Offiziell 05.08.2026 - 11:06 | Quelle: FC St. Pauli/Mopo/TM | Lesedauer: unter 2 Min.
Cerezo Osaka
Jackson Irvine
Wechsel nach Japan 

FC St. Pauli lässt Kapitän Irvine zu Cerezo Osaka ziehen – Abschied nach fünf Jahren

FC St. Pauli lässt Irvine nach Japan ziehen – Wechsel zu Cerezo Osaka
©IMAGO

Jackson Irvine (33) verlässt den FC St. Pauli mit sofortiger Wirkung nach Japan. Wie der Kiezklub am Mittwoch bestätigte, geht der Kapitän auf eigenen Wunsch zu Cerezo Osaka. Wegen des noch ein Jahr gültigen Vertrags generieren die Hamburger eine Ablöse in bislang unbekannter Höhe.


Leistungsdaten
Jackson Irvine
J. Irvine Zentrales Mittelfeld
FC St. Pauli
FC St. Pauli
Gesamte Leistungsdaten
Alle Wettbewerbe
Spiele
153
Tore
15
Vorlagen
21


Irvine war nach der WM – im Gegensatz zu den anderen Turnierteilnehmern aus St. Paulis Kader – nicht mehr Teil des Teamtrainings, was erste Spekulationen über einen Abgang des umstrittenen Publikumslieblings hervorrief. Die Braun-Weißen erklärten laut „Hamburger Morgenpost“ auf Nachfrage, dass der Australier ein individuelles Trainingsprogramm absolviere. Im Kreise der Mannschaft war er zuletzt nicht mehr zu sehen. In den vergangenen Tagen soll er schon in Japan gewesen sein.



Irvine machte seit der Saison 2021/22 mehr als 150 Partien für St. Pauli und galt lange als Ikone am Millerntor. In Teilen der Fanszene fiel er wegen seiner offen gezeigten Haltung im Israel-Gaza-Konflikt jedoch in Ungnade. „Jackson ist nach seiner Rückkehr von der WM mit dem Wunsch auf uns zugekommen, den Wechsel nach Japan zu realisieren“, erklärte Sportchef Andreas Bornemann. „Nach intensiven Gesprächen haben wir diesem Wunsch entsprochen. Wir danken Jacko für den Einsatz in den vergangenen Jahren und wünschen ihm sowie seiner Familie für die Zukunft alles Gute.“


Irvine sprach nach Abstieg von Verbleib bei St. Pauli


Nach dem Bundesliga-Abstieg im Sommer hatte Irvine im direkten Anschluss an die entscheidende 1:3-Niederlage gegen Mitabsteiger VfL Wolfsburg noch von einem Verbleib in Hamburg gesprochen. „Mit allen, die bleiben werden, werden wir hart arbeiten, um zurück zu diesem Level zu kommen. Mein Vertrag läuft noch ein Jahr, ich werde bleiben. Hier ist mein Zuhause, der Klub ist etwas ganz Besonderes für mich“, sagte Irvine. Vom „Kicker“ wurde er zudem mit den Worten zitiert: „Es müssten einige verrückte Dinge passieren, dass ich meinen Vertrag nicht verlängere.“ Dabei forderte Irvine aber gleichzeitig die minutiöse Aufarbeitung der verkorksten Saison ein: „Wir haben zwei Jahre etwas aufgebaut, im dritten Jahr haben wir es eingerissen.“


Danach vollzog sich jedoch auch noch der Trainerwechsel von Alexander Blessin zu Marcel Rapp, der die Kapitänsfrage vielsagend bisher offengelassen hat. Nun muss der frühere Kieler Coach ohnehin einen neuen Spielführer bestimmen.


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Letzte Beiträge Newsforum

Schnuersenkel FC St. Pauli Schnuersenkel 17.08.2026 - 12:58
Zitat von Albendea
Zitat von Schnuersenkel

Zitat von phippswe

Das ist einfach richtig bitter.

Klar gab es hier und da Ärger mal, aber am Ende hat sich Jackson reingehangen immer und war einfach St. Pauli für mich. Bitter, dass er jetzt endet und er geht 😔


Ich fasse es mal aus dem Kreise derjenigen, die mit der Aufarbeitung seiner sowie der Aktionen seiner Frau viel versucht haben zu vermitteln und aufzuarbeiten, zusammen:

- Seine nie erfolgte Entschuldigung für das Tragen eines antisemitischen Trikots
- Sein Aufruf zu rechtsoffenen Demo's trotz Hinweis des Vereins
- Seine nähe in Teile der stark pro Hamas und antisemtischen Strukturen geprägten Vereine und Szenen
- Seine Abwehr und Ablehnung zu offenem Dialog mit besorgten Fans aus den eigenen Reihen
- Seine Werbedeals
- Die aktive Mitarbeit seiner Frau im Verein, dann gegangen, dann eigene St.Pauli Merch rausbringen mit Gesicht des Mannes, am Verein vorbei
- Die aus dem Teamumfeld berichteten festgefahrenen Machtverhältnisse und Strukturen um Smith und Irvine herum, die es anderen Spielern schlichtweg verbat, sich hervorzutun und Verantwortung zu übernehmen
- Das ständige Schweben eines ungesunden Personenkults über Kreisen des Vereins, nicht zuletzt auch der Streit mit dem verdienten Aufsichtsrat Rene Born ...

In Summe sind hier so viele Dinge passiert, die eine Trennung fast alternativlos erscheinen liessen.

Wie Bornemann es sagte: Er trat mit dem Wunsch an den Verein ran wechseln zu wollen, nach seinen Aussagen vor der Saison. Die Realität, dass man ihm sehr sicher den Stammplatz und die Kapitänsbinde nehmen wollte, zwang ihn nicht, aber trieb ihn wohl zu diesem Schritt.

Man kann ihm nur alles Gute für die Zukunft wünschen. Wie Bornemann es tat. Aber dieses Kapitel ist endlich vorbei! Und das Damoklesswert, welches über dem Team und Verein sowie Fanszene hing, ist erstmal Geschichte. Nicht aber die Aufarbeitung der Geschehnisse im Kreise der Fanszene. St. Pauli war es nicht, aber muss wieder stabil werden. Vor allem im Kampf gegen Antisemitismus.


Immer wieder krass das Pauli als offener linker Verein (und letztlich nur dafür in Deutschland und vor allem außerhalb bekannt, sportlich sicher nicht), nicht pro Palästina ist. Alle anderen Vereine dieser Kategorie (Celtic, Rayo, Roter Stern Paris, die drölf verschiedenen italienischen Vereine die offen links sind, etc) sich alle klar pro Palästina positioniert haben. Celtic und andere haben ja auch die Fanfreundschaft deswegen gekündigt.

Letztlich trumpft wohl der Faktor das man ein deutscher Verein ist die politischen ideale. Wir haben ja zu genüge gesehen wie deutsche Vereine (und die deutsche Gesellschaft allgemein) dazu steht.


Das ist leider das Problem in dieser Sache. Nirgends hat der Verein je verlauten lassen, er sei in der Sache gegen oder für Palästina.

Aber der Verein hat ein Standing für jüdisches Leben. NICHT Israel und deren Regierung.

Und hier liegt das Zünglein auf der Waage. Irvine zeigte mit dem Trikot die Seite eines Palästina, ohne jüdischen Lebens. Zum Schutze dieser, hat sich der Verein allerdings auf die Fahne geschrieben gegen den Faschismus vorzugehen.

Nur weil das Thema Palästina nicht bei uns auf den Fahnen steht, wie bei Celtic in der Green Brigade, heißt es noch lange nicht, dass Verein oder Fans es nicht auch mit Irvine halten, wenn es um die humanitären Bedingungen und den fürchterlichen Angriffskrieg der IDF auf das palästinensiche Volk geht. Ich würde sogar wetten, dass alle Fans in der Kurve und im Stadion für Frieden und ein unabhängigen Palästina Staat wären. Und die IDF und Netanyahu als fürchterlich faschistisch einstufen.

Aber wie gesagt, es geht um eine andere Nuance. Aber das obige, fand in Irvines Wohlwollen Richtung Palästina und seinen Äußerungen in der Einordnung leider nie statt.

Unterm Strich, wir sind und bleiben links. Ja. Aber es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern auch ganz viel grau.
zeynep_Fener Fenerbahce zeynep_Fener 09.08.2026 - 00:30
Einziger St .Pauli Spieler der tatsächlich aufrichtig linke Werte gelebt hat.
Brownie72 1.FC Köln Brownie72 05.08.2026 - 19:57
Zitat von DerJogi
Japan ist eine gute Adresse. Ich kann Pauli nicht leiden, aber er ist jemand, für den ich großen Respekt habe.
Erst recht dafür, weil er sich für die Palästinenser einsetzt und das Rückgrat hat, den Genozid in Gaza zu kritisieren. Hut ab dafür, dass er sich der schwachsinnigen Kritik nicht gebeugt hat.



Offenbar hast du dich mit der Aktion nicht richtig beschäftigt oder verdrängst den eigentlichen Grund der teils heftigen Kritik.

Schade !
Autor
Piggadilly
Tobias Picker
TM-Username: Piggadilly
Alle Beiträge des Autors
Jackson Irvine
Cerezo Osaka
Jackson Irvine
Geb./Alter:
07.03.1993 (33)
Nat.:  Australien Schottland
Akt. Verein:
Cerezo Osaka
Vertrag bis:
-
Position:
Zentrales Mittelfeld
Marktwert:
1,00 Mio. €
Cerezo Osaka
Gesamtmarktwert:
13,70 Mio. €
Wettbewerb:
J1 League
Tabellenstand:
12.
Kadergröße:
30
Letzter Transfer:
Pablo Sabbag
FC St. Pauli
Gesamtmarktwert:
46,93 Mio. €
Wettbewerb:
2. Bundesliga
Tabellenstand:
13.
Trainer:
Marcel Rapp
Kadergröße:
29
Letzter Transfer:
Dimitar Mitov
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