Die Vereinsführung & Vereinspolitik
16.03.2007 - 15:39 Uhr
13.07.2026 - 14:09 Uhr
Zitat von Schwarzwaldmarie
Natürlich schaut man bei den Transfers auf jede Million Euro, ob es 60 Mio. oder 70 Mio. sind, ist ein gewaltiger Unterschied. Aber viel entscheidender ist, wie man mit den Einnahmen umgeht. Setzt man sie vernünftig ein, ist dies gewinnbringender als die bloße Summe.
Eintracht Frankfurt hat in den letzten Jahren lt. tm.de Spieler für 95,0 Mio., nochmal 95 Mio. und einmal für 75 Mio. verkauft. 6 mal für 50 Mio. oder mehr. Sie waren jetzt auch für 1 Jahr einmal, allerdings mit begrenztem Erfolg, in der Championsleague. Aber in dieser Spielzeit landeten sie hinter dem SC ohne internationales Geschäft und auch wirtschaftlich ist am Main noch nicht der krösusartige Reichtum ausgebrochen. Wenn sie für diese Spieler nochmals jeweils 10 Mio. mehr bekommen hätten, würde dann die Bilanz besser ausfallen.
So ähnlich beim Dschungelcamp, bei einigen Teilnehmern war es nicht entscheidend, wieviel sie in der Hochphase ihrer jeweiligen Karriere verdient haben, sondern wie sie mit dem Geld umgegangen sind, vor allem in der Zeit, als die Einnahmen weniger sprudelten.
Natürlich schaut man bei den Transfers auf jede Million Euro, ob es 60 Mio. oder 70 Mio. sind, ist ein gewaltiger Unterschied. Aber viel entscheidender ist, wie man mit den Einnahmen umgeht. Setzt man sie vernünftig ein, ist dies gewinnbringender als die bloße Summe.
Eintracht Frankfurt hat in den letzten Jahren lt. tm.de Spieler für 95,0 Mio., nochmal 95 Mio. und einmal für 75 Mio. verkauft. 6 mal für 50 Mio. oder mehr. Sie waren jetzt auch für 1 Jahr einmal, allerdings mit begrenztem Erfolg, in der Championsleague. Aber in dieser Spielzeit landeten sie hinter dem SC ohne internationales Geschäft und auch wirtschaftlich ist am Main noch nicht der krösusartige Reichtum ausgebrochen. Wenn sie für diese Spieler nochmals jeweils 10 Mio. mehr bekommen hätten, würde dann die Bilanz besser ausfallen.
So ähnlich beim Dschungelcamp, bei einigen Teilnehmern war es nicht entscheidend, wieviel sie in der Hochphase ihrer jeweiligen Karriere verdient haben, sondern wie sie mit dem Geld umgegangen sind, vor allem in der Zeit, als die Einnahmen weniger sprudelten.
Ich glaube, man muss bei diesem Vergleich einen wichtigen Punkt unterscheiden: Nicht nur die Höhe der Transfererlöse ist entscheidend, sondern auch, in welche Strukturen das Geld anschließend fließt.
Natürlich nimmt auch der SC Freiburg jede zusätzliche Million mit. Niemand im Profifußball sagt freiwillig: "Auf die zehn Millionen verzichten wir." Gerade bei einem Verein wie Freiburg macht jede Million einen Unterschied.
Aber wenn man Frankfurt und Freiburg vergleicht, muss man sich anschauen, wofür die Einnahmen tatsächlich verwendet werden.
Eintracht Frankfurt hat sich in den vergangenen Jahren sportlich und wirtschaftlich enorm entwickelt. Gleichzeitig ist dort aber auch die Kostenstruktur massiv gewachsen. Das sieht man sehr deutlich in den veröffentlichten Geschäftsberichten.
Allein in der Saison 2024/25 erzielte Frankfurt wieder Transfererlöse von rund 118,6 Millionen Euro. Gleichzeitig stiegen aber auch die Ausgaben erheblich. Der Personalaufwand lag inzwischen bei 177,3 Millionen Euro, dazu kamen 46 Millionen Euro Abschreibungen auf den Spielerkader. Der Finanzvorstand erklärt ausdrücklich, dass diese höheren Kosten vor allem auf Investitionen in den Kader sowie den sportlichen Erfolg zurückzuführen sind. Trotz eines Umsatzes von fast 389 Millionen Euro stand am Ende sogar ein Jahresverlust von 8,3 Millionen Euro. Gleichzeitig stiegen Forderungen, Verbindlichkeiten und Investitionen in den Kader deutlich an.
Schon in der Saison davor zeigte sich dasselbe Bild. Nach Transfererlösen von 143,2 Millionen Euro wurden diese Einnahmen sofort wieder reinvestiert. Die Abschreibungen auf den Spielerkader stiegen auf über 50 Millionen Euro der Personalaufwand auf über 141 Millionen Euro. Das Geld verschwand also nicht einfach auf dem Konto, sondern floss unmittelbar wieder in neue Transfers und höhere Gehälter.
Auch bereits nach der Champions-League-Saison 2022/23 erklärte Frankfurt, dass der Umsatzanstieg gleichzeitig zu höheren Aufwendungen führte. Investitionen in den Kader, steigende Abschreibungen und höhere Personalkosten begleiteten den sportlichen Erfolg.
Genau deshalb finde ich den Vergleich mit den bloßen Ablösesummen etwas zu kurz gedacht.
Frankfurt verkauft regelmäßig Spieler für enorme Summen.
Kolo Muani
Omar Marmoush
Hugo Ekitiké
Luka Jović
Randal Kolo Muani
Willian Pacho
Dazu kamen weitere Verkäufe im Bereich von 40 bis 60 Millionen Euro.
Natürlich verbessert das kurzfristig die Einnahmeseite. Gleichzeitig verpflichtet Frankfurt aber regelmäßig Spieler für zweistellige Millionenbeträge und bewegt sich inzwischen auf einem Gehaltsniveau, das deutlich über dem des SC Freiburg liegt. Außerdem investiert die Eintracht seit Jahren erheblich in Infrastruktur wie das ProfiCamp sowie in den Ausbau ihrer Organisation. Diese Strategie ist völlig legitim, kostet aber eben dauerhaft viel Geld.
Beim SC Freiburg sieht das Modell grundsätzlich anders aus.
Freiburg verfolgt seit vielen Jahren eine ausgesprochen konservative Finanzpolitik. Transfererlöse fließen nicht nur in neue Spieler, sondern vor allem in die langfristige Stabilität des Vereins.
Dazu gehören unter anderem:
der Neubau des Europa-Park Stadions,
Investitionen in das Nachwuchsleistungszentrum,
Trainingsgelände und Infrastruktur,
Eigenkapital,
wirtschaftliche Rücklagen,
sowie eine insgesamt sehr kontrollierte Gehaltsstruktur.
Gerade deshalb gilt Freiburg seit Jahren als einer der finanziell stabilsten Bundesligisten. Der Verein versucht eben nicht, nach einem großen Verkauf das komplette Geld sofort wieder in möglichst teure Neuverpflichtungen zu stecken, sondern achtet darauf, dass die laufenden Kosten dauerhaft tragbar bleiben.
Deshalb würde ich auch der Aussage widersprechen, dass zehn Millionen mehr oder weniger grundsätzlich alles verändern würden.
Nehmen wir Frankfurt als Beispiel.
Transfererlöse von ungefähr
rund 75 Millionen,
zweimal etwa 95 Millionen,
mehrfach über 50 Millionen Euro,
haben den Verein selbstverständlich wirtschaftlich nach vorne gebracht.
Aber trotzdem musste Frankfurt weiterhin enorme Summen investieren, um den sportlichen Status zu halten. Deshalb ist trotz dieser Rekordverkäufe eben nicht plötzlich der "unendliche Reichtum" ausgebrochen. Das zeigen die veröffentlichten Finanzzahlen ziemlich deutlich.
Beim SC Freiburg wäre eine zusätzliche Ablöse natürlich ebenfalls willkommen.
Aber auch hier gilt: Sie würde nicht einfach komplett für neue Spieler ausgegeben werden. Freiburg denkt traditionell viel langfristiger und verteilt solche Einnahmen auf verschiedene Bereiche des Vereins.
Und trotzdem: ,,Jede Million zählt“
Vor einigen Jahren hätte Freiburg für eine einzige Ablösesumme von 70 Millionen Euro vermutlich mindestens drei absolute Leistungsträger verkaufen müssen.
Man denke nur an Zeiten, in denen Spieler wie Matthias Ginter, Robin Koch, Caglar Söyüncü, Nico Schlotterbeck, Kevin Schade oder Luca Waldschmidt die wertvollsten Spieler des Kaders waren. Selbst mehrere dieser Transfers zusammen hätten oft erst die Größenordnung erreicht, die heute durch einen einzigen Toptransfer erzielt werden kann.
Genau deshalb sollte man die Entwicklung auch einordnen.
Ob ein Spieler am Ende 60 oder 70 Millionen bringt, macht einen Unterschied. Das bestreitet niemand. Freiburg würde diese zehn Millionen selbstverständlich gerne mitnehmen.
Der noch größere Unterschied ist aber, was der Verein anschließend mit diesem Geld macht.
Und genau da unterscheiden sich Frankfurt und Freiburg in ihrer Strategie deutlich. Frankfurt investiert einen erheblichen Teil unmittelbar wieder in einen größeren und teureren Profikader sowie in seine gewachsene Organisation. Freiburg investiert traditionell vorsichtiger, stärkt Infrastruktur, Nachwuchsarbeit und wirtschaftliche Stabilität und sorgt dadurch dafür, dass der Verein auch ohne ständige Rekordtransfers dauerhaft konkurrenzfähig bleibt.
18.07.2026 - 09:44 Uhr
Wer kann mir bitte erklären, warum man Spieler, die man erst ausbildet, dann verleiht (als Teil der Ausbildung quasi, bis dahin kann ich noch mit) und schließlich fürn Appel und nen Ei verkauft ( weil man ihnen die 1. Liga nicht zutraut?) letzendlich für wirklich viel Geld (13 Mio für Treu und Enhelhardt zusammen ist wahrlich kein Pappenstiel) zurück holt? War deren Entwicklung so unerwartet? Das hätte man doch wirklich viel billiger haben können, oder nicht?
18.07.2026 - 09:58 Uhr
Treu hatte einen auslaufenden Vertrag und eine bessere Perspektive sich auf St. Pauli durchzusetzen. Auch Freiburg wollte ihn damals behalten, aber mit Sildillia und Kübler wäre es schwer geworden sich ohne Umwege durchzusetzen.
Bei Engelhardt muss man auch die Millionen abziehen, die man für ihn bekommen hat. Als er nach Como verkauft wurde, standen zudem Höfler, Eggestein, Osterhagen und Röhl im Kader und man bekam für einen Zweitligisten vier Millionen Euro. Die drei Millionen zusätzlich, die er uns dann letztendlich gekostet hat, haben ihn Erfahrungen in der serie A und der Bundesliga gebracht. Wir kriegen also einen gestandenen Spieler. Natürlich hätte man das auch über Leihen machen können, aber Engelhardt wurde vor drei Jahren nach Düsseldorf verkauft. Ich glaube schon auch dass man Potential erkennen kann, aber in drei Jahren hätte es genauso gut auch anders laufen können. Damals waren Wagner und Engelhardt in etwa gleich auf.
Bei Engelhardt muss man auch die Millionen abziehen, die man für ihn bekommen hat. Als er nach Como verkauft wurde, standen zudem Höfler, Eggestein, Osterhagen und Röhl im Kader und man bekam für einen Zweitligisten vier Millionen Euro. Die drei Millionen zusätzlich, die er uns dann letztendlich gekostet hat, haben ihn Erfahrungen in der serie A und der Bundesliga gebracht. Wir kriegen also einen gestandenen Spieler. Natürlich hätte man das auch über Leihen machen können, aber Engelhardt wurde vor drei Jahren nach Düsseldorf verkauft. Ich glaube schon auch dass man Potential erkennen kann, aber in drei Jahren hätte es genauso gut auch anders laufen können. Damals waren Wagner und Engelhardt in etwa gleich auf.
18.07.2026 - 10:01 Uhr
Zitat von baya7
Wer kann mir bitte erklären, warum man Spieler, die man erst ausbildet, dann verleiht (als Teil der Ausbildung quasi, bis dahin kann ich noch mit) und schließlich fürn Appel und nen Ei verkauft ( weil man ihnen die 1. Liga nicht zutraut?) letzendlich für wirklich viel Geld (13 Mio für Treu und Enhelhardt zusammen ist wahrlich kein Pappenstiel) zurück holt? War deren Entwicklung so unerwartet? Das hätte man doch wirklich viel billiger haben können, oder nicht?
Wer kann mir bitte erklären, warum man Spieler, die man erst ausbildet, dann verleiht (als Teil der Ausbildung quasi, bis dahin kann ich noch mit) und schließlich fürn Appel und nen Ei verkauft ( weil man ihnen die 1. Liga nicht zutraut?) letzendlich für wirklich viel Geld (13 Mio für Treu und Enhelhardt zusammen ist wahrlich kein Pappenstiel) zurück holt? War deren Entwicklung so unerwartet? Das hätte man doch wirklich viel billiger haben können, oder nicht?
Für mich spielt einerseits die Frage keine große Rolle, weil man jeweils gute Spieler zu einem vernünftigen, bei Treu sogar zu einem günstigen Preis bekommt und man das Geld jeweils problemlos aufbringen kann. Die SC-Vergangenheit ist für mich eher ein Bonus, der die Integration wesentlich erleichtert und in Treus Fall dafür sorgt, dass man noch einen weiteren Local Player hat.
Ob man das "billiger hätte haben können" ist andererseits eine kompliziertere Frage, als es scheint.
Treu war 22/23 ein ganz anderer Spieler als Treu 24/25 und Engelhardt 23/24 war ein anderer Spieler als Engelhardt 25/26. Vor allem hatten beide damals keine Erstligaerfahrung.
Dann hatte man auch jeweils eine andere Situation mit anderen Bedarfen im eigenen Kader und beide Spieler haben davon profitiert, dass sie in Clubs waren, die ein Interesse hatten, die Spieler weiter auszubilden, weil die Clubs selbst von dieser Entwicklung profitieren konnten.
Zudem gibt es da auch noch den Spielerwillen. Bei Treu wissen wir, dass er den Schritt woanders machen wollte.
Ich würde daher sagen, das ist kaum sinnvoll zu beantworten, weil die Antwort zwangsläufig sehr viel Spekulation beinhalten würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gulasch am 18.07.2026 um 10:03 Uhr bearbeitet
18.07.2026 - 10:27 Uhr
Zitat von baya7
Wer kann mir bitte erklären, warum man Spieler, die man erst ausbildet, dann verleiht (als Teil der Ausbildung quasi, bis dahin kann ich noch mit) und schließlich fürn Appel und nen Ei verkauft ( weil man ihnen die 1. Liga nicht zutraut?) letzendlich für wirklich viel Geld (13 Mio für Treu und Enhelhardt zusammen ist wahrlich kein Pappenstiel) zurück holt? War deren Entwicklung so unerwartet? Das hätte man doch wirklich viel billiger haben können, oder nicht?
Wer kann mir bitte erklären, warum man Spieler, die man erst ausbildet, dann verleiht (als Teil der Ausbildung quasi, bis dahin kann ich noch mit) und schließlich fürn Appel und nen Ei verkauft ( weil man ihnen die 1. Liga nicht zutraut?) letzendlich für wirklich viel Geld (13 Mio für Treu und Enhelhardt zusammen ist wahrlich kein Pappenstiel) zurück holt? War deren Entwicklung so unerwartet? Das hätte man doch wirklich viel billiger haben können, oder nicht?
Ich versuche es zumindest.
Für mich relativ einfach nachzuvollziehen.
Spieler brauchen Spielpraxis.
Speziell junge Spieler.
Teilweise sind diese in jungen Jahren noch nicht auf dem Niveau der so genannten „Stammelf“ des Vereins, und können sich dann bei uns nicht so entwickeln, als wenn sie bei einem vermeintlich „kleineren“, oder anderen Verein öfters eingesetzt werden, um sich weiter zu entwickeln.
Die Thematik haben wir ja mehrfach schon gehabt.
Ein Spieler, der größtenteils eher weniger zur Stammelf gehört, und dadurch seltener seine Einsatzzeiten erlangt, wird kaum die notwendige Sicherheit und Praxis erlangen, um sich weiter zu formen und zu verbessern.
Da sich das Niveau des gesamten Teams in den letzten Jahren erfreulicherweise verbessert hat, haben es die „jungen Wilden“ halt dann noch schwerer, die Einsatzzeiten zu erlangen, welche ihnen gut tun würden.
Die Geduld und Ansprüche einiger Fans sind ebenso gestiegen, so dass man sich dann halt auch mal von Talenten verabschieden muss, um das gute Niveau aufrechtzuerhalten.
Die „romantische“ Vorstellung, trotz internationalem Wettbewerb dann auf nahezu 22 gleichwertige Spieler zurückzugreifen, lässt sich bei uns wie bei vielen Vereinen leider nicht wirklich umsetzen.
Wie bei Treu kann man sich dann auch nach Jahren wiederfinden.
Es ist doch toll, wenn man sich im Guten - zum Wohle der Spieler - trennt und Ihnen die Entwicklung gönnt, welche sie benötigen, um zu reifen.
So kann man zu einem späteren Zeitpunkt wieder zueinander finden, um gemeinsam die Erfolgsgeschichte des SC weiterführen.
18.07.2026 - 11:00 Uhr
Mir ist das jetzt so auch eigentlich lieber.
Man gibt einen Spieler fest ab, der aktuell keinen Platz im Kader hat, bekommt eine Ablöse und ggfls Weiterverkaufsklausel (wie bei Engelhardt) und bewertet ihn irgendwann in seiner Position einfach neu, ob er jetzt in den Kader passt.
Was mich ehrlich gesagt mehr stört, sind die Leihen von Personalien, die offensichtlich aber keinen Platz mehr im Kader haben und dessen Marktwerte man so teilweise "zerstört".
Siehe jetzt aktuell Muslija, Weißhaupt, Wagner, Adamu, Dinkci? etc..
Bei all diesen war es eigentlich klar, dass es schwierig wird mit einem Kaderplatz. Hätte man sie aber direkt abgegeben, hätte man deutlich mehr Geld bekommen als bei diesen teilweise endlosen Leihen. Damit macht man den Spielern auch nicht immer einen Gefallen. Wagner hat vor seiner ersten Leihe sogar schon EL gespielt und hatte eine Fritz-Walter-Medaille. Da hätte sich bestimmt jemand gefunden.
Man gibt einen Spieler fest ab, der aktuell keinen Platz im Kader hat, bekommt eine Ablöse und ggfls Weiterverkaufsklausel (wie bei Engelhardt) und bewertet ihn irgendwann in seiner Position einfach neu, ob er jetzt in den Kader passt.
Was mich ehrlich gesagt mehr stört, sind die Leihen von Personalien, die offensichtlich aber keinen Platz mehr im Kader haben und dessen Marktwerte man so teilweise "zerstört".
Siehe jetzt aktuell Muslija, Weißhaupt, Wagner, Adamu, Dinkci? etc..
Bei all diesen war es eigentlich klar, dass es schwierig wird mit einem Kaderplatz. Hätte man sie aber direkt abgegeben, hätte man deutlich mehr Geld bekommen als bei diesen teilweise endlosen Leihen. Damit macht man den Spielern auch nicht immer einen Gefallen. Wagner hat vor seiner ersten Leihe sogar schon EL gespielt und hatte eine Fritz-Walter-Medaille. Da hätte sich bestimmt jemand gefunden.
18.07.2026 - 11:19 Uhr
Mal eine blöde Frage, da ich das hier im Forum und auch unter Instagram-Kommentare hier und da mal gelesen habe. Ausbildung ist natürlich ein breitgefächertes Wort und man lernt nie aus.
Aber schreiben wir uns die Ausbildung von Engelhardt auf die Fahne? Engelhardt hat fünf Jahre in der Jugend von Werder Bremen im Alter von 14 bis 19 Jahren gespielt und auch Spiele in der 2. Mannschaft bestritten. Zu uns wurde im Sommer 2021 mit 20 Jahren ausgeliehen. Wenn ich das richtig in Erinnerung hatte, kam das doch auch zustande, da wir natürlich 3. Liga gespielt haben und Werder sicherlich auch die Idee hatte, so könnte er 3. Liga-Spielpraxis bekommen statt Regionalliga. Die hat er hier zwei Jahre bekommen. Natürlich hatten wir auch ein Interesse den Spieler hierzuhalten. Das kann man unter Ausbildung abspeichern, aber ein Großteil der Ausbildung war in Bremen.
Ich versuche das nur gegenüberzustellen. Wir dürfen auch nicht darüber aufregen, wenn dann Stuttgart sich Darvich als ausgebildeten Spielern auf die Liste packt. Darvich war von 11 bis 17 Jahren hier. Hat hier keinerlei Profispiel bestritten, wurde dann zwei Jahre in Barcelona veredelt. Mit 19 Jahren (ein Jahr jünger als Engelhardt) hat er beim VfB eine komplette 3. Liga-Saison gespielt und wird nun auch früher in eine höhere Liga verliehen.
Aber schreiben wir uns die Ausbildung von Engelhardt auf die Fahne? Engelhardt hat fünf Jahre in der Jugend von Werder Bremen im Alter von 14 bis 19 Jahren gespielt und auch Spiele in der 2. Mannschaft bestritten. Zu uns wurde im Sommer 2021 mit 20 Jahren ausgeliehen. Wenn ich das richtig in Erinnerung hatte, kam das doch auch zustande, da wir natürlich 3. Liga gespielt haben und Werder sicherlich auch die Idee hatte, so könnte er 3. Liga-Spielpraxis bekommen statt Regionalliga. Die hat er hier zwei Jahre bekommen. Natürlich hatten wir auch ein Interesse den Spieler hierzuhalten. Das kann man unter Ausbildung abspeichern, aber ein Großteil der Ausbildung war in Bremen.
Ich versuche das nur gegenüberzustellen. Wir dürfen auch nicht darüber aufregen, wenn dann Stuttgart sich Darvich als ausgebildeten Spielern auf die Liste packt. Darvich war von 11 bis 17 Jahren hier. Hat hier keinerlei Profispiel bestritten, wurde dann zwei Jahre in Barcelona veredelt. Mit 19 Jahren (ein Jahr jünger als Engelhardt) hat er beim VfB eine komplette 3. Liga-Saison gespielt und wird nun auch früher in eine höhere Liga verliehen.
18.07.2026 - 11:37 Uhr
Ich habe die offizielle Meldung von Engelhardt noch abgewartet, um mal wieder meine Freude zum Vorgehen von Hartensaier zum Ausdruck zu bringen.
Während viele ja vor allem noch auf die benötigte (kurzfristige) Qualität bzw. generell auf Potentialzuwach nach vManzambi's Abgang schauen, liegt mein Fokus in diesem Umbruchprozess der letzten beiden Jahre auf dem Bilden einer neuen nachhaltigen Achse - oder besser: GENERATION für die nächsten 5-6 Jahre. Sprich: wer werden zukünftig die neuen Säulen in der Kabine nach Günter / Grifo / Ginter / Höfler / Höler / Kübler?
Wer wird hier weiter für Kontinuität und Identifikation mit diesem Verein stehen? Wer schafft somit einen guten Andockpunkt für Talente/Potentials, die ziemlich sicher nur zur Durchreise / als Sprungbrett (Suzuki, Matanovic, Goto, Irié usw.) zu uns kommen.
Und diese Spieler könnten nun m.E. sehr gut Backhaus / Rosenfelder / Eggestein / Treu / Engelhardt / Beste / Osterhage/ Makengo sein, die ich alle gerade charakterlich als absolutes "Match" zu unseren Werten/DNA sehe. Und sportlich gehen wir auch einen weiteren Step nach vorne, wenn man es mit der "alten Achse" vergleicht von vor 10 Jahren. Ogbus und Yilmaz sehe ich nicht noch weitere 5 Jahre bei uns, sollten sie "voll einschlagen".
Meine größte Sorge in diesem ganzen Prozess ist nicht das "Sich-Verschlucken-am-nächsthöheren-Regal"... sondern eher die Abkehr von einem festen Kollektiv hin zu einer Eintracht 2.0, die aus meiner Sicht in viel zu kurzen Abständen Leistungsträger sowie vor allem Identifikationsspieler ersetzen muss. Zum einen finde ich diese Art des Kadermanagements wenig attraktiv (für uns Fans), zum anderen steigt die Gefahr von Rückschlägen aufgrund von Transferenttäuschungen / fehlendem Teamgeist.
Der Fokus auf Charakter/Demut/Vereinstreue muss beim SC Freiburg meines Erachtens weiterhin einen enorm wichtigen Stellenwert einnehmen. Um es mit nicht weniger als den Worten Patrick Baiers zu umschreiben: " Das ist überlebenswichtig!"
Während viele ja vor allem noch auf die benötigte (kurzfristige) Qualität bzw. generell auf Potentialzuwach nach vManzambi's Abgang schauen, liegt mein Fokus in diesem Umbruchprozess der letzten beiden Jahre auf dem Bilden einer neuen nachhaltigen Achse - oder besser: GENERATION für die nächsten 5-6 Jahre. Sprich: wer werden zukünftig die neuen Säulen in der Kabine nach Günter / Grifo / Ginter / Höfler / Höler / Kübler?
Wer wird hier weiter für Kontinuität und Identifikation mit diesem Verein stehen? Wer schafft somit einen guten Andockpunkt für Talente/Potentials, die ziemlich sicher nur zur Durchreise / als Sprungbrett (Suzuki, Matanovic, Goto, Irié usw.) zu uns kommen.
Und diese Spieler könnten nun m.E. sehr gut Backhaus / Rosenfelder / Eggestein / Treu / Engelhardt / Beste / Osterhage/ Makengo sein, die ich alle gerade charakterlich als absolutes "Match" zu unseren Werten/DNA sehe. Und sportlich gehen wir auch einen weiteren Step nach vorne, wenn man es mit der "alten Achse" vergleicht von vor 10 Jahren. Ogbus und Yilmaz sehe ich nicht noch weitere 5 Jahre bei uns, sollten sie "voll einschlagen".
Meine größte Sorge in diesem ganzen Prozess ist nicht das "Sich-Verschlucken-am-nächsthöheren-Regal"... sondern eher die Abkehr von einem festen Kollektiv hin zu einer Eintracht 2.0, die aus meiner Sicht in viel zu kurzen Abständen Leistungsträger sowie vor allem Identifikationsspieler ersetzen muss. Zum einen finde ich diese Art des Kadermanagements wenig attraktiv (für uns Fans), zum anderen steigt die Gefahr von Rückschlägen aufgrund von Transferenttäuschungen / fehlendem Teamgeist.
Der Fokus auf Charakter/Demut/Vereinstreue muss beim SC Freiburg meines Erachtens weiterhin einen enorm wichtigen Stellenwert einnehmen. Um es mit nicht weniger als den Worten Patrick Baiers zu umschreiben: " Das ist überlebenswichtig!"
18.07.2026 - 11:57 Uhr
An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön und ein riesen Kompliment an die Verantwortlichen. Man hat alle Transfers frühzeitig / frühstmöglich fixiert. Man hat den Kader erneut vor dem Traingslager beisammen und ihn in der Breite deutlich gestärkt. Jetzt kann JS die Mannschaft nicht nur optimal vorbereiten, er kann künftig auch mal wechseln / rotieren und hat viele Optionen. Man hat erneut geschafft, Spieler zu holen, die bereits Erfahrung haben und gezeigt haben, dass sie gut sind, aber noch einiges an Entwicklungspotential haben. Dabei ist man keine unnötigen finanziellen Risiken eingegangen. Man hat gut investiert, dennoch ein dickes Plus erzielt.
Man hat Yilmaz eine tolle Entwicklung ermöglicht und ihn zum richtigen Zeitpunkt wieder zurück geholt, gleiches gilt für Engelhardt. Man hat alle Planstellen hervorragend besetzt und lässt sich dennoch die Tür offen für weitere Verstärkungen (bei Abgängen von Dinkci z. B., oder sollte sich herausstellen, dass Suzuki die einzige echte Option für die 10er- Position ist). Mit Tarnutzer hat man zudem wieder einen jungen Nachwuchskicker hochgezogen, der sich jetzt zeigen kann.
Man hat Manzambi für eine fantastische Summe abgegeben und ist in der finanziellen Lage, jederzeit einen adäquaten Ersatz zu holen, sollte sich hier (während des Traingslagers) der Bedarf zeigen. Ich schätze, dass man hier bereits konkrete Spieler im Auge hat und bei denen mindestens schon mal angeklopft hat. Da man hier aber natürlich sinnvollerweise nur einen Spieler mit Startelf-Qualität holen würde, und Suzuki ja da ist, muss man den nicht jetzt schon holen, sondern kann erstmal das Traingslager / die Vorbereitung abwarten.
Man hat Chicco in den Verein eingebunden, man hat Maxi und Kyereh gebührend verabschiedet, man hat bei Spielern ohne echte Perspektive (Dinkci, Muslija, Weishaupt, Adamu) zumindest versucht, sie ins Schaufenster zu stellen um ggf. einen Abnehmer zu finden und ihnen einen anderen Weg zu ermöglichen. Bei Adamu und Weishaupt hat das geklappt, bei Muslija kam leider eine Verletzung dazwischen. Nach der recht erfolgreichen Leihe von Dinkci kann er bei uns neu starten oder aber wechseln (Bremen hat ja Interesse, andere Vereine vermutlich auch). Auch da ist die Rechnung aufgegangen.
Dieser Arbeitsnachweis ist einfach beeindruckend. Dass die Verantwortlichen nach so vielen Jahren im Verein kein bisschen nachlassen, sondern im Gegenteil sogar immer noch besser werden, das ist für mich absolut keine Selbstverständlichkeit. Herzlichen Dank dafür!
Man hat Yilmaz eine tolle Entwicklung ermöglicht und ihn zum richtigen Zeitpunkt wieder zurück geholt, gleiches gilt für Engelhardt. Man hat alle Planstellen hervorragend besetzt und lässt sich dennoch die Tür offen für weitere Verstärkungen (bei Abgängen von Dinkci z. B., oder sollte sich herausstellen, dass Suzuki die einzige echte Option für die 10er- Position ist). Mit Tarnutzer hat man zudem wieder einen jungen Nachwuchskicker hochgezogen, der sich jetzt zeigen kann.
Man hat Manzambi für eine fantastische Summe abgegeben und ist in der finanziellen Lage, jederzeit einen adäquaten Ersatz zu holen, sollte sich hier (während des Traingslagers) der Bedarf zeigen. Ich schätze, dass man hier bereits konkrete Spieler im Auge hat und bei denen mindestens schon mal angeklopft hat. Da man hier aber natürlich sinnvollerweise nur einen Spieler mit Startelf-Qualität holen würde, und Suzuki ja da ist, muss man den nicht jetzt schon holen, sondern kann erstmal das Traingslager / die Vorbereitung abwarten.
Man hat Chicco in den Verein eingebunden, man hat Maxi und Kyereh gebührend verabschiedet, man hat bei Spielern ohne echte Perspektive (Dinkci, Muslija, Weishaupt, Adamu) zumindest versucht, sie ins Schaufenster zu stellen um ggf. einen Abnehmer zu finden und ihnen einen anderen Weg zu ermöglichen. Bei Adamu und Weishaupt hat das geklappt, bei Muslija kam leider eine Verletzung dazwischen. Nach der recht erfolgreichen Leihe von Dinkci kann er bei uns neu starten oder aber wechseln (Bremen hat ja Interesse, andere Vereine vermutlich auch). Auch da ist die Rechnung aufgegangen.
Dieser Arbeitsnachweis ist einfach beeindruckend. Dass die Verantwortlichen nach so vielen Jahren im Verein kein bisschen nachlassen, sondern im Gegenteil sogar immer noch besser werden, das ist für mich absolut keine Selbstverständlichkeit. Herzlichen Dank dafür!
18.07.2026 - 12:11 Uhr
@haettehaette, Gulasch, Heulboje1977, Dannyscf
Danke für eure Ausführungen. Sicherlich ist jeder Fall anders gelagert und gesondert zu bewerten. Bei Yilmaz geht man nun einen anderen Weg (als bei Treu, Engelhardt, Wagner bspw.) und übernimmt ihn nach der Leihe direkt in den BL- Kader, was mich ungemein freut...
Danke für eure Ausführungen. Sicherlich ist jeder Fall anders gelagert und gesondert zu bewerten. Bei Yilmaz geht man nun einen anderen Weg (als bei Treu, Engelhardt, Wagner bspw.) und übernimmt ihn nach der Leihe direkt in den BL- Kader, was mich ungemein freut...
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