| Geburtsdatum | 21.07.1974 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | SV Werder Bremen |
Alles Gute, Daniel Thioune!
06.07.2020 - 14:35 Uhr
30.04.2021 - 15:20 Uhr
Ich hoffe, dass man an Thioune weiterhin festhält und mit ihm in die neue Saison geht. Er kommt beim Umfeld und den Spielern-zumindest augenscheinlich- gut an. Redegewandt, charismatisch.
Ja taktisch erkenne ich bei ihm auch Schwächen- allerdings wer hat das nicht!
Leider und darauf deutet halt auch vieles hin: Am Ende gibt es bei Negativserien halt die üblichen Reflexe und das wäre in diesem Fall halt die obligatorische Trainerentlassung.
Dabei wäre das für mich halt irgendwie wieder zu einfach. Weil es kann ja irgendwie nicht sein, dass dieser Verein in Liga 2 seit 2018 jedesmal eine konstant gute Hinrunde spielt, um dann in der Rückrunde gnadenlos zu implodieren.
Und das konnten weder Hannes Wolf, noch Dieter Hecking und auch kein Thioune stoppen.
Und dabei hätte man dann halt auch wirklich alle möglichen Trainertypen dann durch:
Ein damals hochgelobtes Trainer Talent Wolf, den erfahrenen Haudegen Hecking und einen weitgehend unbekannten Thioune.
Solange man den eigentlichen Gründen für den alljährlichen Absturz in Rückrunde nicht auf den Grund geht, wird man diesen Teufelskreis nie abstellen können.
Liegt es an mangelnder Trainingssteuerung? Sind die Kader einfach zu schlecht aufgestellt, um eine Saison konstant gut zu absolvieren? Ist man zu abhängig von einzelnen Akteuren? Fehlt es an Erfahrung oder an Klasse? Die ständige Unruhe?
Irgendwie fehlt mir bei allem die nötige Tiefenanalyse.
Ja taktisch erkenne ich bei ihm auch Schwächen- allerdings wer hat das nicht!
Leider und darauf deutet halt auch vieles hin: Am Ende gibt es bei Negativserien halt die üblichen Reflexe und das wäre in diesem Fall halt die obligatorische Trainerentlassung.
Dabei wäre das für mich halt irgendwie wieder zu einfach. Weil es kann ja irgendwie nicht sein, dass dieser Verein in Liga 2 seit 2018 jedesmal eine konstant gute Hinrunde spielt, um dann in der Rückrunde gnadenlos zu implodieren.
Und das konnten weder Hannes Wolf, noch Dieter Hecking und auch kein Thioune stoppen.
Und dabei hätte man dann halt auch wirklich alle möglichen Trainertypen dann durch:
Ein damals hochgelobtes Trainer Talent Wolf, den erfahrenen Haudegen Hecking und einen weitgehend unbekannten Thioune.
Solange man den eigentlichen Gründen für den alljährlichen Absturz in Rückrunde nicht auf den Grund geht, wird man diesen Teufelskreis nie abstellen können.
Liegt es an mangelnder Trainingssteuerung? Sind die Kader einfach zu schlecht aufgestellt, um eine Saison konstant gut zu absolvieren? Ist man zu abhängig von einzelnen Akteuren? Fehlt es an Erfahrung oder an Klasse? Die ständige Unruhe?
Irgendwie fehlt mir bei allem die nötige Tiefenanalyse.
30.04.2021 - 15:36 Uhr
Ein gewisser Jürgen Klopp hat es bei Mainz - nach 2x Platz 4 - erst im dritten Versuch geschafft, mit Mainz 05 aufzusteigen. Klopp ist nicht Thioune und der HSV nicht Mainz, aber auch Thioune ist ein großes Trainertalent, dass erst am Beginn seiner Karriere ist.
Es macht doch keinen Sinn, zu jammern, was für tolle Trainer dem HSV schon durch die Lappen ging, wenn man nicht bereit ist, auch mal im Mißerfolg an einem aufstrebenden Trainer festzuhalten. Aus meiner Sicht ist die Schizophrenie unter uns in der HSV-Gemeinde stark vertreten
.
Ja, wir werden vermutlich erneut knapp am Aufstieg vorbeipreschen und ja, der Einbruch in der Rückrunde ist wieder typisch. Nun können wir weiter machen, wie bisher und alles wieder auf Neuanfang stellen. Sind wir in der Vergangenheit prima mit gefahren. Aber man könnte es auch mal mit Kontinuität versuchen, was die sportliche Leitung und auch den Großteil der Mannschaft betrifft. Gerade Führt und Bochum zeigen auf, was möglich ist, wenn Teams auf und neben dem Platz stehen, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind. Mit Schalke kommt mindestens ein Schwergewicht runter und auch der zweite und ggf. dritte Absteiger wird über mehr Wiederaufstiegspotential verfügen, als der HSV. Aber diese Truppen werden vermutlich einen riesigen Umbruch vor sich haben, der auch Zeit bedarf. Da kann es von Vorteil sein, wenn man das Grundgerüst und die Spielidee, inkl. vieler Automatismen, bereits stehen hat, um besser aus dem Startblock zu kommen. Wenn man bedenkt, dass auch Hannover, Düsseldorf, Nürnberg und Paderborn nicht schlechter aufgestellt sein werden, wird es eine brutal schwere, aber auch super interessante 2.Liga in der kommenden Saison. Hoffenheim und St.Pauli haben ebenfalls das Potential, oben für eine Überraschung zu sorgen. Gehen Kiel oder Führt nicht hoch, bleiben sie auch ernsthafte Konkurrenten. Wir sollten somit gut aus den Startlöchern kommen und nicht den zigsten Komplettneuanfang starten. Bei dem starken Teilnehmerfeld kommende Saison, kann es dann mal schnell unten rein gehen, wenn man den Start verpennt .... siehe Nürnberg.
Aber ich halte Thioune auch für einen Trainer mit Perspektive, der deutlich mehr richtig, als falsch gemacht hat. Er tut dem HSV gut, ist lernwillig und -fähig, kann und wird sich weiter entwickeln. Die letzten Spiele waren teilweise schlimm, aber über die ganze Saison sehe ich durchaus eine andere, positivere Entwicklung, als die beiden Jahre vorher. Wir spielen deutlich attraktiveren Fussball und schiessen auch mehr Tore. Die beiden Jahre davor, hatten wir auch viele enge Spiele. In denen hatten wir häufiger Spielglück, obwohl wir schlechter spielten. Diese Serie waren mehr Spiele dabei, die wir nicht gewannen, obwohl wir das deutlich stärkere Team waren.
Es scheint sich auch eine grössere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu entwickeln, Vagnoman, Jatta, Wintzheimer und Ambrosius haben sich unter Thioune verbessert. Dazu ist eine grössere taktische Variabilität zu erkennen, als z.B. unter Hecking.
Sicher ist jetzt der Frust gross und auf Dauer kann die zweite Liga nicht unsere Glücksseligkeit bedeuten. Aber wenn man sich davon löst, nur die letzten 4-5 Spiele als Maßstab zu nehmen, so ist zu erkennen, dass Thioune dem HSV gut tut und dass er die Mannschaft weiter entwickelt hat. Vielleicht nicht in ganz so grossen Schritten, wie wir es uns alle erträumen, aber es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.
In dieser Saison waren ungewöhnlich viele Teams vorn mit dabei und auch recht stabil. Leichter aufzusteigen, als die letzten Jahre, war es aus meiner Sicht nicht. Hannover und vor allem Düsseldorf waren vor der Saison als klare Favoriten einzustufen. Paderborn und Nürnberg waren auch nicht wesentlich schlechter, als der HSV einzustufen. Dazu dann Kiel, Führt, Bochum und mit Abstrichen Hoffenheim. St. Pauli in der Rückrunde und man erkennt, ein Spaziergang war die Saison nicht. Auch nicht vergessen darf man das Spielglück, welches sich Kiel erarbeitet hat .... die haben einige Punkte durch glückliche Schieri-Entscheidungen gewonnen. Wir hatten dieses Glück nicht so auf unserer Seite. Wenn es so eng zugeht, dann spielt auch so etwas eine Rolle und muss bedacht werden.
Unterm Strich ist heute die Enttäuschung groß, aber ich halte es für klug, wenn wir an der sportlichen Leitung festhalten und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nächstes Jahr ist die zweite Liga mit Werder, Hertha, Schalke, Düsseldorf, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Rostock und uns sowieso geiler besetzt, als die BL. Und mit Zuschauern aufzusteigen auch viel schöner
Es macht doch keinen Sinn, zu jammern, was für tolle Trainer dem HSV schon durch die Lappen ging, wenn man nicht bereit ist, auch mal im Mißerfolg an einem aufstrebenden Trainer festzuhalten. Aus meiner Sicht ist die Schizophrenie unter uns in der HSV-Gemeinde stark vertreten
. Ja, wir werden vermutlich erneut knapp am Aufstieg vorbeipreschen und ja, der Einbruch in der Rückrunde ist wieder typisch. Nun können wir weiter machen, wie bisher und alles wieder auf Neuanfang stellen. Sind wir in der Vergangenheit prima mit gefahren. Aber man könnte es auch mal mit Kontinuität versuchen, was die sportliche Leitung und auch den Großteil der Mannschaft betrifft. Gerade Führt und Bochum zeigen auf, was möglich ist, wenn Teams auf und neben dem Platz stehen, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind. Mit Schalke kommt mindestens ein Schwergewicht runter und auch der zweite und ggf. dritte Absteiger wird über mehr Wiederaufstiegspotential verfügen, als der HSV. Aber diese Truppen werden vermutlich einen riesigen Umbruch vor sich haben, der auch Zeit bedarf. Da kann es von Vorteil sein, wenn man das Grundgerüst und die Spielidee, inkl. vieler Automatismen, bereits stehen hat, um besser aus dem Startblock zu kommen. Wenn man bedenkt, dass auch Hannover, Düsseldorf, Nürnberg und Paderborn nicht schlechter aufgestellt sein werden, wird es eine brutal schwere, aber auch super interessante 2.Liga in der kommenden Saison. Hoffenheim und St.Pauli haben ebenfalls das Potential, oben für eine Überraschung zu sorgen. Gehen Kiel oder Führt nicht hoch, bleiben sie auch ernsthafte Konkurrenten. Wir sollten somit gut aus den Startlöchern kommen und nicht den zigsten Komplettneuanfang starten. Bei dem starken Teilnehmerfeld kommende Saison, kann es dann mal schnell unten rein gehen, wenn man den Start verpennt .... siehe Nürnberg.
Aber ich halte Thioune auch für einen Trainer mit Perspektive, der deutlich mehr richtig, als falsch gemacht hat. Er tut dem HSV gut, ist lernwillig und -fähig, kann und wird sich weiter entwickeln. Die letzten Spiele waren teilweise schlimm, aber über die ganze Saison sehe ich durchaus eine andere, positivere Entwicklung, als die beiden Jahre vorher. Wir spielen deutlich attraktiveren Fussball und schiessen auch mehr Tore. Die beiden Jahre davor, hatten wir auch viele enge Spiele. In denen hatten wir häufiger Spielglück, obwohl wir schlechter spielten. Diese Serie waren mehr Spiele dabei, die wir nicht gewannen, obwohl wir das deutlich stärkere Team waren.
Es scheint sich auch eine grössere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu entwickeln, Vagnoman, Jatta, Wintzheimer und Ambrosius haben sich unter Thioune verbessert. Dazu ist eine grössere taktische Variabilität zu erkennen, als z.B. unter Hecking.
Sicher ist jetzt der Frust gross und auf Dauer kann die zweite Liga nicht unsere Glücksseligkeit bedeuten. Aber wenn man sich davon löst, nur die letzten 4-5 Spiele als Maßstab zu nehmen, so ist zu erkennen, dass Thioune dem HSV gut tut und dass er die Mannschaft weiter entwickelt hat. Vielleicht nicht in ganz so grossen Schritten, wie wir es uns alle erträumen, aber es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.
In dieser Saison waren ungewöhnlich viele Teams vorn mit dabei und auch recht stabil. Leichter aufzusteigen, als die letzten Jahre, war es aus meiner Sicht nicht. Hannover und vor allem Düsseldorf waren vor der Saison als klare Favoriten einzustufen. Paderborn und Nürnberg waren auch nicht wesentlich schlechter, als der HSV einzustufen. Dazu dann Kiel, Führt, Bochum und mit Abstrichen Hoffenheim. St. Pauli in der Rückrunde und man erkennt, ein Spaziergang war die Saison nicht. Auch nicht vergessen darf man das Spielglück, welches sich Kiel erarbeitet hat .... die haben einige Punkte durch glückliche Schieri-Entscheidungen gewonnen. Wir hatten dieses Glück nicht so auf unserer Seite. Wenn es so eng zugeht, dann spielt auch so etwas eine Rolle und muss bedacht werden.
Unterm Strich ist heute die Enttäuschung groß, aber ich halte es für klug, wenn wir an der sportlichen Leitung festhalten und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nächstes Jahr ist die zweite Liga mit Werder, Hertha, Schalke, Düsseldorf, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Rostock und uns sowieso geiler besetzt, als die BL. Und mit Zuschauern aufzusteigen auch viel schöner
30.04.2021 - 16:00 Uhr
Wenn man mit DT weitermacht, braucht es jetzt eigentlich eine klar formulierte Aussage ob diesem Weg. Und das wohl sogar medienwirksam. Noch einmal klar kommuniziert, da darf kein Zweifel aufkommen. Ähnlich wie letztes Jahr die Vertragsverlängerung von Materazzo, wo alle den Kopf schüttelten (was nicht heißt, dass es unbedingt zum gleichen operativen Akt kommen muss, symbolisch fände ich ausreichend).
Da muss sich die sportliche Leitung hinstellen und alles andere klipp und klar ausschließen. Das wäre ein klares Signal an die Öffentlichkeit und an die Spieler. Sonst hast du in den nächsten Tagen und Wochen Kommunikations-Kirmes.
Die bisherigen Aussagen ("Die Konstellation bleibt") wirken auf mich wie nebenbei beim Vorbeilaufen ins Mikrofon geflüstert und wenig überzeugend. Geht das jemandem auch so?
Da muss sich die sportliche Leitung hinstellen und alles andere klipp und klar ausschließen. Das wäre ein klares Signal an die Öffentlichkeit und an die Spieler. Sonst hast du in den nächsten Tagen und Wochen Kommunikations-Kirmes.
Die bisherigen Aussagen ("Die Konstellation bleibt") wirken auf mich wie nebenbei beim Vorbeilaufen ins Mikrofon geflüstert und wenig überzeugend. Geht das jemandem auch so?
30.04.2021 - 16:04 Uhr
Zitat von Charrua
Wenn ich in der Nachspielzeit die Chance habe nochmal was zu reißen aber dann quer spiele und wieder von hinten aufbauen muss - was kann der Trainer dafür?
Wenn ich in der Nachspielzeit die Chance habe nochmal was zu reißen aber dann quer spiele und wieder von hinten aufbauen muss - was kann der Trainer dafür?
Das schneidet ein Thema an, welches mich schon die ganze Saison beschäftigt:
Ganz offensichtlich war Thiounes Ziel in dieser Saison ja der Ballbesitz-Fussball. Ruhig von hinten aufbauen, den Gegner zurecht legen und dann mit Hilfe der individuellen Qualität im Kader zustechen. Hat ja in der Saison auch oft genug funktioniert.
Was aber nie funktioniert hat und noch nicht einmal probiert wurde (ich kann mich zumindest an kein Spiel erinnern) war ein funktionierendes Konterspiel. Selbst wenn Chancen da waren, wurde über die ganze Saison gefühlt jeder Konter abgebrochen, um wieder in o.g. Spielschema zu kommen. Gestern in einer kleinen Szene sehr deutlich, der KSC verliert den Ball ca. 20m vor unserem Tor an Leibold. Der hat freies Feld und ca. 5 Mitspieler vor sich, und der KSC ist hinten unsortiert. Aber anstatt Gas zu geben und einen gefährlichen Gegenangriff einzuleiten, stoppt er erst mal ab und guckt sich um, wen er anspielen kann. Erst dann orientiert er sich wieder nach vorne, aber da war der Moment vorbei. Ein mMn für die Saison ganz bezeichnender Moment.
Und da stellt sich für mich als Handballer (der nur bis ca. zur E-Jugend Fussball im Verein gespielt hat) die ernst gemeinte Frage: Wieso ist das so? Kann man einer Mannschaft nicht beide Tugenden beibringen? Ballbesitzspiel gegen defensive Gegner, aber vernünftige Konterkonzepte, sobald sich die Möglichkeit ergibt? Im Handball geht das doch auch...
30.04.2021 - 16:17 Uhr
Zitat von Der_Dude
Das schneidet ein Thema an, welches mich schon die ganze Saison beschäftigt:
Ganz offensichtlich war Thiounes Ziel in dieser Saison ja der Ballbesitz-Fussball. Ruhig von hinten aufbauen, den Gegner zurecht legen und dann mit Hilfe der individuellen Qualität im Kader zustechen. Hat ja in der Saison auch oft genug funktioniert.
Was aber nie funktioniert hat und noch nicht einmal probiert wurde (ich kann mich zumindest an kein Spiel erinnern) war ein funktionierendes Konterspiel. Selbst wenn Chancen da waren, wurde über die ganze Saison gefühlt jeder Konter abgebrochen, um wieder in o.g. Spielschema zu kommen. Gestern in einer kleinen Szene sehr deutlich, der KSC verliert den Ball ca. 20m vor unserem Tor an Leibold. Der hat freies Feld und ca. 5 Mitspieler vor sich, und der KSC ist hinten unsortiert. Aber anstatt Gas zu geben und einen gefährlichen Gegenangriff einzuleiten, stoppt er erst mal ab und guckt sich um, wen er anspielen kann. Erst dann orientiert er sich wieder nach vorne, aber da war der Moment vorbei. Ein mMn für die Saison ganz bezeichnender Moment.
Und da stellt sich für mich als Handballer (der nur bis ca. zur E-Jugend Fussball im Verein gespielt hat) die ernst gemeinte Frage: Wieso ist das so? Kann man einer Mannschaft nicht beide Tugenden beibringen? Ballbesitzspiel gegen defensive Gegner, aber vernünftige Konterkonzepte, sobald sich die Möglichkeit ergibt? Im Handball geht das doch auch...
Zitat von Charrua
Wenn ich in der Nachspielzeit die Chance habe nochmal was zu reißen aber dann quer spiele und wieder von hinten aufbauen muss - was kann der Trainer dafür?
Wenn ich in der Nachspielzeit die Chance habe nochmal was zu reißen aber dann quer spiele und wieder von hinten aufbauen muss - was kann der Trainer dafür?
Das schneidet ein Thema an, welches mich schon die ganze Saison beschäftigt:
Ganz offensichtlich war Thiounes Ziel in dieser Saison ja der Ballbesitz-Fussball. Ruhig von hinten aufbauen, den Gegner zurecht legen und dann mit Hilfe der individuellen Qualität im Kader zustechen. Hat ja in der Saison auch oft genug funktioniert.
Was aber nie funktioniert hat und noch nicht einmal probiert wurde (ich kann mich zumindest an kein Spiel erinnern) war ein funktionierendes Konterspiel. Selbst wenn Chancen da waren, wurde über die ganze Saison gefühlt jeder Konter abgebrochen, um wieder in o.g. Spielschema zu kommen. Gestern in einer kleinen Szene sehr deutlich, der KSC verliert den Ball ca. 20m vor unserem Tor an Leibold. Der hat freies Feld und ca. 5 Mitspieler vor sich, und der KSC ist hinten unsortiert. Aber anstatt Gas zu geben und einen gefährlichen Gegenangriff einzuleiten, stoppt er erst mal ab und guckt sich um, wen er anspielen kann. Erst dann orientiert er sich wieder nach vorne, aber da war der Moment vorbei. Ein mMn für die Saison ganz bezeichnender Moment.
Und da stellt sich für mich als Handballer (der nur bis ca. zur E-Jugend Fussball im Verein gespielt hat) die ernst gemeinte Frage: Wieso ist das so? Kann man einer Mannschaft nicht beide Tugenden beibringen? Ballbesitzspiel gegen defensive Gegner, aber vernünftige Konterkonzepte, sobald sich die Möglichkeit ergibt? Im Handball geht das doch auch...
Das ist ein wenig dem langsamen Terodde geschuldet.
Auch das Kittel und Jatta viel nach hinten arbeiten!
Da war die Doppelspitze Wood, Wintz viel effektiver und auch variantenreicher!
30.04.2021 - 16:18 Uhr
Zitat von HBS-Christoph
Ein gewisser Jürgen Klopp hat es bei Mainz - nach 2x Platz 4 - erst im dritten Versuch geschafft, mit Mainz 05 aufzusteigen. Klopp ist nicht Thioune und der HSV nicht Mainz, aber auch Thioune ist ein großes Trainertalent, dass erst am Beginn seiner Karriere ist.
Es macht doch keinen Sinn, zu jammern, was für tolle Trainer dem HSV schon durch die Lappen ging, wenn man nicht bereit ist, auch mal im Mißerfolg an einem aufstrebenden Trainer festzuhalten. Aus meiner Sicht ist die Schizophrenie unter uns in der HSV-Gemeinde stark vertreten
.
Ja, wir werden vermutlich erneut knapp am Aufstieg vorbeipreschen und ja, der Einbruch in der Rückrunde ist wieder typisch. Nun können wir weiter machen, wie bisher und alles wieder auf Neuanfang stellen. Sind wir in der Vergangenheit prima mit gefahren. Aber man könnte es auch mal mit Kontinuität versuchen, was die sportliche Leitung und auch den Großteil der Mannschaft betrifft. Gerade Führt und Bochum zeigen auf, was möglich ist, wenn Teams auf und neben dem Platz stehen, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind. Mit Schalke kommt mindestens ein Schwergewicht runter und auch der zweite und ggf. dritte Absteiger wird über mehr Wiederaufstiegspotential verfügen, als der HSV. Aber diese Truppen werden vermutlich einen riesigen Umbruch vor sich haben, der auch Zeit bedarf. Da kann es von Vorteil sein, wenn man das Grundgerüst und die Spielidee, inkl. vieler Automatismen, bereits stehen hat, um besser aus dem Startblock zu kommen. Wenn man bedenkt, dass auch Hannover, Düsseldorf, Nürnberg und Paderborn nicht schlechter aufgestellt sein werden, wird es eine brutal schwere, aber auch super interessante 2.Liga in der kommenden Saison. Hoffenheim und St.Pauli haben ebenfalls das Potential, oben für eine Überraschung zu sorgen. Gehen Kiel oder Führt nicht hoch, bleiben sie auch ernsthafte Konkurrenten. Wir sollten somit gut aus den Startlöchern kommen und nicht den zigsten Komplettneuanfang starten. Bei dem starken Teilnehmerfeld kommende Saison, kann es dann mal schnell unten rein gehen, wenn man den Start verpennt .... siehe Nürnberg.
Aber ich halte Thioune auch für einen Trainer mit Perspektive, der deutlich mehr richtig, als falsch gemacht hat. Er tut dem HSV gut, ist lernwillig und -fähig, kann und wird sich weiter entwickeln. Die letzten Spiele waren teilweise schlimm, aber über die ganze Saison sehe ich durchaus eine andere, positivere Entwicklung, als die beiden Jahre vorher. Wir spielen deutlich attraktiveren Fussball und schiessen auch mehr Tore. Die beiden Jahre davor, hatten wir auch viele enge Spiele. In denen hatten wir häufiger Spielglück, obwohl wir schlechter spielten. Diese Serie waren mehr Spiele dabei, die wir nicht gewannen, obwohl wir das deutlich stärkere Team waren.
Es scheint sich auch eine grössere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu entwickeln, Vagnoman, Jatta, Wintzheimer und Ambrosius haben sich unter Thioune verbessert. Dazu ist eine grössere taktische Variabilität zu erkennen, als z.B. unter Hecking.
Sicher ist jetzt der Frust gross und auf Dauer kann die zweite Liga nicht unsere Glücksseligkeit bedeuten. Aber wenn man sich davon löst, nur die letzten 4-5 Spiele als Maßstab zu nehmen, so ist zu erkennen, dass Thioune dem HSV gut tut und dass er die Mannschaft weiter entwickelt hat. Vielleicht nicht in ganz so grossen Schritten, wie wir es uns alle erträumen, aber es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.
In dieser Saison waren ungewöhnlich viele Teams vorn mit dabei und auch recht stabil. Leichter aufzusteigen, als die letzten Jahre, war es aus meiner Sicht nicht. Hannover und vor allem Düsseldorf waren vor der Saison als klare Favoriten einzustufen. Paderborn und Nürnberg waren auch nicht wesentlich schlechter, als der HSV einzustufen. Dazu dann Kiel, Führt, Bochum und mit Abstrichen Hoffenheim. St. Pauli in der Rückrunde und man erkennt, ein Spaziergang war die Saison nicht. Auch nicht vergessen darf man das Spielglück, welches sich Kiel erarbeitet hat .... die haben einige Punkte durch glückliche Schieri-Entscheidungen gewonnen. Wir hatten dieses Glück nicht so auf unserer Seite. Wenn es so eng zugeht, dann spielt auch so etwas eine Rolle und muss bedacht werden.
Unterm Strich ist heute die Enttäuschung groß, aber ich halte es für klug, wenn wir an der sportlichen Leitung festhalten und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nächstes Jahr ist die zweite Liga mit Werder, Hertha, Schalke, Düsseldorf, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Rostock und uns sowieso geiler besetzt, als die BL. Und mit Zuschauern aufzusteigen auch viel schöner
Ein gewisser Jürgen Klopp hat es bei Mainz - nach 2x Platz 4 - erst im dritten Versuch geschafft, mit Mainz 05 aufzusteigen. Klopp ist nicht Thioune und der HSV nicht Mainz, aber auch Thioune ist ein großes Trainertalent, dass erst am Beginn seiner Karriere ist.
Es macht doch keinen Sinn, zu jammern, was für tolle Trainer dem HSV schon durch die Lappen ging, wenn man nicht bereit ist, auch mal im Mißerfolg an einem aufstrebenden Trainer festzuhalten. Aus meiner Sicht ist die Schizophrenie unter uns in der HSV-Gemeinde stark vertreten
. Ja, wir werden vermutlich erneut knapp am Aufstieg vorbeipreschen und ja, der Einbruch in der Rückrunde ist wieder typisch. Nun können wir weiter machen, wie bisher und alles wieder auf Neuanfang stellen. Sind wir in der Vergangenheit prima mit gefahren. Aber man könnte es auch mal mit Kontinuität versuchen, was die sportliche Leitung und auch den Großteil der Mannschaft betrifft. Gerade Führt und Bochum zeigen auf, was möglich ist, wenn Teams auf und neben dem Platz stehen, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind. Mit Schalke kommt mindestens ein Schwergewicht runter und auch der zweite und ggf. dritte Absteiger wird über mehr Wiederaufstiegspotential verfügen, als der HSV. Aber diese Truppen werden vermutlich einen riesigen Umbruch vor sich haben, der auch Zeit bedarf. Da kann es von Vorteil sein, wenn man das Grundgerüst und die Spielidee, inkl. vieler Automatismen, bereits stehen hat, um besser aus dem Startblock zu kommen. Wenn man bedenkt, dass auch Hannover, Düsseldorf, Nürnberg und Paderborn nicht schlechter aufgestellt sein werden, wird es eine brutal schwere, aber auch super interessante 2.Liga in der kommenden Saison. Hoffenheim und St.Pauli haben ebenfalls das Potential, oben für eine Überraschung zu sorgen. Gehen Kiel oder Führt nicht hoch, bleiben sie auch ernsthafte Konkurrenten. Wir sollten somit gut aus den Startlöchern kommen und nicht den zigsten Komplettneuanfang starten. Bei dem starken Teilnehmerfeld kommende Saison, kann es dann mal schnell unten rein gehen, wenn man den Start verpennt .... siehe Nürnberg.
Aber ich halte Thioune auch für einen Trainer mit Perspektive, der deutlich mehr richtig, als falsch gemacht hat. Er tut dem HSV gut, ist lernwillig und -fähig, kann und wird sich weiter entwickeln. Die letzten Spiele waren teilweise schlimm, aber über die ganze Saison sehe ich durchaus eine andere, positivere Entwicklung, als die beiden Jahre vorher. Wir spielen deutlich attraktiveren Fussball und schiessen auch mehr Tore. Die beiden Jahre davor, hatten wir auch viele enge Spiele. In denen hatten wir häufiger Spielglück, obwohl wir schlechter spielten. Diese Serie waren mehr Spiele dabei, die wir nicht gewannen, obwohl wir das deutlich stärkere Team waren.
Es scheint sich auch eine grössere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu entwickeln, Vagnoman, Jatta, Wintzheimer und Ambrosius haben sich unter Thioune verbessert. Dazu ist eine grössere taktische Variabilität zu erkennen, als z.B. unter Hecking.
Sicher ist jetzt der Frust gross und auf Dauer kann die zweite Liga nicht unsere Glücksseligkeit bedeuten. Aber wenn man sich davon löst, nur die letzten 4-5 Spiele als Maßstab zu nehmen, so ist zu erkennen, dass Thioune dem HSV gut tut und dass er die Mannschaft weiter entwickelt hat. Vielleicht nicht in ganz so grossen Schritten, wie wir es uns alle erträumen, aber es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.
In dieser Saison waren ungewöhnlich viele Teams vorn mit dabei und auch recht stabil. Leichter aufzusteigen, als die letzten Jahre, war es aus meiner Sicht nicht. Hannover und vor allem Düsseldorf waren vor der Saison als klare Favoriten einzustufen. Paderborn und Nürnberg waren auch nicht wesentlich schlechter, als der HSV einzustufen. Dazu dann Kiel, Führt, Bochum und mit Abstrichen Hoffenheim. St. Pauli in der Rückrunde und man erkennt, ein Spaziergang war die Saison nicht. Auch nicht vergessen darf man das Spielglück, welches sich Kiel erarbeitet hat .... die haben einige Punkte durch glückliche Schieri-Entscheidungen gewonnen. Wir hatten dieses Glück nicht so auf unserer Seite. Wenn es so eng zugeht, dann spielt auch so etwas eine Rolle und muss bedacht werden.
Unterm Strich ist heute die Enttäuschung groß, aber ich halte es für klug, wenn wir an der sportlichen Leitung festhalten und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nächstes Jahr ist die zweite Liga mit Werder, Hertha, Schalke, Düsseldorf, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Rostock und uns sowieso geiler besetzt, als die BL. Und mit Zuschauern aufzusteigen auch viel schöner

Der Maßstab sind nicht die letzten 4-5 Spiele sondern die gesamte Richtung in der Rückrunde. 3 Siege in 14 Spielen, damit gehört man zu den Abstiegskandidaten, dass ist die tatsächliche Entwicklung. Im Übrigen ähnlich wie bei Osnabrück in der letzten Saison. Da zu erkennen, dass der Coach dem HSV gut tut und es in die richtige Richtung geht halte ich für gewagt. Die abgelieferten Ergebnisse belegen eindeutig, dass die Richtung in ganz andere Dimensionen zeigt.
30.04.2021 - 16:27 Uhr
Zitat von tomg
Das ist ein wenig dem langsamen Terodde geschuldet.
Auch das Kittel und Jatta viel nach hinten arbeiten!
Da war die Doppelspitze Wood, Wintz viel effektiver und auch variantenreicher!
Zitat von Der_Dude
Das schneidet ein Thema an, welches mich schon die ganze Saison beschäftigt:
Ganz offensichtlich war Thiounes Ziel in dieser Saison ja der Ballbesitz-Fussball. Ruhig von hinten aufbauen, den Gegner zurecht legen und dann mit Hilfe der individuellen Qualität im Kader zustechen. Hat ja in der Saison auch oft genug funktioniert.
Was aber nie funktioniert hat und noch nicht einmal probiert wurde (ich kann mich zumindest an kein Spiel erinnern) war ein funktionierendes Konterspiel. Selbst wenn Chancen da waren, wurde über die ganze Saison gefühlt jeder Konter abgebrochen, um wieder in o.g. Spielschema zu kommen. Gestern in einer kleinen Szene sehr deutlich, der KSC verliert den Ball ca. 20m vor unserem Tor an Leibold. Der hat freies Feld und ca. 5 Mitspieler vor sich, und der KSC ist hinten unsortiert. Aber anstatt Gas zu geben und einen gefährlichen Gegenangriff einzuleiten, stoppt er erst mal ab und guckt sich um, wen er anspielen kann. Erst dann orientiert er sich wieder nach vorne, aber da war der Moment vorbei. Ein mMn für die Saison ganz bezeichnender Moment.
Und da stellt sich für mich als Handballer (der nur bis ca. zur E-Jugend Fussball im Verein gespielt hat) die ernst gemeinte Frage: Wieso ist das so? Kann man einer Mannschaft nicht beide Tugenden beibringen? Ballbesitzspiel gegen defensive Gegner, aber vernünftige Konterkonzepte, sobald sich die Möglichkeit ergibt? Im Handball geht das doch auch...
Zitat von Charrua
Wenn ich in der Nachspielzeit die Chance habe nochmal was zu reißen aber dann quer spiele und wieder von hinten aufbauen muss - was kann der Trainer dafür?
Wenn ich in der Nachspielzeit die Chance habe nochmal was zu reißen aber dann quer spiele und wieder von hinten aufbauen muss - was kann der Trainer dafür?
Das schneidet ein Thema an, welches mich schon die ganze Saison beschäftigt:
Ganz offensichtlich war Thiounes Ziel in dieser Saison ja der Ballbesitz-Fussball. Ruhig von hinten aufbauen, den Gegner zurecht legen und dann mit Hilfe der individuellen Qualität im Kader zustechen. Hat ja in der Saison auch oft genug funktioniert.
Was aber nie funktioniert hat und noch nicht einmal probiert wurde (ich kann mich zumindest an kein Spiel erinnern) war ein funktionierendes Konterspiel. Selbst wenn Chancen da waren, wurde über die ganze Saison gefühlt jeder Konter abgebrochen, um wieder in o.g. Spielschema zu kommen. Gestern in einer kleinen Szene sehr deutlich, der KSC verliert den Ball ca. 20m vor unserem Tor an Leibold. Der hat freies Feld und ca. 5 Mitspieler vor sich, und der KSC ist hinten unsortiert. Aber anstatt Gas zu geben und einen gefährlichen Gegenangriff einzuleiten, stoppt er erst mal ab und guckt sich um, wen er anspielen kann. Erst dann orientiert er sich wieder nach vorne, aber da war der Moment vorbei. Ein mMn für die Saison ganz bezeichnender Moment.
Und da stellt sich für mich als Handballer (der nur bis ca. zur E-Jugend Fussball im Verein gespielt hat) die ernst gemeinte Frage: Wieso ist das so? Kann man einer Mannschaft nicht beide Tugenden beibringen? Ballbesitzspiel gegen defensive Gegner, aber vernünftige Konterkonzepte, sobald sich die Möglichkeit ergibt? Im Handball geht das doch auch...
Das ist ein wenig dem langsamen Terodde geschuldet.
Auch das Kittel und Jatta viel nach hinten arbeiten!
Da war die Doppelspitze Wood, Wintz viel effektiver und auch variantenreicher!
Schön und gut, aber selbst wenn man vorne einen langsamen Stürmer hat, wieso kann man dann keine schnellen Konter spielen? Dann muss der langsame Stürme halt mal im Mittelfeld absichern, und der MF Spieler oder meinetwegen auch der schnelle IV schließt vorne den Konter ab. Sind die so eindimensional, dass sie nur 1 Position spielen können?
Und auch wenn man nach hinten arbeitet... wenn ich die Chance sehe, in einem schnellen Konter in Führung zu gehen, vielleicht sogar selbst ein Tor machen zu können... Dann gebe ich Vollgas. Selbst wenn ich gerade nach hinten gespurtet bin. So viel Torgeilheit muss man als Profifussballer haben.
30.04.2021 - 16:30 Uhr
Zitat von Der_Dude
Schön und gut, aber selbst wenn man vorne einen langsamen Stürmer hat, wieso kann man dann keine schnellen Konter spielen? Dann muss der langsame Stürme halt mal im Mittelfeld absichern, und der MF Spieler oder meinetwegen auch der schnelle IV schließt vorne den Konter ab. Sind die so eindimensional, dass sie nur 1 Position spielen können?
Und auch wenn man nach hinten arbeitet... wenn ich die Chance sehe, in einem schnellen Konter in Führung zu gehen, vielleicht sogar selbst ein Tor machen zu können... Dann gebe ich Vollgas. Selbst wenn ich gerade nach hinten gespurtet bin. So viel Torgeilheit muss man als Profifussballer haben.
Zitat von tomg
Das ist ein wenig dem langsamen Terodde geschuldet.
Auch das Kittel und Jatta viel nach hinten arbeiten!
Da war die Doppelspitze Wood, Wintz viel effektiver und auch variantenreicher!
Zitat von Der_Dude
Das schneidet ein Thema an, welches mich schon die ganze Saison beschäftigt:
Ganz offensichtlich war Thiounes Ziel in dieser Saison ja der Ballbesitz-Fussball. Ruhig von hinten aufbauen, den Gegner zurecht legen und dann mit Hilfe der individuellen Qualität im Kader zustechen. Hat ja in der Saison auch oft genug funktioniert.
Was aber nie funktioniert hat und noch nicht einmal probiert wurde (ich kann mich zumindest an kein Spiel erinnern) war ein funktionierendes Konterspiel. Selbst wenn Chancen da waren, wurde über die ganze Saison gefühlt jeder Konter abgebrochen, um wieder in o.g. Spielschema zu kommen. Gestern in einer kleinen Szene sehr deutlich, der KSC verliert den Ball ca. 20m vor unserem Tor an Leibold. Der hat freies Feld und ca. 5 Mitspieler vor sich, und der KSC ist hinten unsortiert. Aber anstatt Gas zu geben und einen gefährlichen Gegenangriff einzuleiten, stoppt er erst mal ab und guckt sich um, wen er anspielen kann. Erst dann orientiert er sich wieder nach vorne, aber da war der Moment vorbei. Ein mMn für die Saison ganz bezeichnender Moment.
Und da stellt sich für mich als Handballer (der nur bis ca. zur E-Jugend Fussball im Verein gespielt hat) die ernst gemeinte Frage: Wieso ist das so? Kann man einer Mannschaft nicht beide Tugenden beibringen? Ballbesitzspiel gegen defensive Gegner, aber vernünftige Konterkonzepte, sobald sich die Möglichkeit ergibt? Im Handball geht das doch auch...
Zitat von Charrua
Wenn ich in der Nachspielzeit die Chance habe nochmal was zu reißen aber dann quer spiele und wieder von hinten aufbauen muss - was kann der Trainer dafür?
Wenn ich in der Nachspielzeit die Chance habe nochmal was zu reißen aber dann quer spiele und wieder von hinten aufbauen muss - was kann der Trainer dafür?
Das schneidet ein Thema an, welches mich schon die ganze Saison beschäftigt:
Ganz offensichtlich war Thiounes Ziel in dieser Saison ja der Ballbesitz-Fussball. Ruhig von hinten aufbauen, den Gegner zurecht legen und dann mit Hilfe der individuellen Qualität im Kader zustechen. Hat ja in der Saison auch oft genug funktioniert.
Was aber nie funktioniert hat und noch nicht einmal probiert wurde (ich kann mich zumindest an kein Spiel erinnern) war ein funktionierendes Konterspiel. Selbst wenn Chancen da waren, wurde über die ganze Saison gefühlt jeder Konter abgebrochen, um wieder in o.g. Spielschema zu kommen. Gestern in einer kleinen Szene sehr deutlich, der KSC verliert den Ball ca. 20m vor unserem Tor an Leibold. Der hat freies Feld und ca. 5 Mitspieler vor sich, und der KSC ist hinten unsortiert. Aber anstatt Gas zu geben und einen gefährlichen Gegenangriff einzuleiten, stoppt er erst mal ab und guckt sich um, wen er anspielen kann. Erst dann orientiert er sich wieder nach vorne, aber da war der Moment vorbei. Ein mMn für die Saison ganz bezeichnender Moment.
Und da stellt sich für mich als Handballer (der nur bis ca. zur E-Jugend Fussball im Verein gespielt hat) die ernst gemeinte Frage: Wieso ist das so? Kann man einer Mannschaft nicht beide Tugenden beibringen? Ballbesitzspiel gegen defensive Gegner, aber vernünftige Konterkonzepte, sobald sich die Möglichkeit ergibt? Im Handball geht das doch auch...
Das ist ein wenig dem langsamen Terodde geschuldet.
Auch das Kittel und Jatta viel nach hinten arbeiten!
Da war die Doppelspitze Wood, Wintz viel effektiver und auch variantenreicher!
Schön und gut, aber selbst wenn man vorne einen langsamen Stürmer hat, wieso kann man dann keine schnellen Konter spielen? Dann muss der langsame Stürme halt mal im Mittelfeld absichern, und der MF Spieler oder meinetwegen auch der schnelle IV schließt vorne den Konter ab. Sind die so eindimensional, dass sie nur 1 Position spielen können?
Und auch wenn man nach hinten arbeitet... wenn ich die Chance sehe, in einem schnellen Konter in Führung zu gehen, vielleicht sogar selbst ein Tor machen zu können... Dann gebe ich Vollgas. Selbst wenn ich gerade nach hinten gespurtet bin. So viel Torgeilheit muss man als Profifussballer haben.
Ich geb dir ja Recht , nur so erklär ich mir das ein wenig!
30.04.2021 - 17:23 Uhr
Zitat von wendale
Der Maßstab sind nicht die letzten 4-5 Spiele sondern die gesamte Richtung in der Rückrunde. 3 Siege in 14 Spielen, damit gehört man zu den Abstiegskandidaten, dass ist die tatsächliche Entwicklung. Im Übrigen ähnlich wie bei Osnabrück in der letzten Saison. Da zu erkennen, dass der Coach dem HSV gut tut und es in die richtige Richtung geht halte ich für gewagt. Die abgelieferten Ergebnisse belegen eindeutig, dass die Richtung in ganz andere Dimensionen zeigt.
Zitat von HBS-Christoph
Ein gewisser Jürgen Klopp hat es bei Mainz - nach 2x Platz 4 - erst im dritten Versuch geschafft, mit Mainz 05 aufzusteigen. Klopp ist nicht Thioune und der HSV nicht Mainz, aber auch Thioune ist ein großes Trainertalent, dass erst am Beginn seiner Karriere ist.
Es macht doch keinen Sinn, zu jammern, was für tolle Trainer dem HSV schon durch die Lappen ging, wenn man nicht bereit ist, auch mal im Mißerfolg an einem aufstrebenden Trainer festzuhalten. Aus meiner Sicht ist die Schizophrenie unter uns in der HSV-Gemeinde stark vertreten
.
Ja, wir werden vermutlich erneut knapp am Aufstieg vorbeipreschen und ja, der Einbruch in der Rückrunde ist wieder typisch. Nun können wir weiter machen, wie bisher und alles wieder auf Neuanfang stellen. Sind wir in der Vergangenheit prima mit gefahren. Aber man könnte es auch mal mit Kontinuität versuchen, was die sportliche Leitung und auch den Großteil der Mannschaft betrifft. Gerade Führt und Bochum zeigen auf, was möglich ist, wenn Teams auf und neben dem Platz stehen, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind. Mit Schalke kommt mindestens ein Schwergewicht runter und auch der zweite und ggf. dritte Absteiger wird über mehr Wiederaufstiegspotential verfügen, als der HSV. Aber diese Truppen werden vermutlich einen riesigen Umbruch vor sich haben, der auch Zeit bedarf. Da kann es von Vorteil sein, wenn man das Grundgerüst und die Spielidee, inkl. vieler Automatismen, bereits stehen hat, um besser aus dem Startblock zu kommen. Wenn man bedenkt, dass auch Hannover, Düsseldorf, Nürnberg und Paderborn nicht schlechter aufgestellt sein werden, wird es eine brutal schwere, aber auch super interessante 2.Liga in der kommenden Saison. Hoffenheim und St.Pauli haben ebenfalls das Potential, oben für eine Überraschung zu sorgen. Gehen Kiel oder Führt nicht hoch, bleiben sie auch ernsthafte Konkurrenten. Wir sollten somit gut aus den Startlöchern kommen und nicht den zigsten Komplettneuanfang starten. Bei dem starken Teilnehmerfeld kommende Saison, kann es dann mal schnell unten rein gehen, wenn man den Start verpennt .... siehe Nürnberg.
Aber ich halte Thioune auch für einen Trainer mit Perspektive, der deutlich mehr richtig, als falsch gemacht hat. Er tut dem HSV gut, ist lernwillig und -fähig, kann und wird sich weiter entwickeln. Die letzten Spiele waren teilweise schlimm, aber über die ganze Saison sehe ich durchaus eine andere, positivere Entwicklung, als die beiden Jahre vorher. Wir spielen deutlich attraktiveren Fussball und schiessen auch mehr Tore. Die beiden Jahre davor, hatten wir auch viele enge Spiele. In denen hatten wir häufiger Spielglück, obwohl wir schlechter spielten. Diese Serie waren mehr Spiele dabei, die wir nicht gewannen, obwohl wir das deutlich stärkere Team waren.
Es scheint sich auch eine grössere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu entwickeln, Vagnoman, Jatta, Wintzheimer und Ambrosius haben sich unter Thioune verbessert. Dazu ist eine grössere taktische Variabilität zu erkennen, als z.B. unter Hecking.
Sicher ist jetzt der Frust gross und auf Dauer kann die zweite Liga nicht unsere Glücksseligkeit bedeuten. Aber wenn man sich davon löst, nur die letzten 4-5 Spiele als Maßstab zu nehmen, so ist zu erkennen, dass Thioune dem HSV gut tut und dass er die Mannschaft weiter entwickelt hat. Vielleicht nicht in ganz so grossen Schritten, wie wir es uns alle erträumen, aber es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.
In dieser Saison waren ungewöhnlich viele Teams vorn mit dabei und auch recht stabil. Leichter aufzusteigen, als die letzten Jahre, war es aus meiner Sicht nicht. Hannover und vor allem Düsseldorf waren vor der Saison als klare Favoriten einzustufen. Paderborn und Nürnberg waren auch nicht wesentlich schlechter, als der HSV einzustufen. Dazu dann Kiel, Führt, Bochum und mit Abstrichen Hoffenheim. St. Pauli in der Rückrunde und man erkennt, ein Spaziergang war die Saison nicht. Auch nicht vergessen darf man das Spielglück, welches sich Kiel erarbeitet hat .... die haben einige Punkte durch glückliche Schieri-Entscheidungen gewonnen. Wir hatten dieses Glück nicht so auf unserer Seite. Wenn es so eng zugeht, dann spielt auch so etwas eine Rolle und muss bedacht werden.
Unterm Strich ist heute die Enttäuschung groß, aber ich halte es für klug, wenn wir an der sportlichen Leitung festhalten und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nächstes Jahr ist die zweite Liga mit Werder, Hertha, Schalke, Düsseldorf, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Rostock und uns sowieso geiler besetzt, als die BL. Und mit Zuschauern aufzusteigen auch viel schöner
Ein gewisser Jürgen Klopp hat es bei Mainz - nach 2x Platz 4 - erst im dritten Versuch geschafft, mit Mainz 05 aufzusteigen. Klopp ist nicht Thioune und der HSV nicht Mainz, aber auch Thioune ist ein großes Trainertalent, dass erst am Beginn seiner Karriere ist.
Es macht doch keinen Sinn, zu jammern, was für tolle Trainer dem HSV schon durch die Lappen ging, wenn man nicht bereit ist, auch mal im Mißerfolg an einem aufstrebenden Trainer festzuhalten. Aus meiner Sicht ist die Schizophrenie unter uns in der HSV-Gemeinde stark vertreten
. Ja, wir werden vermutlich erneut knapp am Aufstieg vorbeipreschen und ja, der Einbruch in der Rückrunde ist wieder typisch. Nun können wir weiter machen, wie bisher und alles wieder auf Neuanfang stellen. Sind wir in der Vergangenheit prima mit gefahren. Aber man könnte es auch mal mit Kontinuität versuchen, was die sportliche Leitung und auch den Großteil der Mannschaft betrifft. Gerade Führt und Bochum zeigen auf, was möglich ist, wenn Teams auf und neben dem Platz stehen, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind. Mit Schalke kommt mindestens ein Schwergewicht runter und auch der zweite und ggf. dritte Absteiger wird über mehr Wiederaufstiegspotential verfügen, als der HSV. Aber diese Truppen werden vermutlich einen riesigen Umbruch vor sich haben, der auch Zeit bedarf. Da kann es von Vorteil sein, wenn man das Grundgerüst und die Spielidee, inkl. vieler Automatismen, bereits stehen hat, um besser aus dem Startblock zu kommen. Wenn man bedenkt, dass auch Hannover, Düsseldorf, Nürnberg und Paderborn nicht schlechter aufgestellt sein werden, wird es eine brutal schwere, aber auch super interessante 2.Liga in der kommenden Saison. Hoffenheim und St.Pauli haben ebenfalls das Potential, oben für eine Überraschung zu sorgen. Gehen Kiel oder Führt nicht hoch, bleiben sie auch ernsthafte Konkurrenten. Wir sollten somit gut aus den Startlöchern kommen und nicht den zigsten Komplettneuanfang starten. Bei dem starken Teilnehmerfeld kommende Saison, kann es dann mal schnell unten rein gehen, wenn man den Start verpennt .... siehe Nürnberg.
Aber ich halte Thioune auch für einen Trainer mit Perspektive, der deutlich mehr richtig, als falsch gemacht hat. Er tut dem HSV gut, ist lernwillig und -fähig, kann und wird sich weiter entwickeln. Die letzten Spiele waren teilweise schlimm, aber über die ganze Saison sehe ich durchaus eine andere, positivere Entwicklung, als die beiden Jahre vorher. Wir spielen deutlich attraktiveren Fussball und schiessen auch mehr Tore. Die beiden Jahre davor, hatten wir auch viele enge Spiele. In denen hatten wir häufiger Spielglück, obwohl wir schlechter spielten. Diese Serie waren mehr Spiele dabei, die wir nicht gewannen, obwohl wir das deutlich stärkere Team waren.
Es scheint sich auch eine grössere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu entwickeln, Vagnoman, Jatta, Wintzheimer und Ambrosius haben sich unter Thioune verbessert. Dazu ist eine grössere taktische Variabilität zu erkennen, als z.B. unter Hecking.
Sicher ist jetzt der Frust gross und auf Dauer kann die zweite Liga nicht unsere Glücksseligkeit bedeuten. Aber wenn man sich davon löst, nur die letzten 4-5 Spiele als Maßstab zu nehmen, so ist zu erkennen, dass Thioune dem HSV gut tut und dass er die Mannschaft weiter entwickelt hat. Vielleicht nicht in ganz so grossen Schritten, wie wir es uns alle erträumen, aber es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.
In dieser Saison waren ungewöhnlich viele Teams vorn mit dabei und auch recht stabil. Leichter aufzusteigen, als die letzten Jahre, war es aus meiner Sicht nicht. Hannover und vor allem Düsseldorf waren vor der Saison als klare Favoriten einzustufen. Paderborn und Nürnberg waren auch nicht wesentlich schlechter, als der HSV einzustufen. Dazu dann Kiel, Führt, Bochum und mit Abstrichen Hoffenheim. St. Pauli in der Rückrunde und man erkennt, ein Spaziergang war die Saison nicht. Auch nicht vergessen darf man das Spielglück, welches sich Kiel erarbeitet hat .... die haben einige Punkte durch glückliche Schieri-Entscheidungen gewonnen. Wir hatten dieses Glück nicht so auf unserer Seite. Wenn es so eng zugeht, dann spielt auch so etwas eine Rolle und muss bedacht werden.
Unterm Strich ist heute die Enttäuschung groß, aber ich halte es für klug, wenn wir an der sportlichen Leitung festhalten und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nächstes Jahr ist die zweite Liga mit Werder, Hertha, Schalke, Düsseldorf, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Rostock und uns sowieso geiler besetzt, als die BL. Und mit Zuschauern aufzusteigen auch viel schöner

Der Maßstab sind nicht die letzten 4-5 Spiele sondern die gesamte Richtung in der Rückrunde. 3 Siege in 14 Spielen, damit gehört man zu den Abstiegskandidaten, dass ist die tatsächliche Entwicklung. Im Übrigen ähnlich wie bei Osnabrück in der letzten Saison. Da zu erkennen, dass der Coach dem HSV gut tut und es in die richtige Richtung geht halte ich für gewagt. Die abgelieferten Ergebnisse belegen eindeutig, dass die Richtung in ganz andere Dimensionen zeigt.
Die Ergebnisse belegen das, aber doch nicht die gezeigten Leistungen bis vor drei Spielen und die Ausnahme Würzburg. Es ist das eingetreten, was @Hope beschrieben hat, was passieren kann. Wenn die Ergebnisse nicht mehr zum Aufwand passen, kann sich irgendwann die Negativspirale entwickeln, und das hat sie leider. Jetzt ist der Kopf dazu gekommen, spätestens seit der 2. Halbzeit gegen Hannover und jetzt passt auf einmal weder die Spielweise noch folgerichtig das Ergebnis.
Natürlich hat man mit 14 Punkten in der Rückrunde wenige Argumente, aber mit den gezeigten Leistungen bis mindestens Hannover, wäre deutlich mehr drin gewesen.
30.04.2021 - 18:02 Uhr
Zitat von HSVer in Kiel
Die Ergebnisse belegen das, aber doch nicht die gezeigten Leistungen bis vor drei Spielen und die Ausnahme Würzburg. Es ist das eingetreten, was @Hope beschrieben hat, was passieren kann. Wenn die Ergebnisse nicht mehr zum Aufwand passen, kann sich irgendwann die Negativspirale entwickeln, und das hat sie leider. Jetzt ist der Kopf dazu gekommen, spätestens seit der 2. Halbzeit gegen Hannover und jetzt passt auf einmal weder die Spielweise noch folgerichtig das Ergebnis.
Natürlich hat man mit 14 Punkten in der Rückrunde wenige Argumente, aber mit den gezeigten Leistungen bis mindestens Hannover, wäre deutlich mehr drin gewesen.
Zitat von wendale
Der Maßstab sind nicht die letzten 4-5 Spiele sondern die gesamte Richtung in der Rückrunde. 3 Siege in 14 Spielen, damit gehört man zu den Abstiegskandidaten, dass ist die tatsächliche Entwicklung. Im Übrigen ähnlich wie bei Osnabrück in der letzten Saison. Da zu erkennen, dass der Coach dem HSV gut tut und es in die richtige Richtung geht halte ich für gewagt. Die abgelieferten Ergebnisse belegen eindeutig, dass die Richtung in ganz andere Dimensionen zeigt.
Zitat von HBS-Christoph
Ein gewisser Jürgen Klopp hat es bei Mainz - nach 2x Platz 4 - erst im dritten Versuch geschafft, mit Mainz 05 aufzusteigen. Klopp ist nicht Thioune und der HSV nicht Mainz, aber auch Thioune ist ein großes Trainertalent, dass erst am Beginn seiner Karriere ist.
Es macht doch keinen Sinn, zu jammern, was für tolle Trainer dem HSV schon durch die Lappen ging, wenn man nicht bereit ist, auch mal im Mißerfolg an einem aufstrebenden Trainer festzuhalten. Aus meiner Sicht ist die Schizophrenie unter uns in der HSV-Gemeinde stark vertreten
.
Ja, wir werden vermutlich erneut knapp am Aufstieg vorbeipreschen und ja, der Einbruch in der Rückrunde ist wieder typisch. Nun können wir weiter machen, wie bisher und alles wieder auf Neuanfang stellen. Sind wir in der Vergangenheit prima mit gefahren. Aber man könnte es auch mal mit Kontinuität versuchen, was die sportliche Leitung und auch den Großteil der Mannschaft betrifft. Gerade Führt und Bochum zeigen auf, was möglich ist, wenn Teams auf und neben dem Platz stehen, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind. Mit Schalke kommt mindestens ein Schwergewicht runter und auch der zweite und ggf. dritte Absteiger wird über mehr Wiederaufstiegspotential verfügen, als der HSV. Aber diese Truppen werden vermutlich einen riesigen Umbruch vor sich haben, der auch Zeit bedarf. Da kann es von Vorteil sein, wenn man das Grundgerüst und die Spielidee, inkl. vieler Automatismen, bereits stehen hat, um besser aus dem Startblock zu kommen. Wenn man bedenkt, dass auch Hannover, Düsseldorf, Nürnberg und Paderborn nicht schlechter aufgestellt sein werden, wird es eine brutal schwere, aber auch super interessante 2.Liga in der kommenden Saison. Hoffenheim und St.Pauli haben ebenfalls das Potential, oben für eine Überraschung zu sorgen. Gehen Kiel oder Führt nicht hoch, bleiben sie auch ernsthafte Konkurrenten. Wir sollten somit gut aus den Startlöchern kommen und nicht den zigsten Komplettneuanfang starten. Bei dem starken Teilnehmerfeld kommende Saison, kann es dann mal schnell unten rein gehen, wenn man den Start verpennt .... siehe Nürnberg.
Aber ich halte Thioune auch für einen Trainer mit Perspektive, der deutlich mehr richtig, als falsch gemacht hat. Er tut dem HSV gut, ist lernwillig und -fähig, kann und wird sich weiter entwickeln. Die letzten Spiele waren teilweise schlimm, aber über die ganze Saison sehe ich durchaus eine andere, positivere Entwicklung, als die beiden Jahre vorher. Wir spielen deutlich attraktiveren Fussball und schiessen auch mehr Tore. Die beiden Jahre davor, hatten wir auch viele enge Spiele. In denen hatten wir häufiger Spielglück, obwohl wir schlechter spielten. Diese Serie waren mehr Spiele dabei, die wir nicht gewannen, obwohl wir das deutlich stärkere Team waren.
Es scheint sich auch eine grössere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu entwickeln, Vagnoman, Jatta, Wintzheimer und Ambrosius haben sich unter Thioune verbessert. Dazu ist eine grössere taktische Variabilität zu erkennen, als z.B. unter Hecking.
Sicher ist jetzt der Frust gross und auf Dauer kann die zweite Liga nicht unsere Glücksseligkeit bedeuten. Aber wenn man sich davon löst, nur die letzten 4-5 Spiele als Maßstab zu nehmen, so ist zu erkennen, dass Thioune dem HSV gut tut und dass er die Mannschaft weiter entwickelt hat. Vielleicht nicht in ganz so grossen Schritten, wie wir es uns alle erträumen, aber es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.
In dieser Saison waren ungewöhnlich viele Teams vorn mit dabei und auch recht stabil. Leichter aufzusteigen, als die letzten Jahre, war es aus meiner Sicht nicht. Hannover und vor allem Düsseldorf waren vor der Saison als klare Favoriten einzustufen. Paderborn und Nürnberg waren auch nicht wesentlich schlechter, als der HSV einzustufen. Dazu dann Kiel, Führt, Bochum und mit Abstrichen Hoffenheim. St. Pauli in der Rückrunde und man erkennt, ein Spaziergang war die Saison nicht. Auch nicht vergessen darf man das Spielglück, welches sich Kiel erarbeitet hat .... die haben einige Punkte durch glückliche Schieri-Entscheidungen gewonnen. Wir hatten dieses Glück nicht so auf unserer Seite. Wenn es so eng zugeht, dann spielt auch so etwas eine Rolle und muss bedacht werden.
Unterm Strich ist heute die Enttäuschung groß, aber ich halte es für klug, wenn wir an der sportlichen Leitung festhalten und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nächstes Jahr ist die zweite Liga mit Werder, Hertha, Schalke, Düsseldorf, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Rostock und uns sowieso geiler besetzt, als die BL. Und mit Zuschauern aufzusteigen auch viel schöner
Ein gewisser Jürgen Klopp hat es bei Mainz - nach 2x Platz 4 - erst im dritten Versuch geschafft, mit Mainz 05 aufzusteigen. Klopp ist nicht Thioune und der HSV nicht Mainz, aber auch Thioune ist ein großes Trainertalent, dass erst am Beginn seiner Karriere ist.
Es macht doch keinen Sinn, zu jammern, was für tolle Trainer dem HSV schon durch die Lappen ging, wenn man nicht bereit ist, auch mal im Mißerfolg an einem aufstrebenden Trainer festzuhalten. Aus meiner Sicht ist die Schizophrenie unter uns in der HSV-Gemeinde stark vertreten
. Ja, wir werden vermutlich erneut knapp am Aufstieg vorbeipreschen und ja, der Einbruch in der Rückrunde ist wieder typisch. Nun können wir weiter machen, wie bisher und alles wieder auf Neuanfang stellen. Sind wir in der Vergangenheit prima mit gefahren. Aber man könnte es auch mal mit Kontinuität versuchen, was die sportliche Leitung und auch den Großteil der Mannschaft betrifft. Gerade Führt und Bochum zeigen auf, was möglich ist, wenn Teams auf und neben dem Platz stehen, die über einen längeren Zeitraum gewachsen sind. Mit Schalke kommt mindestens ein Schwergewicht runter und auch der zweite und ggf. dritte Absteiger wird über mehr Wiederaufstiegspotential verfügen, als der HSV. Aber diese Truppen werden vermutlich einen riesigen Umbruch vor sich haben, der auch Zeit bedarf. Da kann es von Vorteil sein, wenn man das Grundgerüst und die Spielidee, inkl. vieler Automatismen, bereits stehen hat, um besser aus dem Startblock zu kommen. Wenn man bedenkt, dass auch Hannover, Düsseldorf, Nürnberg und Paderborn nicht schlechter aufgestellt sein werden, wird es eine brutal schwere, aber auch super interessante 2.Liga in der kommenden Saison. Hoffenheim und St.Pauli haben ebenfalls das Potential, oben für eine Überraschung zu sorgen. Gehen Kiel oder Führt nicht hoch, bleiben sie auch ernsthafte Konkurrenten. Wir sollten somit gut aus den Startlöchern kommen und nicht den zigsten Komplettneuanfang starten. Bei dem starken Teilnehmerfeld kommende Saison, kann es dann mal schnell unten rein gehen, wenn man den Start verpennt .... siehe Nürnberg.
Aber ich halte Thioune auch für einen Trainer mit Perspektive, der deutlich mehr richtig, als falsch gemacht hat. Er tut dem HSV gut, ist lernwillig und -fähig, kann und wird sich weiter entwickeln. Die letzten Spiele waren teilweise schlimm, aber über die ganze Saison sehe ich durchaus eine andere, positivere Entwicklung, als die beiden Jahre vorher. Wir spielen deutlich attraktiveren Fussball und schiessen auch mehr Tore. Die beiden Jahre davor, hatten wir auch viele enge Spiele. In denen hatten wir häufiger Spielglück, obwohl wir schlechter spielten. Diese Serie waren mehr Spiele dabei, die wir nicht gewannen, obwohl wir das deutlich stärkere Team waren.
Es scheint sich auch eine grössere Durchlässigkeit von Nachwuchsspielern zu entwickeln, Vagnoman, Jatta, Wintzheimer und Ambrosius haben sich unter Thioune verbessert. Dazu ist eine grössere taktische Variabilität zu erkennen, als z.B. unter Hecking.
Sicher ist jetzt der Frust gross und auf Dauer kann die zweite Liga nicht unsere Glücksseligkeit bedeuten. Aber wenn man sich davon löst, nur die letzten 4-5 Spiele als Maßstab zu nehmen, so ist zu erkennen, dass Thioune dem HSV gut tut und dass er die Mannschaft weiter entwickelt hat. Vielleicht nicht in ganz so grossen Schritten, wie wir es uns alle erträumen, aber es geht auf alle Fälle in die richtige Richtung.
In dieser Saison waren ungewöhnlich viele Teams vorn mit dabei und auch recht stabil. Leichter aufzusteigen, als die letzten Jahre, war es aus meiner Sicht nicht. Hannover und vor allem Düsseldorf waren vor der Saison als klare Favoriten einzustufen. Paderborn und Nürnberg waren auch nicht wesentlich schlechter, als der HSV einzustufen. Dazu dann Kiel, Führt, Bochum und mit Abstrichen Hoffenheim. St. Pauli in der Rückrunde und man erkennt, ein Spaziergang war die Saison nicht. Auch nicht vergessen darf man das Spielglück, welches sich Kiel erarbeitet hat .... die haben einige Punkte durch glückliche Schieri-Entscheidungen gewonnen. Wir hatten dieses Glück nicht so auf unserer Seite. Wenn es so eng zugeht, dann spielt auch so etwas eine Rolle und muss bedacht werden.
Unterm Strich ist heute die Enttäuschung groß, aber ich halte es für klug, wenn wir an der sportlichen Leitung festhalten und den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen. Nächstes Jahr ist die zweite Liga mit Werder, Hertha, Schalke, Düsseldorf, Hannover, St. Pauli, Nürnberg, Braunschweig, Dresden, Rostock und uns sowieso geiler besetzt, als die BL. Und mit Zuschauern aufzusteigen auch viel schöner

Der Maßstab sind nicht die letzten 4-5 Spiele sondern die gesamte Richtung in der Rückrunde. 3 Siege in 14 Spielen, damit gehört man zu den Abstiegskandidaten, dass ist die tatsächliche Entwicklung. Im Übrigen ähnlich wie bei Osnabrück in der letzten Saison. Da zu erkennen, dass der Coach dem HSV gut tut und es in die richtige Richtung geht halte ich für gewagt. Die abgelieferten Ergebnisse belegen eindeutig, dass die Richtung in ganz andere Dimensionen zeigt.
Die Ergebnisse belegen das, aber doch nicht die gezeigten Leistungen bis vor drei Spielen und die Ausnahme Würzburg. Es ist das eingetreten, was @Hope beschrieben hat, was passieren kann. Wenn die Ergebnisse nicht mehr zum Aufwand passen, kann sich irgendwann die Negativspirale entwickeln, und das hat sie leider. Jetzt ist der Kopf dazu gekommen, spätestens seit der 2. Halbzeit gegen Hannover und jetzt passt auf einmal weder die Spielweise noch folgerichtig das Ergebnis.
Natürlich hat man mit 14 Punkten in der Rückrunde wenige Argumente, aber mit den gezeigten Leistungen bis mindestens Hannover, wäre deutlich mehr drin gewesen.
Finde ich ehrlich gesagt zu einfach.
https://www.transfermarkt.de/jobgarantie-fur-schalke-trainer-wagner-ndash-bdquo-gibt-grunde-ldquo-fur-bdquo-verlorenen-roten-faden-ldquo-/view/news/361505
Das Risiko sehe ich bei uns auch. Gewisse Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Thioune aber ich denke man sollte das Thema schon ausführlich beleuchten am Ende der Saison.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ceddi1887 am 30.04.2021 um 18:14 Uhr bearbeitet
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