Viele mit HSV- & FCSP-Historie
Diese Fußballer beendeten 2025 ihre Karriere – Noch 7 DFB-Weltmeister von 2014 aktiv
©IMAGO
Das Fußball-Jahr 2025 ist vorbei und auf emotionale Weise hat mancher Profi seine Schuhe an den Nagel gehängt. Den bevorstehenden Jahreswechsel nutzt Transfermarkt als Anlass, auf jene Kicker zurückzublicken, die Abschied vom Profibusiness genommen haben – zumindest was das Geschehen auf dem Platz anbelangt. Dabei fällt auf: Die Riege der noch aktiven deutschen Weltmeister von 2014 wird kleiner, ist aber weiter umfangreich.
Mit Mats Hummels (37), Jérôme Boateng (37) und Christoph Kramer (34) haben die nächsten Champions aufgehört. Die beiden Erstgenannten bildeten beim Titelgewinn in Rio eine Weltklasse-Duo in der Innenverteidigung. Hummels kündigte Anfang April an, nach dem Ablauf seines Vertrages bei der AS Rom nicht mehr gegen den Ball treten. „THE END. Was für eine Reise!“, schrieb der ehemalige Bayern- und BVB-Profi auf seinen sozialen Kanälen.
„Ich kämpfe gerade mit den Emotionen. Jetzt kommt der Moment, um den kein Fußballer herumkommt. Nach über 18 Jahren und so vielen Dingen, die mir der Fußball gegeben hat, beende ich diesen Sommer meine Karriere. Ich glaube, wenn ich das alles sehe, weiß ich noch mehr, wie viel diese ganze Reise, dieser Weg mir bedeutet hat und wie außergewöhnlich es war, das erfahren zu dürfen“, sagte Hummels in einem Video der wichtigsten Szenen seiner Laufbahn.
Nach diesem Schlussstrich wurde öffentlich diskutiert, dass der Routinier noch einmal für Dortmund bei der Klub-WM auflaufen könnte. „Wir sind eigentlich so verblieben: Wenn sich bei uns noch einer verletzt aus der Defensive und nicht an der Klub-WM teilnehmen kann, dann ist der Mats für uns die erste Alternative“, verriet Klubchef Hans-Joachim Watzke Ende April im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF entsprechende Gedankenspiele. Es sollte dabei bleiben.
Auch Kramer, bereits seit Jahren als TV-Experte im Einsatz, benötigte Zeit, um sich mit seinem schleichenden Karriereaus anzufreunden. „Dieser Markt Ü30, der ist irgendwie nicht so richtig da. Und ich habe es auch falsch eingeschätzt. Ich dachte, wenn ich auf den freien Markt komme, sagen alle: Bitte komm‘ zu mir. Das war gar nicht so“, verriet der Ex-Mittelfeldspieler im Dezember 2024 im Podcast „Copa TS“ von Tommi Schmitt und Studio Bummens. „Ich bin schon proaktiv auf den einen oder anderen Verein zugegangen und habe gesagt: Ey, habt Ihr nicht Lust? Ich brauche auch kein Geld mehr. Ich hätte einfach Bock auf die ganze Nummer“, sagte Kramer. Seine letzte Station sollte Borussia Mönchengladbach bleiben – der gemeinsame Vertrag war im August 2024 nach insgesamt zehn Jahren aufgelöst worden.
Noch aktive DFB-Weltmeister – Viele Karriereenden mit HSV- und St.-Pauli-Bezug
Damit sind noch sieben DFB-Weltmeister auf Profiebene am Ball: Manuel Neuer (39/FC Bayern), Thomas Müller (36/Vancouver Whitecaps), Mario Götze (33/Eintracht Frankfurt), Julian Draxler (32/Al-Ahli SC), Lukas Podolski (40/Górnik Zabrze), Matthias Ginter (31/SC Freiburg) und Ron-Robert Zieler (36, 1. FC Köln). Es ist wahrscheinlich, dass einige der genannten Spieler in einem Jahr ebenfalls in die Fußball-Rente gegangen sind oder zumindest unmittelbar davor stehen. Bei Ginter, Zieler (Verträge bis 2027) und Draxler (bis 2028) dürfte es allerdings noch etwas weitergehen.
Im Jahr 2025 haben acht Spieler mit einer Hamburger Vergangenheit einen Schlussstrich gezogen: neben Boateng der Schwede Albin Ekdal (36, von 2015 bis 2018 beim HSV), der Niederländer Jeffrey Bruma (34, von 2011 bis 2013), Pierre-Michel Lasogga (34, von 2013 bis 2019), der Schweizer Reto Ziegler (39, 2005/06), Tom Mickel (36, von 2009 bis 2013 sowie von 2015 bis 2025), dazu Simon Zoller (34, 2023 bis 2025 beim FC St. Pauli) und der Österreicher Guido Burgstaller (36, von 2020 bis 2022). Nicht immer wird das Ende der Laufbahn auf freiwilliger Basis vollzogen – Angreifer Zoller stand im März 2024 zum letzten Mal für die Braun-Weißen in einem Pflichtspiel auf dem Platz und musste wegen seiner anhaltenden Verletzungsmisere im vergangenen April einsehen: „Für mich ist es körperlich und vom Kopf her schwierig geworden, dagegen anzukämpfen.“
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