Rolfes spricht über Trainersuche
„Sport Bild“: Ten Hag erhält 100.000 Euro pro Arbeitstag – Erfuhr sehr spät von Vázquez-Deal
©IMAGO
Die rekordverdächtige Trainerentlassung von Erik ten Hag kommt Bayer Leverkusen offenbar teuer zu stehen. Wie die „Sport Bild“ berichtet, erhält der nach bereits zwei Spieltagen von seinen Aufgaben entbundene Niederländer eine stattliche Abfindung. Schließlich hatte der Nachfolger des zu Real Madrid gewechselten Xabi Alonso einen Vertrag bis 2027 unterzeichnet.
Demnach kassiert ten Hag für sein frühzeitiges Aus knapp 5 Millionen Euro. Die weitere Rechnung des Magazins: Einschließlich des Gehalts seit dem Amtsantritt im Juli streicht der 55-Jährige rund 6 Mio. Euro ein. Eingegrenzt auf 60 Arbeitstage bis Ende August hätte ten Hag somit 100.000 Euro pro Arbeitstag verdient.
Dass für den Coach die Entlassung, anders als in einer über seine Berateragentur verbreiteten Stellungnahme behauptet, doch nicht so überraschend gekommen sein dürfte, zeige die Verpflichtung von Real Madrids Routinier Lucas Vázquez. Der 34-Jährige wurde am 26. August als 15. Neuzugang in Leverkusen vorgestellt – ten Hag wurde erst an diesem Tag einbezogen, als der Deal längst besiegelt und auch der Medizincheck absolviert war, heißt es.
„Sich nach nur zwei Ligaspielen von einem Trainer zu trennen, ist beispiellos“, kritisierte der zuvor für Ajax Amsterdam und Manchester United tätige Übungsleiter. Ten Hag soll die Mannschaft im Rekordtempo verloren und die Bosse um CEO Fernando Carro und Sportchef Simon Rolfes gegen sich aufgebracht haben. Laut „The Athletic“ gab es schon während der Brasilien-Tour in der Vorbereitung Hinweise darauf, dass die Chemie zwischen dem Trainer und seinem Team nicht wirklich stimmt.
Bayer Leverkusens Trainersuche: Xavi ist wohl kein Thema
Bei der Suche nach einem Nachfolger spielt Barcelona-Ikone Xavi offenbar keine Rolle. Laut der „Bild“ wurde der 45-Jährige nicht von Bayer 04 kontaktiert, an den Gerüchten aus Spanien sei nichts dran. Die Spekulationen kreisten am Montag auch um die Namen Marco Rose, Roger Schmidt und Edin Terzic. Im Idealfall hat die Werkself für die kommende Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt am 12. September eine neue externe Lösung gefunden. Vorerst leiten ten Hags bisherige Assistenten Andries Ulderink und Rogier Meijer das Training. Dem Duo werden laut dem „Kicker“ ebenso wie U19-Trainer Sergi Runge keine Chancen auf eine dauerhafte Übernahme eingeräumt.
„Wir bewerten natürlich interne Lösungen genauso wie externe. Bei vielen Stellen im Sport oder im Scouting besetzen wir häufig intern. Beim Trainer ist das nicht immer so der Fall. Grundsätzlich bewerten wir beide Situationen. Die Frage ist: Was ist jetzt wichtig für die Mannschaft? Was ist wichtig für den Verein? Für die nächste Zeit?“, wird Rolfes zitiert. Für das Frankfurt-Spiel kündigte der Ex-Profi eine „klare Lösung“ an – entweder eine interne oder eine externe. „Wir werden auf jeden Fall eine klare Meinung bis zum Frankfurt-Spiel haben und versuchen, uns in dieser Woche konkreter eine Meinung zu bilden“, meinte Rolfes.
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