Vertrag bei Brentford aufgelöst
Chelsea will nach Welbeck auch Henderson: Zwei Ü32-Transfers zuletzt 2013
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Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt in seiner ersten Fassung um 09:02 Uhr und wurde mit neuen Informationen aktualisiert.
Seit der Übernahme durch die BlueCo von Todd Boehly machte der FC Chelsea vor allem mit hohen Ablösen für junge Spieler auf sich aufmerksam. Mit der Verpflichtung von Xabi Alonso als Trainer scheint sich das Blatt zumindest ein Stück weit zu wenden. Erstmals seit der Saison 2013/14 werden offenbar zwei Ü32-Altstars an die Stamford Bridge wechseln: Neben Stürmer Danny Welbeck (35) von Brighton & Hove Albion sieht es übereinstimmenden Berichten zufolge auch bei Brentford-Routinier Jordan Henderson (36) gut aus.
Während mit Welbeck laut Transferreporter Fabrizio Romano schon ein Vertrag bis 2028 ausgehandelt wurde und nur noch der Medizincheck aussteht, ist bei Henderson aber offenbar noch nicht alles klar. „The Athletic“ berichtet, dass es mehrere Interessenten für den WM-Teilnehmer gibt, Chelsea aber die Pole-Position innehat. Die Bees legen dem ursprünglich noch bis 2027 gebundenen Mittelfeldspieler keine Steine in den Weg. Sein Vertrag wurde am Mittwochnachmittag einvernehmlich aufgelöst.
„Jordan hat im vergangenen Sommer einen Zweijahresvertrag bei uns unterschrieben. Der Plan, auf den wir uns damals geeinigt hatten, sah vor, dass Jordan seine Erfahrung in die Mannschaft einbringt und dem Verein hilft, eine gute Platzierung in der Premier League zu erreichen. Im Gegenzug verpflichtete sich der Verein, Jordan dabei zu unterstützen, in den Kader der englischen Nationalmannschaft für die WM zu kommen und gleichzeitig ein Top-Mittelfeldspieler in der Premier League zu bleiben. All diese Ziele wurden erreicht. Wir hatten außerdem vereinbart, dass wir uns nach der WM zusammensetzen und entscheiden würden, wie die Ziele für den Verein und für Jordan im zweiten Vertragsjahr aussehen sollten“, erklärte Sportdirektor Phil Giles. „Im Anschluss an diese Gespräche wurde deutlich, dass Jordan es vorziehen würde, in den letzten Jahren seiner aktiven Karriere etwas Neues auszuprobieren. Wir hatten ihm gegenüber stets betont, dass wir ihm in diesem Fall nicht im Weg stehen würden.“
Henderson spielte von 2011 bis 2023 beim FC Liverpool, bei dem er als Kapitän Meister und Champions-League-Sieger wurde. Im Anschluss wechselte er für 14 Millionen Euro Ablöse zu Al-Ettifaq nach Saudi-Arabien, wo zu dem Zeitpunkt Reds-Legende Steven Gerrard Trainer war. Schon nach einem halben Jahr verließ der 90-fache englische Nationalspieler den Nahen Osten aber wieder und zog zu Ajax Amsterdam weiter. Nach seinem Vertragsende dort verpflichtete Brentford Henderson.
Henderson als Xhaka-Alternative zu Chelsea?
Bei den Bees war er Stammkraft und steuerte in 34 Spielen ein Tor sowie drei Vorlagen bei – und empfahl sich wie erhofft für den WM-Kader von Trainer Thomas Tuchel. Dort kam Henderson aber nur sechs Minuten beim 2:0 gegen Panama in der Gruppenphase zum Einsatz. Als er beim Jubel im Achtelfinale gegen Gastgeber Mexiko (3:2) über eine Werbebande sprang, erlitt Henderson eine Fraktur am Arm und musste operiert werden. Er blieb jedoch bis zum erfolgreichen Spiel um Platz drei (6:4 gegen Frankreich) beim Team.
„Ich verlasse Brentford mit großer Dankbarkeit für die Chance, die mir der Verein gegeben hat, und für die Unterstützung und Fürsorge, die mir und meiner Familie vom ersten Tag an entgegengebracht wurden. Die Rückkehr in die Premier League war mir sehr wichtig und Brentford hat mir diese Chance gegeben. Dafür werde ich immer dankbar sein. Ich hoffe, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte, die Mannschaft in einer für den Verein wichtigen Phase zu unterstützen. Wir haben in der vergangenen Saison gemeinsam viel erreicht und darauf können alle Beteiligten stolz sein“, gab Henderson zu Protokoll. „Brentford ist ein besonderer Fußballverein. Er ist ehrgeizig, fortschrittlich und voller guter Menschen. Von den Eigentümern und der Vereinsführung über den Trainerstab bis hin zu den Spielern und allen hinter den Kulissen – es war mir eine Ehre, ein Teil davon zu sein.“
Die Blues verpflichteten in den vergangenen zehn Jahren immer mal wieder erfahrene Spieler wie Thiago Silva 2020/21 (damals 35) oder Pierre-Emerick Aubameyang 2022/23 (damals 33). Einen Oldie-Doppelpack schnürten die Londoner allerdings zuletzt 2013/14 mit Samuel Eto'o (32) und Mark Schwarzer (40). Henderson könnte bei Chelsea womöglich die Rolle einnehmen, die Alonso für Granit Xhaka (33) angedacht hatte. Mit dem Schweizer hatte der Spanier schon in Leverkusen höchst erfolgreich zusammengearbeitet, der AFC Sunderland lehnte einen Verkauf jedoch ab.
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