Deutsche Talente mit Migrationshintergrund
10.07.2008 - 17:25 Uhr
30.09.2008 - 13:12 Uhr
Zitat von Elberfelder:
Zitat von Cable-Guy:
Zitat von neusser:
Ich habe gesagt,dass ich nichts mehr zur off-topic sage,aber gut zu wissen,dass du dein Unwissen zeigst,denn Mesut Özil..hat die doppelte Staatsbürgerschaft und das Serkan türk. Staatsbürger ist, ist zwar nicht unrealistisch,aber du scheinst es ja zu 100prozent zu wissen:)lächerlich...bist wohl sein Nachbar!!!
UNd ausserdem kam das Mario Basler Beispiel erst nach meinem Beitrag,was ich übrigens auch durchaus gelungen finde..
Liebe Grüsse.. :D :)
Ähm...so weit ich mich erinnern kann hat Mesut Özil seinen türkischen Pass abgegeben und besitzt derzeit nur die deutsche Staatsbürgerschaft. Smithfan hilf! :)
Doppelte Staatsbürgerschaft in Form von Türkisch + Deutsch ist abgeschafft worden und ist auch verboten. Es gibt noch ältere Eingebürgerte, die beides noch haben- wenn es aber rauskommt, dass der eingebürgerte Deutsche seine ursprüngliche Staatsbürgerschaft besitzt, so muss dieser
die deutsche Staatsangehörigkeit wieder abgeben- weil es rechtswidrig und verboten ist.
Sowas in der Richtung hatte ich auch mal gehört.
Kleines Off-Topic:
Bekommt man wohl eine Strafe aufgebrummt wenn das rauskommt das man noch die doppelte Staatsbürgerschaft hat?
Zitat von Cable-Guy:
Zitat von neusser:
Ich habe gesagt,dass ich nichts mehr zur off-topic sage,aber gut zu wissen,dass du dein Unwissen zeigst,denn Mesut Özil..hat die doppelte Staatsbürgerschaft und das Serkan türk. Staatsbürger ist, ist zwar nicht unrealistisch,aber du scheinst es ja zu 100prozent zu wissen:)lächerlich...bist wohl sein Nachbar!!!
UNd ausserdem kam das Mario Basler Beispiel erst nach meinem Beitrag,was ich übrigens auch durchaus gelungen finde..
Liebe Grüsse.. :D :)
Ähm...so weit ich mich erinnern kann hat Mesut Özil seinen türkischen Pass abgegeben und besitzt derzeit nur die deutsche Staatsbürgerschaft. Smithfan hilf! :)
Doppelte Staatsbürgerschaft in Form von Türkisch + Deutsch ist abgeschafft worden und ist auch verboten. Es gibt noch ältere Eingebürgerte, die beides noch haben- wenn es aber rauskommt, dass der eingebürgerte Deutsche seine ursprüngliche Staatsbürgerschaft besitzt, so muss dieser
die deutsche Staatsangehörigkeit wieder abgeben- weil es rechtswidrig und verboten ist.
Sowas in der Richtung hatte ich auch mal gehört.
Kleines Off-Topic:
Bekommt man wohl eine Strafe aufgebrummt wenn das rauskommt das man noch die doppelte Staatsbürgerschaft hat?
30.09.2008 - 13:20 Uhr
Zitat von Delaoron:
Wenn Gomez zwei Staatsbürgerschaften hat, ist die Bezeichnung "Deutsch-Spanier" zwar unnötig, aber weder diskriminierend noch unwahrheitsgemäß. Bei Rensing sieht es doch wieder anders aus, da er nur einen deutschen Pass besitzt und somit nur Deutscher ist. Und einen Deutschen mit türkischem Migrationshintergrund als Deutschtürken zu bezeichnen find ich persönlich auch nicht toll, aber das hat sich wohl so eingebürgert.
Aber Rensing könnte jederzeit einen serbischen Pass beantragen.
Abgesehen von dem Pass ist die Sachlage identisch. Würdest du etwa, sollte er einen serbischen Pass beantragen, ihn plötzlich als Deutsch-Serben bezeichnen, auch wenn er bis dahin schon für die deutsche A-Nationalmannschaft gespielt haben sollte? Wohl kaum.
Zu Punkt 2: Ja, das hat sich so eingebürgert, aber das muss nicht so bleiben. Wir haben es alle selber in der Hand.
Wenn Gomez zwei Staatsbürgerschaften hat, ist die Bezeichnung "Deutsch-Spanier" zwar unnötig, aber weder diskriminierend noch unwahrheitsgemäß. Bei Rensing sieht es doch wieder anders aus, da er nur einen deutschen Pass besitzt und somit nur Deutscher ist. Und einen Deutschen mit türkischem Migrationshintergrund als Deutschtürken zu bezeichnen find ich persönlich auch nicht toll, aber das hat sich wohl so eingebürgert.
Aber Rensing könnte jederzeit einen serbischen Pass beantragen.
Abgesehen von dem Pass ist die Sachlage identisch. Würdest du etwa, sollte er einen serbischen Pass beantragen, ihn plötzlich als Deutsch-Serben bezeichnen, auch wenn er bis dahin schon für die deutsche A-Nationalmannschaft gespielt haben sollte? Wohl kaum.
Zu Punkt 2: Ja, das hat sich so eingebürgert, aber das muss nicht so bleiben. Wir haben es alle selber in der Hand.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Epikur am 30.09.2008 um 13:24 Uhr bearbeitet
30.09.2008 - 15:53 Uhr
Zitat von Wuldor:
Nein, es ist in der Deutschen Sprache gerade nicht egal, wierum ein Substantiv zusammengesetzt wird oder wird nach dem Klang "sortiert". Es ist die feste Regel, daß das erste Substantiv das zweite spezialisiert: Hallen-Bad, Fuß-Bad, Schwimm-Bad, Kopf-Bad, etc. Entsprechend Griechisch-Deutscher, Türkisch-Deutscher, Spanisch-Deutscher, Bayerisch-Deutscher, Nord-Deutscher, etc. und eben _nicht_ Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Spanier, Deutsch-Bayer und Deutsch-Nordie.
Es hat nichts mit dem Klang zu tun, sondern damit, daß "Deutsch-Türke" eine Person zu einem speziellen Türken macht und nicht zu einem Deutschen _und_ Türken.
Anderes Beispiel: Was ist der Unterschied zwischen Salat-Gurke und Gurken-Salat?
mir ist schon klar, was der unterschied zwischen salat-gurke und gurken-salat ist, du verstehst aber nicht worauf ich hinaus will:
ein begriff wie türken-deutscher wird sich im volksmund nicht durchsetzen, einfach weil es sich schlecht anhört, egal ob richtig oder falsch.
um es mal an deinen beispielen zu verdeutlichen(und mit "bayerisch-deutscher" hast du ein sehr gutes beispiel gebracht):
wer sagt z.b. bayerisch-deutscher? wohl kaum jemand, da sagt man einfach bayer(und das ist ja integrationstechnisch sogar noch schlimmer als deutsch-bayer;)). nord-deutscher hingegen wird verwendet, weil es sich ordentlich anhört. türken-deutscher hat genau so wenig chancen sich durchzusetzen wie bayerisch-deutscher. im volksmund wird halt selektiert, wenn etwas richtig und klangvoll ist, wird es verwendet, wenn es richtig ist aber nicht klangvoll, kristallisiert sich oft ein ersatz heraus.
die einzige lösung in diesem fall wäre, wenn es einen neuen begriff gäbe(z.b. sagte jemand scherzweise tütsche). dem begriff türken-deutscher gäbe ich wie schon erwähnt keine chance.
Nein, es ist in der Deutschen Sprache gerade nicht egal, wierum ein Substantiv zusammengesetzt wird oder wird nach dem Klang "sortiert". Es ist die feste Regel, daß das erste Substantiv das zweite spezialisiert: Hallen-Bad, Fuß-Bad, Schwimm-Bad, Kopf-Bad, etc. Entsprechend Griechisch-Deutscher, Türkisch-Deutscher, Spanisch-Deutscher, Bayerisch-Deutscher, Nord-Deutscher, etc. und eben _nicht_ Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Spanier, Deutsch-Bayer und Deutsch-Nordie.
Es hat nichts mit dem Klang zu tun, sondern damit, daß "Deutsch-Türke" eine Person zu einem speziellen Türken macht und nicht zu einem Deutschen _und_ Türken.
Anderes Beispiel: Was ist der Unterschied zwischen Salat-Gurke und Gurken-Salat?
mir ist schon klar, was der unterschied zwischen salat-gurke und gurken-salat ist, du verstehst aber nicht worauf ich hinaus will:
ein begriff wie türken-deutscher wird sich im volksmund nicht durchsetzen, einfach weil es sich schlecht anhört, egal ob richtig oder falsch.
um es mal an deinen beispielen zu verdeutlichen(und mit "bayerisch-deutscher" hast du ein sehr gutes beispiel gebracht):
wer sagt z.b. bayerisch-deutscher? wohl kaum jemand, da sagt man einfach bayer(und das ist ja integrationstechnisch sogar noch schlimmer als deutsch-bayer;)). nord-deutscher hingegen wird verwendet, weil es sich ordentlich anhört. türken-deutscher hat genau so wenig chancen sich durchzusetzen wie bayerisch-deutscher. im volksmund wird halt selektiert, wenn etwas richtig und klangvoll ist, wird es verwendet, wenn es richtig ist aber nicht klangvoll, kristallisiert sich oft ein ersatz heraus.
die einzige lösung in diesem fall wäre, wenn es einen neuen begriff gäbe(z.b. sagte jemand scherzweise tütsche). dem begriff türken-deutscher gäbe ich wie schon erwähnt keine chance.
30.09.2008 - 16:05 Uhr
Zitat von niklasv:
Zitat von Wuldor:
Nein, es ist in der Deutschen Sprache gerade nicht egal, wierum ein Substantiv zusammengesetzt wird oder wird nach dem Klang "sortiert". Es ist die feste Regel, daß das erste Substantiv das zweite spezialisiert: Hallen-Bad, Fuß-Bad, Schwimm-Bad, Kopf-Bad, etc. Entsprechend Griechisch-Deutscher, Türkisch-Deutscher, Spanisch-Deutscher, Bayerisch-Deutscher, Nord-Deutscher, etc. und eben _nicht_ Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Spanier, Deutsch-Bayer und Deutsch-Nordie.
Es hat nichts mit dem Klang zu tun, sondern damit, daß "Deutsch-Türke" eine Person zu einem speziellen Türken macht und nicht zu einem Deutschen _und_ Türken.
Anderes Beispiel: Was ist der Unterschied zwischen Salat-Gurke und Gurken-Salat?
In diesem Fall aber meint der Ausdruck aber, dass er ein Türke und auch ein Deutscher ist. Ein Fuß-Bad ist allerdings kein Fuß und Bad, sondern ein Bad für Füße. Eine Salatgurke ist auch kein Salat.
Eine Schlangengurke ist keine Schlange, sondern eine Gurke. Der Zusatz Schlange gibt lediglich die äußere Form an. Analog ist ein Deutsch-Spanier kein Deutscher, sondern ein Spanier. Der Zusatz gibt an, was für ein Spanier er ist, also eine genauere Beschreibung.
Zitat von Wuldor:
Nein, es ist in der Deutschen Sprache gerade nicht egal, wierum ein Substantiv zusammengesetzt wird oder wird nach dem Klang "sortiert". Es ist die feste Regel, daß das erste Substantiv das zweite spezialisiert: Hallen-Bad, Fuß-Bad, Schwimm-Bad, Kopf-Bad, etc. Entsprechend Griechisch-Deutscher, Türkisch-Deutscher, Spanisch-Deutscher, Bayerisch-Deutscher, Nord-Deutscher, etc. und eben _nicht_ Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Spanier, Deutsch-Bayer und Deutsch-Nordie.
Es hat nichts mit dem Klang zu tun, sondern damit, daß "Deutsch-Türke" eine Person zu einem speziellen Türken macht und nicht zu einem Deutschen _und_ Türken.
Anderes Beispiel: Was ist der Unterschied zwischen Salat-Gurke und Gurken-Salat?
In diesem Fall aber meint der Ausdruck aber, dass er ein Türke und auch ein Deutscher ist. Ein Fuß-Bad ist allerdings kein Fuß und Bad, sondern ein Bad für Füße. Eine Salatgurke ist auch kein Salat.
Eine Schlangengurke ist keine Schlange, sondern eine Gurke. Der Zusatz Schlange gibt lediglich die äußere Form an. Analog ist ein Deutsch-Spanier kein Deutscher, sondern ein Spanier. Der Zusatz gibt an, was für ein Spanier er ist, also eine genauere Beschreibung.
30.09.2008 - 16:13 Uhr
Zitat von bate:
um es mal an deinen beispielen zu verdeutlichen(und mit "bayerisch-deutscher" hast du ein sehr gutes beispiel gebracht):
wer sagt z.b. bayerisch-deutscher? wohl kaum jemand, da sagt man einfach bayer
die bezeichnung bayerisch-deutscher gibt es nicht.
(da sowieso jeder bayer deutsch ist, ist das für die katz)
:D
um es mal an deinen beispielen zu verdeutlichen(und mit "bayerisch-deutscher" hast du ein sehr gutes beispiel gebracht):
wer sagt z.b. bayerisch-deutscher? wohl kaum jemand, da sagt man einfach bayer
die bezeichnung bayerisch-deutscher gibt es nicht.
(da sowieso jeder bayer deutsch ist, ist das für die katz)
:D
30.09.2008 - 16:15 Uhr
Zitat von bate:
Zitat von Wuldor:
Nein, es ist in der Deutschen Sprache gerade nicht egal, wierum ein Substantiv zusammengesetzt wird oder wird nach dem Klang "sortiert". Es ist die feste Regel, daß das erste Substantiv das zweite spezialisiert: Hallen-Bad, Fuß-Bad, Schwimm-Bad, Kopf-Bad, etc. Entsprechend Griechisch-Deutscher, Türkisch-Deutscher, Spanisch-Deutscher, Bayerisch-Deutscher, Nord-Deutscher, etc. und eben _nicht_ Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Spanier, Deutsch-Bayer und Deutsch-Nordie.
Es hat nichts mit dem Klang zu tun, sondern damit, daß "Deutsch-Türke" eine Person zu einem speziellen Türken macht und nicht zu einem Deutschen _und_ Türken.
Anderes Beispiel: Was ist der Unterschied zwischen Salat-Gurke und Gurken-Salat?
mir ist schon klar, was der unterschied zwischen salat-gurke und gurken-salat ist, du verstehst aber nicht worauf ich hinaus will:
ein begriff wie türken-deutscher wird sich im volksmund nicht durchsetzen, einfach weil es sich schlecht anhört, egal ob richtig oder falsch.
um es mal an deinen beispielen zu verdeutlichen(und mit "bayerisch-deutscher" hast du ein sehr gutes beispiel gebracht):
wer sagt z.b. bayerisch-deutscher? wohl kaum jemand, da sagt man einfach bayer(und das ist ja integrationstechnisch sogar noch schlimmer als deutsch-bayer). nord-deutscher hingegen wird verwendet, weil es sich ordentlich anhört. türken-deutscher hat genau so wenig chancen sich durchzusetzen wie bayerisch-deutscher. im volksmund wird halt selektiert, wenn etwas richtig und klangvoll ist, wird es verwendet, wenn es richtig ist aber nicht klangvoll, kristallisiert sich oft ein ersatz heraus.
die einzige lösung in diesem fall wäre, wenn es einen neuen begriff gäbe(z.b. sagte jemand scherzweise tütsche). dem begriff türken-deutscher gäbe ich wie schon erwähnt keine chance.
Du willst es einfach nicht verstehen, oder? Es geht darum, daß es eine _Regel_ in der deutschen Sprache ist, daß bei zusammengesetzten Substantiven (eigentlich allen Wortarten) jeweils das erste bloß das zweite näher charakterisiert und nicht umgekehrt. Immer.
Darum ist ein Türkisch-Deutscher ein Deutscher mit türkischem MGH oder eben auch türkschem Paß, während ein Deutsch-Türke ein Türke mit deutschem MGH oder deutschem Paß ist. Verstehst du den Unterschied? Es ist eine komplett andere semantische Betonung. Der erste Teil spezialisiert den zweiten Teil, die Hauptbedeutung liegt aber immer auf dem zweiten Teil.
Deutsche mit Migrationshintergrund sind vielleicht besondere oder spezielle Deutsche, sie sind aber genauso Deutsch wie normale Deutsche auch. Deutsch-Spanier, Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Marokkaner, Deutsch-Pole, Deutsch-Bosnier usw. suggeriert genau das Gegenteil von Deutscher, nämlich daß das alles Ausländer sind, die nichts oder nur wenig mit Deutschland zu tun haben. Spanisch-Deutscher, Griechisch-Deutscher, Marokkanisch-Deutscher, Polnisch-Deutscher, Bosnisch-Deutscher usw. bedeutet jedoch, daß es alles Deutsche Staatsbürger mit verschiedener Herkunft und vlt. weiteren Staatsbürgerschaften sind. Und - oh Wunder - über genau solche reden wir hier.
Und es ist _nicht_ abhängig vom Klang. Wenn es davon abhängig wäre, würde niemand "...mit Migrationshintergrund" oder "erweiterte internationale Klasse" sagen, sondern alle würden sich in BILD-Phrasen unterhalten. Es steht fest, wie im Deutschen Wörter semantisch zusammenzusetzen sind und wenn das Scheiße klingt, dann wird es solange umgeformt, bis es paßt oder es wird halt nicht zusammengesetzt.
Sagt halt "Deutscher" oder "Deutscher türkischer Herkunft mit beiden Pässen", das klingt doch toll und bedeutet sogar das Richtige.
Zitat von Wuldor:
Nein, es ist in der Deutschen Sprache gerade nicht egal, wierum ein Substantiv zusammengesetzt wird oder wird nach dem Klang "sortiert". Es ist die feste Regel, daß das erste Substantiv das zweite spezialisiert: Hallen-Bad, Fuß-Bad, Schwimm-Bad, Kopf-Bad, etc. Entsprechend Griechisch-Deutscher, Türkisch-Deutscher, Spanisch-Deutscher, Bayerisch-Deutscher, Nord-Deutscher, etc. und eben _nicht_ Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Spanier, Deutsch-Bayer und Deutsch-Nordie.
Es hat nichts mit dem Klang zu tun, sondern damit, daß "Deutsch-Türke" eine Person zu einem speziellen Türken macht und nicht zu einem Deutschen _und_ Türken.
Anderes Beispiel: Was ist der Unterschied zwischen Salat-Gurke und Gurken-Salat?
mir ist schon klar, was der unterschied zwischen salat-gurke und gurken-salat ist, du verstehst aber nicht worauf ich hinaus will:
ein begriff wie türken-deutscher wird sich im volksmund nicht durchsetzen, einfach weil es sich schlecht anhört, egal ob richtig oder falsch.
um es mal an deinen beispielen zu verdeutlichen(und mit "bayerisch-deutscher" hast du ein sehr gutes beispiel gebracht):
wer sagt z.b. bayerisch-deutscher? wohl kaum jemand, da sagt man einfach bayer(und das ist ja integrationstechnisch sogar noch schlimmer als deutsch-bayer). nord-deutscher hingegen wird verwendet, weil es sich ordentlich anhört. türken-deutscher hat genau so wenig chancen sich durchzusetzen wie bayerisch-deutscher. im volksmund wird halt selektiert, wenn etwas richtig und klangvoll ist, wird es verwendet, wenn es richtig ist aber nicht klangvoll, kristallisiert sich oft ein ersatz heraus.
die einzige lösung in diesem fall wäre, wenn es einen neuen begriff gäbe(z.b. sagte jemand scherzweise tütsche). dem begriff türken-deutscher gäbe ich wie schon erwähnt keine chance.
Du willst es einfach nicht verstehen, oder? Es geht darum, daß es eine _Regel_ in der deutschen Sprache ist, daß bei zusammengesetzten Substantiven (eigentlich allen Wortarten) jeweils das erste bloß das zweite näher charakterisiert und nicht umgekehrt. Immer.
Darum ist ein Türkisch-Deutscher ein Deutscher mit türkischem MGH oder eben auch türkschem Paß, während ein Deutsch-Türke ein Türke mit deutschem MGH oder deutschem Paß ist. Verstehst du den Unterschied? Es ist eine komplett andere semantische Betonung. Der erste Teil spezialisiert den zweiten Teil, die Hauptbedeutung liegt aber immer auf dem zweiten Teil.
Deutsche mit Migrationshintergrund sind vielleicht besondere oder spezielle Deutsche, sie sind aber genauso Deutsch wie normale Deutsche auch. Deutsch-Spanier, Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Marokkaner, Deutsch-Pole, Deutsch-Bosnier usw. suggeriert genau das Gegenteil von Deutscher, nämlich daß das alles Ausländer sind, die nichts oder nur wenig mit Deutschland zu tun haben. Spanisch-Deutscher, Griechisch-Deutscher, Marokkanisch-Deutscher, Polnisch-Deutscher, Bosnisch-Deutscher usw. bedeutet jedoch, daß es alles Deutsche Staatsbürger mit verschiedener Herkunft und vlt. weiteren Staatsbürgerschaften sind. Und - oh Wunder - über genau solche reden wir hier.
Und es ist _nicht_ abhängig vom Klang. Wenn es davon abhängig wäre, würde niemand "...mit Migrationshintergrund" oder "erweiterte internationale Klasse" sagen, sondern alle würden sich in BILD-Phrasen unterhalten. Es steht fest, wie im Deutschen Wörter semantisch zusammenzusetzen sind und wenn das Scheiße klingt, dann wird es solange umgeformt, bis es paßt oder es wird halt nicht zusammengesetzt.
Sagt halt "Deutscher" oder "Deutscher türkischer Herkunft mit beiden Pässen", das klingt doch toll und bedeutet sogar das Richtige.
30.09.2008 - 16:21 Uhr
Zitat von Wuldor:
Du willst es einfach nicht verstehen, oder? Es geht darum, daß es eine _Regel_ in der deutschen Sprache ist, daß bei zusammengesetzten Substantiven (eigentlich allen Wortarten) jeweils das erste bloß das zweite näher charakterisiert und nicht umgekehrt. Immer.
Darum ist ein Türkisch-Deutscher ein Deutscher mit türkischem MGH oder eben auch türkschem Paß, während ein Deutsch-Türke ein Türke mit deutschem MGH oder deutschem Paß ist. Verstehst du den Unterschied? Es ist eine komplett andere semantische Betonung. Der erste Teil spezialisiert den zweiten Teil, die Hauptbedeutung liegt aber immer auf dem zweiten Teil.
Deutsche mit Migrationshintergrund sind vielleicht besondere oder spezielle Deutsche, sie sind aber genauso Deutsch wie normale Deutsche auch. Deutsch-Spanier, Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Marokkaner, Deutsch-Pole, Deutsch-Bosnier usw. suggeriert genau das Gegenteil von Deutscher, nämlich daß das alles Ausländer sind, die nichts oder nur wenig mit Deutschland zu tun haben. Spanisch-Deutscher, Griechisch-Deutscher, Marokkanisch-Deutscher, Polnisch-Deutscher, Bosnisch-Deutscher usw. bedeutet jedoch, daß es alles Deutsche Staatsbürger mit verschiedener Herkunft und vlt. weiteren Staatsbürgerschaften sind. Und - oh Wunder - über genau solche reden wir hier.
Und es ist _nicht_ abhängig vom Klang. Wenn es davon abhängig wäre, würde niemand "...mit Migrationshintergrund" oder "erweiterte internationale Klasse" sagen, sondern alle würden sich in BILD-Phrasen unterhalten. Es steht fest, wie im Deutschen Wörter semantisch zusammenzusetzen sind und wenn das Scheiße klingt, dann wird es solange umgeformt, bis es paßt oder es wird halt nicht zusammengesetzt.
Sagt halt "Deutscher" oder "Deutscher türkischer Herkunft mit beiden Pässen", das klingt doch toll und bedeutet sogar das Richtige.
Exzellent! Brillanter Beitrag, besser hätte man es nicht formulieren und auf den Punkt bringen können.
Du willst es einfach nicht verstehen, oder? Es geht darum, daß es eine _Regel_ in der deutschen Sprache ist, daß bei zusammengesetzten Substantiven (eigentlich allen Wortarten) jeweils das erste bloß das zweite näher charakterisiert und nicht umgekehrt. Immer.
Darum ist ein Türkisch-Deutscher ein Deutscher mit türkischem MGH oder eben auch türkschem Paß, während ein Deutsch-Türke ein Türke mit deutschem MGH oder deutschem Paß ist. Verstehst du den Unterschied? Es ist eine komplett andere semantische Betonung. Der erste Teil spezialisiert den zweiten Teil, die Hauptbedeutung liegt aber immer auf dem zweiten Teil.
Deutsche mit Migrationshintergrund sind vielleicht besondere oder spezielle Deutsche, sie sind aber genauso Deutsch wie normale Deutsche auch. Deutsch-Spanier, Deutsch-Grieche, Deutsch-Türke, Deutsch-Marokkaner, Deutsch-Pole, Deutsch-Bosnier usw. suggeriert genau das Gegenteil von Deutscher, nämlich daß das alles Ausländer sind, die nichts oder nur wenig mit Deutschland zu tun haben. Spanisch-Deutscher, Griechisch-Deutscher, Marokkanisch-Deutscher, Polnisch-Deutscher, Bosnisch-Deutscher usw. bedeutet jedoch, daß es alles Deutsche Staatsbürger mit verschiedener Herkunft und vlt. weiteren Staatsbürgerschaften sind. Und - oh Wunder - über genau solche reden wir hier.
Und es ist _nicht_ abhängig vom Klang. Wenn es davon abhängig wäre, würde niemand "...mit Migrationshintergrund" oder "erweiterte internationale Klasse" sagen, sondern alle würden sich in BILD-Phrasen unterhalten. Es steht fest, wie im Deutschen Wörter semantisch zusammenzusetzen sind und wenn das Scheiße klingt, dann wird es solange umgeformt, bis es paßt oder es wird halt nicht zusammengesetzt.
Sagt halt "Deutscher" oder "Deutscher türkischer Herkunft mit beiden Pässen", das klingt doch toll und bedeutet sogar das Richtige.
Exzellent! Brillanter Beitrag, besser hätte man es nicht formulieren und auf den Punkt bringen können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Epikur am 30.09.2008 um 16:27 Uhr bearbeitet
30.09.2008 - 16:37 Uhr
EDIT: :angry
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBmeintraum09 am 30.09.2008 um 16:40 Uhr bearbeitet
30.09.2008 - 16:38 Uhr
Zitat von smithfan:
zitier ihn doch nicht, dann bleibt der Link bestehen...
Hab schon Alarm gedrückt.
zitier ihn doch nicht, dann bleibt der Link bestehen...
Hab schon Alarm gedrückt.
30.09.2008 - 16:39 Uhr
Zitat von Klimpt2006:
Zitat von smithfan:
zitier ihn doch nicht, dann bleibt der Link bestehen...
Hab schon Alarm gedrückt.
Hab ich auch schon längst gemacht... ;)
Zitat von smithfan:
zitier ihn doch nicht, dann bleibt der Link bestehen...
Hab schon Alarm gedrückt.
Hab ich auch schon längst gemacht... ;)
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