Fanszene Heidenheim
05.12.2011 - 14:56 Uhr
10.08.2017 - 15:01 Uhr
Hallo sprotte,
vielen Dank für Dein ausführliches Eingehen auf die Situation.
In etlichen Punkten kann, nein muss ich Dir uneingeschränkt Recht geben - z.B. Zersplitterung der Spieltage, Spielansetzungen.
Aber mit "Krieg" und unreflektierten Beschimpfungen der Polizei (ich weiß, es kann eventuell auch als "Meinungsäußerung" gewertet werden) wurde auch noch nie etwas zum Besseren gewendet.
Du schreibst, dass das Ende der Fankultur, wie wir sie heute kennen, drohen würde wenn die Entwicklung sich so fortsetzt.
Auch vor den Ultras, Vorschreiern, organisiertem Support usw. hat es Fußball und Fans gegeben. Erst vor ca. 50-60 Jahren begann es wohl in Italien mit der Ultrabewegung, in Deutschland wohl erst um 1986.
Auch wenn ich mit der Eventfankultur, die drohen könnte, nichts anfangen kann, Veränderungen wird es immer geben, in der Fankultur wie in anderen Bereichen des Lebens.
Ich für meinen Teil sehe keinen Grund, dass die derzeitige Fankultur ein bewahrenswertes Kulturgut wäre, das geschützt werden muss.
Ich gehe zum Fußball um Fußball zu sehen. Das kann man anders sehen und ich weiß, dass es viele gibt, die nur zum Fußball gehen, weil dort eben die derzeitige Stimmung ist - aber gehen diese zum Fußball oder zu einem gemeinsamen Event, sind also auch Eventfans, nur dass deren Schwerpunkt z.B. auf gemeinsame Gesänge liegen?
Wenn ich mitbekomme, dass sich jemand als FCH-Fan bezeichnet und immer in der Ost steht, dann wird beim Spiel von Braunschweig Robin Becker eingewechselt und dieser "jemand" hat nicht einmal Ahnung, dass dieser in der letzten Saison bei uns gespielt hat - was soll ich von seinem Fansein halten? Tolle Stimmung im Stadion, aber von Fußball und Mannschaft keine Ahnung. DAS sind für mich ebenso Eventfans - in der jetzigen Fankultur.
Zum Verhältnis FCH zu manchen Fangruppen möchte ich jetzt nur so viel schreiben: aus meiner Sicht haben da beide Seiten einige Fehler gemacht und unnötig Öl in das bereits lodernde Feuer gegossen.
Mein Traum: jeder hält sich an geltende Gesetze und vergisst nicht, dass auf allen Seiten Menschen stehen/sitzen, die so zu behandeln sind, wie man selber auch behandelt werden will. Wenn ich Polizist wäre, würde ich mich nicht als Bastard beschimpfen lassen wollen, wenn ich Verein wäre, möchte ich nicht, dass trotz Untersagung Plakate in das Stadion geschmuggelt werden, wenn ich Fan wäre, möchte ich mit Anstand und Respekt behandelt werden und nicht für Taten eines anderen Menschen bestraft werden.
Jetzt bin ich mit meinen Gedanken doch ganz schön hin- und hergeschwurbelt.
Ich hoffe, dass es trotzdem klar geworden ist, wie ich von dem Thema denke.
vielen Dank für Dein ausführliches Eingehen auf die Situation.
In etlichen Punkten kann, nein muss ich Dir uneingeschränkt Recht geben - z.B. Zersplitterung der Spieltage, Spielansetzungen.
Aber mit "Krieg" und unreflektierten Beschimpfungen der Polizei (ich weiß, es kann eventuell auch als "Meinungsäußerung" gewertet werden) wurde auch noch nie etwas zum Besseren gewendet.
Du schreibst, dass das Ende der Fankultur, wie wir sie heute kennen, drohen würde wenn die Entwicklung sich so fortsetzt.
Auch vor den Ultras, Vorschreiern, organisiertem Support usw. hat es Fußball und Fans gegeben. Erst vor ca. 50-60 Jahren begann es wohl in Italien mit der Ultrabewegung, in Deutschland wohl erst um 1986.
Auch wenn ich mit der Eventfankultur, die drohen könnte, nichts anfangen kann, Veränderungen wird es immer geben, in der Fankultur wie in anderen Bereichen des Lebens.
Ich für meinen Teil sehe keinen Grund, dass die derzeitige Fankultur ein bewahrenswertes Kulturgut wäre, das geschützt werden muss.
Ich gehe zum Fußball um Fußball zu sehen. Das kann man anders sehen und ich weiß, dass es viele gibt, die nur zum Fußball gehen, weil dort eben die derzeitige Stimmung ist - aber gehen diese zum Fußball oder zu einem gemeinsamen Event, sind also auch Eventfans, nur dass deren Schwerpunkt z.B. auf gemeinsame Gesänge liegen?
Wenn ich mitbekomme, dass sich jemand als FCH-Fan bezeichnet und immer in der Ost steht, dann wird beim Spiel von Braunschweig Robin Becker eingewechselt und dieser "jemand" hat nicht einmal Ahnung, dass dieser in der letzten Saison bei uns gespielt hat - was soll ich von seinem Fansein halten? Tolle Stimmung im Stadion, aber von Fußball und Mannschaft keine Ahnung. DAS sind für mich ebenso Eventfans - in der jetzigen Fankultur.
Zum Verhältnis FCH zu manchen Fangruppen möchte ich jetzt nur so viel schreiben: aus meiner Sicht haben da beide Seiten einige Fehler gemacht und unnötig Öl in das bereits lodernde Feuer gegossen.
Mein Traum: jeder hält sich an geltende Gesetze und vergisst nicht, dass auf allen Seiten Menschen stehen/sitzen, die so zu behandeln sind, wie man selber auch behandelt werden will. Wenn ich Polizist wäre, würde ich mich nicht als Bastard beschimpfen lassen wollen, wenn ich Verein wäre, möchte ich nicht, dass trotz Untersagung Plakate in das Stadion geschmuggelt werden, wenn ich Fan wäre, möchte ich mit Anstand und Respekt behandelt werden und nicht für Taten eines anderen Menschen bestraft werden.
Jetzt bin ich mit meinen Gedanken doch ganz schön hin- und hergeschwurbelt.
Ich hoffe, dass es trotzdem klar geworden ist, wie ich von dem Thema denke.
10.08.2017 - 16:10 Uhr
@sprotte schön gegliederte und sehr ausführliche Antwort - Danke dafür. Im Grunde hast du bestätigt was ich vermutete, ich will auch auf keinen Fall jede Entwicklung im modernen Fußball gutheißen, nur die Wahl des Protestes beurteilt eben jeder anders, ich maße mir auch nicht an da etwas zu bewerten.
So wäre z.B. meine Form des Protestes gegen die Entwicklung (bei meinem Verein), dass ich einfach nicht mehr hingehe, den "ursprünglichen Fußball" gibt es ja ein paar Ligen tiefer noch zuhauf.
Keine Sorge meine Meinung "bild" Ich mir nicht nur aus Headlinern, ich bin aber weder bei besagter Zeitung, noch bei z.B. "Faszination Fankurve" Leser und objektive Berichte gibt es nunmal wenige.
10.08.2017 - 19:49 Uhr
@sprotte: Top-Beitrag, den ich auch Inhaltlich so unterschreiben kann. Aber ich stehe auch nach wie vor zu meinem letzten Beitrag, dass beide Seiten die Sache einfach weiter hochgeschaukelt haben und den Bogen nun überspannt haben. Und meine Infos zum Thema Fanbelange krieg ich auch viel von Faszination Fankurve und die ganzen Protestaktionen Bundesweit find ich auch gut und wichtig.
Zum Thema Ort der Ultras auf der Ost: Das die halt nun weiter oben stehen ist nicht das Problem, bzw. ich persönlich finds etwas unangenehm wenns so voll ist, daher werd ich in Zukunft wohl etwas weiter oben stehen (wie bereits die 1. Hälfte gegen Aue). Mir gehts eher darum, dass die Ultras so wie mir gesagt wurde die angestammten Fahnen dort anscheinend etwas verdrängen wollen damit sie für ihre eigenen Platz haben. Wenn wir unsere eigenen Fahnen weiterhin ohne Probleme schwenken können, dann ist da aber alles in Ordnung.
Zum Thema Ort der Ultras auf der Ost: Das die halt nun weiter oben stehen ist nicht das Problem, bzw. ich persönlich finds etwas unangenehm wenns so voll ist, daher werd ich in Zukunft wohl etwas weiter oben stehen (wie bereits die 1. Hälfte gegen Aue). Mir gehts eher darum, dass die Ultras so wie mir gesagt wurde die angestammten Fahnen dort anscheinend etwas verdrängen wollen damit sie für ihre eigenen Platz haben. Wenn wir unsere eigenen Fahnen weiterhin ohne Probleme schwenken können, dann ist da aber alles in Ordnung.
11.08.2017 - 19:23 Uhr
Hochinteressante Stellungnahme des Fanclubs "Fanblock 05". Bin mal gespannt, wie lange es noch dauert, bis HS sämtliche organisierten Fans vergrault hat...
https://www.facebook.com/Ostwuerttembergs.Nummer.Eins/posts/1607346429336135
https://www.facebook.com/Ostwuerttembergs.Nummer.Eins/posts/1607346429336135
15.08.2017 - 16:49 Uhr
http://www.swp.de/heidenheim/sport/fussball/regional/kluft-zwischen-1.-fc-heidenheim-und-fans_-weitere-kritik-an-vereinsfuehrung-15580958.html
Die HZ berichtet weiter und es wird nicht der letzte Aritkel/Leserbrief sein, es sei denn da wird auch die Berichterstattung untersagt. Zuzutrauen wäre es dem FCH
Wobei als Mitglied des Gemeinderates sollte man eigentlich das Stichwort Meinungsfreiheit kennen
Die HZ berichtet weiter und es wird nicht der letzte Aritkel/Leserbrief sein, es sei denn da wird auch die Berichterstattung untersagt. Zuzutrauen wäre es dem FCH
Wobei als Mitglied des Gemeinderates sollte man eigentlich das Stichwort Meinungsfreiheit kennen

Dieser Beitrag wurde zuletzt von FC-Heidenheim-1846 am 15.08.2017 um 16:51 Uhr bearbeitet
15.08.2017 - 17:42 Uhr
Das Schlimme ist, dass ich dem FCH bzw. der FCH-Führung durchaus zutrauen würde, Druck auf die örtliche Presse auszuüben...
... und der örtlichen Presse, diese Forderungen zu erfüllen...
... und der örtlichen Presse, diese Forderungen zu erfüllen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Herbrechtinger am 15.08.2017 um 17:44 Uhr bearbeitet
15.08.2017 - 18:53 Uhr
Beide Seiten kochen auch nur mit Wasser und ich denke, man sollte keiner Partei den Schwarzen Peter zuschieben.
Hier prallen Wichtigtuer und Sturköpfe aufeinander und das Ergebnis davon ist eine (nicht überraschende) Pattsituation...
Hier prallen Wichtigtuer und Sturköpfe aufeinander und das Ergebnis davon ist eine (nicht überraschende) Pattsituation...
18.08.2017 - 17:34 Uhr
Video mit Vorstand Florian Dreier zur Fan-Diskussion ist online auf dem FCH-Channel.
18.08.2017 - 23:50 Uhr
Aus dem wird sicher mal was... 9 Minuten geschwafelt und nix gesagt... aber die FCH-TV-Tante hat auch brutal nachgebohrt...
22.08.2017 - 13:14 Uhr
Zitat von Herbrechtinger
aber die FCH-TV-Tante hat auch brutal nachgebohrt...
aber die FCH-TV-Tante hat auch brutal nachgebohrt...
ich denke ihre Hauptaufgabe ist auch eigentlich eine andere...
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