Hamburger SV Hamburger SV
deadline-day banner
Steffen Baumgart
Geburtsdatum 05.01.1972
Alter 54
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe k. A.
Vertrag bis -
Position Mittelstürmer
Fuß k. A.
Akt. Verein Karriereende

Leistungsdaten:

Alles Gute, Steffen Baumgart!

19.02.2024 - 15:40 Uhr
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#841
05.03.2024 - 08:45 Uhr
Ich muss schon gestehen, dass ich etwas mehr vom Trainerwechsel erwartet habe. Eigentlich nicht mehr, sondern etwas anderes.

Es sollte nur an Nuancen gelegen haben und eine kleine Feinjustierung wurde als „ausreichend“ dargestellt.

Jetzt bin ich nach zwei Spielen unter dem neuen Coach ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeprallt. Was habe ich gesehen, gehört, gelesen? Was wurde davon auf dem Platz umgesetzt? Keine 180 Grad Abkehr vom bisherigen Weg wurde angekündigt. Das sah in beiden Spielen unter Baumgart anders aus.

In meinen Augen wurde das Team durch taktische „Raffinessen“ des neuen Trainers komplett seiner offensiven Durchschlagskraft beraubt. Der spielerische Ansatz ging verloren. Das die Spieler verunsicherter wirken als zuvor schon, ist offensichtlich. Dazu kommen dann die Aussagen des Trainers in der Öffentlichkeit. „Fußball ist ein Kampfsport“ oder „wer glaubt, dass wir jetzt keine Gegentore mehr bekommen und meine Art Fußball spielen zu lassen kennt, der weiß dass es wichtiger für mich ist, vorne mehr zu machen“. Soviel zum Thema „mehr Ergebnis statt Erlebnis“.

Wir haben kein „Kampfsportteam“. Wir haben gute bis sehr gute Fußballer in unseren Reihen. Und jetzt kommt da ein Trainer, welcher diesem Team der eigenen Stärken (Ballbesitzfussball) beraubt und mehr Kampfgeist und Mentalität fordert. Daran hat es aber nicht gemangelt. Fussball mit dem Arbeiteransstz passt einfach nicht zu den Spielern.

Es waren bislang deutliche Veränderungen im taktischen Laufverhalten und der Aufgabenverteilung in den beiden Spielen zu erkennen. Die Außen rücken mehr nach innen, die Außenverteidiger gehen kaum noch auf Flankenläufe. Dadurch weniger Flanken und der Stürmer wird nicht mit Bällen gefüttert. Zudem eine Umstellung von diagonalem (Ballbesitz) Spielaufbau hin zu schnellem vertikalem Spielaufbau. Ganz ehrlich, mehr 180 Grad wende geht eigentlich nicht. Und hier wird sich gewundert, warum die Spieler verunsichert sind und das nicht sofort klappt. 2,5 Jahre wurde ein System in die Köpfe und Körper der Spieler eintrainiert und auf einmal soll alles anders laufen. Sowas kann man evtl zu Saisonbeginn oder in der Winterpause machen, wo es dann in einem Trainingslager im Ansatz einstudiert werden kann. Aber im Saisonfinale?
Ist es nun eine Fehlplanung der sportlichen Leitung oder macht der Trainer Baumgart es doch anders als erwartet?

Der letzte Punkt, welchen ich hier jetzt anführen möchte, ist das öffentliche Anzählen des Teams und einzelnen Spielern. Das ist mehr als kontraproduktiv. Jemanden der wegen der Umstände schon verunsichert ist, noch einen draufzugeben hilft doch nicht. Siegermentalität kann man keinem einreden. Die entwickelt sich. Und sie war auch sehr lange im Team vorhanden. Momentan scheint sie unter einem großen Haufen Unsicherheit vergraben zu sein. Anstatt das Team an alte Stärken zu erinnern und sie genau dort wieder hinzuführen, wird das Team angezählt und weiter in Frage gestellt.

Ich halte vom Trainer Baumhart sehr viel, aber ob er nun das fehlende Puzzleteil für die Zielerreichung ist, stelle ich (stand jetzt) sehr in Frage. Bitte belehre mich eines besseren Steffen!!
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#842
05.03.2024 - 08:55 Uhr
Zitat von BoLei
Ich muss schon gestehen, dass ich etwas mehr vom Trainerwechsel erwartet habe. Eigentlich nicht mehr, sondern etwas anderes.

Es sollte nur an Nuancen gelegen haben und eine kleine Feinjustierung wurde als „ausreichend“ dargestellt.

Jetzt bin ich nach zwei Spielen unter dem neuen Coach ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeprallt. Was habe ich gesehen, gehört, gelesen? Was wurde davon auf dem Platz umgesetzt? Keine 180 Grad Abkehr vom bisherigen Weg wurde angekündigt. Das sah in beiden Spielen unter Baumgart anders aus.

In meinen Augen wurde das Team durch taktische „Raffinessen“ des neuen Trainers komplett seiner offensiven Durchschlagskraft beraubt. Der spielerische Ansatz ging verloren. Das die Spieler verunsicherter wirken als zuvor schon, ist offensichtlich. Dazu kommen dann die Aussagen des Trainers in der Öffentlichkeit. „Fußball ist ein Kampfsport“ oder „wer glaubt, dass wir jetzt keine Gegentore mehr bekommen und meine Art Fußball spielen zu lassen kennt, der weiß dass es wichtiger für mich ist, vorne mehr zu machen“. Soviel zum Thema „mehr Ergebnis statt Erlebnis“.

Wir haben kein „Kampfsportteam“. Wir haben gute bis sehr gute Fußballer in unseren Reihen. Und jetzt kommt da ein Trainer, welcher diesem Team der eigenen Stärken (Ballbesitzfussball) beraubt und mehr Kampfgeist und Mentalität fordert. Daran hat es aber nicht gemangelt. Fussball mit dem Arbeiteransstz passt einfach nicht zu den Spielern.

Es waren bislang deutliche Veränderungen im taktischen Laufverhalten und der Aufgabenverteilung in den beiden Spielen zu erkennen. Die Außen rücken mehr nach innen, die Außenverteidiger gehen kaum noch auf Flankenläufe. Dadurch weniger Flanken und der Stürmer wird nicht mit Bällen gefüttert. Zudem eine Umstellung von diagonalem (Ballbesitz) Spielaufbau hin zu schnellem vertikalem Spielaufbau. Ganz ehrlich, mehr 180 Grad wende geht eigentlich nicht. Und hier wird sich gewundert, warum die Spieler verunsichert sind und das nicht sofort klappt. 2,5 Jahre wurde ein System in die Köpfe und Körper der Spieler eintrainiert und auf einmal soll alles anders laufen. Sowas kann man evtl zu Saisonbeginn oder in der Winterpause machen, wo es dann in einem Trainingslager im Ansatz einstudiert werden kann. Aber im Saisonfinale?
Ist es nun eine Fehlplanung der sportlichen Leitung oder macht der Trainer Baumgart es doch anders als erwartet?

Der letzte Punkt, welchen ich hier jetzt anführen möchte, ist das öffentliche Anzählen des Teams und einzelnen Spielern. Das ist mehr als kontraproduktiv. Jemanden der wegen der Umstände schon verunsichert ist, noch einen draufzugeben hilft doch nicht. Siegermentalität kann man keinem einreden. Die entwickelt sich. Und sie war auch sehr lange im Team vorhanden. Momentan scheint sie unter einem großen Haufen Unsicherheit vergraben zu sein. Anstatt das Team an alte Stärken zu erinnern und sie genau dort wieder hinzuführen, wird das Team angezählt und weiter in Frage gestellt.

Ich halte vom Trainer Baumhart sehr viel, aber ob er nun das fehlende Puzzleteil für die Zielerreichung ist, stelle ich (stand jetzt) sehr in Frage. Bitte belehre mich eines besseren Steffen!!


Eben einen Artikel gelesen da stand drin wir haben in den beiden Spielen zwar nicht deutlich aber mehr Flanken geschlagen als unser Schnitt. Die kamen nur wie eh schon diese Saison einfach nicht an.
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#843
05.03.2024 - 08:57 Uhr
Ich bin erstaunt, wie viele Trainer der ersten 3. Ligen hier unterwegs sind. Das habe ich nicht gewusst, geschweige denn vermutet...
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#844
05.03.2024 - 09:07 Uhr
für mich sind das alles nur selbsterfüllende Prophezeihungen .
ich halte es wie ich es auch bei TW zum Anfang tat , es geht um den HSV und weniger um Namen , aber gerne dürft ihr so denken , ist ja auch kein Problem , bei TW war das dauernde Credo Zeit gebt ihm noch Zeit , und der Neue hat gerade mal 3Wochen um ein Urteil zu fällen und dem HSV die schwarze Zukunft zu malen.
da ja dann im Sommer Feuersturm in der Sylvesterallee herrscht.
haben mich die Spiele überzeugt von SB nöö, haben mich die Spiele von TW in 23/24 überzeugt nöö, sehe ich SB als downgrade nöö, aber als anderen Ansatz .
also darf er auch Zeit bekommen, hatte Walter , kriegt auch Baumgart, zumindest von mir!
wir werden sehen wo es hingeht , Erfolg und Siege werden entscheident sein!

•     •     •

------------------MDCCCLXXXVII-----------------
Meine Sache , Mein Problem!
Mein Leben meine Regeln!
BBC!!
Dosenbier und Schiffe schaun!
Keine Angst!!
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#845
05.03.2024 - 09:07 Uhr
Zitat von pommes7
]

Eben einen Artikel gelesen da stand drin wir haben in den beiden Spielen zwar nicht deutlich aber mehr Flanken geschlagen als unser Schnitt. Die kamen nur wie eh schon diese Saison einfach nicht an.


Das kann sogar stimmen, aber die Strafraumbesetzung war auf Grund veränderter Laufwege nicht gegeben. Und genau das bestätigt mir meine Ansicht. Man beraubt sich seiner eigenen Stärken.

Es kommen nichtmal bei Topteams alle Flanken an. Zudem müssen diese Flanken ja auch noch verwertet werden. Ein Paradebeispiel bei uns ist der viel kritisierte Baka. Er versucht sehr viele Bälle hereinzubringen, die Flanken sind bei Weitem nicht alle gut. Aber die guten wurden teilweise kläglich verarbeitet.

Nun ja….was bleibt ist die Hoffnung! Die Hoffnung darauf, dass der Spielansatz des neuen Trainers schnell in die Köpfe der Spieler gelangt und dies diesen Ansatz dann auch umsetzten können. Denn was wir nicht haben, ist Zeit um darauf zu warten.
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#846
05.03.2024 - 09:11 Uhr
Zitat von Jamahei
Ich bin erstaunt, wie viele Trainer der ersten 3. Ligen hier unterwegs sind. Das habe ich nicht gewusst, geschweige denn vermutet...


Man muss kein Trainer der ersten drei Ligen sein, um taktisches Spielerverhalten auf dem Feld zu erkennen. Dafür reicht schon ein gesundes Maß an Spielverständnis.
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#847
05.03.2024 - 09:17 Uhr
Zitat von BoLei
Zitat von Jamahei

Ich bin erstaunt, wie viele Trainer der ersten 3. Ligen hier unterwegs sind. Das habe ich nicht gewusst, geschweige denn vermutet...


Man muss kein Trainer der ersten drei Ligen sein, um taktisches Spielerverhalten auf dem Feld zu erkennen. Dafür reicht schon ein gesundes Maß an Spielverständnis.


uiuiui da hat man aber andere Kritische Beiträge noch vor 4 Wochen ganz anders runtergemacht , da war das gesunde Mass für manche noch hochgradig vergiftendes Trolling!

•     •     •

------------------MDCCCLXXXVII-----------------
Meine Sache , Mein Problem!
Mein Leben meine Regeln!
BBC!!
Dosenbier und Schiffe schaun!
Keine Angst!!
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#848
05.03.2024 - 09:34 Uhr
Zitat von BoLei

Jetzt bin ich nach zwei Spielen unter dem neuen Coach ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeprallt.

Die Gefühlswelt eines HSV-Fans zu beschreiben geht am besten mit "himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt" - alles dazwischen erscheint als maßlose Unter- oder Übertreibung. Um das Mal vorwegzuschieben: Ich bin nicht die PR-Abteilung von Steffen Baumgart, ich finde es teils nur so maßlos ungerecht, wie hier über die Arbeit eines Trainers geurteilt wird, der seit zwei Wochen am Spielfeldrand wirken darf.

Zitat von Charrua

Wenn Baumgart sowas sagt wie "mit Fussballspielen werden wir nicht gewinnen", geht bei mir ein schrilles Alarmsignal an! Denn dann scheint es so, als würde die gelobte Arbeit des Vorgängers doch irgendwie stören, bzw. fordert Baumgart andere Qualitäten und damit auch Spielertypen!


Ich habe im Abendblatt gelesen, dass Steffen Baumgart die individuelle Qualität der Spieler höher einschätzt, als der Kader vom 1. FC Köln. Was unserer Mannschaft aber abgeht, ist eine entsprechende Mentalität und Einstellung auf dem Platz. Ich kann diese Analyse nur unterschreiben, und ich weiß auch nicht wer nach dem Osnabrückspiel zu einem anderen Urteil kommen möchte. Es sind ja nicht nur individuelle Blackouts von Van der Brempt oder spielerische Offenbarungseide wie von Reis. Wer ist denn in der Mannschaft, abgesehen von Pherai oder Benes, derzeit am Peak seiner Leistungskurve? Wir haben eine Mannschaft, die nicht willens ist, über Präsenz und Einsatz gegen kämpferische Mannschaften gegenzuhalten. Das ist auch nicht erst seit Steffen Baumgart so, sondern dieses "Phänomen" hat auch Tim Walter letztlich seinen Job gekostet.
Baumgarts Spielidee auf Zweikampf und "Thomas Reis" Fussball zu reduzieren ist einfach nur eine böswillige Interpretation des Dargebotenen, als ob er keine weiteren Lösungen oder Konzepte hätte. Er hinterfragt die Mentalität und Einstellung der Mannschaft und nach den fünf Spielen gegen Aufsteiger-Mannschaften und gezeigten Leistungen hat er auch alles recht dazu.

Zitat von Marvin

Ich habe mir in der Zwischenzeit die Pressekonferenz nach der Partie gegen den VfL Osnabrück angehört und bin nun umso überzeugter davon, dass es sich bei dieser Trainerentscheidung um ein Scheitern mit Ansage handelt.
Natürlich fallen die ganzen großen YouTube-Kanäle und diverse einfach gestrickte Zuschauer im Stadion darauf herein, dass jetzt wieder die Söldner und Millionäre nicht genug arbeiten, nicht genug kämpfen.
… oder man tauscht im Sommer den Großteil des Kaders aus, um Steffen Baumgarts Arbeitsfußball zu ermöglichen.


Marvin du bist für mich wirklich der König der Baumgart-Polemik. Deine Enttäuschung über die Demissionierung von Tim Walter in allen Ehren, aber aus Baumgarts Fussball jetzt den Urs Fischer zu machen ist schon mehr als gewagt. Baumgart hat mit Köln letzte Saison 66 Tore erzielt und mit Paderborn in der zweiten Liga 63 - was hat dieser Fussball mit defensiven Malocher Fussball am Hut? Richtig - gar nichts.

Er sprach auch nicht von Söldnern und bediente rhetorisch den "einfach gestrickten Stadionzuschauer" (wer auch immer das sein soll), sondern hat die Einstellung und Mentalität der Mannschaft hinterfragt. Mit allem recht, sofern du nicht nur die Pressekonferenz sondern auch das Spiel gesehen hast.

Noah Katterbach ist doch das beste Beispiel für dieses Spiel. In den ersten 20 - 25 Minuten wurde er von Conteh regelrecht abgekocht und hat diesen wie den Zweitliga Mbappe aussehen lassen, aber dann hat er die Spielweise von Osnabrück angenommen und sich in diese Partie reingebissen. Das war keine Weltklasseleistung von ihm, aber er hat verstanden, dass es auch Körperlichkeit braucht, damit man seine individuelle Klasse zeigen kann. Wer sonst hat am Sonntag diese Einstellung gezeigt? Reis war wieder ein Schatten seiner Form, Van der Brempt ist aktuell ein wandelnder Blackout, und Jatta findet nicht in seine Rolle im neuen System bzw. seine technischen Defizite haben aussichtsreiche Möglichkeiten gekillt. Da braucht es am Ende eben auch von der Mannschaft und den Führungsspielern mehr Präsenz. Das man sich diesem körperbetonten Spiel stellt und eben nicht Nerven zeigt, wie Pherai der dann den Ball wegfeuert, weil man ihn nicht zocken lässt. Und genau dieses giftige und gallige - dafür scheint sich die Mannschaft zu schade zu sein, aber ohne Gegenzuhalten geht es eben, insbesondere in dieser körperlich zweikampfbetonten zweiten Liga nicht. Das hat dann auch nichts mit Baumgarts Arbeitsfussball zu tun (was auch immer das sein soll, aber tolle Wortkreation).

Edit: Für mich könnte auch Klopp oder Tuchel an der Seitenlinie stehen - wenn man nicht bereit ist in solchen Spielen sein volles Leistungsmaximum abzurufen, dann wird es auch in diesem Jahr nichts mit dem Aufstieg. Baumgart hat sich immer wieder lobend über die Trainingsleistungen und auch den Zustand der Mannschaft geäußert - und nicht die Mannschaft an den Pranger gestellt, aber wenn man in solchen Spielen nicht sein Leistungsmaximum nicht erreicht, und das wieder und wieder, dann stimmt die Einstellung nicht, und das ist ein Kopfproblem.

•     •     •

"Die, die sagen 'HSV immer zweite Liga', die wissen nicht, dass wir nächstes Jahr in der ersten Liga spielen"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von MoinKai am 05.03.2024 um 09:45 Uhr bearbeitet
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#849
05.03.2024 - 10:37 Uhr
Zitat von MoinKai
Zitat von BoLei

Jetzt bin ich nach zwei Spielen unter dem neuen Coach ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeprallt.

Die Gefühlswelt eines HSV-Fans zu beschreiben geht am besten mit "himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt" - alles dazwischen erscheint als maßlose Unter- oder Übertreibung. Um das Mal vorwegzuschieben: Ich bin nicht die PR-Abteilung von Steffen Baumgart, ich finde es teils nur so maßlos ungerecht, wie hier über die Arbeit eines Trainers geurteilt wird, der seit zwei Wochen am Spielfeldrand wirken darf.

Zitat von Charrua

Wenn Baumgart sowas sagt wie "mit Fussballspielen werden wir nicht gewinnen", geht bei mir ein schrilles Alarmsignal an! Denn dann scheint es so, als würde die gelobte Arbeit des Vorgängers doch irgendwie stören, bzw. fordert Baumgart andere Qualitäten und damit auch Spielertypen!


Ich habe im Abendblatt gelesen, dass Steffen Baumgart die individuelle Qualität der Spieler höher einschätzt, als der Kader vom 1. FC Köln. Was unserer Mannschaft aber abgeht, ist eine entsprechende Mentalität und Einstellung auf dem Platz. Ich kann diese Analyse nur unterschreiben, und ich weiß auch nicht wer nach dem Osnabrückspiel zu einem anderen Urteil kommen möchte. Es sind ja nicht nur individuelle Blackouts von Van der Brempt oder spielerische Offenbarungseide wie von Reis. Wer ist denn in der Mannschaft, abgesehen von Pherai oder Benes, derzeit am Peak seiner Leistungskurve? Wir haben eine Mannschaft, die nicht willens ist, über Präsenz und Einsatz gegen kämpferische Mannschaften gegenzuhalten. Das ist auch nicht erst seit Steffen Baumgart so, sondern dieses "Phänomen" hat auch Tim Walter letztlich seinen Job gekostet.
Baumgarts Spielidee auf Zweikampf und "Thomas Reis" Fussball zu reduzieren ist einfach nur eine böswillige Interpretation des Dargebotenen, als ob er keine weiteren Lösungen oder Konzepte hätte. Er hinterfragt die Mentalität und Einstellung der Mannschaft und nach den fünf Spielen gegen Aufsteiger-Mannschaften und gezeigten Leistungen hat er auch alles recht dazu.

Zitat von Marvin

Ich habe mir in der Zwischenzeit die Pressekonferenz nach der Partie gegen den VfL Osnabrück angehört und bin nun umso überzeugter davon, dass es sich bei dieser Trainerentscheidung um ein Scheitern mit Ansage handelt.
Natürlich fallen die ganzen großen YouTube-Kanäle und diverse einfach gestrickte Zuschauer im Stadion darauf herein, dass jetzt wieder die Söldner und Millionäre nicht genug arbeiten, nicht genug kämpfen.
… oder man tauscht im Sommer den Großteil des Kaders aus, um Steffen Baumgarts Arbeitsfußball zu ermöglichen.


Marvin du bist für mich wirklich der König der Baumgart-Polemik. Deine Enttäuschung über die Demissionierung von Tim Walter in allen Ehren, aber aus Baumgarts Fussball jetzt den Urs Fischer zu machen ist schon mehr als gewagt. Baumgart hat mit Köln letzte Saison 66 Tore erzielt und mit Paderborn in der zweiten Liga 63 - was hat dieser Fussball mit defensiven Malocher Fussball am Hut? Richtig - gar nichts.


So Leute wie du vergessen halt auch immer, was für Mannschaften Baumgart vorher gecoacht hat. Das sind eben keine Teams wie der HSV. Klar, kannst du mit Pressing als Paderborn Tore ohne Ende schießen. Das war damals genau so eine Truppe wie beispielsweise Kiel diese Saison. Mannschaften ohne besonders starke Einzelspieler, die eben als Truppe agieren. Und wie spielen die gegnerischen Mannschaften gegen eben jene Paderborns und Kiels? Stellen die sich hinten rein? Nein, weil sie wissen, dass die individuelle Qualität nicht unbedingt höher ist als die eigene. Also gibt es oftmals offene Spiele bzw. der Gegner versucht selbst das Spiel zu machen, sodass das hohe Pressing dann auch gut funktioniert.
Genau das gleiche mit Köln. Als Aufsteiger und Underdog hat das wunderbar funktioniert. Wenn ich mir aber im Vergleich dazu beispielsweise das Pokalspiel gegen uns anschaue, wo man dann selbst mal der Favorit war.. sorry aber da war unser Team von der Spielanlage her doch klar überlegen.

Und genau das ist dann eben der wesentliche Unterschied zum HSV. Hier ist jeder Gegner sowieso schon mal extra motiviert aufgrund unserer Strahlkraft. Und hier versucht auch niemand groß das Spiel gegen uns aufzuziehen, da die meisten Teams wissen, dass wir in dem Bereich vom Potenzial her viel stärker sind. Die einzigen, die das gemacht haben, waren die Paulianer. Gegen die haben wir mit Baumgart auch gute Chancen. Aber alle anderen, die sich hinten rein stellen… dafür ist Baumgart meiner Meinung nach nicht der richtige Coach. Dafür brauchen wir kreative Lösungen wie unter Walter. Das ist einfach eine Tatsache, die viele Leute garnicht beachten. So ein Fußball würde für uns in der ersten Liga funktionieren, zumindest in der ersten Saison. Aber nicht gegen Teams wie Elversberg, Osnabrück, Rostock, Braunschweig, Wiesbaden und co.

•     •     •

----------------Rost------------------
-Boateng-van Buyten-Boulahrouz-Atouba-
----------------de Jong---------------
---------Jarolim-------Trochowski-----
-------------van der Vaart------------
---------Petric--------Barbarez-------

Bank: Wächter, Kompany, Mathijsen, Aogo, Demel, Beinlich, Mahdavikia, Ze Roberto, Jansen Guerrero, Olic

Das waren noch Spieler....
Alles Gute, Steffen Baumgart! |#850
05.03.2024 - 10:48 Uhr
Zitat von galardo
Zitat von MoinKai

Zitat von BoLei

Jetzt bin ich nach zwei Spielen unter dem neuen Coach ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeprallt.

Die Gefühlswelt eines HSV-Fans zu beschreiben geht am besten mit "himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt" - alles dazwischen erscheint als maßlose Unter- oder Übertreibung. Um das Mal vorwegzuschieben: Ich bin nicht die PR-Abteilung von Steffen Baumgart, ich finde es teils nur so maßlos ungerecht, wie hier über die Arbeit eines Trainers geurteilt wird, der seit zwei Wochen am Spielfeldrand wirken darf.

Zitat von Charrua

Wenn Baumgart sowas sagt wie "mit Fussballspielen werden wir nicht gewinnen", geht bei mir ein schrilles Alarmsignal an! Denn dann scheint es so, als würde die gelobte Arbeit des Vorgängers doch irgendwie stören, bzw. fordert Baumgart andere Qualitäten und damit auch Spielertypen!


Ich habe im Abendblatt gelesen, dass Steffen Baumgart die individuelle Qualität der Spieler höher einschätzt, als der Kader vom 1. FC Köln. Was unserer Mannschaft aber abgeht, ist eine entsprechende Mentalität und Einstellung auf dem Platz. Ich kann diese Analyse nur unterschreiben, und ich weiß auch nicht wer nach dem Osnabrückspiel zu einem anderen Urteil kommen möchte. Es sind ja nicht nur individuelle Blackouts von Van der Brempt oder spielerische Offenbarungseide wie von Reis. Wer ist denn in der Mannschaft, abgesehen von Pherai oder Benes, derzeit am Peak seiner Leistungskurve? Wir haben eine Mannschaft, die nicht willens ist, über Präsenz und Einsatz gegen kämpferische Mannschaften gegenzuhalten. Das ist auch nicht erst seit Steffen Baumgart so, sondern dieses "Phänomen" hat auch Tim Walter letztlich seinen Job gekostet.
Baumgarts Spielidee auf Zweikampf und "Thomas Reis" Fussball zu reduzieren ist einfach nur eine böswillige Interpretation des Dargebotenen, als ob er keine weiteren Lösungen oder Konzepte hätte. Er hinterfragt die Mentalität und Einstellung der Mannschaft und nach den fünf Spielen gegen Aufsteiger-Mannschaften und gezeigten Leistungen hat er auch alles recht dazu.

Zitat von Marvin

Ich habe mir in der Zwischenzeit die Pressekonferenz nach der Partie gegen den VfL Osnabrück angehört und bin nun umso überzeugter davon, dass es sich bei dieser Trainerentscheidung um ein Scheitern mit Ansage handelt.
Natürlich fallen die ganzen großen YouTube-Kanäle und diverse einfach gestrickte Zuschauer im Stadion darauf herein, dass jetzt wieder die Söldner und Millionäre nicht genug arbeiten, nicht genug kämpfen.
… oder man tauscht im Sommer den Großteil des Kaders aus, um Steffen Baumgarts Arbeitsfußball zu ermöglichen.


Marvin du bist für mich wirklich der König der Baumgart-Polemik. Deine Enttäuschung über die Demissionierung von Tim Walter in allen Ehren, aber aus Baumgarts Fussball jetzt den Urs Fischer zu machen ist schon mehr als gewagt. Baumgart hat mit Köln letzte Saison 66 Tore erzielt und mit Paderborn in der zweiten Liga 63 - was hat dieser Fussball mit defensiven Malocher Fussball am Hut? Richtig - gar nichts.


So Leute wie du vergessen halt auch immer, was für Mannschaften Baumgart vorher gecoacht hat. Das sind eben keine Teams wie der HSV. Klar, kannst du mit Pressing als Paderborn Tore ohne Ende schießen. Das war damals genau so eine Truppe wie beispielsweise Kiel diese Saison. Mannschaften ohne besonders starke Einzelspieler, die eben als Truppe agieren. Und wie spielen die gegnerischen Mannschaften gegen eben jene Paderborns und Kiels? Stellen die sich hinten rein? Nein, weil sie wissen, dass die individuelle Qualität nicht unbedingt höher ist als die eigene. Also gibt es oftmals offene Spiele bzw. der Gegner versucht selbst das Spiel zu machen, sodass das hohe Pressing dann auch gut funktioniert.
Genau das gleiche mit Köln. Als Aufsteiger und Underdog hat das wunderbar funktioniert. Wenn ich mir aber im Vergleich dazu beispielsweise das Pokalspiel gegen uns anschaue, wo man dann selbst mal der Favorit war.. sorry aber da war unser Team von der Spielanlage her doch klar überlegen.

Und genau das ist dann eben der wesentliche Unterschied zum HSV. Hier ist jeder Gegner sowieso schon mal extra motiviert aufgrund unserer Strahlkraft. Und hier versucht auch niemand groß das Spiel gegen uns aufzuziehen, da die meisten Teams wissen, dass wir in dem Bereich vom Potenzial her viel stärker sind. Die einzigen, die das gemacht haben, waren die Paulianer. Gegen die haben wir mit Baumgart auch gute Chancen. Aber alle anderen, die sich hinten rein stellen… dafür ist Baumgart meiner Meinung nach nicht der richtige Coach. Dafür brauchen wir kreative Lösungen wie unter Walter. Das ist einfach eine Tatsache, die viele Leute garnicht beachten. So ein Fußball würde für uns in der ersten Liga funktionieren, zumindest in der ersten Saison. Aber nicht gegen Teams wie Elversberg, Osnabrück, Rostock, Braunschweig, Wiesbaden und co.


Also so Lösungen wie unter Walter? Ja, der hat gegen die von Dir genannten Mannschaften ja hervorragend funktioniertaugen-zuhalten
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.