfach so stehen lassen.

Inwieweit es zutrifft, dass die "anderen" Mannschaften schwächer sind, das werden wir sehen.

Ich freue mich schon auf die Derbys gegen Dreieich (auch wegen der SGE-Leute) und bin gespannt, ob wir sehr viel besser sein werden...
FSV Frankfurt |#159
06.09.2018 - 14:11 Uhr
Also erstmal hat ja niemand wirklich hier etwas über Entlassungen oder dergleichen gesagt. Die teils auch emotionale Kritik (die ich sehr mag, weil sie authentisch ist) am Trainerteam/Management war berechtigt. Meine wiederholten Worte waren, dass man sich vielleicht Know-How in den Aufsichtsrat holen sollte.

Kann mich einiger meiner Vorredner nur anschließen. Auf dem Papier wirkt die Mannschaft gar nicht so schlecht. Man darf jedoch nicht vergessen, dass einige Spieler wie z.B. Mangafic oder Nothnagel durchaus einen Namen haben, man dadurch aber manchmal tatsächlich etwas den Ist-Zustand ihres Leistungsvermögens verblendet. Mangafic' Hochzeit ist sicherlich vorbei und liegt auch ein paar Jahre zurück. Generell sollte man Spieler immer danach bewerten wer/was sie sind und nicht danach wer/was sie mal waren.

Finde es auch manchmal amüsant, dass davon gesprochen wird, dass wir ja so eine junge Mannschaft haben. Der Altersschnitt des Gesamtkaders ist zwar jung, aber das Durchschnittsalter der Startelf liegt immer bei etwa 25 Jahren. Das ist Liga-Durchschnitt. Hessen Dreieich hat beispielsweise eine der ältesten Startelfs und ist letzter. Wenn man mal die wirklich jungen U23 Teams weglässt, hat man im Endeffekt bei allen Mannschaften der Liga einen Altersschnitt von 25 - 26 Jahren in der Startelf.

Ich hatte eine interessante Unterhaltung mit einem FSV Anhänger beim U19 DFB Pokal gegen St. Pauli. Er sagte mir auch genau das was ich oben bzgl. Mangafic geschrieben habe und erläuterte noch eine interessante These. Da ein Verein wie der FSV wenig Geld zur Verfügung hat und Spieler ''mittleren Alters'' (25 und aufwärts) merken, dass sportlich und finanziell nicht mehr viel Luft nach oben ist, machen sich diese Spieler vermehrt Gedanken um ihre Zukunft. Absicherung, wie soll es weitergehen etc.. Er nannte ein interessantes Beispiel. Alexandros Theodosiadis, bis Sommer noch gestandener Regionalliga Spieler auf gutem Niveau beim OFC, wechselte nach Dreieich, um nach nur 3 Spielen zu sagen, dass er den Verein verlassen und eine Ausbildung beginnen möchte. Ich verstand was er meinte. Diese jungen Männer verstehen, dass der Zug in den gut bezahlten Fußball abgefahren ist. Sie orientieren sich um und so fehlen einfach ein paar Prozente. Mangel an Ernsthaftigkeit, Professionalität, Mentalität, Motivation, Perspektive etc.. Dazu spielt man noch bei uns bei einem Klub ohne großes Zuschaueraufkommen und mit relativ ruhigem Umfeld. Es ist kaum Druck da. Die Spieler wirken nicht selbstbewusst. Und die Spieler selbst sehen sich nicht in der Bringschuld. Entweder wechselt man einfach irgendwann den Klub oder man macht es wie der oben genannte Spieler und orientiert sich beruflich neu. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Jungs beim FSV zum großen Teil weniger verdienen als ein Supermarkt Kassierer. Besonders gegen den OFC hatte ich den Eindruck, dass einige Jungs mit dem Kopf überall waren, außer beim FSV. Ich habe Verständnis dafür, weil die Jungs relativ wenig verdienen, sich finanziell nicht absicher können und dann als Anfang 30er in einen Job kommen müssen den wahrscheinlich an gleicher Stelle gerade ein 10 Jahre jüngerer ausübt. Da hätte ich auch Kopfkino. Vllt sollte man als finanzschwacher Verein, der wir nun mal sind, auf einige Wenige aber belastbare erfahrene Kräfte setzen und sich ansonsten ein junges hungriges Team aus U23 Spielern aufbauen. Nichts gegen Huckle (der immerhin noch Mentalität hat), Pollasch, Djengoue, Plut, Mangafic etc., aber wie man sieht sind sie vllt nicht so gut und essentiell wie man denkt. Oft funktionieren die U25 Jungs gefühlt nur, wenn es läuft. Einen Soultani (ist 22) fand ich selbst gegen Mannheim als nichts mehr ging noch erfrischend und frech.

Und als Abschluss. Wir brauchen dringend einen ordentlichen Torwart. Ich weiss viele sind hier pro Birol, aber der ist auch nicht viel besser.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dingolf am 06.09.2018 um 14:21 Uhr bearbeitet
FSV Frankfurt |#160
06.09.2018 - 19:51 Uhr
Zitat von Dingolf
(...) Diese jungen Männer verstehen, dass der Zug in den gut bezahlten Fußball abgefahren ist. Sie orientieren sich um und so fehlen einfach ein paar Prozente. Mangel an Ernsthaftigkeit, Professionalität, Mentalität, Motivation, Perspektive etc.. Dazu spielt man noch bei uns bei einem Klub ohne großes Zuschaueraufkommen und mit relativ ruhigem Umfeld. Es ist kaum Druck da. Die Spieler wirken nicht selbstbewusst. Und die Spieler selbst sehen sich nicht in der Bringschuld. Entweder wechselt man einfach irgendwann den Klub oder man macht es wie der oben genannte Spieler und orientiert sich beruflich neu. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Jungs beim FSV zum großen Teil weniger verdienen als ein Supermarkt Kassierer. Besonders gegen den OFC hatte ich den Eindruck, dass einige Jungs mit dem Kopf überall waren, außer beim FSV.


Das ist eine Erklärung. Auf den zweiten Blick stellt sich allerdings die Frage, falls das sportliche Desaster tatsächlich durch moralisches Versagen der Mannschaft zustande gekommen ist, wie es anderen Regionalligisten dann gelingt dieses Phänomen zu vermeiden. Wenn ich den Personaletat des OFC auf die Mannschaft herunterbreche, sind auch die noch von gut bezahltem Fußball weit entfernt. Und wenn schon nicht Offenbach, dann müssten die anderen finanzschwachen Clubs ohne großes Zuschaueraufkommen und mit relativ ruhigem Umfeld, von denen gibt es ja auch noch einige in der Liga, mit dem FSV in einem Boot sein. Liegt es an der Personalauswahl ?

Zitat von Dingolf
Vllt sollte man als finanzschwacher Verein, der wir nun mal sind, auf einige Wenige aber belastbare erfahrene Kräfte setzen und sich ansonsten ein junges hungriges Team aus U23 Spielern aufbauen.

Da sehe ich den Unterschied nicht zu dem was wir versucht haben.

Ich habe ja nichts dagegen in so einer Situation die Mannschaft zu kritisieren und in die Pflicht zu nehmen, aber eine Aussage wie "hatte den Eindruck, dass einige Jungs mit dem Kopf überall waren, außer beim FSV." könnte ich unbesehen bei jedem Tread in der vorletzten Saison 2.Liga, der letzten Saison 2.Liga und der Saison 3.Liga posten ohne dass jemand den Unterschied bemerken würde. Ich weiß, dass hat in diesem Forum und in diesem Tread noch niemand explizit behauptet, aber im Umfeld des FSV höre ich schon seit Jahren im Umfeld unseres Vereins, sozusagen vereinsführungsübergreifend, den Spielern sei alles egal und sie strengten sich nicht genug an. Einmal wie es Leihspieler sind und in Gedanken schon beim nächsten Verein, dann weil unsere jeweilige sportliche Leitung versagt und charakterlich ungeeignete Spieler geholt habe und jetzt weil man sie nicht mehr ordentlich bezahlen kann und mangels Perspektive im Profifußball.

Zitat von Dingolf
Dazu spielt man noch bei uns bei einem Klub ohne großes Zuschaueraufkommen und mit relativ ruhigem Umfeld.

Das ist sicherlich ein Faktor, ohne Frage. Trotzdem frage ich mich hier wiederum wie andere Vereine das dann machen. Sandhausen wird ja auch nicht von Zuschauern überschwemmt und hat ein Umfeld wie auf Schalke.
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