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Bernd Hofmann (Vorstandsvorsitzender)

20.05.2010 - 12:59 Uhr
Zitat von malschauen:


Ich habe lange überlegt ob ich das folgende jetzt schreibe, aber die Methoden und ich wiederhole nur die Methoden ( nicht die Ideologie) erinnern mich als geschichtsinteressierten Menschen an die Methoden der SA in den 20-igern und 30-igern des vergangenen Jahrhunderts. Methoden, welche auf dem Recht des Stärkeren und der Verängstigung der vermeintlichen Gegner beruhen.
Richtig bewußt ist mir das übrigens während der Mitgliederversammlung geworden, aber da wird jeder der dort war selber wissen, was ich meine.

Dein Vergleich ist absolut unsinnig und erstickt jede Diskussion mit Hg im Keim.
Solche Art Berserkertum gab es in allen möglichen Gesellschaften, selbst die DDR hatte ein riesiges Fanproblem, nur das dieses dort, als Politikum nicht auf die Tagesordnung kam, wenn nicht sogar abgewürgt wurde. Ein Rostockphänomen ist es auch heutzutage nicht, das sollte man auch mal sagen dürfen.

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Anno 2012
Totgesagte leben länger, oder wie der Hansastahl gehärtet wurde.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Harry_Hurtig am 15.12.2012 um 20:30 Uhr bearbeitet
Zitat von malschauen:
Das es diese Methoden auch außerhalb des von mir angesprochen Zeitraumes gab ist unstrittig, das macht sie jedoch nicht besser und richtiger. Der Unterschied zu dem von dir beschrieben Fanproblem in der DDR ist folgender (ich fahre seit 1980 zu Hansa und auswärts): das heute damit bewußt Politik mit Stärke und Angst betrieben wird um eigene Ziele zu erreichen, während es zu DDR-Zeiten aus meiner Sicht eher um Austesten der Grenzen von Jugendlichen und als Opposition zur damaligen Regierung ging, was heute auch noch als Erklärung zum Teil herhalten muß und auch zum Teil noch stimmt, aber nur zum Teil.

Ich hoffe ich habe den Unterschied verständlich dargelegt.
Ich habe auch nie behauptet, das sich dieses Problem nur auf Rostock bezieht, aber ich kann nunmal nur von dem Verein reden in dem ich auch Mitglied bin.

Du bist jetzt nicht gerade dabei, die Fankultur in der DDR mit der Opposition des neuen Forums gleichzusetzen.
Also ich war als Kind zwischen den Fans und der Polizei als normaler Fusballfan. Allerdings in Karl-Marx- Stadt. Ich kenne auch einige Fans vom harten Kern, wie einige vom neuen Forum aber in beiden war sicher niemand.
Ich würde jetzt schon denken, das die Fanszene in der DDR absolut unpolitisch war, mit natürlich den Ausnahmen das jeder Fussballfan auch ein eigenes politisches Spektrum hat.
Wie auch in Rostock, wo dann aber wenn sich irgendjemand aus der Politik, als Hansa-Sympatisant im Fanblock blicken lässt einfach mal rausgeschmissen wird.
Aber wenn Du Einblicke hast das die Fankultur in der DDR mehr als Randale im Sinn hatte, bin ich ganz Ohr, gerne auch als PN.

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Anno 2012
Totgesagte leben länger, oder wie der Hansastahl gehärtet wurde.
Zitat von malschauen:
Bitte was?...ich hab geschrieben das die Fankultur der DDR etwas mit dem Austesten von Grenzen zu tun hatte, aber doch nicht mit dem Neuen Forum, wo hast du das denn rausgelesen. Das Austesten der Grenzen war doch das Politische in einem Land, in dem das Individuum nichts aber die Masse alles war, das Austesten hatte etwas mit Freiheit...das meinte ich mit Opposition zur Regierung die Freiheitsrechte einschränkte. Mehr möchte ich da aber auch nicht reininterpretiert haben. Das wird auch sicher jeder individuell anders empfunden haben.

Wir begeben uns aber auf einen Nebensportplatz, mein Anliegen war ein Anderes.
Na,ja man muss mit Vergleichen aus der Vergangenheit immer vorsichtig sein, und nicht unbedingt den Vergleich suchen der einen am ehesten in den Kram passt.
Es ist völlig unsinnig dieser SA-Vergleich denn die war politisch gewollt.
Das kann man von der Fanszene nun sicher nicht sagen.
Auch das die Fanszene augenscheinlich einen Verein übernommen hat kann eigentlich nicht wundern, da nirgendwo in Deutschland die Fanszene prozentual gemessen, an den Zuschauern die ein Spiel besuchen so groß wie in Rostock ist.
Man kann da sicher von einem Drittel ausgehen.
Da der Niedergang des Clubs seit 10 Jahren nicht gestoppt werden kann ist, ist doch jetzt der wahre Fan gefordert. Denn einzig und alleine der wahre Fan hat ein Interesse das sein Club weiterlebt.
Darum erwarte ich die weitere Entwicklung des Clubs mit Spannung.
Ich bin da vorsichtig optimistisch.

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Anno 2012
Totgesagte leben länger, oder wie der Hansastahl gehärtet wurde.
Zitat von malschauen:
@hg
Ich möchte nur auf auf deinen ersten Abschnitt eingehen, denn in allen anderen hast du mit deiner Meinung schlicht und ergreifend recht.

Ich habe eigentlich nur einige Fragen:
Weißt du, warum viele unorganisierte Fans ein grosses Problem mit unserer organisierten Fanszene haben, wurde darüber eigentlich schonmal nachgedacht?
Weißt du, warum sich viele unorganisierte Fans es sich einfach nicht mehr trauen den organisierten Fans ihre Meinung im realen Leben oder auf einer Mitgliederversammlung ins Gesicht zu sagen?

....

Übrigens ist meine persönliche Meinung, das der Weg die Mitgliedschaft zu kündigen der absolut falsche ist. Es ist wichtig die Meinungsvielfalt im Verein zu erhalten und vielleicht in Zukunft etwas mutiger durchs Leben zu gehen.


Ich habe Dich und Deinen Beitrag verstanden, ist kein Problem.

Auch ich zähle und zählte zu den unorganisierten Fans, habe diese Erfahrung jedoch nicht gemacht. Und ich habe meine Meinung zu vielen(vergangenen) Sachen auch klar und deutlich und auch den Betreffenden persönlich gesagt. Das wissen Roman und Eggi. Aber vllt. war das auch der Grund , warum ich ernst genommen wurde ? Ich weis es nicht, ich hab sie nie gefragt, es ist mir auch nicht wichtig. Was ich gelernt habe ist, das man nicht alles in schwarz oder weiß einteilen kann und nicht für alles und jedes immer das gleiche Feindbild herzuhalten hat. Aus persönlichem Erleben weis ich, das dort ebenfalls nicht alles unkritisch gesehen oder geduldet wird. Ich kann, wie gesagt aus meiner persönlichen Erfahrung, dies alles nicht bestätigen. Ob das ein Sonderfall ist, kann ich nicht beurteilen. Aber vllt. ist es eine Frage der Ansprache und des Auftretens, des Zuhörens, des Respekts und vllt. auch , das man bereit ist eigene Standpunkte zu überdenken und ggf. zu revidieren. Natürlich bin ich jetzt auch nicht der Typ, der sich von jedem von der Seite anblasen lässt, ich sag auch im konkreten Fall schon mal, wenn mir was nicht passt. Aber das war bisher auch die Ausnahme. Auf der Rückfahrt von DOII gab es da was, wurde auch hier von einem Dabeigewesenen thematisiert. Während er jedoch nur hier sein Herz ausschüttete, war ich vor Ort der Einzige, der auch mal sein Maul aufgekriegt hat. Nun, Du bist auch nicht der Einzige, der sich vor der Organisiertheit der Aktiven fürchtet. Ich jedoch sehe das als legales Mittel an und kann auch keinen Paragraphen finden, der dem widerspricht. Die einen haben Angst davor und die anderen sehen das als ihre große Stärke an, was sie auch ist. Es steht aber auch jedem frei, das ähnlich zu bewerkstelligen. Ist jetzt auch kein fussball-/ultraspezifisches Phänomen. Es tun sich halt überall Interessengruppen zusammen, völlig legitim. Und Typen wie Blaues Wunder, Schwarzer Rabe, Chessplayer und smutje würden von mir im RL auch ne Ansage bekommen, wenn sie sich trauen würden mir ihren Quark mal live ins Gesicht zu sagen und dann noch Akzeptanz dafür erwarten.

Mit Deinem letzten Abschnitt hast Du ebenfalls völlig recht.
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Und zu Dortmund speziell, das würde ich jetzt nicht so hoch hängen. Du weist , es gab diese unsägliche Verspätung. Vor dem Tor, an der Gepäckabgabe wurde uns von den Dortmundern noch mitgeteilt, das alles mit ins Stadion genommen werden darf und es keine Einlasskontrolle mehr geben würde. Davon wusste oder wollte dann die Polizei am Eingang aber nichts mehr wissen, was natürlich so 20 min vor dem Ende ziemlich dämlich ankommt. Von den Eingängen wurde verständlicherweise der kürzeste Weg gesucht, das waren die unteren Mundlöcher. Davor konnte niemand sehen ob und wie der Block gefüllt sein würde. Das war jetzt nicht elegant, aber auch ich floss einfach mit dem Strom unten links rein und hab mir irgendwo noch n Plätzchen zum Stehen gesucht, um es sich jetzt noch irgendwo gemütlich zu machen war es bis dahin einfach zu stressig und die verbliebene Spielzeit zu kurz gewesen. Ich plädiere für blöd gelaufen, das war sicher keine Absicht.

Das es bei KL eine auslösende Situation gab, weis jeder der dabei war und auch in welcher Reihenfolge es dort eskalierte. Es sind dort auch keine Steine geflogen, sondern eine volle Bierflasche und sicher war das Ziel nicht, eigene Fans zu treffen. Davon abgesehen natürlich, das es trotzdem ne Scheiszaktion beider Seiten war.

KSC, kann ich nicht beurteilen weil keine Kenntnis.
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@Forever, ok, ich lass es. Dachte nur, es sei ein Versuch wert. Kommt nicht wieder vor.

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Und heute sinkt für Sie ... das Niveau:
"Du bist der Abschaum, der letzte Rest Scheisse, der unser Stadion besudelt. Verpiss Dich!"
Forever_Hansa
Darf ich nochmal eine frage zwischewerfen? Entfällt mit dem eventuellen Weggang von BH auch der geplante, bzw. anvisierte verkauf von Stadionanteilen?
Nein, warum sollte das so sein ? Rostock kauft ja nicht ggf. Anteile am VV sondern am Ostseestadion. Das verlässt ja nicht mit einem VV o.a. die Stadt. Die Problematik bleibt in dieser Hinsicht die Gleiche, ganz egal was passiert ist und weiter passieren wird. Die wollte BH ja auch nicht loswerden um sich persönlich zu bereichern, sondern um die Altschulden - und damit verbundene Zinszahlungs-/Tilgungsproblematik zu lösen. Das ist völlig unabhängig von irgendwelchen Personen im Verein.

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Und heute sinkt für Sie ... das Niveau:
"Du bist der Abschaum, der letzte Rest Scheisse, der unser Stadion besudelt. Verpiss Dich!"
Forever_Hansa
http://www.oldie95.de/Sport/Fussball/2012/November/Faustdicke-Ueberraschung-Gewalttabelle-der-Bundesliga

"Höchste Quote bei Rostock

Die höchste Quote hat Rostock, gefolgt von Duisburg, Union Berlin und Dresden. Die geringste Hooligandichte finden wir bei den Fans von Bayern München, Bremen, Hoffenheim und Augsburg."

Die bisherigen Methoden im Umgang mit den Problemfans brachten keinen Erfolg. Das Gegenteil erreichte man mit Nachgeben. Auf Druck der Szene trennte man sich vom Sicherheitschef, auf Druck der Szene formierte man sich schon vor der Mitgliederversammlung gegen BH. Auf Druck der Problemfans wird man die Süd öffnen...

Man belohnt die aus deren Reihen die Leute kommen die sich nicht an Recht und Ordnung halten wollen oder können. Und damit macht man sie noch stärker. Sie werden weitere Forderungen stellen, bis niemand mehr da ist der sich ihre Forderungen anhört. Dann marschieren sie zu einem anderen Veranstalter, denn um Hansa ging es ihnen noch nie. Hansa ist nur die Location für ihren Zeitvertreib.

Im Umgang mit diesen Fans sollte man nicht nachgeben, man sollte konsequent sein.

Aus meiner Sicht kann es nur so funktionieren:

http://www.mdr.de/sport/fussball_3l/cfc-fans102.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chessplayer1899 am 16.12.2012 um 08:18 Uhr bearbeitet
Wieso heißt diese Statistik "Gewalttabelle der Bundesliga", wenn da auch Team aus der Dritten Liga dabei sind? Allein das disqualifiziert das Ganze. Außerdem lehne ich Statistiken grundsätzlich ab, wenn sie aufgrund von Voreingenommenheiten erstellt wurde. Schließlich stammt sie wohl aus Hamburg.

Hatten wir solch eine Statistik nicht schon mal vor kurzer Zeit? Ich glaube da hieß es "wie gefährlich ist Dein Verein". Nun, ich bin mir sicher, dass allein in Hamburg eine 1000mal größere Gefahr besteht, bei einem Raubüberfall ums Leben zu kommen als in einem Spiel mit Beteiligung des FC Hansa geschädigt zu werden. Gibt's da auch ne Statistik auf oldie95?
Zitat von Chessplayer1899:
http://www.oldie95.de/Sport/Fussball/2012/November/Faustdicke-Ueberraschung-Gewalttabelle-der-Bundesliga

"Höchste Quote bei Rostock

Die höchste Quote hat Rostock, gefolgt von Duisburg, Union Berlin und Dresden. Die geringste Hooligandichte finden wir bei den Fans von Bayern München, Bremen, Hoffenheim und Augsburg."

Die bisherigen Methoden im Umgang mit den Problemfans brachten keinen Erfolg. Das Gegenteil erreichte man mit Nachgeben. Auf Druck der Szene trennte man sich vom Sicherheitschef, auf Druck der Szene formierte man sich schon vor der Mitgliederversammlung gegen BH. Auf Druck der Problemfans wird man die Süd öffnen...

Man belohnt die aus deren Reihen die Leute kommen die sich nicht an Recht und Ordnung halten wollen oder können. Und damit macht man sie noch stärker. Sie werden weitere Forderungen stellen, bis niemand mehr da ist der sich ihre Forderungen anhört. Dann marschieren sie zu einem anderen Veranstalter, denn um Hansa ging es ihnen noch nie. Hansa ist nur die Location für ihren Zeitvertreib.

Im Umgang mit diesen Fans sollte man nicht nachgeben, man sollte konsequent sein.

Aus meiner Sicht kann es nur so funktionieren:

http://www.mdr.de/sport/fussball_3l/cfc-fans102.html


Volle Zustimmung.
Ohne drastische Maßnahmen dieser Art wird unser Verein bald mausetot sein und unsere selbsternannten Edelfans werden daran nicht unbeteiligt sein. Nicht nur, dass sie hohe finanzielle Verluste zu verantworten haben, haben sie auch in ganz Deutschland dafür gesorgt, dass Hansa enorme Imageverluste erleiden musste. Kein Geldgeber investiert doch in einen Verein, der pausenlos in den Negativschlagzeilen steht. Und auch die Bürgerschaft in Rostock wird keinen Cent mehr lockermachen, wenn unsere "Fankultur" noch mehr Einfluss auf die Vereinspolitik gewinnt und Vieles deutet leider darauf hin.
Wie armseelig ist das doch, wenn man während der Heimspiele, in denen Hansa jede Unterstützung braucht, dauernd die Rufe nach der Südtribüne hört. Aber das passt ins Bild, weil ei ihnen nicht um den Club geht, sondern ihnen nur ihre eigene Fankultur wichtig ist. Aus dem Umkreis des Vereins habe ich gerade vor zwei Tagen gehört, dass es Unsummen kosten würde, die Süd wieder betretbar zu machen. Nicht nur das Hunderte Sitzplätze demoliert wurden, es soll auch Ecken geben, in die geschissen wurde. Welch eine Sauerei, wenn das stimmen sollte, aber es trägt schon fast Symbolcharakter, denn solche Sachen zeigen doch deutlich, wie groß die Liebe zu Hansa wirklich ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von spence am 16.12.2012 um 09:17 Uhr bearbeitet
Walle, die Liste stammt aus dem Bericht der „Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze“ der Polizei.
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